Esplorer Wallstreet 125 Laderegler defekt?
Liebe Schrauber,
ich habe eine neue Batterie für 21 Euro eingebaut, und alles funktioniert wunderbar.
Leider steigt die Ladespannung aber von etwa 13 V bis auf 17 V an. Deshalb habe ich den Roller schnell wieder ausgemacht.
Ist der Regler defekt? Wo kann ich einen neuen kaufen. Im Internet komme ich nicht klar.
Gleich will ich den Roller auseinandernehmen und mir die Sache ansehen.
Gibt es einen Test, um zu sehen, ob der Regler tatsächlich kaputt ist?
Ich freue mich auf Antworten.
Grüße
Johannes
40 Antworten
Zitat:
@JohannesJ schrieb am 15. Mai 2018 um 15:38:41 Uhr:
Ja, He-Man 42,
so soll es sein. Wenn man alles weiß, klappt das auch. Leider passen die Stecker des neuen Ladereglers nicht zu meinen Steckern. Und die Adern kann ich nicht aus den Steckern des alten Reglers ziehen, nicht mal mit der Zange. Dann muß ich wohl die Stecker des neuen Reglers abschneiden und die Adern mit Lüsterklemmen verbinden. So ein Mist! Und wenn dann die Batteriespannung immer noch nicht in Ordnung ist, kann ich den neuen Regler nicht zurückschicken. Der reguläre Regler kostet wohl um die 100 Euro.
Gruß
Johannes
Die kannste mit den Schuhen rausziehen ,wenn du von vorn mit nem kleinen Uhrenschraubendreher den kleinen Wiederhalter runter drückst.
Zitat:
@JohannesJ schrieb am 15. Mai 2018 um 15:38:41 Uhr:
Und die Adern kann ich nicht aus den Steckern des alten Reglers ziehen, nicht mal mit der Zange. Dann muß ich wohl die Stecker des neuen Reglers abschneiden und die Adern mit Lüsterklemmen verbinden. So ein Mist!
Hi Johannes,
falls es dir um einen Umtausch des neuen Reglers geht, dann würde ich an deiner Stelle einfach einen Adapter mit einzelnen Flachsteckern zusamenbasteln. Du hast ja am alten Regler die exakt passenden Stecker, diese einfach abknipsen und dabei ausreichend Kabel dranlassen. Die abgeschnittenen Kabelenden abisolieren und passende Flachstecker bzw. -hülsen auf die einzelnen Strippen aufquetschen. Die zusätzlichen Steckverbindungen zu den beiden Steckern am neuen Regler beeinträchtigen die Funktion nicht.
Gruß Wolfi
Da hätte ich wirklich nicht mit gerechnet das du nicht weißt wie die Kabel aus den Steckern gewechselt werden können ohne was zu zerstören.
Wenn nicht so ein kleiner Schraubendreher vorhanden kannst du auch eine Stopfnadel nehmen. Vor dem wieder einsetzen die kleine Lasche nach außen drücken das es einrasten kann und dir nicht der Kabel rausrutscht.
@Alex1911
Warum einfach wenn es auch umständlich geht. Sollte der Stecker nicht passen könnte er sogar seinen eigenen nehmen und die Kabel da rein machen,die Enden haben fast alle die gleiche Größe und braucht man nur noch einschieben.
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Zitat:
@kranenburger schrieb am 15. Mai 2018 um 16:06:44 Uhr:
Da hätte ich wirklich nicht mit gerechnet das du nicht weißt wie die Kabel aus den Steckern gewechselt werden können ohne was zu zerstören.
So einfach klappt das höchstwahrscheinlich nicht, weil die Steckfahnen am neuen Regler bestimmt nicht exakt in die alten Stecker (Kunststoffhülle) reinpassen.
Johannes müßte es schließlich schaffen, die Steckfahnen aus allen Steckern (vom alten und neuen Regler) zerstörungsfrei rauszubekommen und hinterher die Steckfahnen des neuen Reglers in die Kunststoffhülle (Steckergehäuse) vom alten Regler reinzubekommen. Und wenn im dümmsten Fall der Umbau (falls es überhaupt paßt) wieder rückgängig gemacht werden soll, weil der neue Regler defekt ist bzw. nicht das gewünschte Ergebnis bringt, sind die Steckfahnen bereits arg in Mitleidenschaft gezogen.
Nachtrag: Hab eben deinen Beitrag gelesen. Du gehst wohl davon aus, daß nur einzelne Pins an dem einen der beiden Stecker getauscht werden müssen. Bei der “Passform“ der Steckerpins in andere Steckergehäuse hinein bin ich von vornherein skeptisch.
Zitat:
@kranenburger schrieb am 15. Mai 2018 um 16:19:40 Uhr:
Sollte der Stecker nicht passen könnte er sogar seinen eigenen nehmen und die Kabel da rein machen,die Enden haben fast alle die gleiche Größe und braucht man nur noch einschieben.
Liebe Schrauber,
das gute Ding ist da: der Honda-Laderegler: 3 gelbe Adern gehen zu einem Stecker, das werden die Adern für die Drehstromlichtmaschine sein. 3 Adern (grün, rot, schwarz) gehen zum zweiten Stecker. Der grüne Draht hat Verbindung zum Gehäuse.
Wird die Masse (grüner Draht) an die schwarze Prüfspitze des Vielfachmeßgerätes gehalten, gibt es keinen Durchgang zum roten und schwarzen Draht. Wird die rote Prüfspitze an den grünen Draht gehalten (Masse), so messe ich 950 Ohm zur roten Ader und keinen Durchgang zur schwarzen Ader.
Kommt rot an die Batterie oder an das Zündschloß? Das ist hier die Frage. Im Moment habe ich keine Antwort.
Herzlichen Gruß
Johannes
Zitat:
@JohannesJ schrieb am 18. Mai 2018 um 13:17:39 Uhr:
Liebe Schrauber,
das gute Ding ist da: der Honda-Laderegler: 3 gelbe Adern gehen zu einem Stecker, das werden die Adern für die Drehstromlichtmaschine sein. 3 Adern (grün, rot, schwarz) gehen zum zweiten Stecker. Der grüne Draht hat Verbindung zum Gehäuse.
Hi Johannes,
die Farbcodierung läßt folgende Belegung vermuten:
rot -> Batterieplus
schwarz -> Plus übers Zündschloß
grün -> Masse (Minus)
Gruß Wolfi
PS: Widerstandsmessungen am Regler haben so gut wie keine Aussagekraft. Du kannst aber zur Absicherung meiner vorgeschlagenen Belegung eine Ohmmessung der grünen Ader gegen das Reglergehäuse machen. Da sollte das Meßgerät auf jeden Fall ca. 0 Ohm anzeigen (unabhängig davon, wie herum du die beiden Meßstrippen dranhältst).
Edit: Die Durchgangsmessung haste ja bereits gemacht. 🙂
Hallo Schrauber,
der neue Regler ist eingebaut. Er ist viel kleiner als der alte, aber an dem Rahmen war ein drittes Befestigungsloch für den Regler vorgesehen. Das klappte schon einmal. Ich habe drei Leitungen mit Flachsteckern und Steckerhülsen zusammengequetscht und damit die Verbindung zur Drehstromlichtmaschine hergestellt. Der Stecker für die 12 V DC paßte. Die Aderfarben paßten auch zusammen. Da habe ich dann nichts weiter gemessen.
Die Batteriespannung war 12,7 V, bei Standgas 14,3 V und bei 3/4 Gas und voller Beleuchtung (einschließlich Blinker und Bremslicht) 14,2 V. Scheint alles ok zu sein. Nach 5 min Testbetrieb - aufgebockt - war der Regler ganz schön heiß.
Nach einer Probefahrt von 5 min war der Regler nicht heiß. Das werde ich noch beobachten.
Jetzt scheint alles gut zu sein: Danke für die tolle Unterstützung!
Herzliche Grüße
Johannes
Zitat:
@JohannesJ schrieb am 19. Mai 2018 um 19:35:18 Uhr:
Nach 5 min Testbetrieb - aufgebockt - war der Regler ganz schön heiß.
Nach einer Probefahrt von 5 min war der Regler nicht heiß. Das werde ich noch beobachten.
Jetzt scheint alles gut zu sein: Danke für die tolle Unterstützung!
Herzliche Grüße
Johannes
Hallo Johannes,
wenn du das kleine Voltmeter später noch eingebaut hast, bist du immer im Bilde, was deine Bordnetzspannung betrifft.
Die Theorie bei den Thyristorreglern ist folgende: Nach dem Zünden eines Thyristors hat dieser nahezu keinen Widerstand, sodaß der Großteil an Verlustwärme in den Spulenwicklungen des Generators entsteht, der die Wärme übers Motoröl abführen kann. Das grundsätzliche Problem bei den permanenterregten Generatoren bleibt halt immer, daß zu viel produzierter Strom in Wärme umgewandelt werden muß.
Wo sitzt dein Regler, bei meinem Sym Citycom ist dieser im Fahrtwind platziert. Insofern ist ein Temperaturunterschied bei deinem Testbetrieb im Stand gegenüber der Probefahrt durchaus nachvollziehbar. Die verwendeten elektronischen Bauteile im Inneren des Reglers haben zusammen mit der Schaltungsvariante (Vollweg- oder Einweggleichrichtung) auch einen Einfluß auf die Wärmeentwicklung des Reglergleichrichters. Dir sind ja bspw. auch gleich die unterschiedlichen Abmessungen zwischen dem altem und dem neuem Drehstromregler aufgefallen.
In einem Fachbuch für Motorradelekrik habe ich mal gelesen, daß es als einzige Alternative zu den Kurzschlußreglern in permanenterregten Generatoren die Möglichkeit gäbe, einen sogenannten Taktregler einzubauen. Damit könne man einem frühzeitigen “Reglersterben“, was aufgrund von thermischen Überbelastungen bei Thyristorreglern durchaus vorkommen kann, wirksam abhelfen. Ein Taktregler funktioniert nach einem anderen Prinzip, man kann das in etwa grob mit einem neueren Schaltnetzteil vergleichen, das auch deutlich weniger Verlustwärme produziert als die älteren Netzteile mit einem Längs- oder Querregler.
Gruß Wolfi
PS: Viel Spaß mit deinem frisch instandgesetzten Wallstreet. 🙂
Lieber Wolfi,
im Moment habe ich Lust, das Voltmeter später einzubauen. Es soll Anfang bis Mitte Juni kommen.
Der Regler sitzt unter der Sitzbank (rechts) in der Nähe des Hinterrades. Er ist luftig montiert. Mit dem Daumen kann ich ihn fühlen. Ich bin ja beruhigt, daß die meiste Abwärme nicht im gekapselten Regler entsteht.
Gruß
Johannes
P.S. Ich bin gerührt davon, wie sachkundig du mir die Elektronik erklärst.
Gerne würde ich dich jederzeit erreichen können, z.B. per E-Mail (an jessen.johannes@web.de).