Generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen - Organisierter Protest

Wenn ein Tempolimit nun wirklich ernsthaft diskutiert wird, wäre es langsam an der Zeit aufzustehen.

Würde es Motortalk.de erlauben, das Forum für das Organisieren von Protesten in allen großen Städten zu nutzen?

Beste Antwort im Thema

Was ein peinlicher Protest der freie Fahrt für freie Bürger Vereine 😁

Je eher das TL kommt, desto besser.

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Ein Tempolimit von 130 wäre vll. tatsächlich vernünftig, aber eine Welt in der nur die Vernunft regiert wäre freudlos und trist, ein Tempolimit zwischen 6 und 22 Uhr wäre ein guter Kompromiß. Mich regen eher Fahrverbote auf, auch wenn ich nicht betroffen bin (bloß wie lange noch nicht), erzwungene E-Autos und anfällige Downsizing Motoren die auch von der Politik forciert worden.

Wenn man die Autobahn frei haben will, sollte man den Güterverkehr auf die Schiene verlegen, das Konzept der Rollenden Landstraße würde sich anbieten.

Wäre wenn nicht ein Tempolimit 22-6 Uhr besser?

Ich finde 6 bis 22 Uhr auch einen guten Kompromiss. Später kann man dann immernoch die 130 durchziehen, der Nutzen dürfte dann allerdings nur noch marginal sein.

Zitat:

@wiesoeinname schrieb am 23. Januar 2019 um 09:02:48 Uhr:



Zitat:

@IncOtto schrieb am 23. Januar 2019 um 06:21:36 Uhr:


Tatsächlich ist global gesehen die Nahrungsmittelindustrie, maßgeblich durch Fleischproduktion, die größte CO2 Quelle.

Zitat:

Zitat:

@wiesoeinname schrieb am 23. Januar 2019 um 09:02:48 Uhr:



Zitat:

@IncOtto schrieb am 23. Januar 2019 um 06:21:36 Uhr:

So ist es. Weniger Fleisch essen und ein TL und wir hätten unser Klimaziel erreicht. Dazu würde es deutlich weniger Tierleid geben.

Besser:
Freiwerdene Ackerflächen durch Fleischverzicht für Anbau von Energiepflanzen zur E85 Herstellung nutzen. Gefahren wird dann sowieso CO2-Neutral und ein Tempolimit brauchen wir dann auch nicht mehr.

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Zitat:

@Skodadriver0815 schrieb am 23. Januar 2019 um 09:35:23 Uhr:


Ein Tempolimit von 130 wäre vll. tatsächlich vernünftig, aber eine Welt in der nur die Vernunft regiert wäre freudlos und trist, ein Tempolimit zwischen 6 und 22 Uhr wäre ein guter Kompromiß. Mich regen eher Fahrverbote auf, auch wenn ich nicht betroffen bin (bloß wie lange noch nicht), erzwungene E-Autos und anfällige Downsizing Motoren die auch von der Politik forciert worden.

Wenn man die Autobahn frei haben will, sollte man den Güterverkehr auf die Schiene verlegen, das Konzept der Rollenden Landstraße würde sich anbieten.

"Vernünftig" ist in der Tat vieles. Wenn wir alles mit Zwang durchsetzen wollen, was "vernünftig" ist, dann bleibt vom freien Leben nicht mehr viel übrig, denn irgendwer muss abschließend festlegen, was "vernünftig" ist. Wenn sich die Menschen in Deutschland "vernünftig" und gesund ernähren würden, würde das die Kosten für unser Gesundheitssystem drastisch senken und wir hätten für viele "vernünftige" Dinge Geld. Vernunft ist ein wichtiges, aber allein kein tragendes Argument. In einer freiheitlichen Gesellschaft ist zunächst einmal die Frage nach der Notwendigkeit zu stellen. Jede Vorschrift, die unsere Handlungsfreiheit beschränkt, sollte das mildeste Mittel sein, ein dieser Freiheit übergeordnetes Ziel zu erreichen. Es bürgert sich in allen Bereichen des Lebens diese Haltung ein, allein, weil etwas vernünftig sei oder monokausal betrachtet richtig, sei es "alternativlos". Mich würde ein Tempolimit auf Autobahnen persönlich nicht so sehr tangieren, weil ich ohenhin selten schneller als 130-140 km/h fahre. Auch das ist allerdings kein Argument. Ich könnte als Nichtraucher auch mit einem Tabakverbot leben. Wenn man mir den Wein verbieten wollte, wäre ich schon weniger tolerant. Persönliche Vorlieben taugen als Kriterium also auch nichts.

Der Traum von der "rollenden Landstraße" ist schon ausgeträumt, wenn man die vorhandenen Kapazitäten mit den dafür erforderlichen vergleicht. Das Schienennetz müsste massiv ausgebaut werden. Das fordert jeder, bis er erfährt, dass eine der neuen Strecken in der Nähe seines Hauses, durch einen Wald, über einen Tümpel mit geschützten Fröschen etc. verlaufen soll. Da müsste man wohl ein bundesweites U-Bahn-Netz errichten und auch das wäre beim Bau nicht ohne Auswirkungen auf Anwohner und Umwelt.

Grüße vom Ostelch

Volle Zustimmung

Das mit dem Fleischessen kann sich aber jeder mal überlegen.

Ich beobachte in meinem Umfeld tatsächlich, dass etliche Leute wenig Fleisch essen. Man hat das einmal bewusst angefangen zu reduzieren, und mittlerweile ist es Gewohnheit. Nicht Vegetarier oder gar Veganer, nein, einfach wenig Fleisch und Fleischprodukte. Meine Familie und ich gehören auch dazu. Man bekommt doch auch seit geraumer Zeit in jeder Gaststätte mehrere gute vegetarische Gerichte. Das wäre nicht so, wenn es dafür keine erhebliche Nachfrage gäbe!

@Ostelch

Die Dinge, die du ansprichst (Tabak, Alkohol, etc.) sind mit dem Straßenverkehr so nicht vergleichbar. Das Fahrverhalten und die Unfähigkeit einiger, mit der ihnen vom Gesetzgeber zugestandenen Freiheit umzugehen, hat direkte Auswirkungen auf die Gesamtheit der auf dieser Strecke befindlichen VT. Bei übermäßigem, längerem Genuss von Tabak oder Wein treten die Folgen nicht unmittelbar ein, ja sie sind nicht einmal garantiert. Das ist schon ein Unterschied, da die direkten Folgen hier der Verursacher selbst trägt (Krankheit, Tod). Die Gesellschaft fängt die Mehrkosten auf, das sind die mittelbaren Auswirkungen, die wir alle aber nicht aktiv zu spüren bekommen. Dies ist im Straßenverkehr nicht möglich, da der Schaden (Zeitverlust, Mehrverbrauch, zusätzliche Umweltbelastung), der der Allgemeinheit entsteht, nicht wieder umgelegt werden kann.

Ich verstehe, was du sagen willst. Aber so einfach ist der Vergleich meiner Meinung nach eben nicht.

@Erwachsener

Ja, genau so. War bei uns nicht anders. Erst weniger Fleisch, dann noch weniger Fleisch und als die letzten Jahre immer mehr Skandale in den Schlachtbetrieben an die Öffentlichkeit kamen, wurde Fleisch noch weiter reduziert. Man vermisst es auch gar nicht mehr. Klar, ganz selten wird es noch einmal gegessen aber dann gute Qualität vom heimischen Betrieb.

Zitat:

@Erwachsener schrieb am 23. Januar 2019 um 11:04:12 Uhr:


Das mit dem Fleischessen kann sich aber jeder mal überlegen.

Ich beobachte in meinem Umfeld tatsächlich, dass etliche Leute wenig Fleisch essen. Man hat das einmal bewusst angefangen zu reduzieren, und mittlerweile ist es Gewohnheit. Nicht Vegetarier oder gar Veganer, nein, einfach wenig Fleisch und Fleischprodukte. Meine Familie und ich gehören auch dazu. Man bekommt doch auch seit geraumer Zeit in jeder Gaststätte mehrere gute vegetarische Gerichte. Das wäre nicht so, wenn es dafür keine erhebliche Nachfrage gäbe!

Bei mir genauso. Aber zu den Gaststätten - Naja, meine Frau (Vegetarierin) seufzt manchmal schon, wenn sie mal wieder nur Käsespätzle oder Salat auf der Karte findet. Vegetarische Alternativen gibt es zwar mittlerweile wirklich überall, aber raffiniert sind die in vielen Fällen leider immer noch nicht.

Ja, da gibt's noch Reserven. Aber kein Vergleich zum Zustand vor sagen wir 15-20 Jahren! Als es, wenn überhaupt, nur genau ein vegetarisches Alibi-Gericht gab und Salat bestenfalls als kleine Beilage.

Dafür? Wann, wo? Bin sofort dabei. Wobei... eigentlich geht's mir sowas von hinten, vorne, oben und unten, aber auch links und rechts vorbei...

Wer sich weiterhin die Birne einfahren will, weil er's eilig hat (und sich hetzen lässt, weil der Chef so kalkuliert, dass der Mitarbeiter fährt was geht), soll das tun. Gemäß Wahrscheinlichkeitsrechnung gewinne ich eher im Lotto, als dass mich so einer abschießt.

Aber bitte:

Recht auf > 130 für euch.
Recht auf < 100 für mich.

Ich fahre rechts und LKW überholen mich nur selten, also wird's auch weiterhin gut gehen.

Zitat:

@Brunolp12 schrieb am 23. Januar 2019 um 07:24:19 Uhr:


Hier mal ein ganz guter Text zur Situation, welcher auch so einige Argumente zusammenfasst.
Insbes. ist auch der Hinweis wichtig, dass Klimaziele nunmal Maßnahmen erfordern und einfach nur nichts tun -auch im Verkehrssektor- nicht zu den Optionen zählt:

Man könnte auch erst mal prüfen ob die Klimaziele überhaupt realisierbar sind oder Hirngespinste.
Andere Staaten haben erkannt das diese Klimaziele nicht realisierbar sind und ignorieren die ganzen Gipfelergebnisse.

Ausser Deutschland sind es nicht viele Länder die bereit sind sich deswegen wirtschaftlich zu ruinieren.
Und ein Tempolimit wird dabei exakt gar nichts bringen.
Wie der Verkehrsminister aus BW regelmässig zeigt ist es schlicht das Ziel ein Limit durchzusetzen, aus welchem Grund auch immer. Er hat schon verschiedenes probiert und ist damit gescheitert.
Gibt es auf den ausländischen Autobahnen weniger Unfälle?
Ist der Durchschnittsverbrauch dort messbar geringer wegen dem Limit?
Das sind die zu beantwortenden Fragen.
Aber was zb die Unfälle auf Autobahnen angeht, da lese ich in der Presse und den Polizeiberichten überwiegend von LKWs als Verursacher und die dürfen eh schon nur 80 fahren, würde also nichts bringen.
Und die paar Unbelehrbaren die deutlich schneller unterwegs sind als es die Verkehrsbedingungen anraten lassen sich auch nicht durch ein Limit bremsen, weder in Deutschland noch im limitierten Ausland.

Wenn man sich mal Deutschland auf dem Globus anschaut sieht man wie Unbedeutend Deutschland in dieser Frage ist
Deutschland auf dem Globus

Das was Wir einsparen egalisiert China in wenigen Stunden

Als würde ein Abiturient die schule abbrechen, weil er nicht den 1er Schnitt schafft, den seine Eltern von ihm erwarten.

Nur weil man das Ziel nicht erreicht sollte man nicht komplett drauf scheissen, oder?

Zum Verbrauch Ausland/Drutschland:

Ich brauche in NL 6,5L auf der Autobahn. In D sind es fast 7,5L.

Zitat:

@debiler schrieb am 23. Januar 2019 um 11:05:47 Uhr:



Das Fahrverhalten und die Unfähigkeit einiger, mit der ihnen vom Gesetzgeber zugestandenen Freiheit umzugehen, hat direkte Auswirkungen auf die Gesamtheit der auf dieser Strecke befindlichen VT.

Sorry dass ich einfach nur diesen Satz rauspicke, aber ich moechte darauf kurz eingehen.

(Umweltaspekt absolut aussen vor)

Genau das ist das Problem. Es ist nicht die fehlende Geschwindigkeitsbegrenzung, es sind Einzelne, die unfaehig sind, mit gewissen Freiheiten oder Pflichten verantwortungsbewusst umzugehen, die die Teilnahme am Strassenverkehr nun mal mit sich bringen.

Und natuerlich geht es darum die Gesellschaft so gut wie moeglich zu schuetzen, aber auch so viele Freiheiten wie moeglich zuzugestehen.

Was macht man um die Gefahren fuer die Gesellschafft in anderen Bereichen im Strassenverkehr zu reduzieren?
Auf welchem Platz der Statistik liegt nochmal das Handy am Steuer? Offizielle Zahlen? Dunkelziffer?
Alkohol / Drogen am Steuer?
Schlicht und einfach unfaehig ein Fahrzeug sicher zu fuehren? (gibt es auch in meinem engeren Umfeld)
Altersbedingte Unfaehigkeit? (Jugendlicher Uebermut / altersbedingte koerperliche Eingeschrenktheit)

Was machen wir um alle Risiken zu minimieren? Alles verbieten? Fahrerlaubnis direkt abnehmen? Alle Wegsperren?

Es ist und bleibt halt immer ein schmaler Grad abzuwaegen, wie das Verhaeltnis zwischen Risiko und Freiheitseischraenkung zu bewerten ist. Und das koennte sogar noch jeder individuell anders beurteilen.

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