Käfer 1200 1961 Kaufberatung

VW Käfer 1200

Hallo Miteinander!

Ich bitte um euer Fachwissen bezüglich eines VW Käfer 1200 Baujahr 1961 mit Faltschiebedach, der für mich als Restaurationsprojekt in Frage kommt.

Das Fahrzeug steht in greifbarer Nähe zum Verkauf, allerdings mit folgenden restaurationsbedürftigen Eigenschaften:

  • Er steht seit gut 30 Jahren still und wurde in dieser Zeit nicht gestartet.
  • Die Fahrzeugpapiere sind nicht mehr vorhanden.
  • Innenraum: mit Staub angefallen, Lack schön erhalten.
  • Karosserie wenige leichte Roststellen

Mich interessiert nun, wie ihr die Situation einschätzt:

  • Lohnt es sich, ein solches Fahrzeug trotz der fehlenden Papiere und der langen Standzeit als Restaurationsprojekt anzugehen?
  • Gibt es besondere Schwachstellen oder typische Probleme bei genau diesem Baujahr/Modell, auf die man unbedingt achten sollte?
  • Oder sollte man eher die Finger davon lassen, weil Aufwand und Kosten den möglichen Wert übersteigen? z.B.: Getriebe und Motor

Über eure Meinungen, Erfahrungen und Tipps würde ich mich sehr freuen!
- Hens

11 Antworten

Das Wichtigste hat Du vergessen: wie viel kostet er?

Das Zweitwichtigste auch: Fotos. Viele Fotos.

https://www.willhaben.at/iad/gebrauchtwagen/d/auto/vw-kaefer-1200-mit-faltdach-894908571

Ich persönlich finde 5 k dafür als zu viel. Aber wir haben hier echte Experten. Sie werden sich sicher bald melden.

Das 3. Wichtigste: wieviel kannst Du selber machen?

Das 4. Wichtigste: welchen Anspruch hast Du an eine Restauration? Orginalstgetreu? Welche Note? Patina erhalten oder besser als Auslieferungszustand?

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Hallö!

Das Wichtigste liegt anderswo: Wie kommst Du zu Papieren?

Kann der Verkäufer überhaupt belegen, dass er der rechtmäßige Besitzer ist? Ist der letzte Zulassungsbesitzer bekannt bzw. nachweisbar, wie der Verkäufer an das Fahrzeug gekommen ist?

Das wirst nämlich spätestens Du belegen müssen, wenn Du das Fahrzeug zulassen, bzw. vorher noch genehmigen lassen willst!

Zumindest eine Unbedenklichkeitsbescheinigung sollte Dir der Verkäufer liefern können - ansonsten Hände weg!

Gerade wenn so Meldungen kommen, wie: "Das ist doch kein Problem!", "Das geht doch ganz einfach!" - na dann soll das doch gefälligst der Verkäufer erledigen!

Tja, zu besonderen 1961er Problemen kann ich nix sagen - allerdings gibt's in der Käferei genug Variationen, um für jede Lösung ein Problem zu finden (oder so ähnlich), und wenn dann ein Tauschmotor nicht 100% zum Baujahr und den Anbauteilen passt, kriegt man das üblicherweise trotzdem in den Griff.

Was man allerdings nicht sieht und für mich ein Dealbreaker wäre: der Unterboden! Die Schweller sehen ja schon stark nach Blasenbildung aus, und der Teil wo die dran sind, rostet gern aus Sympathie mit; dann hast du untenrum Karies am Häuschen und am Rand der Bodenpartie meistens gleich mit; und wenn das dem Pickerl im Wege steht (und nicht sowieso schon vor 30 Jahren der Grund für die Außerbetriebsetzung war!), wird es teuer und unschön. Unser 1303 war "nur" 30 Jahre alt und hatte sich da auch nie totgestanden, aber war trotzdem ausreichend angegriffen, um größere Schweißarbeiten in diesen Übergangsbereichen zu benötigen (es wollte sich z.B. einfach kein anderes Blechteil mehr dort anschrauben lassen, weil die Schraubpunkte schlicht mit weggefault waren). Und dabei war der Boden "grundsätzlich gut".

Der Rest - Lack, Moos auf dem Chrom, Faltdach wieder geschmeidig schmieren, Stoff ausdampfen etc. - ist dagegen Kleinkram (aber auch nochmal mit Arbeit verbunden, so man es gemacht haben möchte). Und Getriebe und Motor dürften, wenn man das abgesetzte Altöl (so noch welches vorhanden ist...) mal gegen ein billiges Baumarktöl ersetzt hat (das vermutlich eh nur zum Reinigen dient und relativ schnell wieder ersetzt werden wird), einem Startversuch nicht besonders widerwillig entgegenstehen (paar typische, aber nicht aufwendige Fehlerquellen wie Verteiler, Zündkerzen etc. mal außer Acht gelassen - das merkt man ja gleich).

Ja, und die Papiere... Deutschland macht so was mit Verlustanzeigen und eidesstattlichen Erklärungen und noch etwas weiterem Papierkram. Ob das nun besser der Ver- oder der Käufer regelt und inwiefern ein Kaufvertrag da hilfreich ist, ist die nächste Frage. Könnte man aber schonmal vorab auf dem Amt fragen, was alles gebraucht wird, noch bevor Kaufinteresse gezeigt wird.

Danke für die Rückmeldungen!

Ich selbst bin Metaller, sprich die Arbeiten am Rahmen/Karosserie sollten kein Problem darstellen.

Zum Unterboden: mit wieviel Aufwand wäre es verbunden diesen zu erneuern? Hier gibt es Einschweißhälften?

Ein weiterer wäre auch verfügbar - mit Papieren Bj. 1959

https://www.willhaben.at/iad/gebrauchtwagen/d/auto/vw-kaefer-891892755/

Vergiß den 59er. Abgewrackter Rosthaufen mit falschem Motor - vielleicht um 400, aber sicher nicht zu dem Preis...

Hi Hensn,

ich meine mich zu erinnern, daß der blaue 61er vor ein paar Jahren schon mal zum Verkauf stand - die Fotos kommen mir bekannt vor. Frag den Verkäufer einfach. Ich persönlich (fahre einen 30 PS von 1960) finde, es gibt bessere als Restaurationsprojekt, auch wenn Du 2.000 mehr auf den Tisch legen mußt. Es geht nicht nur um den Preis, sondern darum, was man aus einem Wagen mit vertretbarem Aufwand überhaupt noch machen kann. Von dem 59er würde ich die Finger lassen.

Gruß, Bernhard

Ich beantworte Dir jetzt zuerst mal die wichtigste Frage: NEIN, es lohnt sich idR nicht ein solches Fahrzeug zu restaurieren. Zumindest nicht, wenn einem der finanzielle Aspekt wichtig ist.

Blecharbeiten machst Du selber. Ok! Danach braucht der Karren aber neuen Lack. Jetzt machen wir mal ne einfache Rechnung:

Anschaffung: 5500€

Lackierung: 5000€

Dann bist Du bereits bei fast 11k€ und hast noch kein einziges Ersatzteil gekauft ect. Den Motor zu revidieren macht nach so langer Zeit sicher Sinn. Werfen wir also noch mal 3-5k€ auf den Haufen.

Zack 16.000€ und immer noch keine anderen Teile gekauft.

Ich kann das noch ewig fortführen, denke aber die Aussage ist klar. Ein solches Fahrzeug zu restaurieren lohnt sich finanziell NIE. Das macht man nur als Hobby oder aus rein emotionalen Gründen.

Die Zeiten, wo man mit wenig Aufwand zu wirklich guten Preisen eine vernünftige Basis finden konnte, sodass sich eine Resto finanziell lohnt, sind seit Jahrzehnten vorbei.

Aufhören, zu suchen. Dann läuft einem meist was zu. Und wenn es "nur" ein gut erhaltener Mex ist.

Wir verlosen, wie auch heuer wieder am 14. September, bei unserem Treffen in Fürstenfeld alljährlich einen Käfer. Voll fahrbereit, mit frischer Überprüfung, reinsetzen, losfahren. Heuer wirds ein Jubi. Der war günstig zu haben und auch nicht viel dran zu machen. Im Talon für eines der nächsten Jahre ist eine Ultima Edition, aus Rentnerhand, Erstbesitz.

Es gibt sie noch, die guten Stückchen.

Es muß nicht so etwas sein, wie mein Ovali, den ich mir Anfang der 80er eingebildet hatte - als Pferd hätte man ihn erschießen müssen... 😅

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