ForumGaskraftstoffe
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Fahrzeugtechnik
  5. Kraftstoffe
  6. Gaskraftstoffe
  7. geht es nach 2018 weiter?

geht es nach 2018 weiter?

Themenstarteram 13. März 2014 um 20:46
Beste Antwort im Thema

Prinzipiell hast du recht was das Thema "selektive Wahrnehmung" angeht. Allerdings mache ich mal ne einfache Rechnung auf:

In DE gibts jedes Jahr etwa 100.000 LPG Umbauten. Sagen wir, davon hätten hypothetisch 10% mittel- bis langfristig einen Ventilschaden. Jeden Kalendertag wären das etwa 27 Schäden. "Wir hier" sehen massiv weniger, einer pro Woche wäre schon viel. Was also entweder auf eine mangelhafte Reichweite von Motor-Talk deuten würde (dagegen spricht das Google Ranking) oder auf eine massiv niedrigere Quote. Ein "läuft nicht gescheit" ist massiv häufiger als "kaputt" und erstes passiert nicht so oft. Jedenfalls nicht bei gescheiten Umbauten.

Zudem passt der Zeiteffekt nicht: Sagen wir, der LPG Fahrer macht etwa 20.000 km im Jahr, also etwas über Durchschnitt. Und sagen wir ferner, der Schaden möge bei etwa 200.000 km kommen. Also angesichts des Alters der typischen Umrüstungen (irgendwo zwischen 40-100 tkm) wäre das nach 6 1/2 Jahren der Fall. Ich bin länger "dabei", aber auch die massiven Umrüstwellen nach der Ökosteuerreform 2002 und den nachfolgend steigenden Energiepreisen haben sich nicht in vermehrten "Heul, keine Kompression, was nun" Beiträgen geäußert. Bei meiner Karre macht alles andere langsam Zicken, aber nicht die Gasanlage. Ölverbrauch hatte meiner schon immer, Dank an Audi und die sch**** Longlife-Öle der ersten und zweiten Generation.

Injektoren-Themen sind aber bei Audi mit alternden Dieselmotoren in den letzten Jahren hochgeschossen wie sonstwas. Im Vectra-B Forum ist die Dieselpumpe bei den 1.9 DTIs bzw. deren Traversendichtungen (was immer sowas ist) mehr als gut bekannt. Benziner haben auch schwächen, aber AGR und Zündanlage sind vergleichsweise billig. Und u.a. Audi ist nicht der einzige Hersteller, der die 2000 Bar Einspritzdruck der modernen Selbstzünder und vor allem Präzision bei der Kraftstoffmenge nicht über ein Autoleben lang "halten" kann. Das Injektorgeraffel ist ein typisches Zukaufteil von Bosch/Conti & Co. Sicherlich fahrzeugspezifisch angepasst, aber im Kern findest du den selben Kram unter jeder Marke. Und wenn ein Injektor kaputt ist, wird der Satz eben in der Fachwerkstatt gewechselt. Theoretisch "geräuschlos" aus Sicht der Foren, trotzdem kommt das Thema immer wieder hoch.

Und am Ende bleibt noch eine tröstende Gewissheit: 1 x Injektorwechsel ist etwa so teuer wie einmal Ventilsitze erneuern. Beim Vierzylinder etwas billiger, beim Sechszylinder mit seinen meist zwei Bänken etwas teurer.

76 weitere Antworten
Ähnliche Themen
76 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von PhyshBourne

nun, autogas hilft zumindest, die großen karren zu fahren… :D

Zumindest unterliegen einige diesem Irrglauben.

Die heulen sich dann öfter im S-Klasse-Forum aus, weil sie leider nicht bedacht haben, daß so ein Fahrzeug auch mal Defekte haben kann.

Autos, die mal deutlich über € 100.000 gekostet haben, da kann schnell mal was für € 5000 kaputtgehen, das hat aber kaum jemand in der Hinterhand, wenn er sich nicht mal den normalen Spritpreis leisten kann.

 

lg Rüdiger:-)

Zitat:

Original geschrieben von RuedigerV8

Zumindest unterliegen einige diesem Irrglauben.

Die heulen sich dann öfter im S-Klasse-Forum aus, weil sie leider nicht bedacht haben, daß so ein Fahrzeug auch mal Defekte haben kann.

Nicht nur dort. Auch die Fraktion »Bin dem Lehrlingsgehalt entwachsen, habe meinen Golf GTI gegen Phaeton getauscht - wer kann mir 'nen Monat Geld für die Bremsen vorstrecken?« wundert sich da immer wieder. ;)

Fakten:

Diesel (und Benziner und Gaser) kosten nicht nur die Kraftstoffkosten.

Diesel (und Benziner und Gaser) kosten unterschiedlich KFZ-Steuer.

Diesel (und Benziner und Gaser) werden von unterschiedlichen Personen unterschiedlich bewegt.

Eine für alle taugliche Lösung gibt es nicht. Ich habe damals für meinen T4 VR6 mit 103 kW rund 4'000 Euro weniger gezahlt als ein vergleichbar ausgestatteter TDI mit 111 kW gekostet hätte. Da ist die Gasanlage sozusagen »beim Kauf schon drin«. In 9 Jahren musste ich auch nicht 2x den Steuerriemen wechseln lassen. Beim TDI wäre das allerdings gekommen... Etc. etc. etc.

Oder einer kauft sich 'nen VR6, welcher ihm nach 5'000 km um die Ohren fliegt. Dann hat er auch nichts gespart. Trotz Gas...

Die einzige Wahrheit, welche noch immer gilt:

Wer billig kauft, kauft zweimal. Gilt auch für Gebrauchtwagen... Ein billiger V8 ist meistens kein günstiger V8. Auch nicht mit LPG...

Da spielt dann die mögliche Erhöhung um 12 ct pro Liter wirklich kein Rolle mehr.

Übrigens: Gestern E10 1,40 Euro, heute 1,52 Euro (gleiche Tankstelle bei Ulm). Also über 12 ct Preiserhöhungen mache ich mir wirklich keinen Kopf. ;)

Grüße, Martin

Darum fahr ich Amis....da sind die Ersatzteilpreise zumindest bei vielen Teilen nicht auf dem Premium-Niveau oder es lässt sich anders lösen.

So lange es kein Fahrzeug russischer Produktion mit deutsch-koreanischer Entwicklungsgeschichte mit ehemals US-amerikanischem Markenlogo an Front und Heck ist... ;)

Grüße, Martin

Zitat:

Original geschrieben von X_FISH

So lange es kein Fahrzeug russischer Produktion mit deutsch-koreanischer Entwicklungsgeschichte mit ehemals US-amerikanischem Markenlogo an Front und Heck ist... ;)

Grüße, Martin

Es gibt ja auch noch gute alte Toyotas....

Oder ein Lincoln Towncar, Ford Crown Victoria

Nahezu unkaputtbar, wenngleich auch einige bekannte Problemchen bekannt sind - wie bei jedem Auto.

Zitat:

Original geschrieben von giantdidi

Ist LPG momentan günstiger als Diesel?

Ein typischer gastauglicher Benziner verbraucht doch im Flüssiggasbetrieb fast doppelt so viel in Liter, wie ein vergleichbarer Diesel. Günstiger würde das nur, wenn moderne supersparsame Ottos mit Gas liefen.

wo hast du deiner Zahlen her?

mit meinem 170ps Benziner:

ich 8€ / 100 km (10,82 L/100 bei 73,9 Cent pro Liter)

Diesel 9€ / 100 km (Basis 6,5 L/100 bei 1,39 pro Liter)

Vollkommen gesund sind 20-25% volumetrischer(!) Mehrverbrauch, abzüglich des Anteils der Strecken auf Startbenzin. Wenn man LPG in Kilogramm rechnen würde (CNG wird in kg verkauft), so hätte LPG einen Minderverbrauch.

LPG wiegt gerade mal 0.55 kg/l, deutlich Abhängig von der Mischung und Temperatur. Benzin liegt etwa bei 0.76 kg/l, hat aber je Kilo einen geringeren Brennwert als LPG.

Und ab 2018 wirds ohne Änderungen am Gesetz ein paar Cent teurer, aber damit können die meisten Anwesenden immer noch Leben. Wer richtig kotzen mag: 2002 lag der Liter Sprit bei etwa 1€/l, heute 1.45 für E10. Extrapoliere das, viel Spass. Seit 2002 gabs auch keine Erhöhung der MWST mehr, weitere 10 Jahre würde ich mich nicht auf nominal stagnierenden Energiesteuern ausruhen.

Zudem: Nach meiner Erfahrung mit Gebrauchtwagen macht der Sprit 1/3 dessen aus, was man tatsächlich für die Kiste hinlegen muss. Wertverlust, Versicherung, Regel-Inspektionen, Reifen und Rücklagen für technischen Verschleiß (Fahrwerk, Bremsen, Kleindefekte) machen 2/3 aus. Von dem ersten Drittel Sprit sparste mit LPG etwa 40% ein. Das heißt, deine Gesamtkosten sinken gerade mal um 15%, auch wenns an der Tanke gefühlt besser ist. Aber dadurch kann sich kein Lehrling einen RS6 oder M5 leisten. Bei der ersten Inspektion mit Austausch der Bremsen bekommt der einen Kreislaufzusammenbruch und vertickt die Kiste. Oder baut Ebay-Presspappe aus China ein.

 

Zitat:

Original geschrieben von giantdidi

Ein typischer gastauglicher Benziner verbraucht doch im Flüssiggasbetrieb fast doppelt so viel in Liter, wie ein vergleichbarer Diesel.

Hängt vom Fahrzeug ab. Ein Straßenfloh (Smart) mit Diesel im Vergleich zu einem der Smart mit LPG ForFour:

-> http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/161584.html

-> http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/150302.html

8,7 Liter LPG

4,2 Liter Diesel

VW T4 VR6 (106 kW) vs. VW T4 Diesel (111 kW)

-> http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/198745.html

-> http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/335788.html

13,8 Liter LPG (deckt sich auch mit meinen Erfahrungen)

7,13 Liter Diesel (bei anderen bis zu über 10 Liter - bei flotterer Fahrweise)

Nüchtern heruntergerechnet:

Smart Diesel: 6,96 Euro pro 100 km

Smart LPG: 6,00 Euro pro 100 km

T4 Diesel: 10,38 Euro pro 100 km

T4 LPG: 9,52 Euro pro 100 km

Dazu kommen unterschiedliche Steuersätze, z.T. auch unterschiedliche Versicherungsprämien abhängig von der Kraftstoffart, Wartungsaufwand (Zahnriemen beim TDI vs. Steuerkette beim VR6, welche in 120'000 km nicht 2x gewechselt werden muss), etc.

Wenn es alleine nach dem Verbrauch gehen würde, dann würden wir alle E-Fahrzeuge fahren. Oder 50er Roller (4-Takt). ;)

Grüße, Martin

Der Trend des Vielfahrers geht wieder zum Diesel.

spricht ja auch nichts dagegen.

Zitat:

Original geschrieben von Langsamfahrer

spricht ja auch nichts dagegen.

Doch, die hohen Unterhaltungskosten!

Beispiel BMW 320d, E46

Auf 120tkm alle 4 Injektoren, a 380€ zzgl. Einbau

Nach 150 tkm Turbo und Partikelfilter hin! Kosten 3500 :O!

Bei 210 tkm Hochdruckpumpe hin, 2200,-€ Kosten!

Kein Einzelfall! Noch Fragen?

Wenn Dieseln, dann mit alter Pumpe-Leitung-Düse Technik, das Comon Rail Prinzip ist jedenfalls keine Alternative um günstig zu fahren!

Das Kostenrisiko bei der modernen Technik läßt sich jedenfalls nicht über die günstigeren Spritkosten reinfahren! Mal drüber nachdenken! Und neiun, das ist keineswegs übertrieben!

Ach komm, hör doch auf mit dem Unsinn. Ich bin jetzt auch kein ausgemachter Dieselfreund aber da EINEN Wagen zu nehmen und deswegen alle über einen Kamm zu scherren ist doch hochgradig unseriös. Als Umrüster wollt Ihr doch auch nix davon hören das Ihr nichts könnte weil EINER immer wieder Mist baut. Zumindest wäre mir das neu. Ich würde mir in meiner aktuelle Situation auch keinen Diesel kaufen. Ist dann wohl der Grund weswegen ich zw. Vectra, E-Klasse und E61 schwanke.

Firmen-Superb: 280.000km und keinen Turbo und keine Injektoren

Privater Mondeo: 200.000 ohne Injektoren und Turboprobleme (dafür anderes)

Kollege hat seinen Astra H gerade mit 233.000 abgegeben und sich nen J geholt. Keine Injektoren und keine Turbos

Kollege 330d: 300.000km und keine Injektoren, dafür Turbodefekt

Das es auch andere gibt ist mir auch klar und das kritisiere ich auch, aber wie erwähnt sich doch deswegen nicht alle schlecht.

Zitat:

Das Kostenrisiko bei der modernen Technik läßt sich jedenfalls nicht über die günstigeren Spritkosten reinfahren! Mal drüber nachdenken! Und neiun, das ist keineswegs übertrieben!

Du kannst ja auch gerne die alten Mühlen weiterfahren, das ist doch ganz alleine Deine Sache. Übertrieben ist die Kritik bzw das was Du offenbar damit sagen willst. Und das ganz erheblich. So ein bisschen fair sollte man doch durchaus sein dürfen. Mir wäre jedenfalls neu das Gas die ultimative Lösung ist weil nichts kaputt geht und alles supi ist.

Als Vielfahrer würde ICH mit meinen ganz pers. Ansichten eher zum Diesel greifen. Mir macht es nämlich als VIELfahrer keinen Spaß alle 2 Tage irgendwo LPG Tanken zu suchen. Da setze ICH mich dann doch lieber in ne Karre mit 800-1000km Reichweite. Jaja, wer sagt denn das man nur LPG fahren müsste. Man kann ja auch Mixed-Mode fahren.

Ich habe mir gestern einen neuen Navara Pickup bestellt, leider mit Diesel, weil hier in D ja keine Modelle mit Benzinmotor zu vertretbaren Preisen angeboten werden. Wenn Nissen oder Toyota US Benziner in ihren PUs anbieten würden, hätte ich mich dorthin orientiert.

Den Kauf habe ich vorgezogen, weil ab dem nächsten Jahr Euro 6 fällig wird. Und das erreichen Diesel nur mit zusätzlicher und aufwändiger Technik plus. Harnstoffzugabe. Dabei sind die Partikelfilter schon übel genug. 

Es werden auch einige Modelle vom Markt verschwinden, zum Beispiel der Pathfinder von Nissan, weil die Euro 6 Anpassung zu teuer ist.

Den Caddy als 1,4l LPG-Benziner fahre ich weiter, solange er hält. Ein Caddy Diesel käme für mich nicht in Frage. Zu teuer, zu hohe Unterhaltskosten.

Was die Preisentwicklungen angeht: Ja, man kann extrapolieren. Speziell beim Diesel wird das nicht reichen, denn da erwarte ich eine Preisangleichung an den Preis für Benzin. Vielleicht kommt das ja schon in Zusammenhang mit der Maut, vielleicht auch erst später. Aber es kommt, da bin ich sicher.

 

BB

 

Zitat:

Original geschrieben von X_FISH

 

Wenn es alleine nach dem Verbrauch gehen würde, dann würden wir alle E-Fahrzeuge fahren. Oder 50er Roller (4-Takt). ;)

 

Grüße, Martin

wird der Verbrauch bei einem E-Fahrzeug, das dann in Braunkohle angegeben? :D

Guck ins A4/A6 Forum der frühen 2000er rein. Injektoren sind mittlerweile Verschleißteile, bei Audi 360€ plus Montage. Festgefressene und kaputte Glühkerzen gehen auch ins Geld. Die Turbos halten mittlerweile deutlich länger, aber ab und zu hat einer halt zu viel Spiel. AGR versifft? Ein paar hundert Euro, ist eher die Regel als die Ausnahme. Fakt ist, dass ein Austauschkatalysator für einen einfachen Otto etwa 300€ kostet. Ein Partikelfilter zu spülen (wenns klappt) ist bereits teurer, ein Austausch ist unter nem 1000er kaum zu machen.

Bei der Wahl zwischen einem 200.000 km gelaufenen Benziner und Diesel würde ich motorisch gesehen immer den Benziner nehmen.

Deine Antwort
Ähnliche Themen