GOLF 7 DSG Winter Schnee und Eis Problem

VW Golf 7 (AU/5G)

Hallo an alle Forumnutzer,
ich bin neu hier und das ist meine erste Frage zu 2 kleinen Vorfällen heute im Straßenverkehr.
Und zwar geht es um einen Golf 7 mit DSG EZ 11/14 mit 1,4 TSI.
Ich bin heute bei Schnee und Eis gefahren und da sind mir 2 komische Situationen passiert, wo ich mich über das sonst so Gute und zuverlässige DSG gewundert habe.

Erste Situation: Nebenstraße auf Hauptstraße,
in der Nebenstraße lag noch ein wenig Schnee und eine recht aufgetaute Straße. Als ich auf die Hauptstraße geradeaus gefahren bin, nicht all zu langsam am beschleunigen gewesen, sondern eher normal, kein Vollgas oder über 3000 U.
Als ich Gas gegeben hatte, hat der Wagen mit dem DSG kurz aufgeheult und war bei circa 3500 U, nachdem die reifen im 2. kurz durchgedreht sind. Circa für die nächsten 10m ist er bei den Umdrehungen geblieben, obwohl ich schon auf einer nicht glatten Hauptstraße war und 35 km/h gefahren bin. Ist dies normal, dass das Getriebe einen kurzen Moment braucht um dann wieder runter zu schalten?

2. Situation. Nebenstraße auf Hauptstraße, links abbiegen
Selbe Konstellation mit der Nebenstraße (leicht vereist und Schnee am schmelzen) auf geräumte Hauptstraße.
Ich bin losgefahren, soweit alles gut, die Reifen haben dann leicht durchgedreht und bin auf die Hauptstraße eingebogen. Während des Abbiegens, hat das DSG total am Auto geruckelt, so als ob es sich net zwischen 2 Gängen entscheiden konnte. Man hat förmlich kurz genickt, Motor kurz laut, nach ruckeln wieder leise und normal gefahren. War ein dolleres Ruckeln oder kommt dies Durch ASR und ABS, dass dies auch zum Ruckeln führen kann und weniger am DSG.

Ich danke euch schonmal im Voraus und freue mich auf Antworten.

MFG Tobias

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 18. Januar 2017 um 07:41:01 Uhr:


Das ist immer die Folge der falschen Gangvorwahl. Und wenn man in der Zeit mangels Aktion des Getriebes weiter mit dem Gaspedal spielt wird nochmal neu sortiert. Schon fein so eine Automatik....

Also diabolomk, jetzt muss ich schon mal sagen: Bei dir führt deine DSG-Phobie bisweilen beinahe zu einem Realitätsverlust.

Das DSG schaltet, selbst wenn der falsche Gang vorgewählt war und der nächste Gang sogar auf derselben Welle liegt wie der aktuell kraftübertragende, in maximal einer Sekunde. Wem das ernsthaft zu lange dauert, für den ist sicher ein Schaltgetriebe eine absolut "adäquate" Alternative. Die oben genannte Angabe von "ein paar Sekunden" ist wirklich absurd. Sollte das den Tatsachen entsprechen, ist ganz sicher etwas kaputt. 🙄

Es ist ja darüber hinaus nicht so, dass man nicht auch beim DSG beispielsweise einen anstehenden Überholvorgang vorbereiten könnte, genau so wie man es beim Handschalter auch machen müsste. Da ziehe ich einfach zwei Mal an der Schaltwippe und der Käse ist gegessen. Während dessen lasse ich meine Hände immer schön am Lenkrad und kann sogar, das ist der beste Teil, dabei noch beschleunigen.

Auch zum Fahren eines Automatikgetriebes bedarf es halt zumindest einer kleinen Brise Hirn. Für einen Handschalter eine ordentliche Portion, und selbst damit lassen sich gewisse Nachteile nicht kompensieren.

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Zitat:

Also wird es an den Reifen und dann der plötzlichen Traktion in Verbindung mit den Assistenzsystemen zu einer Signalüberschneidung gekommen sein und liegt nicht am DSG direkt?

Richtig. Das DSG ist nicht "schuldig " weil es ein DSG ist ( braucht keiner das DSG in Schutz nehmen ) sondern weil - immer aus meiner Sicht der Dinge - beim unkontrollierten Durchrutschen verschiedene Regelkreise die ihre Arbeit machen sich in der Reaktion überschneiden oder verstärken .

Wenn der 2.0 TDI - Fahrer ein gutmütiges DSG hat dann liegt es wohl daran daß es ein 6-Gang DSG ist welches wegen seiner nassen Ölkupplungen ein viel sanfteres Kuppelverhalten zeigt wie das ruppigere 7-Gang DSG mit seinen trockenen Kupplungen.

Fahrtraining beim ADAC braucht man keines. Ich selbst habe auch eines gemacht - aber nicht deswegen .
Wäre ja noch schöner wenn man als DSG-Fahrer ein Spezialtraining bräuchte um im Winter gut zu fahren.

Das DSG mit Trockenkupplung hat eben seine Eigenarten die systembedingt sind.

Habe drauf hingewiesen daß das Fahren beim Wandler auf Glätte die reinste Wohltat ist weil man hier die Technik mit dem Drehmoment spielen kann. So hat man bei meinem damaligen Wandlerautomaten die Signale der Rädersensoren mit in das Wandlerverhalten eingespielt.
Heißt wenn ein Rad durchdrehte nahm man den Wandlerdruck kurz etwas zurück . Man hat den Räderschlupf gemessen und das übertragene Drehmoment immer so gewählt daß es kein Durchdrehen gab.
Wie bereits von mir erwähnt war das ein Fahrgefühl als hätte man Saugnäpfe an den Räder. Man mußte provozierend fahren um den Wagen zum Ausbrechen zu bringen.

Das geht bei einer trockenen Kupplung nur sehr begrenzt. Wenn es regeltechnisch überhaupt so fein möglich ist denn ein kraftschlüssiger Antriebsstrang ist weicher . Komfortabler.

Es mag noch halbwegs gut bei einer absolut gut funktionierenden Kupplung gehen. Aber wenn diese schon unsauber arbeitet was bei fortschreitender Benutzung oft der Fall ist spielt das auch noch mit rein.

Im letzten Winter als mein ehem. DSG bereits erkennbare Kupplungsprobleme aufwies war das beim Fahren auf Glätte deutlich zu spüren . Glüchlicherweise sind die Straßen meist so griffig daß es nicht auffällt.

Also - nehmt die Welt so wie sie ist. Der Freundliche kann da nicht helfen - jammern auch nicht.

Wer eben was überdurchschnittlich Gutes haben will muß in die Mittel-oder Oberklasse. Da gibt es dann nicht Brot und Butter sondern Kaviar ...😁

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 18. Januar 2017 um 08:52:31 Uhr:


Aber wie hier schon gesagt wurde, eine Automatik schaltet nach dem Gasgeben, der Handschalterfahrer vorher(gut, sicher auch nicht alle).

Nein, das kann man einfach so nicht sagen. Denn jedes moderne Automatikgetriebe kann mit einem simplen Handgriff in dieser Hinsicht genauso bedient werden wie ein Handschalter, nur etwas einfacher. Ob Schaltwippen vorhanden sind oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Beim DSG ohne Schaltwippen reicht es vorm Überholen sogar kurz den Wählhebel zurückzuziehen, und schon gibt es beim Überholen verzögerungsfreien Vortrieb. Dass die meisten Fahrer diese Möglichkeit nicht nutzen kann man den Getrieben, hier dem DSG, nicht anlasten. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit die Gangwahl bereits vor einem anstehenden Fahrmanöver vorzunehmen beim Automatikgetriebe genauso wie beim Handschalter, je nach Ausstattung beim Automatikgetriebe sogar komfortabler und sicherer.

Zitat:

@DieselSeppel schrieb am 18. Januar 2017 um 08:58:19 Uhr:



Zitat:

@Diabolomk schrieb am 18. Januar 2017 um 08:52:31 Uhr:


Aber wie hier schon gesagt wurde, eine Automatik schaltet nach dem Gasgeben, der Handschalterfahrer vorher(gut, sicher auch nicht alle).

Nein, das kann man einfach so nicht sagen. Denn jedes moderne Automatikgetriebe kann mit einem simplen Handgriff in dieser Hinsicht genauso bedient werden wie ein Handschalter, nur etwas einfacher. Ob Schaltwippen vorhanden sind oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Beim DSG ohne Schaltwippen reicht es vorm Überholen sogar kurz den Wählhebel zurückzuziehen, und schon gibt es beim Überholen verzögerungsfreien Vortrieb.

Schon, wie gesagt, die Automatik schaltet... bei deiner Ausführung schaltet ja auch der Fahrer bzw. übersteuert er die Automatik, eben weil.

Die manuelle Gasse ist mir besten bekannt, die Nutze ich immer um das nervöse schalten auf der Autobahn abzustellen. Ansonsten ist es richtig, vorm überholen besser auf S schalten, die Gangvorwahl passt dann auch besser.

Dieser verzögerungsfreie Schaltvorgang ist aber auf griffigen Untergrund hin optimiert.
Ist es glatt kann das negativ sein.
Für das DSG ist es normaler Untergrund und es steuert den Vortrieb nach den vorgegebenen Werten.

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@Ugolf

Nein, ganz im Gegenteil. Das zugkraftunterebrechungsfreie Schalten verhindert einen Haftungsabriss an den Antriebsrädern. Gefährlich ist eher ein unsauberer Schaltvorgang mit kurzer Zugraftunterbrechung beim Handschalter, weil entweder die Koordination von Gas und Kupplung nicht richtig gelingt, oder der Schaltvorgang zu lange dauert und die Zugkraft dann zu abrupt wieder einsetzt.

Zitat:

@kirschi68 schrieb am 18. Jan. 2017 um 07:40:13 Uhr:


Folgende Beobachtungen habe ich gemacht: Bei glatter Fahrbahn schaltet das DSG u.U. früher hoch, so ähnlich wie bei der Fahrprofilauswahl Eco, wenn man sie denn hat....

Also ich habe sie. Habe sie bei Schnee immer auf E stehen. Hatte ich in meinem Beitrag nach vergessen zu erwähnen. Wenn ich heute abend heimfahre stelle ich mal auf D. Mal sehen ob es einen Unterschied macht.

DieselSeppel - theoretisch ist das so.

Wäre das auch in Wirklichkeit so hätte ich heute noch mein DSG weil meine Kupplung noch frisch wäre vom Schalten welches dem Handschalter angeblich so überlegen ist.
Ein Lebensdauerteil sollte sie sein. Habe ich schriftlich.

@Ugolf

Es mag zwar sein, dass aufgrund der fehlerhaften Kupplungsansteuerung das ganze nicht so funktioniert. Aber das Prinzip des unterbrechungsfreien Schaltens führt, solange kein Fehlverhalten vorliegt, ganz und gar nicht zu solchen Problemen. Beim DQ250 hatte ich diesbezüglich auch noch nie Probleme und kann mich den Erfahrungen von @schlambambomil nur anschließen.

Zitat:

@DieselSeppel schrieb am 18. Januar 2017 um 09:54:43 Uhr:


@Ugolf

Es mag zwar sein, dass aufgrund der fehlerhaften Kupplungsansteuerung das ganze nicht so funktioniert. Aber das Prinzip des unterbrechungsfreien Schaltens führt, solange kein Fehlverhalten vorliegt, ganz und gar nicht zu solchen Problemen. Beim DQ250 hatte ich diesbezüglich auch noch nie Probleme und dann mich den Erfahrungen von @schlambambomil nur anschließen.

Da schließe ich mich sogar an. Mir schwebt nur eine Ausnahme vor, unser erstes Auto mit DQ500 neigte zu rainhauenden Gängen ab 40.000km, welche durch einen vorzeitigen Ölwechsel beseitigt worden sind. Evtl. kann es bei sowas zu einer schlechten Übertragung an die Antriebsräder führen. Wäre ja dann allerdings ein Folgeproblem.
Da wir aber DSG immer nur mit Allrad haben, meine DQ200 Erfahrung nicht auf Schnee möglich war, fehlt mir da die weitere Erfahrung, was rutschende Räder, wenn man es provoziert, angeht.

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 18. Januar 2017 um 08:52:31 Uhr:


Ich habe die paar Sekunden nicht genannt, sicherlich ist es weniger.

Die Worte stammen von mir.

Ausfahrt, leicht berghoch, Hauptstraße rechtwinklig dazu. Man rollt heran, sieht (was man sehen kann) das frei ist und gibt Gas. Nach gefühlten knapp 2 Sekunden bewegt sich das Auto vorwärts. Man ist noch mitten auf der Kreuzung und sieht schon die sich nähernden anderen Fahrzeuge, wartet eine weitere Sekunde, das Getriebe schaltet dann vom 2. in den 1., bei der Gaspedalstellung drehen natürlich die Räder durch und man kommt noch weniger von der Stelle. Gibt man weniger Gas, kommt man auch nur genauso langsam von der Stelle, weil man dann im 2. bleibt und erstmal in die Nähe von ca. 1700U/min. kommen muß, bevor eine spürbare Beschleunigung erreicht wird.

In einem anderen Thread schrieb ich schon mal, wann dieses Verhalten

nicht

auftritt: bei der DPF-Reinigung. Meine Auslegung ist nun folgende: Es ist eine Kombination aus Getriebe (extrem kurzer 1. Gang) und Software (Abgaswerte, Verbrauch), die o.g. Verhalten hervorruft.

Bei meinem DQ 200 hatte ich die Probleme nicht, Gas=sofortige Beschleunigung. Ebenso die Getriebe in A8, A6 und Q5, die ich ab und an fahre/fuhr.

@kirschi68

Dann hast du dich auf der vorherigen Seite etwas missverständlich ausgedrückt. Da hast du von trägem Schalten gesprochen. So wie du das jetzt beschreibst kann ich das schon nachvollziehen. Es geht ums Anfahren aus sehr niedrigen Geschwindigkeiten, noch dazu in Verbindung mit einer leichten Steigung. Das liegt wahrscheinlich in der Tat am schleifenden zweiten Gang, und da gebe ich durchaus zu, das DSG-Verhalten an dieser Stelle stört auch mich etwas. Ich meine beim DQ250 ist es zum Glück nicht so schlimm wie beim DQ200.

Wäre es möglich, dass in deiner Situation zusätzlich noch der Berganfahrassistent das Anfahren verzögert, oder kommst du da nicht ganz zum Stillstand?

@DieselSeppel
Im eigenen Kopf ergeben die Dinge manchmal mehr Sinn, als niedergeschrieben 🙂.
Bei beschriebener Ausfahrt stand ich nicht still, 2-4 km/h vielleicht.
Den Berganfahrassistent habe ich noch nicht wissentlich gespürt, da müßte ich mich erst belesen.
Bergabfahrassistent schon erlebt, da war ich beim ersten Mal über den (moderaten) Bremseingriff erstaunt (30-35% Steigung).

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass der nochmal in den 1. Gang schaltet. Der dient doch eigentlich nur zum anrollen, eben weil er ja noch so kurz ist. Oder ist das beim DQ250 anders? Im DQ200 und DQ500 würde ich das ausschließen.

Zitat:

@Ugolf schrieb am 17. Januar 2017 um 20:39:28 Uhr:



Abgesehen fährt sich das DSG bei Glätte relativ holperig. Durch den hohen Drehmoment rutschen die Räder sofort durch wenn der Untergrund glatt ist.

Das Fahren bei Glätte ist mit einem Wandlerautomaten dagegen der reinste Genuß. Vor allem wenn man die Wintertaste ( Wandlerüberbrückung aus ) gedrückt hat. Man hat das Gefühl der Wagen hätte Saugnäpfe statt Räder dran so stabil liegt der Wagen.
Selbst das Fahren mit Handschalter ist hier besser . Man kann den Vortrieb mittels Kupplung besser dosieren.

Das DSG ist da problematisch . Es ist ein Automat der bestimmte Situationen nach Schema abhandelt.

Das ist meine Sicht der Dinge.
... und sage mir keiner ich könne auch nicht mit dem Auto im Schnee umgehen.

Aha. Ich habe selbst den Tag wo hier Eisregen war, keinen Unterschied zwischen meinem GTD Variant mit DSG und Frontantrieb und meinem ehemaligen Mercedes mit Heckantrieb und Wandlergetriebe bemerkt. Einfach das Gas antippen und die Kiste rollt langsam an. Dann streichelt man das Gas weiter.
Und bei Glatter Straße ist Anfahren mit Automatik fast immer besser, weil man die Kupplung schon sehr, sehr fein dosieren muss um ohne durchdrehende Räder anfahren zu können. Bei Automatik entfällt das, eben wegen der bereits genannten Kriechneigung. Da hatte ich mit meinen Handschaltern bei Glätte immer deutlich mehr Probleme vom Fleck zu kommen.

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 18. Januar 2017 um 12:36:40 Uhr:


Oder ist das beim DQ250 anders?

Wenn ich bei niedriger Geschwindigkeit im 2. Gang krieche, so niedrig, dass die Kupplung schleifen muss, und ich dann etwas beherzter Gas gebe, Schaltet er unter bestimmten Umständen in den 1. Gang zurück (z. B. an einer Steigung).

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