Generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen - Organisierter Protest
Wenn ein Tempolimit nun wirklich ernsthaft diskutiert wird, wäre es langsam an der Zeit aufzustehen.
Würde es Motortalk.de erlauben, das Forum für das Organisieren von Protesten in allen großen Städten zu nutzen?
Beste Antwort im Thema
Was ein peinlicher Protest der freie Fahrt für freie Bürger Vereine 😁
Je eher das TL kommt, desto besser.
1286 Antworten
Zitat:
@Nordlicht2015 schrieb am 28. Januar 2019 um 15:15:06 Uhr:
Zusammenhang Geschwindigkeit und direkte Unfallursache wäre für all die, die sich eine Auswertung Statistik wünschen, empfehlenswert
Noch empfehlenswerter wäre eine Statistik die keinen Zusammhang belegt.
Die Erhöhung der Geschwindigkeit unter gleichen Bedingungen birgt automatisch eine höhere Unfallwarscheinlichkeit (längere Anhaltewege, weniger Ausweichmöglichkeiten, ein Vielfaches kinetischer Energie, mangelnde Fahrzeugbeherrschung, drastische Verringerung der notwendigen Reaktionszeiten, massiver Informationsverlusst da das Verkehrsgeschen wesentlich schneller verarbeitet werden muss, massive Verkürzung der Zeit eine Entscheidung zu treffen....) und vor allem eine höhere Unfallschwere.
Ich denke es ist langsam an der Zeit selbst zu tun was du ständig von anderen verlangst.
Lege plausibel dar, das es keinen Zusammenhang gibt !
Schaffst du das nicht wird man dich hier als Schwätzer in Erinnerung behalten.
Und nochmal, man kann Argumente dagegen haben, auch wenn man dafür ist.
Zitat:
@Taxidiesel schrieb am 28. Januar 2019 um 15:25:46 Uhr:
Zitat:
@fraxx2001 schrieb am 28. Januar 2019 um 15:22:41 Uhr:
Für mich wäre auch eine einzige(!!!) Statistik, die belegt, dass das unlimitierte Tempo keine Auswirkung auf Unfälle hat, wünschenswert. Aber Fachmeinungen und Statistiken sind hier bis auf Schreckenberg absolute Mangelware der contra-aTL Fraktion.
Ich bezweifle nicht, dass ein aTl der Verkehrssicherheit dienlich wäre. Aber die Frage ist: Stimmt das Verhältnis Einschränkung/Erfolg; wäre die Maßnahme verhältnismäßig?
Halleluja, damit bist du weiter als andere hier.
Damit kann man deutlich besser leben.
Wegen der Verhältnismäßigkeit: ein paar Tote und Schwerverletzte auf der einen Seite vs. was gewinnen wir dafür?
Zitat:
@fraxx2001 schrieb am 28. Januar 2019 um 15:12:41 Uhr:
Zitat:
@Moewenmann schrieb am 28. Januar 2019 um 14:57:01 Uhr:
Dass ein aTL Unfälle oder Risken in D mindern kann, ist eine unbewiesene Behauptung.
Dazu gibt es aber doch Untersuchungen (z.B. vom DVR) und Statistiken im internationalen Vergleich?!
Es bleiben Äpfel/Birnen-Vergleiche, mit denen man zwar argumentieren kann, die aber deswegen trotzdem keine sicheren Aussagen erlauben, dergestalt, dass die diskutierte Maßnahme zwingend umgesetzt werden müsste, mithin alternativlos wäre. Es gibt immer Alternativen, die aber im Diskurs gerne vorab und auf ideologischer Grundlage aussortiert werden.
Zitat:
@fraxx2001 schrieb am 28. Januar 2019 um 15:12:41 Uhr:
Welche Bevormundung? Zu welchem Zweck?Zitat:
Es muss gar nichts zuerst durchgesetzt werden. Es ist nur so, dass hier die gleiche entlarvende Argumentation folgt. Es geht zuvorderst eben nicht um die Rettung von Menschenleben, sondern darum weitere Bevormundung durchzusetzen.
Es geht immer um die Befriedigung individueller Befindlichkeiten und Ego-Faktoren wenn von Zwangsbeglückung die Rede. Es gibt da oft einen Zusammenhang mit der politischen Grundeinstellung, ohne dass ich das hier weiter diskutieren wollte.
Aus einem Bericht des statistischen Bundesamtes für das Jahr 2017:
4. Unfallgeschehen nach Ortslagen
4.1 Überblick
Wie in den Vorjahren ereigneten sich auch 2017 die meisten Verkehrsunfälle innerhalb geschlossener Ortschaften. Dies trifft auf knapp drei Viertel (73,2 %) aller polizeilich erfassten Unfälle und auf mehr als zwei Drittel (68,6 %) aller Unfälle mit Personenschaden zu. Innerorts gab es auch die meisten Verletzten (66,7 % aller Leicht- und 52,6 % aller Schwerverletzten). Dagegen kamen 56,4 % der Verkehrstoten bei Unfällen auf Landstraßen ums Leben. Innerorts waren es 30,7 % und auf Autobahnen 12,9 %.
Die 12,9% schlüsseln sich wie folgt auf :
4.4 Autobahnen
Im Jahr 2017 kam es zu 20 928 Unfällen mit Personenschaden auf Deutschlands Autobahnen. Dabei starben 409 Menschen, 5 974 wurden schwer verletzt. Unter den Getöteten waren 215 Pkw-Insassen, 101 Insassen von Güterkraftfahrzeugen sowie 29 Fußgängerinnen und Fußgänger.
Eine der Hauptunfallursachen auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren. Im Jahr 2017 war mehr als ein Drittel (7 194) der Autobahnunfälle darauf zurückzuführen, dass mindestens eine beteiligte Person die Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte oder für die Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr. Insgesamt fanden 181 Menschen bei Geschwindigkeitsunfällen auf Autobahnen den Tod, 2 478 wurden schwer verletzt. Das waren 44,3% aller Getöteten und 41,5 % aller Schwerverletzten auf deutschen Autobahnen.
Das Fazit des statistischen Bundesamtes:
Dennoch sind Autobahnen – bezogen auf die gefahrenen Kilometer – die sichersten Straßen: Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen haben Kraftfahrzeuge auf deutschen Straßen insgesamt 784 Milliarden Kilometer (2016) zurückgelegt, davon ein Drittel auf Autobahnen (31,4 %). Aber nur jeder vierzehnte Unfall mit Personenschaden (6,9 %) und jeder achte Verkehrstote (12,9 %) entfiel 2017 auf eine Autobahn.
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Zitat:
@fraxx2001 schrieb am 28. Januar 2019 um 15:06:45 Uhr:
Zitat:
@Mobi Dick schrieb am 28. Januar 2019 um 14:55:57 Uhr:
Es macht nicht wirklich Sinn über die einzelnen Punkte zu diskutieren, weil du oft Konstellationen schilderst, welche deine Sichtweise pro aTL untermauern.
Ich möchte doch deinen Ansichten und praktischen Erfahrungen überhaupt nicht wiedersprechen, für mich ist das okay wenn du lieber limitiert fahren möchtest.
Ich brauche das nicht! Und der Gesetzgeber sieht es bisher auch so.
Alles andere wird die Zukunft zeigen.
Meine Fragen zielen nur darauf ab, wie die Realität nunmal ist.
Ich muss nicht unbedingt limitiert fahren, mir gehts im Grunde bei der Diskussion um zwei Dinge:
1. Die Ehrlichkeit, dass es schon was bringen würde, aber man es egoistischen Gründen nicht will (und das meine ich nicht böse, Menschen sind ständig egoistisch).
2. Da ich täglich auf der Autobahn sehe, wie verantwortungslos manche Leute mit dem Tempo umgehen, sehe ich es als vorteilhafter an, mich selbst zum Opfer eines aTL zu machen
Wenn es eine Volksabstimmung dazu gäbe, würde ich dafür stimmen, aber es würde mir nicht leicht fallen.
Zu Punkt 1, mir bringt es nichts, auf einer leeren Autobahn 130 km/h zu fahren wenn man auch schneller könnte. Auf 120 km/h limitierte Strecken werden häufig mit 140 km/h befahren. Ich möchte mich da nicht ausnehmen, bin ja kein Engel. Auf unlimitierten Strecken fahre ich je nach Situation oft 130 manchmal auch 240 km/h. Warum nicht?
Zu Punkt 2, warum möchtest du unbedingt andere mit einem aTL bevormunden obwohl du selbst kein aTL brauchst, wahrscheinlich sogar öffters über Richtgeschwindigkeit fährst? Das ergibt für mich keinen Sinn.
Bei einem aTL wäre es für immer vorbei mit 200 km/h fahren.
Warum möchtest du nachfolgende Generationen diese Erfahrung verwehren? Ziemlich egoistisch!
Zitat:
Im Jahr 2017 war mehr als ein Drittel (7 194) der Autobahnunfälle darauf zurückzuführen, dass mindestens eine beteiligte Person die Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte oder für die Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr.
Nehmen wir mal den interessanten Teil:
Höchstgeschwindigkeit überschritten -> passiert auch bei aTL, dann sogar öfter
jetzt kommt es: "oder für Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell": jetzt müsste man alle auf bereits limiterten Abschnitten rausrechnen, alle Unfälle unter 130 raus und natürlich Unfälle die bei >130km/h mit 130km/h genau so passiert wären
Dann hätten wir eine Zahlengrundlage
Die dann natürlich mit anderen Faktoren gegengerechnet wird, also u.a. mehr Kolonnenbildung auf heute unlimitierten Abschnitten mit den folgen, dass dort durch die dann geringeren Abstände nun auch mehr passiert als in der Theorie der Idealwelt. Oder eben, man mit einem Raser nicht gerechnet hat, der doch schneller ist als aTL, weil er theoretisch nicht vorkommen sollte
Zitat:
@Mobi Dick schrieb am 28. Januar 2019 um 15:59:54 Uhr:
Zu Punkt 2, warum möchtest du unbedingt andere mit einem aTL bevormunden obwohl du selbst kein aTL brauchst, wahrscheinlich sogar öffters über Richtgeschwindigkeit fährst? Das ergibt für mich keinen Sinn.
Bei einem aTL wäre es für immer vorbei mit 200 km/h fahren.
Warum möchtest du nachfolgende Generationen diese Erfahrung verwehren? Ziemlich egoistisch!
Nene mein lieber, egoistisch ist da nix.
Ich bin tendenziell nicht derjenige, dem jemand hinten rein donnert, weil ich als Vielfahrer gelernt habe, mit dem täglichen Gerangel auf der linken Spur umzugehen. Auch bin ich deutlich besser geschützt, als die Fahranfängerin im Polo. Mir geht es bei dem Punkt tatsächlich um die Sicherheit für die Allgemeinheit, auch wenn das jetzt schwer nach Gutmenschentum klingen mag. Aber ich muss mich wohl nicht dafür entschuldigen, dass ich weniger Tote gut fände.
Die Erfahrung 200 zu fahren, kann die nachfolgende Generation bei unstillbarem Wunsch auf der Rennstrecke fröhnen. Ansonsten gilt: was man nicht kennt, vermisst man nicht.
Ich war noch nie auf einer Rennstrecke gefahren, alle zuweit weg. Aber 8 km von meinem Zuhause gibt es eine unlimitierte Schnellstraße. Dort hatte ich bisher nur eine lebensgefährliche Situation als ein Audi SQ 5 bei Tempo 120 rechts überholte und unvermittelt nach links zog.😰
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 28. Januar 2019 um 16:06:07 Uhr:
Zitat:
Im Jahr 2017 war mehr als ein Drittel (7 194) der Autobahnunfälle darauf zurückzuführen, dass mindestens eine beteiligte Person die Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte oder für die Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr.
Nehmen wir mal den interessanten Teil:
Höchstgeschwindigkeit überschritten -> passiert auch bei aTL, dann sogar öfter
jetzt kommt es: "oder für Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell": jetzt müsste man alle auf bereits limiterten Abschnitten rausrechnen, alle Unfälle unter 130 raus und natürlich Unfälle die bei >130km/h mit 130km/h genau so passiert wären
Dann hätten wir eine ZahlengrundlageDie dann natürlich mit anderen Faktoren gegengerechnet wird, also u.a. mehr Kolonnenbildung auf heute unlimitierten Abschnitten mit den folgen, dass dort durch die dann geringeren Abstände nun auch mehr passiert als in der Theorie der Idealwelt. Oder eben, man mit einem Raser nicht gerechnet hat, der doch schneller ist als aTL, weil er theoretisch nicht vorkommen sollte
Was glaubstn du eigentlich, warum es auch in Österreich noch viele tausende Unfälle gibt?
Das aTL ist doch kein Allheilmittel. Es ist lediglich eine Komponente den Verkehr noch sicherer zu machen.
@onzlaught
Die Statistik bestreitet niemand, damit wirbt ja auch der ADAC. Aber diese Statistik widerlegt auch nicht, dass ein aTL noch zur Sicherheit beitragen würde.
Jetzt noch einen für's Phrasenschwein: Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
(Puh, da hab ich überlegt, ob ich den bringen kann 😁)
Ich glaube das schon. Ist auch so. Aber warum gibt es solche Zahlen nicht?
Und für dein Phrasenschwein hat man ja wichtigeres gefordert, zum Glück sehen das die zur Zeit entscheidenden Leute auch so. Jetzt soll man erstmal daran, und ich bin mir sicher, das wird die Zahlen der Statistik deutlich senken, auch das was für ein aTL übrig bleibt
Meine Gegenfrage ist, wofür braucht man die Zahlen noch, wenn die Unfallstatistik höher ist auf unlimitierten Abschnitten, als auf limitierten. Der einzige Unterschied ist das Tempo, denn der unlimitierte Abschnitt wird wohl kaum der gefährlichere sein. Dieser Logik kann man sich nicht entziehen.
Die STVO regelt aber schon ganz Klar und Deutlich wie gefahren werden darf.
In jeder Situation und zu jedem Zeitpunkt.
An der Kontrolle hapert's einfach, kein Personal / Geld steht dafür bereit.
Dichtes Auffahren, Drängeln, Rechtsüberholen usw. ist ganz klar verboten und steht unter Strafe.
Wir dürfen die Richtgeschwindigkeit überschreiten, wenn wir aber eine Regel brechen gibt's was aufs Dach.
Aber wo keine Kontrolle statt findet, kann es auch keine Strafe geben.
Die Polizei steht jetzt z.B. lieber am Straßenrand und prüft den Alkoholpegel der Fahrer (Fasching).
Die können auch nicht überall sein, weil sie ja zu wenig Personal sind.
Ein Tempolimit bringt somit noch lange nichts, dann müsste es hier auch so Strafen geben wie im Ausland bis hin zur Fahrzeug Konfiszierung.
Zitat:
@fraxx2001 schrieb am 28. Januar 2019 um 16:51:22 Uhr:
Meine Gegenfrage ist, wofür braucht man die Zahlen noch, wenn die Unfallstatistik höher ist auf unlimitierten Abschnitten, als auf limitierten. Der einzige Unterschied ist das Tempo, denn der unlimitierte Abschnitt wird wohl kaum der gefährlichere sein. Dieser Logik kann man sich nicht entziehen.
Wo gibt es eine solche Statistik?
Zitat:
@Vollgasfuzzi schrieb am 28. Januar 2019 um 17:08:28 Uhr:
Zitat:
@fraxx2001 schrieb am 28. Januar 2019 um 16:51:22 Uhr:
Meine Gegenfrage ist, wofür braucht man die Zahlen noch, wenn die Unfallstatistik höher ist auf unlimitierten Abschnitten, als auf limitierten. Der einzige Unterschied ist das Tempo, denn der unlimitierte Abschnitt wird wohl kaum der gefährlichere sein. Dieser Logik kann man sich nicht entziehen.Wo gibt es eine solche Statistik?
z.B.
https://vcoe.at/.../...oesterreich-verkehrssicherer-als-in-deutschlandGibt zwar viele Statistiken, die Unfälle DE/Rest Westeuropa betrachten, aber leider die wenigsten auf Autobahn runtergebrochen.
Es muss auch eine Untersuchung vom DVR geben, weil es mehrfach referenziert wird, u.a.
hier:
Zitat:
Die jüngste Untersuchung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) aus dem Jahr 2016 hat ergeben, dass auf Abschnitten mit einem Tempolimit pro Kilometer rund 26 Prozent weniger Menschen tödlich verunglückten als auf Strecken ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Zahl der Schwerverletzten sei auf Strecken mit Tempolimit um 17 Prozent ebenfalls geringer.
Hier ist zumindest nochmal ein Graph dazu:
https://www.schwaebische.de/.../...olimit-sicherer-_arid,10784485.html
Edit: seh grad, beim letzten Link ist ein internationaler Vergleich der Länder.
Und bevor sich welche auf die Länder über uns stürzen, in Tschechien ist das Durchschnittsalter eines PKW z.B. 14 vs. 9 Jahre in Deutschland. Das ist bei fast allen Ländern dort so. Auch sind die Straßen in einem ganz anderen Zustand. Wer die Lebenskultur in Italien kennt (und Motorraddichte), der weiß auch da z.B. dass das Land als Referenz nicht taugt.
Nun, es wäre ja nicht schwer, die Unfälle auf der Autobahn in unlimitierte/limitierte Bereche zu unterteilen.