Irrsinn bei VW & Co - blendende Heckleuchten
Hallo!
Ich bin heute wieder hinter einem Auto aus dem VW Konzern hergefahren. Hellichter Tag - strahlender Sonnenschein.
Leider sieht man bei diesen Lichtverhältnissen kaum noch einen Heckblinker leuchten. Meines erachtens haben wir hier eine Zulassungslücke in Deutschland.
Wie kann es sein, daß solche ,,Chromheckleuchten'', wo sich der Blinker auch noch mittig im Bremslicht befindet, eine Zulassung bekommen? Bei direkter Sonneneinstrahlung wie ich es heute erlebt habe ist das Kreuzgefährlich!
Ist das denn von den Autoentwicklern noch niemand aufgefallen?
Da wird einerseits über eine Lichtpflicht am Tag diskutiert weil sie zur Sicherheit beitragen soll und dann sowas?
Was meint ihr dazu?
Beste Antwort im Thema
Hallo!
Ich bin heute wieder hinter einem Auto aus dem VW Konzern hergefahren. Hellichter Tag - strahlender Sonnenschein.
Leider sieht man bei diesen Lichtverhältnissen kaum noch einen Heckblinker leuchten. Meines erachtens haben wir hier eine Zulassungslücke in Deutschland.
Wie kann es sein, daß solche ,,Chromheckleuchten'', wo sich der Blinker auch noch mittig im Bremslicht befindet, eine Zulassung bekommen? Bei direkter Sonneneinstrahlung wie ich es heute erlebt habe ist das Kreuzgefährlich!
Ist das denn von den Autoentwicklern noch niemand aufgefallen?
Da wird einerseits über eine Lichtpflicht am Tag diskutiert weil sie zur Sicherheit beitragen soll und dann sowas?
Was meint ihr dazu?
112 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von där kapitän
Wieso auf P ?
Einfach von den Knüppel D auf N schubsen und die Handbremse ziehen. Verkehr beobachten, einen Moment vorher wieder auf D, Handbremse lösen und bei grün von der Bremse. Eigentlich ganz einfach.
P braucht man theoretisch nur, um den Motor abstellen und den Zündschlüssel abziehen zu können. Der A6 meines Vaters funktioniert jedenfalls so, und da das ein Allerweltsauto ist...cheerio
genau so 🙂
Das Problem sind m.E. nicht die LED-Rücklichter (die finde ich gut, v.a. das Bremslicht ist deutlich besser wahrnehmbar), sondern die Tatsache, daß der Blinker als runder Punkt inmitten eines roten Kreises sitzt --- das war (mit ganz normalen Leuchten) schon beim alten Fiat Bravo in den 90er Jahren ein Problem, oder vor Urzeiten beim BMW 02. Bei den VWs finde ich das im Vergleich sogar noch weniger schlimm, da der Blinker etwas größer ist --- ich habe ihn jedenfalls bisher nie übersehen.
Viel schlimmer fand ich die Frontblinker so im Scheinwerfer platziert, daß man sie (bei eingeschaltetem Licht) fast nicht sieht (am schlimmsten m.E.: VW Lupo und Golf IV; Mercedes E-Klasse W210). Bei neueren Modellen (z.B. Golf V) ist das immerhin wieder verbessert.
Zitat:
Original geschrieben von ubc
VW Lupo
Falsch, im normalen Lupo sitzen die Blinker schräg unter den Hauptscheinwerfern:
http://www.premium-rent.co.jp/car_line_up/images/pb_vw_lupo.jpgIst IMO auch eine der sinnvollsten Lösungen, aber passt vielen Herstellern halt nicht ins Design.
Form follows Function war halt gestern...
Nur beim Lupo GTI hat man sie in den Hauptscheinwerfer verbannt und das Standlicht sitzt nun da, wo beim normalen Lupo die Blinker sind. Blöde Lösung, wenn ihr mich fragt:
http://www.caradisiac.com/.../citroen-c2-vw-lupo-4big.jpg
Zitat:
Original geschrieben von Börnybärchen81
Aber viel schlimmer finde ich bei vielen Autos, dass man nachts den vorderen Blinker nicht erkennt, wenn das Abblendlicht an ist. Gehts nur mir so, oder seht ihr dann auch nur das weiße Licht und nur ganz leicht was orangenes schimmern??
Hab mir nur die erste Seite durchgelesen, aber mir gehts ähnlich.
Es liegt wohl daran, daß die Blinker früher klar vom Scheinwerfer getrennt waren (z.B. in der Stoßstange) bzw. neben dem Scheinwerfer.
Mittlerweile sind sie im Scheini integriert......
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Zitat:
Original geschrieben von razor23
Falsch, im normalen Lupo sitzen die Blinker schräg unter den Hauptscheinwerfern
Stimmt. Aber leider innen, nicht außen --- und damit bei eingeschaltetem Scheinwerfer ebenfalls kaum zu sehen. (Ich hatte schon das "Vergnügen".)
Zitat:
Form follows Function war halt gestern...
Das kommt schon wieder --- und wird dann als "bahnbrechende Neuerung" verkauft werden...
Wetten? 😉
Zitat:
Original geschrieben von ubc
Stimmt. Aber leider innen, nicht außen --- und damit bei eingeschaltetem Scheinwerfer ebenfalls kaum zu sehen. (Ich hatte schon das "Vergnügen".)
Hast natürlich recht, dass Blinker im Prinzip außen hingehören. Denn sie blinken ja nach rechts oder links, da ist eine Anordnung zur Mitte hin halt wieder nur Designspielerei. Andererseits kann man froh sein, dass wir nicht immer noch ein Standardscheinwerferdesign haben, wie vor 15 Jahren. Aber ich bin wohl nicht der einzige mit der Meinung, dass sich neue Techniken (Xenon, LED) und frisches Design durchaus mit einer sinnvollen Anordnung der Blinker verbinden lässt.
Verstehe VW nicht, wenn die solche besch*ssenen LED-Rückleuchten anbieten. Bei anderen Herstellern verschlucken diese ja auch nicht die Blinker oder lassen Bremsleuchten am Tage hässlich und fast nicht erkennbar rosa aufleuchten.
Zitat:
Original geschrieben von ubc
Das kommt schon wieder --- und wird dann als "bahnbrechende Neuerung" verkauft werden...
Wetten? 😉
Im neuen Passat sitzen die Blinke schon wieder im Stoßfänger.
Das hat VW dann auch gleich genutzt und verlangt für weiße Frontblinker inzwischen wieder einen Aufschlag in Form einer Nichtverfügbarkeit im einfachsten Ausstattungspaket.
Zitat:
Original geschrieben von razor23
Hast natürlich recht, dass Blinker im Prinzip außen hingehören. Denn sie blinken ja nach rechts oder links, da ist eine Anordnung zur Mitte hin halt wieder nur Designspielerei.
Die Designspielerei wäre ja kein Problem --- aber die Sichtbarkeit ist (jedenfalls beim Lupo) deutlich eingeschränkt.
Zitat:
Andererseits kann man froh sein, dass wir nicht immer noch ein Standardscheinwerferdesign haben, wie vor 15 Jahren.
Was meinst du damit?
Ich würde sagen, früher war das "Scheinwerferbild" der verschiedenen Autotypen eher noch vielfältiger als heute (z.B. die "echten" Rundscheinwerfer bei BMW, zuletzt beim E34).
V.a. aber waren die damaligen Scheinwerfer (ohne Klarglas und andere Spielereien) in der Lage, auch ganz ohne Xenon oder LED vernünftiges Licht zu liefern, wobei Eigen- und Fremdblendung kein Thema darstellte --- nicht umsonst heißt es heute bei Scheinwerfertests, das Niveau der frühen 90er Jahre sei nach wie vor nicht wieder erreicht.
Zitat:
Aber ich bin wohl nicht der einzige mit der Meinung, dass sich neue Techniken (Xenon, LED) und frisches Design durchaus mit einer sinnvollen Anordnung der Blinker verbinden lässt.
Zur Sinnhaftigkeit von Xenon und LED: S.o.
Ansonsten ACK --- die Blinker hätten problemlos dort bleiben können, wo sie waren. (Und von mir aus hätten auch die Blinkergläser orange bleiben können.)
Zitat:
Im neuen Passat sitzen die Blinke schon wieder im Stoßfänger.
Das hat VW dann auch gleich genutzt und verlangt für weiße Frontblinker inzwischen wieder einen Aufschlag in Form einer Nichtverfügbarkeit im einfachsten Ausstattungspaket.
Na also, es geht doch 🙂
Zitat:
Original geschrieben von ubc
Was meinst du damit?
Dass die Klarglasscheinwerfer den Designern die Möglichkeit gaben, die Scheinwerfer hübscher in die Karosserie zu integrieren und sie selbst zu einem bedeutenden Designelement zu machen. Abgesehen von den Nebenwirkungen durch schlecht angebrachte Blinker ein doch positiver Effekt meiner Meinung nach.
Bei meinem Dicken sind die Blinker mit in den Scheinwerfer integriert, aber immer noch als eigene Einheit. Die blinken auch so hell, dass ich damit Straßenschilder beleuchten kann. Der Blinker alleine ist im Dunkeln schon fast ein Blender.
Zitat:
Original geschrieben von patti106
Bei meinem Dicken sind die Blinker mit in den Scheinwerfer integriert, aber immer noch als eigene Einheit. Die blinken auch so hell, dass ich damit Straßenschilder beleuchten kann. Der Blinker alleine ist im Dunkeln schon fast ein Blender.
bei meinen beiden "knack-ärschen" auch...
bei den heckleuchten gibts aber verdammte unterscheide (hab einmal normal und einmal 30% tönung (orgiginal))
Ganz ehrlich: Ich frage mich, wie so etwas wie z.B. Golf IV eine Straßenzulassung bekommen konnte. Ein Blinker muß erkennbar sein - egal ob Licht an oder aus ist.
Designtechnisch finde ich übrigens die Positionierung der vorderen Blinker meines Mazda 323 F als den größten Nachteil dieses Autos. Sie liegen innen neben den Standlichtern.
MfG Meehster
Ein notwendiges Nachwort:
Zitat:
Original geschrieben von ubc
daß der Blinker als runder Punkt inmitten eines roten Kreises sitzt
Nachdem ich gestern und heute mal bei den entsprechenden VW-Modellen (an denen hier in Niedersachsen kein Mangel herrscht) besonders darauf geachtet habe, muß ich meine Aussage korrigieren: Dort ist es genau umgekehrt, d.h. der Blinker ist als "Ring" AUSSEN angeordnet, das Rücklicht innen --- dementsprechend ist es ja (wie ich bereits schrieb) auch ganz gut erkennbar. (Bei den erwähnten Versionen von Fiat und BMW ist es dagegen tatsächlich so, daß der Blinker innen sitzt.)
Zitat:
Original geschrieben von razor23
Dass die Klarglasscheinwerfer den Designern die Möglichkeit gaben, die Scheinwerfer hübscher in die Karosserie zu integrieren und sie selbst zu einem bedeutenden Designelement zu machen.
Das ging früher doch genauso.
Zitat:
Original geschrieben von Llama
Offenbar werden einige LED Rückleuchten mit 50Hz oder so angesteuert.
Wenn man dann einen Blick in die Runde wirft, sieht man ein flackern, das finde ich irretierend.
Finde auch das solche Lichtgeschichten ziemlich locker gehandhabt werden in Deutschland, wenn man das mit anderen Sachen vergleicht...
Dieses "Stroboskopflackern" ist mir auch schon aufgefallen. Weiss jemand, warum das bei LEDs auftritt? Werden die LEDs (damit sie überhaupt genug Licht liefern) im gepulsten Betrieb gesteuert (bei Dauerstrom werden sie zu heiss)? Ich finde das supernervig und es dringend geändert werden. Bei ein paar LED - Karren gehts ja noch, aber wenn mal alle so fahren, kurzer Schulterblick und zurück und vor Dir "tanzen" die Rücklichter.
Überhaupt finde ich Licht ein Sorgenkind der Typzulassung. Bewertung nach Watt (!) nicht nach tatsächlicher Beleuchtungsstärke, Xenon mal schön blau (mit extra viel Streulicht) inzwischen immerhin wieder "gelber", aber immer mit langsam regelnden SRAs, so das ein bescheunigender Wagen im Rückspiegel wie Lichthupe aussieht. Dazu noch die (erlaubt!) hochgestellten AutobahnXenons.
Und das alles um (nachgewiesen) einen Stand der Nicht-Klarglas 90er Jahre Scheinwerfer zu erreichen (z.B. G III besser als Halogen G V und ähnlich gut Xenon GV).
Alex
Stimmt nicht, die Typzulassung hängt nicht von "Watt" ab. Sonst hättest du bei 10W Rückleuchten als LEDs einen Flutlichtscheinwerfer nach hinten.
Projektorscheinwerfer liefern nachgewiesen ein erheblich besseres Licht als die alten Streuglasscheinwerfer. Egal ob als Lichtquelle Xenon oder Halogen. Und die Blendwerte sind nichts höher als bei anderen Scheinwerfern auch. Die sind durch den Scheinwerfer selber sogar so niedrig dass künstlich Streulicht geschaffen werden muss damit das Fahrzeug erkennbar wird und Strassenschilder vernünftig reflektieren. Die zulässigen Blendwerte hält auch das Autobahnlicht ein.
Das ist übrigens auch nicht einfach hochgestellt. Lediglich im Bereich der eigenen Fahrbahn wird das Licht auf das Niveau des rechten Fahrbahnrandes angehoben. Was aber kein Problem ist da sich innerhalb der Leuchtweite bei korrektem Sicherheitsabstand eh kein Auto befinden dürfte. Und nein, ein Überholter wird nicht mehr geblendet, das macht der Leuchtfinger des asymetrischen Abblendlichts eh.
Problem bei der Typzulassung ist aber dass jede Leuchte alleine für sich geprüft wird und nicht in Kombination mit anderen Leuchten. So erreicht auch bei VW jeder Blinker und jede Rückleuchte die geforderten Werte. Erst durch die etwas "unpraktische" Kombination mit Rückleuchten oder Scheinwerfern entstehen gewisse Probleme. Aber das gehört nicht zur Bauartprüfung.
Gruß Meik