Kann man noch mit gutem Gewissen einen älteren Diesel kaufen heutzutage?
Besonders hinsichtlich neuer rechtlicher Bestimmungen (z. B. höherer Besteuerung 2021) in der Zukunft? Ich denke da mitunter auch an die neue EURO-7 Norm* (siehe Link unten).
Beschäftige mich im Moment mit der Anschaffung eines Gebrauchten Kombis (A4 Avant, BMW 320er) und stelle mir diese Frage im Hinblick auf Motoren von VW/BMW aus den Baujahren 2015-2018.
Diesel aus diesen Baujahren sind ja momentan mitunter günstig zu haben.
Danke für euer Feedback.
VG
eLT
*
https://www.focus.de/.../...trick-abgeschossen-werden_id_12666924.html
Beste Antwort im Thema
Wenn die Frage so gemeint ist, wie im Titel gestellt, wenn also Gewissensgründe ausschlaggebend sind, heißt die Antwort ganz klar"JA".
Dann kannst Du auch einen Euro 5 kaufen.
Die Autos sind ja nicht aus der Welt, nur weil Du sie nicht kaufst.
Nachhaltig ist es sowieso, ein Auto möglichst lange zu fahren.
81 Antworten
@Abkueko ich weiß nicht ob deine Zeiteinteilung mit dem Umweltzonen stimmt. Ich habe meinen roten Diesel aus1999 2007 abgestoßen da ich 2008 nicht mehr nach in die Innenstadt fahren durfte. Somit war die Nutzungsdauer mit 8 möglichen 9 Jahren doch sehr eingeschränkt. Den Euro 4 Diesel konnte man immerhin 12 Jahre ohne Probleme fahren, ich hätte ihn auch noch weiter fahren können, aber es wurde 2018 darüber gesprochen die für mich wichtige Innenstadt für Euro 4 Fahrzeuge zu sperren. Ich denke mal das ich diese Fahrzeug auch mindestens 12 Jahre halten kann, da die Luftqualität besser wird. Ich denke mal das absehbar weitere Fahrverbote nicht eintreten werden, vielleicht auch den aktuellen Hype geschuldet das Batterieautos im Fokus stehen und sich die reichen Länder es sich leisten können durch diese Technologie Umweltbelastung und Schäden in andere Regionen zu transferieren, wo sich die Bewohner sich nicht wehren können. Ich denke das es auch alternative Verbrennertechnologien in Betracht gezogen werden müssen. Ich meine einmal über darüber gelesen zu haben , das BMW oder Audi schon im letzten Jahrtausend versuche mit Wasserstoff für Verbrenner getestet hatten. Und aktuell gibt es wieder Entwicklungen in dieser Richtung gerade im LKW und Busbereich.
Zitat:
@Italo001 schrieb am 26. November 2020 um 08:06:15 Uhr:
ich weiß nicht ob deine Zeiteinteilung mit dem Umweltzonen stimmt. Ich habe meinen roten Diesel aus1999 2007 abgestoßen da ich 2008 nicht mehr nach in die Innenstadt fahren durfte.
Erster Ausschluss von Dieseln mit roter Plakette war Anfang 2008 eine einzige Straße (Dortmund, Brackeler Str.). Die erste "große" Umweltzone, die rote Plaketten ausgeschlossen hat war 2009 Hannover. 2010 folgten eine handvoll anderer Städte.
Kann man in Ruhe hier nachlesen:
http://gis.uba.de/website/umweltzonen/index.phpIch habe ja im Januar noch einen Euro 4 Diesel gekauft. War einfach ein unschlagbar günstiges Angebot und in Innenstädte fahre ich eh fast nie. Es kommt also immer drauf an, was man für Anforderungen hat. Ich rechne schon damit, dass es in 5 oder 10 Jahren die ersten Innenstädte geben wird, wo man mit Verbrennern gar nicht mehr rein darf, oder nur dann, wenn man unfassbar viel Maut bezahlt. Ist ja in London z.B heute schon so. Da bringt Dir dann Dein Euro 6d aber auch nichts mehr. Euro 4 und Euro 5 Diesel sind tatsächlich schwer verkäuflich geworden und das spiegelt sich auch in den Preisen. Wenn man nicht in Innenstädte muss, kann man hier durchaus noch ein Schnäppchen machen und selbst das kann man ja aktuell noch. Es gibt noch einen weiteren Vorteil: Euro 4/5 Diesel kommen ohne AdBlue und sonstiges Gelumpe aus. Was nicht drin ist, kann auch nicht kaputt gehen 😉
Zitat:
@206driver schrieb am 26. November 2020 um 08:29:41 Uhr:
Zitat:
@Italo001 schrieb am 26. November 2020 um 08:06:15 Uhr:
ich weiß nicht ob deine Zeiteinteilung mit dem Umweltzonen stimmt. Ich habe meinen roten Diesel aus1999 2007 abgestoßen da ich 2008 nicht mehr nach in die Innenstadt fahren durfte.
Erster Ausschluss von Dieseln mit roter Plakette war Anfang 2008 eine einzige Straße (Dortmund, Brackeler Str.). Die erste "große" Umweltzone, die rote Plaketten ausgeschlossen hat war 2009 Hannover. 2010 folgten eine handvoll anderer Städte.
Kann man in Ruhe hier nachlesen: http://gis.uba.de/website/umweltzonen/index.php
Ja ich habe mich um ein Jahr vertan. Den Wagen hatte ich 2008 getauscht. Weil es für mich keinen Sinn machte dort noch Geld reinzustecken Kupplung neigte sich dem Ende nach 260.000 km und ein paar Kleinigkeiten standen noch an, die der Laufleistung geschuldet waren. Aber Grundsätzlich war die für mich Besitzdauer doch durch den Gesetzgeber stark eingeschränkt. Ich wäre ansonsten den Wagen gerne noch gefahren. Der 5ender war schon eine besondere Hausnummer. Auch wenn der Nachfolger als jtd 1,9 20 PS mehr hatte, war das irgendwie was anderes. Den Croma gab es auch als 5ender, aber nur in Verbindung mit der Asin Automatik und dort stellte es sich raus das die nicht so gut ist.
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Zitat:
@eLTmaNN-ciTy schrieb am 24. November 2020 um 09:42:07 Uhr:
Beschäftige mich im Moment mit der Anschaffung eines Gebrauchten Kombis (A4 Avant, BMW 320er) und stelle mir diese Frage im Hinblick auf Motoren von VW/BMW aus den Baujahren 2015-2018.
BJ 2015-2018 soll ein älterer Diesel sein? Die Dinger sind doch maximal 5 Jahre jung.
Ein älterer Diesel nach meiner Lesart ist eher ein Mercedes W123 mit Dieselmotor. Oder ein Golf II, Passat oder VW T3 mit dem 1.6 Diesel.
Kommt wohl auf die Generation an ... für einen 20 Jährigen Geburt ~2000, sind W123, Golf 2 wohl Dinos aus einer anderen Zeit...😁😁
Zitat:
@motor_talking schrieb am 25. November 2020 um 23:09:55 Uhr:
Bei den Diesel-Fahrverboten wurde nicht von der Politik, sondern von der DUH die Sau durchs Dorf getrieben.
....
A.) Die Politik hat die Gesetze gemacht.
B.) Die Politik hat Verkehrsplanungen gemacht die von "nicht Schummeldieseln" ausgegangen ist.
C.) Die Automobilindustrie hat Schummeldiesel gebaut.
D.) Die Gesetze aus A wurden nicht eingehalten.
E.) Die Politik muss die Fahrzeuge an die Verkehrsplanung aus B anpassen.
OK, die DUH musste leider nachhelfen.
Aber da der DHU einen Vorwurf zu machen ist falsch.
Zitat:
@Alexander67 schrieb am 26. November 2020 um 18:46:08 Uhr:
Zitat:
@motor_talking schrieb am 25. November 2020 um 23:09:55 Uhr:
Bei den Diesel-Fahrverboten wurde nicht von der Politik, sondern von der DUH die Sau durchs Dorf getrieben.
....A.) Die Politik hat die Gesetze gemacht.
B.) Die Politik hat Verkehrsplanungen gemacht die von "nicht Schummeldieseln" ausgegangen ist.
C.) Die Automobilindustrie hat Schummeldiesel gebaut.
D.) Die Gesetze aus A wurden nicht eingehalten.
E.) Die Politik muss die Fahrzeuge an die Verkehrsplanung aus B anpassen.OK, die DUH musste leider nachhelfen.
Aber da der DHU einen Vorwurf zu machen ist falsch.
Die DUH ist ein kleiner Abmahnverein, den man blöderweise mal als gemeinnützig anerkannt hat.
Wo die DUH "nachhilft" geht es in die falsche Richtung. Natürlich entschieden durch die Politik, aber getrieben von Resch und seinen Schergen.
Die Deutsche Umwelthilfe ist aus meiner Sicht zurecht als gemeinnützig anerkannt und kontrolliert die Politik und Industrie. Die Entwicklung der Abgasnormen, die eigentlich immer strengere Grenzwerte aufwiesen, war auseinandergelaufen mit den Erwartungen an die reale Entwicklung der Emissionen, die sich unzulässigerweise mit EURO5 und den frühen EURO6-Normen weiter erhöhten. Wenn die Klagen der DUH (z.B. mit der Aufforderung, dass Städte die Luftwerte einhalten sollen) nicht gerechtfertigt wären, wären diese von den Gerichten zurückgewiesen worden.
Wenn die Autohändler und auch Autohersteller in ihrer Werbung und Auszeichnung im Verkaufsraum nicht dauernd gegen die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung verstoßen würden, hätte die DUH auch keine erfolgreichen Abmahnfälle. So einfach.
Dass das, was die DUH veranstaltet, juristisch leider korrekt ist, streite ich nicht ab.
Der DUH scheint es aber nicht wirklich um Luftreinhaltung, geschweige denn um Klimaschutz zu gehen, sonst würde sie konstruktiv mit den Kommunen zusammenarbeiten und diese nicht zu Lösungen zwingen, die möglicherweise die Luftqualität auf 200m vor einer Messstation verbessern, aber an anderer Stelle zu einer vielfach höheren Belastung führen.
Zudem frage ich mich, warum ich, zusammen mit Millionen anderen Autofahrern, der Leidtragende sein soll dafür, dass die Politik untaugliche Abgasnormen und noch untauglichere Prüfzyklen vorgegeben hat, an die sich fie Automobilindustrie übrigens überwiegend gehalten hat.
Zitat:
Zudem frage ich mich, warum ich, zusammen mit Millionen anderen Autofahrern, der Leidtragende sein soll dafür, ...
Welches Leid trägst du denn konkret?
Ein Leid ist pauschal und das ist das die Werte vieler Wagen erheblich nachgelassen hat, also Werte vernichtet wurden.
Nur mal als Beispiel
Ich stehe z. B. im Stau, weil der Verkehr inkl. Lkw-Verkehr heute wieder durch die Stadt geleitet wird, da an der Umgehungsstraße dummerweise eine Messstation steht.
Und bevor eine schlaue Bemerkung kommt: Fahre nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil ich es muss.
Moin,
wo soll denn das Problem bei einem Euro 6 BMW 320d sein?
Das Auto kann man sicherlich noch 10 Jahre fahren.
Mit meinem 2008er Euro 4 - Diesel hatte ich bislang auch noch keine Probleme.
Wie x - Millionen andere auch hatte ich bislang keinen Bedarf, in die paar Verbotszonen zu fahren.
Des Weiteren würde ich erst mal ganz entspannt abwarten, wie sich die Politik zum Thema Verbrennungsmotoren positionieren wird.
Aktuell werden wir ja von einer Art "Linkem Block" regiert. Egal was Du bis 2017 gewählt hast, Du bekamst Merkel, die wiederum besser bei den Grünen aufgehoben wäre.
Nun haben wir aber seit 9 Monaten Corona und die staatlich subventionierte Insolvenzverschleppung wird wohl noch vor der nächsten Bundestagswahl enden müssen. D.h. es werden hunderttausende Arbeitsplätze endgültig verloren gehen, was sich in der Kaufkraft und im Wahlverhalten bemerkbar machen wird. Wer keinen Job hat und einen anderen in 100 Km Entfernung angeboten bekommt, wird kaum Grün und damit die Vervielfachung seiner Pendel- und Heizkosten wählen.
Daimler droht mit Werksschließungen in Deutschland (Berlin) und legt sich offen mit dem Betriebsrat an (Untertürkheim).
BMW stellt die Produktion der 6-Zylinder in Deutschland ein. Die Firma ist der größte Fahrzeugexporteur der USA, weil die SUV, deren populärsten Modelle, dort und nicht in D gebaut werden.
VW verlagert die Produktion seit vielen Jahren fleißig in EU-Niedriglohnländer.
Ford und Opel bauen ebenfalls in Deutschland massiv Arbeitsplätze ab.
Dies wirkt sich wiederum auf tausende Zulieferbetriebe aus, die ebenfalls mitziehen müssen.
Die LKW-Geschäfte von MAN und Daimler sind in der Krise. Auch hier werden gerade tausende Arbeitsplätze abgebaut.
Hunderttausende gut bezahlte, wertschöpfende Arbeitsplätze in Deutschland hängen an der Automobilindustrie.
Die "Bomben" werden spätestens ab Frühjahr 2021 einschlagen.
Jeder von uns hier wird, so er nicht selbst betroffen sein wird, zumindest jemanden kennen, der wegen der autofeindlichen Politik der EU und der Bundesregierung sowie Corona massive finanzielle Einbußen hinnehmen muss.
Was wird dies wohl mit dem Wahlverhalten der Bürger im September 2021 machen?
Es ist sehr gut möglich, dass der Ökowahn in Deutschland und somit der EU ein schnelles Ende findet.
Auch die Kids werden sich fragen müssen, ob Radikalforderungen so schlau sind, wenn man dann selbst wegen Papis Jobverlust kein neues I Phone mehr bekommt oder gar vom Haus in eine kleine Wohnung umziehen muss.
Der TE sucht einen BMW 320d ab 2018? Kostet ca. 20-25 tEur. Das ist nicht die Welt und wenn der Wagen in 5 Jahren von seinen dann 12.000 Eur Wert 3.000 Eur einbüßt wegen eines Einfahverbotes in Köln oder Berlin, wird er daran nicht insolvent gehen.
Wenn man aktuell mit einem Diesel gut beraten wäre, kann man auch einen kaufen.
Was den Wertverlust von Diesel-PKW durch den VW-indizierten Dieselskandal und die darauf folgenden Einfahrtbeschränkungen angeht: natürlich gab es diesen! Und zwar knackig. Von 20-30% darf man schon ausgehen.
Aber es wurde, statistisch gesehen, andererseits fast niemand gezwungen, diesen Wertverlust zu realisieren. Man hätte das Auto ja behalten können.
Wer von Verbotszonen betroffen ist oder das Auto aus technischen Gründen ersetzen musste, war natürlich gekniffen. Aber, wie gesagt statistisch gesehen, waren das eher wenige.
Mein alter Benz fährt nach wie vor wunderbar. Dass er in 2008 mit seinem DPF und dem hohen Einspritzdruck des upgedateten CR-Systems ein Umwelt- und Sparwunder war und nun als "Dreckschleuder" gilt, ist ihm ziemlich egal.
Das Auto wird nochmal 12 Jahre fahren. Vielleicht als Taxi in Marokko, wenn der Wähler die EU und Berlin weiterhin derart marodieren lässt. Dem Klima hilft das natürlich nichts, aber in Deutschland ist alles hübsch elektrisch....
ZK
Zitat:
@KapitaenLueck schrieb am 26. November 2020 um 22:38:11 Uhr:
Ein Leid ist pauschal und das ist das die Werte vieler Wagen erheblich nachgelassen hat, also Werte vernichtet wurden.Nur mal als Beispiel
Achso. Ich dachte es ging um die DUH, weil das Problem welches du beschreibst ist ja auf dem Mist der Hersteller gewachsen. Das
Zumal das "Wert der Wagen erheblich nachgelassen" lediglich eine Behauptung aber keine Tatsache ist. Gerade hier im Forum liest man nicht selten, dass man die günstigen, gebrauchten Diesel vergeblich sucht. weil es sie gar nicht gibt.
Zitat:
@Olli_E60 schrieb am 26. November 2020 um 22:38:59 Uhr:
Ich stehe z. B. im Stau, weil der Verkehr inkl. Lkw-Verkehr heute wieder durch die Stadt geleitet wird, da an der Umgehungsstraße dummerweise eine Messstation steht.
Und bevor eine schlaue Bemerkung kommt: Fahre nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil ich es muss.
Das ist sehr subjektiv. Andere stehen auch bei nicht gesperrten Straßen täglich im Stau. Ein Anwohner ist vielleicht froh, dass die Schadstoffbelastung durch solche Maßnahmen vor seiner Haustür reduziert wird. Jedenfalls ist das Problem ja nicht, dass da ne Messstation steht und andernorts nicht, bzw. ist das ja nur die Oberfläche des eigentlichen Probelms. Gerade bezüglich dieser Aussage:
Zitat:
@Olli_E60 schrieb am 26. November 2020 um 21:37:19 Uhr:
Zudem frage ich mich, warum ich, zusammen mit Millionen anderen Auto fahrern, der Leidtragende sein soll dafür, ...
könnte man sich ja mal fragen warum Millionen andere Menschen sowie die Natur, die Leidtragenden sein soll dafür, dass jeder so viel Autofahren darf wie er möchte.
Naja, letztendlich sehe ich "paar Minuten im Stau" und die etwas vage Behauptung "Millionen Diesel nix mehr wert" jetzt noch nicht als das große Leiden von Millionen Menschen unter der DUH (bzw. Politik) das hier ausgerufen wird. Unter Nichtstun und weiter-so leiden genau so Menschen, je nach Perpsektive vielleicht sogar mehr.
just my 2 cents