Goodbye Schaltgetriebe - MB macht den Anfang

Mit der neuen Generation der C-Klasse macht Mercedes-Benz ein Ende mit der manuellen Gangschaltung und setzt ausschließlich auf Motorisierungen mit Automatikgetriebe. Das spart einerseits Kosten und erhöht aber auch gleichzeitig die Rationalisierung der Fahrzeugproduktion.

Auf längere Sicht werden aber auch die anderen Baureihen bei Mercedes-Benz komplett auf die Automatikschaltung umstellen.

Quelle: https://...mercedes-benz-passion.com/.../

Muss gestehen, dass ich Automatikfan bin und dem Schalter nicht hinterher trauere.

942 Antworten

Das gleiche wie für mehr als 3 oder 4 Gänge. Man erreicht damit eine weitere Spreizung bei kleineren Drehzahlsprüngen.

Zitat:

@Rasanty schrieb am 31. Januar 2021 um 09:54:00 Uhr:


Das gleiche wie für mehr als 3 oder 4 Gänge. Man erreicht damit eine weitere Spreizung bei kleineren Drehzahlsprüngen.

... und mehr Schaltungen.

Dieses Argument landet in letzter Konsequenz beim PIV-Getriebe.

Zitat:

@WQ33 schrieb am 31. Januar 2021 um 09:39:20 Uhr:


Und was spricht nun wirklich - ohne Nachteile -
(außer "Stammtisch"😉 für mehr als 7 Gänge? 😕

Wieviele Gänge du brauchst, hängt davon ab, was du womit bewegen willst.

Je ineffizienter ein Motor ist, desto mehr Gänge brauchst du. Ineffizient werden Motoren bei niedrigen Lasten, weil die verrichtete Arbeit in Relation zu den Verlusten sinkt. Damit brauchst du die meisten Gänge innerorts, weil du dort mit der niedrigsten Last fährst. Fords 10 G AT ist z.B. im 8. Gang so übersetzt, wie ein 5. Gang, die ersten 8 Gänge sind also primär für den innerörtlichen Betrieb gedacht.

Da man die Übersetzungen nicht beliebig lang machen kann, der 1. Gang ist i.d.R. quasi vorgegeben, kann man nur über die Gangsprünge noch etwas rausholen. Dabei ist anzumerken, dass ein effizienter Antrieb i.d.R. mehr bringt, als nur mehr Gänge. Wenn man sich z.B. die Wirkung einer Zylinderabschaltung vor Augen hält, kommt da selbst die feinste Gangabstufung kaum mit, weil du mit der Zylinderabschaltung bei niedriger Leistungsanforderung quasi immer die Last mal ebenso quasi verdoppeln kannst, die Drehzahl aber eher selten halbieren kannst. Wenn man typischerweise alle 10 km/ h einen Gang hochschaltet und bei Konstantfahrt (in der Ebene) unter 1500 U/ min bleibt, bringt dir eine Zylinderabschaltung mehr, als noch engere Gänge.

Je nach Motor dürfte klar sein, dass man mit 7 Gängen und 70 km/ h noch immer nicht sonderlich effizient unterwegs ist, weshalb es auch bei höheren Geschwindigkeiten noch Potential zur Verbrauchsreduktion gibt. Das ist i.d.R. dann aber keine absolute Ersparnis, sondern nur eine relative, weil man initial schon mit einem übermotorisierten Motor arbeitet und durch die höhere Geschwindigkeit natürlich grundsätzlich schon mehr Treibstoff braucht. Hinzu kommt dann noch der Lastbereich, ab dem die Zylinderabschaltung nicht mehr genutzt werden kann, bei ca. >40 % Last. Dort bringt eine Drehzahlabsenkung dann vergleichsweise viel, weil man wieder "klassisch" unterwegs ist und nur noch über die Drehzahl die Last anhebt. Bei grob angestrebten 2/3 Last dürfte die Richtung klar sein.

Zitat:

@WQ33 schrieb am 31. Januar 2021 um 09:59:37 Uhr:


... und mehr Schaltungen.

Ja und? Das Getriebe erledigt das automatisch ohne Beteiligung des Fahrers. Da juckt es nicht wie oft er schaltet.

Ähnliche Themen

Die Frage, wie viele Gänge - beim DSG für PKW -
wirklich nötig, oder empfehlenswert sind,
wird individuell unterschiedlich gesehen.

Die Auto- und Getriebehersteller müssen sich m.E. auf ein Optimum einigen
und das sind hier - siehe Bugatti - 7 Gänge.

(Beim Handschalter sind es wohl 6 Gänge.)

Zitat:

@Rasanty schrieb am 31. Januar 2021 um 10:13:11 Uhr:



Zitat:

@WQ33 schrieb am 31. Januar 2021 um 09:59:37 Uhr:


... und mehr Schaltungen.

Ja und? Das Getriebe erledigt das automatisch ohne Beteiligung des Fahrers. Da juckt es nicht wie oft er schaltet.

Und genau das ist manchmal das Problem. Je nach dem WIE das Getriebe schaltet, wie das Schalten wahrnehmbar ist, juckt mich das schon. Und das ist in der jüngsten Vergangenheit nicht nur besser geworden.

Dann liegt es aber am Getriebe an sich, nicht an der Zahl der Gänge. Ich fahre das verpönte DSG. Es schaltet ruckfrei und unauffällig rauf und runter unter allen Lastbedingungen. Einzig beim spontanen Beschleunigen steht spontan nicht die ganze Leistung zur Verfügung weil geschaltet wird. Das passiert zwar auch unter Zug. Ein Teil der Leistung geht aber für die Drehzahlangleichung verloren. Das hat aber jedes Automatikgetriebe. Beim DSG kann man das durch manuellen Eingriff unterbinden, bei den anderen ganz sicher auch.

Es kann ja sein dass andere Getriebe anders ticken. Da hab ich keine Erfahrungen.

Mich interessiert es nicht welcher Gang gerade eingelegt ist. Ich fahre Automatik. Ich schaue auch nicht wie die Luftklappe der Heizung oder die Lüfterstufe gerade steht. Meine Climatronik regelt das auf meine Wunschtemperatur.

Zitat:

@WQ33 schrieb am 31. Januar 2021 um 10:16:44 Uhr:


Die Frage, wie viele Gänge - beim DSG für PKW - wirklich nötig, oder empfehlenswert sind,
wird individuell unterschiedlich gesehen.

Ist doch jetzt klar geworden.
Rein technisch gesehen, würden bei einer Automatik 5-7 Gänge vollkommen ausreichen, dazu hätte man noch geringere Produktionskosten und ein geringeres Gewicht des Getriebes (eigentlich Vorteile).

Aufgrund der ständigen Spardiktionen aus Brüssel (Europa muss die Welt retten) und drohenden Strafzahlungen sind die Hersteller offensichtlich genötigt, den Normverbrauch zu drücken, koste es was es wolle.

Eigentlich nur wegen diesem Spardiktat aus Brüssel werden 7-10 Gang-Automatikgetriebe verbaut, um die Motoren möglichst permanent in den unteren Drehzahlbereichen zu halten.
Selbst wenn durch diese aufwändigen Getriebe nur 0,2 oder 0,3 l/100 km eingespart werden, brechen die Ingenieure wahrscheinlich in Jubelschreie aus.

Nicht nur geringeres Gewicht, auch der Wirkungsgrad steigt mit weniger Zahnpaarungen.
Aber es hat auch einen anderen Grund warum es diese Getriebe gibt, die Industrie will zeigen, dass sie sowas kann.
Das hat noch lange nichts mit einem Spardiktat zu tun.
Und es gibt leider auch Leute die legen Wert drauf, früher war es Zylinder oder Hubraum. Heute ist das Getriebe größer als der Motor 😉

Oder ist es unter Kindern und ihresgleichen nicht auch geil, wie viele Gänge das Fahrrad hat. Nutzen?

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 31. Januar 2021 um 11:52:23 Uhr:


Aber es hat auch einen anderen Grund warum es diese Getriebe gibt, die Industrie will zeigen, dass sie sowas kann.

Tut mir leid, aber das ist totaler Quatsch.

Niemand, wirklich niemand investiert auch nur einen zusätzlichen Cent in die Getriebeentwicklung als technisch notwendig wäre.

Grüße,

diezge

Zitat:

@Rufus24 schrieb am 31. Januar 2021 um 11:35:58 Uhr:


Eigentlich nur wegen diesem Spardiktat aus Brüssel werden 7-10 Gang-Automatikgetriebe verbaut, um die Motoren möglichst permanent in den unteren Drehzahlbereichen zu halten.
Selbst wenn durch diese aufwändigen Getriebe nur 0,2 oder 0,3 l/100 km eingespart werden, brechen die Ingenieure wahrscheinlich in Jubelschreie aus.

Hallo,

eine Einsparung von 6 % Kraftstoff gegenüber dem Vorgängergetriebe sind in der Getriebeentwicklung Welten...

Grüße,

diezge

Zitat:

@diezge schrieb am 31. Januar 2021 um 12:25:10 Uhr:



Zitat:

@Diabolomk schrieb am 31. Januar 2021 um 11:52:23 Uhr:


Aber es hat auch einen anderen Grund warum es diese Getriebe gibt, die Industrie will zeigen, dass sie sowas kann.

Tut mir leid, aber das ist totaler Quatsch.

Niemand, wirklich niemand investiert auch nur einen zusätzlichen Cent in die Getriebeentwicklung als technisch notwendig wäre.

Grüße,

diezge

Das sehe ich anders.
Aber andersrum, Du sagst somit, es gibt eine technische Notwendigkeit der Getriebe mit höheren Gängen.
Wie will man das belegen?
Der Fahrzyklus gibt das nicht her?
Ein Beispiel, Audi A3 1,6l TDI mit 6 Gang Getriebe, VW Golf 1,6l TDI 5 Gang Getriebe. Verbrauch nach Normzyklus gleich. Warum hat man hier unterschieden?

Zitat:

@diezge schrieb am 31. Januar 2021 um 12:27:47 Uhr:



Zitat:

@Rufus24 schrieb am 31. Januar 2021 um 11:35:58 Uhr:


Eigentlich nur wegen diesem Spardiktat aus Brüssel werden 7-10 Gang-Automatikgetriebe verbaut, um die Motoren möglichst permanent in den unteren Drehzahlbereichen zu halten.
Selbst wenn durch diese aufwändigen Getriebe nur 0,2 oder 0,3 l/100 km eingespart werden, brechen die Ingenieure wahrscheinlich in Jubelschreie aus.

Hallo,

eine Einsparung von 6 % Kraftstoff gegenüber dem Vorgängergetriebe sind in der Getriebeentwicklung Welten...

Grüße,

diezge

Dafür braucht man nicht zwingend mehr Gänge.
Das beweist ja die neue Handschalterentwicklung von VW. Die haben keinen 7. Gang drauf gelegt.

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 31. Januar 2021 um 12:39:00 Uhr:



Zitat:

@diezge schrieb am 31. Januar 2021 um 12:27:47 Uhr:


Hallo,

eine Einsparung von 6 % Kraftstoff gegenüber dem Vorgängergetriebe sind in der Getriebeentwicklung Welten...

Grüße,

diezge

Dafür braucht man nicht zwingend mehr Gänge.
Das beweist ja die neue Handschalterentwicklung von VW. Die haben keinen 7. Gang drauf gelegt.

Täusche ich mich, oder geht es hier um Automatgetriebe?

Ein Automat mit einem Handschalter zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.

Grüße,

diezge

Du täuscht Dich nicht.
Meinst Du etwa nicht, dass es auch bei Automatikgetrieben Sachen gibt, die die Effizienz ohne Gangzahlerhöhung verbessern können?
Etwa weniger Schaltarbeit(Energieverbrauch), Ölpumpen die nur dann laufen(so wie schon lange Klimakompressoren), wenn Schaltarbeit von nöten sind.
Reibungsminderung etc.

Das habe ich damit indirekt ausgedrückt.
VW hat sowas ja auch bei der Weiterentwicklung zum DQ381 umgesetzt.

Deine Antwort
Ähnliche Themen