Importierter Golf 6 aus Spanien
Liebe Community,
ich stehe vor einer Kaufentscheidung.
Ich habe mir einen Golf 6 bei einem Händler angesehen.
Die Probefahrt ist super verlaufen. War total zufrieden, der
Golf 6 Baujahr 2012 Diesel BMT 105PS geht super.
Während der Probefahrt bin ich mal auf einen Parkplatz gefahren
und hab auf eventuelle Mängel gekuckt, dabei sind mir leichte Kratzer
auf beiden hinteren Seiten und auf der Motorhaube aufgefallen.
Ich habe danach den Verkäufer darauf aufmerksam gemacht und wollte
damit einen Preisnachlass erwirken.
Dieser hat beiläufig erzählt, dass es sich hierbei um ein
Importauto aus Spanien handelt. Nun bin ich etwas verunsichert,
weil der Verkäufer hartnäckig auf den Preis besteht.
Ich lasse nächste Woche vom ÖAMTC (ADAC in Deutschland) einen
Ankaufstest machen und hoffe, dass hier dann alles in Ordnung ist, bevor ich
den Kaufvertrag unterschreibe.
Hat jemand Erfahrung mit Importautos aus Spanien?
Lg Christiane
Beste Antwort im Thema
Typischer Fall von Beratungsresistenz. Die Kaufentscheidung ist hier schon gefallen, da ist nichts mehr zu machen.
Sie fragt, auf zwei Seiten wird geantwortet, eindeutiger Tenor lautet "Finger weg!" Trotzdem ist er schon so gut wie gekauft. Der ADAC oder wer auch immer kann auch nicht hellsehen. Die können prüfen, ob er Unfallschäden oder dergleichen hat, aber wie er genutzt und behandelt wurde, sehen die auch nicht.
Aber Lehrgeld zahlt eben jeder mal und manchmal wird man erst aus Schaden klug. Aber vielleicht seh ich das auch zu negativ und mit dem Auto ist alles in bester Ordnung.
34 Antworten
Das hierZitat:
@Christiane_20 schrieb am 26. April 2015 um 19:52:43 Uhr:
Einschläge? keine Ahnung was du genau damit meinst?
Aber ich schätze mal, dass es nicht besonders positiv is...
[...]
ist zum Beispiel ein "Einschlag" - inwiefern diese Bezeichnung zum Thema passt, sei mal dahingestellt.
Wenn man sich auf der österreichischen Seite von mobile.de oder autoscout24 mal umschaut, merkt man doch, dass es in Österreich deutlich schwieriger ist, einen Golf diesen Baujahres (2012) für das Geld und mit ähnlicher Laufleistung, zu ergattern, als bei uns in Deutschland.
Zumindest in D muss der Verkäufer die Verwendung als Selbstfahrer-Mietfahrzeug im Kaufvertrag angeben. Wenn er das nicht macht, hat man 30 Jahre lang ein Rücktrittsrecht.
Es geht hier um Österreich und Spanien. Ich habe den Eindruck, ihr schaut nicht über den Tellerrand von D: ein Auto kann in Spanien nicht so verheizt werden wie hier. Man kann da nicht Dauervollgas fahren und echte Kaltstarts sind dort witterungsbedingt deutlich seltener, dafür geht man dort eher rüpelhaft mit den Fahrzeugen um und unbefestigte Straßen sind öfter anzutreffen, das sähe bzw sieht man an Dellen, Steinschlägen und Kratzern. In Österreich sind Autos neu und gebraucht deutlich teurer, wegen der NOVA.
Die Sachmängelhaftung ist in A genauso wie in D wg Europa, also warum nicht kaufen. Ein funktionierendes Fahrzeug auszutauschen ist aber fast immer ein Zuschussgeschäft. Der Luxus kostet immer eine Stange Geld, darüber muss man sich im Klaren sein.
Und wie man die Karren dort verheizen kann. Nehmen wir mal als Beispiel Spanien - Mallorca. Wenn die Dinger dann mehrmals in Port de Valldemossa waren, am Kap de Formentor etc. haben die schon gelitten 😉. Der erste Gang und die Kupplung werden dort sehr gefordert 😁
3 Seiten für einen Golf, wo auf Seite 1 schon alles gesagt wäre...
Ist denn schon mal jemand (und damit meine ich primär die Fragestellerin) auf die Idee gekommen einfach mal den Verkäufer nach der Historie zu fragen? Obs ein Mietwagen war und wer der Vorbesitzer war? Schon wäre das geklärt.
Es ist so einfach wie es klingt!
J
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Zitat:
@fehlzündung schrieb am 26. April 2015 um 18:56:44 Uhr:
Ach, 30tkm p.a ist ja garnicht mal schlimm, für einen Diesel sowieso nicht, eher normal. Ich würde da eher stutzig werden, wenn er nur 15tkm p.a. gelaufen hätte, das würde auf viel Kurzstrecke hindeuten.
Wieso weisen 15tkm zwingend auf viel
Kurzstrecke hin?
15tkm p.a. gelten in der unteren Mittel- ="Golf"-Klasse als üblicher Jahresdurchschnitt!
Hier auf mt tummeln sich Leute, die fahren mit ihrem neuen Golf VII in 2 Jahren lediglich 12tkm zusammen, DAS ist dann wirklich Kurzstrecke!
Und es gibt durchaus viele Leute, die z.B. 15tkm p.a. fahren, die ggf. kurze Strecke zur Arbeit aber mit dem Fahrrad, in Fahrgemeinschaft oder mit dem ÖPNV zurücklegen. Da kommen die 15tkm p.a. dann eher in Langstrecken jenseits kurzer Fahrten von/ins Büro zustande...
Wenn das Auto, um mal die Grenzwerte zu betrachten,
monatlich je eine Gesamttour von 1.250 km zurücklegt (z.B. Pendler, der monatlich einmal von München nach Hannover pendelt, ich kenne solche Leute, deshalb), hat er nach einem Jahr auch 15tkm runter, ist aber nicht einmal Kurzstrecke gefahren! 😁 😰