Goodbye Schaltgetriebe - MB macht den Anfang

Mit der neuen Generation der C-Klasse macht Mercedes-Benz ein Ende mit der manuellen Gangschaltung und setzt ausschließlich auf Motorisierungen mit Automatikgetriebe. Das spart einerseits Kosten und erhöht aber auch gleichzeitig die Rationalisierung der Fahrzeugproduktion.

Auf längere Sicht werden aber auch die anderen Baureihen bei Mercedes-Benz komplett auf die Automatikschaltung umstellen.

Quelle: https://...mercedes-benz-passion.com/.../

Muss gestehen, dass ich Automatikfan bin und dem Schalter nicht hinterher trauere.

942 Antworten

Doch 6d irgendwas wäre einzuhalten. Nur das 95gr Ziel Co nicht. Aber auch hier ist die Automatik eher als Zwangskombi zum Hybrid zu sehen. Und nicht aus Selbstzweck. Bisher sind Handschalter ja nicht schlechter ohne Hybrid.
Und die oft bessere Alternative ist ja dann doch das E Auto, man muss nicht schalten und keinen diversen Ärger den man meint mit der Automatik zu haben.
Aber für den Berufsbedenkenträger bleibt natürlich auch beim E Auto genug Diskussion😉

Zitat:

@CivicTourer schrieb am 29. Januar 2021 um 09:07:58 Uhr:


Aber das ist es ja - ob jemand die Automatik bezahlen möchte oder nicht, ob jemand die Automatik mag oder nicht, ist völlig egal. Weil die Hersteller nach und nach die Handschalter rauswerfen werden. Von oben nach unten (Honda sogar von unten nach oben). Die Wahlmöglichkeit wird irgendwann eben nicht mehr bestehen. Und irgendwann ist nicht mehr weit weg.

Ich denke mal ein paar sportliche Modelle werden noch den Schalter behalten. Siehe den aktuellen 3er BMW. Den gibt es auch nur noch mit Automatik, Ausnahme der M3.

Aber spätestens bei Hybriden und E-Antrieb wird man sich von Schaltgetriebe verabschieden müssen.

^^und die kommen schneller als die meisten hier es sich heute vorzustellen vermögen...sh. heutige Ankündigung der GM-Chefin zum Verbrennerausstieg.

Tradition bedeutet nicht die Asche aufzubewahren, sondern die Flamme weiterzureichen!

Zitat:

@diezge schrieb am 29. Januar 2021 um 12:49:56 Uhr:


Es geht aber um den Kraftstoffverbrauch und damit um den Schadstoffausstoß. Das würde die Hersteller kein Geld kosten, denn man kann sich ja nicht freikaufen, wenn ein Auto die aktuell gültigen Grenzwerte nicht einhalten kann. Was ich damit sagen will ist, dass ein niegelnagelneues Auto mit Fünfgangautomat gar nicht mehr zulassungsfähig wäre, da die aktuellste Abgasnorm EU6XYschlagmichtot nicht eingehalten werden kann. Sprich das Kraftfahrtbundesamt würde einem Hersteller die Produktion eines solchen Autos von vorneherein untersagen.

Du irrst inhaltlich komplett. Es sind "mg/km" einzuhalten, nach WLTP aktuell nebst RDE Prüfung. Es wäre gar kein Problem einen stinknormalen Motor an eine alte ZF5 zu schrauben und zu verkaufen. So lange du die Norm mittlerweile auch REAL einhälst -> kein Thema. Angesichts der geringen NOx Emissionen der aktuellen Ottos ist da sehr viel Luft nach oben was den Verbrauch angeht. Beim Diesel wird es entweder knapper oder noch etwas teurer bei den SCR Systemen, aber technisch ist das sehr gut machbar. Erstaunlich was sich seit etwa 2017 real getan hat und "ganz spontan" möglich war, das nebenbei erwähnt.

Trotzdem wird niemand sowas bauen.
(a) Weil vermutlich der WLTP Mehrverbrauch des alten Ölquirls und die daraus resultierende Strafzahlung teurer ist als der Aufpreis eines aktuellen 7++ Gang DKG/Wandlers
(b) Der Kunde, der den Mehrverbrauch sowohl an der Tanke bezahlen muss als auch den Krach einer unnötig hohen Drehzahl bei "Autobahn, Reisetempo" akzeptieren sollte. 1-3 lang übersetzte Gänge macht die Kiste gleich deutlich leiser wenns ums Kilometerfressen geht.

Mein Z4 ist von 2007 - der letzte Gang der ZF6 ist sehr lang übersetzt und das mit einer Übersetzung, die der Handschalter schlicht nicht hat. Weil die 1400 Kilo Hasenkiste und Dämmstoff"massen" wie Heidi Klums Hungerhaken damit spürbar leiser wird.

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Je mehr Gänge, umso öfter wird geschaltet.

Das ergibt also mehr Kupplungsübergänge
und mehr Verschleiß an den Kupplungsbelägen und Gangstellern! 🙂

Zitat:

@Andreas.Weber schrieb am 29. Januar 2021 um 15:32:08 Uhr:


Ich denke mal ein paar sportliche Modelle werden noch den Schalter behalten. Siehe den aktuellen 3er BMW. Den gibt es auch nur noch mit Automatik, Ausnahme der M3.

Und der 318d 😉

Zitat:

@WQ33 schrieb am 30. Januar 2021 um 11:21:23 Uhr:


Je mehr Gänge, umso öfter wird geschaltet.

Das ergibt also mehr Kupplungsübergänge
und mehr Verschleiß an den Kupplungsbelägen und Gangstellern! 🙂

Man kann ja den Schritt zum leistungsverzweigten Hybridgetriebe machen, dann ist das kein Problem mehr. Generell ist das in meinen Augen die sinnvollste Umsetzung eines Planetengetriebes, weil es einfach und effizient ist. Einzig beim Thema Zuglast muss man sich noch Gedanken machen, wobei ich da bei der aktuellen Entwicklung guter Hoffnung bin.

Zitat:

@WQ33 schrieb am 30. Januar 2021 um 11:21:23 Uhr:


Je mehr Gänge, umso öfter wird geschaltet.

Das ergibt also mehr Kupplungsübergänge
und mehr Verschleiß an den Kupplungsbelägen und Gangstellern! 🙂

Mag sein. Dann hält das Getriebe eben nur noch 500.000 Km statt einer Million.

Mir sind keine verschlissenen Bauteile einer Automatik bekannt. Die gehen zwar auch schon mal kaputt. Ich hab aber noch nicht erlebt dass dies rein altersbedingt passiert.

Selbst die Kupplung eines Schalters hält ewig, wenn man sie bestimmungsgemäß benutzt.

Mag sein, aber vor einigen Seiten
wurden hier auch "ständige Schaltvorgänge" bemängelt. 🙂

Nebenbei: Warum hat ein Bugatti Chiron mit 1500 PS
ein DSG mit "nur" 7 Gängen?

^^
- weil der nicht auf der Straße fährt, sondern bei i-welchen Sammlern rumsteht?
- weil VAG kein DSG mit mehr Gängen im Regal hat?
- weil, wenn sie dem Chiron 10 Gänge spendieren, die Golf-Fahrer auch 10 Gänge haben wollen?
...

Fragen über Fragen.

Zitat:

@jw61 schrieb am 30. Januar 2021 um 12:31:35 Uhr:


^^
- weil der nicht auf der Straße fährt, sondern bei i-welchen Sammlern rumsteht?
- weil VAG kein DSG mit mehr Gängen im Regal hat?
- weil, wenn sie dem Chiron 10 Gänge spendieren, die Golf-Fahrer auch 10 Gänge haben wollen?
...
Fragen über Fragen.

Weil bei einem Grundpreis von nur 3.570.000 Euro "nicht mehr drin war". 😁

Zitat:

Nebenbei: Warum hat ein Bugatti Chiron mit 1500 PS ein DSG mit "nur" 7 Gängen?

Weil der 1. Gang schon bis 120 km/h geht. 😁

Zitat:

@Rufus24 schrieb am 30. Januar 2021 um 13:57:35 Uhr:



Zitat:

Nebenbei: Warum hat ein Bugatti Chiron mit 1500 PS ein DSG mit "nur" 7 Gängen?

Weil der 1. Gang schon bis 120 km/h geht. 😁

Mit mehr als 7 Gängen würde er wohl zu schnell werden! 😁 😉

Wie beim Motorrad. Erster Gang geht irgendwas bis 100..150 und der sechste erreicht dann 300km/h. "Etwas über 2" als Getriebespreizung. Damit stellst du lediglich sicher, dass die Maschine egal bei welcher Geschwindigkeit entweder an der Traktionsgrenze oder dem Bereich der maximalen Leistung gefahren werden kann. Noch mehr Gänge wären überflüssig, weil mehr als "eng genug gestuft" nicht geht.

Ist bei echten Sportwagen nicht wirklich anders. Nur dass man da je nach Kurs die Gesamtuntersetzung runternimmt, da kaum eine Rennstrecke ein Setup auf 400 km/h belohnt. Aus der Kurve heraus auf 270 hochzubeschleunigen bringt viel mehr Zeit als man am Ende einer Geraden mit Topspeed wettmachen kann.

Und was spricht nun wirklich - ohne Nachteile -
(außer "Stammtisch"😉 für mehr als 7 Gänge? 😕

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