ESP regeleingriff zu früh
Hallo erstmal bin neu hier und suche Antworten.
Habe hier einen VW Golf V GTI bei dem das esp mal immer wieder zu früh
eingreift und beim Fahrbetrieb stört.
Fakten zum Fahrzeug:
Leistungssteigerung ca 270 PS und ca 359 Nm.
Tieferlegung 35mm H&R Federn .
Stabilisatoren H&R
Räder 8.5x19"
Bereifung Dunlop SportMaxx 225/35R19
Schalldämpferanlage 3" Bastuck Edelstahl
Karbon Airbox,Sportluftfilter,Poppoff
Getriebe manuell 6Gang
Bremsanlage VA 346mm Audi S3 HA original
Also beim Fahren auf kurvigen Strecken mit etwas gehobener Geschwindigkeit
regelt das ESP oft unnötig oder viel zu früh und stört somit den gewünschten
Fahrbetrieb. Beim durchfahren einer Kurve auf Zug geht das meistens noch. Aber beim
durchrollen erfolgt zuerst deutlich Hör und Spürbar der bremseneingriff
am hinteren kurveninneren Rad, dann hinten beide dann VA aussen.
Das ganze begleitet durch wildes Blinken der ESP leuchte und enormen
Geschwindigkeitsverlust.
Beim Versuch mehr Zug auf die Räder zu bringen wird dieses erfolgreich
durch die Traktionskontrolle verhindert.
Und das bei Geschwindigkeiten die noch im normalen Bereich liegen und
den Strecken und Fahrbahn Beschaffenheiten entsprechen.
Dabei noch weit unter den Möglichkeiten liegen die Fahrer,Fahrzeug,Fahrwerk,Reifen
vertragen.
Wer meint ESP Abschalten hat wohl erstmal recht.
Denn dann kommt mann zwar sauber rein,raus und durch die Kurve
aber weil dann die Traktionskontrolle , die sonst recht gut funktioniert
und nur dann regelt wenn es wirklich sein muss,auch abgeschaltet
ist die Antriebsräder zum Teil dann bis zum 4.Gang noch durchdrehen.
Was bei Reifen Preisen um 190€ stk nicht wirklich günstig ist.
Ausserdem bestimmt nicht förderlich ist für die Lebensdauer des Antriebsstranges
incl. Differential. Ich hoffe habe das Problem ausführlich beschrieben und bekomme auf diesem Weg ein paar Tip's und Ratschläge. Danke. Mfg Marcus.🙂
Beste Antwort im Thema
Ähhhm sorry, aber das ist jetzt nicht dein ernst !? Du steigerst die Leistung, baust an dem Auto rum und wunderst dich das die Seriensysteme nicht mehr optimal funktionieren? Vielleicht mal über den Fahrstil nachdenken. Sonst kannst ja auch mal zu VW gehen und fragen ob man das ganz ausschalten kann und die Traktionskontrolle anlassen .... Was in meinen Augen aber absoluter Schwachsinn ist, mein ESP hat noch nie eingegriffen, höchstens die Traktionskontrolle .... Wenn du nen reinrassigen Sportwagen möchtest, solltest dich vielleicht bei Porsche umgucken.
37 Antworten
die niveauregelsensoren sind doch aber nicht am stabi befestigt soweit ich weiß...
nunja, das anheben des kurveninneren rades, das stimmt, könne auch ein problem sein, hat dies schonmal jemand erlebt und hat das esp da stark gebremst???
dies sollte doch durch dickere stabis eher vermieden werden, da der wagen sich nicht ehr so stark neigt und demzufolge das vordere kurvenäußere rad nicht so tief einsinkt.
Zitat:
Original geschrieben von burgswolf
gibt es was neues zu dieser thematik? was ist die lösung des problems???
Also einen neuen Ansatzpunkt habe Ich wirklich.
Das ganze hängt in einer mir noch nicht im ganzen Umfang begreiflichen Ursache zusammen.
Und zwar trat das Problem kurz nach der Montage von "ZWEI" neuen Reifen auf.
Wie vom ADAC usw empfohlen sind die neuen Reifen auf die Hinterachse gewechselt.
Die "ALTEN" ca 5 Wochen auf der HA gefahrenen und Optisch guten fast neuwertigen Eindruck machenden Reifen demnach wieder auf die VA.
Das Problem begann nach ca der ersten Woche und 1200km.
Nach weiteren 5 Wochen rumgeiere und ständigen ESP eingriffen waren die Reifen VA wieder bei <4mm
und wanderten wieder nach HA und andersrum .
ESP Problem war weg!!!!!
Am Donnerstag waren wieder 2 neue Reifen fällig! Diesmal CONTI Sport Contact 3.
Die wurden wieder auf HA montiert und Fahrzeug war wieder unfahrbar.
Heute wechsel HA nach VA ESP Problem weg.
So sieht`s aus. Versteh ich zwar nicht aber Fährt wieder super.
Zur Vorsicht haben wir noch alle Querlenker gummi`s gegen Powerflex PU Buchsen getauscht.
Bin Persönlich überrascht. Fahrzeug lenkt noch eine Spur direkter ein.
So Hoffe das ich etwas Licht ins Dunkel bringen konnte.
Wollte mich ja eigentlich heraushalten, aber informiert Ihr Euch vorher auch ein bisschen über die Theorie, bevor Ihr wie wild anfangt, an den Autos herumzuschrauben?
Die Gummilager in den Querlenkern stellen Elastizitäten im Fahrwerk dar, die Anregungen aus der Straße dämpfen und aber auch dafür sorgen, dass die Lenkbefehle des Fahrers erst diese Elastizitäten überdrücken müssen. Wenn ich diese Lager steifer mache, habe ich weniger Elastizitäten und damit ein direkteres Ansprechverhalten. Im Gegenzug wird das Verhalten im Grenzbereich in der Regel etwas spitzer und weniger gutmütig.
Der These, dass sich steifere Stabis nicht auf den Fahrkomfort auswirken muss ich leider vehement wiedersprechen. De Facto hebele ich mit steiferen Stabis meine Einzelradaufhängung aus. Ohne oder mit dünnem Stabi bewirkt eine Unebenheit links, daß nur das linke Rad einfedert und der Rest des Fahrzeugs ruhig bleibt. Bei sehr harter Stabilisierung überträgt sich ein einseitiges Einfedern über den Stabi auch auf das gegenüberliegende Rad, so dass das Fahrzeug nicht einseitig federt, sondern der ganze Vorderwagen.
Steife Stabis sind gut für Rundstrecke und Topfebene Fahrbahnen, haben aber immer deutliche Nachteile im Komfort. Auf Unebenen Strecken, müssen Fahrwerk und Stabis weicher abgestimmt werden, da das Fahrzeug ansonsten anfängt zu "springen" und die Bodenhaftung verliert.
Insofern sieht ein tiefes, hartes Fahrwerk zwar gut aus, hat fahrdynamisch auf den üblichen Landstrassen zweiter und dritter Ordnung aber leider nur Nachteile.
So bin jetzt ein bisschen abgeschweift, dacht aber ich bringe hier kurz ein bisschen Grund in die Diskussion.
Das beschriebene ESP-Verhalten mit den unterschiedlichen Radumfängen an Vorder- und Hinterachse ist wahrscheinlich auf die Drehzahldifferenzen zurückzuführen. Das ESP reagiert auf Schlupf an der Hinterachse sensibler, da hier die Gefahr der Instabilität (Übersteuern) wesentlich höher ist. Normalerweise sollte das ESP mit diesen Profiltiefenunterschieden gut klarkommen, das tut es auch mit dem Serienfahrwerk. Wenn durch das neue Fahrwerk aber andere als die programmierten Wankraten, Querbeschleunigungen und andere Eingangsgrößen auftreten, sind die Regelgrenzen nicht mehr da, wo sie sein sollen sondern verschoben. Für mich hört sich das ein bisschen nach Glücksspiel an, das ESP mit so vielen veränderten Randbedingungen zum laufen zu bringen.
Bei dem Aufwand, der bei den Herstellern zur ESP-Applikation getrieben wird, kann ich mir leider auch nicht vorstellen, das ein Tuner das mal eben zurechtbiegt. Vielleicht traut es sich dann aber einer zu das ESP zu deaktivieren. Die Längsschlupfsysteme, wie ASR und ABS, sollten dann trotzdem reibungslos funktionieren.
So, "Klugscheissmodus" aus. Möchte absolut niemanden angreifen, sondern wollte nur ein bisschen technischen Background (Relikte des Fahrzeugtechnik-Studiums) liefern, viele Grüße
MAC