Kantenrost Mondeo MK3 Juni 2008

Ford Mondeo Mk3 (B4Y, B5Y, BWY)

Das ewige Thema Kantenrost hat mich nun auch getroffen.Ford weigert sich nach etlichen Einsprüchen,E-mails und Telefonaten beharrlich beide Vordertüren an meinem Mondeo 2001 zu ersetzen (es soll nur repariert werden, was bekanntlich nur kurzfristig hilft).Mein FFH war heute morgen bei einer Garantieveranstaltung von Ford und sagte "die war filmreif".Es ist zurzeit schon schwierig eine Werkstatt zu finden, die sich dieser Sache annimmt,mein ursprünglicher FFH hatte Pleite gemacht.Scheinbar hat sich das Verhalten von Ford wegen zunehmender Kosten verändert und sie versuchen einen harten Kurs zu fahren.(damit gewinnen sie bestimmt zufriedene Kunden)Ich habe nun deshalb einen Rechtsanwalt beauftragt diese Sache weiter zuverfolgen.Es wäre überlegenswert bei ähnlichen Fällen gemeinsam vorzugehen!

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Hallo und guten Morgen,

hab's zwar auch nur indirekt erfahren, aber nach Aussagen von Werksangehörigen in Genk:

Die Falze werden vor dem Lackieren versiegelt.
Die Versiegelung ist Ameisensäure oder Essigsäure -haltig.
Diese Säuren sollten vor der Lackierung verdunsten; dadurch wird die Aushärtung der Versiegelungspaste erreicht.
Ganz früher hatte man andere Versiegelungen, aber die waren vor dem Aushärten bei Berührung giftig und wurden daher aus der Produktion genommen.

Wessen Türen kurz vor der Frühstückspause, der Mittagspause oder vor Feierabend versiegelt wurden, der hatte das Glück, dass dieser Verdunstungs- und Aushärteprozess zuende war, wenn die Türen später lackiert wurden.
Die anderen Siegelnähte enthielten noch Restsäure, die zu schnell überlackiert und eingeschlossen wurde; die dann die Verzinkung weggefressen hat und zum Kantenrost führte.
Es rostete ja ausdrücklich unter genau den Nähten.

Hat sehr lange gedauert, bis man diesen Effekt erklären konnte, dass aus der gleichen Produktion, mit der gleichen Charge, auf dem gleichen Blech unter dem gleichen Lack am gleichen Tag hergestellte Türen mal rosteten und mal nicht.

Gruß

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meines wissens nach war das doch ein vorschlag eines mitarbeiters, der hat doch ne prämie für den verbesserungsvorschlag bekommen. mercedes hat das doch auch so gemacht.

das das nen griff ins klo war hat sich dann in der praxis rausgestellt.

Auch wenn der Vorschlag von einem Mitarbeiter kommt,aus welcher Abteilung auch immer,sollte vor der Umsetzung geprüft werden ob es Sinn macht und ob die Folgekosten unterm Strich nicht höher sind als die Einsparung.Zumindest da wurde geschlampt.
Ebenso ist es unverständlich das man diesen Fehler der bei erscheinen des MK3 schon im Focus auftrat wieder machte und ebenso beim Fiesta/Fusion.Ausserdem müsste ein solcher Fehler innerhalb weniger Wochen abgestellt sein und nicht erst nach JAhren.

Hallo !
Habe gerade in der Autobild gelesen , das die A und B Klassen von Daimler
das gleiche Problem haben . So geht den Lackierer nicht die Arbeit aus ,
und die Kunden haben einen dicken Hals .
Gruss !

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald


Auch wenn der Vorschlag von einem Mitarbeiter kommt,aus welcher Abteilung auch immer,sollte vor der Umsetzung geprüft werden ob es Sinn macht und ob die Folgekosten unterm Strich nicht höher sind als die Einsparung.Zumindest da wurde geschlampt.
Ebenso ist es unverständlich das man diesen Fehler der bei erscheinen des MK3 schon im Focus auftrat wieder machte und ebenso beim Fiesta/Fusion.Ausserdem müsste ein solcher Fehler innerhalb weniger Wochen abgestellt sein und nicht erst nach JAhren.

und das Problem bei Ami Firmen ist dass, das Verantwortliche meist einen Job für 2,3 Jahre machen und dann wieder wechseln... und der Nachfolger muss besser (kostengünstiger) wie der andere sein.

Wenn einer das eingeführt/durchgesetzt hat (schlechtere Rostvorsorge)... und dafür ablaus geerntet hat... interessiert es keinen, wenn später folgekosten kommen...leider ist das in "meiner"amifirma auch so...

Der Einzige der sich gedanken macht ist der Verkauf und der Finanzvorstand und änden können die es dann auch nicht mehr...

traurig aber wahr....

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Zitat:

und das Problem bei Ami Firmen ist dass, das Verantwortliche meist einen Job für 2,3 Jahre machen und dann wieder wechseln... und der Nachfolger muss besser (kostengünstiger) wie der andere sein.

Das ist nicht nur bei den Amifirmen so sondern mittlerweile die Normalität in größeren Konzernen.Bei unseren Kunden ist es keine Seltenheit das man es bis zum Projektende mit 3-4 verschiedenen Projektleitern zu tun hat.Während die ersten Beiden vielleicht noch den Entwicklungsprozess eines Teils kennen und damit seine Stolperfallen wissen Nr 3&4 praktisch nichts über das Projekt für das sie zuständig sind was ihnen auch egal ist da es ja eh nur ein Zwischenstop auf der Karriereleiter ist.Bestenfalls dürfen sie noch das Chaos beseitigen das ihre Vorgänger hinterlassen haben.

Zitat:

Der Einzige der sich gedanken macht ist der Verkauf und der Finanzvorstand und änden können die es dann auch nicht mehr... 

Kann man so nicht sagen.Zumindest der Finanzvorstand könnte den Einkäufern die Kosten ihrer Einsparungen gegenrechnen.Wenn die für den Einkauf,bzw diejenigen die ein Teil absegnen,auch für die Folgekosten geradestehen müßten würde so mancher auf einige Cent Ersparnis im Einkauf pfeifen wenn er dafür die Garantie hätte hinterher keinen Ärger zu bekommen.

Vor Jahren haben Kollegen und meine Wenigkeit einen Betrieb eines Kunden von uns besichtigt.Dort hat uns der Einkaufschef persönlich herumgeführt und erklärt.Als er meinte von dem Zweigwerk in dem ich arbeite würden sie im Moment keine Teile beziehen hat er breit gegrinst.Offiziell haben wir wirklich nichts geliefert,aber gefertigt wurden die Teile bei uns und nicht in dem Werk das sie offiziell fertigte und lieferte.Es war eindeutig das er das wusste.Er meinte aber auch das er mit unserer Firma nur einmal im Jahr was zu tun haben will und das an dem Zeitpunkt wenn die Lieferverträge für das nächste Jahr ausgehandelt werden.Er sagte auch das er lieber etwas mehr zahlt wenn er dafür keine Reklamationen am Hals hat.

Dummerweise ist der schon länger in Rente.Die Teile werden mittlerweile in Polen gefertigt,über die Qualität breiten wir lieber den Mantel des Schweigens aus,aber dafür sind sie ein paar Cent billiger.

Beim Kantenrost wundert mich die Serien-Streuung. Mein 2004er Mk3 hat echt nix. Und das, obwohl ich dem Mondeo als Dienstauto weniger Aufmerksamkeit als dem Privatauto zukommen lasse. Beim 2000er Focus vorher ist der Rost nach 3 Jahren gerieselt.

speedyM5

Also bei meinem MK 3, Bj. 04/2004 ist auch 0, nichts mit Kantenrost. Habe vor 14 Tagen die Durchsicht machen und eintragen lassen. Es ist aber ein Garagenwage. Ob das nun besser ist glaube ich nicht, denn wenn er nass ist kann es auch mal vorkommen, dass er mal einige Tage so stehen bleibt.

Gruß hannes

In der aktuellen Autobild wird dieses Problem am Beispiel der A/B-Klasse von Mercedes gezeigt,die haben dasselbe Problem.
Dort wird oder wurden die Nähte versiegelt bevor die Rohkarosse ihren Rostschutz bekam.Wenn dann unter der Versiegelung noch Feuchtigkeit war fängt es an zu rosten.Ähnliches hat ja auch Ford zugegeben.
Kurz gesagt kann man da selbst nichts beeinflussen da der Rost quasi unter der Versiegelung schon ab Werk mitgeliefert wird.Entweder wird es rosten oder auch nicht,je nachdem ob die Karosse vor dem Versiegeln trocken war oder noch feucht.
Das kommt davon wenn schlaue Leute bewährte Fertigungsprozesse "optimieren" wollen.Vermutlich hat einer ausgerechnet das man ein paar Euro sparen kann wenn die Versiegelung vor dem Tauchbad aufgebracht wird.Dummerweise kommt damit kein Korrosionsschutz mehr in die Falze und an die Schnittkanten die seltsamerweise nicht verzinkt sind.
Das ganze Rostproblem ist schlich Hausgemacht und da es Herstellerübergreifend ist dürfte dieser Fehler schon auf den Unis gelehrt werden.

Hallo und guten Morgen,

hab's zwar auch nur indirekt erfahren, aber nach Aussagen von Werksangehörigen in Genk:

Die Falze werden vor dem Lackieren versiegelt.
Die Versiegelung ist Ameisensäure oder Essigsäure -haltig.
Diese Säuren sollten vor der Lackierung verdunsten; dadurch wird die Aushärtung der Versiegelungspaste erreicht.
Ganz früher hatte man andere Versiegelungen, aber die waren vor dem Aushärten bei Berührung giftig und wurden daher aus der Produktion genommen.

Wessen Türen kurz vor der Frühstückspause, der Mittagspause oder vor Feierabend versiegelt wurden, der hatte das Glück, dass dieser Verdunstungs- und Aushärteprozess zuende war, wenn die Türen später lackiert wurden.
Die anderen Siegelnähte enthielten noch Restsäure, die zu schnell überlackiert und eingeschlossen wurde; die dann die Verzinkung weggefressen hat und zum Kantenrost führte.
Es rostete ja ausdrücklich unter genau den Nähten.

Hat sehr lange gedauert, bis man diesen Effekt erklären konnte, dass aus der gleichen Produktion, mit der gleichen Charge, auf dem gleichen Blech unter dem gleichen Lack am gleichen Tag hergestellte Türen mal rosteten und mal nicht.

Gruß

Sorry,aber diese Geschichte ist so alt wie  unglaubwürdig.Das Rostproblem gab es schon beim Focus I und ich bezweifle das man an dieser Versiegelungsmasse nach demnächst fast 10 Jahren immer noch festhalten würde wenn es tatsächlich an ihr liegen würde,ebenso hätte man den Produktionsprozess dann schon längst so im Griff das dieses Problem behoben wäre.

Hallo, was ist denn aus deinem Fall geworden? Habe in gleicher Sache am Dienstag ein Gespräch mit meinem Rechtsanwalt.......von daher wäre ich für jeden Rat dankbar....

Da wird nicht viel draus geworden sein. Wenn Ford die Reparatur anbietet (sprich: schadhafte Stelle beseitigen/ausbessern und anschließend nachlackieren) haben die ihre Pflicht und Schuldigkeit getan.
Was anderes wurde bei meinen Mondeo auch nicht gemacht. Und der war scheckheftgepflegt bei Ford!
"SPAREN" heisst die Divise! Der Kunde ist zweitrangig.🙁

Grüße

Diejenigen die dieses Versiegelungsverfahren bei Ford einführten dürften von der Konzernleitung ein besonderes Lob bekommen haben,denn dadurch werden die Bilanzen noch bis 2018 belastet.
Dieses Problem ist sicher nicht spurlos durch die Zentrale in Köln gerauscht.
Aber das Problem ist das Eine,wie man hinterher Kunden und Händler im Regen stehen lässt aber das Beschämende.

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