Generell Tempo 80 auf der Landstraße sinnvoll ?
Hier wird das Thema einmal wieder aufgegriffen.
Meine Meinung: Ich kann dem als Landstraßen-Vielfahrer etwas abgewinnen. Denn die Aussage "Der Club (ADAC) beobachte mit Sorge, dass manche Autofahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit als Mindest- und Soll-Geschwindigkeit interpretieren ..." trift m.E. nach zu. Fahre mal 100 km/h, und Du wirst oft zum Verkehrshindernis. Wenn dann in Einmündungsbereichen das obligatorische, oft Blitzer-überwachte 70 km/h kommt, wird hektisch abgebremst und danach wieder Gas gegeben.
Wenn es schon auf Autobahnen gilt, daß man etwas langsamer nur unwesentlich mehr Zeit braucht, so kann ich das aus eigener Praxis für Landstraßen erst Recht bestätigen: Man sieht sich ganz schnell nach dem riskantesten Überholmanöver hinter dem nächsten Traktor oder Schulbus im Ort wieder 😉.
Wirklich gut und übersichtlich ausgebaute Landstraßen können ja mit 100 beschildert werden. Was meint Ihr ?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Generell Tempo 80 auf der Landstraße sinnvoll ?
Nein.
Gruß Metalhead
352 Antworten
Das einzig sinnvolle vor Schulen, wenn ich heute mal morgens an meiner ehemaligen Grundschule vorbeikomme. Einfach nur grausam wie sich die Eltern mit ihren Autos so aufführen.
Und wären da nicht die ganzen Elterntaxis, würde da absolut keine Gefahr vom Straßenverkehr ausgehen, das befindet sich alles in einem ruhigen Wohngebiet, weit ab von schnell und viel befahrenden Straßen. 😠😁
Ich wäre ja froh, überhaupt 80 fahren zu können. Leider nimmt die Anzahl sogenannter Landstraßenschleicher immer mehr zu.
Bei immer mehr Fahrzeugen (Kleinwagen) mit kleinvolumigen 16V Saugmotoren, wundert mich das nicht.
Ich selbst fahre seit 1994 Autos mit rund 1.1t Leergewicht, 2x 1.4l Benziner 75PS (Sauger; Zweiventiltechnik/Einspritzer ob letzter direkt, weiß ich nicht), aktuell 1.5l Diesel 75PS.
Alles Autos mit, für diese Größenordnung/Motorisierung, guter elastischer Motorauslegung. Auch die beiden Benziner hatten im höchsten Gang bei ca. 1500U/min (~60km/h) bei sanfter Gaspedalbedienung ein gutes Ansprechverhalten des Motors. Ohne Brummen, ohne Vibrationen nahmen diese Motoren willig die Drehzahlerhöhung an. Natürlich keine Sprintbeschleunigungen. Ca. 300m von 60 auf 90 sind aber bestimmt auch nicht dahingeschlichen. 😉
Der Diesel jetzt, mit seinem max. Drehmoment bei schon 1400U/min, natürlich noch besser. Wobei hier die Übersetzung des vierten Gangen der des fünften, der beiden Benziner entspricht.
Vor einer Woche hab ich dann mal einen Dacia Sandero mit 1.2l 16V gefahren. Graaauuuuusam.
Bei den beiden Benzinern im Alltagsbetrieb hatte ich den Gaspedalweg etwa zu einem Drittel ausgenutzt. Mit dem Diesel sind es bei gleicher Fahrweise ca. 25%.
Bei dem Dacia musste ich das Gaspedal deutlich über 50% durchtreten, um übrehaupt vorwärts zu kommen. Die Übersetzung kam mit meinen beiden Benziner gleich. Die gelbe Masse unter der Schädeldecke ist regelrecht verkrampft, auf der Suche nach dem Gefühl, das es überhaupt vorwärts geht.
Es war echt verdammt schwer, das ding im 5.Gang bis auf 90 zu bringen. Bei dem hilft offenbar wirklich nur, das Pedal bis fast Anschlag durchzutreten und nur bei hohen Drehzahlen zu schalten. Rein verbrauchstechnisch somit die absolute Katastrophe und ein rabiater Rückschritt gegenüber meiner beiden Benziner mit 15 bis 24jährigem technologischem Rückstand.
Bergab den Dacia ohne Gas mit 90 rollen lassen, mit Nachlassen des Gefälles analog dazu das Gaspedal immer weiter durchgetreten,um die 90 konstant beizubehalten,trotzdem mit 20km/h Geschwindigkeitsverlusst auf der Ebene. Unter bis dreiviertel Gaspedalweg waren die 90 in dieser Fahrsituation nicht zu halten.
Es hat sich echt so angefühlt, als hätte die Schwungscheibe eine Fliehkraftbremse verbaut, die mit zunehmender Drehzahl immer stärker zugreift.
Im Sandero 1.2 16V werkelt ja ein Clio Motor. Mein Bruder hatte damals die erste Version des Clios, glaub um die 60/65PS . Also über zwanzig Jahre früherer Entwicklungsstand. Der hat sich aber wesentlich geschmeidiger gefahren, mit für damalige Verhältnisse auch akzeptabelen Verbrauch von um die 6,6l.
Also wenn mich einer fragt.
Diese Entwicklung kleinvolumiger 16V Saugmotoren, mit entsprechend niedrigem Drehmoment bei Drehzahlen nur knapp unterhalb der maximalen Leistung, ist doch der totale Schuss in den Ofen.
Was bringt denn das Hochpäppeln der Leistung mit 4Ventiltechnik, wenn am Ende NULL Elastizität vorhanden ist und ein fast unfahrbares Fahrzeug, egal in welchem Fabrikat, für den Alltagsgebrauch als Ergebnis steht.
Warum bekommen solche Fahrzeuge nicht weiterhin 1.4l Motoren mit 2Ventiltechnik, aber halt nach neusten Kentnissen überarbeiteter Motosteuerung, die bei abermals geringerem Verbrauch eine gute Fahrbarkeit bietet?
Vom meinem ersten Benziner zum zweiten, gab es 0,5 bis 0,8l weniger Verbrauch, trotzdem der zweite etwas größer und 100kg schwerer war.
PS:
Vor den beiden gab natürlich auch schon private PKW. Diese beiden dienten nur mal als Vergleich.
Die Motoren sind auch Heute nicht so schlecht. Das Ganze mit dem riesigen Pedalweg und schlechter Elastizität ist Softwareseitig so gewollt. Man soll es dadurch fühlen ab wann der Verbrauch ansteigt und möglichst langsam/ohne Last fahren. Ohne diese softwareseitige Gängelei würden die Verbräuche moderner PKW noch mal deutlich mehr über den Werksangaben liegen als sie es so schon tun.
Wer Abhilfe will = Pedalbox kaufen.
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Naja.
Mit dem Citroen ZX habe ich, solange es frosfrei blieb, bzw so gerade noch um die 0° pendelte, im Schnitt 6,2 Liter gebraucht. Tägliche Fahrstrecke 16 km zur Arbeit und wieder zurück.
Der Zitroen Xsara hat bei gleicher Motorisierung bei identischen Bedingungen nur noch 5,4 Liter gebraucht. Im Juli August letztes Jahr, bei durchgehend 35° und drüber, waren es zweimal 5,1. Tippe mal, das sich da auch der Spritt im Tank ordentlich ausgedehnt hat.
Wenn es mal auf längere Strecke ging, hab ich den ZX auch gut unter die 6 Liter bekommen. Der Xsara wollte dabei eher nicht wirklich sparsamer werden. Dafüer ist er aber im Winter auch weniger hochgeklettert. Tat sich mächtig schwer die 7 Liter zu erreichen. Meistens, wenn es nicht so elendig kalt war, da, wo der ZX sich bei frostfreien Bedingungen einpegelte, vielleicht mal 0,3 drüber.
Im Winter war also der Sprittspareffekt gegenüber dem ZX gute 50% höher.
Der Sandero ( übrigens kein Stepway) dagegen tat sich verdammt schwer den Momentanverbrauch unter die 6 zu bekommen, vielleicht mal nen Stückchen bei 5,5. Und dabei war ich noch verdammt weit weg von meinen gewohnten 90 km/h.
Meine beiden Zitronen wären bei der Gaspedalstellung wohl schon bei 150 und drüber gewesen, wenns auch gedauert hätte.
Das ergibt doch bei dem Sandero mit dem verkorksten Verhältnis von Gaspedalstellung und Fahrdynamik überhaupt keine harmonische Ergonomie für das gesammte Fahrverhalten. Da verlernt man doch eher das intuitive Fahrgefühl, geschweige denn, das man sich als Anfänger überhaupt eins erarbeitet.
Zitat:
@Rainer_EHST schrieb am 21. Januar 2016 um 23:18:30 Uhr:
Bei immer mehr Fahrzeugen (Kleinwagen) mit kleinvolumigen 16V Saugmotoren, wundert mich das nicht.
Jeder noch so kleine und gering motorisierte PKW ist technisch in der Lage, die 100 km/h zu fahren. Er braucht nur ggf. etwas länger.
Der Hyundai i10 hat drei Zylinder mit 1 Liter Hubraum und 67 PS. Auf dem Papier 155 km/h und 15 Sekunden von 0-100 km/h, der VW Up! mit seinen 60 PS schafft diese Disziplin sogar besser.
Die Problematik sitzt eher hinter dem Lenkrad, die nicht weiß, wie es geht.
Mir geht es hier nicht max Beschleunigungswerte, es geht schlichtweg um die Fahrbarkeit dieses Fahrzeuges. Ersteres erreicht man immer bei maximal durchgetretenem Gaspedal, inkl. der dazu nötigen Drehzahlen. Völlig egal wie elastisch ansonsten der Motor auf den sanfteren Umgang mit dem Pedal reagiert. Und letzteres passt bei dem Motor überhaupt nicht.
Wenn ich für 80/90 das Pedal schon fast zu dreiviertel durchtreten muss, aber für 140 dann nur ein kleines Stückchen weiter, dann ist das eine sehr unergonomische Bedienungslogik.
Das fängt bei dem Sandereo schon damit an, das man beim gemäßigtem Anfahren das Gaspedal schon sehr weit betätigen muss. Auch nach dem Hochschalten usw. Man findet überhaupt kein Gefühl auf dem Gaspedal für die gefahrene Drehzal des jeweiligen Ganges, egal wie hoch oder niedrig diese ist. Das Verhältnis von Pedalstellung zur Drehzahl ist da in allen Gängen völlig unharmonisch.
Ich bin selbst eher ein Frühschalter, bei meinen früheren Benzinern kaum über 2500U/min vor dem Gangwechsel, jetzt mit dem Diesel, nur knapp über 2000U/min. Entsprechend wenig muss ich auch dafür auf das Pedal treten, zudem ich dazu verhältnissmäßig sanft beschleunige. Quasi mit dem Pedal immer ein kleines Stück der momentanen Geschwindigkeit voraus. So stelle ich mir gut funktionierende und intuitiv bedienbare Ergonoimie vor.
Man möchte mit dem Sandero realaxt dahincriusen, inkl. Ortsdurchfahrten, muss dafür aber das Gaspedal dermaßen "tracktieren" als würde man ein Rennen fahren.
Das ist in etwa so, wenn du 10 kg hochstemmst und dir das fast genauso schwer vorkommt, als hättest du 50 kg in den Händen, die du gerade so bewältigen kannst.
Ich weiß ja nicht wie Du fährst, aber ich hatte diese Probleme mit meinem Fiesta (zugegeben 82 PS, aber aus 1,25 Liter) nie derartige Probleme. Nur beim Überholen musste ich den Wagen "treten", ansonsten bin ich völlig normal gefahren, ohne ein Verkehrshindernis darzustellen.
Übertreibst Du da nicht ein wenig?
Bisher habe ich nur Autos mit 80 rumeiern sehen, die bauartbedingt deutlich schneller könnten, die Fahrer es aber nicht wollten. Alle anderen (einschließlich der schwächsten Kleinwagen) sind mit der zulässigen Geschwindigkeit mehr oder weniger unterwegs.
Wenn du mal kannst, dann fahre mal einen Dacia Sandero 1.2 16v.
Vielleicht gibt es ja in deiner Nähe einen Renaulthändler und du meldest dich mal zu einer Probefahrt für dieses Fabrikat, mit genau jener Motorisierung.
Glaube es mir. Es ist mit dem wirklich ein Krampf. Du schaltest bei ca 20/25 in den zweiten Gang und musst das Pedal deutlich über die Hälte durchtreten, um dann irgendwann mal bei 35 in den dritten Gang zu schalten.Mit jedem anderen Auto, egal wie gering motorisiert, wärst du bei der Pedalstellung in der selben Zeit schon bei 60 bis 70 im zweiten Gang.
Selbst ein LKW, der zwei bis dreimal so lange beim Beschleunigen braucht, weist eine wesentlich harmonischere Abstimmung zwischen Gaspedal und Fahrdynamik aus.
Ich hatte bis dato auch noch nie ein Auto unterm Hintern, das solch eine unelastische Motorencharakteristik aufweißt. Hier hatte ja schon jemand dazu geschrieben, dass das weniger am Motor selbst liegt, sondern die Software der Motorsteuerung das so managt.
Da fällt mir der Fiat Panda ein, den ich vor einigen (vielen?) Jahren als Leihwagen hatte. War zwar schon das Modell Nuova. Dafür aber 4x4 mit 60 PS.
Bei dem war es auch extrem, auf Geschwindigkeit zu kommen.
Gleiches galt neulich für einen Fiat 500L auf Teneriffa, der mit vier Erwachsenen besetzt war, trotz Diesel.
Aber beide haben dann doch die 100 geschafft. 😉
Die Dacia haben doch Renault Motoren, demzufolge müsste doch ein Clio ähnliche Probleme haben.
Ich hab mal meinen Beitrag noch editiert.
Vielleicht ist ja beim Clio Die Software etwas anders ausgelegt.
Zitat:
@kerberos schrieb am 22. Januar 2016 um 22:00:05 Uhr:
Ich weiß ja nicht wie Du fährst, aber ich hatte diese Probleme mit meinem Fiesta (zugegeben 82 PS, aber aus 1,25 Liter) nie derartige Probleme. Nur beim Überholen musste ich den Wagen "treten", ansonsten bin ich völlig normal gefahren, ohne ein Verkehrshindernis darzustellen.
Es gibt Fahrer die so gut wie Nie über den mittleren Drehzahlbereich kommen und immer im höchstmöglichen Gang bleiben und es gibt Fahrer die wenn es sein muss im niedrigst möglichen Gang bis zur Drehzahlgrenze beschleunigen. Welcher Typus wird bei tendenziell schwächeren Motoren eher Probleme haben?
Ich persönlich habe mich beim Überholen selbst mit meinem nicht gerade drehmomentschwachen TDCI nicht unbedingt auf das Drehmoment verlassen sondern Runtergeschaltet und dann Pedal to the Metal bis eine fette schwarze Wolke im Rückspiegel zum Hochschalten mahnte. 😁
Und jetzt beim Ecoboost wird auch bis an den Roten gedreht wenn Es sein muss.
😉 Witzigerweise schluckt die Kiste trotzdem nur rund 7,75L/100km
Zum Thema an sich, Nö 😁
Es gibt Abschnitte wo 80 zu hoch wären und Andere wo man locker das Limit auf 120 hochsetzen könnte und auf manchen Abschnitten ginge problemlos noch mehr...😎
Was aber festzustellen ist ist das immer mehr Fahrer(innen) die Breite ihres Fahrzeugs nicht abschätzen können.
Wenn Es manchmal nicht so traurig wäre könnte man darüber lachen wenn Fahrer(innen) mit 3,5m Kisten an Engstellen nicht wissen wie Sie durchkommen sollen und so Dödel wie Meinereiner mit einem Mondeo locker flockig flott durchzirkeln. Und so fahren Sie auch auf Landstraßen, immer schön Mittig weil man keine Ahnung hat wo das Auto Rechts aufhört.
Zitat:
Und so fahren Sie auch auf Landstraßen, immer schön Mittig weil man keine Ahnung hat wo das Auto Rechts aufhört.
Da fällt mir eine Frage dazu ein. Gibt es eigentlich eine Statistik zur Durchfallquote bei Fahrprüfungen?
Ich meine jetzt nicht den einmaligen Durchfaller und dann doch bestanden. Sondern die Anzahl derer, welche endgültig durchgefallen sind und denen der Führerschein somit vollständig verwehrt worden ist.
Sollte der Durchschnitt deutlich Besser sein als bei Schul-/Lehr-und Hochschulabsolventen so liegt doch der Verdacht nahe, dass die Prüfer etwas mehr als ein Auge zudrücken.
Es wäre dann ein Wunder wenn ständig 30/80/120 gefordert werden.
Mein Citroen Xsara hat 1118 kg Leergewicht gehabt mit 1.4L 75PS.
Mal ein paar Daten
Citroen 118Nm bei 3300 U/min
Sandero 105Nm bei 4750U/min
Wäre schön, wenn man mal von beiden Motoren ein Leistungs/Drehzahl Diagramm zu Gesicht bekäme.
Aber ich glaub, es macht schon deutlich, dass das beim Dacia fürs gesittete Fahren etwas zäh aussieht.
Bei Atoplänum findet man nur Berichte von den älteren Sanderos der ersten Generation. Die Fahrer berichten das er sich mit dem 1.2 16V Motor ganz gut fährt.
Auf Youtube zu einem Video mit ner Testvorstellung des aktuellen Modells schrieb ein User ebenfalls, das dieser Motor sich sehr schlecht fahren lässt.
Erst ab 2500U/min merkt man allmählig ein bischen Zug vom Motor und ab 3500U/min zieht er dann deutlich besser. Für einen Benziner Saugmotor ja auch normal, das er so ab 3000U/min anfängt sehr drehfreudig zu werden. Nur was dem Sandero da fehlt, das er sich darunter, so ab 1500U/min verhältnismäßig linear an diese Drehfreudigkeit heranbewegt.
In diesem Bereich ist aber das Ansprechverhalten extrem schlecht, und dann oberhalb 3000/Umin soll er dann ziehmlich sprunghaft, wie früher mal Turboladermotoren, loslegen.
Da oben habe ich ihn aber selber nicht bewegt. Hab einfach versucht meinen üblichen Fahrstil zu fahren, wie ich das mit jedem anderen Auto auch mache und das hat bei dem überhaupt nicht funktioniert. Hab ja privat und beruflich schon nen ordentliches Spektrum an PKWs, LKWs (bis max 17t) und Kleintransportern durch.