Erfahrungsbericht i3
Hallo zusammen,
nach nun 6 Monaten Erfahrung mit dem BMW i3 ist es an der Zeit mal einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Ich komme eigentlich nur darauf, weil ich fast täglich auf das Auto angesprochen werde - folglich das allgemeine Interesse hoch ist, insbesondere seit dem Beschluss der staatlichen Förderung.
Modell:
i3 mit Rex (range extender = 2 Zylinder Motor aus dem BMW "Scooterprogramm"😉- an Austattung habe ich alles genommen was es in der Aufpreisliste gibt, die allerdings beim i3 nicht sonderlich lang ist.
Exterieur:
Als Farbe habe ich solarorange gewählt, dazu die abgedunkelten Scheiben, das ist natürlich Geschmackssache aber mir gefällt er so sehr gut und er fällt noch ein bisschen mehr auf (im Vergleich zu schwarz). Ob das Design nun sonderlich gefällig ist, darüber kann man streiten aber ich glaube die Entscheidung für ein solch besonderes Design ist zum Start in die Elektroautoaera sehr geschickt - wer erkennt schon einen Elektrogolf auf den ersten Blick.
Tankklappen hat er durch den Rex zwei, die Eine hinten rechts wie bei jedem BMW, nur das dahinter die Steckdose ist in die der AC2 oder der Combo2 Stecker passt (letzterer für Schnellladen bis 50kW, der Energiespeicher hat ca. 20 kWh Kapazität). Rechts vorne an der Seitenwand (Kotflügel) ist die zweite Tankklappe mit dem Einfüllstutzen für Benzin (alle Sorten verträgt er). Die äußere Kunststoffklappe lässt sich nur öffnen, wenn man vorher im Innenraum auf der Fahrerseite im Fußraum den Knopf zum Belüften des Tanksystems aktiviert hat. Das hat wohl etwas mit den Emissionsvorschriften zu tun, der Tank wird dann über einen Aktivkohlefilter belüftet, es ist also kein Benzingeruch zu vernehmen. In den Tank passen ca. 9l Benzin.
Unter der Frontklappe (elektrisch zu Öffnen über Funkschlüssel oder einen Knopf im Fußraum Fahrerseite) befindet sich ein kleines Fach für das Ladekabel und den Luftkompressor mit Dichtmittel bei Reifenpanne. Ausserdem kann man hier die Scheibenwaschflüssigkeit nachfüllen. Für sehr Neugierige: Hier wäre noch die Möglichkeit Kühlwasser für die beiden Kühlkreisläufe nachzufüllen oder die Bremsflüssigkeit zu kontrollieren und einen Blick auf die winzige 12V Bleisäurebatterie zu werfen, die er zum Puffern der 12V Elektrik braucht.
Das gesamte Exterieur besteht aus Kunststoff, was man aber nur merkt wenn man mal dagegendrückt und wo sonst Blechteile eher wenig nachgeben fühlt sich das beim i3 etwas weicher an. Von der sehr stabilen CFK Fahrgastzelle kann man eigentlich nur im Einstiegsbereich bei geöffneter Tür etwas sehen, da ist der Kunststoff unlackiert so das man die Faser-Matrix-Struktur sehen kann. Apropos Tür, die hintere öffnet ja gegenläufig, was in der Praxis fast immer ok ist, lediglich in engen Parklücken ist das für die hinteren Passagiere eine Herausforderung sich da herauszuschlängeln. Funktioniert folgendermaßen: Immer zuerst die vordere Tür öffnen, dann die Hintere, dann so weit nach vorne treten das die hintere Tür wieder geschlossen werden kann um dann an ihr vorbeizukommen und dann die vordere Tür schliessen zu können. Hört sich aber komplizierter an als es in der Praxis ist. Hinter der Heckklappe befindet sich auf guter Beladungshöhe der schnuckelige Kofferraum, der sich aber prima durch die variabel verstellbaren Rücklehnen erweitern lässt. Ein Fach unter der Kofferraumabdeckung gibt es allerdings nicht, da hier der Elektromotor, die Elektronik und der Rangeextender platziert sind. Lediglich eine Serviceklappe zum Messen des Ölstands des Rex ist hier zugänglich.
Interieur:
Für ein viermeter Auto ist der Innenraum wahnsinnig luftig, man hat das Gefühl in einem viel größeren Auto zu sitzen. Die I-Tafel ist aus meiner Sicht ein echter Designer Schmuckstück, das wirkt sehr modern und edel. Lediglich das Grundmaterial der I-Tafel also direkt vor der Frontscheibe sowie Teile der Türverkleidung sind aus einem sicherlich wahnsinnig ökologisch Wertvollen Material gefertigt, sieht allerdings aus wie Recyclingmaterial- also mir ein bisschen zu viel Öko. Die Sitze sind sehr komfortabel (ich habe die Lederausstattung) und besonders praktisch: man kann durch die fehlende Mittelkonsole problemlos auf die Beifahrerseite rutschen um auf der anderen Seite auszusteigen (wenn man zum Beispiel an einer viel befahrenen Hauptstrasse parkt). Allerdings muß man vorher die Armauflage hochklappen, die würde wahrscheinlich ein Draufsetzen nicht verzeihen. Hinten sind zwei Sitze mit Getränkehaltern zwischen diesen Beiden, also insgesamt ist das Auto ein Viersitzer. Die Beleuchtung im Interieur ist mit hellen LED ausgeführt, welche normal weiß leuchten, lediglich beim Öffnen des Fahrzeugs mit der Fernbedienung leuchten sie grellblau, was ich aber ziemlich cool finde.
Das Fahren:
Selten hat mich Autofahren derart entspannt wie im i3. Nach dem Drücken des Start-Stop-Knopfs kommt aus einem Bestätigungston kein weiteres Geräusch. Dann vorsichtig das erste mal das "Gaspedal" betätigen - irres Gefühl so lautlos zu beschleunigen. Sobald die das erste Staunen vorbei ist mal testen wie er denn wirklich beschleunigt, wow unglaublich wie der abzieht, jetzt kann man ein leises unaufdringliches "Surren" hören aber wirklich beeindruckend wie er bis ca. 120 km/h sprintet. Danach bis 150 km/h (dann wird elektronisch abgeregelt) geht es etwas gemächlicher aber keineswegs langsam. Ausser Windgeräuschen ist dann kaum etwas zu hören, da die dünnen Reifen auch nicht so viele Geräusche machen. Dann die nächste Überraschung: beim Gas wegnehmen "bremst" das Auto als würde man leicht die Bremse treten, was passiert?: Der i3 rekuperiert dann, also er wandelt die Bewegungsenergie über den Elektroantrieb wieder in elektrische Energie um und speichert diese in der Batterie. Die Hochvoltbatterie sitzt übrigens unter den Passagieren im Fahrzeugboden, was für einen sehr niedrigen Schwerpunkt sorgt und somit für ordentlich Spaß beim Kurvenfahren. In Summe fährt der i3 sportlich wie jeder BMW aber ohne Geräusche und mit einem grünen Gewissen wenn man denn Ökostrom tankt. Das Aufladen funktioniert genauso einfach wie das einstöpseln des Staubsaugers oder der Kaffeemaschine, also einfach Stecker in die Steckdose (hoffentlich in der Garage vorhanden und idealerweise mit 16 A abgesichert) und das andere Ende ins Auto gesteckt - fertig. Also zumindest bei völlig leerem Tank/Batterie nach 6 bis 8 h fertig. Wer also über Nacht zu Hause lädt, den wird das nicht stören. Wer es eiliger hat kann sich eine Wallbox kaufen (die muss ein Elektriker installieren), dann geht das Aufladen deutlich schneller. Und für ganz Eilige gibt es die 50kW Schnelllader, dann sind es von 0% auf 80% in 30 Minuten. Sollte sich jemand Sorgen machen den Stecker bei strömendem Regen in das Auto zu stecken, überhaupt kein Problem weil der Ladevorgang erst startet wenn das Auto die Sicherheit überprüft hat (sekundenschnell) und dann die Spannung freigegeben wird.
Sollte einem wirklich mal der Strom ausgehen, dann springt der REX (sofern bestellt) selbständig an und lädt die Batterie nach, also er treibt nicht die Räder an, sondern einen Generator der dann die Batterie lädt. Das hört sich dann ein bisschen so an als ob ein Hubschrauber in einiger Entfernung hinter einem herfliegen würde (habe ich beim ersten Mal wirklich gedacht). Die Drezahl des Verbrenners wird automatisch geregelt und orientiert sich an der Geschwindigkeit mit der man fährt. Wenn man sich aber erstmal an das elektrische Fahren gewöhnt hat möchte man ehrlichgesagt nicht das der REX anspringt und fährt lieber rechtzeitig zu einer Ladesäule. Eine oft gestellte Frage ist die zur Reichweite. Eigentlich spielt sie im Alltag keine Rolle für mich, da mein Arbeitsweg hin und zurück nur 60 km beträgt und dafür benutze ich das Auto hauptsächlich, also mir reicht die Batterie eigentlich immer. Aber jetzt mal zu den Praxisangaben: Im Winter bei gut genutzter Heizung (ich stelle sie meistens auf 25°C da ich sehr Kälteempfindlich bin) sinkt die Reichweite schon mal auf 90 km, jetzt wo es warm draußen ist zeigt er meistens 130 km an (+ REX noch mal ca. 150 km) . Wem das nicht reicht der kann ja jetzt den i3 auch mit größerem Energiespeicher bestellen.
Fazit:
Den i3 würde ich jederzeit wieder kaufen und bin absolut begeistert vom elektrischen Fahren. Was muss noch verbessert werden? Das Auto finde ich perfekt aber die öffentlichen Ladesäulen sollten auf ein einheitliches Bezahlsystem verpflichtet werden, denn leider kann man nicht an jeder Ladesäule (und es gibt inzwischen wirklich sehr, sehr viele) einfach so aufladen, da es verschieden Karten gibt mit denen die Freischaltung erfolgt und einfach so mit Credit- oder EC-Karte funktionieren die meisten Ladesäulen nicht.
Beste Antwort im Thema
Hallo zusammen,
nach nun 6 Monaten Erfahrung mit dem BMW i3 ist es an der Zeit mal einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Ich komme eigentlich nur darauf, weil ich fast täglich auf das Auto angesprochen werde - folglich das allgemeine Interesse hoch ist, insbesondere seit dem Beschluss der staatlichen Förderung.
Modell:
i3 mit Rex (range extender = 2 Zylinder Motor aus dem BMW "Scooterprogramm"😉- an Austattung habe ich alles genommen was es in der Aufpreisliste gibt, die allerdings beim i3 nicht sonderlich lang ist.
Exterieur:
Als Farbe habe ich solarorange gewählt, dazu die abgedunkelten Scheiben, das ist natürlich Geschmackssache aber mir gefällt er so sehr gut und er fällt noch ein bisschen mehr auf (im Vergleich zu schwarz). Ob das Design nun sonderlich gefällig ist, darüber kann man streiten aber ich glaube die Entscheidung für ein solch besonderes Design ist zum Start in die Elektroautoaera sehr geschickt - wer erkennt schon einen Elektrogolf auf den ersten Blick.
Tankklappen hat er durch den Rex zwei, die Eine hinten rechts wie bei jedem BMW, nur das dahinter die Steckdose ist in die der AC2 oder der Combo2 Stecker passt (letzterer für Schnellladen bis 50kW, der Energiespeicher hat ca. 20 kWh Kapazität). Rechts vorne an der Seitenwand (Kotflügel) ist die zweite Tankklappe mit dem Einfüllstutzen für Benzin (alle Sorten verträgt er). Die äußere Kunststoffklappe lässt sich nur öffnen, wenn man vorher im Innenraum auf der Fahrerseite im Fußraum den Knopf zum Belüften des Tanksystems aktiviert hat. Das hat wohl etwas mit den Emissionsvorschriften zu tun, der Tank wird dann über einen Aktivkohlefilter belüftet, es ist also kein Benzingeruch zu vernehmen. In den Tank passen ca. 9l Benzin.
Unter der Frontklappe (elektrisch zu Öffnen über Funkschlüssel oder einen Knopf im Fußraum Fahrerseite) befindet sich ein kleines Fach für das Ladekabel und den Luftkompressor mit Dichtmittel bei Reifenpanne. Ausserdem kann man hier die Scheibenwaschflüssigkeit nachfüllen. Für sehr Neugierige: Hier wäre noch die Möglichkeit Kühlwasser für die beiden Kühlkreisläufe nachzufüllen oder die Bremsflüssigkeit zu kontrollieren und einen Blick auf die winzige 12V Bleisäurebatterie zu werfen, die er zum Puffern der 12V Elektrik braucht.
Das gesamte Exterieur besteht aus Kunststoff, was man aber nur merkt wenn man mal dagegendrückt und wo sonst Blechteile eher wenig nachgeben fühlt sich das beim i3 etwas weicher an. Von der sehr stabilen CFK Fahrgastzelle kann man eigentlich nur im Einstiegsbereich bei geöffneter Tür etwas sehen, da ist der Kunststoff unlackiert so das man die Faser-Matrix-Struktur sehen kann. Apropos Tür, die hintere öffnet ja gegenläufig, was in der Praxis fast immer ok ist, lediglich in engen Parklücken ist das für die hinteren Passagiere eine Herausforderung sich da herauszuschlängeln. Funktioniert folgendermaßen: Immer zuerst die vordere Tür öffnen, dann die Hintere, dann so weit nach vorne treten das die hintere Tür wieder geschlossen werden kann um dann an ihr vorbeizukommen und dann die vordere Tür schliessen zu können. Hört sich aber komplizierter an als es in der Praxis ist. Hinter der Heckklappe befindet sich auf guter Beladungshöhe der schnuckelige Kofferraum, der sich aber prima durch die variabel verstellbaren Rücklehnen erweitern lässt. Ein Fach unter der Kofferraumabdeckung gibt es allerdings nicht, da hier der Elektromotor, die Elektronik und der Rangeextender platziert sind. Lediglich eine Serviceklappe zum Messen des Ölstands des Rex ist hier zugänglich.
Interieur:
Für ein viermeter Auto ist der Innenraum wahnsinnig luftig, man hat das Gefühl in einem viel größeren Auto zu sitzen. Die I-Tafel ist aus meiner Sicht ein echter Designer Schmuckstück, das wirkt sehr modern und edel. Lediglich das Grundmaterial der I-Tafel also direkt vor der Frontscheibe sowie Teile der Türverkleidung sind aus einem sicherlich wahnsinnig ökologisch Wertvollen Material gefertigt, sieht allerdings aus wie Recyclingmaterial- also mir ein bisschen zu viel Öko. Die Sitze sind sehr komfortabel (ich habe die Lederausstattung) und besonders praktisch: man kann durch die fehlende Mittelkonsole problemlos auf die Beifahrerseite rutschen um auf der anderen Seite auszusteigen (wenn man zum Beispiel an einer viel befahrenen Hauptstrasse parkt). Allerdings muß man vorher die Armauflage hochklappen, die würde wahrscheinlich ein Draufsetzen nicht verzeihen. Hinten sind zwei Sitze mit Getränkehaltern zwischen diesen Beiden, also insgesamt ist das Auto ein Viersitzer. Die Beleuchtung im Interieur ist mit hellen LED ausgeführt, welche normal weiß leuchten, lediglich beim Öffnen des Fahrzeugs mit der Fernbedienung leuchten sie grellblau, was ich aber ziemlich cool finde.
Das Fahren:
Selten hat mich Autofahren derart entspannt wie im i3. Nach dem Drücken des Start-Stop-Knopfs kommt aus einem Bestätigungston kein weiteres Geräusch. Dann vorsichtig das erste mal das "Gaspedal" betätigen - irres Gefühl so lautlos zu beschleunigen. Sobald die das erste Staunen vorbei ist mal testen wie er denn wirklich beschleunigt, wow unglaublich wie der abzieht, jetzt kann man ein leises unaufdringliches "Surren" hören aber wirklich beeindruckend wie er bis ca. 120 km/h sprintet. Danach bis 150 km/h (dann wird elektronisch abgeregelt) geht es etwas gemächlicher aber keineswegs langsam. Ausser Windgeräuschen ist dann kaum etwas zu hören, da die dünnen Reifen auch nicht so viele Geräusche machen. Dann die nächste Überraschung: beim Gas wegnehmen "bremst" das Auto als würde man leicht die Bremse treten, was passiert?: Der i3 rekuperiert dann, also er wandelt die Bewegungsenergie über den Elektroantrieb wieder in elektrische Energie um und speichert diese in der Batterie. Die Hochvoltbatterie sitzt übrigens unter den Passagieren im Fahrzeugboden, was für einen sehr niedrigen Schwerpunkt sorgt und somit für ordentlich Spaß beim Kurvenfahren. In Summe fährt der i3 sportlich wie jeder BMW aber ohne Geräusche und mit einem grünen Gewissen wenn man denn Ökostrom tankt. Das Aufladen funktioniert genauso einfach wie das einstöpseln des Staubsaugers oder der Kaffeemaschine, also einfach Stecker in die Steckdose (hoffentlich in der Garage vorhanden und idealerweise mit 16 A abgesichert) und das andere Ende ins Auto gesteckt - fertig. Also zumindest bei völlig leerem Tank/Batterie nach 6 bis 8 h fertig. Wer also über Nacht zu Hause lädt, den wird das nicht stören. Wer es eiliger hat kann sich eine Wallbox kaufen (die muss ein Elektriker installieren), dann geht das Aufladen deutlich schneller. Und für ganz Eilige gibt es die 50kW Schnelllader, dann sind es von 0% auf 80% in 30 Minuten. Sollte sich jemand Sorgen machen den Stecker bei strömendem Regen in das Auto zu stecken, überhaupt kein Problem weil der Ladevorgang erst startet wenn das Auto die Sicherheit überprüft hat (sekundenschnell) und dann die Spannung freigegeben wird.
Sollte einem wirklich mal der Strom ausgehen, dann springt der REX (sofern bestellt) selbständig an und lädt die Batterie nach, also er treibt nicht die Räder an, sondern einen Generator der dann die Batterie lädt. Das hört sich dann ein bisschen so an als ob ein Hubschrauber in einiger Entfernung hinter einem herfliegen würde (habe ich beim ersten Mal wirklich gedacht). Die Drezahl des Verbrenners wird automatisch geregelt und orientiert sich an der Geschwindigkeit mit der man fährt. Wenn man sich aber erstmal an das elektrische Fahren gewöhnt hat möchte man ehrlichgesagt nicht das der REX anspringt und fährt lieber rechtzeitig zu einer Ladesäule. Eine oft gestellte Frage ist die zur Reichweite. Eigentlich spielt sie im Alltag keine Rolle für mich, da mein Arbeitsweg hin und zurück nur 60 km beträgt und dafür benutze ich das Auto hauptsächlich, also mir reicht die Batterie eigentlich immer. Aber jetzt mal zu den Praxisangaben: Im Winter bei gut genutzter Heizung (ich stelle sie meistens auf 25°C da ich sehr Kälteempfindlich bin) sinkt die Reichweite schon mal auf 90 km, jetzt wo es warm draußen ist zeigt er meistens 130 km an (+ REX noch mal ca. 150 km) . Wem das nicht reicht der kann ja jetzt den i3 auch mit größerem Energiespeicher bestellen.
Fazit:
Den i3 würde ich jederzeit wieder kaufen und bin absolut begeistert vom elektrischen Fahren. Was muss noch verbessert werden? Das Auto finde ich perfekt aber die öffentlichen Ladesäulen sollten auf ein einheitliches Bezahlsystem verpflichtet werden, denn leider kann man nicht an jeder Ladesäule (und es gibt inzwischen wirklich sehr, sehr viele) einfach so aufladen, da es verschieden Karten gibt mit denen die Freischaltung erfolgt und einfach so mit Credit- oder EC-Karte funktionieren die meisten Ladesäulen nicht.
867 Antworten
Zitat:
@hydrou schrieb am 28. April 2022 um 09:21:31 Uhr:
Nachdem BMW jetzt mit iX, iX3, i4 und den Hybriden mehr als genug Alternativen dazu hat, die zudem deutlich mehr Marge versprechen, war es nur konsequent seitens BMW, den i3 einzustellen.
Klar
BMW gehts um Profit, wie bei den anderen Herstellern auch.
Nur sind die ix3, i4 usw. eher die schweren Dinger und bisher ist kein Nachfolger in dem Segment des i3 in Sicht.
Damit wird eine komplett andere Zielgruppe bedient.
Ich fände es gut wenn BMW einen Stromer in der Größe und Form des ursprünglichen 1ers als reinen Stromer entwickeln würde, ohne die Extravaganz eines i3
Habe 8 Jahre lang einen 118er gefahren und trauere dem immer noch hinterher, hatte für mich die perfekte Größe, Hinterradantrieb, 3-Türer usw.
Bin halt kein SUV Fan :-)
Das magst du und viele andere so sehen, aber BMW hat wenig bis kein Interesse am Kleinwagensegment, da einfach zu geringe Marge. Wenn man ehrlich ist, hat der i3 vom Konzept und Platzierung nie wirklich stimmig ins Produktportfolio gepasst und der typische BMW-Fahrer hat keinen i3 gekauft bzw. würde der typische i3-Käufer keinen anderen BMW kaufen. Von daher gehe ich persönlich nicht davon aus, dass BMW erneut etwas ähnliches zum i3 bringen wird und wird das Segment ganz aufgeben. Und auch auf Basis des 1ers erwarte ich in naher Zukunft keinen vollelektrischen Nachfolger, da dies preislich schwierig werden wird und man damit weit oberhalb der Konkurrenz landen würde.
BMW verkauft aber ungefähr nur 10% seiner Fahrzeuge hier bei uns, die stärksten Einzelmärkte sind China (mit weitem Abstand) und USA, dann erst Deutschland.
Dort aber kauft man keinen 1er in Kompaktform (wohl aber die 1er Limousine).
In China gibt es ja zumindest namentlich den Nachfolger des i3, der auf der Basis des 3er basiert. Rein von der Logik müsste ein Nachfolger des bisherigen i3 in der Klasse des 1er auch i1 heißen... ;-)
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Zitat:
@hydrou schrieb am 28. April 2022 um 10:31:10 Uhr:
Das magst du und viele andere so sehen, aber BMW hat wenig bis kein Interesse am Kleinwagensegment, da einfach zu geringe Marge.
Wer weiß schon was die Zukunft bringt.
Als der 1er 2004 auf den Markt kam, dachte wohl kaum jemand daran wie erfolgreich diese Serie wurde.
Persönlich sehe ich das ganz pragmatisch, ich kauf mir ein Auto was zu mir passt, egal von welchem Hersteller.
Den i3 habe ich mir nur als Übergangsauto gekauft, weil momentan alle Hersteller etwas "spinnen" und auf dem deutschen Markt gar keine Neuwagen(Elektro) verkaufen wollen.
Chipkrise hin oder her.
Hallo,
Zitat:
@Xentres schrieb am 27. April 2022 um 08:56:27 Uhr:
Ich bin hier ja langsam der Einzige, der manchmal was schreibt.
ich hab jetzt den I3 für Frauchen erst 3 Wochen. Jahreswagen, 4500km. Ausstattung: ziemlich alles. Läuft gut, Wallbox ist jetzt auch installiert, Überschussladen klappt. Mal schauen, Frauchen fährt gern damit ;-)
Mfg
Hermann
Zitat:
@hermann.a schrieb am 28. April 2022 um 17:29:28 Uhr:
Mal schauen, Frauchen fährt gern damit ;-)
Habe den i3 für mich gekauft und Frauchen macht schon eine lange Nase. 😁
Wird nicht lange dauern und ich muss mir ein anderes Auto kaufen 🙂
Wir haben seit knapp vier Wochen einen i3s (Vorführwagen) als Ersatz für unseren F45, seitdem steht der X3 nur noch ein und wurde nur einmal wegen Anhänger genutzt. Meine Frau, die sonst immer den X3 statt den Active Tourer genommen hat, fährt jetzt nur noch Elektro.
Viele Grüße
Martin
Zitat:
@hydrou schrieb am 28. April 2022 um 10:31:10 Uhr:
Das magst du und viele andere so sehen, aber BMW hat wenig bis kein Interesse am Kleinwagensegment, da einfach zu geringe Marge. Wenn man ehrlich ist, hat der i3 vom Konzept und Platzierung nie wirklich stimmig ins Produktportfolio gepasst und der typische BMW-Fahrer hat keinen i3 gekauft bzw. würde der typische i3-Käufer keinen anderen BMW kaufen.
[...]
Das heisst aber auch das sie einen markt aufgeben in dem sie fuss gefasst haben.
Natuerlich sie haben noch die minis, aber im moment sind die so dermassen viel schlechter als der i3 und der i3 sollte (wuerde man ihn weiter bauen) jetzt auch wieder ein upgrade bekommen um am markt zu bestehen. (wie es bei den ersten 3 modellen auch war)
Wir (kleine firma) geben dieses jahr (der este schon gleich in 10 tagen) drei i3 zurueck an BMW und haben bereits zwei nachfolger bei einem anderem hersteller bestellt.
BMW hat einfach nichts was den i3 ersetzen koennte. Das war ein sehr gutes stadtauto, durchaus guenstig mit der foerderung, hat mir so oft kleine parkluecken ermoeglicht, der kleinste wendekreis den ich jemals hatte und so weiter. BMW schickt mich quasi weg, die haben einfach nichts was ich nehmen koennte.
Einen batterie mini haben wir noch, aber eine reichweite von angeblich 150km und im winter wohl 100km das ist nicht mehr zeitgemaess die dinger sind mist. Auch mit dem i3 (viel groessere batterie) hatte ich auf der anzeige im auto (nachdem die navi das ziel kannte) meist nur 150km reichweite. Damit kann ich mich (im winter) grade so von frankfurt nach berlin hangeln, was ich einmal monatlich mache (ca).
BMW verliert nicht nur das geld was sie an mir verdienen, sie schwaechen auch ihren flottenverbrauch wenn ich keine elektrischen BMW kaufe, sondern eine andere marke. Das allerdings ist sehr wichtig fuer BMW, wenn sie weiter tolle schnelle 6zylinder verkaufen wollen. (die ich immer mochte)
Am besten wuerden sie fuer jeden M3, oder M4 noch einen i3 dazu geben.
Sinnig fuer den kaeufer - der dann kleine stadtfahten besser machen kann, aber auch gut fuer den flottenverbrauch von BMW. Ich habe grosse zweifel das BMW hier klug entschieden hat.
Sie wollen jetzt den X1 elektrisch bauen (statt den i3 in dessen fabrik), wir haben einen x1 hybrid (damals gabs noch kein (rein)elektrisch, heute ja auch noch nicht, ist nur angekuendigt). Aber das ist nicht wirklich ein ersatz fuer den i3, grade in der stadt viel zu gross. Ganz sicher auch teurer. Jetzt wo ich mich, gezwungener massen, bei anderen herstellern umgesehen habe, wird es so sein, dass der nachfolger vom X1 hybrid nicht der elektrische x1 wird, sondern ein anderer hersteller. Ich kaufe seit jahrzehnten BMWs, mit der kleinen firma immer ein bis zwei pro jahr (respektive leasen). Ich war stets zufrieden, weiss wie der hase laeuft bei BMW, wir hatten garkein intresse an anderen marken.
Aber jetzt hat uns BMW weg geschickt und wenn man sich erstmal mit anderen beschaeftigt dann kann es gut sein, dass man nicht nur den nachfolger des i3 anderswo kauft, sondern im meinem fall ist auch schon der nachfolger des X1 dort bestellt. (obwohl das noch zeit gehabt haette, aber lieber bischen frueher wegen der foerderung und den allgemeinen lieferschwierigkeiten)
BMW verliert durch die entscheidung so viel:
- das ich den i3 nicht mehr kaufe sondern anderswo einen nachfolger (gezwungener massen) bestelle.
- das ich so nicht mehr dazu beitrage den BMW flottenverbrauch zu senken.
- das ich durch die neuen kontakte nicht nur den i3 nachfolger woanders kaufe, weil ich ja muss, sondern auch den X1 nachfolger anderswo bestellte, weil wir uns halt damit beschaeftigen mussten und ebend nun kontakte haben.
Das ist ganz sicher nicht schlau... Kann ich mir garnicht vorstellen.
Bin ganz bei Dir. Allerdings scheint aus BMW Sicht der nächste Mini der Nachfolger zu werden. Der kommt dann aus China, wie auch der Smart#1 und bietet vermutlich verschiedene Größen.
Außerdem habe ich letzte Tage einen Mini SE gefahren und unmittelbar davor und danach meinen i3. Da merkt man dann doch die Schwächen des i3, besonders beim Fahrverhalten.
Zitat:
@FordDriver01 schrieb am 1. Mai 2022 um 08:55:11 Uhr:
Bin ganz bei Dir. Allerdings scheint aus BMW Sicht der nächste Mini der Nachfolger zu werden. Der kommt dann aus China,
Moeglich, hier ist kein forum fuer politische diskussionen, aber bevor ich in china kaufe, kaufe ich lieber in suedkorea. Auch hier macht BMW, meiner meinung nach, einen groben fehler.
Man darf sich nicht abhaengig machen, ist ja grade grosses thema. (das nicht hier her gehoert, ich weiss)
Zitat:
wie auch der Smart#1 und bietet vermutlich verschiedene Größen.
Außerdem habe ich letzte Tage einen Mini SE gefahren und unmittelbar davor und danach meinen i3. Da merkt man dann doch die Schwächen des i3, besonders beim Fahrverhalten.
Richtig, der i3 ist der schlechteste kurvenraeuber den ich je hatte..
Es ist ein langsames auto, es erfuellt notwendigkeiten, fahrspass gehoert wohl nicht zu diesen notwendigkeiten.
Und schon wieder ein fehler von BMW, als ich damals mit den ersten mini (von bmw/benziner) kaufte, da waren die noch ganz unbekannt. Aber nach einigen jahren gab es zig varianten, cabrio, roadster (haben wir jetzt noch) limo und verschiedene "sportlichkeiten" bis zum JCW.
Ein i3M (uebrigens der S faehrt schon viel besser als der normale i3, falls du den nicht kennst) haette es doch geben koennen, auch ein carbio. Klar, wiegt mehr, aber noch ein batterieupgrade und schoen.
Der mini SE gefaellt mir auch gut, ich setze mich gleich mal rein, der hat saisonkennzeichen und darf genau heute wieder fahren. 🙂 Es ist toll das man traction control mit einem schalter, statt umstaendlich ueber das menue (wie beim i3) steuern kann. Es ist klasse das man die rekuperation ueber den schalter leicht waehlen kann, das fehlt dem i3. Aber der akku ist halt zu klein, das ist er akku der vorgaengergeneration vom heutigen i3 und der wuerde eigentlich genau jetzt ein update bekommen haetten sie ihn nicht eingestellt. (wie die jahre davor auch)
Zitat:
@3L-auto-ja schrieb am 1. Mai 2022 um 09:24:06 Uhr:
Richtig, das i3 ist der schlechteste kurvenraeuber den ich je hatte..
Es ist ein langsames auto, es erfuellt notwendigkeiten, fahrspass gehoert wohl nicht zu diesen notwendigkeiten.
So unterschiedlich kann die individuelle Wahrnehmung sein.
Mit meinem i3s und den 20" kann ich das nicht bestätigen.
Langsam ist halt auch relativ, für mich sind unter 7sec von 0 auf 100 alles andere als langsam.
Mir macht das fahren mit dem i3s Spaß, rein subjektiv.
Ansonsten ist momentan der schlechteste Zeitpunkt für eine Neuwagenbestellung, die Lieferzeiten sind jenseits von Gut & Böse und was das schlimmste ist, es gibt keinerlei Planungssicherheit.
Alles was einem der Händler nennt ist unverbindlich.
Dazu sind viele Ausstattungsvarianten aktuell gar nicht bestellbar.
Genau aus diesem Grund habe ich mir einen jungen i3s gekauft, passt zu meinem Fahrprofil und macht mir Spaß.
Neuwagen bestellen, der dann in einer fernen Zukunft vielleicht geliefert wird macht mir keinen Spaß.
Langsam ist der i3 tatsächlich nicht. Für die Stadt ist er sicherlich auch unschlagbar.
Den Unterschied merkt man am deutlichsten auf schnellen Landstraßen- oder Autobahnpassagen. Da ist der Mini eine Macht. Im i3 (auch mit Sportfahrwerk) tröstet man sich in solchen Situationen damit, dass man bei gemäßigter Fahrweise erheblich Strom spart ;-)
Übrigens, wer öfters mehr als einen Passagier hat, braucht über den Mini nicht nachdenken. Da ist der i3 im Vergleich eher der Van.
Noch ein Wort zum Federungsverhalten:
Der I3 mit Sportfahrwerk ist hoppelig unterwegs, oder eher hölzern. Der Mini bügelt sportlich alles weg.
Ich finde auch der S (bzw der normale mit sportfahrwerk) faehrt sich wesentlich besser auf der landstr, als der mit den ganz duennen reifen. Das stimmt schon, das geht aber noch zwei nummern besser, das bin ich sicher. 🙂
Es ist auch die hohe sitzposition, das ganze auto ist hoch, duenne reifen, das ist nicht sportlich.
Ich will nicht zu sehr meckern, bin schon aelter, ich mag es schon in den i3 so viel einfacher aus und einsteigen zu koennen wie im mini. Das hat auch vorteile.
edit:
mit langsam meinte ich nicht 0-100, das ist oke, wobei freude kommt bei mir unter 5s erst auf und grade batterieautos muessten das koennen. (kurze zeit viel kraft)
Mit langsam meinte ich landstr, kurven, auf der rennstrecke war ich mit dem i3 nie, kaeme ich garnicht auf die idee mit dem JCW mini schon. (mit dem elektrischem auch nicht, den habe ich aber auch noch nicht lange, aber werde ich wohl nicht)
Also rennstrecke ist nix fuer batterie, aber 0-100 sollte besser gehen, auch ohne das es mehr kostet, einfach weil kurzzeitig viel kraft fuer batterie und elektormotor sehr einfach machbar ist. Laenge zeit hohe leistung ist hingegen nahezu unmoeglich, daher sind sie in der geschwindigkeit begrenzt und so weiter.
Zitat:
@FordDriver01 schrieb am 1. Mai 2022 um 09:57:02 Uhr:
Übrigens, wer öfters mehr als einen Passagier hat, braucht über den Mini nicht nachdenken. Da ist der i3 im Vergleich eher der Van.
Das ist für mich der springende Punkt.
Wir fahren mit allen Fahrzeugen halt auch mal zu viert mit zwei Kleinkindern.
Der i3 wird zu 50% so genutzt und es funktioniert prima.
Gestern Ikea + Einkauf mit der Familie mit dem i3 erledigt. Von Monat bis Freitag spult der i3 500km Pendelstrecken ab.
Der X1 dagegen steht sich die Räder platt.