ID.5 lädt mit deutlich weniger Leistung als eigentlich möglich
Moin, gestern wollte ich an einem EnBW 300 kW Lader mal die Ladeleistung ausreizen. Unser neuer ID.4 GTX hat aber, durchs Fahrzeug gesteuert, nur mit 75 kW geladen.
Ich konnte nirgends einen Hinweis finden weshalb. Hat jemand eine Idee?
420 Antworten
Wichtiger Rat: Am HPC muss man auch nur so viel laden, wie man zum Ziel braucht. Da können auch mal 3-5 Minuten ausreichend sein.
Edith korrigierte den Tippfehler
Du meinst HPC?
Ich glaube ET420 schrieb mal, dass keine eigene Ladestation vorhanden ist. Da muss man dann wohl solche Möglichkeiten nutzen.
Die Ladestrategie von VW ist (dankbarerweise) auf Akku schonen ausgelegt - gut für alle, die ihren ID länger fahren wollen (o. müssen) - bin gestern mal (gegen meine Gewohnheit) auf 11% SOC runter gefahren bei ca. 12° Außen-(=Akku) Temperatur - da ist das Laden mit 105 kW losgegangen, bei 82% immer noch bei 70 kW gewesen u. 12 - 82% hat genau 35 min gedauert = ca. 90 kW im Mittel (0° u. >20% SOC geht bei mir auch nur max. 70 kW).!
Zum Langstreckenfahren hab ich es zwar geschätzt schon 10x geschrieben - aber hier noch mal:
Ich bin in den letzten 35 Jahren fast 2 Mio. km auf der Piste gewesen davon ca. 50% AB - oft in Dienstwagen mit 200 - 300 PS - in aller Regel lag mein Schnitt dabei bei ca. 110+-10 km/h (und ich fahr auch 200+ wenn es geht) die paar mal wo ich deutlich schneller unterwegs war kann ich an den Fingern abzählen !
Einen Schnitt von 100 - 110 km/h schaff ich aber auch mit jeden vernünftigen BEV (z.B. meinem ID.4).
Ist halt nur mental eine Umstellung - beim Verbenner fahr ich an die Zapfsäule, füll in 5 min. 80l Sprit rein und kann theoretisch die nächsten 1000 km durchbrettern - beim BEV MUSS ich alle 300 km an die Ladestation und min. 30 min. laden - in der Praxis mach ich aber nach spätestens 3 Std. eh 15+ min. Kaffepause (o. bin am Ziel).
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Zitat:
@StefanLi schrieb am 8. Februar 2024 um 12:26:26 Uhr:
Es gibt ja noch andere Ziele als den Heimathafen. 😉
Und da ist dann ein Lader vorhanden? Selbst im Vorzeigeland Schweden haben viele Hotels nur 2, 3 Ladesäulen, die ähnlich wie Liegen am Pool, in der Regel von 2, 3 Stammgästen dauerbelegt sind.
Das ist das Grundproblem an der Debatte hier. Es diskutieren Leute mit völlig unterschiedlichen Fahrprofilen über Sinn und Zweck vom Schnellladen.
Zuhause reicht mir einmal HPC pro Woche, Wallbox absolut unnötig, zumal die Firma es ohnehin bezahlt.
Beruflich fahre ich meist Montag und Freitag 500-1000km und unter der Woche vom Hotel zum Kunden und zurück. Also das übliche Fahrprofil von Programmierern, Monteuren, Inbetriebnehmern. Auch da läuft es zu 95% auf Schnelllader hinaus.
Daher macht es für mich schlicht und ergreifend keinen Sinn, am HPC 20km vor dem Ziel nur 10% nachzuladen. Denn am Ziel existiert in den allermeisten Fällen keine (freie) AC-Ladestation.
Zitat:
@mjh318 schrieb am 8. Februar 2024 um 12:26:56 Uhr:
Die Ladestrategie von VW ist (dankbarerweise) auf Akku schonen ausgelegt - gut für alle, die ihren ID länger fahren wollen (o. müssen)
(...)(...)
Ich bin in den letzten 35 Jahren fast 2 Mio. km auf der Piste gewesen davon ca. 50% AB - oft in Dienstwagen mit 200 - 300 PS - in aller Regel lag mein Schnitt dabei bei ca. 110+-10 km/h (und ich fahr auch 200+ wenn es geht) die paar mal wo ich deutlich schneller unterwegs war kann ich an den Fingern abzählen !
(...)
Das ist löblich von VW, allerdings blöd für alle, die wirtschaftlich arbeiten müssen. Wir sind ja eh schon viel zu teuer geworden in Deutschland.
Das wäre ungefähr so, als würde Bosch die Leistung seiner Profi-Serie auf 70% drosseln, damit die Geräte länger halten. Löblich, aber wenn der Handwerker dann für jede Schraube 25% mehr Zeit benötigt, hat er da gar nix von.
Wenn ich jede Woche durch die Akku-schonen-Strategie von VW nur eine Stunde verliere, dann kann ich davon nach 3 Jahren Nutzungszeit locker 1,5 neue Akkus kaufen, nach heutigen Preismaßstäben. Zumal Tesla es ja auch hinbekommt, dass ausschließlich am Supercharger geladene Fahrzeuge nach 7, 8 Jahren noch über 80% Restkapazität haben...
Ich dachte auch deswegen heißt der "Pro", also für "Profis", im Sinne von häufig beruflich unterwegs und auf maximale Ladegeschwindigkeit angewiesen.
Bei mir sind es zwar nur 13 Jahre Außendienst, aber mein üblicher Schnitt lag mit meinem 150PS-Diesel in den letzten 3 Jahren meist bei 130. Ich kann eher an den Fingern abzählen, wenn es mal wesentlich weniger war.
Im Gegensatz zu Tesla verkauft Dir VW auch weiterhin gerne einen Diesel.
Das ist einfach Philosophie und wie immer ist das ein Zielkonflikt, der für den einen besser und den anderen schlechter passt.
VW hat die Ladeleistung ja bereits OTA hochgedreht und wird an dem Thema sicher weiterarbeiten.
Zitat:
@MacV8 schrieb am 8. Februar 2024 um 13:40:02 Uhr:
(...)
VW hat die Ladeleistung ja bereits OTA hochgedreht und wird an dem Thema sicher weiterarbeiten.
Was soll sich denn, ohne Anpassung der Hardware, ihres Zeichens der Batterie ändern, woran VW softwaretechnisch arbeiten und OTA drehen könnte?
Entweder hat man entsprechende Qualität eingekauft, auf die man mit 270 kW schießen kann... dass das geht sieht man im selben Konzern bei der Tochter Porsche mit seinem Taycan... oder man hat gespart und muss beim Pro bei 135 kW bleiben, weil alles andere die Batterie schnell zerstört 😕
Ladeleistung ist reine SW. Wie lange können die Zellen mit welchen Spannungen, Strömen und Temperaturen belastet werden, ohne dass sie degradieren oder zu schnell altern. Das wird alles im Lademanagement geregelt und das kann man zellschonend einstellen, oder so dass die Zellen überbelastet werden.
DIE EINE Ladeeinstellung für eine Zelle gibt es nicht.
Es kommen sogar in vielen E-Fahrzeugen verschiedener Hersteller dieselben Standardzellen zum Einsatz und diese Fahrzeuge haben dann völlig unterschiedliche Ladeleistungen.
In einigen Jahren wissen wir dann, wer da ggf. zu konservativ oder zu optimistisch war.
An der Stelle sammelt VW laufend Erfahrungen und hat schon einmal nachjustiert.
Die Zellen, die VW einkauft, sind dieselben, die andere Marken fahren. So etwas wie Billigzellen oder was auch immer Du unterstellen möchtest, gibt es da im Moment gar nicht und es kommt alles von CATL, LG und wie auch immer sie heißen.
Unterschiedliche Technologien wie LiFePo und LiMn, etc. gibt es aber.
Siehe Meldung zur erhöhten Ladeleistung mit SW3.0 bei VW:
https://www.volkswagen.de/.../id-software-3-0-update.html
Zitat:
@div_E schrieb am 8. Februar 2024 um 12:37:43 Uhr:
Zitat:
@StefanLi schrieb am 8. Februar 2024 um 12:26:26 Uhr:
Es gibt ja noch andere Ziele als den Heimathafen. 😉Und da ist dann ein Lader vorhanden? Selbst im Vorzeigeland Schweden haben viele Hotels nur 2, 3 Ladesäulen, die ähnlich wie Liegen am Pool, in der Regel von 2, 3 Stammgästen dauerbelegt sind.
Das ist das Grundproblem an der Debatte hier. Es diskutieren Leute mit völlig unterschiedlichen Fahrprofilen über Sinn und Zweck vom Schnellladen.
Zuhause reicht mir einmal HPC pro Woche, Wallbox absolut unnötig, zumal die Firma es ohnehin bezahlt.
Beruflich fahre ich meist Montag und Freitag 500-1000km und unter der Woche vom Hotel zum Kunden und zurück. Also das übliche Fahrprofil von Programmierern, Monteuren, Inbetriebnehmern. Auch da läuft es zu 95% auf Schnelllader hinaus.Daher macht es für mich schlicht und ergreifend keinen Sinn, am HPC 20km vor dem Ziel nur 10% nachzuladen. Denn am Ziel existiert in den allermeisten Fällen keine (freie) AC-Ladestation.
Ich weiß nicht warum Du Dich angegriffen fühlst. Zu Deiner Beruhigung: Es gibt andere Ziele als den Heimathafen. Ich habe eine Wallbox zu Hause, vorher musste ich im Ort an einer AC-Einrichtung laden. Habe ich dann auch -wenn nötig- über Nacht gemacht. Beim Arbeitgeber kann ich auch umsonst laden - ist übrigens mein zu Hause. 😉😉
Wenn ich bei Kunden bin, was an ca.2-3 Tagen in der Woche so ist, lade ich auch oft vor Ort. Bei aktuell 35 Tkm p.a. muss ich wohl öfters unterwegs sein. Was ist die Lösung beim Kunden: Einfach mal fragen! Ich habe sogar einen Kunden, da blockiert der Standortleiter für mich den Ladesäulenplatz, wenn wir einen Termin haben! Sollte das nicht gehen, finde ich sehr oft in fußläufiger Nähe zum Einsatzort einen AC-Lader. Und in Hotels habe ich (!) noch nie eine Überfüllung der Wallboxen persönlich erlebt.
Aber es war ja auch eine grundsätzliche Anregung: Man muss nicht immer am letzten HPC vor der Heimat den Akku vollladen. Zumal das in meinen Fällen dann auch am Baumarkt oder so wäre. Also Du hast Recht: Man sollte nicht immer alles auf sich beziehen!
Zitat:
@MacV8 schrieb am 8. Februar 2024 um 14:13:29 Uhr:
.....
Es kommen sogar in vielen E-Fahrzeugen verschiedener Hersteller dieselben Standardzellen zum Einsatz und diese Fahrzeuge haben dann völlig unterschiedliche Ladeleistungen.
In einigen Jahren wissen wir dann, wer da ggf. zu konservativ oder zu optimistisch war.
.....
Was wir heute schon wissen, ist dass die Degradationsangst der (deutschen) Hersteller in den letzten Jahren, ausgedrückt in der Betriebsanleitung und den Garantiebedingungen, übertrieben waren. Sonst wären die Foren voll mit "Horrormeldungen", sind sie aber nicht!
Vermutlich will VW auf der sicheren Seite sein und garantiert keine Reklamationen haben - bei efahrer ist ein Extrem-Beispiel negativ erwähnt: Tesla 3 LR als Taxi in 2 Jahren / 100 tkm nur Schnellladen ist der Akku schon von 75 kWh auf 60 kWh runter - aber anderes Beispiel von Bekannten Tesla S in 10 Jahren / 250 tkm meist Wallbox hat noch mehr als 60% Akku.
Zwar kein guter Vergleich: aber vom Dronenfliegen her weiss ich, dass Li-Polymer Akkus die immer in 15 min entladen und wieder geladen werden nicht sehr lange halten (nach 50x laden sind meine ziemlich runter).
Hallo,
ich beobachte nun seit Wochen das mein ID.4 Pro Performance nicht schneller als mit 110 kw lädt.
Stehe jetzt nach 20 Minuten Autobahnfahrt an einer IONITY Ladesäule, die ich mit 8 Prozent angefahren habe und komme gar nicht über 96 kw.
Die 110 kw habe ich bei rund 12 Grad Außentemperatur nach einer Stadt und Autobahnfahrt von Dortmund nach Bochum erreicht.
Am Anfang der Auslieferung bis vor ein paar Wochen hatte ich Werte von bis zu 137 kw.
Mit wieviel ladet ihr?
Fahre immer mit unter 10% an die Ladesäule…
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Lädt nur noch maximal 110 kW' überführt.]
Habe am Donnerstag mit 23% Akkustand, ca. 8 Grad Außentemperatur und Regen mit max. 126 kW geladen. Bin allerdings vorher 15 Minuten 160 km/h gefahren.
In der Spitze hatte ich im Sommer mit 8% Akkustand auch schon 150 kW gesehen.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Lädt nur noch maximal 110 kW' überführt.]
Hallo,
ich beobachte das Gleiche. Im Sommer nach der Auslieferung war die Höchste Ladekapazität 137kw. Im Winter komme ich gerade mal knapp über 100kw. Ich hoffe, dass es bei wärmeren Temperaturen wieder nach oben geht.
Ich habe auch schon festgestellt, dass 300kw Ladesäulen selten tatsächlich die Leistung bringen. Tatsächlich nicht nur, wenn jemand an der selben Säule mit lädt, sondern auch, wenn ich alleine lade.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Lädt nur noch maximal 110 kW' überführt.]