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Klage gegen Daimler - Mobilo Life Rostgarantie (Durchrostung von innen nach aussen)

Mercedes E-Klasse S210
Themenstarteram 27. Januar 2015 um 21:17

Hallo Leidensgenossen,

ich habe mich sehr intensiv mit der Garantie gegen Durchrostung ( Mobilo Life ) auseinandergesetzt, da ich einfach keine klare Antwort darauf bekommen habe, unter welchen Umständen diese Garantie greift bzw. wie die Garantiebedingungen auszulegen sind. Ich habe letztlich gegen die Daimler AG geklagt. Wie es dazu kam und wie es ausgegangen ist, will ich euch hier berichten.

Ich bin Zweitbesitzer eines Mercedes-Benz E-Klasse Kombi (S210) Baujahr 2000.

Das Auto wurde lückenlos bei Mercedes Werkstätten gewartet.

Ich erwarb den Wagen im Jahr 2011. Es rosteten die verdächtigen Stellen: Radläufe, Türen (unter den Dichtgummis), Kofferraumschloss, Kotflügel etc.

Chronik:

2011:

 

Hinweis auf die Roststellen bei einer Mercedes Fachwerkstatt. Die Werkstatt lehnte eine Behebung der Roststellen ab. Folgende Gründe wurden genannt: „Das Blech müsse in der Mitte beginnen zu rosten, da Kantenrost von der Garantie ausgeschlossen sei; der Rost kommt darüber hinaus nicht von innen nach außen“. Ich habe mich damals mit dieser Aussage abgefunden und ließ einzelne Roststellen auf eigene Kosten beheben.

Im Nachhinein kann ich nun sagen, dass man auf diese Aussagen überhaupt keinen Wert legen darf. Um es mal vorsichtig auszudrücken, handelt es sich hierbei um planloses Geschwätz. Es geht nur darum, Ansprüche abzuwimmeln.

 

2012:

Da der Wagen weiter fleißig rostete und ich nicht bereit war trotz Rostgarantie auch weitere Reparaturen selbst zu tragen, wand ich mich mit einem Brief an das Mercedes-Benz Customer Assistance Center in Maastricht.

Zunächst sagte man mir, dass die Garantie nicht mehr bestünde, da ich die Rostreparaturen nicht bei einem Mercedes Stützpunkt habe durchführen lassen. Unglaublich, aber das haben die wirklich geschrieben. Nicht nur eine Frechheit mir zunächst die Garantie zu verweigern und mir dann vorzuhalten, ich hätte das nur bei Mercedes machen lassen dürfen. Es ist darüber hinaus auch eine glatte Lüge. Denn heute weiß ich, dass Rostreparaturen keinen Einfluss auf die Garantiehaben, solange sie bei einer Fachwerkstatt durchgeführt werden.

Als man in Maastricht gemerkt hat, dass man mit dieser Argumentation nicht wirklich weiterkommt, unterstellte man einfach es sei kein Rost von „innen nach außen“, sondern von „außen nach innen“ – der Klassiker in der Argumentation von Daimler/Mercedes. Als das aber auch nicht mehr so plausibel erschien, kam man mit dem Argument der Wagen sei nicht lückenlos bei Mercedes Werkstätten gewartet worden. Drei Lügen hintereinander……

Soviel für euch schon mal vorab: Bei den typischen Unter- bzw. Durchrostungen dieser PKW, handelt es sich zu 99 % um Rost von innen nach außen. Dies bedeutet, dass aufgrund von Konstruktionsmängeln das Blech -ohne äußere Einwirkungen- anfängt zu rosten. Lasst euch auch von dem anderen Gequatsche nicht abwimmeln. Diese Vorgehensweise zieht sich wie ein roter Faden durch die ganzen Instanzen. Man soll nur zermürbt werden, bis man eben irgendwann aufgibt. Traurig aber wahr.

2013:

Ich hatte nun zwei Möglichkeiten, meine Ansprüche geltend zu machen. Entweder zunächst durch ein selbständiges Beweisverfahren oder direkt durch eine Klage. Ich entschied mich für das Beweisverfahren. Hier sollte, durch einen vom zuständigen Gericht beauftragter Gutachter, folgendes festgestellt werden:

Sind die Schäden auf eine selbständige Durchrostung zurückzuführen (von innen nach außen)?

Schädigen die Durchrostungen die Substanz des Fahrzeugs und haben eine Schwächung des Karosserieblechs zur Folge?

Beide Fragen wurden in dem Verfahren wie erwartet mit „Ja“ beantwortet. Die Schadenhöhe wurde auf ca. 10.000 € beziffert.

Wer nun glaubt, dass Daimler nun endlich einlenkt und zu seinem Garantieversprechen steht, hat weit gefehlt. Was nun kommt ist eine wochenlange Verzögerungs- und Hinhaltetaktik, die einfach nur als absurd und unverschämt bezeichnet werden kann. Man besann sich nämlich bei Daimler nun wieder auf die Garantievoraussetzung „lückenlos scheckheftgepflegt bei einem Mercedes Stützpunkt“ und unterstellte mir einfach mal ganz frech, der Wagen sei nicht regelmäßig in Mercedes Werkstätten gewartet worden, obwohl dies schon mehrfach anhand des Scheckheftes nachgewiesen wurde.

Ziemlich unwürdig für die „Marke mit dem Stern“ finde ich. Nach weiteren Wochen mit Unterstellungen, Fristverlängerungen etc. habe ich Klage eingereicht.

2014:

Klage beim Landgericht in Stuttgart

Hier wieder das gleiche Bild in der mündlichen Verhandlung:

Unterstellung der Wagen sei nicht regelmäßig gewartet worden. Als das Scheckhaft dann keine Zweifel mehr zuließ, versuchte man es mit dem Argument die Durchrostung sei noch nicht erreicht. Es handele sich lediglich um eine Unterrostung. Und hier ist eigentlich auch der einzige Knackpunkt der ganzen Thematik. Das Blech sollte nämlich entweder schon eine Durchrostung aufweisen oder kurz davor stehen durchzurosten. Wenn es allerdings schon durchgerostet ist, wird die Beweisführung schwierig, ob der Rost von innen nach außen kommt. Beginnende Durchrostung war bei mir nicht an allen Stellender Fall. Sehr wohl jedoch an etlichen. Als auch das nicht mehr wegzudiskutieren war, behalf man sich mal wieder einer weiteren Variante die Garantieansprüche abzuerkennen.

Nach dem das Scheckheft nicht mehr angreifbar war, von „innen nach außen“ zweifellos festgestellt wurde und die bevorstehende Durchrostung gegeben war, behauptete man, dass Türen, Kotflügel und Kofferraumklappe nicht zur Karosserie gehören und damit nicht von der Garantie umfasst sind (kein Witz, leider brutaler Ernst). Aber da hatte der Richter dann auch keine Lust mehr drauf und drängte auf einen Vergleich. Daimler machte mir letztlich ein Vergleichsangebot, dass ich annahm (mehrere Tausend Euro).

 

Voraussetzung für eine erfolgreiche Inanspruchnahme:

1) Ab dem 5. Jahr muss der Wagen spätestens alle 2 Jahre bei Mercedes zur Inspektion. Wenn das nicht der Fall ist/war habt ihr keine Chance.

2) Ihr sollte einen langen Atem und eine Verkehrsrechtschutzversicherung haben.

3) Die rostigen Stellen sollten schon einen gewissen „Rostgrad“ erreicht habe. Ein paar kleine Rostbläschen reichen nicht.

4) Macht ein Beweisverfahren, bevor es richtig bröselt, da man euch sonst unterstellt, dass man nicht mehr nachvollziehen kann, ob der Rost nicht doch von außen nach innen kam.

5) Lasst euch nicht erzählen, dass der Rost nicht von der Garantie umfasst ist („innen nach außen“, „Kantenrost“).

 

Tipp: Spart euch die überteuerten Inspektionen bei Mercedes und investiert das gesparte Geld in die Entrostung eures Autos ;-)

 

Viele Grüße

Tobias

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 27. Januar 2015 um 21:17

Hallo Leidensgenossen,

ich habe mich sehr intensiv mit der Garantie gegen Durchrostung ( Mobilo Life ) auseinandergesetzt, da ich einfach keine klare Antwort darauf bekommen habe, unter welchen Umständen diese Garantie greift bzw. wie die Garantiebedingungen auszulegen sind. Ich habe letztlich gegen die Daimler AG geklagt. Wie es dazu kam und wie es ausgegangen ist, will ich euch hier berichten.

Ich bin Zweitbesitzer eines Mercedes-Benz E-Klasse Kombi (S210) Baujahr 2000.

Das Auto wurde lückenlos bei Mercedes Werkstätten gewartet.

Ich erwarb den Wagen im Jahr 2011. Es rosteten die verdächtigen Stellen: Radläufe, Türen (unter den Dichtgummis), Kofferraumschloss, Kotflügel etc.

Chronik:

2011:

 

Hinweis auf die Roststellen bei einer Mercedes Fachwerkstatt. Die Werkstatt lehnte eine Behebung der Roststellen ab. Folgende Gründe wurden genannt: „Das Blech müsse in der Mitte beginnen zu rosten, da Kantenrost von der Garantie ausgeschlossen sei; der Rost kommt darüber hinaus nicht von innen nach außen“. Ich habe mich damals mit dieser Aussage abgefunden und ließ einzelne Roststellen auf eigene Kosten beheben.

Im Nachhinein kann ich nun sagen, dass man auf diese Aussagen überhaupt keinen Wert legen darf. Um es mal vorsichtig auszudrücken, handelt es sich hierbei um planloses Geschwätz. Es geht nur darum, Ansprüche abzuwimmeln.

 

2012:

Da der Wagen weiter fleißig rostete und ich nicht bereit war trotz Rostgarantie auch weitere Reparaturen selbst zu tragen, wand ich mich mit einem Brief an das Mercedes-Benz Customer Assistance Center in Maastricht.

Zunächst sagte man mir, dass die Garantie nicht mehr bestünde, da ich die Rostreparaturen nicht bei einem Mercedes Stützpunkt habe durchführen lassen. Unglaublich, aber das haben die wirklich geschrieben. Nicht nur eine Frechheit mir zunächst die Garantie zu verweigern und mir dann vorzuhalten, ich hätte das nur bei Mercedes machen lassen dürfen. Es ist darüber hinaus auch eine glatte Lüge. Denn heute weiß ich, dass Rostreparaturen keinen Einfluss auf die Garantiehaben, solange sie bei einer Fachwerkstatt durchgeführt werden.

Als man in Maastricht gemerkt hat, dass man mit dieser Argumentation nicht wirklich weiterkommt, unterstellte man einfach es sei kein Rost von „innen nach außen“, sondern von „außen nach innen“ – der Klassiker in der Argumentation von Daimler/Mercedes. Als das aber auch nicht mehr so plausibel erschien, kam man mit dem Argument der Wagen sei nicht lückenlos bei Mercedes Werkstätten gewartet worden. Drei Lügen hintereinander……

Soviel für euch schon mal vorab: Bei den typischen Unter- bzw. Durchrostungen dieser PKW, handelt es sich zu 99 % um Rost von innen nach außen. Dies bedeutet, dass aufgrund von Konstruktionsmängeln das Blech -ohne äußere Einwirkungen- anfängt zu rosten. Lasst euch auch von dem anderen Gequatsche nicht abwimmeln. Diese Vorgehensweise zieht sich wie ein roter Faden durch die ganzen Instanzen. Man soll nur zermürbt werden, bis man eben irgendwann aufgibt. Traurig aber wahr.

2013:

Ich hatte nun zwei Möglichkeiten, meine Ansprüche geltend zu machen. Entweder zunächst durch ein selbständiges Beweisverfahren oder direkt durch eine Klage. Ich entschied mich für das Beweisverfahren. Hier sollte, durch einen vom zuständigen Gericht beauftragter Gutachter, folgendes festgestellt werden:

Sind die Schäden auf eine selbständige Durchrostung zurückzuführen (von innen nach außen)?

Schädigen die Durchrostungen die Substanz des Fahrzeugs und haben eine Schwächung des Karosserieblechs zur Folge?

Beide Fragen wurden in dem Verfahren wie erwartet mit „Ja“ beantwortet. Die Schadenhöhe wurde auf ca. 10.000 € beziffert.

Wer nun glaubt, dass Daimler nun endlich einlenkt und zu seinem Garantieversprechen steht, hat weit gefehlt. Was nun kommt ist eine wochenlange Verzögerungs- und Hinhaltetaktik, die einfach nur als absurd und unverschämt bezeichnet werden kann. Man besann sich nämlich bei Daimler nun wieder auf die Garantievoraussetzung „lückenlos scheckheftgepflegt bei einem Mercedes Stützpunkt“ und unterstellte mir einfach mal ganz frech, der Wagen sei nicht regelmäßig in Mercedes Werkstätten gewartet worden, obwohl dies schon mehrfach anhand des Scheckheftes nachgewiesen wurde.

Ziemlich unwürdig für die „Marke mit dem Stern“ finde ich. Nach weiteren Wochen mit Unterstellungen, Fristverlängerungen etc. habe ich Klage eingereicht.

2014:

Klage beim Landgericht in Stuttgart

Hier wieder das gleiche Bild in der mündlichen Verhandlung:

Unterstellung der Wagen sei nicht regelmäßig gewartet worden. Als das Scheckhaft dann keine Zweifel mehr zuließ, versuchte man es mit dem Argument die Durchrostung sei noch nicht erreicht. Es handele sich lediglich um eine Unterrostung. Und hier ist eigentlich auch der einzige Knackpunkt der ganzen Thematik. Das Blech sollte nämlich entweder schon eine Durchrostung aufweisen oder kurz davor stehen durchzurosten. Wenn es allerdings schon durchgerostet ist, wird die Beweisführung schwierig, ob der Rost von innen nach außen kommt. Beginnende Durchrostung war bei mir nicht an allen Stellender Fall. Sehr wohl jedoch an etlichen. Als auch das nicht mehr wegzudiskutieren war, behalf man sich mal wieder einer weiteren Variante die Garantieansprüche abzuerkennen.

Nach dem das Scheckheft nicht mehr angreifbar war, von „innen nach außen“ zweifellos festgestellt wurde und die bevorstehende Durchrostung gegeben war, behauptete man, dass Türen, Kotflügel und Kofferraumklappe nicht zur Karosserie gehören und damit nicht von der Garantie umfasst sind (kein Witz, leider brutaler Ernst). Aber da hatte der Richter dann auch keine Lust mehr drauf und drängte auf einen Vergleich. Daimler machte mir letztlich ein Vergleichsangebot, dass ich annahm (mehrere Tausend Euro).

 

Voraussetzung für eine erfolgreiche Inanspruchnahme:

1) Ab dem 5. Jahr muss der Wagen spätestens alle 2 Jahre bei Mercedes zur Inspektion. Wenn das nicht der Fall ist/war habt ihr keine Chance.

2) Ihr sollte einen langen Atem und eine Verkehrsrechtschutzversicherung haben.

3) Die rostigen Stellen sollten schon einen gewissen „Rostgrad“ erreicht habe. Ein paar kleine Rostbläschen reichen nicht.

4) Macht ein Beweisverfahren, bevor es richtig bröselt, da man euch sonst unterstellt, dass man nicht mehr nachvollziehen kann, ob der Rost nicht doch von außen nach innen kam.

5) Lasst euch nicht erzählen, dass der Rost nicht von der Garantie umfasst ist („innen nach außen“, „Kantenrost“).

 

Tipp: Spart euch die überteuerten Inspektionen bei Mercedes und investiert das gesparte Geld in die Entrostung eures Autos ;-)

 

Viele Grüße

Tobias

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387 Antworten

Es steht jedem frei Leistungen und Angebote einer Werkstatt in Anspruch zu nehmen. Die dort tätigen Menschen sind keine Großverdiener und in Werkstätten wird auch nicht das große Geld gemacht(Das geht über den Verkauf).

Ein Betrieb macht Mischkalkulationen. An einigen Leistungen verdienen sie sehr gut, andere Reparaturen wären dagegen schnell unwirtschaftlich und werden dennoch angeboten. Wenn Du z.B. eine Krümmerdichtung wechselst und dir die Schrauben abreißen, wird es ein Zuschussgeschäft, weil der Zeitplan nicht mehr passt.

Ölwechsel, Reinigung, Service..... das sind Arbeiten mit denen andere Dinge mitfinanziert werden.

So eine E-Klasse hat rund 35000€ Abschreibung in den ersten zehn Jahren, also rund 3500€ pro Jahr. Im Verhältnis dazu gesehen sind 100-150€ eher wenig.

 

P.S. Ölwechsel mit gutem Öl und Filter für 30€ Materialkosten, das dürfte knapp werden ;)

Zitat:

@Skokosnuss schrieb am 13. Juni 2021 um 14:25:20 Uhr:

... der in der Werkstatt ca. 15 - 20 min dauert und wo das Material auch nicht viel mehr als 30,- € kosten dürfte ...

Träum weiter ...

am 13. Juni 2021 um 16:02

Daimler verlangt für Inspektionen einfach Wucherpreise, wird besonders deutlich, wenn man das beispielsweise mit Skoda vergleicht. Nun erzähle mir bloß keiner, dass die Inspektionen bei Daimler hochwertiger seien!:eek:;)

Sicher nicht. Ich bin die letzten drei Inspektionen immer bei gut 300 Euro plus mein Öl gelegen, da will ich bei Mercedes nicht meckern. Dass ich es selbst billiger hinbekomme, keine Frage. Dass meine freie Werkstatt, bei der ich meinen 210er warten lasse, billiger wäre, ist Wunschdenken. Irgendwo leben müssen die auch, das verstehe ich, ich aber auch und daher mache ich vieles mittlerweile selbst, so weit ich das kann und mir zutraue.

Sehe ich ähnlich, einen reinen Ölwechsel krieg ich dort mit beigestelltem Öl auch um zwei Hunderter.

Das will ich aber nicht, die sollen mein Fahrzeug so durchchecken, dass ich nach Möglichkeit bis zum nächsten geplanten Termin nicht stehenbleibe -- und das ist ihnen bisher bei in Summe 800.000 km in 6 Mercedes-Fahrzeugen immer gelungen.

Also angeblich (und das wird auch stimmen) machen sie schon die komplette Inspektion und nicht nur den Ölwechsel. Zumindest haben sie neulich auch einen ziemlich kleinen Nagel im Reifen gefunden, den ich übersehen habe, die haben schon genau geschaut, und auch sonst baue ich da ein paar "Kontrollpunkte" mit ein.

O-Ton Kundendienstleiter vor der ersten Inspektion "Ich weiß, die Ölpreise, die wir nehemn müssen, sind grenzwertig. Bringen sie ihr Öl ruhig mit - wir wollen, dass sie wiederkommen". Für alles andere (Filter usw.) zahle ich ja gern ein paar Euro mehr.

Zitat:

@tomate67 schrieb am 13. Juni 2021 um 15:00:09 Uhr:

Es steht jedem frei Leistungen und Angebote einer Werkstatt in Anspruch zu nehmen. Die dort tätigen Menschen sind keine Großverdiener und in Werkstätten wird auch nicht das große Geld gemacht(Das geht über den Verkauf).

Ein Betrieb macht Mischkalkulationen. An einigen Leistungen verdienen sie sehr gut, andere Reparaturen wären dagegen schnell unwirtschaftlich und werden dennoch angeboten. Wenn Du z.B. eine Krümmerdichtung wechselst und dir die Schrauben abreißen, wird es ein Zuschussgeschäft, weil der Zeitplan nicht mehr passt.

Ölwechsel, Reinigung, Service..... das sind Arbeiten mit denen andere Dinge mitfinanziert werden.

So eine E-Klasse hat rund 35000€ Abschreibung in den ersten zehn Jahren, also rund 3500€ pro Jahr. Im Verhältnis dazu gesehen sind 100-150€ eher wenig.

 

P.S. Ölwechsel mit gutem Öl und Filter für 30€ Materialkosten, das dürfte knapp werden ;)

Am Verkauf wird sicher nicht so viel verdient. Mein Ex-Schwiegervater war Renault Haupthändler in einer Großstadt. Die haben an den Autos 14% Spanne gehabt. 10% davon hab ich gekriegt. Das ist nicht allzu viel. Und bei MB ist das sicher nicht viel anders. Das Geld wird in der Werkstatt verdient, Beispiel: Für meine beiden weggebrochenen Federteller vorn (Stückpreis 15,- €) hätte man mir 2.000,- € netto abnehmen wollen (hab ich schriftlich). Und das ist meist nur eine sehr optimistische Schätzung, bei der es so gut wie nie bleibt. Oder meine Bremsbacken hinten (Stückpreis ATE, also Originalausrüster, 110,- €) mit Belegen hat mich das keine 300,- € gekostet. Bei MB kostet eine Zange schon 550,- €. Das ist die Gleiche, die ich verbaut habe, nur, dass da eben nicht der Stern, sondern ATE draufsteht. Ich wäre damit also keinesfalls unter 1.500,- € bei denen weggekommen. Jetzt bist Du wieder dran.

 

 

Na wenn das so ist, sind nach deiner Aussage alle Händler Idioten, weil sie im Reperaturfall dir immer gerne neue Autos verkaufen wollen.....

Wenn die Reperatur gewinnbringender wäre, sollte man genau dies nicht tun. ;)

Mein :) repariert meine alten Kisten recht gern, aber nur weil er weiß, dass ich nicht zuviel über Geld diskutiere und bei misslungenen Reparaturansätzen nicht gleich Terror mache und auch die Wartung (bei der das Geld sicher leichter verdient wird) bei ihm erledigen lasse. Ich glaub darin liegt die gefühlte "Wehleidigkeit" oft begründet ...

Zitat:

@Skokosnuss schrieb am 11. Juni 2021 um 14:16:46 Uhr:

Zitat:

@wevi85 schrieb am 11. Juni 2021 um 13:48:38 Uhr:

Service A und B ist zurzeit im Angebot, Mercedes nennt es alte Liebe rostet nicht :D :D :D

Da musste schon lachen und dann fragen sie nach dem Modell, meinte ich die alte Liebe die so rostet, ein 210er :´D

125 Taler, naja, fahr ich jetzt ne Weile und dann wechsel ich wieder auf mein Mobil1.

Ja geil!!! Stimmt das wirklich, ich war schon lange nicht mehr beim KD. Na, wenn das so ist, mach ich doch gleich mal einen "Alte-Liebe-Rostet-Nicht-Kundendienst" und steige damit gleich wieder in die mobilo-life ein. Man kann ja nie wissen, am Ende stimmt das ja gar nicht, von wegen dass die alten Liebe nicht rosten würde und dann ist ja immer gut, abgesichert zu sein. (ich hau mich weg vor lachen ;-)))))) ).

Hast Du zu so einer Werbung eventuell was Nachvollziehbares, das würde ich dann nämlich gleich ans Gericht weiterleiten, die haben sonst ja auch nicht viel zu Lachen in ihrem Job.

Meine obige Frage nach einer Kostenschätzung für die Längsträgerrep. hat sich auch erledigt. Ich hab von einer Fachwerkstatt einen qualifizierten 4-seitigen KV bekommen: 11.000,- €

https://www.lueg.de/mercedes-benz-pkw/service/alte-liebe-rostet-nicht/

Rechnung

Hast Du Dir denn Deine Rechnung mal genauer angesehen? Du zahlst z. B. für das Fehlerauslesen eines Kurztests, 4 ZE zu 14,20€ und bekommst natürlich 10%Rabatt. D. h. 24 Min. für das Fehlerauslesen zu 50,-€...?

Oder 300,-€ für den Kundendienst.... - Sorry ich verdiene keine 300,- in nicht mal 1,5 Stunden...

Ist Dir überhaupt klar, wie lange Du selbst arbeiten musst, um das zu bezahlen?

Ich wäre stinkesauer, wenn ich eine solche Rechnung vorliegen hätte und definitiv nicht stolz drauf...

Aber so lange es Leute gibt, die sowas anstandslos bezahlen, haben die alles richtig gemacht.

Ich weiß aber nicht, was die Diskussion über Wartungskosten mit dem eigentlichen Thema hier zu tun haben soll...?

Gruß

Jürgen

Der Test war kein Fehlerauslesen, sondern ob die Sekundärluftpumpe wieder arbeiten kann, da ein Ventil voher defekt war.

Die mussten gucken ob nur das Ventil dicht war oder die ganze Leitung

Service A waren 125€, 303€ sind die Märchensteuer auf die Endsumme

Kann nix schlechtes über Lueg in Velbert sagen, bin mit der Werkstatt total zufrieden, die haben nur Teile gewechselt die auch wirklich kaputt waren. Haben sich alles angeschaut, getestet und der Wagen läuft seitdem ohne Probleme.

Ganzes Getriebe war ja auch raus und diverse Sachen erneuert, auch alles ohne Probleme.

Bei meinen Kardanwellen Problemen, wo voher 5 Werkstätten herumprobiert haben, haben die auch direkt hinbekommen. Haben sie ausgebaut, in Ruhe geguckt und am Ende lag es an Unterlegscheiben und falschen Schrauben die die freie Werkstatt geliefert bekommen hatte.

Deswegen ärgere ich mich garnicht mehr woanders herum, ich geb den bei Lueg ab und bekomm ihn ohne Probleme zurück.

Um die Diskussion wieder ein wenig in Richtung Rost zu lenken:

Ich hatte ja erwähnt, dass mir das Gericht die Möglichkeit gegeben hat zum Streitwert (also zu den zu erwartenden Reparaturkosten) weiter vorzutragen. Daraufhin habe ich mir in einer Freien Werkstatt einen KV für die Längsträger machen lassen. Mit Türen, Tank, Hinterachse etc. aus- und wieder einbauen, kamen ca. 11.000,- € zusammen - neue Schwellerverkleidungen sind auch dabei. Dadurch, dass die Schweller verbogen sind, sind die Verkleidungen natürlich auch in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Nach meiner Meinung ist diese Kalkulation nicht ganz falsch, wenn man den Boden, nebst Längsträgern, wirklich ordentlich wiederherstellen wollte, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das in diesen Preisbereich gehen könnte. Aber vielleicht hat ja doch jemand - z. B. tomato67 - ;-))) ne andere Meinung dazu.

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