Kleingewerbe mit vcds?

Hallo, ich besitze vcds. Würde damit bisschen Geld verdienen nebenbei.
Habe an Kleingewerbe gedacht. Geht das? Was muss ich beachten? Welche Kosten kommen auf mich zu? Muss ich steuern etc zahlen?

Danke

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@hadez16 schrieb am 2. März 2017 um 10:59:33 Uhr:


Er schreibt "nebenbei". Also nebenberuflich.
Was du da abrödelst wäre das Vorgehen beim Versuch das ganze Hauptberuflich zu machen. Nebenberuflich reicht die eigene Garage und als Kleinunternehmer macht es dir der deutsche Staat ausnahmsweise mal einfach was Steuern angeht.

Selbst nebenberuflich: ich finde, das ist etwa das gleiche. Wenn man was macht, soll es sich auch lohnen.

Und ja: eigene Garage ist ne Idee. Mit Grube mag's gehen, sonst macht man sich mit Rumgekrauche beim Hobby schnell den Rücken kaputt. Hebebühne in der eigenen Garage ist dann schon Zucker, braucht aber ein stabiles Fundament und ordentlichen Stromanschluss.

Irgendwie muss sich das Kleingewerbe (in dem Wort steckt Gewerbe drin, also klar auch Pflichten von Abrechnung, Rechnungsstellung, Gewährleistung) von Hobby und Gefälligkeit unter Freunden (das ist kein Kleingewerbe) ja auch absetzen. Ich finde, VCDS allein ist viel zu unbedeutend, um darauf etwas aufzubauen. Ich sehe es als ein Werkzeug von vielen.

Der ernsthafte Kleingewerbe-Unternehmer für z.B. elektrische Diagnose an VAG-Fahrzeugen braucht für eine effiziente, sinnvolle Arbeit mindestens noch:

* 1-4 Oszis mit Log-Funktion, teils Mehrkanal
* Multi-Protokoll-Analyzer mit Decodern u.a. für CAN, LIN, MOST, PWM
* versch. Stromzangen
* jede Menge Messleitungen und Adapter
* Labornetzteil
* Wärmebildkamera macht sich gut
* versch. Volt-Logger, Ampere-Logger, Temperatur-Logger
* Diagnose-Computer mit großem Bildschirm, zum Nachdenken und Planen
* A3-Farblaser/Projektor für techn. Zeichnungen/Schaltpläne
* AU-Messgerät für Rückschlüsse aus dem Abgas
* das ERWIN-Abo (4x: VW, Audi, SEAT, Skoda) als Minimum für VAG-Informationen, dort müsste dann auch ODIS und GFS verfügbar sein
* Erhaltungslader fürs Auto für lange Sessions
* Reifendrucksensor-Programmiergerät
* Lötstation
* Crimpzangen für die versch. Stecker und Buchsen im Auto
* eine Werkbank mit Schraubstock
* einen Werkstattwagen

* das ganze normale Werkzeug: Steckschlüsselsatz, Kompressor, Druckschrauber, hydr. Presse, Getriebeheber, Motorkran, Auffanggefässe für Öl, Kühlflüssigkeit, versch. Drehmomentschlüssel usw. usf.
* einige Kurse/Ausbildung in dem ganzen Zeug, damit er das nicht Learning-by-Doing macht

Für mich lag es dann nahe, gleich die Nutzung einer Selbsthilfewerkstatt/Mietwerkstatt mit deren Infrastruktur nahezulegen.

Ob man dann VCDS mit seinen 300-400 EUR mit reinrechnet oder nicht, finde ich völlig egal.
VCDS hat - wie jedes andere Diagnose-System, was sich auf die Onbord-Diagnose in den Steuergeräten verlässt, die schlechte Eigenschaft, dass es fehlerfreie Onbord-Diagnosesysteme braucht. Spinnt das Steuergerät, spinnt auch auch VCDS. Daher braucht man eh alle Messmöglichkeiten nochmal extern.

Und für das regelmäßige Zeug:
Reifen, Bremsbeläge/Scheiben, Ölwechsel, Filterwechsel, Stoßdämpfer, Zündkerzen, Filter, braucht man VCDS nur in seltenen Fällen mal zum Service-Intervall-Reset. Dieses Massengeschäft machen eh andere.

@J.Konrad
Butter bei die Fische, was willst du nur mit VCDS denn machen?
* Mal ne Batterie tauschen und anlernen?
* Mal 3x-Tipp-Blinken freischalten oder Fensterheber-Schließung bei Tür-Verriegeln?
Ich finde, dafür braucht man kein Kleingewerbe aufmachen, wer so beschränkt in seinem Leistungskatalog ist. Dann kann man sich in die VCDS-Usermap eintragen und sagen: hier, ist Hobby. Kost nix und wenn was schief geht, haste Pech gehabt. Dann trifft man sich eben zum Grillen und für so persönliche Kontakte, aber es verliert jeden Gewerbeanspruch.

34 weitere Antworten
34 Antworten

Zitat:

@JB1980 schrieb am 2. März 2017 um 14:32:02 Uhr:


Ist doch ne Schnapsidee.
Für nebenbei würd ich da nix anmelden. Gibt Viel zu viele mit irgendwelchen codiergeräten die das auch professionell machen. Stell doch einfach dein vcds( original hoffe ich) zur Verfügung. Bleibst halt dabei. Dann umgehst du irgendwelche Ansprüche und kannst dir trotzdem Geld nebenbei verdienen.

Damit gehst du einigen Fallstricken gekonnt aus dem Weg.

Klar, denn selbst bei Kumpels gibt's Streit, wenn plötzlich ein StG kaputt oder eine Funktion nicht mehr gegeben ist.

Zitat:

@JB1980 schrieb am 2. März 2017 um 14:36:55 Uhr:


Klar, denn selbst bei Kumpels gibt's Streit, wenn plötzlich ein StG kaputt oder eine Funktion nicht mehr gegeben ist.

Richtig!

Wer mit VCDS unterwegs ist, und das auch noch gewerblich anbieten will, sollte die Fallstricke genau kennen die dazu führen, dass etwas unwiederbringlich "defekt" ist.

Pauschal lässt sich sagen, wer mit VCDS etwas so zerschießt, dass man es selbst nicht mehr bzw. nicht wieder richten kann, der ist einfach dumm und sollte sowas nicht gewerblich anbieten. Ross-Tech legt die Software-Fähigkeiten bewusst schon so aus, dass sie sich selbst vor Hilfe-Rufen schützen.

Bei VCP siehts schon anders aus. Für Flashes sollte man eine Abtretungserklärung vorformulieren.

Ähnliche Themen

Zitat:

@J.Konrad schrieb am 2. März 2017 um 14:24:26 Uhr:



Zitat:

@ttru74 schrieb am 2. März 2017 um 14:15:43 Uhr:


Was wäre, wenn Du bei einer Codierung ein Steuergerät zerschießt?

Das war auch eine Frage. Muss ich Gewährleistung und Garantie drauf geben oder nicht? Da es ja nur ein Kleingewerbe ist und kein richtiges großes Gewerbe?

Nein, das ist gestaffelt. Dunkelgewerbe=keine Steuern; Kleingewerbe = ganz kleine Steuern; richtig großes Gewerbe = richtig große Steuern. 😁

*duckundweg*

Zitat:

@hadez16 schrieb am 2. März 2017 um 10:59:33 Uhr:


Er schreibt "nebenbei". Also nebenberuflich.
Was du da abrödelst wäre das Vorgehen beim Versuch das ganze Hauptberuflich zu machen. Nebenberuflich reicht die eigene Garage und als Kleinunternehmer macht es dir der deutsche Staat ausnahmsweise mal einfach was Steuern angeht.

Selbst nebenberuflich: ich finde, das ist etwa das gleiche. Wenn man was macht, soll es sich auch lohnen.

Und ja: eigene Garage ist ne Idee. Mit Grube mag's gehen, sonst macht man sich mit Rumgekrauche beim Hobby schnell den Rücken kaputt. Hebebühne in der eigenen Garage ist dann schon Zucker, braucht aber ein stabiles Fundament und ordentlichen Stromanschluss.

Irgendwie muss sich das Kleingewerbe (in dem Wort steckt Gewerbe drin, also klar auch Pflichten von Abrechnung, Rechnungsstellung, Gewährleistung) von Hobby und Gefälligkeit unter Freunden (das ist kein Kleingewerbe) ja auch absetzen. Ich finde, VCDS allein ist viel zu unbedeutend, um darauf etwas aufzubauen. Ich sehe es als ein Werkzeug von vielen.

Der ernsthafte Kleingewerbe-Unternehmer für z.B. elektrische Diagnose an VAG-Fahrzeugen braucht für eine effiziente, sinnvolle Arbeit mindestens noch:

* 1-4 Oszis mit Log-Funktion, teils Mehrkanal
* Multi-Protokoll-Analyzer mit Decodern u.a. für CAN, LIN, MOST, PWM
* versch. Stromzangen
* jede Menge Messleitungen und Adapter
* Labornetzteil
* Wärmebildkamera macht sich gut
* versch. Volt-Logger, Ampere-Logger, Temperatur-Logger
* Diagnose-Computer mit großem Bildschirm, zum Nachdenken und Planen
* A3-Farblaser/Projektor für techn. Zeichnungen/Schaltpläne
* AU-Messgerät für Rückschlüsse aus dem Abgas
* das ERWIN-Abo (4x: VW, Audi, SEAT, Skoda) als Minimum für VAG-Informationen, dort müsste dann auch ODIS und GFS verfügbar sein
* Erhaltungslader fürs Auto für lange Sessions
* Reifendrucksensor-Programmiergerät
* Lötstation
* Crimpzangen für die versch. Stecker und Buchsen im Auto
* eine Werkbank mit Schraubstock
* einen Werkstattwagen

* das ganze normale Werkzeug: Steckschlüsselsatz, Kompressor, Druckschrauber, hydr. Presse, Getriebeheber, Motorkran, Auffanggefässe für Öl, Kühlflüssigkeit, versch. Drehmomentschlüssel usw. usf.
* einige Kurse/Ausbildung in dem ganzen Zeug, damit er das nicht Learning-by-Doing macht

Für mich lag es dann nahe, gleich die Nutzung einer Selbsthilfewerkstatt/Mietwerkstatt mit deren Infrastruktur nahezulegen.

Ob man dann VCDS mit seinen 300-400 EUR mit reinrechnet oder nicht, finde ich völlig egal.
VCDS hat - wie jedes andere Diagnose-System, was sich auf die Onbord-Diagnose in den Steuergeräten verlässt, die schlechte Eigenschaft, dass es fehlerfreie Onbord-Diagnosesysteme braucht. Spinnt das Steuergerät, spinnt auch auch VCDS. Daher braucht man eh alle Messmöglichkeiten nochmal extern.

Und für das regelmäßige Zeug:
Reifen, Bremsbeläge/Scheiben, Ölwechsel, Filterwechsel, Stoßdämpfer, Zündkerzen, Filter, braucht man VCDS nur in seltenen Fällen mal zum Service-Intervall-Reset. Dieses Massengeschäft machen eh andere.

@J.Konrad
Butter bei die Fische, was willst du nur mit VCDS denn machen?
* Mal ne Batterie tauschen und anlernen?
* Mal 3x-Tipp-Blinken freischalten oder Fensterheber-Schließung bei Tür-Verriegeln?
Ich finde, dafür braucht man kein Kleingewerbe aufmachen, wer so beschränkt in seinem Leistungskatalog ist. Dann kann man sich in die VCDS-Usermap eintragen und sagen: hier, ist Hobby. Kost nix und wenn was schief geht, haste Pech gehabt. Dann trifft man sich eben zum Grillen und für so persönliche Kontakte, aber es verliert jeden Gewerbeanspruch.

Wenn man es privat als Hobby betreibt freut man sich ja wenn viele Leute kommen, die einem auch noch Geld dafür geben, aus Nächstenliebe.
Man muss aber nur den falschen Nachbarn haben der versteht was da los ist und dann steht das Finanzamt wegen Schwarzarbeit auf der Matte.

Von daher, Grasoman, gibt es in meinen Augen schon etwas zwischen dem was du schreibst, und dem Privat-Hobby-Bereich.

Manche melden ein Kleingewerbe an nur um dem Nachbarn den Rasen mähen zu dürfen. Ich komme vom Dorf und hier wurden schon so einige gef**** weil jemand jemanden nicht leiden konnte.

Also ich finde die Abgrenzung dann schon wichtig. Echtes Hobby soll echtes Hobby und Gefälligkeit bleiben. Und verschont werden von Formalitäten, aber auch von Geldzahlungen.

Echtes Gewerbe (egal ob Haupt- oder Nebengewerbe) soll als solches erkennbar sein und dann auch nach allen Grundsätzen dessen arbeiten müssen.

Den Begriff von "Kleingewerbe" könnte ich persönlich anwenden auf ne Menge Zeug, wo jemand regelmäßig etwas nebenbei macht, dafür auch bezahlt wird, was aber kaum Verantwortung bedeutet: Zauberer, Clown, DJ, Nachhilfestunden, Dolmetscher, VHS-Lehrer, PC-Hilfe, Freizeit-Journalist, Fotograf sowas halt. Die Risiken auch für den Auftraggeber/Kunden sind da klein.

Aber rund ums Auto - mit seinen Folgekostenrisiken, Gefahrrisiken für sich und andere - bin ich da für eine deutlichere Abgrenzung, Leute mit wenig Ahnung gibt's schon viel zu viele.

Geh zur Stadt und melde ein Gewerbe an. Es gibt keine Anmeldung für ein Klein-Gewerbe denn das ist nur für die Steuer wichtig.
Und dann kannst Du dir eigentlich auch alles aus dem Netz suchen was wichtig ist. Das würde hier einfach den Rahmen sprengen.
Du musst dann definitiv eine Rechnung schreiben mit fortlaufender Nummer.

Hallo Dennis. Auch für das Kleinstgewerbe benötigst du eine Gewerbeanmeldung . Wie sonst kommst du bei der Metro rein ? (;-))) Auch Kleinstgewerbe muss eine jährliche Überschussrechnung beim Finanzamt machen. Bei den Rechnungen muss immer die Steuernummer benannt sein und der MWST Passus muss auch auf JEDER Rechnung stehen. Bitte keine Falschmeldungen verbreiten.
Gruß Thomas

Welche Steuernummer? UST-ID? Solang du nicht im Ausland agierst, brauchst du die nicht. Bitte keine Falschmeldungen verbreiten.

Hallo hadez16.
Man ist verpflichtet eine Steuererklärung für sein Gewerbe abzugeben. Dazu benötigt man die Steuernummer. Falls man der Meinung sein sollte keine Steuererklärung machen zu müssen, wünsche ich viel Glück bei der Steuerprüfung und die kann länger als die letzten 4 Jahre zurück verlangt werden kann. Hatte ich alles durch und richtig Lehrgeld zahlen müssen. Aber jeder wie er denkt.
Gruß Thomas

Oben ging es um Rechnungen, die man als Kleingewerbler ebenfalls nicht zwingend jedem Kunden ausstellen muss. Ein Kassenbuch o.ä. reicht völlig aus.

Eine Umsatzsteuer-ID kann man beantragen bei der Gewerbe-Anmeldung gegenüber dem Finanzamt, sofern diese für Auslands-Geschäfte nötig sein sollte.

Nun führst du die Steuererklärung an. Natürlich hat man eine Steuernummer. Das ist deine persönliche, die gibst du ja selbst bei der Lohnsteuererklärung an.

Warum das jetzt zusammengewürfelt wird verstehe ich nicht.

Du hast Recht. Einen schönen Abend noch.
Gruß Thomas

ich würde mal bei der zuständigen Handwerkskammer nachfragen. Für das Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk besteht Meisterpflicht.

Deine Antwort
Ähnliche Themen