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Heute noch einen Diesel kaufen für mehrer Jahre?

BMW 4er F32 (Coupé)
Themenstarteram 10. Dezember 2020 um 14:32

Hey Leute,

ich möchte mir Anfang nächsten Jahres ein neues Auto zulegen.

Es soll ein 420d/i werden mit Erstzulassung mindestens 2017.

Ich bin selbständig und aktuell fahre ich wieder recht viel, d.h. so 20.000-25.000 km im Jahr, weshalb ich mir eigentlich einen Diesel zulegen wollte.

Nun bin ich aber doch am überlegen aufgrund der Dieselfahrverbote.

Kennt sich hier jemand damit aus bzw. ist ein bisschen in der Materie drin?

Denkt ihr dass da zukünftig noch Verschärfungen kommen werden? Oder sollte man mit EURO6 auf der sicheren Seite sein?

Wichtig ist zu erwähnen, dass ich das Auto kaufen möchte und auch vorhabe 5 Jahre oder mehr damit zu fahren..

Ich hab jedenfalls keine Lust das Auo wieder verkaufen zu müssen weil ich in keine Städte fahren darf. Weiß aber auch gar nicht inwieweit das geprüft wird bzw. selbständige da Sonderregelungen haben (hatte da mal was drüber gelesen).

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30 Antworten

Die Daten oben z.B. 6d-temp ab September 2019 bezeichnen das Datum, ab wann die Fahrzeuge für eine Neuzulassung diese Abgasnorm haben müssen. Der 420d wurde jedoch schon früher mit Adblue aufgrerüstet (ab Frühjahr 2018) und hatte schnell danach die 6d-temp im Fahrzeugschein stehen, glaube ab Juli 2018. Du kannst also ruhig die Modelle ab Mitte 2018 anschauen, evtl klappt es mit dem Budget. Aber natürlich vor dem Kauf nochmal checken, ob die Abgasnorm auch im Schein steht. Ich würde mir jedenfalls auch nur Fahrzeuge mit Adblue holen, wenn ich einen Diesel bräuchte.

Zitat:

@andi1375 schrieb am 12. Dezember 2020 um 13:39:30 Uhr:

@DavidMay: Würdest du sagen, dass wenn man ein Fahrzeug mit EURO 6b/c hat es sogar egal ist ob es ein Benziner oder Diesel ist?

Also dass die Chance auf ein Fahrverbot bei beiden gleich hoch ist (aufgrund deines obigen Postings), oder würdest du sagen, dass die Chance beim Diesel dennoch etwas höher ist?

Also ich würde bei den Risiken nicht anfangen, innerhalb der Einschätzung "Geringes Risiko, aber nicht Null Prozent" noch Untergrüppchen zu bilden. Und ja, da wird man sicher argumentieren können dass Euro 6d Benziner und Diesel irgendwo weiter unten und die älteren Euronormen weiter oben beim Risiko sind.

Zielführender ist es, meiner Meinung nach, die Themen Wartungs/Reparaturkosten, Betriebskosten und Kaufpreis mit einem möglichen Wiederverkaufswert in fünf bis sieben Jahren zu betrachten. Meinetwegen auch zusätzlichen für einen Zeitpunkt nach drei Jahren, wenn Du das Auto dann ggf. aus anderen Gründen wieder verkaufst (z.B. aufgrund geänderter Anforderungen). Wenn Du heute den Diesel eh schon deutlich günstiger bekommst als den Benziner, weil er andere Käufer ggf. abschreckt, interessiert Dich dann wirklich, ob der Wiederverkaufswert in drei bis sieben Jahren ggf. noch mal um 10% gegenüber der heutigen Prognose für den Wiederverkaufswert sinkt (für ein Auto mit 60-150T km mehr auf dem Tacho)? Über welchem Betrag würden wir dann dann sprechen, auch in Relation zu evtl. gesparten Spritkosten in drei bis sieben Jahren?

Je neuer und je weniger Kilometer das Auto hat, dass Du bis 25.000 € bekommst, umso mehr wird Dir das nützen, wenn Du das Auto wirklich fünf bis sieben Jahre fahren willst. Die neuere Euro-Norm bekommst Du dann halt ab bestimmten Daten einfach mit dazu.

Außerdem muss Dir ja der Motor beim Fahren auch "Spaß" machen - würde ja alles nichts nützen, wenn Dir der Diesel zu langweilig beim Fahren wäre und der Benziner trotz höherem Spritverbrauch mehr Spaß machen würde :D

Ich persönlich habe im Sommer einen 3-jährigen Euro 6b Diesel gekauft, auch weil das konkrete Fahrzeug genau meinen Wünschen entsprach und der Preis aus meiner Sicht sehr gut war. Ich plane auch diesen Wagen mind. fünf Jahre zu fahren. Für mich war der Euro 6b Diesel noch akzeptabel - das muss aber nicht zwingend Dein Entscheidungsweg sein.

Mach dir doch nicht so einen Kopf damit...

egal ob Benziner oder Diesel.Sind noch lange nicht wegzudenken von unseren Strassen.Kaufen und Freude jetzt damit haben, egal wie du es siehst, am Ende ist es eh egal was er noch auf den Tisch bringt.Hauptsache du hattest in der Zeit ob kurz oder lang viel Spass mit deinem Fahrzeug!

Rest ist ziemlich relativ und gelassen zu sehen ;-)

Wiederverkaufswert in 5 bis 7 Jahren beachten?!? Gibt es hier Hellseher?

Also ich kann zwar eine Woche in die Zukunft reisen aber es dauert noch 7 Tage... scheinbar sind da einige weiter?

;)

Zitat:

@WirliebenAutos schrieb am 13. Dezember 2020 um 12:15:53 Uhr:

Wiederverkaufswert in 5 bis 7 Jahren beachten?!? Gibt es hier Hellseher?

Also ich kann zwar eine Woche in die Zukunft reisen aber es dauert noch 7 Tage... scheinbar sind da einige weiter?

;)

Es geht nicht ums Hellsehen, aber es gibt ja durchaus Modellrechnungen für den Wertverlust, die man nutzen kann. Ich sehe solche versachlichenden Berechnungen als wertvolle Ergänzung zu unserer bisher rein qualitativen Diskussion.

Wir wissen ja was die Fahrzeuge heute kosten und wie die Betriebskosten (insb. Benzin, Steuern etc.) bei einer jährlichen Laufleistung ca. sind. Wenn man dann einen ungefähren Wert für das Fahrzeug als 5-jährigen Gebrauchten mit z.B. 150T km kennt (gerne verschieden pessimistische Wert, die dann noch mal X % geringer sind), kann man ja durchaus für sich bewerten, ob das für einen passt oder eben nicht.

Und es ist ja nicht so, dass wir für solche Berechnungen heutzutage gar keine Datenbasis haben:

  1. Es gibt heute schon gebrauchte 4er im Alter von fünf bis sieben Jahren (auch mit Euro 6 z.T.), deren Wert ja bekannt ist und als Referenz dienen kann
  2. Die zusätzlichen Wertverluste der Euro 5 Diesel gegenüber der ursprünglich Modellrechnung sind uns heute im Nachhinein bekannt
  3. Dieselfahrzeuge heute haben auch dadurch durch die Bank weg geringere Restwerte nach drei Jahren im Schnitt als Benziner (laut ADACz.B. 52 vs. 57 Prozent vom BLP) - dies kann man ja in verschiedenen Szenarien für sich weiterzeichnen

Also kannst Du jetzt schon voraussagen, was in 7 Jahren gefragt ist? Ich kann das nicht. Vor 20 Jahren hätte ich das auch noch wie du beantwortet ; aber heute nicht.

Wir befinden uns aktuell im Umbruch und kein Mensch weiss, ob in 7 Jahren Verbrenner überhaupt noch in Deutschland gefragt sind oder ob man dann nur noch E-Autos, Wasserstoffautos oder irgendeine Zwitterform los wird. Vielleicht gibt es in drei Jahren einen nachhaltigen Akku, den man in 5 Minuten laden kann (Thema energiegeladene Flüssigkeiten oder Schnellladeakku) und mit dem man dann auch 600 km fahren kann und kein Mensch will mehr Verbrenner kaufen, weil die Steuer auf Brennstoffe verdoppelt wurde ... nur so als absehbare Möglichkeiten.

Aktuell kann man nur schätzen, wie es in 7 Jahren sein könnte aber so unsicher wie aktuell waren solche Voraussagen schon lange nicht mehr, weil sie zu Sehr auf Daten der Vergangenheit basieren. Alles nur Glaskugelleserei - meine Einschätzung, wenn man sich mal anschaut, was aktuell an Neufahrzeugen auf den Markt kommt.

Zitat:

@WirliebenAutos schrieb am 13. Dezember 2020 um 17:33:34 Uhr:

Also kannst Du jetzt schon voraussagen, was in 7 Jahren gefragt ist? Ich kann das nicht. Vor 20 Jahren hätte ich das auch noch wie du beantwortet ; aber heute nicht.

Ich stimme Dir zu, dass es heute durch die Elektrifizierung neue Variablen in etwaige Restwertberechnungen gibt, die wir noch nicht final ermitteln können. Aber die Frage des TE war ja ursprünglich ob, Diesel oder lieber Benziner (420d oder 420i) bei einer Nutzung von über fünf Jahren. Das was Du angeführt hast, gilt ja für alle Verbrenner gleichermaßen. Und mein Vorschlag mit dem Wiederverkaufswert war ja nur ein Betrachtungswinkel, um Diesel vs. Benziner etwas zu versachlichen. Das würde weiterhin funktionieren (ähnlich wie man mit dem NEFZ Verbrauch zwei Fahrzeuge untereinander vergleichen kann, auch wenn die Werte absolut gesehen nicht realistisch sind).

Zitat:

Aktuell kann man nur schätzen, wie es in 7 Jahren sein könnte aber so unsicher wie aktuell waren solche Voraussagen schon lange nicht mehr, weil sie zu Sehr auf Daten der Vergangenheit basieren. Alles nur Glaskugelleserei - meine Einschätzung, wenn man sich mal anschaut, was aktuell an Neufahrzeugen auf den Markt kommt.

Definitiv, die Unsicherheit ist größer als noch vor 10 Jahren, auch wenn ich da nicht alle Möglichkeiten so "pessimistisch" für Verbrenner sehe, wie es Dein Text andeutet (entlastende Aspekte - unabhängig von ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit - pro Verbrenner hast Du ja der Stelle nicht genannt, wie fehlende Lademöglichkeiten im Mieterland Deutschland oder E-Fuels). Das kann man natürlich auch irgendwie einkalkulieren, aber ich will jetzt nicht unbedingt nur auf dem Wiedverkaufswert rumreiten.

Aus meiner Sicht sollte sich der TE eher noch das Thema geschäftliches Leasing + Wartungspaket anschauen, da er ja selbstständig ist. Da kann einem das Thema Wiederverkaufswert herzlich egal sein, beim Diesel ist es ja sogar schon in die Leasingrate einkalkuliert. Da hätte man die ganzen Unsicherheiten ja gut außen vor gelassen und kann nach drei Jahren was anderes wählen (Elektro, Wasserstoff, Hybrid oder wieder ein reiner Verbrenner).

Ich glaube, das macht es zu kompliziert. Ich habe ja auch vor einem halben Jahr einen Diesel gekauft mit 6d temp und denke, der wird eine ganze Weile reichen. Was danach kommt, darüber sollte man sich aktuell keine Gedanken machen und hoffen, dass es nicht so schlimm wird, weil sonst kommt man nie zu einer Entscheidung: Gut planen für jetzt und flexibel in der Zukunft reagieren. Das kann man mit einem gekauften Wagen gut und bei dem Budget geht Leasing in der Klasse nicht.

Also bei uns in Freiburg ist das Thema Diesel Fahrverbot vom Tisch, ich denke weitere Städte werden folgen. Die Luftreinhalteplanung zeigt auch ohne Fahrverbote Wirkung. Von daher würde ich auch heute noch entspannt zum Diesel greifen.

 

https://www.baden.fm/.../

Themenstarteram 15. Dezember 2020 um 1:04

Danke an jeden einzelnen nochmal für die Hilfe! =)

 

Hat mir auf jedenfall weitergeholfen!

Zitat:

@VentusGL schrieb am 14. Dezember 2020 um 18:27:08 Uhr:

Von daher würde ich auch heute noch entspannt zum Diesel greifen.

Es muss sich halt rechnen. Wenn man realistisch ist, dann muss man einfach feststellen: In vielen Fällen kann die Ersparnis bei den Kraftstoffkosten die restlichen Kosten nicht ausgleichen.

Bei Kurzstreckenbetrieb ist der Verschleiss eines Diesels generell höher als die Kraftstoffeinsparniss.Nicht zu verachten sind auch die hohen Steuern.

Da hat ein Benziner einfach die besseren Karten.Ein Diesel gehört grundsätzlich auf die lange Bahn.

Wer sich durch die Halbwahrheiten hier dazu verleiten lässt statt einen 2017Er Wagen zu kaufen, den man eigentlich haben wollte eventuell sogar einen 2019er zu kaufen und damit unnötig Geld verbrennt, der hat sowieso keinen Führerschein und lebt gerade in deiner Scheinwelt. Egal ob Euro6 a, b, c oder y .. Es wird sowieso kein plötzliches Fahrverbot kommen, solange solch ein Fahrzeug überhaupt überlebt. Was ihr euch alles für Filme schiebt seit Jahren ...

Zitat:

@banger6666 schrieb am 15. Dezember 2020 um 14:25:17 Uhr:

Wer sich durch die Halbwahrheiten hier ... Euro6 a, ...

Nur als Anmerkung: Es gibt kein Euro 6a.

Zitat:

@banger6666 schrieb am 15. Dezember 2020 um 14:25:17 Uhr:

.. Es wird sowieso kein plötzliches Fahrverbot kommen, solange solch ein Fahrzeug überhaupt überlebt. Was ihr euch alles für Filme schiebt seit Jahren ...

? Muss ich das verstehen? Lebst Du in Europa? Wenn ja, liest Du ab und zu mal in der Presse oder schaust Nachrichten? Also ich musste meinen Zweitwagen tauschen, weil ich mit ihm nicht mehr überall hin konnte.

Ich finde das Thema hier sehr schön, weil es sehr viele Dinge heute zu beachten gibt, wenn man sich ein Auto kauft und es so unendlich mehr Möglichkeiten gibt, als noch vor 10 Jahren... auch bezüglich der möglichen Zukunft.

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