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Kosten für Umstieg auf E-Auto

Tesla
Themenstarteram 14. Januar 2020 um 12:33

Hi,

ich spiele mit dem Gedanken mir einen gebrauchten Tesla zuzulegen, bin aber noch in einer sehr frühen Phase meiner Überlegungen.

An diejenigen, die bereits Erfahrungen haben hätte ich da mal ein paar Fragen:

Habt ihr eine Ladestation zu Hause, wenn ja, was kostet in etwa die Einrichtung?

Wer hat eine PV eingebaut und rechnet sich das ganze? Vor allem wenn wir einen so besch... Winter ohne Licht haben?

Wie verhält es sich mit den Kosten für Versicherungen? Vollkasko für ein Modell S.

Ich wäre interessiert an einem gebrauchten Modell S, habe hier aber schon häufiger die Empfehlung gelesen, besser ein neues Modell 3 zu kaufen. Wie sind die Eindrücke von Modell S Fahrern bei Laufleistung über 50000 km und älter als 3 Jahre.

Wie zufrieden seit ihr mit dem Tesla Service.

Viele Sachen habe ich sicher noch nicht bedacht, für weitere Hinweise wäre ich dankbar.

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7 Antworten

Hallo TomTomThommy,

ich fahre ein MS85D seit Juni 2015. Meine Frau hat ein M3 seit März 2019.

Eines der ersten Dinge war eine Wallbox. Man meint ja immer genug Saft zu haben, aber dann kommt man mal abends spät heim und muß morgens früh wieder weg, da ist man froh darum. Allerdings kann mein MS mit 22 kW laden, danach wurde die Ladeleistung auf 16.5 kW runtergesetzt. Das Model 3 lädt mit 11 kW. Diese bekommst Du auch an einem normalen roten 16A Dreiphasenstecker. Wenn Du also einen hast, braucht man nicht unbedingt eine Wallbox, außer man will nicht dauern den Mobile Connector ein und ausstecken. Es gibt Tesla-Wallboxen, Mennekes, etc. Ich habe eine Mennekes (sehr zuverlässig), aber auch einen e-Go Charger für das M3. Den kann ich auch sehr empfehlen. Die Geräte kosten zwischen 600 und 1200 Euro, je nach Ausführung. Kommt noch die Elektrik hinzu und wieviel Kabel verlegt werden muß. Ich habe selbst 20 Meter Kabelschacht gegraben, und durch drei Betonwände gebohrt und das Kabel verlegt, das sind ca. 2 Tage Arbeit. Wenn Du selbst machen kannst, dann muß der Elektriker nur anschließen, ansonsten halt je nach Aufwand (ein paar hundert bis ca. 1000 Euro).

Ich hatte bereits eine PV aus dem Jahr 2011, allerdings nur mit 4.2 kV peak. Das ganze rechnet sich, wenn man entweder eine große Anlage hat und man untertags laden kann mit einer Leistung, die unter der jeweiligen erzeugten Leistung liegt, oder eine große Batterie hat. Kommt auch natürlich auf die Konditionen an. Wenn man vereinfacht mit 30 ct/kWh Stromkosten rechnet und ca. 2000 km pro Monat fährt, dann verbraucht man ungefähr mit einem MS bei 220 Wh/km Strom für 132 Euro.

Wenn Du ausschließlich elektrisch fährst und immer voll Sonnenstrom tanken kannst, dann amortisiert sich die Anlage. Ansonsten eher nicht. Meine 4.2 kWh werden opportunistisch genutzt - wenn die Sonne voll scheint , stöpsle ich das MS an ;-) und spare ein paar Teuronen pro Ladung.

Bzgl. Versicherung gibt es mittlerweile eine Reihe von Angeboten. 100% Beitrag in Vollkasko sollte so ca. bei 1200-1300 Euro liegen. Die bekannte Online-Versicherung aus Coburg liegt nicht so schlecht, d.h. der Vergleichsrechner spuckt was realistisches aus.

Model S und Model 3 sind zwei Klassen, etwas E-Klasse und C-Klasse oder A6 und A4 etc. Das M3 wirkt agiler und bietet irgendwie mehr Fahrspaß, aber das MS, besonders die neueren "Raven" Modelle haben insbesondere technologisch aufgeholt.

Gebrauchte MS mit nicht zu hoher Laufleistung sollten so um die 50.000 Euro plus/minus liegen. Meiner z.B. hat ca. 90.000 km runter, ansonsten ziemlich gut ausgestattet, wäre so ein Fall. Neuere MS, insbesondere mit neuerer Hardware (Autopilot 2 und 2.5) sind teurer. Natürlich macht es auch einen Unterschied ob es ein 70D, 85D oder 100D ist. Die 85er unterliegen derzeit einigen teilweise nervenden Beschränkungen hinsichtlich Batteriekapazität und Ladegeschwindigkeit am Supercharger. Frühere Modelle hatten "lebenslanges" Supercharging, bei neuere schlägt die Kapazitätsminderung noch nicht dementsprechend zu.

Falls ein Model 3 von den Abmessungen, Platzbedarf und Komfortanforderungen paßt, dann würde ich im Moment dazu tendieren. Soll es ein Familienwagen sein, dann doch wohl eher zum S.

Tesla-Service.. Hmm. Das ist allerdings ein Thema für sich. Tesla als Firma ist leider leider - und das sage ich als Fanboy - einfach zum vergessen. Erratische Reaktionen, es werden Kommunikationskanäle gekippt ohne irgendwas mitzuteilen, die Ersatzteilversorgung ist nun ja, suboptimal usw. Die Preise, welche für die Mechanikerstunde aufgerufen werden sind noch jenseits Mercedes angesiedelt. Und es gibt einfach noch viel zu wenige Servicezentren. Die Mitarbeiter sind allerdings meist sehr motiviert und freundlich und geben alles, um den Kunden zufriedenzustellen. Ausnahmen in der einen oder anderen Richtung beweisen die Regel. Damit muß man im Moment einfach leben.

Leider sind die Mitarbeiter angehalten, sich strikt nach Vorgaben der Zentrale zu richten und haben relativ wenig bis keine Flexibilität. Beim derzeitigen Vorgehen von Tesla bei den 85er Batterien geht das bei teilweise - nun ja, einer sehr ausgedehnten Interpretation von Wahrheit. Bei Trump heißt das wohl "alternate facts". D.h. die beten wieder besseren Wissens den Unsinn nach, der ihnen vorgegeben ist. Das muß ich sagen vermasselt mir derzeitig die Freude am Auto, zumindest am MS.

Insgesamt ist das Fazit über die 4.5 Jahre aber positiv, Verbrenner fahren geht gar nicht mehr, außer meinen Ram Truck für spezielle Aufgaben ;-).

Ansonsten gibt es natürlich unglaublich viele Erfahrungswerte mittlerweile. Hier bei motor-talk, im speziellen Tesla-Forum und im amerikanischen Tesla-Forum findet sich praktisch zu jeder Frage ein Kommentar und Antwort.

Viele Grüße,

tommya6

Tja, das meiste ist nun schon gesagt.

Ich fahre seit 2,5 Jahren einen Tesla und war nur zur jährlichen, für mich kostenlosen Inspektion beim Service. Kann also nicht viel über den Service sagen, da ich ihn nicht brauche. ;-)

Das Problem ist eben, das in den Foren meist über negative Erfahrungen diskutiert wird. Jemand, der voll zufrieden ist, schreibst das eher weniger in einem Forum. Tesla erfordert eben nicht nur beim Antrieb ein gewisses Umdenken. Man bucht den Service über die App.

Auch ich habe für den Tesla und für den i3 meiner Frau eine Wallbox ( Mennekes )

Die knapp 17KW die ich am AC laden kann, reichen mir. Zu ergänzen wäre vielleicht noch das externe laden unterwegs. Da gibt es im Augenblick günstige Tarife der Telekom und von Maingau. Es soll auch noch vereinzelt Stadtwerke mit Flat-Tarifen geben, die natürlich sehr interessant sind.

Vom Verbrauch her und aus Kosten/Nutzen Sicht ist das Model 3, sofern einem die Größe ausreicht, sicherlich die bessere Wahl.

Ich komme von Audi (Audi A6 Avant 3.0 TDI competition quattro 240(326) kW(PS) 8-stufig tiptronic) und werde meinen Tesla nicht wieder hergeben ;-). Der Wechsel war die absolut richtige Entscheidung.

Wir haben im September unser Model 3 bekommen und im August eine PV-Anlage mit knapp 25kWp samt 12,5kWh Speicher installiert. Die Investition der gesamten PV-Anlage samt Speicher wird sich durch die eingesparten Strom- und Treibstoffkosten (vorsichtig kalkuliert) in ca. 6,5 bis 8,5 Jahren amortisiert haben.

Ersetzt hat das Model 3 einen BMW 6-Zyl. Diesel. Die Versicherung des Model 3 ist im Jahr ca. 350,- günstiger, als der BMW. Dazu 10 Jahre keine KfZ-Steuer und BAFA Prämie sowie geringe Servicekosten, da kein Ölwechsel und kaum Bremsenverschleiß.

Wir haben den Wechsel zum Model 3 und die Anschaffung der PV keine Sekunde bereut. Auch auf Langstrecken funktioniert das elektrische fahren dank Supercharger völlig problemlos. Mit dem Strom von der eigenen PV kosten 100km mit dem Model 3 keine 2 Euro an Energiekosten. Und das, obwohl die PV nur mit einer Produktiondauer und Abschreibung von 20 Jahren gerechnet ist. Mit eigener PV ist ein Elektroauto eine absolute Win-Win-Situation.

Mittlerweile wurde ja schon einiges gesagt, sodass ich nur noch ein paar Dinge ergänzen möchte:

Die Kosten für einen Umstieg werden wohl für jeden etwas anders sein, kommt ja auch auf's Vorfahrzeug an. Grundsätzlich ist in den meisten Fällen (zumindest wo Eigentum vorhanden ist) die Installation einer Lademöglichkeit nicht sonderlich teuer (und dient ja auch noch späteren Fahrzeugen). Dazu wurde hier ja schon einiges gesagt, wir haben aber auch einen ausführlichen Thread zu diesem Thema, der hier zu finden ist - dort einfach mal einlesen und evtl. nachfragen.

Wer PV auf's Dach haben möchte, da wird's dann natürlich deutlich teurer, aber das macht man ja an sich nicht nur für's Auto, sondern auch für den sonstigen Stromverbrauch im Haus.

Zum Service: Da macht wohl - wie immer bei solchen Fragen in Autoforen - jeder eine andere Erfahrung. Ich kann bzgl. Servicequalität nicht klagen, die Autos (mittlerweile fahren wir das zweite Model S) waren bis auf eine Ausnahme nur zum regulären Service (mittlerweile abgeschafft) im Service Center, wo dann auch evtl. anstehende Garantiearbeiten problemlos und ohne Widerwillen (kenne ich von anderen Marken anders) erledigt wurden. Mittlerweile ist das Model S auch recht ausgereift, die allermeisten Schwachstellen abgestellt, die es evtl. in früheren Baujahren noch gab.

Die Kommunikation mit den Service-Centern wurde im letzten Jahr ohne Vorankündigung auf App-Basis umgestellt, was für einiges böses Blut sorgte (auch wenn es bei uns bisher gut funktioniert hat), mittlerweile werden aber momentan auch wieder direkte Telefonverbindungen in die Service-Center eingerichtet.

Zur Frage ob Model S oder Model 3: Das Model S bietet mehr Langstreckenqualität und Ladevolumen und fährt als 100D etwas weiter, ist dafür aber recht groß und verbraucht mehr. Das Model 3 ist agiler, sparsamer und die neuere Konstruktion, dafür etwas weniger komfortabel und bietet weniger Stauraum, da schlicht kleiner und ein paar weniger Komfortfeatures wie das S wie z.B. Luftfederung oder elektrische Kofferraumöffnung (wie schon gesagt wurde eben obere Mittelklasse vs. Mittelklasse).

Wir sind vom Audi SQ5 und diversen Mercedes-Modellen kommend in 2016 umgestiegen und haben den Umstieg bisher nicht bereut - was auch letztes Jahr zum zweiten Model S führte - trotz mittlerweile vorhandener Konkurrenz.

Edit: Zur Garantie, weil es unten angesprochen wurde: Tesla bietet ab Werk 4 Jahre bzw. 80.000km Fahrzeuggarantie auf das Fahrzeug als Ganzes (bei S und 3 gleich - es gibt für die Zeit danach Anbieter zur Garantieverlängerung) und 8 Jahre Garantie auf Antriebsstrang und Akku (beim Model 3 mit Km Begrenzung auf 192.000km bei den Long Range/Performance Modellen).

Themenstarteram 14. Januar 2020 um 14:26

Hi,

und vielen Dank für die schnellen und ausführlichen Antworten. Hört sich gut an. Ich habe momentan einen E500 T mit 5,5 l V8 Motor und 388 PS, ist aber ein wenig aus der Zeit gefallen als Hauptwagen mit viel Stadtverkehr ;-).

Model S fasziniert mich von der Größe und Leistung auf jeden Fall, aber die berichte über Probleme außerhalb der Garantie schrecken mich schon etwas ab. Dann lieber ein Modell 3 mit Garantie. Ich werde mich noch weiter durch die Foren lesen.

 

Nochmals vielen Dank für die Infos und erstmal alles gute.

[Anm. von Motor-Talk: Beitragsinhalt inkl. nachfolgender Diskussion zu PV-Anlagen wurde nach hier verlegt, wo die Diskussion fortgesetzt werden kann.]

Zitat:

@TomTomThommy schrieb am 14. Januar 2020 um 14:26:11 Uhr:

Hi,

und vielen Dank für die schnellen und ausführlichen Antworten. Hört sich gut an. Ich habe momentan einen E500 T mit 5,5 l V8 Motor und 388 PS, ist aber ein wenig aus der Zeit gefallen als Hauptwagen mit viel Stadtverkehr ;-).

Model S fasziniert mich von der Größe und Leistung auf jeden Fall, aber die berichte über Probleme außerhalb der Garantie schrecken mich schon etwas ab. Dann lieber ein Modell 3 mit Garantie. Ich werde mich noch weiter durch die Foren lesen.

Nochmals vielen Dank für die Infos und erstmal alles gute.

"Probleme mit der Garantie" - gutes Thema! TESLA liefert 4 Jahre mit, Audi gerade 2, mehr gegen Aufpreis.

TESLA liefert Garantie für Motor /Antrieb 8 Jahre (S), Mercedes liefert wie lange?

TESLA liefert den "Sprit" für rd. 500.000km dazu (denn so lange halten die Kilometerfresser schon), Kostenvorteil zu deinem "Stadtpanzer": 13l/100km x 1,40€ x 500.000=105.700€

Mercedes liefert lediglich eine "Normverbrauchsangabe", die bisher nie erreicht wurde !!! Selbst wenn der dicke Daimler nur 5000€ gekostet hat, sind es immer noch 10.700€ mehr zuzüglich Kosten Wartung, Steuer als beim neuen TESLA-S90D!!!!!

Kurz: Ick gloob wohl, et hackt!

Bitte hol sofort dein Händi raus und rechne jannnnz schnell nach!

youtube ove T&T: 300.000km TESLA-S und 30% Bremsenverschleiß, originale Achsen, Lenkung etc. i.O.

 

 

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