Fragen eines Nicht LKW Fahrers

Hallo,

Da hier in diesem Forum sicher auch ein paar LKW Fahrer dabei sind, stelle ich mal ein paar Fragen, die mich als PKW Fahrer schon immer interessiert haben:

1.) Wieviel Liter Diesel schluckt so ein LKW auf 100km, wenn er voll beladen ist? Und wenn er leer fährt?

2.) Sind 40 Tonnen das schwerste, was auf deutschen Straßen so unterwegs ist? Ausgenommen sind natürlich Schwertransporte, die extra begleitet werden.

3.) Was nervt Euch am meisten an den PKW Fahrern auf deutschen Autobahnen? Ich meine, was die PKW Fahrer nervt, das weiß ich ja schon. Die Vorurteile sind ja altbekannt. Aber wie ist das aus Sicht eines LKW Fahrers? Vielleicht sollte man daraus einen eigenen Thread machen. :-)

Hoffe auf viele Antworten.

ciao, Stefan.

216 Antworten

Bei uns war es mal so:

Da kam ein LKW zu uns, der von der Polizei begleitet wurde, in die Werkstatt.
Der fahrer fuhr den letzten Stich runter auf der A8 kurz vor dem Karlsruher Dreieck. er sah das sich eine Stau gebildet hatte da ain Baustelle auf der A8 war. Er trat auf die Bremse doch es Passierte nichts.
Dann kam der AHA effekt und er Reagierte absolut super.
Er lenkte den vollausgeladenen 40to Holztransporter auf die Standspur und Bremste sich an de Leitplanke ab. Ich muss sagen Hut ab.
Der Fahrer war Fix und alle als er bei uns auf dem Hof war.

Ich hatte den Auftrag bei dem LKW nach den Bremsen zu schauen. Nach den ersten Paar Metern bremste ich mal, dann hatte ich den AHA Effekt Pedal voll durchgetreten Fast keine Bremskraft.

Auf dem Prüfstand dann die ernüchternde befundung,
Vorne auf jeder Seite 1200kg-sehr schlecht
Hinten rechts 500kg links 1300kg -mehr als sehr schlecht.
Die Genauere Untersuchungbrachte das unheil hervor.
Die bremse der Vorderachse war Komplett im Eimer incl. Bremszylinder Nachsteller und Bremswelle.
An der Hinterachse waren die Radnaben Undicht und die Bremsen Verölt dazu kommt noch das Die bremswellen soviel spiel hatten das man einen Schraubenzieher durchstecken konnte also auch im eimer.
Der ALB (Automatisch-Lastabhängige-Bremskraftregler)war auch defekt.
Auf gut Deutsch war Die komplette Mechanische Bremseinrichtung im Eimer aber Total.
Das Fahrzeug wurde Repariert für knappe12000Euros.
Es war ein MB SK BJ`91 als etwas älter.
Am anhänger ware es nur eine Einstellungssache da die bremsen erst 6Monate alt waren.
So jetzt kommt der Oberhammer:
Es war ein LKW aus Deutschland Mit einem Kennzeichn das mit A-XX XXXX anfängt und 3Monate vorher TÜV bekommen hat!
Nicht nur Ausländer fahren mit Tickenden Zeitbomben durchs Land nein auch Deutsche und das nicht zu wenige.

Den TÜV an sich,kannste Heutzutage nimmer Trauen,Ehrlich gesagt,Leider 🙁

ALso war es ein ALter Benz,so einen wie ich damals hatte??

Ja war ein alter SK. war so eine richtige gammelbüchse.

LOL da hat wohl die Reparatur den Wert des LKW's übertroffen,wa??😉

Ähnliche Themen

Moin... Misch mich mal bei euch ein.
Also, mit dem TÜV das ist echt so ne Sache, hab schon Autos gesehen, da stand die ganze zweite Hinterachse 15 cm versetzt, weil die Federführungen weggebrochen waren. Hatte neuen TÜV.
Hab schon mal nen Prüfer gesehen, der hat den Truck angeschaut, als ob der noch nie einen gesehen hat. Weiß nicht, was die heutzutage im Studium so lernen.

Ihr regt euch doch immer so über gerissene Bremsscheiben auf. Wenn ihr zb. einen Hochmodernen Actros vor einen Auflieger spannt, der 20 Jahre alt ist dann ist das doch kein Wunder.
Das Telligent Bremssystem versucht eine bestimmte Abbremsung zu erreichen. Wenn der Hänger nicht mitzieht, muß die Maschiene eben mehr machen.

Ein moderner Hänger zb. mit Wabco EBS C,D Generation hat hat extrem viel Technik an Bord.
Da wird dann auch nicht mehr konventionell über den Kupplungskopf gebremst sondern über CAN BUS in der ABS Steckdose. LKW und Auflieger arbeiten dann als eine Einheit.

Viele Fahrer verstehen die neuen Bremssysteme auch irgentwie falsch. Aus einem LKW wird nie ein PKW werden. Da kann man die Bremse nicht immer voll ausnutzen. Das ist eigentlich nur eine Sicherheitszugabe.

Kaum ein Fahrer weiß auch, wie man einen Retarder richtig benutzt.... Viele vergessen richtig runter zu schalten. Ansonsten hat man nicht genug Umlauf von der Wasserpumpe und das Ding schaltet sich wegen Überhitzung wieder aus.

Im Studium gibt´s leider nur Unmengen Theorie (muss ich grad durch), aber du kannst dein Diplom bekommen ohne jemals ein Auto von unten gesehen zu haben.

Da fehlt massiv die Praxis, um einfach zu wissen wohin man zu gucken hat. Leider. Das sind dann Dinge die man sich in seiner Freizeit bei Interesse selber aneignen muss.

Gruß Meik

Das darf doch wohl nicht wahr sein???

wer denkt sich so einen schwachsinn aus

*koppschüttelüberdiedeutschebürokratie*

Dann ist ja wirklich was dran an dem Spruch,der Sesselpuper der keine Ahnung hat........

Naja, so unsinnig ist´s auch wieder nicht. Keine Ahnung stimmt ja so nicht. Eher zuviel Wissen und nicht die Fähigkeit es in der Praxis anzuwenden. Nur dass mind. 90% der Ingenieure mit der Praxis nie etwas zu tun haben werden. Da sind im Bereich Lehre, Forschung, Entwicklung und Management mehr diese theoretischen Kenntnisse gefragt.

Schön fände ich es, wenn zumindest die Möglichkeit im Studium gegeben wäre für die die es interessiert auch mehr Praxis kennenzulernen. So bleibt es am einzelnen über die Wahl der Job´s, freiwillige Praktika etc. seinen Erfahrungsschatz zu erweitern.

Gruß Meik

Zitat:

Original geschrieben von Jan 72


Das darf doch wohl nicht wahr sein???

wer denkt sich so einen schwachsinn aus

*koppschüttelüberdiedeutschebürokratie*

Dann ist ja wirklich was dran an dem Spruch,der Sesselpuper der keine Ahnung hat........

*Kopfschüttelanschließ*

Da ich vor nem halben Jahr meinen Dipl.Ing. (BA) Maschinenbau abgeschlossen habe, kann ich das auch beurteilen und in der Tat gibt es auch an einer Berufsakademie (3 Jahre Studium in Verbindung mit einem Firmenvertrag und 3-monatigem Blockunterricht) viel zu viel Theorie. Wenn man aber in den Bereich des Management usw. will, wird diese benötigt. Wenn man aber als Prüfer arbeiten will, müssen diese praktischen Kentnisse noch separat angeeignet werden. Eine Regelung wie sie Meik vorgeschlagen hat, wäre wirklich sinnvoll, ist aber irgendwie immer noch nicht durchzubekommen. Das war zu Beginn meines Studiums so und gegen Ende auch nicht anderst.
Für Ingenieure die in die Forschung/ Lehrstuhl gehen ist diese Theorie sicher nötig, für Praktiker wie mich z.B., eher Klotz am Bein.

Zum Thema Prüfer: Bin gerade selber daran, ob ich nicht zum TÜV gehen soll, da es sich für mich sehr interessant anhört. Dabei gibt es trotz Studium noch eine 2-jährige Ausbildung mit anschließender stattlicher Prüfung an der IHK. Die Ausbildung beinhaltet aber wieder mal mehr administrative Sachen als das technische Verständnis. Dieses muss sich nämlich als TÜVler selbst während dieser 2 Jahre angeeignet werden, einen großen Ordner mit Theorie gibt es dazu. Ob dieses Wissen dann noch überprüft wird, weiss ich nicht.

Aber mal ehrlich, als Prüfer bin ich für die Sicherheit des Fahrzeuges und ihrer Benutzer verantwortlich und somit muss ich sauber arbeiten. Also ich könnte nichts so lapidar abnehmen, was später mit 40to durch die Lande fährt. Sicher man hat nen gewissen Spielraum, aber übertreiben sollte man es wieder auch nicht und wenn ich als Prüfer arbeite muss mir klar sein, dass ich ein bestimmtes Maß an praktischem Wissen haben muss, ansonsten muss ich zu mir selbst so Ehrlich sein und eingestehen, dass dies nichts für mich ist.
Der letzte Teil ist wohl eher Wunschdenken oder?

Wahrscheinlich aus diesem Grund stellt der TÜV, wenn möglich, nur noch Leute ein, die eine KFZ-Vorbildung (Mechaniker, Elektriker ...) haben.

Grüße
Scan

Zitat:

Original geschrieben von Scan94310


Wahrscheinlich aus diesem Grund stellt der TÜV, wenn möglich, nur noch Leute ein, die eine KFZ-Vorbildung (Mechaniker, Elektriker ...) haben.

Grüße
Scan

Das halte ich auch für Dringend Erforderlich,wenn ich mir Eure Beiden vorangegangen Postings so anschau.

Wenn ich mir nur vorstelle,da untersucht ein Theoretiker einen 40 Tonner

*dasgrauenimgesichtbekomm*

Ist ja noch nicht mal das einzige Problem bei der Sache... Laß doch mal einen guten Pkw Mechaniker oder Elektriker an einen Laster. Ich garantiere dir das selbst der da ganz schön doof drein schaut. Da gibt es ganz andere Schwerpunkte als bei so einem
"Matchbox"...

Nö ist alles nur ein bisschen Größer,sonst im Prinzip das Gleiche.

Bis auf,das die LKW Bremse mit Druckluft Arbeitet

Das wäre das einzige,was mir als Größter Unterschied einfällt.

Da gibt´s beim Lkw schon einiges mehr worauf zu achten ist und/oder anders ist.
Radaufhänung, Starrachsen, Blatt- oder Luftfeder, Kupplungen, Drehschemel, Leiterrahmen, Druckluftanlage (Federung, Bremsen,...), Retarder,...

Gruß Meik

Zitat:

Original geschrieben von mischi81


Ihr regt euch doch immer so über gerissene Bremsscheiben auf. Wenn ihr zb. einen Hochmodernen Actros vor einen Auflieger spannt, der 20 Jahre alt ist dann ist das doch kein Wunder.
Das Telligent Bremssystem versucht eine bestimmte Abbremsung zu erreichen. Wenn der Hänger nicht mitzieht, muß die Maschiene eben mehr machen.

Ein moderner Hänger zb. mit Wabco EBS C,D Generation hat hat extrem viel Technik an Bord.
Da wird dann auch nicht mehr konventionell über den Kupplungskopf gebremst sondern über CAN BUS in der ABS Steckdose. LKW und Auflieger arbeiten dann als eine Einheit.

Viele Fahrer verstehen die neuen Bremssysteme auch irgentwie falsch. Aus einem LKW wird nie ein PKW werden. Da kann man die Bremse nicht immer voll ausnutzen. Das ist eigentlich nur eine Sicherheitszugabe.

Zu den Problemen mit der Bremsscheibe, jede Zugmaschiene hat eine Anhängervoreilung, ohne würde der Zug beim Bremsen ständig die Zugmaschiene quer stellen. Das ist bei alten Kisten so und auch bei den aktuellen Teile.

Wenn man das weiterspielt, selbst wenn es so ist, dann baut MB mit dem Actros einen schlechten LKW, denn es sollte bekannt sein, das Anhänger deutlich älter werden als die Zugmaschienen.

Wie man einen Retarder benutzt steht in der Betriebsanleitung.

Zum letzten Satz, wie kann man eine Bremse falsch verstehen?

Zitat:

Original geschrieben von Meik´s 190er


Da gibt´s beim Lkw schon einiges mehr worauf zu achten ist und/oder anders ist.
Radaufhänung, Starrachsen, Blatt- oder Luftfeder, Kupplungen, Drehschemel, Leiterrahmen, Druckluftanlage (Federung, Bremsen,...), Retarder,...Gruß Meik

Komischer Weise geht der TüV bei unseren LKW schneller als wenn ich mit meinem PKW zum TÜV fahre. Über die Rolle, fix mitl Lampe nach den Belägen geschaut und fertig. Komisch oder? Das der Gurt als Beispiel sich nur noch sehr schwer aufrollt, oder das Sitzkissen total verschliessen war, alles kein Problem nur die Bremse muss gehen....Wenn das überall so ist braucht man sich nicht zu wundern das teilweise Schrott durch die Gegend rollt

Deine Antwort
Ähnliche Themen