Erst Injektor undicht, jetzt Zylinderkopf defekt? Ford Focus 1.6 TDCi Bj. 2006
Hallo,
ich wollte mal anfragen, ob sich jemand einen Reim auf folgenden Fehler machen kann.
Vor ein paar Wochen fiel mir ein unangenehmer Abgasgeruch im Fahrzeuginneren auf. Nach einigem Suchen stellte sich heraus, daß der Injektor des ersten Zylinders undicht war. Rings um den Injektor hatte sich bereits eine schwarze, harte Masse gebildet. Habe meinen Focus daraufhin in der Werkstatt abgegeben wo der Schaden behoben wurde. Dabei wurde der Injektor ausgebaut, der Zylinderkopf gereinigt, und alles wieder zusammengebaut. Habe dann das Auto einige Tage gefahren und bin dann im Urlaub gewesen. Als ich wieder zurück war und das Auto aus der Garageneinfahrt fuhr viel mir ein großer Ölfleck auf dem Boden auf. Nach Begutachtung des Motors zeigte sich, daß der ganze Zylinderkopf eingesaut war (sah aus wie Altöl) und die dunkle Brühe den Motor runter gelaufen war. Also wieder mit dem Auto zum Händler. Heute habe ich nun nach 2 Tagen Werkstattaufenthalt erfahren, daß man zwar versucht habe, den Injektor abzudichten und wohl auch neue Dichtungen eingebaut hat, das ganze aber nicht von Erfolg gekrönt wurde. Im Gegenteil. Scheinbar ist der Zylinderkopf defekt und am Sitz des Injektors tritt nun Diesel oder Öl aus. Auf jeden Fall müsse nun der Kopf getauscht werden...
Habe in den verschiedenen Foren schon oft von Undichtigkeiten am Injektor gelesen. Aber daß in der Folge eines Reparaturversuches der ganze Kopf defekt ist noch nie. Kann dies mit dem Reparaturversuch zusammenhängen? Aufgefallen war mir auch, daß bei einem der in letzter Zeit leider häufig gewordenen Werkstattbesuchen wohl deutlich zu viel Öl eingefüllt wurde - fast 1cm über max!
Danke + viele Grüße
FordFahrer09
Beste Antwort im Thema
Hallo Leute,
es ist zwar schon eine ganze Weile her, dass ich selber diesen Thread eröffnet habe, aber in diesem Fall hat sich eine Lösung ergeben, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich war damals sehr verärgert über die Probleme die ich nach der scheinbar harmlosen Undichtigkeit meines Injektors hatte. Wie beschrieben tauchte nach dem Abdichtversuch beim FFH Ölverlust am Zylinderkopf auf. Mehrere weitere Abdichtversuche an den umliegenden Injektoren blieben erfolglos. Offensichtlich war der FFH nicht mal in der Lage zu unterscheiden, ob es nun Öl oder Diesel ist, der hier austrat - jedenfalls hat er mir die Kompetenz abgesprochen dies eindeutig als Öl zu erkennen. Nach 3 Reparaturversuchen und mehr als 600 Euro Kosten wurde mir nahegelegt den Zylinderkopf zu tauschen. Schon alleine das notwendige Material sollte rund 2.500 Euro kosten... Zusammen mit dem Arbeitslohn und den zuvor schon aufgelaufenen Kosten in Höhe von 700 Euro wäre hier schnell 50% des Restwertes meines Kfz zusammengekommen. Die Ford Hotline übrigens meinte nur, wo denn das Problem sei? Wenn ich nicht zufrieden wäre könne ich mir ja eine andere Werkstatt suchen...
Ich habe mich daher nach Alternativen umgeschaut und bin beim ortsansässigen türkischen Alle-Marken-Meisterbetrieb fündig geworden. Für rund 200 Euro läuft mein Ford nun seit zig-tausend Kilometer ohne Probleme.
Ich gebe jetzt mal wieder, was ich damals verstanden habe: Ursache des ganzen Übels war, dass bei der Demontage des Injektors die Stehbolzen mit gelockert wurden und bei der anschließenden Montage nicht mehr richtig angezogen wurden. Mit diesen Stehbolzen wird aber wohl auch der Zylinderkopf mit befestigt und somit kam es zur beschriebenen Ölleckage. Der FFH hat diesen Fehler wohl an jedem Injektor gemacht, den er ausgebaut hatte. Unglaublich eigentlich - offensichtlich fehlte hier jede fachliche Kompetenz. Und das man dies selbst im 3. Anlauf nicht findet obwohl mehrere Facharbeiter rund um's Auto standen lässt schon Fragen aufkommen.
Ich habe das betreffende Autohaus nachträglich schriftlich aufgefordert, Stellung zu nehmen. Auch nach mehrmaligem Anschreiben kam keine Reaktion. Daraufhin habe ich den Fall der KFZ Schiedsstelle übergeben die nach Prüfung des Sachverhaltes recht schnell zu meinen Gunsten entschieden haben. Das Ford Autohaus musste mir den entstandenen Schaden ersetzen!
Seither mache ich wieder meine Reparaturen am Auto so weit es geht selber bzw. gehe zum türkischen Meisterbetrieb. Ob der FFH nun nur einfach unfähig war oder ob hier bewusst versucht wurde, Kunden abzuzocken weiß ich nicht...
In diesem Sinne: lasst Euch nicht für dumm verkaufen!
Viele Grüße und ein schönes Pfingstfest!
25 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von carli80
Und diese Hülse mit den O-Ringen läßt sich problemlos austauschen?
Ventildeckel muss ab, mit allem drum und dran, dazu gibt es dann von Ford einen Dichtsatz für alle 4 Zylinder (einzeln gibt es nichts)
der ganze Spass hat bei mir 1000€ gekostet mit (FFH)
selber machen geht nicht (Spezialwerkzeug)
MFG
Hallo zusammen,
wollte nur mal eben bescheid geben, wie es mit meinem C-Max weiterging.
Das Gute zuerst, er ist wieder dicht. 🙂 Ich hatte ja geschrieben, das der FFH wieder mal einen Termin verstreichen ließ ohne was zu tun, danach hab ich mir nochmal Luft gemacht und einen Termin für Ende Dezember bekommen. Der FFH hat mir angeboten die Reperatur zu wiederholen. Bei dieser hat sich dann herausgestellt, dass der Dichtring einer Einspritzdüse beim Einbau zerstört wurde und dadurch das Öl ausgetreten ist.
Sie haben dann alles nochmal kontrolliert und seit dem bin ich gut 7000 km gefahren und habe kein Öl mehr auf dem Zylinderkopf. Hoffentlich bleibt das so!!!
Ich hatte auch keine zusätzlichen Kosten, da der FFH das irgendwie über Garantie geregelt hat, er sagte da was von Bauteilgarantie.
Beim Abholen hatte ich mich schon gewundert, dass mein Wagen innen und aussen gereinigt auf dem Abholplatz stand, aber nachdem der FFH den Fehler bei der Reperatur zugegeben und sich entschuldigt hat war ich doch froh, das diese Geschichte ein Ende hat!
Allen noch viel Glück und gute Fahrt mit eurem Ford! 😎
Zitat:
Original geschrieben von Waage66
aber nachdem der FFH den Fehler bei der Reperatur zugegeben und sich entschuldigt hat war ich doch froh, das diese Geschichte ein Ende hat!
Allen noch viel Glück und gute Fahrt mit eurem Ford! 😎
Und genau sowas imponiert mir - eigentlich kannste dem FFH so schnell nichts. Und mit diesem Wissen kommt der Angestellte zu Dir und entschuldigt sich, gibt seinen Fehler zu. Sowas haste extrem selten.
Grüsse,
Marco
Hallo, habe das selbe problem mit meinem focus 1.6 tdci. erst hieß es es sei der erste injektor undicht, dieser wurde dann abgedichtet.
2 Tage später hatte ich wieder ein öl fleck bzw. dachte ich es sei diesel mit ruß gemisch fleck.
Darauf hin bin ich dann heute wieder zur werkstatt, die haben sich den wagen zum 2. mal unter die lupe genommen und fest gestellt das der ventildeckel neben dem ersten jektor einen haarriss hat und da öl raus drückt, somit ich dann auch meinen voll gesauten motorinnenraum erklären kann.
Kann mir jemand sagen wie teuer ein Ventildeckel ist ??
Der Werkstatt händler sagte selbst das alle leute sofort denken es seien die injektoren undicht, so ist es aber nicht oft ist es halt der fall das der Ventildeckel einen Haarriss hat.
Mfg Nicamp
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Hallo,
bei mir ist eine Einspritzdüse undicht, die Flüssigkeit (Diesel) die man sehen kann ist noch frisch, also nicht hart oder verkrustet und die Verbrennungsgase die dort entweichen kann man auch gut sehen. Der Motor läuft rund, Leistung ist auch vorhanden.
Frage 1 : Was kostet Injektor abdichten (FFH oder FW) ?
Frage 2 : ich muss nächste Woche nach Rumänien fahren (ca. 1000km) da das Auto in RO zugelassen ist ( gehört meinem Schwiegervater) und könnte eventuell dort reparieren lassen. Könnte unterwegs der Motor kaputtgehen oder etwas schlimmes passieren ?
Kann mir jemand einen Tipp geben?
190.000 KM.
Ford Focus Turnier 1.6 TDCi Bj. 2005 (90PS)
Super wenns auf Garantie geht. Allerdings bin ich fertig mit Ford nach 2 zerbrösenlten Turbos. Es war nicht einmal Öl gewechselt, obwohl von Ford vorgeschrieben, der alte Luftfilter (Motorruckeln) drin und der Deckel drauf locker!!! Keine Fehlermeldung ausgelesen, ..... ab sofort nur noch Spezln in freier Werkstatt.
So, nun ist unser C-Max Bj 6.09 1,6 TDCI in der Ford Werkstatt. Kilometerstand ca 98tkm.
Letztes Jahr hat er kurz nach dem Servic das Stinken angefangen.
Daraufhin wurden die Einspritzdüsen nachgezogen. Danach war erstmal alles gut.
Da der Geruch nun langsam wieder kam, hat mir unser Meister empfohlen alle Düsen neu abzudichten.
Gesagt getan....
Als wir das Auto abholten, stank er mehr wie vorher!!!!!!!!
Die haben es nicht für nötig gefunden eine Probefahrt zu machen.😠
Ein Geselle sagte mir, das sie nur 3 Düsen abdichten konnten, da die 4. zu fest saß. Aber sie ist dicht, sagte er. HA Ha
Nun steht unser C-Max wieder in der Werkstatt. Mal schauen was das wird.
Wehe die labern was vom neuen Zylinderkopf, dann dreh ich am Rad
Einen neuen Injektor würde ich ja noch verstehen wenn der alte nicht raus geht und dann bei demontage kaputt geht. Mal morgen abwarten was der Meister sagt.
Werde berichten....
Gruß
Hallo Leute,
es ist zwar schon eine ganze Weile her, dass ich selber diesen Thread eröffnet habe, aber in diesem Fall hat sich eine Lösung ergeben, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich war damals sehr verärgert über die Probleme die ich nach der scheinbar harmlosen Undichtigkeit meines Injektors hatte. Wie beschrieben tauchte nach dem Abdichtversuch beim FFH Ölverlust am Zylinderkopf auf. Mehrere weitere Abdichtversuche an den umliegenden Injektoren blieben erfolglos. Offensichtlich war der FFH nicht mal in der Lage zu unterscheiden, ob es nun Öl oder Diesel ist, der hier austrat - jedenfalls hat er mir die Kompetenz abgesprochen dies eindeutig als Öl zu erkennen. Nach 3 Reparaturversuchen und mehr als 600 Euro Kosten wurde mir nahegelegt den Zylinderkopf zu tauschen. Schon alleine das notwendige Material sollte rund 2.500 Euro kosten... Zusammen mit dem Arbeitslohn und den zuvor schon aufgelaufenen Kosten in Höhe von 700 Euro wäre hier schnell 50% des Restwertes meines Kfz zusammengekommen. Die Ford Hotline übrigens meinte nur, wo denn das Problem sei? Wenn ich nicht zufrieden wäre könne ich mir ja eine andere Werkstatt suchen...
Ich habe mich daher nach Alternativen umgeschaut und bin beim ortsansässigen türkischen Alle-Marken-Meisterbetrieb fündig geworden. Für rund 200 Euro läuft mein Ford nun seit zig-tausend Kilometer ohne Probleme.
Ich gebe jetzt mal wieder, was ich damals verstanden habe: Ursache des ganzen Übels war, dass bei der Demontage des Injektors die Stehbolzen mit gelockert wurden und bei der anschließenden Montage nicht mehr richtig angezogen wurden. Mit diesen Stehbolzen wird aber wohl auch der Zylinderkopf mit befestigt und somit kam es zur beschriebenen Ölleckage. Der FFH hat diesen Fehler wohl an jedem Injektor gemacht, den er ausgebaut hatte. Unglaublich eigentlich - offensichtlich fehlte hier jede fachliche Kompetenz. Und das man dies selbst im 3. Anlauf nicht findet obwohl mehrere Facharbeiter rund um's Auto standen lässt schon Fragen aufkommen.
Ich habe das betreffende Autohaus nachträglich schriftlich aufgefordert, Stellung zu nehmen. Auch nach mehrmaligem Anschreiben kam keine Reaktion. Daraufhin habe ich den Fall der KFZ Schiedsstelle übergeben die nach Prüfung des Sachverhaltes recht schnell zu meinen Gunsten entschieden haben. Das Ford Autohaus musste mir den entstandenen Schaden ersetzen!
Seither mache ich wieder meine Reparaturen am Auto so weit es geht selber bzw. gehe zum türkischen Meisterbetrieb. Ob der FFH nun nur einfach unfähig war oder ob hier bewusst versucht wurde, Kunden abzuzocken weiß ich nicht...
In diesem Sinne: lasst Euch nicht für dumm verkaufen!
Viele Grüße und ein schönes Pfingstfest!
Zitat:
Andi-y Andi-y
VWSo, nun ist unser C-Max Bj 6.09 1,6 TDCI in der Ford Werkstatt. Kilometerstand ca 98tkm.
Letztes Jahr hat er kurz nach dem Servic das Stinken angefangen.
Daraufhin wurden die Einspritzdüsen nachgezogen. Danach war erstmal alles gut.
Da der Geruch nun langsam wieder kam, hat mir unser Meister empfohlen alle Düsen neu abzudichten.
Gesagt getan....
Als wir das Auto abholten, stank er mehr wie vorher!!!!!!!!
Die haben es nicht für nötig gefunden eine Probefahrt zu machen.😠
Ein Geselle sagte mir, das sie nur 3 Düsen abdichten konnten, da die 4. zu fest saß. Aber sie ist dicht, sagte er. HA Ha
Nun steht unser C-Max wieder in der Werkstatt. Mal schauen was das wird.
Wehe die labern was vom neuen Zylinderkopf, dann dreh ich am Rad
Einen neuen Injektor würde ich ja noch verstehen wenn der alte nicht raus geht und dann bei demontage kaputt geht. Mal morgen abwarten was der Meister sagt.
Werde berichten....
Gruß
Hatte ich ganz vergessen.Sorry...
Unser C-Max ist dann doch endlich dicht. Kein Dieselgeruch mehr. Die Werkstatt hatte vergessen die Injektoren fest zu schrauben laut Aussage vom Meister.....Aber egal, meine Frau war so sauer auf Ford, das sie kein Bock mehr auf den C-Max hatte. Also weg damit. Auto ist verkauft, schade Ford!!!
Gruß
Grüsse an alle Ford Focus 1.6 TDCI Fahrer, sowie alle anderen.
Habe auch das Problem undichter Injektor. Durch den Austritt der Abgase kann es zu einer Kerbe im Injektorensitz. Etwas von Sitz schon abgeschiffen, aber leider immer noch undicht. Wie weit kann man den Sitz abschleifen. Gibt es einen Reparatursatz? Der Motor läuft super, aber auf Grund der Laufleisung von fast 200.000 Kilometer lohnt es teuere Reparatur nicht.
Zitat:
@DerOTA schrieb am 7. Februar 2016 um 12:02:35 Uhr:
Grüsse an alle Ford Focus 1.6 TDCI Fahrer, sowie alle anderen.
Habe auch das Problem undichter Injektor. Durch den Austritt der Abgase kann es zu einer Kerbe im Injektorensitz. Etwas von Sitz schon abgeschiffen, aber leider immer noch undicht. Wie weit kann man den Sitz abschleifen. Gibt es einen Reparatursatz? Der Motor läuft super, aber auf Grund der Laufleisung von fast 200.000 Kilometer lohnt es teuere Reparatur nicht.
Es gibt in guten Motorenteilecentern (nicht die üblichen Teilehändler, sondern für Motoreninstandsetzer) extra dickere Reparaturdichtringe, (wie es bei garantiert jedem VW Pumpe-Düse Leiden und fast bei allen derzeitigen Dieselfahrzeugen auftritt) für die Motoreninstandsetzer. Habe ich selber schon unzählige Male praktiziert. Werkzeug zum Reinigen und Bürsten ganz normal benutzen und anschließend den Düsenbund tiefer schleifen. Für erfahrene Gesellen frei von Hand, für Perfektionisten und Leuten die keine Ahnung haben, kann man ein Werkzeug auf die Injektor Haltebolzen aufbauen, was wirklich nicht notwendig ist. Wichtig ist es einen glatten geraden Bund ohne Vertiefungen oder Kerben herzustellen. Noch wichtig: Nicht tiefer schleifen als das erhöhte Reparaturmaß der Dichtringe. Die Qualität der Ringe ist wichtig. Nicht auf den Preis gucken und im entfernteren Teil der Erde online ein viel zu harten Rep-Ring kaufen, denn der wird auch bei einem neuen Fahrzeug die Abdichtung des Injektors verweigern. Auch wichtig Gewindestehbolzen alle mit erneuern, möglichst einkleben und auf Drehmoment + ca. 10% - 20% (NM) anziehen.