Erste Erfahrungen mit GP III

VW Phaeton 3D

Hallo an Alle,

die Auslieferungen der ersten GP III ist angelaufen.
Schildert hier doch mal die ersten Erfahrungen mit dem neuen Modell in Bezug zu den vorhergehenden Modellen.

Viele Grüße
Klaus

Beste Antwort im Thema

Moin Kollegen,
wie bereits weiter oben erwähnt, bin ich ja wieder auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz für meinen GP2.
Da mein 🙂 meine Vorbehalte bzgl. des GP3-Design kennt, hat er mir nun für 3 Tage einen GP3 für eine ausgiebige Probefahrt zur Verfügung gestellt.

Der GP3 ist ein V8 Benziner in Schwarz mit grauer Innenausstattung. An Zubehör ist scheinbar alles verbaut, was die Ausstattungsliste hergibt.

Hier nun mein Fazit:
Zunächst das Wichtigste: Die Optik! Nach drei Tagen habe ich mich tatsächlich mit dem neuen Design anfreunden können. Die Rückansicht ist zwar nicht schöner geworden, aber nach etwas Gewöhnung durchaus erträglich. Ich würde jedenfalls nicht auf die alten Rückleuchten zurückrüsten. Bei der Front hat etwas länger gedauert, aber nach einiger Zeit in der Tiefgarage, in der ich mir zeitweilig minutenlang nur ein bestimmtes Detail angesehen habe, um dann wieder auf die Totale umzuschalten, kann ich mit der Front leben.

Meine Frau hat sogar gesagt, dass der GP3 nun wesentlich massiger, präsenter und auch schöner aussieht als der Vorgänger. Dass sie in einem Phaeton Platz nimmt, hat sie erst erkannt, als sie drin sass. Naja…. Frauen eben (5,-€ in die Macho-Kasse…. Ich weiß 😁)

Allerdings würde ich den GP3 nicht mehr in Cairo-Grey bestellen, sondern zu Schwarz wechseln, da gerade bei einem schwarzen GP3 die neuen Sicken und Kanten (und natürlich die Scheinwerfer mit Grill) wesentlich interessanter wirken.
Allerdings nimmt die bisher schon vorhandene Verwechslungsgefahr mit dem neuen Passat bei uneingeweihten Personen noch zu.
Hier im Office (alles AUDI-Fahrer 😁) hat der GP3 aber durchweg positive Resonanzen erzeugt. Ein Kollege meinte sogar, dass der Phaeton nun auch Design-mäßig in der Oberklasse angekommen ist und sich nicht mehr hinter dem Mitbewerb verstecken muß.

Ob man dies nun als Vor-, oder Nachteil ansieht muß allerdings jeder für sich entscheiden. Ich empfand es bisher als sehr angenehm, dass der Phaeton eben nicht so optisch präsent war.

Technik:
Nach gut 250km gemischten Autobahn-, Landstrassen- und Stadtverkehr, weiß ich nun, dass mein Verzicht auf die diversen Assistenzsysteme keinen Verlust darstellt. Der Fernlichtassistent z.B. reagiert viel zu träge. Ich bin noch nie so oft vom Gegenverkehr angeblinkt worden, wie bei meiner Nachtfahrt auf der Landstrasse mit aktivierten FA. Es dauert einfach zu lange, bis das System ein Fahrzeug im Gegenverkehr eindeutig erkennt und abblendet. Ebenso nimmt sich das System viel Zeit, um danach wieder auf Fernlicht umzuschalten. Das beherrsche ich manuell definitiv viel besser.

Ebenso macht das Abstandsradar wohl nur bei langen Autobahnfahrten einen Sinn. In der Stadt und auf der Landstrasse habe ich das System komplett deaktiviert, was aber evtl. auch an meinem etwas "engagierten" Fahrstil liegen kann😁
Die Nachteile gegenüber der manuellen Art des Gas gebens und Bremsen, ist aber nur mein subjektiver Eindruck, da ich einfach die automatischen Bremseingriffe und das verzögerte Beschleunigen als unangenehm empfinde. Außerdem vertraue ich den meisten elektronischen Heinzelmännchen eh nicht und habe immer einen Fuß über dem Bremspedal, was auf Dauer Krämpfe im Bein verursacht.

Der V8: Viele von euch fahren den Dicken ja mit diesem Motor, wodurch ich mir lange Ausführungen ersparen kann. Ich kannte ihn bisher nur aus dem AUDI S4, wo er natürlich ein ganz anderes Wesen entwickelt. Nur so viel möchte ich zu dazu sagen: Mein Motor wäre es nicht.
Begründung: Im Vergleich zum 3.0TDI kommt er subjektiv nicht viel besser vom Fleck, verbraucht aber im Mittel gut 15l/100km. Selbst bei gemütlichen 100km/h ging die Verbrauchsanzeige nicht unter 11 Liter. Vor allem aber im Durchzug, was für mich wesentlich wichtiger ist, kommt er scheinbar nicht mit dem Diesel mit. Drehmoment ist eben doch sehr wichtig.

Das Manko in Newtonmetern kann der V8 allerdings mit Drehvermögen ausgleichen, wodurch man im Endeffekt den Diesel ausbeschleunigt. Nur das kostet gleich richtig Geld in Form von Super Plus und macht auf Dauer (mir jedenfalls) eher Stress als Spaß.

Bleibt noch der typische V8-Sound: Hmmmmm......... Also im S4 hatte ich beim Dreh in den Begrenzer aufgestellte Nackenhaare, weil der V8 so schön trompetete. Im Phaeton hört man den V8 nur sehr gedämpft vor sich hin brummeln, was aber zum Wesen einer Reiselimousine auch besser passt, als ein schreiender Hochdrehzahl-Achtender. Signifikante Unterschiede im Antriebskomfort, konnte ich aber beim besten Willen nicht feststellen. Im täglichen Geschwindigkeitsbereich von 30 – 160 km/h fährt mein Ölbrenner durchaus vergleichbar.

Side-, Lane, und Wasweissich-Assistent: Ich habe zwar ein leichtes HWS-Syndrom, aber noch kann ich meinen Kopf beim Spurwechsel drehen und vom ständigen beobachten des restlichen Verkehrs entbindet einen das System auch nicht. Ergo: Brauch ich nicht.

Verkehrszeichenerkennung: Zeigt im Mitteldisplay (wenn gewählt) und oben in der Karte am großen Monitor an, wie schnell man fahren darf. Vielleicht hilfreich, wenn man in unbekannter Gegend mal den Überblick verloren hat. Ansonsten entbehrlich.

Rear-Seat-Entertainment: Die Kinder finden es Klasse! Für mich als „Vorne-Links-Sitzer“ natürlich unbrauchbar und vor allem für das gebotene zu teuer.

Dynaudio Soundsystem: Ich höre im Auto meist nur Nachrichtensender im Radio, also kann ich keinen Unterschied zu meinem Standard 10-Kanal-System erkennen. Ich trauere aber immer noch dem DSP aus meinem GP1 nach. Das war wirklich ein Genuss.

Mitteldisplay: Die Steuerung wurde überarbeitet. Man muß nun nicht mehr erst das Rändelrad drehen und dann durch Druck bestätigen, um den Modus zu wechseln, sondern kann direkt mit drehen in das nächste Anzeigefeld wechseln. Geht etwas schneller als bisher und die RDK´s lassen sich nun direkt ablesen, ohne erst in das Untermenü zu wechseln.

Premium-Freisprecheinrichtung: Ich sag nur Back-to-the-Roots.
Im GP1 konnte man jeden gespeicherten Namen direkt über die Sprachsteuerung aufrufen, indem man Nachname und Name nannte. Das System fragte bei mehreren Einträgen (z.B. Home, Office, Mobil) noch nach, welchen Eintrag man anrufen wollte. Im GP2 wurde dies leider durch das neue 810er Navi abgeändert und man hatte nur noch max. 15 Einträge zur Verfügung, die auch noch angelernt werden mussten. Ein eindeutiger Rückschritt!

Im GP3 kann man nun wieder jeden Namen per Sprachwahl anrufen, indem man Vor- und Nachname nennt. Im Prinzip genau wie im GP1. Chapeau !!! Meine Gebete wurden erhört.
Zusätzlich werden alle möglichen Alternativen auf dem großen Monitor angezeigt und können alternativ per Tastendruck ausgewählt werden.

Weiterhin werden im großen Schirm beim betätigen der Spracheingabetaste, die gerade möglichen Befehle eingeblendet. In der Anfangsphase und wenn man die Funktionen nur selten nutzt, bestimmt ganz hilfreich.
Einziger Nachteil: Die angenehme Damenstimme im GP2 ist wieder einer sehr synthetisch und abgehackt klingenden Computerstimme gewichen. Wer allerdings noch einen GP0, oder GP1 mit Navi fährt (die Dame mit der Hasenscharte), wird sich über den Fortschritt freuen.

Fazit:
Wenn der nette Herr von AUDI mir nicht ein Angebot unterbreitet, welches ich unmöglich ablehnen kann (ein A5 Cabrio für den Grandseigneur, um unbedarfte 20-jährige zu beeindrucken 😁) , stehen die Chancen für einen GP3 mittlerweile wieder recht gut. Preislich komme ich auf die gleiche Leasingrate wie bei den letzten drei Phaetons (dämlicher Plural), womit auch diese Hürde genommen wäre. Weiterhin möchte meine Holde gerne auch nächstes Jahr wieder nach Dresden ins Taschenberg-Palais, da sie Ingolstadt einfach „grottig“ findet.

Nichts desto Trotz werde ich mir morgen mal den Infiniti M37 ansehen (@Björn: Wir sehen uns) und die Kollegen aus Coventry bekommen auch noch mal eine Chance.

Nun denn. Ich hoffe euch nicht zu sehr mit meinen Ausschweifungen gelangweilt zu haben (Fishing for Compliments 😁) und bei Kommentaren immer bedenken: Dies hier ist nicht die Bibel! Alles was ich geschrieben habe entspringt meiner eigenen, subjektiven Meinung.

Horrido

Peter

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Zitat:

Original geschrieben von Phaetosoph



Zitat:

Original geschrieben von velv8ag8c


(...)
Die englische Version wäre dann Depimp? 😁 Ebonics: DePimp...
Da wir nicht ausschließen können, dass hier auch Minderjährige mitlesen, möchte ich das Thema an dieser Stelle nicht vertiefen. 😛

Tja, zu blod,

einer liest und schreibt mit(weshalb ich immer in der wir form schreibe), aber einer der was davon versteht, was er schreibt oder sagt(bezülich Dickschiff und alles andere), also keiner aus der Assi-Jugend..., übrigens hat sich mein englisch Lehrer heute zutiefst gegen den Phaeton ausgesprochen und mich zutiefst beleidigt!!! typisch passatfahrer...

Phaetonfreak

Moin Kollegen,
da im März mein jetziger Dicker (GP2) wieder zurück an die Leasing geht, muß ich mich bis Ende Dezember für einen Nachfolger entschieden haben.
Da wir als Großkunde auf VW/AUDI festgelegt sind, habe ich jetzt echt ein Problem.

Nach 1x GP1 und 2x GP2 habe ich mich mittlerweile auf die Qualität und das Fahrgefühl des Dicken eingeschossen.
Ich wüßte beim besten Willen nicht, welches Modell aus dem Konzern auch nur annähernd vergleichbare Qualitäten bietet.

Der neue Touareg wäre vielleicht mal eine Alternative, liegt aber bei vernünftiger Ausstattung gut 230,-€ netto über der Leasingrate des Dicken.
Aber das erstaunlichste: Mein🙂 hat mir ein Angebot über einen GP3 mit völlig identischer Ausstattung zu meinem jetzigen gemacht und ist dabei auf eine LR gekommen, die exakt genauso hoch ist, wie die letzte.
Tatsache ist außerdem, dass der Wagen bei gleicher Ausstattung 150,00€ günstiger geworden ist, da das Bi-Xenon nun zum Serienumfang gehört.

Wenn der GP3 nur nicht so eine hässliche Front á la KIA, Hyundai, etc. hätte, wäre die Unterschrift nur noch eine Formsache.
Nun fahre ich schon verzweifelt div. AUDI´s Probe (A5, A8, demnächst A7) um heraus zu finden, ob die Tochter tatsächlich nur Rüttelplatten produziert.
Der A8 lief durchaus passabel, aber der A5 Quattro mit S-Tronic ist ein NoGo. Das DSG kuppelt so hart ein, dass man entweder dem Vordermann hinten rein fährt, oder an der Ampel mit zuwenig Gas verhungert.

Vielleicht sollte ich mir doch einen Multivan zulegen😕😕😕

Gruß aus HH

Peter

Ende des Jahres 2011 läuft mein Vertrag aus und vorher steht mein Verkäufer auf der Matte und will, dass ich den Neuen nehme. Ich fahr dann zum dritten Mal dasselbe Auto. Ist ja eigentlich ganz o.k. aber der Alte hat dann mal 50.000 km drauf und ist noch supergut. Bitte heltft mir, ich bin völlig verzweifelt (extremes Luxusproblem).

Moin phaetschy,

worin liegt denn konkret dein Luxusproblem? Das jetzige Leasing-Fahrzeug geht zurück und das neue holst du in Dresden ab. Mein Individual-Phaeton wird auch nicht mehr gelaufen haben, wenn ich ihn im kommenden August nach dann drei Jahren zurück geben muss.

Grüße aus Hamburg

Björn

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Na sein Problem ist wohl, dass er aus optischen Gründen keinen GP3 fahren möchte. So ging mir das ja auch.

Momo

Ich habe dann einen neuen Wagen und gehöre zumindest für ein Jahr optisch nicht zu den 1% ;-))))

peso

Zitat:

Original geschrieben von Momo7


Na sein Problem ist wohl, dass er aus optischen Gründen keinen GP3 fahren möchte. So ging mir das ja auch.

Momo

Moin Momo,

so ausgelegt, kann ich die Aussage von @ phaetschy natürlich nachvollziehen. Ich tue mich ebenfalls sehr schwer, mich für einen neuen GP3 zu entscheiden und überlege momentan in alle Richtungen.

Heute z. B. hole ich den Infiniti M37 S Premium zur Probefahrt ab und werde bis Montag Gelegenheit haben, den "exotischen Nissan" mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Andererseits erwäge ich ernsthaft den Kauf eines gebrauchten GP0-Phaetons, einer klassischen S-Klasse als Alltags-Youngtimer oder ein 1 %-Leasing-Angebot zu nutzen. Diese Gedanken hätte ich mir bei einem "geglückteren" Facelift des Phaetons niemals gemacht 🙄!

Grüße aus Hamburg

Björn

Moin Kollegen,
wie bereits weiter oben erwähnt, bin ich ja wieder auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz für meinen GP2.
Da mein 🙂 meine Vorbehalte bzgl. des GP3-Design kennt, hat er mir nun für 3 Tage einen GP3 für eine ausgiebige Probefahrt zur Verfügung gestellt.

Der GP3 ist ein V8 Benziner in Schwarz mit grauer Innenausstattung. An Zubehör ist scheinbar alles verbaut, was die Ausstattungsliste hergibt.

Hier nun mein Fazit:
Zunächst das Wichtigste: Die Optik! Nach drei Tagen habe ich mich tatsächlich mit dem neuen Design anfreunden können. Die Rückansicht ist zwar nicht schöner geworden, aber nach etwas Gewöhnung durchaus erträglich. Ich würde jedenfalls nicht auf die alten Rückleuchten zurückrüsten. Bei der Front hat etwas länger gedauert, aber nach einiger Zeit in der Tiefgarage, in der ich mir zeitweilig minutenlang nur ein bestimmtes Detail angesehen habe, um dann wieder auf die Totale umzuschalten, kann ich mit der Front leben.

Meine Frau hat sogar gesagt, dass der GP3 nun wesentlich massiger, präsenter und auch schöner aussieht als der Vorgänger. Dass sie in einem Phaeton Platz nimmt, hat sie erst erkannt, als sie drin sass. Naja…. Frauen eben (5,-€ in die Macho-Kasse…. Ich weiß 😁)

Allerdings würde ich den GP3 nicht mehr in Cairo-Grey bestellen, sondern zu Schwarz wechseln, da gerade bei einem schwarzen GP3 die neuen Sicken und Kanten (und natürlich die Scheinwerfer mit Grill) wesentlich interessanter wirken.
Allerdings nimmt die bisher schon vorhandene Verwechslungsgefahr mit dem neuen Passat bei uneingeweihten Personen noch zu.
Hier im Office (alles AUDI-Fahrer 😁) hat der GP3 aber durchweg positive Resonanzen erzeugt. Ein Kollege meinte sogar, dass der Phaeton nun auch Design-mäßig in der Oberklasse angekommen ist und sich nicht mehr hinter dem Mitbewerb verstecken muß.

Ob man dies nun als Vor-, oder Nachteil ansieht muß allerdings jeder für sich entscheiden. Ich empfand es bisher als sehr angenehm, dass der Phaeton eben nicht so optisch präsent war.

Technik:
Nach gut 250km gemischten Autobahn-, Landstrassen- und Stadtverkehr, weiß ich nun, dass mein Verzicht auf die diversen Assistenzsysteme keinen Verlust darstellt. Der Fernlichtassistent z.B. reagiert viel zu träge. Ich bin noch nie so oft vom Gegenverkehr angeblinkt worden, wie bei meiner Nachtfahrt auf der Landstrasse mit aktivierten FA. Es dauert einfach zu lange, bis das System ein Fahrzeug im Gegenverkehr eindeutig erkennt und abblendet. Ebenso nimmt sich das System viel Zeit, um danach wieder auf Fernlicht umzuschalten. Das beherrsche ich manuell definitiv viel besser.

Ebenso macht das Abstandsradar wohl nur bei langen Autobahnfahrten einen Sinn. In der Stadt und auf der Landstrasse habe ich das System komplett deaktiviert, was aber evtl. auch an meinem etwas "engagierten" Fahrstil liegen kann😁
Die Nachteile gegenüber der manuellen Art des Gas gebens und Bremsen, ist aber nur mein subjektiver Eindruck, da ich einfach die automatischen Bremseingriffe und das verzögerte Beschleunigen als unangenehm empfinde. Außerdem vertraue ich den meisten elektronischen Heinzelmännchen eh nicht und habe immer einen Fuß über dem Bremspedal, was auf Dauer Krämpfe im Bein verursacht.

Der V8: Viele von euch fahren den Dicken ja mit diesem Motor, wodurch ich mir lange Ausführungen ersparen kann. Ich kannte ihn bisher nur aus dem AUDI S4, wo er natürlich ein ganz anderes Wesen entwickelt. Nur so viel möchte ich zu dazu sagen: Mein Motor wäre es nicht.
Begründung: Im Vergleich zum 3.0TDI kommt er subjektiv nicht viel besser vom Fleck, verbraucht aber im Mittel gut 15l/100km. Selbst bei gemütlichen 100km/h ging die Verbrauchsanzeige nicht unter 11 Liter. Vor allem aber im Durchzug, was für mich wesentlich wichtiger ist, kommt er scheinbar nicht mit dem Diesel mit. Drehmoment ist eben doch sehr wichtig.

Das Manko in Newtonmetern kann der V8 allerdings mit Drehvermögen ausgleichen, wodurch man im Endeffekt den Diesel ausbeschleunigt. Nur das kostet gleich richtig Geld in Form von Super Plus und macht auf Dauer (mir jedenfalls) eher Stress als Spaß.

Bleibt noch der typische V8-Sound: Hmmmmm......... Also im S4 hatte ich beim Dreh in den Begrenzer aufgestellte Nackenhaare, weil der V8 so schön trompetete. Im Phaeton hört man den V8 nur sehr gedämpft vor sich hin brummeln, was aber zum Wesen einer Reiselimousine auch besser passt, als ein schreiender Hochdrehzahl-Achtender. Signifikante Unterschiede im Antriebskomfort, konnte ich aber beim besten Willen nicht feststellen. Im täglichen Geschwindigkeitsbereich von 30 – 160 km/h fährt mein Ölbrenner durchaus vergleichbar.

Side-, Lane, und Wasweissich-Assistent: Ich habe zwar ein leichtes HWS-Syndrom, aber noch kann ich meinen Kopf beim Spurwechsel drehen und vom ständigen beobachten des restlichen Verkehrs entbindet einen das System auch nicht. Ergo: Brauch ich nicht.

Verkehrszeichenerkennung: Zeigt im Mitteldisplay (wenn gewählt) und oben in der Karte am großen Monitor an, wie schnell man fahren darf. Vielleicht hilfreich, wenn man in unbekannter Gegend mal den Überblick verloren hat. Ansonsten entbehrlich.

Rear-Seat-Entertainment: Die Kinder finden es Klasse! Für mich als „Vorne-Links-Sitzer“ natürlich unbrauchbar und vor allem für das gebotene zu teuer.

Dynaudio Soundsystem: Ich höre im Auto meist nur Nachrichtensender im Radio, also kann ich keinen Unterschied zu meinem Standard 10-Kanal-System erkennen. Ich trauere aber immer noch dem DSP aus meinem GP1 nach. Das war wirklich ein Genuss.

Mitteldisplay: Die Steuerung wurde überarbeitet. Man muß nun nicht mehr erst das Rändelrad drehen und dann durch Druck bestätigen, um den Modus zu wechseln, sondern kann direkt mit drehen in das nächste Anzeigefeld wechseln. Geht etwas schneller als bisher und die RDK´s lassen sich nun direkt ablesen, ohne erst in das Untermenü zu wechseln.

Premium-Freisprecheinrichtung: Ich sag nur Back-to-the-Roots.
Im GP1 konnte man jeden gespeicherten Namen direkt über die Sprachsteuerung aufrufen, indem man Nachname und Name nannte. Das System fragte bei mehreren Einträgen (z.B. Home, Office, Mobil) noch nach, welchen Eintrag man anrufen wollte. Im GP2 wurde dies leider durch das neue 810er Navi abgeändert und man hatte nur noch max. 15 Einträge zur Verfügung, die auch noch angelernt werden mussten. Ein eindeutiger Rückschritt!

Im GP3 kann man nun wieder jeden Namen per Sprachwahl anrufen, indem man Vor- und Nachname nennt. Im Prinzip genau wie im GP1. Chapeau !!! Meine Gebete wurden erhört.
Zusätzlich werden alle möglichen Alternativen auf dem großen Monitor angezeigt und können alternativ per Tastendruck ausgewählt werden.

Weiterhin werden im großen Schirm beim betätigen der Spracheingabetaste, die gerade möglichen Befehle eingeblendet. In der Anfangsphase und wenn man die Funktionen nur selten nutzt, bestimmt ganz hilfreich.
Einziger Nachteil: Die angenehme Damenstimme im GP2 ist wieder einer sehr synthetisch und abgehackt klingenden Computerstimme gewichen. Wer allerdings noch einen GP0, oder GP1 mit Navi fährt (die Dame mit der Hasenscharte), wird sich über den Fortschritt freuen.

Fazit:
Wenn der nette Herr von AUDI mir nicht ein Angebot unterbreitet, welches ich unmöglich ablehnen kann (ein A5 Cabrio für den Grandseigneur, um unbedarfte 20-jährige zu beeindrucken 😁) , stehen die Chancen für einen GP3 mittlerweile wieder recht gut. Preislich komme ich auf die gleiche Leasingrate wie bei den letzten drei Phaetons (dämlicher Plural), womit auch diese Hürde genommen wäre. Weiterhin möchte meine Holde gerne auch nächstes Jahr wieder nach Dresden ins Taschenberg-Palais, da sie Ingolstadt einfach „grottig“ findet.

Nichts desto Trotz werde ich mir morgen mal den Infiniti M37 ansehen (@Björn: Wir sehen uns) und die Kollegen aus Coventry bekommen auch noch mal eine Chance.

Nun denn. Ich hoffe euch nicht zu sehr mit meinen Ausschweifungen gelangweilt zu haben (Fishing for Compliments 😁) und bei Kommentaren immer bedenken: Dies hier ist nicht die Bibel! Alles was ich geschrieben habe entspringt meiner eigenen, subjektiven Meinung.

Horrido

Peter

Genau solche Berichte habe ich mir gewünscht als ich dieses Thema eröffnet habe.

Peter besten Dank

Danke

@petham67

Lass es mich kurz machen:

Danke für deinen super Bericht! Es hat Spaß gemacht ihn zu lesen.... 😉
Du scheinst einen guten 🙂 zu haben. Viel Spaß mit dem GP3! 😉

Grüße.

Danke für deinen sehr guten Bericht!
Themenbezogen, informativ, gut geschrieben, nachvollziehbar, detailliert und hilfreich. So soll es sein.

L'Allemagne 12 points 🙂

Moin Peter,

vielen Dank für diesen überaus lesenwerten GP3-Bericht. Deinen Eindruck zum Thema 3,0 TDI- vs. V8-Motor kann ich aus eingener Erfahrung in jeder Hinsicht bestätigen. In der Praxis sprechen erdrückend viele Argumente für den Diesel-Antrieb im Phaeton. Allein das hektisch abgestimmte Automatik-Getriebe im V8 stört mich so, dass dieser Motor keine Alternative für mich darstellt.

Wir sehen uns morgen bei Infiniti!

Grüße aus Hamburg

Björn

Zitat:

Original geschrieben von just.bjoern


... Deinen Eindruck zum Thema 3,0 TDI- vs. V8-Motor kann ich aus eingener Erfahrung in jeder Hinsicht bestätigen. In der Praxis sprechen erdrückend viele Argumente für den Diesel-Antrieb im Phaeton. Allein das hektisch abgestimmte Automatik-Getriebe im V8 stört mich so, dass dieser Motor keine Alternative für mich darstellt.

Ich stelle immer wieder fest, daß der V8 ganz schlecht wegkommt. Rein von den Daten sehe ich bei den Benzinern auch nur zwei plausible Kandidaten: Den V6 und den W12. Für Neukäufer/Leaser ist der V6 aus Kostengründen interessant. Temperament darf man nicht erwarten, dafür gibts aber beim Gleiten echte Ruhe. Wer die Kosten nicht scheut, bzw. bei den Gebrauchten zuschlägt, für den ist der W12 einfach das Optimum. Ruhig in allen Lebenslagen und die Leistung ist auch unangefochten. Der häufig ob seiner "nur" 5 Fahrstufen geschmähte Automat passt prima zum Motor. Wer den W12 ein Weile fährt, der bekommt im V6, egal ob Benziner oder Diesel, die Krise. Bei Stadtfahrten fand ich den V6 Diesel immer deutlich nerviger/unangenehmer als den V6 Benziner. Das bezieht sich sowohl auf die Akustik als auch auf den Charakter der Leistungsentfaltung.

MfG

Moin,

kann mir bitte jemand erklären, wie man im GP III ein Handy (Nokia 6300) mit der integrierten Freisprecheinrichtung (Bluetooth) koppelt? Ich konnte einen entsprechenden Menüeintrag finden.

Danke.

Gruß,
Thomas

Das ACC setzte ich mit entspanntem Vergnügen auch zunehmend auf der Landstraße und in der Stadt ein.

Hin und wieder gibt es Situationen, die ich manuell löse.
Aber insgesamt trägt das Ding zu sehr entspanntem Gleiten bei.

Uli

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