Highspeed auf deutschen Autobahnen *Warum schnell fahren?*
Nabend zusammen,
warum fahrt Ihr persönlich schnell? Da ich in einigen Threads immer wieder gelesen habe, dass Personen gerne mit mehr als 200 km/h unterwegs sind, frage ich mich, warum das Ganze.
Erwiesen ist, dass eine Vollgasfahrt nicht sonderlich viel Zeitersparnis bringt, allerdings im Gegenzug einen enorm hohen Verbrauch, verbunden mit einer hohen Umweltbelastung verursacht.
Extrem Beispiel dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=V2Q1m28go1g
Wenn man sich so etwas Mal ansieht, merkt man wie wenig Zeit man einspart. Des Weiteren stellt sich natürlich die Frage nach dem Warum, wenn die Zeitersparnis nicht das wichtige Kriterium ist. Ist es vielleicht der Beweis, dass man selbst schneller als die anderen ist, oder man beweisen will, dass man der bessere Autofahrer ist? Geht es nicht in erster Linie darum am Komfortabelsten von A nach B zu kommen?
Gerne könnt ihr die verschiedensten Meinungen Preis geben.
Gruß
MondiGhiaX
Beste Antwort im Thema
Natürlich ist die Zeitersparnis der Grund. Du fährst zu wenig, sonst könntest Du das beurteilen 🙄 Hauptsache wieder nen unsinnigen Fred aufgemacht der die Gemüter erhitzt 🙄
2662 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von meehster
Zitat:
Original geschrieben von Diabolomk
Oder auch "fachmännisch" was sowas heißt wie routiniert, fachkundig etc., also nicht zwingend ein Rennfahrer oder gar Bezahlung; aber ist ja schön wiedermal zu sehen wie es ausgelegt wird...
Zitat:
Original geschrieben von meehster
Ich gehörte mal selbst zu den professionellen Fahrern. Meine Kollegin damals mit dem Seat Terra auch.Zitat:
Ein Profi, Kurzwort von veraltend Professionist, ist jemand, der im Gegensatz zum Amateur oder Dilettanten eine Tätigkeit beruflich oder zum Erwerb des eigenen Lebensunterhalts als Erwerbstätigkeit ausübt.
Trotzdem ist ein Autofahrerprofi nicht zwingend ein bezahlter Rennfahrer oder Ex-Rennfahrer.
Der Duden sagt noch:
•fachgerecht, fachkundig, fachmännisch, gekonnt, kompetent, qualifiziert, sachgemäß, sachgerecht, sachkundig, sachverständig; (bildungssprachlich) qualifiziert
Die Frage bleibt, wann ist man qualifiziert ? Manch einer würde sogar sagen, durch den erwerb des Führerscheins, andere würden sagen noch lange nicht.
Und nur weil jmd. für etwas bezahlt wird, ist er auch noch lange nicht wirklich gut.
Nun das Problem im Straßenverkehr besteht darin, dass man nur sein eigenes Handeln beeinflussen kann. Insofern ist es in den meisten Fällen schlicht Glück eenn es nicht knallt...
Die große Gefahr besteht nun darin, dass sich der Glückspilz einredet, er verfüge über "Können" 😉
Zitat:
Original geschrieben von xmisterdx
Ein Profi hat einen Trainer, der ihm zeigt wie sein Sport funktioniert und ihn verbessert...Ihr "Profis" erwerbt euer "Können" durch den Kauf eines PS-starken Autos und jahrelanges Glück in keine wirklich kritische Situation zu kommen. Da ist ein Unterschied 😉
Käse man erwirbt die Erfahrung durch die gefahrenen Kilometer und nicht mit Glück und PS unter dem Hintern (zumindest gilt das hoffentlich für die überwiegende Mehrheit).
Mit solchen typischen Limitaner-Polemik. Ich würde mal behaupten, daß der Großteil der mit solchen Autos fährt sich des Potentials und der Gefahr bewußt ist und entsprechend mit dem Wagen umgeht.
Dazu gehört auch ständige Aufmerksamkeit und antrainierte schnelle Reflexe um die Schrecksekunde bei Eintritt einer ungewöhnlichen Situation auf ein Minimum zu reduzieren.
Zitat:
Original geschrieben von xmisterdx
Nun das Problem im Straßenverkehr besteht darin, dass man nur sein eigenes Handeln beeinflussen kann. Insofern ist es in den meisten Fällen schlicht Glück eenn es nicht knallt...Die große Gefahr besteht nun darin, dass sich der Glückspilz einredet, er verfüge über "Können" 😉
Was denn nun, entweder beeinflusse ich mein handeln, dass es nicht knallt und kann es somit oder ich kann es halt nicht und es knallt... 😉
Gut, ist die halbe Wahrheit, es gibt Situationen, da kann man machen was man will, da knallts, aber ich bin mir sicher, manche schaffen es zu differenzieren, denn das hat nichts mit nicht "Können" zu tun!
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Zitat:
Original geschrieben von Michael Gehrt
Käse man erwirbt die Erfahrung durch die gefahrenen Kilometer und nicht mit Glück und PS unter dem Hintern (zumindest gilt das hoffentlich für die überwiegende Mehrheit).Zitat:
Original geschrieben von xmisterdx
Ein Profi hat einen Trainer, der ihm zeigt wie sein Sport funktioniert und ihn verbessert...Ihr "Profis" erwerbt euer "Können" durch den Kauf eines PS-starken Autos und jahrelanges Glück in keine wirklich kritische Situation zu kommen. Da ist ein Unterschied 😉
Mit solchen typischen Limitaner-Polemik. Ich würde mal behaupten, daß der Großteil der mit solchen Autos fährt sich des Potentials und der Gefahr bewußt ist und entsprechend mit dem Wagen umgeht.
Dazu gehört auch ständige Aufmerksamkeit und antrainierte schnelle Reflexe um die Schrecksekunde bei Eintritt einer ungewöhnlichen Situation auf ein Minimum zu reduzieren.
Eben, gerade als Akademiker, aber auch zb als Physiotherapeut sollte man wissen, es gibt nur eines, Wiederholen, wiederholen wiederholen...
Zitat:
Original geschrieben von krebsandi
stimmt nicht ganz.Zitat:
Original geschrieben von Shibi_
100% Schuld nur wegen Überschreitung der Richtgeschwindigkeit ohne sonstiges Fehlverhalten wäre mir neu. Mir sind lediglich Urteile mit Teilschuld bekannt.Und hunderte Meter muss man auch nicht nach hinten schauen können. Kleines Rechenbeispiel:
Fahrer mit 250km/h (70m/s) und einer Bremsleistung von 10m/s²: Bremszeit bis zum Stand sind 7 Sekunden. In dieser Zeit legt er ungefähr 250m zurück.
Anderer Fahrer mit 120km/h (33m/s), das entspricht einer Geschwindigkeitsdifferenz von nicht ganz 40m/s. Eine Sekunde Reaktionszeit = 70 Meter + Bremsweg auf 33m/s = 70 + 200 = 270m bis er die Geschwindigkeit angeglichen hat. Und auf deutschen Autobahnen hat man so gut wie immer eine Sichtweite von 270 Metern. Und wo eine solche Sichtweite nicht gegeben ist dürfte es auch nahezu unmöglich sein 250km/h zu fahren da entweder die Kurven viel zu eng sind oder der Nebel zu dicht. ^^
Sprich der, der die Spur wechselt hat immer die Chance das schnellere Fahrzeug vor seinem Spurwechsel im Rückspiegel zu sehen vorrausgesetzt er nutzt diesen auch.
Ein anderes Thema ist natürlich die richtige Einschätzung der Geschwindigkeit des anderen Verkehrsteilnehmers.mfg, Tobi
In deinem Beispiel muss er nur 130km/h abbauen!!!
250-120=130km/H
Bremswegformel (v*t)/2v= 36m/s
t= v/a= 36/10=3,6sek
Bremsweg=(36*3,6)/2= 64,8m
Bremsweg + Reaktionsweg = 64,8 + 70 = 114,8mAllerdings sollte man nicht mehr in den Reaktionsweg reinziehen und das wären 125m.
Kriminell ist es aber trotzdem.
Warum?
Weil der Hintermann niemals den geforderten Sicherheitsabstand von jetzt 120km/h also 60m halten kann.
also alles unter 200m ist kriminell
Mal eine Frage: Wie lange glaubst Du bleibt der Sicherheitsabstand von 200 m bestehen ? Ich sag mal keine Sekunden und mindestens 2-3 Autos schneien vor einem in den Sicherheitsabstand rein. D.h. weitere Temporeduktion um den Abstand wieder zu vergrößern, dann kommen die nächsten u.s.w.u.s.f.
Selbst wenn du dein Handeln beeinflusst, bleibt es reiner Zufall ob deine Entscheidung in der jeweiligen Situation die richtige ist. Es ist und bleibt Glück...
Es hat nichts mit Glück zu tun, den Bremsweg zu optimieren, indem man die größtmögliche Bremskraft so schnell wie möglich aufbaut und im Zweifelsfalle auch mal das Lenkrad benutzt, um auszuweichen. Dazu wie gesagt Fahrerfahrung und das Vorausahnen vieler Situationen und schon ist die Gefahr, auf Glück angewiesen zu sein auf ein Minimum reduziert.
Natürlich besteht immer noch die Möglichkeit, daß ein ausrangierter Satellit auf der Motorhaube landet *Ironiemod off*
Wenn natürlich eine unabwendbare Situation entsteht (Beispiel ein Fahrzeug zieht ohne Grund und ohne zu blinken direkt vor einem auf die Fahrspur ohne daß man Gegenmaßnahmen wie bremsen, Ausweichen oder ähnliches auch nur ansatzweise in Angriff nehmen kann) wars das dann. Bei einem Lkw sowieso. Das ist genauso mit 150 vs. 90 möglich wie mit 110 vs. 200. Die Situationen sind aber zum Glück nicht der übliche Alltag.
Wenn man natürlich ein grausiger Autofahrer ist und bisher nur durch Glück und dem Mitdenken anderer vor schlimmeren bewahrt wurde und nicht selbstkritisch ist, mag Dein Einwurf berechtigt sein.
Ach jetzt kommt wieder die Glaskugelgeschichte, dass ihr voraussehen könnt was der andere Fahrer gleich tut 😁
Moment ich hole Chips. Fahre fort 😉
Mit etwas Mitdenken kann man die nächste Situation die ein Autofahrer machen will erahnen. Z.B. ein Wagen läuft auf einem Lkw auf. Dann gehe ich davon aus, daß er in 90% der Fälle zum Überholen desselben ansetzt. Außerdem beobachte ich mein Umfeld und die Autos vor mir auf der Straße und weiß wie der Fahrer eines gewissen Autos in Situationen zu vor reagiert hat und kann auch darauf schließen, was er in der kommenden tun wird, solange er seinem Verhalten treu bleibt, was bei 90% der Autofahrer der Fall ist.
D.h. ist einer Dauermittelspurnutzer, fährt einer dauernd links, obwohl rechts alles frei ist oder blinkt einer wenn er überholen will, läßt er es nur anblinken oder blinkt er deutlich und lange dabei ? Fährt einer dicht auf andere auf oder nicht ? Oder quetscht er sich ohne Rücksicht auf die Überholspur macht er das auch beim 2., 3. oder 4. mal.
Oft merkt man auch am Fahrstil, ob der Autofahrer unsicher ist oder nicht und bei unsicheren Autofahrern rechne ich dann auch mit eigenartigen, nicht nachvollziehbaren Reaktionen seinerseits, ohne daß ich natürlich genau sagen könnte, was er in dem Moment machen will. Aber solche Typen lasse ich nach Möglichkeit schnell hinter mir.
Wenn man natürlich blind durch die Gegend fährt und die ganzen Autos nur als eine einheitliche graue Masse wahrnimmt dem fehlen natürlich solche Inputs. Aber genau diese machen es aus, Dinge vorherzusehen, die passieren bzw. Reaktionen vorab zu erahnen.
Zitat:
Original geschrieben von Diabolomk
Trotzdem ist ein Autofahrerprofi nicht zwingend ein bezahlter Rennfahrer oder Ex-Rennfahrer.Zitat:
Original geschrieben von meehster
Ich gehörte mal selbst zu den professionellen Fahrern. Meine Kollegin damals mit dem Seat Terra auch.
"Trotzdem" ist das falsche Wort. Ich war zwar mit meinem Nissan Micra (40kW) und später mit "meinem" Renault Master nicht gerade superlangsam unterwegs und meine Kollegin im Tagesdienst mit dem Terra beim Paketezustellen auch nicht - aber vom Rennfahrerdasein sind wir beide weit entfernt.
Und einen LKW-Fahrer, der mit knappen 90 km/h seine Ware durch die Lande schippert, würdest Du wahrscheinlich auch nicht gerade als Rennfahrer betiteln wollen. Aber auch der LKW-Fahrer ist ein Profifahrer.
Zitat:
Original geschrieben von Diabolomk
Und nur weil jmd. für etwas bezahlt wird, ist er auch noch lange nicht wirklich gut.
Richtig.
Ach ja, zu "meinem" Master noch eins: Der war getunt und lief auf der Ebene seine 180 bis 190 km/h - die ich auch genutzt habe. Insgesamt haben Tuning und gefundene Abkürzungen in Kombination täglich eine Stunde zusätzliche Freizeit gebracht.
Das ist nichts weiter als beobachten. Reagiert der Autofahrer vor mir in gleichen Situationen unterschiedlich bin ich doppelt vorsichtig. Reagiert er gleich wie zu vor ist er berechenbar. Wo ist das Problem ? Wenn man sich natürlich selbst welche einredet oder macht, sollte man lieber im Bett liegen bleiben, denn man könnte ja auch theoretisch über die Teppichkante fliegen und sich das Bein brechen. *Kopfschüttel*
Je nach Verkehrssituation. In Baustellen schon mal deutlich länger als bei wenigen Autos auf einer unlimitierten, dreispurigen Strecke. Zumal z.B. der Golf eine Gesamtbreite über 2m aufweist und ich keine Lust habe, deswegen einen Strafzettel zu kassieren, wenn ich überhole. Der Porsche ist da schmaler und ziemlich knapp unter der 2 m Marke (incl. Spiegel ca. 190-195 cm ungefähr).
Bei freien Strecken ohne Limit nur kurz. Es sei denn vor mir fährt einer bereits 250. So pauschal kann man das nicht sagen. Und wenns limitiert ist bzw. der Verkehr und Wetter es nicht zulassen sehe ich viele Autos ziemlich lange vor mir. Weil ich auch nicht in Harakiri-Manier bei strömenden Regen, Nebel o.ä. mit 180 oder 200 über die Bahn fege.