Generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen - Organisierter Protest
Wenn ein Tempolimit nun wirklich ernsthaft diskutiert wird, wäre es langsam an der Zeit aufzustehen.
Würde es Motortalk.de erlauben, das Forum für das Organisieren von Protesten in allen großen Städten zu nutzen?
Beste Antwort im Thema
Was ein peinlicher Protest der freie Fahrt für freie Bürger Vereine 😁
Je eher das TL kommt, desto besser.
1286 Antworten
Der Mythos das man automatisch den überwiegenden Teil der Haftung auferlegt kriegt, sobald man über 130 km/h fährt hält sich sehr hartnäckig, da kann man so viele Gerichtsurteile zusammensuchen wie man will.
Zitat:
@fraxx2001 schrieb am 29. Januar 2019 um 14:19:13 Uhr:
Überreguliert wäre es nur, wenn der Nutzen in keinem Verhältnis stehen würde.
Aber die bisherigen Studien zeigen ein anderes Bild.
... aber nur wenn man deren Schlußfolgerungen derart extrapoliert, wie Du das hier tust und als einzig mögliche Interpretation einforderst.
@Diedicke1300
Wenn jeder, der 200 fährt sich automatisch zum verantwortungslosen Raser disqualifiziert, brauchen wir kein aTL sondern eine hardwareseitige Geschwindigkeitsbegrenzung einschließlich zwangsweise Drosselung aller Kfz auf - sagen wir mal - 90 PS.
Zitat:
@Sabre_Wulf schrieb am 29. Januar 2019 um 13:48:09 Uhr:
Wenn man manche hier so liest, könnte man meinen, dass es auf den Autobahnen ohne aTL richtig lebensgefährlich ist.
Wieder Typisch, auf sowas wird rege geantwortet.
Aber andere Dinge außer Unfallzahlen nicht wirklich. 🙂
Und übrigens ist Fliegen, Bus fahren und alles andere auch Tödlich.
Die Bundesstraße / Landstraße ist im Straßenverkehr der schlimmere Teil was Tote angeht.
Zitat:
@Sabre_Wulf schrieb am 28. Januar 2019 um 17:08:15 Uhr:
Die STVO regelt aber schon ganz Klar und Deutlich wie gefahren werden darf.
In jeder Situation und zu jedem Zeitpunkt.
An der Kontrolle hapert's einfach, kein Personal / Geld steht dafür bereit.
Dichtes Auffahren, Drängeln, Rechtsüberholen usw. ist ganz klar verboten und steht unter Strafe.Wir dürfen die Richtgeschwindigkeit überschreiten, wenn wir aber eine Regel brechen gibt's was aufs Dach.
Aber wo keine Kontrolle statt findet, kann es auch keine Strafe geben.
Die Polizei steht jetzt z.B. lieber am Straßenrand und prüft den Alkoholpegel der Fahrer (Fasching).
Die können auch nicht überall sein, weil sie ja zu wenig Personal sind.
Ein Tempolimit bringt somit noch lange nichts, dann müsste es hier auch so Strafen geben wie im Ausland bis hin zur Fahrzeug Konfiszierung.
Zitat:
@Moewenmann schrieb am 29. Januar 2019 um 14:28:12 Uhr:
Zitat:
@fraxx2001 schrieb am 29. Januar 2019 um 14:19:13 Uhr:
Überreguliert wäre es nur, wenn der Nutzen in keinem Verhältnis stehen würde.
Aber die bisherigen Studien zeigen ein anderes Bild.
... aber nur wenn man deren Schlußfolgerungen derart extrapoliert, wie Du das hier tust und als einzig mögliche Interpretation einforderst.
Und wo tue ich das bitte?
Die Österreich Statistik spricht von 35% weniger Toten und 51% weniger Unfällen.
Die DVR Untersuchung hat 26% bei einer rein deutschen Betrachtung ergeben.
Selbst wenn man davon widersinnige 50% auf andere Faktoren schiebt, bei dem noch nicht ein plausibler genannt wurde, ist die Faktenlage immernoch absolut eindeutig.
Man muss in dieser Diskussion keine Zahlen schönen, selbst pessimistisch interpretiert sind sie noch einseitig.
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Zitat:
@Moewenmann schrieb am 29. Januar 2019 um 14:08:15 Uhr:
Zitat:
@reox schrieb am 29. Januar 2019 um 12:51:13 Uhr:
Ich hatte mir das hier durch gelesen.
Ich mir auch ...Mit Richtgeschwindigkeit 130 gibt es de facto bereits eine verbindliche Obergrenze, die verantwortungsvolle Fahrer bei ihrer Tempo-Wahl berücksichtigen. Wer mit dieser Verantwortung nicht zurechtkommt, dem ist mit einem aTL nicht zu helfen und damit ist der fabulierte Gewinn an Sicherheit nicht plausibel darstellbar.
Der Idealfahrer berücksichtigt das natürlich, weil er die StVO, sein Fahrzeug, die Physik und die eigenen Fähigkeiten kennt und gegeneinander abwägt.
Die Welt ist aber leider voller Nicht-Idealfahrer. Ich wette mit dir, dass mindestens 50% der Autofahrer den Begriff "Richtgeschwindigkeit" nicht richtig verstehen und anwenden können oder überhaupt gar nicht wissen, dass es ihn gibt. Auch verantwortungsvolle Fahrer können sich nur an das halten, was sie verstehen und kennen.
Ein absolutes Tempolimit hingegen ist klar und verständlich. Es steckt den Spielraum, in dem man sich bewegen darf, unmissverständlich ab - ohne rumgeeiere zum Zwecke einer vermeintlichen Freiheit
Zitat:
@franneck1989 schrieb am 29. Januar 2019 um 14:40:24 Uhr:
Der Idealfahrer berücksichtigt das natürlich....
Da der Idealfahrer auch mit Fehlern (bzw. Unbelehrbarkeit) anderer rechnet beoachtet er bei Spurwechseln auf Autobahnen entsprechend aufmerksam den rückwärtigen Verkehr und unterlässt den Spurwechsel sobald er sich seiner Sache nicht sicher ist.
Konsequenterweise sollte man dann aber da ansetzen, wo am meisten passert.
Hier mal eine Statistik direkt von der BAST, ohne dass da noch jemand wie auch immer dran rumgerechnet und interpretiert hat.
Daraus hier eine interessante Textpassage:
Zitat:
Eine der Hauptunfallursachen auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren. Im Jahr 2017
war mehr als ein Drittel (7 194) der Autobahnunfälle darauf zurückzuführen, dass mindestens
eine beteiligte Person die Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte oder für
die Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr. Insgesamt fanden 181 Menschen
bei Geschwindigkeitsunfällen auf Autobahnen den Tod, 2 478 wurden schwer
verletzt. Das waren 44,3% aller Getöteten und 41,5 % aller Schwerverletzten auf deutschen
Autobahnen.
Also über 1/3 der Unfälle nur dadurch, dass eine bereits bestehende Höchstgeschwindigkeit oder eine bereits bestehende Regulierung in der STVO nicht beachtet wurde.
Zitat:
Dennoch sind Autobahnen – bezogen auf die gefahrenen Kilometer – die sichersten
Straßen: Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen haben Kraftfahrzeuge
auf deutschen Straßen insgesamt 784 Milliarden Kilometer (2016) zurückgelegt,
davon ein Drittel auf Autobahnen (31,4 %). Aber nur jeder vierzehnte Unfall mit Personenschaden
(6,9 %) und jeder achte Verkehrstote (12,9 %) entfiel 2017 auf eine
Autobahn.
Im Anhang dann noch eine Statistik aus dem Dokument, die die Verteilung zeigt.
Also: Ein Tempolimit auf Landstraßen oder Innerorts wäre statistisch gesehen dann wesentlich effektiver!
Die Statistik, die in diesem Artikel herangezogen wird, wird leider nicht weiter erläutert. Es steht dort nur "Laut einer Auswertung des DVR".
Googelt man danach, findet man zum Beispiel diese Ausarbeitung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, die jedoch leider auch keine weitere Information enthält.
Auf der Seite des DVR findet man über die Suche zwar eine Präsentation, die plakativ beschreibt, dass man unter 500 Unfalltote kommt, aber wie? das erklärt sie leider auch nicht...
Also: wie genau wird ermittelt, wie viel weniger Verkehrstote es durch ein aTL geben wird?
Und versteh mich bitte nicht falsch, ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Aber mit einer wissenschaftlichen Ausbildung beschaffe ich mir meine Fakten gerne selbst und lasse sie mir nicht von einer Zeitung vorkauen, daher hinterfrage ich grundsätzlich, wie eine Statistik erstellt wird und was uns diese eigentlich genau sagt.
Und genau deshalb sollten wir auch niemals versuchen, sie auch nur ansatzweise zu reduzieren.
Hat kein' Zweck. Null Unfälle kriegen wir eh nie hin. Es gibt nur schwarz oder weiß. Alle Lösungen außer der, die GARANTIERT alles erledigt, sind Quatsch. Hat der Menschheit noch nie was gebracht, solche Denke. Nur mit "alles oder nichts" kommen wir weiter.
Merkste selber, ne.
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 29. Januar 2019 um 15:16:54 Uhr:
Hat kein' Zweck. Null Unfälle kriegen wir eh nie hin. Es gibt nur schwarz oder weiß. Alle Lösungen außer der, die GARANTIERT alles erledigt, sind Quatsch. Hat der Menschheit noch nie was gebracht, solche Denke. Nur mit "alles oder nichts" kommen wir weiter.
Ich gebe dir recht. Aber blinder Aktionismus bringt uns auch nicht weiter.
Wenn sich was ändern soll, muss aber genau geschaut werden, wo man am besten ansetzt.
Meine (nicht belegbare) Meinung?
aTL bring was,
WENN:
- Es kontrolliert wird
- Die Strafen hoch genug sind
Mich würde mal eine Statistik interessieren, in der die Verkehrstoten je Einwohner oder je 1000km von DE (Ohne Limit) gegenüber anderen Ländern (mit Limit) einmal mit hohen Strafen und intensiver Verfolgung und mit niedrigen Strafen dargestellt ist.
Leider gibt es nur dieListe mit Verkehrstoten insgesamt:
Skandinavische Länder (Limit; Hohe Strafen; Intensive Verfolgung): Deutlich unter DE
Niederlande (Limit; Hohe Strafen; moderate Verfolgung): unter DE
Italien (Limit; Hohe Strafen; praktisch keine Verfolgung): Deutlich über DE
USA (Limit; moderate Strafen; gute Straßen; praktisch keine Verfolgung): Deutlich über DE
Ist zwar in diesem Zusammenhang nicht endgültig aussagekräftig, zeigt aber eine erste Tendenz
Das ist einfach die Realität.
Und wenn ich manchmal sehe, mit was für Autos da draußen gefahren wird, obwohl der TÜV "gerade erst" gemacht wurde.
Dann frag ich mich, wo anfangen und wo aufhören.
Die Autos werden besser und dadurch gehen auch die Unfallzahlen zurück.
Die alten Diesel werden jetzt gegen neue Modelle ersetzt, also sind auch wieder bessere Autos auf der Straße.
Was ist, wenn der Verkehr sich von der Autobahn auf die Bundesstraße verlagert?
Noch mehr Verkehr und damit noch mehr Unfälle?
Das beste wäre auf der Bundesstraße die Trennung vom Gegenverkehr. Aber dafür muss man ordentlich Geld in die Hand nehmen.
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 29. Januar 2019 um 15:16:54 Uhr:
Alle Lösungen außer der, die GARANTIERT alles erledigt, sind Quatsch.
Aber wenn wir schon wissen, dass ohnehin "nur" 30% der Unfälle auf Autobahnen passiert (bei denen schon ein Drittel sich ohnehin nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten) und das Mittel des allgemeinen Tempolimits auf einen doch nennenswerten Widerstand in der Bevölkerung trifft, dann kann man sich doch einmal die Frage stellen, ob man nicht an einer anderen Stelle ansetzen kann - und dort vielleicht sogar einfacher mehr erreichen kann..
Ich finde der Vergleich mit anderen Ländern ist Quatsch.
Deutschland hat mit Sicherheit eines der längsten / dichtesten Autobahnnetze in Europa oder vielleicht sogar der Welt.
Da jetzt mit Geschwindigkeitsbegrenzungen und dessen Wirkung in anderen Ländern zu argumentieren ist nicht zielführend, weil es einfach nicht mit einem gTL auf deutschen Autobahnen vergleichbar ist.
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 29. Januar 2019 um 15:16:54 Uhr:
Und genau deshalb sollten wir auch niemals versuchen, sie auch nur ansatzweise zu reduzieren.Hat kein' Zweck. Null Unfälle kriegen wir eh nie hin. Es gibt nur schwarz oder weiß. Alle Lösungen außer der, die GARANTIERT alles erledigt, sind Quatsch. Hat der Menschheit noch nie was gebracht, solche Denke. Nur mit "alles oder nichts" kommen wir weiter.
Merkste selber, ne.
Du hast noch vergessen:
„Woanders ist es viel schlimmer, dort sollte man ansetzen.“
Ha, ha, da möchte ich bei sein.
30 in Städten und 70 auf der Lanstrasse. Das wird ein Spaß.
Zitat:
@Vollgasfuzzi schrieb am 29. Januar 2019 um 15:34:26 Uhr:
Ich finde der Vergleich mit anderen Ländern ist Quatsch.
Deutschland hat mit Sicherheit eines der längsten / dichtesten Autobahnnetze in Europa oder vielleicht sogar der Welt.
Da jetzt mit Geschwindigkeitsbegrenzungen und dessen Wirkung in anderen Ländern zu argumentieren ist nicht zielführend, weil es einfach nicht mit einem gTL auf deutschen Autobahnen vergleichbar ist.
😁
Und trotzdem wird es immer wieder von einigen "Experten" hier versucht