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Erfahrungsbericht i3

BMW i3 I01
Themenstarteram 22. Mai 2016 um 16:38

Hallo zusammen,

nach nun 6 Monaten Erfahrung mit dem BMW i3 ist es an der Zeit mal einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Ich komme eigentlich nur darauf, weil ich fast täglich auf das Auto angesprochen werde - folglich das allgemeine Interesse hoch ist, insbesondere seit dem Beschluss der staatlichen Förderung.

Modell:

i3 mit Rex (range extender = 2 Zylinder Motor aus dem BMW "Scooterprogramm")- an Austattung habe ich alles genommen was es in der Aufpreisliste gibt, die allerdings beim i3 nicht sonderlich lang ist.

Exterieur:

Als Farbe habe ich solarorange gewählt, dazu die abgedunkelten Scheiben, das ist natürlich Geschmackssache aber mir gefällt er so sehr gut und er fällt noch ein bisschen mehr auf (im Vergleich zu schwarz). Ob das Design nun sonderlich gefällig ist, darüber kann man streiten aber ich glaube die Entscheidung für ein solch besonderes Design ist zum Start in die Elektroautoaera sehr geschickt - wer erkennt schon einen Elektrogolf auf den ersten Blick.

Tankklappen hat er durch den Rex zwei, die Eine hinten rechts wie bei jedem BMW, nur das dahinter die Steckdose ist in die der AC2 oder der Combo2 Stecker passt (letzterer für Schnellladen bis 50kW, der Energiespeicher hat ca. 20 kWh Kapazität). Rechts vorne an der Seitenwand (Kotflügel) ist die zweite Tankklappe mit dem Einfüllstutzen für Benzin (alle Sorten verträgt er). Die äußere Kunststoffklappe lässt sich nur öffnen, wenn man vorher im Innenraum auf der Fahrerseite im Fußraum den Knopf zum Belüften des Tanksystems aktiviert hat. Das hat wohl etwas mit den Emissionsvorschriften zu tun, der Tank wird dann über einen Aktivkohlefilter belüftet, es ist also kein Benzingeruch zu vernehmen. In den Tank passen ca. 9l Benzin.

Unter der Frontklappe (elektrisch zu Öffnen über Funkschlüssel oder einen Knopf im Fußraum Fahrerseite) befindet sich ein kleines Fach für das Ladekabel und den Luftkompressor mit Dichtmittel bei Reifenpanne. Ausserdem kann man hier die Scheibenwaschflüssigkeit nachfüllen. Für sehr Neugierige: Hier wäre noch die Möglichkeit Kühlwasser für die beiden Kühlkreisläufe nachzufüllen oder die Bremsflüssigkeit zu kontrollieren und einen Blick auf die winzige 12V Bleisäurebatterie zu werfen, die er zum Puffern der 12V Elektrik braucht.

Das gesamte Exterieur besteht aus Kunststoff, was man aber nur merkt wenn man mal dagegendrückt und wo sonst Blechteile eher wenig nachgeben fühlt sich das beim i3 etwas weicher an. Von der sehr stabilen CFK Fahrgastzelle kann man eigentlich nur im Einstiegsbereich bei geöffneter Tür etwas sehen, da ist der Kunststoff unlackiert so das man die Faser-Matrix-Struktur sehen kann. Apropos Tür, die hintere öffnet ja gegenläufig, was in der Praxis fast immer ok ist, lediglich in engen Parklücken ist das für die hinteren Passagiere eine Herausforderung sich da herauszuschlängeln. Funktioniert folgendermaßen: Immer zuerst die vordere Tür öffnen, dann die Hintere, dann so weit nach vorne treten das die hintere Tür wieder geschlossen werden kann um dann an ihr vorbeizukommen und dann die vordere Tür schliessen zu können. Hört sich aber komplizierter an als es in der Praxis ist. Hinter der Heckklappe befindet sich auf guter Beladungshöhe der schnuckelige Kofferraum, der sich aber prima durch die variabel verstellbaren Rücklehnen erweitern lässt. Ein Fach unter der Kofferraumabdeckung gibt es allerdings nicht, da hier der Elektromotor, die Elektronik und der Rangeextender platziert sind. Lediglich eine Serviceklappe zum Messen des Ölstands des Rex ist hier zugänglich.

Interieur:

Für ein viermeter Auto ist der Innenraum wahnsinnig luftig, man hat das Gefühl in einem viel größeren Auto zu sitzen. Die I-Tafel ist aus meiner Sicht ein echter Designer Schmuckstück, das wirkt sehr modern und edel. Lediglich das Grundmaterial der I-Tafel also direkt vor der Frontscheibe sowie Teile der Türverkleidung sind aus einem sicherlich wahnsinnig ökologisch Wertvollen Material gefertigt, sieht allerdings aus wie Recyclingmaterial- also mir ein bisschen zu viel Öko. Die Sitze sind sehr komfortabel (ich habe die Lederausstattung) und besonders praktisch: man kann durch die fehlende Mittelkonsole problemlos auf die Beifahrerseite rutschen um auf der anderen Seite auszusteigen (wenn man zum Beispiel an einer viel befahrenen Hauptstrasse parkt). Allerdings muß man vorher die Armauflage hochklappen, die würde wahrscheinlich ein Draufsetzen nicht verzeihen. Hinten sind zwei Sitze mit Getränkehaltern zwischen diesen Beiden, also insgesamt ist das Auto ein Viersitzer. Die Beleuchtung im Interieur ist mit hellen LED ausgeführt, welche normal weiß leuchten, lediglich beim Öffnen des Fahrzeugs mit der Fernbedienung leuchten sie grellblau, was ich aber ziemlich cool finde.

Das Fahren:

Selten hat mich Autofahren derart entspannt wie im i3. Nach dem Drücken des Start-Stop-Knopfs kommt aus einem Bestätigungston kein weiteres Geräusch. Dann vorsichtig das erste mal das "Gaspedal" betätigen - irres Gefühl so lautlos zu beschleunigen. Sobald die das erste Staunen vorbei ist mal testen wie er denn wirklich beschleunigt, wow unglaublich wie der abzieht, jetzt kann man ein leises unaufdringliches "Surren" hören aber wirklich beeindruckend wie er bis ca. 120 km/h sprintet. Danach bis 150 km/h (dann wird elektronisch abgeregelt) geht es etwas gemächlicher aber keineswegs langsam. Ausser Windgeräuschen ist dann kaum etwas zu hören, da die dünnen Reifen auch nicht so viele Geräusche machen. Dann die nächste Überraschung: beim Gas wegnehmen "bremst" das Auto als würde man leicht die Bremse treten, was passiert?: Der i3 rekuperiert dann, also er wandelt die Bewegungsenergie über den Elektroantrieb wieder in elektrische Energie um und speichert diese in der Batterie. Die Hochvoltbatterie sitzt übrigens unter den Passagieren im Fahrzeugboden, was für einen sehr niedrigen Schwerpunkt sorgt und somit für ordentlich Spaß beim Kurvenfahren. In Summe fährt der i3 sportlich wie jeder BMW aber ohne Geräusche und mit einem grünen Gewissen wenn man denn Ökostrom tankt. Das Aufladen funktioniert genauso einfach wie das einstöpseln des Staubsaugers oder der Kaffeemaschine, also einfach Stecker in die Steckdose (hoffentlich in der Garage vorhanden und idealerweise mit 16 A abgesichert) und das andere Ende ins Auto gesteckt - fertig. Also zumindest bei völlig leerem Tank/Batterie nach 6 bis 8 h fertig. Wer also über Nacht zu Hause lädt, den wird das nicht stören. Wer es eiliger hat kann sich eine Wallbox kaufen (die muss ein Elektriker installieren), dann geht das Aufladen deutlich schneller. Und für ganz Eilige gibt es die 50kW Schnelllader, dann sind es von 0% auf 80% in 30 Minuten. Sollte sich jemand Sorgen machen den Stecker bei strömendem Regen in das Auto zu stecken, überhaupt kein Problem weil der Ladevorgang erst startet wenn das Auto die Sicherheit überprüft hat (sekundenschnell) und dann die Spannung freigegeben wird.

Sollte einem wirklich mal der Strom ausgehen, dann springt der REX (sofern bestellt) selbständig an und lädt die Batterie nach, also er treibt nicht die Räder an, sondern einen Generator der dann die Batterie lädt. Das hört sich dann ein bisschen so an als ob ein Hubschrauber in einiger Entfernung hinter einem herfliegen würde (habe ich beim ersten Mal wirklich gedacht). Die Drezahl des Verbrenners wird automatisch geregelt und orientiert sich an der Geschwindigkeit mit der man fährt. Wenn man sich aber erstmal an das elektrische Fahren gewöhnt hat möchte man ehrlichgesagt nicht das der REX anspringt und fährt lieber rechtzeitig zu einer Ladesäule. Eine oft gestellte Frage ist die zur Reichweite. Eigentlich spielt sie im Alltag keine Rolle für mich, da mein Arbeitsweg hin und zurück nur 60 km beträgt und dafür benutze ich das Auto hauptsächlich, also mir reicht die Batterie eigentlich immer. Aber jetzt mal zu den Praxisangaben: Im Winter bei gut genutzter Heizung (ich stelle sie meistens auf 25°C da ich sehr Kälteempfindlich bin) sinkt die Reichweite schon mal auf 90 km, jetzt wo es warm draußen ist zeigt er meistens 130 km an (+ REX noch mal ca. 150 km) . Wem das nicht reicht der kann ja jetzt den i3 auch mit größerem Energiespeicher bestellen.

Fazit:

Den i3 würde ich jederzeit wieder kaufen und bin absolut begeistert vom elektrischen Fahren. Was muss noch verbessert werden? Das Auto finde ich perfekt aber die öffentlichen Ladesäulen sollten auf ein einheitliches Bezahlsystem verpflichtet werden, denn leider kann man nicht an jeder Ladesäule (und es gibt inzwischen wirklich sehr, sehr viele) einfach so aufladen, da es verschieden Karten gibt mit denen die Freischaltung erfolgt und einfach so mit Credit- oder EC-Karte funktionieren die meisten Ladesäulen nicht.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 22. Mai 2016 um 16:38

Hallo zusammen,

nach nun 6 Monaten Erfahrung mit dem BMW i3 ist es an der Zeit mal einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Ich komme eigentlich nur darauf, weil ich fast täglich auf das Auto angesprochen werde - folglich das allgemeine Interesse hoch ist, insbesondere seit dem Beschluss der staatlichen Förderung.

Modell:

i3 mit Rex (range extender = 2 Zylinder Motor aus dem BMW "Scooterprogramm")- an Austattung habe ich alles genommen was es in der Aufpreisliste gibt, die allerdings beim i3 nicht sonderlich lang ist.

Exterieur:

Als Farbe habe ich solarorange gewählt, dazu die abgedunkelten Scheiben, das ist natürlich Geschmackssache aber mir gefällt er so sehr gut und er fällt noch ein bisschen mehr auf (im Vergleich zu schwarz). Ob das Design nun sonderlich gefällig ist, darüber kann man streiten aber ich glaube die Entscheidung für ein solch besonderes Design ist zum Start in die Elektroautoaera sehr geschickt - wer erkennt schon einen Elektrogolf auf den ersten Blick.

Tankklappen hat er durch den Rex zwei, die Eine hinten rechts wie bei jedem BMW, nur das dahinter die Steckdose ist in die der AC2 oder der Combo2 Stecker passt (letzterer für Schnellladen bis 50kW, der Energiespeicher hat ca. 20 kWh Kapazität). Rechts vorne an der Seitenwand (Kotflügel) ist die zweite Tankklappe mit dem Einfüllstutzen für Benzin (alle Sorten verträgt er). Die äußere Kunststoffklappe lässt sich nur öffnen, wenn man vorher im Innenraum auf der Fahrerseite im Fußraum den Knopf zum Belüften des Tanksystems aktiviert hat. Das hat wohl etwas mit den Emissionsvorschriften zu tun, der Tank wird dann über einen Aktivkohlefilter belüftet, es ist also kein Benzingeruch zu vernehmen. In den Tank passen ca. 9l Benzin.

Unter der Frontklappe (elektrisch zu Öffnen über Funkschlüssel oder einen Knopf im Fußraum Fahrerseite) befindet sich ein kleines Fach für das Ladekabel und den Luftkompressor mit Dichtmittel bei Reifenpanne. Ausserdem kann man hier die Scheibenwaschflüssigkeit nachfüllen. Für sehr Neugierige: Hier wäre noch die Möglichkeit Kühlwasser für die beiden Kühlkreisläufe nachzufüllen oder die Bremsflüssigkeit zu kontrollieren und einen Blick auf die winzige 12V Bleisäurebatterie zu werfen, die er zum Puffern der 12V Elektrik braucht.

Das gesamte Exterieur besteht aus Kunststoff, was man aber nur merkt wenn man mal dagegendrückt und wo sonst Blechteile eher wenig nachgeben fühlt sich das beim i3 etwas weicher an. Von der sehr stabilen CFK Fahrgastzelle kann man eigentlich nur im Einstiegsbereich bei geöffneter Tür etwas sehen, da ist der Kunststoff unlackiert so das man die Faser-Matrix-Struktur sehen kann. Apropos Tür, die hintere öffnet ja gegenläufig, was in der Praxis fast immer ok ist, lediglich in engen Parklücken ist das für die hinteren Passagiere eine Herausforderung sich da herauszuschlängeln. Funktioniert folgendermaßen: Immer zuerst die vordere Tür öffnen, dann die Hintere, dann so weit nach vorne treten das die hintere Tür wieder geschlossen werden kann um dann an ihr vorbeizukommen und dann die vordere Tür schliessen zu können. Hört sich aber komplizierter an als es in der Praxis ist. Hinter der Heckklappe befindet sich auf guter Beladungshöhe der schnuckelige Kofferraum, der sich aber prima durch die variabel verstellbaren Rücklehnen erweitern lässt. Ein Fach unter der Kofferraumabdeckung gibt es allerdings nicht, da hier der Elektromotor, die Elektronik und der Rangeextender platziert sind. Lediglich eine Serviceklappe zum Messen des Ölstands des Rex ist hier zugänglich.

Interieur:

Für ein viermeter Auto ist der Innenraum wahnsinnig luftig, man hat das Gefühl in einem viel größeren Auto zu sitzen. Die I-Tafel ist aus meiner Sicht ein echter Designer Schmuckstück, das wirkt sehr modern und edel. Lediglich das Grundmaterial der I-Tafel also direkt vor der Frontscheibe sowie Teile der Türverkleidung sind aus einem sicherlich wahnsinnig ökologisch Wertvollen Material gefertigt, sieht allerdings aus wie Recyclingmaterial- also mir ein bisschen zu viel Öko. Die Sitze sind sehr komfortabel (ich habe die Lederausstattung) und besonders praktisch: man kann durch die fehlende Mittelkonsole problemlos auf die Beifahrerseite rutschen um auf der anderen Seite auszusteigen (wenn man zum Beispiel an einer viel befahrenen Hauptstrasse parkt). Allerdings muß man vorher die Armauflage hochklappen, die würde wahrscheinlich ein Draufsetzen nicht verzeihen. Hinten sind zwei Sitze mit Getränkehaltern zwischen diesen Beiden, also insgesamt ist das Auto ein Viersitzer. Die Beleuchtung im Interieur ist mit hellen LED ausgeführt, welche normal weiß leuchten, lediglich beim Öffnen des Fahrzeugs mit der Fernbedienung leuchten sie grellblau, was ich aber ziemlich cool finde.

Das Fahren:

Selten hat mich Autofahren derart entspannt wie im i3. Nach dem Drücken des Start-Stop-Knopfs kommt aus einem Bestätigungston kein weiteres Geräusch. Dann vorsichtig das erste mal das "Gaspedal" betätigen - irres Gefühl so lautlos zu beschleunigen. Sobald die das erste Staunen vorbei ist mal testen wie er denn wirklich beschleunigt, wow unglaublich wie der abzieht, jetzt kann man ein leises unaufdringliches "Surren" hören aber wirklich beeindruckend wie er bis ca. 120 km/h sprintet. Danach bis 150 km/h (dann wird elektronisch abgeregelt) geht es etwas gemächlicher aber keineswegs langsam. Ausser Windgeräuschen ist dann kaum etwas zu hören, da die dünnen Reifen auch nicht so viele Geräusche machen. Dann die nächste Überraschung: beim Gas wegnehmen "bremst" das Auto als würde man leicht die Bremse treten, was passiert?: Der i3 rekuperiert dann, also er wandelt die Bewegungsenergie über den Elektroantrieb wieder in elektrische Energie um und speichert diese in der Batterie. Die Hochvoltbatterie sitzt übrigens unter den Passagieren im Fahrzeugboden, was für einen sehr niedrigen Schwerpunkt sorgt und somit für ordentlich Spaß beim Kurvenfahren. In Summe fährt der i3 sportlich wie jeder BMW aber ohne Geräusche und mit einem grünen Gewissen wenn man denn Ökostrom tankt. Das Aufladen funktioniert genauso einfach wie das einstöpseln des Staubsaugers oder der Kaffeemaschine, also einfach Stecker in die Steckdose (hoffentlich in der Garage vorhanden und idealerweise mit 16 A abgesichert) und das andere Ende ins Auto gesteckt - fertig. Also zumindest bei völlig leerem Tank/Batterie nach 6 bis 8 h fertig. Wer also über Nacht zu Hause lädt, den wird das nicht stören. Wer es eiliger hat kann sich eine Wallbox kaufen (die muss ein Elektriker installieren), dann geht das Aufladen deutlich schneller. Und für ganz Eilige gibt es die 50kW Schnelllader, dann sind es von 0% auf 80% in 30 Minuten. Sollte sich jemand Sorgen machen den Stecker bei strömendem Regen in das Auto zu stecken, überhaupt kein Problem weil der Ladevorgang erst startet wenn das Auto die Sicherheit überprüft hat (sekundenschnell) und dann die Spannung freigegeben wird.

Sollte einem wirklich mal der Strom ausgehen, dann springt der REX (sofern bestellt) selbständig an und lädt die Batterie nach, also er treibt nicht die Räder an, sondern einen Generator der dann die Batterie lädt. Das hört sich dann ein bisschen so an als ob ein Hubschrauber in einiger Entfernung hinter einem herfliegen würde (habe ich beim ersten Mal wirklich gedacht). Die Drezahl des Verbrenners wird automatisch geregelt und orientiert sich an der Geschwindigkeit mit der man fährt. Wenn man sich aber erstmal an das elektrische Fahren gewöhnt hat möchte man ehrlichgesagt nicht das der REX anspringt und fährt lieber rechtzeitig zu einer Ladesäule. Eine oft gestellte Frage ist die zur Reichweite. Eigentlich spielt sie im Alltag keine Rolle für mich, da mein Arbeitsweg hin und zurück nur 60 km beträgt und dafür benutze ich das Auto hauptsächlich, also mir reicht die Batterie eigentlich immer. Aber jetzt mal zu den Praxisangaben: Im Winter bei gut genutzter Heizung (ich stelle sie meistens auf 25°C da ich sehr Kälteempfindlich bin) sinkt die Reichweite schon mal auf 90 km, jetzt wo es warm draußen ist zeigt er meistens 130 km an (+ REX noch mal ca. 150 km) . Wem das nicht reicht der kann ja jetzt den i3 auch mit größerem Energiespeicher bestellen.

Fazit:

Den i3 würde ich jederzeit wieder kaufen und bin absolut begeistert vom elektrischen Fahren. Was muss noch verbessert werden? Das Auto finde ich perfekt aber die öffentlichen Ladesäulen sollten auf ein einheitliches Bezahlsystem verpflichtet werden, denn leider kann man nicht an jeder Ladesäule (und es gibt inzwischen wirklich sehr, sehr viele) einfach so aufladen, da es verschieden Karten gibt mit denen die Freischaltung erfolgt und einfach so mit Credit- oder EC-Karte funktionieren die meisten Ladesäulen nicht.

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Ich kann bis ca 70-80 km/h mit unserem i3 Beschleunigungseffekte erzielen, die mit unserem X3 35d mit immerhin 313 PS so nicht zu erzielen waren ( Kopfnicken und Anpressdruck). Danach sieht der i3 natürlich kein Land mehr ... muss er auch nicht. Ein Fahrzeug, das mir tagtäglich ein Grinsen ins Gesicht zaubert.

Zitat:

@Zimpalazumpala schrieb am 28. August 2019 um 22:40:39 Uhr:

Ich kann bis ca 70-80 km/h mit unserem i3 Beschleunigungseffekte erzielen, die mit unserem X3 35d mit immerhin 313 PS so nicht zu erzielen waren ( Kopfnicken und Anpressdruck). Danach sieht der i3 natürlich kein Land mehr ... muss er auch nicht. Ein Fahrzeug, das mir tagtäglich ein Grinsen ins Gesicht zaubert.

Also mein 35xd als auch der mini meiner frau spatzen den i3 und i3s in jedem geschwindigkeitsbereich.

(nicht in jedem drehzahlbereich, aber das habe ich ja die wahl)

Was ja auch klar, ist sie haben beide sehr viel mehr leistung.

Aus dem bauch raus, vergleichsfahrten habe ich keine gemacht, bin ja nicht mehr der juengste :)

0-100 werte kann man sicher BMW daten entnehmen:

Obwohl beim mini knapper als gedacht mit 6,5s auf hundert: klick

der 35xd 4,9 klick

i3S ohne REX 6,9s

Wenn man nicht bis 100 misst, sonder bis 80 wirds eng fuer den mini, das muss ich zugeben, entspricht nicht meinem gefuehl, aber nach den daten die ich schnell rausgesucht habe schon.

Trotzdem der stealth modus hat was.

Ob die bodenblechfahrweise dem batterieauto auch auf die lebensdauer geht, da bin ich mir allerdings nicht mehr so ganz sicher. Weil man den verschleiss jedoch nicht hoert, mache ich es sehr viel oefter, quasi gedankenlos.

w

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 28. August 2019 um 10:29:51 Uhr:

Zitat:

@Cayennchen schrieb am 27. August 2019 um 20:32:42 Uhr:

Doch, doch, den brauchen wir! Aber zu einem Erfahrungsbericht gehört auch eine Preis/Leistungseinschätzung.

das sehe ich ganz genauso, ein wichtiger punkt.

Auch wenn es OT ist, ein M2 ist ein super auto ;) Egal welchen nick man hat.

w

Danke für Deine Aufmunterung:-)

Nochmal kurz zur reichweitendiskussion, ich habe gerade erhalten:

"i3s Panda Akku ist voll, Reichweite beträgt: 252KM" *1

Den weissen haben wir panda genannt intern, das hat nix zu sagen, ist ein ganz normaler i3S120.

Ich hatte neulich bei BMW auch eine ladung mit unter 300km bei 98%.

Das ist jetzt kein problem, die strecke die wir fahren hat der 94er gut gepackt und der war selten ueber 200km reichweite. Zudem ist die angabe von BMW nicht gut, ich wuerde denken der faehrt auf eco (ohne plus) 300km in der praxis. *2

Das nur so als info...

w

 

*1 wir fragen das auto selbst ab, weil die APP von BMW oft nicht funktioniert. Jetzt grade geht sie und zeigt auch 100% und 252km. Das passt also. Von "locker" 300km wuerde ich nicht reden und ich wuerde mich auch nicht aufmachen auf eine strecke von geplant 300km *3, man weiss ja nie :) (baustellen, stau, umleitung)

*2 jetzt und heute, im winter anders.

*3 ohne mich vorher ueber ladestationen zu informieren.

I3-120-voll

Was an der Beschleunigung der E-Autos so besonders ist: Die haben Launch Control quasi immer aktiv. Um beim Verbrenner voll abzugehen, müsste man Launch Control aktivieren und hat dann einen Motor, der im Stand schon hoch dreht. Im Alltag macht man das nicht. Die meisten haben sogar Start-Stop aktiviert, damit er an der Ampel Sprit spart. Und auch beim Zwischenspurt reagiert das E-Auto schneller, weil es nicht zurückschalten muss. Wenn also bei Messungen der Verbrenner noch mithalten kann, dann sieht das im Straßenverkehr schon anders aus. Das E-Auto macht die Leistung durch die schnelle Reaktion besser nutzbar. Aber selbst unter maximalen Bedingungen ist das E-Auto manchmal schneller, z.B. hier Model 3 Perf. vs. BMW M3 vs. Audi RS4:

https://www.youtube.com/watch?v=FFUutdqUMC4

Dabei liegt das Model 3 Perf. preislich auf dem Level eines gleichausgestatteten BMW 330i, wie in diesem Vergleich, wo der 330i als einzigen echten fahrdynamischen Vorteil hat, dass er besser driften kann und sonst weit abgeschlagen liegt:

https://www.youtube.com/watch?v=2RZYu4a4N_0

Beim i3 ist das vielleicht nicht so extrem wie beim Model 3 Perf., aber diese Reaktionsfähigkeit bieten alle E-Autos, schon unser kleiner Smart EQ, und das macht einfach Laune.

j.

Zitat:

@jennss schrieb am 1. September 2019 um 10:01:17 Uhr:

Was an der Beschleunigung der E-Autos so besonders ist: Die haben Launch Control quasi immer aktiv. Um beim Verbrenner voll abzugehen, müsste man Launch Control aktivieren und hat dann einen Motor, der im Stand schon hoch dreht.

Ich würde sagen das liegt eher daran dass der Elektromotor über den ganzen Drehzahlbereich ein hohes Drehmoment hat und nicht erst 2-3 Turbos Ladedruck aufbauen müssen und dann noch der richtige Gang eingelegt werden muss.....

Zitat:

Was an der Beschleunigung der E-Autos so besonders ist: Die haben Launch Control quasi immer aktiv.

Besonders ist das sie einen kurzfristigen boostmode haben. (deswegen gib BMW 170ps*1 an beim i3)

Fuer den start vor der eisdiele reicht das.

Schnell fahren koennen sie aber nicht, weil sie quasi sofort ueberhitzen und runterregeln.

Ich bin sicher ich fahre mit dem mini kreise um den i3.

(zugegben ist der auch staerker)

 

Zitat:

@jennss schrieb am 1. September 2019 um 10:01:17 Uhr:

[...]auch beim Zwischenspurt reagiert das E-Auto schneller, weil es nicht zurückschalten muss.

Wenn man schnell sein will macht das der fahrer intuitiv vorher ueber die schaltwippen.

Deswegen sind schwaechere elektroautos langsamer, da gibt es keine tricks.

 

w

 

*1 ich sehe grade, erfreulicher weise schreiben sie jetzt 102PS auch noch dazu, das andere ist die boostleistung. (ich glaube das war vor einiger zeit noch nicht so, da sah man es erst im schein)

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 1. September 2019 um 11:59:29 Uhr:

Zitat:

Was an der Beschleunigung der E-Autos so besonders ist: Die haben Launch Control quasi immer aktiv.

Besonders ist das sie einen kurzfristigen boostmode haben. (deswegen gib BMW fast 180ps an beim i3)

Fuer den start vor der eisdiele reicht das.

Was heißt kurzfristig? Wie lange ist das?

Das Model 3 kann, soweit ich weiß, sehr lange mit voller Leistung fahren. Beim i3/i3s weiß ich das nicht. Unser Smart EQ ist auch spürbar auf Tacho 140 begrenzt (GPS 135 km/h), wie viele E-Autos bei irgendeiner Geschwindigkeit. Model 3 Perf. kann immerhin 261 km/h, aber wie lange weiß ich auch nicht. Hier steht zumindest, dass über 2 Runden auf dem Nürburgring (Streckenlänge?) der BMW M2 nicht am Model 3 vorbeikommt: https://teslamag.de/.../...formance-vs-bmw-m2-nuerburgring-video-24263

Wo kann man im Straßenverkehr die Grenze eines i3 erreichen, so dass er herunterregelt? (außer Höchstgeschwindigkeit, die ja auch elektronisch begrenzt ist). Hier habe ich was gefunden:

Zitat:

Die zeitweise reduzierte Beschleunigung erklärt ein BMW-Sprecher so: „Die Spitzenleistung des Elektromotors von 125 kW kann über mehrere Minuten abgerufen werden. Wenn Sie immerzu ohne Unterbrechung von 0 auf 100 km/h beschleunigen, greift die Begrenzung auf Dauerleistungsniveau - das sind 75 kW und eine entsprechend längere Beschleunigungszeit.“

Die Frage wäre, wo man schon mehrere Minuten immer wieder Vollgas geben kann (Rennstrecke ist irrelevant)? Die 150 km/h können auf jeden Fall dauerhaft abgeliefert werden. Wie sehen die Erfahrungen der i3-Fahrer aus? Haben ihr schon mal die Begrenzung erreicht?

Zitat:

Schnell fahren koennen sie aber nicht, weil sie quasi sofort ueberhitzen und runterregeln.

Ich bin sicher ich fahre mit dem mini kreise um den i3.

(zugegben ist der auch staerker)

Wo? Welcher Mini? Cooper SE? ;)

j.

Zitat:

@jennss schrieb am 1. September 2019 um 12:22:53 Uhr:

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 1. September 2019 um 11:59:29 Uhr:

 

Die 150 km/h können auf jeden Fall dauerhaft abgeliefert werden. Wie sehen die Erfahrungen der i3-Fahrer aus? Haben ihr schon mal die Begrenzung erreicht?

Die begrenzung ist so gewaehlt das es klappt.

150 faehrt ein auto mit 60PS, oder vielleicht 70*1, das kann er.

w

*1 geschaetzt, aber 90PS reichen im mini fuer 180, 150 ist sehr viel weniger. (weil der aufwand ja nicht linear ist)

Zitat:

@jennss schrieb am 1. September 2019 um 10:01:17 Uhr:

[...]Aber selbst unter maximalen Bedingungen ist das E-Auto manchmal schneller, z.B. hier Model 3 Perf. vs. BMW M3 vs. Audi RS4:

https://www.youtube.com/watch?v=FFUutdqUMC4

Das ist der klassische eisdielen test und dann noch gegen ein BMW ohne allrad. :D

Das ist lustig, heisst aber nicht dass das auto schnell ist, der vergleich hinkt maechtig.

w

Zitat:

@jennss schrieb am 1. September 2019 um 12:22:53 Uhr:

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 1. September 2019 um 11:59:29 Uhr:

 

[...] Hier steht zumindest, dass über 2 Runden auf dem Nürburgring (Streckenlänge?) der BMW M2 nicht am Model 3 vorbeikommt: https://teslamag.de/.../...formance-vs-bmw-m2-nuerburgring-video-24263

An mir faehrt so ziemlich jedes auto vorbei auf der NOS (wo ich sowieso nur einmal war) einfach weil das fahrerische talent fehlt. Sowas heissst nicht viel.

Es gibt bestenzeiten von ziemlich jedem auto auf dem ring, da schau mal nach.

Bleibe bei serienfahrzeugen, sonst wird's auch wieder komisch.

Zitat:

@jennss schrieb am 1. September 2019 um 12:22:53 Uhr:

Zitat:

Schnell fahren koennen sie aber nicht, weil sie quasi sofort ueberhitzen und runterregeln.

Ich bin sicher ich fahre mit dem mini kreise um den i3.

(zugegben ist der auch staerker)

Wo? Welcher Mini? Cooper SE? ;)

j.

Das ist ja auch nur ein i3, oder? Vermutlich billiger und schwerer.

Nein ich meine einen "richtigen" einen roadster mit etwas ueber 200PS.

(wird schon lange nicht mehr gebaut, aber meine frau liebt ihn und der ist auch klasse)

w

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 1. September 2019 um 12:53:09 Uhr:

Das ist der klassische eisdielen test und dann noch gegen ein BMW ohne allrad. :D

Das ist lustig, heisst aber nicht dass das auto schnell ist, der vergleich hinkt maechtig.

Der RS4 hat Allrad und kostet fast 50% mehr. Ok., ein Auto ist nicht nur Antrieb :).

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 1. September 2019 um 12:47:40 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 1. September 2019 um 12:22:53 Uhr:

Die 150 km/h können auf jeden Fall dauerhaft abgeliefert werden. Wie sehen die Erfahrungen der i3-Fahrer aus? Haben ihr schon mal die Begrenzung erreicht?

Die begrenzung ist so gewaehlt das es klappt.

150 faehrt ein auto mit 60PS, oder vielleicht 70*1, das kann er.

Wenn man beim i3 in der Praxis gar nicht in die Begrenzung kommt, hat er halt 170 PS und die 102 PS sind nur eine Angabe, um ganz korrekt zu sein. Da von "nur kurzfristig boostmode" und "für die Eisdiele reicht das" zu sprechen, halte ich für übertrieben.

j.

Zitat:

@jennss schrieb am 1. September 2019 um 16:34:40 Uhr:

 

[...]

@jennss schrieb am 1. September 2019 um 16:34:40 Uhr:

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 1. September 2019 um 12:47:40 Uhr:

 

Die begrenzung ist so gewaehlt das es klappt.

150 faehrt ein auto mit 60PS, oder vielleicht 70*1, das kann er.

Wenn man beim i3 in der Praxis gar nicht in die Begrenzung kommt, hat er halt 170 PS und die 102 PS sind nur eine Angabe, um ganz korrekt zu sein. Da von "nur kurzfristig boostmode" und "für die Eisdiele reicht das" zu sprechen, halte ich für übertrieben.

j.

Das ist es auch, aber nicht so sehr wie "da kommt mein AMG nicht mit". :D

Ich mag den i3, das ist ein tolles auto, ich sehe nur keinen grund ihm fabelwerte an zu dichten, hat er doch garnicht noetig.

Nur weil es kein sportwagen ist und keine "guten" rundenzeiten schafft ist es doch kein schlechtes auto.

Ich muss sagen ihn ein bischen zu fordern das faellt mir erst ein seit ich den S habe.

Und nachdem ich den 120er habe kann ich die eine strecke, die ich oefter fahre (knapp 100km enge landstr.), auch wirklich geniessen. Weil die distanz geht der auch mal flott ohne das man angst haben muss nicht an zu kommen und das ist schon ein spass, das gebe ich gerne zu.

Prima auto ;)

w

 

Moin,

ehe hier weiter die NOS, RS4, Model 3 ... herhalten müssen, um den Thread aufzublähen, wäre es wünschenswert, sich mit Erfahrungsberichten zu beteiligen.

Danke und Gruß

Zimpalazumpala, MT-Moderator

Hallo zusammen,

Jetzt ist auch mein i3 120 (Sportpaket) angekommen und ich konnte ihn schon zwei Tage ausprobieren.

Die Probefahrt hatte ich mit dem i3s gemacht und war von der Dynamik schwer beeindruckt. Meine mitfahrende Familie allerdings beschwerte sich über das ständige Kopfnicken :-).

Der i3 ohne s ist mit seinem Sportfahrwerk genau so hart, lässt sich aber subjektiv auch etwas gemäßigter bewegen, ohne bei Bedarf auf sensationelle Beschleunigung verzichten zu müssen.

Die Multimedia-Funktionen, soweit ich sie schon testen konnte, funktionieren alle verblüffend gut, inklusive der Connected Services.

Nachdem ich ihn gestern am serienmäßigen Standardladeadapter habe nuckeln lassen (au Mann, ist das langsam), war heute mal DC Schnellladen angesagt. Dazwischen liegen natürlich Welten.

Morgen wird die BMW Wallbox montiert und dann bin ich erst mal komplett...

Ich werde weiter berichten.

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