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Kleingewerbe mit vcds?

Themenstarteram 2. März 2017 um 6:17

Hallo, ich besitze vcds. Würde damit bisschen Geld verdienen nebenbei.

Habe an Kleingewerbe gedacht. Geht das? Was muss ich beachten? Welche Kosten kommen auf mich zu? Muss ich steuern etc zahlen?

 

Danke

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@hadez16 schrieb am 2. März 2017 um 10:59:33 Uhr:

Er schreibt "nebenbei". Also nebenberuflich.

Was du da abrödelst wäre das Vorgehen beim Versuch das ganze Hauptberuflich zu machen. Nebenberuflich reicht die eigene Garage und als Kleinunternehmer macht es dir der deutsche Staat ausnahmsweise mal einfach was Steuern angeht.

Selbst nebenberuflich: ich finde, das ist etwa das gleiche. Wenn man was macht, soll es sich auch lohnen.

Und ja: eigene Garage ist ne Idee. Mit Grube mag's gehen, sonst macht man sich mit Rumgekrauche beim Hobby schnell den Rücken kaputt. Hebebühne in der eigenen Garage ist dann schon Zucker, braucht aber ein stabiles Fundament und ordentlichen Stromanschluss.

Irgendwie muss sich das Kleingewerbe (in dem Wort steckt Gewerbe drin, also klar auch Pflichten von Abrechnung, Rechnungsstellung, Gewährleistung) von Hobby und Gefälligkeit unter Freunden (das ist kein Kleingewerbe) ja auch absetzen. Ich finde, VCDS allein ist viel zu unbedeutend, um darauf etwas aufzubauen. Ich sehe es als ein Werkzeug von vielen.

Der ernsthafte Kleingewerbe-Unternehmer für z.B. elektrische Diagnose an VAG-Fahrzeugen braucht für eine effiziente, sinnvolle Arbeit mindestens noch:

* 1-4 Oszis mit Log-Funktion, teils Mehrkanal

* Multi-Protokoll-Analyzer mit Decodern u.a. für CAN, LIN, MOST, PWM

* versch. Stromzangen

* jede Menge Messleitungen und Adapter

* Labornetzteil

* Wärmebildkamera macht sich gut

* versch. Volt-Logger, Ampere-Logger, Temperatur-Logger

* Diagnose-Computer mit großem Bildschirm, zum Nachdenken und Planen

* A3-Farblaser/Projektor für techn. Zeichnungen/Schaltpläne

* AU-Messgerät für Rückschlüsse aus dem Abgas

* das ERWIN-Abo (4x: VW, Audi, SEAT, Skoda) als Minimum für VAG-Informationen, dort müsste dann auch ODIS und GFS verfügbar sein

* Erhaltungslader fürs Auto für lange Sessions

* Reifendrucksensor-Programmiergerät

* Lötstation

* Crimpzangen für die versch. Stecker und Buchsen im Auto

* eine Werkbank mit Schraubstock

* einen Werkstattwagen

* das ganze normale Werkzeug: Steckschlüsselsatz, Kompressor, Druckschrauber, hydr. Presse, Getriebeheber, Motorkran, Auffanggefässe für Öl, Kühlflüssigkeit, versch. Drehmomentschlüssel usw. usf.

* einige Kurse/Ausbildung in dem ganzen Zeug, damit er das nicht Learning-by-Doing macht

Für mich lag es dann nahe, gleich die Nutzung einer Selbsthilfewerkstatt/Mietwerkstatt mit deren Infrastruktur nahezulegen.

Ob man dann VCDS mit seinen 300-400 EUR mit reinrechnet oder nicht, finde ich völlig egal.

VCDS hat - wie jedes andere Diagnose-System, was sich auf die Onbord-Diagnose in den Steuergeräten verlässt, die schlechte Eigenschaft, dass es fehlerfreie Onbord-Diagnosesysteme braucht. Spinnt das Steuergerät, spinnt auch auch VCDS. Daher braucht man eh alle Messmöglichkeiten nochmal extern.

Und für das regelmäßige Zeug:

Reifen, Bremsbeläge/Scheiben, Ölwechsel, Filterwechsel, Stoßdämpfer, Zündkerzen, Filter, braucht man VCDS nur in seltenen Fällen mal zum Service-Intervall-Reset. Dieses Massengeschäft machen eh andere.

@J.Konrad

Butter bei die Fische, was willst du nur mit VCDS denn machen?

* Mal ne Batterie tauschen und anlernen?

* Mal 3x-Tipp-Blinken freischalten oder Fensterheber-Schließung bei Tür-Verriegeln?

Ich finde, dafür braucht man kein Kleingewerbe aufmachen, wer so beschränkt in seinem Leistungskatalog ist. Dann kann man sich in die VCDS-Usermap eintragen und sagen: hier, ist Hobby. Kost nix und wenn was schief geht, haste Pech gehabt. Dann trifft man sich eben zum Grillen und für so persönliche Kontakte, aber es verliert jeden Gewerbeanspruch.

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Da solltest du dir lieber ein Info Blatt für Kleingewerbe beim Finanzamt holen.

Damit solltest du besser informiert sein.

Auf jeden Fall brauchst du eine gute Betriebshaftpflicht, falls was schief geht. Und die frisst das bisschen Profit garantiert auf!

Das stimmt. Wenn man sich nicht damit anfreunden kann, dass sowas nur ein persönliches Hobby-Baby ist bei dem unten eine dicke 0 dabei rauskommt, sollte man das lassen.

Wie willst du denn mit VCDS Geld verdienen? Bevor du was zu versteuern hast, wäre erstmal eine Art Businessplan interessant, und wie deine Einnahmen und Ausgaben aussehen:

1) welche Leistungen bietest du zu welchem Preis?

2) wie findest du deine Kunden, wie finden diese dich?

3) was ist dein Vorteil im Wettbewerb mit anderen? Warum sollte der Kunde gerade dich wählen?

4) Was ist deine Ausbildung? Wenigstens mal Mechatroniker? Oder Kfz-Meister mit Nebenverdienst? Und wo kommen deine verlässlichen Informationen zu den VAG-Fahrzeugen her? Nur von erwin.volkswagen.de und das muss reichen?

5) Warum sollte der Kunde nicht selbst ein VCDS kaufen und seine Sachen machen?

VCDS allein macht kaum Sinn, denn was willst du da anbieten: Kleinkram Kodieren? Batterie anlernen? Reine Diagnose von Problembär-Autos und der Kunde lässt dann woanders reparieren?

Erst mit mehr Diagnose-Equipment und Reparatur ringsrum wird das sinnvoll. Und dann kommt mindestens dazu: Mietwerkstatt. Kann immer noch aufgehen, aber VCDS ist dann reine Nebensache.

Er schreibt "nebenbei". Also nebenberuflich.

Was du da abrödelst wäre das Vorgehen beim Versuch das ganze Hauptberuflich zu machen. Nebenberuflich reicht die eigene Garage und als Kleinunternehmer macht es dir der deutsche Staat ausnahmsweise mal einfach was Steuern angeht.

Themenstarteram 2. März 2017 um 11:48

Zitat:

@hadez16 schrieb am 2. März 2017 um 10:59:33 Uhr:

Er schreibt "nebenbei". Also nebenberuflich.

Was du da abrödelst wäre das Vorgehen beim Versuch das ganze Hauptberuflich zu machen. Nebenberuflich reicht die eigene Garage und als Kleinunternehmer macht es dir der deutsche Staat ausnahmsweise mal einfach was Steuern angeht.

Kannst du das näher beschreiben? Was ist der Unterschied zwischen klein Unternehmer und Kleingewerbe?

Muss ich Gewährleistung geben? Muss ich Rechnung ausstellen? Und wie ist das mit MwSt?

Wenn ich mir deine Fragen durchlese dann hast du dich ja noch nicht mal mit der Gründung von irgendwas beschäftigt.

Mach das erstmal bevor du dir Gedanken darüber machst ob du es sich lohnt Steine zu verkaufen oder Codierungen anzubieten.

Themenstarteram 2. März 2017 um 12:28

Ja deswegen will ich ja erst mal fragen ob es sich überhaupt lohnt. Villt hat sich jemand schon näher damit beschäftigt.

@" Muss ich Rechnung ausstellen?"

Ohne, würde ich mal sagen ist Schwarzarbeit!

Zitat:

@J.Konrad schrieb am 2. März 2017 um 12:28:15 Uhr:

Ja deswegen will ich ja erst mal fragen ob es sich überhaupt lohnt. ..

Was wäre, wenn Du bei einer Codierung ein Steuergerät zerschießt?

Themenstarteram 2. März 2017 um 14:24

Zitat:

@ttru74 schrieb am 2. März 2017 um 14:15:43 Uhr:

Zitat:

@J.Konrad schrieb am 2. März 2017 um 12:28:15 Uhr:

Ja deswegen will ich ja erst mal fragen ob es sich überhaupt lohnt. ..

Was wäre, wenn Du bei einer Codierung ein Steuergerät zerschießt?

Das war auch eine Frage. Muss ich Gewährleistung und Garantie drauf geben oder nicht? Da es ja nur ein Kleingewerbe ist und kein richtiges großes Gewerbe?

Um Gewährleistung für 24 Monate wirst Du auch als nebenberuflicher Gewerbetreibender nicht herum kommen.

Ist doch ne Schnapsidee.

Für nebenbei würd ich da nix anmelden. Gibt Viel zu viele mit irgendwelchen codiergeräten die das auch professionell machen. Stell doch einfach dein vcds( original hoffe ich) zur Verfügung. Bleibst halt dabei. Dann umgehst du irgendwelche Ansprüche und kannst dir trotzdem Geld nebenbei verdienen.

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