Ist Mercedes mit seinen EQ Modellen auf dem richtigen Weg oder eher auf dem falschen?

Mercedes

Dieser Artikel bzw. Kommentar/Meinung von Markus Fasse im Handelsblatt macht mich nachdenklich:
https://www.handelsblatt.com/.../28885452.html

Ich zitiere daraus:

Zitat:

Konkurrent Mercedes nennt sich jetzt „die wertvollste Luxus-Automobilmarke der Welt“, Konzernchef Ola Källenius hält den Vergleich mit Gucci für passend. Auch Siemens veredelte seine letzte Handy-Serie mit Swarovski-Steinchen. Kurz darauf präsentierte Apple sein iPhone.

Vergleicht man Siemens mit Mercedes, wer ist dann Apple heute im BEV Sektor? Tesla fällt mit als erstes ein, aber auch andere innovative Marken wie Polestar, BYD und Geely. Letztere eher in Asien zu finden.

Liest man hier in den EQ-Foren, so scheint Mercedes noch immer vom Glanz der vergangenen Tage zu leben. Spaltmaße und Lack sind top, aber was ist mit der Qualität und den Features vom Rest, bspw. von den Tugenden die bei Elektroautos zählen?
OTA Updates für wesentliche Funktionen? Bisher Fehlanzeige.
Ein echtes Betriebssystem auf zentraler Architektur? Nein.
Stauumfahrung im Navi bei gleichzeitiger Ladestoppplanung (was ein Wort)? Nö.
Dafür Funktionen, für die es keine Tasten gibt oder Probleme mit den Ladestationen.
Und das alles zu Premium Preise. Und Online Funktionen muss man auch noch extra bezahlen. Im Abo. Was bei der Konkurrenz einfach dabei ist. Und Funktioniert. Ganz ohne nerviges Aktivieren und gesonderte Subskriptionen.
Service? Eher so lala. Der gute, alte Händler ist oft nicht mehr der Ansprechpartner bei den komplexer gewordenen Autos und die Hotline ist, sagen wir mal ausbaufähig.

Zitat:

Tatsächlich zeigt ein Blick in die Bilanzen der deutschen Autoindustrie, dass die Risiken nach wie vor groß sind. Zum einen, weil sich der Gewinn fast ausschließlich aus China speist. Zwischen 30 und 40 Prozent des Absatzes erzielen die Konzerne in Fernost, der Gewinnbeitrag ist noch höher.

Und gerade in China kommen die EQ Flagschiffe wohl nicht gut an. Siehe EQS Thread. Dieser wurde massiv im Preis gesenkt weil die Verkaufszahlen katastrophal sind.

Der Chinese scheint wohl langsam landeseigene Marken zu kaufen. Wenn das Design schon asiatisch ist, dann kann man auch gleich ein asiatisches Modell kaufen. Wozu dann noch die teuren Deutschen?

Zumal die chinesische Kundschaft wohl enttäuscht von der deutschen Software, Online Funktionen, Konnektivität und Multimedia. Auch hier immer wieder Software als die große Baustelle.

Zumal auch die anderen Hersteller inzwischen Spaltmaße und den Innenraum im Griff haben. Die meisten zumindest. Und Ausreißer hat eh jeder. Siehe der Thread hier, bei dem ein EQE (oder EQS?) Kunde einen verdreckten Innenraum übergeben bekommen hatte.

Zitat:

Bei den Antrieben ist die Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor eklatant. Zwischen 80 und 90 Prozent der von den deutschen Autokonzernen verkauften Neuwagen fahren immer noch mit Benzin und Diesel.
Auch wenn die Motoren immer größer und damit profitabler werden: Es ist der letzte Boom des Verbrenners. Dieses Produkt hat aber keine lange Zukunft mehr. Ab 2035 gilt in der EU ein Verkaufsverbot für Benzin und Diesel.
In der Elektrowelt ist die deutsche Autoindustrie noch nicht. Der holprige Start der ID-Modelle von Volkswagen ist exemplarisch für die gesamte Branche. BMW und Mercedes elektrifizieren ihre SUVs und Limousinen, den großen Wurf hat aber bislang keiner geschafft.

Das sehe ich leider auch so. Ich wüsste nicht, worin ein EQ Modell wirklich besser sein sollte als die Konkurrenz. Und das macht mir Sorge.

Zumal die echten Brot und Butter EQs fehlen. Der EQC ist kein "C", sondern eher ein veralteter GLC als BEV.

Seien wir mal ehrlich, Tesla macht sein Geschäft bspw. fast nur mit zwei Modellen: 3 und Y. Für beides hat Mercedes aktuell nicht wirklich was im Angebot. Und so findet man in den Top 20 der verkauften BEVs in Deutschland 2022 keinen einzigen Mercedes.

Platz 1 und 2 Tesla mit weitem Abstand. Danach folgt Fiat mit dem kleinen 500e. Gefolgt von zwei Wolfsburgern aus der Brot und Butter Liga.

Gibt Mercedes also die gute, alte Mittelklasse auf? Oder setzen sie alles auf eine Karte der elektrischen C-Klasse? Aber sind sie schon soweit? Werden dann die aktuellen Herausforderungen gelöst sein?

Zitat:

Geld mit Elektroautos verdient vor allem Tesla. Die Amerikaner fahren ihre Fabrik in Brandenburg weiter hoch. Tesla kommt mit seinen Elektroautos auf eine Rendite von 14,7 Prozent – ohne Gucci-Flair und leuchtenden Kühlergrill. Im November verkaufte sich Teslas Model 3 in Deutschland doppelt so gut wie die BMW-3er-Reihe.

Und auch die Chinesen fassen in Deutschland Fuß. Im Oktober verkündete Sixt eine Kooperation mit BYD. Der wichtigste deutsche Autovermieter, der bislang vor allem mit deutschen Marken wirbt, will in den kommenden Jahren 100.000 Elektroautos bei den Chinesen kaufen.

Da ist was wahres dran. Tesla ist minimalistisch. Online Vertrieb. Reduziert auf das Wesentliche.

Dafür funktioniert das Ladenetz ziemlich perfekt. Fast immer. Einfach und schnell.

Wohingegen die deutschen Premium Marken noch immer hadern mit komplizierten Tarifen und einer Trennung zwischen Ladeanbieter und Ladenetz. Richtig integriert ist es bis heute nicht. Weder technisch, noch zum Zwecke der Abrechnung.

Ich hoffe, die deutschen Hersteller wie Mercedes, BMW, Audi und VW bekommen bald die Kurve und hauen mal ein richtig gutes Produkt raus. Ich würde es unserer heimischen Industrie wünschen.
Ebenso hoffe ich, dass Mercedes bald nachlegt und seine Hausaufgaben macht, damit sie nicht zum Siemens werden, um mal im Bild des Handelsblatt Artikels zu bleiben.

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Apropos Mischplattformen: natürlich werden künftige Plattformen auf "elektrisch" aufgebaut sein und nur fallweise einen (Not-) Verbrenner mitaufnehmen.

Aber: braucht es wirklich derart unförmige, unpraktische Mobile, nur um Cw x A nochmals zu drücken ?
Ich erinnere daran, dass bei 70km/h der Rollwiderstand genauso groß ist.
EQS (0,50) und EQA (0,69) scheinen bei cw x A weit auseinander.
Bei 120km/h benötigt der kleine rund 19, der große rund 16 kWh/100km.
Wohlgemerkt, theoretisch. WLTP (Autobahn) und Praxiswerte sagen etwas anderes (zuungunsten des EQS!)

Eine Mischung ergäbe einen Reichweitenverlust von nur 40km (bei gleicher Akkukapazität) !

Nochmal: dieser wunderschöne S214 vollelektrisch und wir würden aus drei Sternen einen machen 😁

Es geht aus meiner Sicht um Geld, also Einnahmen und Gewinne. Das geht in dem verkauft wird was gewollt ist. BEV hat ne Verkaufsdelle, ist aber nicht tot und wird auch NICHT abgelöst. Zulassungszahlen für Juni bestätigen 559 EQE, mein Auto.
Verbrenner E-Klasse im Plus.
Warum?
Nicht wegen E-Fuels (lach herrlich) sondern weil die Käufer rein elektrisch nicht wollen. Es ist soviel Weiterentwicklung bei BEV's, allein bei Mercedes schon Ankündigungen, das mein Auto EQE 53+ bereits alt ist. Wie Smartphones, die beim Kauf auch schon fast nicht mehr aktuell sind.

Kann mir vorstellen das Käufer da verunsichert sind, sich nen Mercedes zu leisten ( bekanntlich teurer Hersteller). Sollte sich 2025/26 die BEV Modellpallette beruhigen, (sollte) geht es vielleicht weiter.
Hier ganz zu Anfang schrieb ich von den fragenden Menschen, welche unsicher sind. Das sind "gefühlt" mehr Menschen als BEV Befürworter, was Mercedes anbelangt. Dann der Preis, die Fehler in den Foren hier, der Service bei einigen usw. usw.

Selbst Klage ich nicht, trotz neuem Motor hinten, mein Service war angenehm. Auch der elektrische Luxus an Kraft und Ruhe. Der noch unschlagbare Hyperscreen, die Dinge die damit zu machen sind. "Rasen ohne Gasen" ginge auch noch.

Leider muss ich heute 13000,-€ weniger Listenpreis für meine Mercedes EQE 53+ Konfiguration sehen. Ärgerlich, aber nicht änderbar. Hätte ich warten sollen, des Geldes wegen?
Kunde für den nächsten verunsichert, beobachtet.. oder überbrücke ich mit nem Hybrid bis sich die BEV Lage zu festigen scheint (könnte dann auch flüssig tanken, sowas beigemischtes vielleicht..zwinker, last mich am Leben).

Ich glaube Mercedes sucht noch den richtigen Weg, hat Ihn aktuell nicht, will erstmal verdienen mit dem was geht..

Zitat:

@holle9 schrieb am 8. Juli 2024 um 10:35:54 Uhr:


Die besten Argumente für E-Mobilität sind in meinen Augen weder Klimaschutz noch Kosten, sondern:
  • Fahrgefühl und Fahrkomfort
  • Fahrleistungen
  • Raumökonomie (zumindest in manchen E-Autos ist diese deutlich besser, als beim Verbrenner)
  • Standklimatisierung

Das selbst zu erleben bringt vielmehr, als irgendwelche Belehrungsversuche.

Und manchmal ist es einfach auch besser den Ball flach zu halten. Wenn jemand jedes Jahr mit Wohnwagen weite Strecken in den Urlaub fährt, dann ist es vielleicht tatsächlich nachvollziehbar, dass er noch einen Verbrenner will.

Volle Zustimmung, wobei der Fahrkomfort im niedrigen Geschwindigkeitsbereich stärker ausgeprägt ist als auf der Autobahn.

Ab 130 übertönen der Wind und die Räder sowieso sämtliche Motorgeräusche, einen R6 hört man da kaum.

Du erwähnst es bereits, mit einem Wohnwagen ist die Reichweite noch immer lächerlich, und beim Laden muss man bei fast allen Ladesäulen den Wohnwagen jeweils abkoppeln und separat parkieren.

Darüberhinaus ist die Reichweite im Winter noch immer weit entfernt von den WLTP Angaben.

Ich bin noch immer grosser Fan von Elektroautos, aber sehe auch die Nachteile.

Sofern ich in absehbarer Zeit wieder ein Elektroauto kaufen würde, würde ich auf jeden Fall zum EQE SUV greifen.

Zitat:

@RdGro schrieb am 9. Juli 2024 um 21:31:53 Uhr:


Nicht wegen E-Fuels (lach herrlich) sondern weil die Käufer rein elektrisch nicht wollen. Es ist soviel Weiterentwicklung bei BEV's, allein bei Mercedes schon Ankündigungen, das mein Auto EQE 53+ bereits alt ist. Wie Smartphones, die beim Kauf auch schon fast nicht mehr aktuell sind.

[…]

Ich glaube Mercedes sucht noch den richtigen Weg, hat Ihn aktuell nicht, will erstmal verdienen mit dem was geht..

Ohne die genauen Zahlen zu kennen, würde ich für den EQE von einer 80%-Firmenwagenleasingqoute ausgehen.

Und genau hier scheint Mercedes im Moment ein massives Problem zu haben. In den verg. Jahren hatte ich zwei Anläufe einen Firmenwagen auszusuchen. Mit ein wenig Zuzahlung kam bei Mercedes eine E-Klasse T-Modell 300de mit ziemlicher Vollausstattung für ein bisschen Zuzahlung raus. EQE 300 startete bereits mit Zuzahlung und sobald ein wenig Ausstattung dazu kam, war ich ich im Tilt-Bereich (maximale Zuzahlung überschritten). Toxisch ist dabei das insgesamt höhere Preisniveau der EQ-Modelle plus (berechtigtem) Restwert-Alarm der Leasingfirmen (Athlon, …). Dazu kommen kein Zugriff auf Lagerfahrzeuge (vermutlich Entscheidung der Leasingfirma) und vermutlich auch bescheidene Rabatte für die Leasingfirmen bzw. Das Fehlen der Sonderrabatte.

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Ich sage mal voraus, dass dies der nächste Schritt ist die Kunden in Richtung China und Amerika zu treiben.
Immer weniger für den Kunden tun. Das wird sich rächen. Leider.

https://mbpassion.de/.../

Zitat:

Mit der Abschaffung der Preislisten handeln die Stuttgarter jedoch sicherlich rein im eigenen Interesse, statt näher auf die Kundenbedürfnisse bzw. Wünsche einzugehen.
Eine bisherige Transparenz der Preise wird es bei Mercedes-Benz damit nicht mehr geben. Inwieweit die Umstellung sich überhaupt irgendwie positiv auf den Absatz von Fahrzeugen auswirken wird, wird die Zeit zeigen.

Als EQS 450+ Fahrer muss ich sagen, Mercedes macht viel richtig.
….wenn da nicht der Preis wäre, der ist sicherer nicht Massen tauglich.

Die Hausaufgaben hat Mercedes leider nicht gemacht. Zu viele wenig vernetzte Steuergeräte von vielen Herstellern, das Over the Air ist Theorie. Musste schon mehrfach zu Software Updates in die Werkstatt. Als ex Miteigentümer von Tesla hätten sie das wissen können/ müssen.

Ohne eine Produktion zumindest von Komponenten in China wird das mit den Preisen nichts. Dann braucht man aber kaum Arbeitsplätze in D. Aber so bleibt uns wenigstens die Marke mit dem Image erhalten.

Wie gut FSD klappt ist die Frage. Sicher die wichtigste Neuerung, die zeitnah integriert sein MUSS.

Ich empfehle einen Blick auf den neuen A6 e-tron, im direkten Vergleich ist der EQE Ultra luxuriös eingerichtet🙂

Zitat:

@Swissbob schrieb am 31. Juli 2024 um 20:04:41 Uhr:


Ich empfehle einen Blick auf den neuen A6 e-tron, im direkten Vergleich ist der EQE Ultra luxuriös eingerichtet🙂

Absolute Berg- und Talfahrt auf dem Armaturenbrett bei Audi - unruhig, unharmonisch und dazu noch diese fürchterlich aufgesetzt wirkenden Monitore für die Außenspiegel. Ganz zu schweigen von dem immer sichtbaren Zigarettenanzünder und der Flosse auf dem Dach...wer es unruhig mag ist bei Audi willkommen, wer klare Linie und cleanes Design mag, der ist da nicht zuhause.

...Im direkten Vergleich...ist der EQE...luxuriös eingerichtet

finde ich auch

Ja, dieser Audi ist wieder so eine Witzfigur ohne zu öffnendes Dach. Nein Danke, auch zu allen neueren BMW.
100km Reichweitendifferenz sind für mich keinerlei Kriterium.

Zitat:

@OM642red schrieb am 1. August 2024 um 09:55:51 Uhr:


Ja, dieser Audi ist wieder so eine Witzfigur ohne zu öffnendes Dach. Nein Danke, auch zu allen neueren BMW.

Das wäre jetzt der einzige Grund, der für mich nicht zählt. Ich finde Panoramadächer überflüssig wie ein Kropf. Im Winter brauche ich es nicht und im Sommer ziehe ich einmal im Frühjahr den Sonnenschutz davor und lasse ihn da (wahrscheinlich bis ich das Auto in 3 Jahren wieder abgebe). Meine Mitfahrer auf der Rückbank bitten auch um den vorgezogenen Sonnenschutz im Sommer.

Ich persönlich finde, dass z. B. mein EQE 500SUV optisch nicht den Wert vermittelt, den er nach Liste gekostet hat. Aber das ist natürlich rein subjektiv. Von außen sieht er nach GLC aus (ähnliche Silhouette), aus ein paar Meter Entfernung von anderen EQx SUV nicht zu unterscheiden und von innen peppt hauptsächlich der aufpreispflichtige Hypersreen auf. Dessen Beifahrerdisplay wurde bisher lediglich genutzt um neuen Beifahrern die Funktion zu zeigen und danach auch nie mehr und zeigt jetzt auf Dauer ein Urlaubsbild an. Persönlich würde ich den Hyperscreen nie privat kaufen, der Aufpreis war im EQE SUV viel zu hoch.

Die Optik der EQE gefällt dem Einen als innovativ, dem Anderen als Seifenflutschform. Aktuell werden sie wohl auch nicht schlechter verkauft als die anderen "Premium"-Elektrofahrzeuge. Daher kann die Optik wohl nicht ganz falsch sein. Das Update-Thema ist schlecht gelöst, da weiß ich aber nicht, wie es bei den anderen ist, das weiß natürlich ein Neukunde auch nicht und dem wird ja OTA vermittelt.

Ich glaube die einseitige Fokussierung auf Elektro, die vor kurzer Zeit noch verkündet wurde, ist unternehmerisch hochriskant und aus meiner Sicht falsch. Ich habe eine Wallbox und Möglichkeiten zum Laden. Das hat aber nicht jeder.

Grüße
Langer02

Zitat:

@Langer02 schrieb am 1. August 2024 um 12:07:54 Uhr:


Das wäre jetzt der einzige Grund, der für mich nicht zählt. Ich finde Panoramadächer überflüssig wie ein Kropf. Im Winter brauche ich es nicht und im Sommer ziehe ich einmal im Frühjahr den Sonnenschutz davor und lasse ihn da (wahrscheinlich bis ich das Auto in 3 Jahren wieder abgebe). Meine Mitfahrer auf der Rückbank bitten auch um den vorgezogenen Sonnenschutz im Sommer.

Das wäre bei genau anders herum. Ein Fahrzeug ohne zu öffnendes Panorama-Dach empfinde ich als armseligen Kompromiss, den ich nur ungern eingehen würde. Ich nutze das Panorama-Dach aber auch, und meine Mitfahrer auf der Rücksitzbank haben sich noch nicht beschwert, wenn ich es geöffnet habe. Zumal es ggf. ein Kompromiss ist, wenn man den Sonnenschutz bei geöffnetem Dach nicht ganz nach hinten fährt.

Zitat:

Ich persönlich finde, dass z. B. mein EQE 500SUV optisch nicht den Wert vermittelt, den er nach Liste gekostet hat. Aber das ist natürlich rein subjektiv. Von außen sieht er nach GLC aus (ähnliche Silhouette), aus ein paar Meter Entfernung von anderen EQx SUV nicht zu unterscheiden und von innen peppt hauptsächlich der aufpreispflichtige Hypersreen auf. Dessen Beifahrerdisplay wurde bisher lediglich genutzt um neuen Beifahrern die Funktion zu zeigen und danach auch nie mehr und zeigt jetzt auf Dauer ein Urlaubsbild an. Persönlich würde ich den Hyperscreen nie privat kaufen, der Aufpreis war im EQE SUV viel zu hoch.

Mir ist egal, ob mein Fahrzeug einen bestimmten Wert vermittelt oder nicht. Mein Fahrzeug muss meine Anforderungen erfüllen, und wenn es mir dann noch optisch gut gefällt, um so besser. Aber da ist jeder Jeck anders. Wir genießen den Hyperscreen sehr, weil man dann die Routenplanung bzw. -anpassung an den Beifahrer auslagern kann. Das haben wir gerade im Urlaub sehr ausgiebig genutzt.

Zitat:

Das Update-Thema ist schlecht gelöst, da weiß ich aber nicht, wie es bei den anderen ist, das weiß natürlich ein Neukunde auch nicht und dem wird ja OTA vermittelt.

Ich glaube die einseitige Fokussierung auf Elektro, die vor kurzer Zeit noch verkündet wurde, ist unternehmerisch hochriskant und aus meiner Sicht falsch.

Da bin ich ganz bei dir, dass die Update Thematik erbärmlich gelöst ist, vor allem in Anbetracht an den Anspruch ("Das beste..."😉. Im Jahre des Herrn 2024 muss es möglich sein, (fast) alle Updates OTA zu fahren. Aber dafür muss der Hersteller die System-Architektur des Fahrzeugs entsprechend umstellen. Nur scheint das entsprechende Know-How und der entsprechende Wille zu fehlen. Asiatische Hersteller oder Tesla sind in dem Fall meilenweit voraus, aber das überrascht ja nicht wirklich.

Bei der Elektromobilität im "Premium"-Segment sehe ich allgemein das Problem, dass es ein entsprechendes Luxus-Segment in vielen Märkten bei BEV gar nicht gibt. Die Verbraucher in den Hauptmärken Asien und USA sind offensichtlich nicht bereit, für IT-technisch rückständige Fahrzeuge den Aufpreis zu zahlen, den sie bei den ICE noch gezahlt haben.

Wohin die Reise mit der Elektromobilität geht, bleibt in meinen Augen spannend. Aktuell brechen ja auch die Verkäufe von ICE ein, vor allem in Asien. Persönlich werde ich definitiv bei BEV bleiben, da ich das leise Fahren genieße (und das beherrscht mein EQS wirklich hervorragend). Auch macht das Fahren mir deutlich mehr Spaß mit den Leistungswerten eines BEV. Aber das ist alles sehr subjektiv und ich würde es nicht verallgemeinern.

Man muss sich mal vorstellen, dass vom EQE über i5 und A6 nun alle Platzhirsche kein vernünftiges Angebot mehr haben.
Vor Jahren konnte man noch -und das ist auch eine Art Luxus- einen E250 Bluetec mit "nur" AHK, Distronic und Schiebedach bestellen (der dann unter 60k blieb), jetzt bekommt man mit 360°-Kamera keinen EQE unter 70k, fast keine Massagesitze ohne AMG PP (für fast 30k Extra), bei den Wettbewerbern nurmehr sinnlose feste Käseglocken.

Nein, eine nächste Bestellung geht definitiv nach Fernost. Die deutsche Bevormundung muss und wird enden und krachend scheitern.

Zitat:

@Aramith schrieb am 1. August 2024 um 12:53:26 Uhr:


Da bin ich ganz bei dir, dass die Update Thematik erbärmlich gelöst ist, vor allem in Anbetracht an den Anspruch ("Das beste..."😉. Im Jahre des Herrn 2024 muss es möglich sein, (fast) alle Updates OTA zu fahren. Aber dafür muss der Hersteller die System-Architektur des Fahrzeugs entsprechend umstellen. Nur scheint das entsprechende Know-How und der entsprechende Wille zu fehlen. Asiatische Hersteller oder Tesla sind in dem Fall meilenweit voraus, aber das überrascht ja nicht wirklich.

Ich stimme dir und den Vorrednern bei der Update-Thematik zu, möchte allerdings einen Einwurf machen: Natürlich sind wir im Jahr 2024, aber ihr müsst bei aller Kritik zu den Updates eine Ecke weiter zurückdenken, nämlich in die Entwicklungsjahre von EQE/EQS, das war höchstwahrscheinlich in den Jahren 2017 bis Anfang 2021. Da war nicht nur die Welt eine ganz andere, da war die technische Seite vermutlich auch noch nicht so weit, wie sie jetzt ist, besonders wenn du als Hersteller von den Zulieferern abhängig und das Produkt Auto nicht von 0 auf 100 denkst.
Mercedes arbeitet dran und ab kommenden Jahr, mit dem "Supercomputer", wird (hoffentlich) alles besser. *Hust*

Was aber in Anbetracht der Tatsache von "Das Beste..." heutzutage wirklich ein Witz ist, dass es der Konzern nicht hinbekommt, softwarebasierte Anpassungen auf die gesamte Baureihe auszurollen. Namentlich fallen mir da ein: Entertainment Paket plus mit dem Videodienst, automatischer Spurwechsel und und und...

Aber hey, immerhin gibt es mittlerweile per Update verschiedene Begrüßungs- und Verabschiedungsprojektionen für die Scheinwerfer, manchmal machen einen eben auch die kleinen Dinge glücklich. 😉

Wegen der Lade-Geschichte: wer kauft ernsthaft einen Mercedes, wohnt aber zur Miete?

Da sollten manche Leute vielleicht mal die Prioritäten überprüfen.

Ich sehe die Autos ab und zu in Zürich rumfahren und die sehen jetzt nicht übermäßig schlecht aus.

Man hat halt heute keine kantigen Autos mehr.

Schon die 213er Serie sah ja gegenüber dem 212 aus wie wenn der selige Luigi Colani da seine Hände im Spiel gehabt hätte.

Wegen der Strategie: Wenn man nur ein bisschen Elektro macht, wird man damit immer Miese machen - und am Ende machen andere das große Geschäft.

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