Heizt eine Standheizung effektiver als ein Laufender Motor?

Wegen Diskussion an anderer Stelle hier ein Thread mit Fakten zum Thema Standheizung vs. laufender Motor. Aussagen zu "ist verboten" sind hier verboten!

Heizt eine Standheizung (mit Motorerwärmung) effektiver als ein laufender Motor?
Ein Motor ohne Vorwärtsbewegung wandelt 100% des Kraftstoffes in Wärme um, genau wie eine Standheizung.
Das Kühlmittel wird bei beiden Varianten umgewälzt, also ist die Abstrahlung identisch.
Einziger Ansatzpunkt wäre daß über den Abgasstrang beim Motor mehr Wäreme raus geht.
Es darf diskutiert werden.
Macht es rein energietechnisch Sinn eine Standheizung anstatt des Motors zu nutzen?

Gruß Metalhead

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Aussagen zu "ist verboten" sind hier verboten!

Einschränkung der Meinungsfreiheit ist verboten. um eine höfliche Diskussion zum Thema kann man nur bitten.😉

173 weitere Antworten
173 Antworten

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 16. Dez. 2019 um 15:54:22 Uhr:


Spart ein durch eine Standheizung vorgewärmter Motor beim starten so viel Kraftstoff (keine Kaltlaufphase) daß unterm Strich die Standheizung kostenneutral läuft?

Das hängt von der Nutzung ab. Wer wirklich nur den Motor vorwärmt, kann mit der Standheizung eventuell Vorteile erzielen. Die meisten nutzen sie jedoch zum Aufheizen des Innenraums, wo dann keine Ersparnis mehr zu erwarten ist.

Es geht um den Verlust auf dem Weg, den die Wärme von der Quelle in den Innenraum erleidet. Der Weg über den Motor ist länger und an der Quelle ist die Abstrahlung durch das Temperaturgefälle maximal.
Also du kannst nicht verhindern, dass der Zylinderkopf, Kolben etc. erstmal sehr viel Wärme von der Quelle aufnehmen und auf schlecht isolierte Teile verteilen, die nach außen abstrahlen.
Beim Weg von der Standheizung kommen diese später dran und strahlen bei weniger Temperatur entsprechend weniger ab. Der größere Anteil wird in den Wasserkreislauf abgegeben.

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 16. Dezember 2019 um 09:51:39 Uhr:



Zitat:

@grilli9 schrieb am 15. Dezember 2019 um 18:22:23 Uhr:


Tja Technik ist f. manchen schwer Verständlich. Ich sage nur: "Wirkungsgrad"!😉

Nö, der Motor wandelt im Stand 100% der Energie in Wärme um, genauso wie die Standheizung. Beim Motor dürfte evtl. mehr zum Auspuff raus gehen (dafür Katalysiert).

Gruß Metalhead

Trotzdem kommt es darauf an wie und wieviel von der Wärme im Fahrzeugraum durch die Lüftung ankommt!

Du kannst ja auch 2-3m vom Auto entfernt mit 1l Benzin ein Feuer entfachen und dann durchs geöffnete Fenster die 100% Wärmeentwicklung mit der Zeitung ins Fahrzeuginnere wedeln.

Gemäß Deiner Aussage hier ja auch 100% des Benzins in Wärme umgewandelt wird, muss es genauso effektiv sein oder?

Dieses Konstrukt hat doch einen anderen Wirkungsgrad.

Zitat:

@FWebe schrieb am 16. Dezember 2019 um 16:35:22 Uhr:



Zitat:

@metalhead79 schrieb am 16. Dez. 2019 um 15:54:22 Uhr:


Spart ein durch eine Standheizung vorgewärmter Motor beim starten so viel Kraftstoff (keine Kaltlaufphase) daß unterm Strich die Standheizung kostenneutral läuft?

Das hängt von der Nutzung ab. Wer wirklich nur den Motor vorwärmt, kann mit der Standheizung eventuell Vorteile erzielen. Die meisten nutzen sie jedoch zum Aufheizen des Innenraums, wo dann keine Ersparnis mehr zu erwarten ist.

Meine Standheizungen die ich bislang hatte, wärmten immer auch den Kühlwasserkreislauf auf und durch diesen zog dann die Lüftung die Wärme in den Innenraum.

Aufheizen ohne den Kühlkreislauf aufzuheizen ging da gar nicht.

Möglich daß es bei heutigen modernen Fahrzeugen andere Systeme gibt. Ein E-Auto kann ja wohl oder übel meist nur mittels Strom beheizt werden.

Ähnliche Themen

Es geht darum, die Wärme gar nicht erst aus dem Kühlkreislauf rauszulassen, damit diese nur zur Kompensation des Kaltstarts verwendet wird, sprich explizit nicht den Innenraum zu Erwärmen.

Das ist nicht gerade das, was ich unter einer Standheizung verstehe. Außer vielleicht für Schneemänner. 🙂

Zitat:

@FWebe schrieb am 16. Dezember 2019 um 18:39:25 Uhr:



Es geht darum, die Wärme gar nicht erst aus dem Kühlkreislauf rauszulassen, damit diese nur zur Kompensation des Kaltstarts verwendet wird, sprich explizit nicht den Innenraum zu Erwärmen.

Das ist aber dann keine Standheizung im klassischen Sinne, sondern nur ne "Motorvorwärmung" oder wie man das auch nennen mag.

Zitat:

@grilli9 schrieb am 16. Dezember 2019 um 19:46:59 Uhr:



Zitat:

@FWebe schrieb am 16. Dezember 2019 um 18:39:25 Uhr:


Es geht darum, die Wärme gar nicht erst aus dem Kühlkreislauf rauszulassen, damit diese nur zur Kompensation des Kaltstarts verwendet wird, sprich explizit nicht den Innenraum zu Erwärmen.

Das ist aber dann keine Standheizung im klassischen Sinne, sondern nur ne "Motorvorwärmung" oder wie man das auch nennen mag.

Da der Weg der Wärme der gleiche ist, ist die Differenzierung unwichtig. Das Kühlwasser wird in beiden Fällen als erstes aufgewärmt, man leitet die Wärme danach halt nur noch zusätzlich in den Innenraum weiter.
Eine Standheizung ist es in beiden Fällen.

Wichtig ist dagegen, dass man den Kontext der Aussage berücksichtigt, bevor man das Thema verzerrt.
Es ging darum, dass eine Standheizung eventuell dann beim Verbrauch vorteilhaft sein kann, wenn diese nicht zum Heizen des Innenraums, sondern nur zum Heizen des Motors verwendet wird, sprich das Kühlwasser nur auf ~40° C bringt und hält und nicht zusätzlich noch den Innenraum aufheizt.

Zitat:

@sirpomme schrieb am 16. Dezember 2019 um 11:28:23 Uhr:


Hi,
um den Dieselmotor und dessen Kühlmittel aufzuheizen braucht man immer die gleiche Energiemenge.
Der Unterschied ist der Wirkungsgrad des jeweiligen Aggregates. Beim Motor selbst geht mehr Energie verloren durch reibung Kolben, Kurbelwelle, kaltes Öl, Getriebe, Abgasstrang und man hat mehr verschleiß durch Kaltlauf.

Energie kann niemals verloren gehen. Das einzige Argument was zählt ist die Abwärme durch den Auspuff.

Zitat:

Und eine Standheizung braucht auch einen Teil des Kraftstoffes, um die Kraftstoffdosierpumpe, die interne Wasserpumpe und den Lüftermotor zu betreiben.

Ist mir jetzt neu, das die Standheizung gleichzeitig die Batterie aufläd, welche ja die Kraftstoffdosierpumpe, die interne Wasserpumpe und den Lüftermotor mit Strom betreibt.

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 16. Dezember 2019 um 10:53:41 Uhr:


Da stimme ich dir zu 100% zu (Standheizung ist natürlich bequemer, wegen Timer bzw. Fernbedienung).

Die Grundidee zu meiner Frage war ja, dass ich im Internet immer wieder gelesen habe, dass viele Amerikaner ihr Auto per Fernbedienung starten können. Die sitzen beim Frühstück und starten ihr Auto. Die binden das sogar in ihre Hausautomatisierung ein.

Zitat:

@j.m.s schrieb am 16. Dezember 2019 um 20:39:15 Uhr:



Zitat:

@metalhead79 schrieb am 16. Dezember 2019 um 10:53:41 Uhr:


Da stimme ich dir zu 100% zu (Standheizung ist natürlich bequemer, wegen Timer bzw. Fernbedienung).

Die Grundidee zu meiner Frage war ja, dass ich im Internet immer wieder gelesen habe, dass viele Amerikaner ihr Auto per Fernbedienung starten können. Die sitzen beim Frühstück und starten ihr Auto. Die binden das sogar in ihre Hausautomatisierung ein.

Ja nun, im Sommer bringt dir die Standheizung logischerweise nichts, da ist es natürlich praktisch, das Fahrzeug vorweg schonmal zu temperieren.
Wer in kälteren Gegenden unterwegs ist und zu Hause Strom hat, nutzt da am Ende auch wieder eher eine elektrische Standheizung. Die gibt es da auch gerne mal ab Werk.
Zudem hat nicht jeder eine Standheizung verbaut, entsprechend logisch ist dann der Schritt zur "fahrenden Heizung".

Da auf dem Transport erheblich Wärme verloren geht, machts schon einen Unterschied, wo Quelle und wo Ziel ist. Wenn Brennraum und Umgebung aufgeheizt werden sollen, ist es natürlich suboptimal, erst Wasser irgendwo anders aufzuheizen, hinzutransportieren, damit dann von außen nach innen Zylinder, Kopf etc. aufzuwärmen. Dabei wird ja die ganze Zeit schon ein Teil der Wärme nach außen weggestrahlt - im Gegensatz zur Verbrennung direkt im Zielort Zylinder.
Vmtl. wird aber die Abgaswärme in einer guten Standheizung besser genutzt.

Also mich würde mal interessieren, wie schnell das Kühlwasser mit Standheizung um ca. 15° wärmer wird.

Bei meinem Fiesta (Diesel, ohne Zusatzheizung im Kühlkreislauf) ist die Kühlwassertemperatur, bei Standgas, ca. 5min nach dem Kaltstart um 15° wärmer. Ablesbar bei mir vom Scanngauge II. Viel länger brauche ich nicht, um die Scheiben frei zu bekommen, außer, es ist mal ein dickerer Eispanzer drauf.
Danach setze ich mich rein und fahre los. Sind die Scheiben morgens eisfrei, unter bestimmten Wetterlagen ist das gar bei Frost möglich, geht's sofort los, ohne den Motor vorher laufen zu lassen.

Vom Kraftstoffverbrauch ist das auf jeden Fall sparsamer, als gut drei Monate lang jeden Morgen ne Standheizung 15 bis 30 Minuten lang laufen zu lassen. Und bisher hat's mir auch noch kein Motor übel genommen, das er auch bei Frost sich selbst aufwärmen muss. 😉

Zitat:

@FWebe schrieb am 16. Dezember 2019 um 16:35:22 Uhr:


Wer wirklich nur den Motor vorwärmt, kann mit der Standheizung eventuell Vorteile erzielen. Die meisten nutzen sie jedoch zum Aufheizen des Innenraums, wo dann keine Ersparnis mehr zu erwarten ist.

Ja, das könnte man schon so timen daß lediglich der Motor warm ist, nach dem Starten schaltet man dann die Heizung an und dann ist es doch in <1min auch warm im Auto. OK Scheiben entfrosten geht so natürlich nicht.

Gruß Metalhead

Deine Antwort
Ähnliche Themen