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Golf 6 GTD/EA189-Motor: Software-Update wg. Rückruf ungewollt erhalten - was tun?

VW Golf
Themenstarteram 14. März 2017 um 17:58

Hallo,

ich habe gesucht und dieses Thema noch nicht gefunden, deshalb hier meine Frage:

Kürzlich habe ich meinen Golf 6 GTD mit 2,0l-EA189-Dieselmotor zum :) gebracht, nachdem meine Windschutzscheibe wegen Steinschlag gerissen war. (Und ausschließlich dafür.)

Ich habe den Wagen nicht sofort wieder gebraucht, hatte auf der Arbeit viel zu tun - und habe ihn letztendlich erst zwei Tage später wieder abgeholt. Auf dem Heimweg wunderte ich mich noch, daß sich der Wagen "irgendwie anders" fuhr. Eine weitere Fahrt später war mir klar, daß etwas am Motorsteuergerät verändert worden war. Auf Rückfrage beim :) wurde mir bestätigt, daß man mir das "Diesel-Update" aufgespielt hätte. Das war mir zuvor mit keinem Wort angekündigt worden, ich habe m.E. nichts dafür unterschrieben und ich hätte dieses Update auch (noch) nicht gewollt.

=== Jetzt meine Fragen: ===

(1) Kann der :) das Fahrzeug auf den Zustand vor dem Update zurückbringen?

[Ich vermute, daß auch auf mein Verlangen hin der alte Stand nicht wieder aufgespielt werden können wird.]

(2) Warum macht ein VW-Autohaus das?

[Ich bekomme doch sonst keine Service-Arbeiten von denen umsonst/ohne vorherige Absprache. Zahlt VW dem VW-Autohaus eine Prämie für durchgeführte "Diesel-Updates" und ist das ihre Motivation?]

(3) Was kann ich ggü. dem :) tun?

[Man kann zwar argumentieren, daß die Durchführung des Updates unausweichlich und in meinem Interesse war. Aber ich wurde ja gar nicht gefragt (ich wollte es nicht!) und hier wurde ein wesentlicher Eingriff in die Eigenschaften meines Fahrzeugs ohne mein Einverständnis getätigt. Das finde ich inakzeptabel. Ich vermute, daß der :) den Zustand vor dem Update nicht wiederherstellen kann. Aber habe ich dann andere Rechte ihnen ggü.? In anderen Worten: Was kann ich jetzt noch von ihnen verlangen, wenn sie den ursprünglichen Zustand nicht wiederherstellen können?]

Danke im Voraus für alle ernstgemeinten Antworten!

P.S.: Ich habe noch keine schlechten Erfahrungen mit dem Update gemacht und sage mit keinem Wort, daß es per se schlecht wäre. Aber ich hätte gefragt werden wollen. Einfach drauf machen und nichts sagen - das geht nicht.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 15. März 2017 um 7:56

Zitat:

Bei VW muss man (zum Glück) für jeden Vorgang einen Auftrag unterschreiben. Wenn bei dir nur etwas von Windschutzscheibe austauschen, aber nichts von Feldmaßnahme xx/x drauf steht, dann hätte es nicht durchgeführt werden dürfen. Denn nur weil etwas nicht verneint wird, ist es nicht automatisch bejaht. Andersherum hätten sie dir die WSS ja auch nicht einfach so getauscht, wenn du zum Update gekommen wärst.

Danke!

Zitat:

Du hast letztlich 2 Möglichkeiten: [1] auf Downgrade pochen, da du das Update (noch) nicht wolltest. Auch wenn das Update Pflicht ist (was es genau genommen nicht ist), dann musst du es trotzdem beauftragen. Die Werkstatt muss es rückgängig machen (können). Wie, ist deren Problem, nicht deins.

[2] Den Werdegang akzeptieren und das Update drauf lassen.

Perfekt, danke!

Zitat:

Die Werkstätten bekommen von VW genaue Vorgaben (Pistole auf die Brust), die machen die Updates weil der Konzern das so möchte und diesbezüglich einen langen Hebel hat. Ich hatte es schon mal berichtet: ich sollte für das Ablehnen des Updates unterschreiben, obwohl das Auto gar nicht in der Werkstatt war. Es muss also gar nicht mal ne fianzielle Geschichte sein, es reicht einfach der Druck aus, den der Konzern macht. Und jeder Service-MA in der Werkstatt ist froh, dass er Arbeit hat.

Danke für diese guten Informationen! Das hilft sehr.

Überhaupt nehme ich Ihre moderate, sachliche Position zu dem Sachverhalt als sehr angenehm war. Ihr letzter Absatz hat mir auch etwas zu denken gegeben. D.h. bei der Entscheidung auch den Mitarbeiter im VW-Autohaus zu sehen, der in seiner Arbeit einen Kompromiß mit den Zwängen um ihn herum schließen muß.

Dennoch bleibe ich bei meiner kritischen Haltung:

- ich habe dem Autohaus in weniger als vier Jahren ~12.000€ an Umsatz beschert, alles stets sofort und ohne Diskussion bezahlt, nie Probleme gemacht. Ich glaube, ich bin ein guter Kunde und habe meinen Beitrag für den Erhalt der Arbeitsplätze in diesem Autohaus geleistet

- die Durchführung des Updates war mit keinem Wort besprochen, dabei stand auf dem Auftrag oben rechts meine Mobiltelefonnummer (während einem anderen, banaleren Sachverhalt wurde ich auch schon mal 3x angerufen - es geht also) und auch bei der Abholung des Autos wurde kein Wort über die Durchführung der Maßnahme verloren. Diese fand "still und heimlich" statt. Nun lerne ich, daß das Autohaus hier Eigeninteressen verfolgt hat (dem Druck von VW nachgeben, die Pauschale abrechnen). Wenn keine Zweifel an dem Update bestehen würden, hätte man mich einfach kurz anrufen können (und sich später einen Auftrag von mir absegnen lassen können). Ich kann hierin keinen respekt- oder vertrauensvollen Umgang mit mir als Kunden erkennen

- ich glaube, daß ich mich am Meisten ärgere, weil all das mir das Gefühl gibt, daß man im Autohaus glaubt, daß ich ein Idiot bin, man es mit mir machen kann und ich das so sowieso nicht mitbekomme. Und es ist mir ein Rätsel, wie Menschen, die davon leben, Service zu verkaufen, das tun können. (Guten Service zu verkaufen und eine Vertrauensbeziehung über Jahre hinweg aufzubauen ist letztlich auch genau mein eigener Job.)

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28 Antworten

Einfach mal hier schauen bzw fragen:

http://www.motor-talk.de/.../...-den-vw-abgasskandal-t5443589.html?...

Ansonsten zu 1:

Ja das geht, musst du zum Tuner und ein Chip Tuning durchführen lassen!

Zu alten Version kommt man wohl nicht mehr und es wäre illegal, sonst gäbe es den Rückruf nicht..

Zu 2: Das Autohaus bekommt eine pauschale für die Durchführung und ist angehalten alle Diesel umzurüsten!

Zu 3: Es ist zwar eine Frechheit nichts zusagen das man das drecks Update aufgespielt hat, aber du hast ja vorher nichts gesagt...

Du musst leider direkt von Anfang an sagen das du es nicht willst, dann bekommst du ein Wisch mit viel bla bla, den musst du Unterschreiben und gut ist...

Verlangen wirst du jetzt nichts mehr können!

Ausser den Konzern verklagen:

http://www.motor-talk.de/.../...age-software-updates-t5926380.html?...

Themenstarteram 14. März 2017 um 18:53

Zitat:

Ansonsten zu 1:

Ja das geht, musst du zum Tuner und ein Chip Tuning durchführen lassen!

Zu alten Version kommt man wohl nicht mehr und es wäre illegal, sonst gäbe es den Rückruf nicht..

OK, danke: Dieser Weg kostet mich Geld und scheidet daher für mich aus.

Zitat:

Zu 2: Das Autohaus bekommt eine pauschale für die Durchführung und ist angehalten alle Diesel umzurüsten!

Ah, so läuft das also! Jetzt macht alles Sinn. Ich habe gerade etwas gesucht, von einer Pauschale in Höhe von €60 gelesen - und bin entsetzt, daß die für einen so geringen Betrag mein Vertrauen riskieren. :(

Zitat:

Zu 3: Es ist zwar eine Frechheit nichts zusagen das man das drecks Update aufgespielt hat, aber du hast ja vorher nichts gesagt...

Du musst leider direkt von Anfang an sagen das du es nicht willst, dann bekommst du ein Wisch mit viel bla bla, den musst du Unterschreiben und gut ist...

OK, danke! Ja, das wußte ich leider alles nicht. Ich dachte, daß ich nur zum Wechsel einer Windschutzscheibe hinkomme - und ich habe mir ernsthaft nicht denken können, daß die Frage nach dem Software-Update überhaupt aufkommen würde. Deshalb war ich auch nicht darauf vorbereitet, die Durchführung des Updates proaktiv abzuwehren. Unglaublich, daß das jetzt sogar meine Schuld ist. Perfide! :(

Zitat:

Verlangen wirst du jetzt nichts mehr können!

Ausser den Konzern verklagen:

http://www.motor-talk.de/.../...age-software-updates-t5926380.html?...

Danke für diesen Link: Das mutet ja leider absolut hoffnungslos an. Unglaublich. :(

Kann deine Reaktion voll und ganz verstehen, deshalb bin ich und viele viele andere das Update am verweigern!

Erntens wegen diesem Benehmen von Vau Weh und zweitens haben wir alle keine Lust auf Folgeschäden durch das Update!

Kannst gerne hier mal stöbern:

http://www.motor-talk.de/.../...tdi-software-updates-t5254618.html?...

Es hätte aber in jedem Fall auf dem Auftrag stehen müssen. Fals nicht , hat das Autohaus nun ein Problem. Es gab mindestens einen Fall, wo das Update rückgängig gemacht wurde. Aber erst nach beschreiten des Rechtsweges.

Themenstarteram 14. März 2017 um 19:35

Zitat:

Es hätte aber in jedem Fall auf dem Auftrag stehen müssen.

Faszinierend!

Ja, so stelle ich mir das als interessierter Laie auch vor: Oft unterschreibt man ja alle möglichen Dinge ungesehen ... aber ich bin mir sicher, daß mir nichts Derartiges untergeschoben wurde.

Zitat:

Fals nicht , hat das Autohaus nun ein Problem.

Gut zu wissen! Ja, ich habe den Auftrag gerade noch einmal kontrolliert - und es steht definitiv nicht drauf.

Zitat:

Es gab mindestens einen Fall, wo das Update rückgängig gemacht wurde. Aber erst nach beschreiten des Rechtsweges.

... also geht der Weg zurück eben doch wieder!

Das wollte ich wissen, denn dann kann ich das auch nachdrücklicher verlangen. Danke!

Ergänzung: Ich habe gerade mal nachgeblättert und festgestellt, daß besager :) in den letzten knapp vier Jahren ~12.000€ Umsatz an mir gemacht hat. Und ich bin entsetzt, daß sie das für die 60€-Pauschale zur Durchführung des Software-Updates riskieren. Wie soll man da noch Vertrauen haben? Es wäre irrational, sich als Werkstatt so zu verhalten. D.h. hier muß noch irgendeine andere Belohnung oder irgendein anderer Zwang auf das Autohaus wirken. Ich könnte mir das sonst einfach nicht vorstellen.

Warum sollten die mit ihren Händlern anders umspringen, als mit ihren Kunden?

Zitat:

@heizoelblitz schrieb am 14. März 2017 um 19:26:14 Uhr:

Es hätte aber in jedem Fall auf dem Auftrag stehen müssen. Fals nicht , hat das Autohaus nun ein Problem. Es gab mindestens einen Fall, wo das Update rückgängig gemacht wurde. Aber erst nach beschreiten des Rechtsweges.

Und was soll dann der Schwachsinn?

Halbes Jahr später macht man es eh drauf...

Meinung von mir, Schweinerei von Vau Weh aber wenn es drauf ist, dann lässt man es auch drauf...

Bei VW muss man (zum Glück) für jeden Vorgang einen Auftrag unterschreiben. Wenn bei dir nur etwas von Windschutzscheibe austauschen, aber nichts von Feldmaßnahme xx/x drauf steht, dann hätte es nicht durchgeführt werden dürfen. Denn nur weil etwas nicht verneint wird, ist es nicht automatisch bejaht. Andersherum hätten sie dir die WSS ja auch nicht einfach so getauscht, wenn du zum Update gekommen wärst.

Du hast letztlich 2 Möglichkeiten: [1] auf Downgrade pochen, da du das Update (noch) nicht wolltest. Auch wenn das Update Pflicht ist (was es genau genommen nicht ist), dann musst du es trotzdem beauftragen. Die Werkstatt muss es rückgängig machen (können). Wie, ist deren Problem, nicht deins.

[2] Den Werdegang akzeptieren und das Update drauf lassen.

Die Werkstätten bekommen von VW genaue Vorgaben (Pistole auf die Brust), die machen die Updates weil der Konzern das so möchte und diesbezüglich einen langen Hebel hat. Ich hatte es schon mal berichtet: ich sollte für das Ablehnen des Updates unterschreiben, obwohl das Auto gar nicht in der Werkstatt war. Es muss also gar nicht mal ne fianzielle Geschichte sein, es reicht einfach der Druck aus, den der Konzern macht. Und jeder Service-MA in der Werkstatt ist froh, dass er Arbeit hat.

Themenstarteram 15. März 2017 um 7:56

Zitat:

Bei VW muss man (zum Glück) für jeden Vorgang einen Auftrag unterschreiben. Wenn bei dir nur etwas von Windschutzscheibe austauschen, aber nichts von Feldmaßnahme xx/x drauf steht, dann hätte es nicht durchgeführt werden dürfen. Denn nur weil etwas nicht verneint wird, ist es nicht automatisch bejaht. Andersherum hätten sie dir die WSS ja auch nicht einfach so getauscht, wenn du zum Update gekommen wärst.

Danke!

Zitat:

Du hast letztlich 2 Möglichkeiten: [1] auf Downgrade pochen, da du das Update (noch) nicht wolltest. Auch wenn das Update Pflicht ist (was es genau genommen nicht ist), dann musst du es trotzdem beauftragen. Die Werkstatt muss es rückgängig machen (können). Wie, ist deren Problem, nicht deins.

[2] Den Werdegang akzeptieren und das Update drauf lassen.

Perfekt, danke!

Zitat:

Die Werkstätten bekommen von VW genaue Vorgaben (Pistole auf die Brust), die machen die Updates weil der Konzern das so möchte und diesbezüglich einen langen Hebel hat. Ich hatte es schon mal berichtet: ich sollte für das Ablehnen des Updates unterschreiben, obwohl das Auto gar nicht in der Werkstatt war. Es muss also gar nicht mal ne fianzielle Geschichte sein, es reicht einfach der Druck aus, den der Konzern macht. Und jeder Service-MA in der Werkstatt ist froh, dass er Arbeit hat.

Danke für diese guten Informationen! Das hilft sehr.

Überhaupt nehme ich Ihre moderate, sachliche Position zu dem Sachverhalt als sehr angenehm war. Ihr letzter Absatz hat mir auch etwas zu denken gegeben. D.h. bei der Entscheidung auch den Mitarbeiter im VW-Autohaus zu sehen, der in seiner Arbeit einen Kompromiß mit den Zwängen um ihn herum schließen muß.

Dennoch bleibe ich bei meiner kritischen Haltung:

- ich habe dem Autohaus in weniger als vier Jahren ~12.000€ an Umsatz beschert, alles stets sofort und ohne Diskussion bezahlt, nie Probleme gemacht. Ich glaube, ich bin ein guter Kunde und habe meinen Beitrag für den Erhalt der Arbeitsplätze in diesem Autohaus geleistet

- die Durchführung des Updates war mit keinem Wort besprochen, dabei stand auf dem Auftrag oben rechts meine Mobiltelefonnummer (während einem anderen, banaleren Sachverhalt wurde ich auch schon mal 3x angerufen - es geht also) und auch bei der Abholung des Autos wurde kein Wort über die Durchführung der Maßnahme verloren. Diese fand "still und heimlich" statt. Nun lerne ich, daß das Autohaus hier Eigeninteressen verfolgt hat (dem Druck von VW nachgeben, die Pauschale abrechnen). Wenn keine Zweifel an dem Update bestehen würden, hätte man mich einfach kurz anrufen können (und sich später einen Auftrag von mir absegnen lassen können). Ich kann hierin keinen respekt- oder vertrauensvollen Umgang mit mir als Kunden erkennen

- ich glaube, daß ich mich am Meisten ärgere, weil all das mir das Gefühl gibt, daß man im Autohaus glaubt, daß ich ein Idiot bin, man es mit mir machen kann und ich das so sowieso nicht mitbekomme. Und es ist mir ein Rätsel, wie Menschen, die davon leben, Service zu verkaufen, das tun können. (Guten Service zu verkaufen und eine Vertrauensbeziehung über Jahre hinweg aufzubauen ist letztlich auch genau mein eigener Job.)

12000€ in vier Jahren und keinen Ärger gemacht - du bist kein guter, sondern der perfekte Kunde. Vielleicht liegt auch darin der Grund, warum man es letztlich einfach aufgespielt hat. Nach dem Motto "Den juckt das eh nicht."

Berichte mal bitte vom weiteren Vorgehen.

Wie gesagt, kein anderer Vorgang wird ohne Absprache getätigt. Sogar das Waschen musst du absegnen bzw. du wirst darauf hin gewiesen.

Hier bin ich mal gespannt was das gibt....

Vermutlich wird gar nichts passieren. Der TE ist ja nicht grundsätzlich mit dem Update, sondern mit der Vorgehensweise unzufrieden. Da wird der Händler mit nem sinnlosen Gutschein winken und dann ist die Sache für den ausgestanden.

Genauso wird es sein...

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