Getriebefrage/Fachmann
Hi Leute
Leider hat es auch mich mit meinem DLP 02K Getriebe erwischt. Ich hab es daraufhin selbst zerlegt und es war der übliche schaden am Differenzial. Ich hatte noch Glück das ich zu diesem Zeitpunkt in der Stadt unterwegs war und als die Schleifgeräusche kammen das Fahrzeug gleich abstellen konnte. Der Knaller, eine Niete hat noch gehalten!
Ich hab das Differenzial mit dem Repsatz repariert und wieder zusammen gebaut, war alles kein Problem. Nun ist aber ein brummen hinzugekommen. Es hört sich so an, als wäre
es ein Lager. Das Geräusch tritt zwischen 20-40km/h auf wenn ich den Fuss vom Gas nehme. Im 1. ist es kaum zu hören, im 2. ist es wahrnehmbar., im 3. und 4. deutlich zu hören und im 5. nur noch
leicht. Man spürt es auch am Schaltknauf. Beim beschleunigen oder gleichmäßigen Gas geben gibt es keine Probleme, auch wenn das Fahrzeug im Leerlauf rollt, bei der oben genannten
Geschwindigkeit, ist kein Geräusch zu hören und im Schaltknauf ist nichts zu spüren.
Meine frage ist nun, ob man das Lager an den oben genannten Infos eingrenzen kann. Alle Lager
wollte ich nicht tauschen, da einige sehr kompliziert eingestellt werden müssen, wie zum Beispiel das am Differential!
11.02.1998 Erstzulassung, 1.6L, 100PS
MotorKB: AEH
GetriebeKB: DLP
Ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen weiterhelfen.
13 Antworten
Hi
Danke dir für die schnelle Antwort kamikaze schumi. Ich hoffe der Getriebegott liest meinen Post.
Ich habe mich selber ein bisschen schlau gemacht und bin auf diesen Thread gestoßen:
Kurven fahren habe ich noch nicht getestet, aber es wurde auch das TAF-X eingefüllt und bin nicht so überzeugt von diesem Öl.
Welches Öl gehört den in ein DLP-Getriebe und welche Erfahrungen habt ihr mit verschiedenen Ölen bezüglich dem DLP-Getriebe?
Gab es bei den DLP-Getrieben eigentlich häufig diese Nietenproblematik?
Ein Lager könnte es sein, es könnte aber auch ein beschädigter Zahn des Achsantriebes sein. Einen ähnlichen Fall habe ich momentan hier.
Brummendes Geräusch was sich nach Lager anhört. An keinem Lager habe ich entsprechende Spuren gefunden, aber nach langer Suche den Haarriß in der Zahnflanke. Ich mache morgen mal ein Bild davon.
@ Nordhesse
Beim Ausbau habe ich nichts festgestellt. Bin schon auf dein Foto gespannt!
Das Zahnrad ließ sich nur schwer auf die Schrauben setzen, wir mussten mit einem Gummihammer nachhelfen. Im Getriebe machte es nicht den Anschein, das es unrund läuft.
Die Bolzen haben wir mit einer Presse aus dem Differenzial herausgepresst und nicht auf 100 Grad erhitzt. Die neuen haben ebenfalls eingepresst. Könnte das ein Problem sein?!
Ich habe unten ein paar Bilder gepostet.
Das erste Bild zeigt das Differenzial. Die rot markierten Stellen zeigen die abgerissenen Nietenköpfe und der gelbe zeigt den einzigen verbliebenen Nietenkopf.
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Das zweite Bild zeigt die Schleifspuren an der Gehäusewand, hab sie rot markiert. Es sieht nicht so aus wie ein typischen Differenzialschäden oder täusche ich mich?
Die Schleifspuren im Gehäuse sind typisch.
Das Achsantriebsrad sitzt auch mit einem Preßsitz auf dem Differentialgehäuse, daher ist es normal das es schwer drauf geht. Das mit dem Erwärmen des Zahnrades hat schon seinen Grund 😉
Ich habe die Beschädigung des Zahnes zuerst auch nicht gesehen. Beim Zusammenbau und ersten drehen habe ich nur eine leichte Schwergängigkeit an einer Stelle bemerkt. Da ich eine Gratbildung annahm habe ich die Kanten mit einer Verzahnungsfeile nachgeschliffen (Daher die "Kratzspuren" auf der Zahnflanke). Erst jetzt nach erneutem Zerlegen und genauerer Prüfung habe ich den Riß und damit den "verbogenen" Zahn entdeckt.
@Nordhesse
Wenn ich das gleich Problem habe muss ich das blöde Ding schon wieder zerlegen. *kotz*
Nochmal zum Differenzial, diesen Presstift habe ich nicht gesehen oder gefunden. Wo sollte der den sein kannst du in auf meinem Bild markieren? Wäre sehr hilfreich. Ich habe auch in meinen Unterlagen diesbezüglich nichts gefunden.
Einen Presstift hatte ich gesehen, aber der hat nur die Achse der Ausgleichskegelräder festgehalten.
So schwer ging es eigentlich nicht auf zu setzen, es waren 2-3 leichte Schläge und danach konnte man es per Handkraft auf die richtige Position drücken. Es war kein großer Kraftakt.
Darum habe ich das Zahnrad auch nicht erwärmt. Was für ein Grund verbirgt sich den hinter dem erwärmen?
Ich werde heute das Original VW-Getriebeöl besorgen und einen Wechsel vornehmen. Wie im oberen Post beschrieben hatte, habe ich das Castrol TAF-X eingefüllt und im Gegensatz zu anderen Behauptungen im Forum, lässt sich mein Getriebe nun wie ein Japaner schalten, total weich, unpräzise. Vielleicht ist das TAF-X einfach zu dünn.
Welche VW Norm muss das Öl für mein Getriebe erfüllen? Es steht zwar eine auf der Ölflasche, aber ich weiß ja nicht ob die auch für mein Getriebe gilt.
Sobald es etwas neues gibt, werd ich mich melden. Danke schon mal allen.
Nicht Preßstift, Preßsitz 😉
Das heißt nur das das Achsantriebsrad auf das Differentialgehäuse aufgepresst wird, nicht einfach so aufzusetzen geht. Der Sinn des erwärmens ist das es sich leichter auf das Differentialgehäuse fügen läßt. Durch das Erwärmen dehnt es sich aus und läßt sich dann eventuell sogar von Hand (mit Handschuhen natürlich 😉 ) montieren. Wenn es erkaltet, zieht es sich wieder zusammen und sitzt fest auf dem Gehäuse.
Mit dem Originalöl bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Welche Norm es erfüllen muß weiß ich jetzt auch nicht.
Zitat:
Original geschrieben von Nordhesse
Der Sinn des erwärmens ist das es sich leichter auf das Differentialgehäuse fügen läßt. Durch das Erwärmen dehnt es sich aus und läßt sich dann eventuell sogar von Hand (mit Handschuhen natürlich 😉 ) montieren. Wenn es erkaltet, zieht es sich wieder zusammen und sitzt fest auf dem Gehäuse.
Dieser sogenannte Preßsitz schimpft sich "Aufschrumpfen". Zum Getriebeöl, gibts nicht irgendwie ein neues Öl von VW, die man auch in G4/Bora Getriebe füllen kann? Bin der Meinung sowas schon gelesen zu haben?!
Gruß
@ Dr. Brille
Genau das habe ich bekommen. Hat sich wohl schon 2 mal ersetzt. Ich werde es heute wechseln, hoffe das ich damit Erfolg habe und nicht nochmal das Getriebe zerlegen muss!
Es war auch relativ günstig, für 2 Liter habe ich 14€ bezahlt.
Das Achsantriebsrad bekommt man ziemlich leicht drauf, wenn man einfach die Schrauben gleichmässig anzieht. Zumindest dann, wenn die Toleranzen es zulassen, dass es praktisch von selbst draufgeht. Auch zu erkennen daran, dass man es ohne Nieten abnehmen konnte.