Frage zur (Nicht-)Benutzung von TFL

Hallo Zusammen,

immer wieder fallen mir im Straßenverkehr 2 Arten von Verkehrsteilnehmern auf.

Gattung 1: Fahrzeug verfügt über werkseitiges TFL, dies wurde aber durch den Fahrer offensichtlich im Menü deaktiviert.
Welche rational erklärbaren Gründe gibt es, dass man das TFL absichtlich wieder ausmacht?

Gattung 2: Fahrzeug verfügt ebenfalls über werkseitiges TFL, dieses ist deaktiviert oder abgeschaltet und dafür wurden in die Stoßstange billige ATU-Nachrüst-TFL "fachmännisch" eingebaut.
An der Stelle schüttel ich immer nur sehr verwundert den Kopf.

Übersehe ich irgendwelche logischen Gründe? 😕

Gruß Martin

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Zitat:

@Frage234 schrieb am 17. Juni 2015 um 10:13:29 Uhr:


Ergo sehe ich nicht ein, Benzin oder Wartungskosten darauf zu verschwenden.

Das ist nicht dein ernst, oder? 😰

Den Mehrverbrauch an Sprit darfst du mir gern mal vorrechnen, den das TFL verursacht.

Übrigens: auch deine Bremsen, Reifen, Klima, ... verursachen Wartungskosten. Also bitte ebenfalls nicht benutzen. 🙄

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Zitat:

@kiaora schrieb am 3. Juli 2015 um 09:39:00 Uhr:


@dramaking - Hat das TFL Nachteile für DICH, wenn ja, welche?

Keine, die sind bei meinen Wagen serienmäßig vorhanden und serienmäßig eingeschaltet ohne dass man die abschalten könnte. Und ich würde die auch nicht abschalten, wenn es möglich wäre. Ich habe auch ein "unabschaltbares" TFL an den Fahrzeugen meiner Kinder nachrüsten lassen, wo es nicht vorhanden war.

Ganz einfach, weil mir mein Hemd deutlich näher als die Hose eines fremden Motorradfahrers ist und ich meine Vorteile nehmen darf und dies auch aus Egoismus mache.

Ich bestreite aber nicht, dass es andere gibt, denen mein Vorteil zu ihren Lasten geht. Auch wenn ich das weder aus meiner eignen Erfahrung einer Erkennbarkeit, noch aus der Logik der Sache selbst nachvollziehen kann.

Die Zahlen zum Nachteil dieser Gruppen sind Fakt und dass diese Gruppen die Entwicklung auf ihrer Seite nicht sonderlich toll finden, kann ich vollständig nachvollziehen.

Aber es ist auch ganz klar für das, an dem ich mich orientiere: an meinen Hemd und nicht seiner Hose. Und ich froh darüber bin, dass ich kein Politiker bin und Fragen als Vertreter des Volks und damit auch der Fußgänger und Zweiradfahrer irgendwie auszuweichen habe.

Zitat der österreichischen Beweggründe zur Abschaffung:

In Österreich wurde im Herbst 2007 das Parlament mit der Abschaffung der seit November 2005 herrschenden Verpflichtung zum „Licht am Tag“ befasst.[14] Dabei wurde es am 1. Januar 2008 wieder abgeschafft, wobei der Gebrauch aber auch nicht ausdrücklich verboten wurde. Studien ergaben, dass die Maßnahme „Licht bei Tag“ in Summe keinerlei Sicherheitsgewinn erbrachte, den CO2-Ausstoß erhöhte und die Autofahrer mit durchschnittlich 50 Euro pro Jahr belastete. Der letztendliche Grund für diese Maßnahme war aber eine wahrnehmungsphysiologische Studie,[15] die erstmals anhand von Augenbewegungsmessungen zeigte, was viele Licht-am-Tag-Gegner behaupten, und was auch schon früher seitens Augenfachärzten eingewendet worden war: Durch das Licht erfolgt eine Fixierung auf für das unmittelbare Vorfeld des eigenen Fahrzeuges unwesentliche Information, wodurch sich die Reaktion auf plötzlich auftretende Gefahren verschlechtert.

Zitat:

@MartinSHL schrieb am 3. Juli 2015 um 10:15:13 Uhr:


Einspruch.
"Zu Lasten Dritter" ist nach wie vor nur eine hier nicht nachweislich belegte Stammtischtheorie.

Nur wenn man nicht außerhalb des Stammtischs danach sucht 😉

Selbst die BASt und die deutsche Verkehrswacht bestätigen dies in Fallstudien.

http://www.welt.de/.../...Nachteile-des-Tagfahrlichts-ueberwiegen.html

http://www.ballhupe.de/tagfahrlicht.html

Zitat:

@Emsland666 schrieb am 3. Juli 2015 um 10:28:55 Uhr:


Zitat der österreichischen Beweggründe zur Abschaffung:

In Österreich wurde im Herbst 2007 das Parlament mit der Abschaffung der seit November 2005 herrschenden Verpflichtung zum „Licht am Tag“ befasst.[14] Dabei wurde es am 1. Januar 2008 wieder abgeschafft, wobei der Gebrauch aber auch nicht ausdrücklich verboten wurde. Studien ergaben, dass die Maßnahme „Licht bei Tag“ in Summe keinerlei Sicherheitsgewinn erbrachte, den CO2-Ausstoß erhöhte und die Autofahrer mit durchschnittlich 50 Euro pro Jahr belastete.

Erstmal vielen Dank für die Info.

Aber offensichtlich zwei Paar Schuhe. Sie mögen die selbe Farbe haben, sind aber unterschiedlicher Beschaffenheit.
Die Österreicher hatten eine generelle Lichtpflicht - also Abblendlicht!
Wir sprechen hier von TFL, welches einen gänzlich anderen Wirkungskreis hat.

Zitat:

Der letztendliche Grund für diese Maßnahme war aber eine wahrnehmungsphysiologische Studie,[15] die erstmals anhand von Augenbewegungsmessungen zeigte, was viele Licht-am-Tag-Gegner behaupten, und was auch schon früher seitens Augenfachärzten eingewendet worden war: Durch das Licht erfolgt eine Fixierung auf für das unmittelbare Vorfeld des eigenen Fahrzeuges unwesentliche Information, wodurch sich die Reaktion auf plötzlich auftretende Gefahren verschlechtert.

Und auch das bestätigt meine Vermutung:

Die Fahrer waren unachtsam, haben sich ablenken lassen etc.

Die Hauptursache ist also nicht beim Licht, sondern beim Fahrer zu suchen.

Wären alle Autos in neongrünperleffekt lackiert, hätten sich diese unachtsamen Fahrer davon ebenfalls ablenken lassen.

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Zitat:

@MartinSHL schrieb am 3. Juli 2015 um 10:39:38 Uhr:


Die Hauptursache ist also nicht beim Licht, sondern beim Fahrer zu suchen.

Und Deine Lösung dazu ist welche?

Zitat:

.
Und auch das bestätigt meine Vermutung:
Die Fahrer waren unachtsam, haben sich ablenken lassen etc.
Die Hauptursache ist also nicht beim Licht, sondern beim Fahrer zu suchen.
Wären alle Autos in neongrünperleffekt lackiert, hätten sich diese unachtsamen Fahrer davon ebenfalls ablenken lassen.

Ich vermute, dass es sich um unbewusste Reaktion der Fahrer gehandelt hat, nicht willentlich steuerbar also.

Aber ich möchte mich der österreichen Argumenation nicht anschließen, nicht daß wir uns falsch verstehen. Vor allem weil es sich nur auf den motorisierten mehrspurigen Verkehr bezieht, die Einbeziehung von Fußgängern und Möps halte ich für wichtiger.

In nordischen Ländern aktiviere ich mein TFL auch (abgesehen von irgendwelchen Vorschriften) wegen der anderen Dämmerungsphasen.

Die TFL Befürworter können diese Fakten Nicht entkräften.

Zitat:

@Dramaking schrieb am 3. Juli 2015 um 10:50:43 Uhr:



Und Deine Lösung dazu ist welche?

Die habe ich nicht.

Jedoch müsste man ja in der logischen Konsequenz alles verbieten, was im Straßenverkehr irgendwie dazu geeignet ist, für eine Ablenkung zu sorgen.

Leuchtreklame an Schaufenstern, Werbeplakate an Bäumen, hübsche Frauen auf dem Gehweg, ... 😉

Da allerdings die österreichische Studie sich aufs Abblendlicht bezieht, muss ich gar keine Lösung parat haben, da es hier ja explizit ums TFL geht, welches eben eine andere Signalwirkung hat.

Das Argument "die Österreicher haben es extra deswegen wieder abgeschafft" ist also völlig unzutreffend in der Frage nach dem TFL und kann zur Begründung nicht herangezogen werden.

Zitat:

Die habe ich nicht.
Jedoch müsste man ja in der logischen Konsequenz alles verbieten, was im Straßenverkehr irgendwie dazu geeignet ist, für eine Ablenkung zu sorgen.
Leuchtreklame an Schaufenstern, Werbeplakate an Bäumen, hübsche Frauen auf dem Gehweg, ... 😉

Da allerdings die österreichische Studie sich aufs Abblendlicht bezieht, muss ich gar keine Lösung parat haben, da es hier ja explizit ums TFL geht, welches eben eine andere Signalwirkung hat.

Das Argument "die Österreicher haben es extra deswegen wieder abgeschafft" ist also völlig unzutreffend in der Frage nach dem TFL und kann zur Begründung nicht herangezogen werden.

Die Anbringung von Reklame usw. ist ja streng reglementiert in Deutschland. Genau aus diesem Grund, wobei parteipolitische Werbung einen Generaldispens hat.

Aber mal andere Frage: wie stehst DU zur Installation von Positionsleuchten?

Zum Glück haben sich viele Radler angepasst und fahren auch im Sommer mit starken und teilweise blinkenden Lampen rum! Demnächst auch alle Fussgänger mit Stroboleuchte auf dem Kopf 😁 😁 -dann wird niemand übersehen.

nenen die einfachere Lösung ist: Licht am Tag nur bei Zweirädern.

Zitat:

@Emsland666 schrieb am 3. Juli 2015 um 11:26:44 Uhr:


Aber mal andere Frage: wie stehst DU zur Installation von Positionsleuchten?

Positionsleuchten = Standlicht

Wenn du TFL meinst, dann bin ich natürlich dafür.

Zitat:

@MartinSHL schrieb am 3. Juli 2015 um 11:29:27 Uhr:



Zitat:

@Emsland666 schrieb am 3. Juli 2015 um 11:26:44 Uhr:


Aber mal andere Frage: wie stehst DU zur Installation von Positionsleuchten?
Positionsleuchten = Standlicht

Wenn du TFL meinst, dann bin ich natürlich dafür.

Nein, die Zusatzleuchten an der Seite eines PKW, wie in Amerika es Tradition ist. Du wagst Dich ohne Seitenbeleuchtung aus dem Hause?

Zitat:

@MartinSHL schrieb am 3. Juli 2015 um 11:08:04 Uhr:



Zitat:

@Dramaking schrieb am 3. Juli 2015 um 10:50:43 Uhr:



Und Deine Lösung dazu ist welche?
Die habe ich nicht.
Jedoch müsste man ja in der logischen Konsequenz alles verbieten, was im Straßenverkehr irgendwie dazu geeignet ist, für eine Ablenkung zu sorgen.
Leuchtreklame an Schaufenstern, Werbeplakate an Bäumen, hübsche Frauen auf dem Gehweg, ... 😉

TFL ist auch in Ö nicht verboten.

Zitat:

Da allerdings die österreichische Studie sich aufs Abblendlicht bezieht, muss ich gar keine Lösung parat haben, da es hier ja explizit ums TFL geht, welches eben eine andere Signalwirkung hat.

Nun wird es aber zu dünn 😉

TFL hat wegen der Lichtwirkung eine deutlich höhere "Irritationswirkung" als das Abblendlicht, wenn hier schon Effekte wegen eines Pfennigschwärmers ableitbar sind, dann eine irgendwie ähnliche Wirkung bei einem dicken Polenböller zu bestreiten, neee, ist zu auffällig 😁

Wie bereits genannt, ich befürworte auch eingeschaltetes TFL, weil mein Hemd wichtiger als seine Hose ist und weil es unter dem Strich in der Gesamtzahl auch besser ist. Das ist auch die Aussage der selben Studien.

Nur kann ich auch die anderen verstehen, dass ihnen ihre Hose näher als mein Hemd ist und die Sache ganz anders sehen. Ich würde bei einer Aufrechnung auch massive Probleme haben, wenn ich plötzlich auf der Minus-Seite stehen würde und das Problem dabei nicht ich selbst bin, sondern ein Blindfisch am Steuer von einem Wagen im Gegenverkehr.

Aah das meinst du.
Finde ich persönlich eine klasse Sache und würde ich umgehend hier einführen.

Aber die Fragestellung verstehe ich grad nicht.
Ich sagte ja nicht, dass es ohne TFL gefährlich ist. Sie machen es nur eben noch besser, jemanden zu erkennen.

Dadurch wird der alte Zustand (ohne Licht) ja nicht schlechter als er vorher war, sondern er wird jetzt besser gemacht.

Zitat:

@MartinSHL schrieb am 3. Juli 2015 um 11:38:55 Uhr:


Aah das meinst du.
Finde ich persönlich eine klasse Sache und würde ich umgehend hier einführen.

Aber die Fragestellung verstehe ich grad nicht.
Ich sagte ja nicht, dass es ohne TFL gefährlich ist. Sie machen es nur eben noch besser, jemanden zu erkennen.

Dadurch wird der alte Zustand (ohne Licht) ja nicht schlechter als er vorher war, sondern er wird jetzt besser gemacht.

Ich wollte nur darauf hinaus, wo man bei der Sicherheit eine Grenze setzt. Die wird jeder für sich beantworten müssen, und da schließe ich mich Dramaking an: es hat sehr viel mit der Persönlichkeit zu tun.

Bei mir ist es halt so, daß ich sehr viel mit Fahrrad unterwegs bin (nach Zeitanteilen mehr als mit dem Auto), also habe ich eine andere Sicht der Dinge als jemand, der fast nur mit dem Auto fährt.

Für den Radfahrer ist es einfach besser, wenn auch er noch gesehen wird.

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