Getriebebelastung durch manuelles Schalten?
Ab und zu schalte ich die Automatik manuell in einen höheren Gang, um durch Motorbremse Bremsverschleiß und Treibstoffverbrauch zu senken. Früher hieß es bei Handschaltern stets, dies schade dem Auto (Motor) nicht?
Gilt das für das Automatikgetriebe auch? Oder belastet es das Getriebe eben doch, so dass diese Strategie kontraproduktiv ist?
30 Antworten
Leider gibt es bei einer bestimmten Charge der F48 aus 2018 mit AISIN-Getriebe durchaus gelegentlich Getriebeschäden schon bei sehr niedrigen Laufleistungen.
Insgesamt haben wohl schon rund 3 Dutzend Forenmitglieder diese Erfahrung gemacht und hier darüber berichtet. Ich habe die Erfahrung auch gemacht. Es dürfte eine hohe Dunkelziffer geben, denn BMW regelt diese Fälle wohl normalerweise sehr kulant - vielleicht auch, weil AISIN für einen Großteil der Kosten aufkommen dürfte.
Leider trifft also nicht zu, dass man sich keine Gedanken über schonenden Umgang mit insbesondere diesem Getriebe machen müsste. Bei anderen Modellen mag das zutreffen, beim AISIN-Automaten im F48 leider nicht. Es kann (und sollte!) natürlich schon so sein, dass diese Schwächen in den verbauten Austauschgetrieben behoben sind. Aber eine gewisse Unsicherheit fährt da natürlich mit.
Hätte ich nicht selbst die Erfahrung gemacht, wäre ich auch davon ausgegangen, dass das Automatikgetriebe unkaputtbar ist und hätte auch Empfehlungen zum Getriebeölwechsel in den Bereich der Abzocke verortet. Jetzt sehe ich das natürlich ganz anders...
P.S.: Sollte vielleicht ergänzen, dass der Getriebedefekt in meinem Fall ganz sicher nicht durch die Fahrweise mitverursacht wurde. Denn ich habe im Originalgetriebe kaum jemals manuell geschaltet. Lange Zeit wusste ich nicht einmal, dass das geht und der Unterschied zwischen manuellem Schalten und der Sportautomatik ist mir sogar erst nach dem Getriebetausch klargeworden...