Erfahrungsbericht i3

BMW i3 I01

Hallo zusammen,

nach nun 6 Monaten Erfahrung mit dem BMW i3 ist es an der Zeit mal einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Ich komme eigentlich nur darauf, weil ich fast täglich auf das Auto angesprochen werde - folglich das allgemeine Interesse hoch ist, insbesondere seit dem Beschluss der staatlichen Förderung.

Modell:
i3 mit Rex (range extender = 2 Zylinder Motor aus dem BMW "Scooterprogramm"😉- an Austattung habe ich alles genommen was es in der Aufpreisliste gibt, die allerdings beim i3 nicht sonderlich lang ist.
Exterieur:
Als Farbe habe ich solarorange gewählt, dazu die abgedunkelten Scheiben, das ist natürlich Geschmackssache aber mir gefällt er so sehr gut und er fällt noch ein bisschen mehr auf (im Vergleich zu schwarz). Ob das Design nun sonderlich gefällig ist, darüber kann man streiten aber ich glaube die Entscheidung für ein solch besonderes Design ist zum Start in die Elektroautoaera sehr geschickt - wer erkennt schon einen Elektrogolf auf den ersten Blick.
Tankklappen hat er durch den Rex zwei, die Eine hinten rechts wie bei jedem BMW, nur das dahinter die Steckdose ist in die der AC2 oder der Combo2 Stecker passt (letzterer für Schnellladen bis 50kW, der Energiespeicher hat ca. 20 kWh Kapazität). Rechts vorne an der Seitenwand (Kotflügel) ist die zweite Tankklappe mit dem Einfüllstutzen für Benzin (alle Sorten verträgt er). Die äußere Kunststoffklappe lässt sich nur öffnen, wenn man vorher im Innenraum auf der Fahrerseite im Fußraum den Knopf zum Belüften des Tanksystems aktiviert hat. Das hat wohl etwas mit den Emissionsvorschriften zu tun, der Tank wird dann über einen Aktivkohlefilter belüftet, es ist also kein Benzingeruch zu vernehmen. In den Tank passen ca. 9l Benzin.
Unter der Frontklappe (elektrisch zu Öffnen über Funkschlüssel oder einen Knopf im Fußraum Fahrerseite) befindet sich ein kleines Fach für das Ladekabel und den Luftkompressor mit Dichtmittel bei Reifenpanne. Ausserdem kann man hier die Scheibenwaschflüssigkeit nachfüllen. Für sehr Neugierige: Hier wäre noch die Möglichkeit Kühlwasser für die beiden Kühlkreisläufe nachzufüllen oder die Bremsflüssigkeit zu kontrollieren und einen Blick auf die winzige 12V Bleisäurebatterie zu werfen, die er zum Puffern der 12V Elektrik braucht.
Das gesamte Exterieur besteht aus Kunststoff, was man aber nur merkt wenn man mal dagegendrückt und wo sonst Blechteile eher wenig nachgeben fühlt sich das beim i3 etwas weicher an. Von der sehr stabilen CFK Fahrgastzelle kann man eigentlich nur im Einstiegsbereich bei geöffneter Tür etwas sehen, da ist der Kunststoff unlackiert so das man die Faser-Matrix-Struktur sehen kann. Apropos Tür, die hintere öffnet ja gegenläufig, was in der Praxis fast immer ok ist, lediglich in engen Parklücken ist das für die hinteren Passagiere eine Herausforderung sich da herauszuschlängeln. Funktioniert folgendermaßen: Immer zuerst die vordere Tür öffnen, dann die Hintere, dann so weit nach vorne treten das die hintere Tür wieder geschlossen werden kann um dann an ihr vorbeizukommen und dann die vordere Tür schliessen zu können. Hört sich aber komplizierter an als es in der Praxis ist. Hinter der Heckklappe befindet sich auf guter Beladungshöhe der schnuckelige Kofferraum, der sich aber prima durch die variabel verstellbaren Rücklehnen erweitern lässt. Ein Fach unter der Kofferraumabdeckung gibt es allerdings nicht, da hier der Elektromotor, die Elektronik und der Rangeextender platziert sind. Lediglich eine Serviceklappe zum Messen des Ölstands des Rex ist hier zugänglich.
Interieur:
Für ein viermeter Auto ist der Innenraum wahnsinnig luftig, man hat das Gefühl in einem viel größeren Auto zu sitzen. Die I-Tafel ist aus meiner Sicht ein echter Designer Schmuckstück, das wirkt sehr modern und edel. Lediglich das Grundmaterial der I-Tafel also direkt vor der Frontscheibe sowie Teile der Türverkleidung sind aus einem sicherlich wahnsinnig ökologisch Wertvollen Material gefertigt, sieht allerdings aus wie Recyclingmaterial- also mir ein bisschen zu viel Öko. Die Sitze sind sehr komfortabel (ich habe die Lederausstattung) und besonders praktisch: man kann durch die fehlende Mittelkonsole problemlos auf die Beifahrerseite rutschen um auf der anderen Seite auszusteigen (wenn man zum Beispiel an einer viel befahrenen Hauptstrasse parkt). Allerdings muß man vorher die Armauflage hochklappen, die würde wahrscheinlich ein Draufsetzen nicht verzeihen. Hinten sind zwei Sitze mit Getränkehaltern zwischen diesen Beiden, also insgesamt ist das Auto ein Viersitzer. Die Beleuchtung im Interieur ist mit hellen LED ausgeführt, welche normal weiß leuchten, lediglich beim Öffnen des Fahrzeugs mit der Fernbedienung leuchten sie grellblau, was ich aber ziemlich cool finde.
Das Fahren:
Selten hat mich Autofahren derart entspannt wie im i3. Nach dem Drücken des Start-Stop-Knopfs kommt aus einem Bestätigungston kein weiteres Geräusch. Dann vorsichtig das erste mal das "Gaspedal" betätigen - irres Gefühl so lautlos zu beschleunigen. Sobald die das erste Staunen vorbei ist mal testen wie er denn wirklich beschleunigt, wow unglaublich wie der abzieht, jetzt kann man ein leises unaufdringliches "Surren" hören aber wirklich beeindruckend wie er bis ca. 120 km/h sprintet. Danach bis 150 km/h (dann wird elektronisch abgeregelt) geht es etwas gemächlicher aber keineswegs langsam. Ausser Windgeräuschen ist dann kaum etwas zu hören, da die dünnen Reifen auch nicht so viele Geräusche machen. Dann die nächste Überraschung: beim Gas wegnehmen "bremst" das Auto als würde man leicht die Bremse treten, was passiert?: Der i3 rekuperiert dann, also er wandelt die Bewegungsenergie über den Elektroantrieb wieder in elektrische Energie um und speichert diese in der Batterie. Die Hochvoltbatterie sitzt übrigens unter den Passagieren im Fahrzeugboden, was für einen sehr niedrigen Schwerpunkt sorgt und somit für ordentlich Spaß beim Kurvenfahren. In Summe fährt der i3 sportlich wie jeder BMW aber ohne Geräusche und mit einem grünen Gewissen wenn man denn Ökostrom tankt. Das Aufladen funktioniert genauso einfach wie das einstöpseln des Staubsaugers oder der Kaffeemaschine, also einfach Stecker in die Steckdose (hoffentlich in der Garage vorhanden und idealerweise mit 16 A abgesichert) und das andere Ende ins Auto gesteckt - fertig. Also zumindest bei völlig leerem Tank/Batterie nach 6 bis 8 h fertig. Wer also über Nacht zu Hause lädt, den wird das nicht stören. Wer es eiliger hat kann sich eine Wallbox kaufen (die muss ein Elektriker installieren), dann geht das Aufladen deutlich schneller. Und für ganz Eilige gibt es die 50kW Schnelllader, dann sind es von 0% auf 80% in 30 Minuten. Sollte sich jemand Sorgen machen den Stecker bei strömendem Regen in das Auto zu stecken, überhaupt kein Problem weil der Ladevorgang erst startet wenn das Auto die Sicherheit überprüft hat (sekundenschnell) und dann die Spannung freigegeben wird.
Sollte einem wirklich mal der Strom ausgehen, dann springt der REX (sofern bestellt) selbständig an und lädt die Batterie nach, also er treibt nicht die Räder an, sondern einen Generator der dann die Batterie lädt. Das hört sich dann ein bisschen so an als ob ein Hubschrauber in einiger Entfernung hinter einem herfliegen würde (habe ich beim ersten Mal wirklich gedacht). Die Drezahl des Verbrenners wird automatisch geregelt und orientiert sich an der Geschwindigkeit mit der man fährt. Wenn man sich aber erstmal an das elektrische Fahren gewöhnt hat möchte man ehrlichgesagt nicht das der REX anspringt und fährt lieber rechtzeitig zu einer Ladesäule. Eine oft gestellte Frage ist die zur Reichweite. Eigentlich spielt sie im Alltag keine Rolle für mich, da mein Arbeitsweg hin und zurück nur 60 km beträgt und dafür benutze ich das Auto hauptsächlich, also mir reicht die Batterie eigentlich immer. Aber jetzt mal zu den Praxisangaben: Im Winter bei gut genutzter Heizung (ich stelle sie meistens auf 25°C da ich sehr Kälteempfindlich bin) sinkt die Reichweite schon mal auf 90 km, jetzt wo es warm draußen ist zeigt er meistens 130 km an (+ REX noch mal ca. 150 km) . Wem das nicht reicht der kann ja jetzt den i3 auch mit größerem Energiespeicher bestellen.

Fazit:
Den i3 würde ich jederzeit wieder kaufen und bin absolut begeistert vom elektrischen Fahren. Was muss noch verbessert werden? Das Auto finde ich perfekt aber die öffentlichen Ladesäulen sollten auf ein einheitliches Bezahlsystem verpflichtet werden, denn leider kann man nicht an jeder Ladesäule (und es gibt inzwischen wirklich sehr, sehr viele) einfach so aufladen, da es verschieden Karten gibt mit denen die Freischaltung erfolgt und einfach so mit Credit- oder EC-Karte funktionieren die meisten Ladesäulen nicht.

Beste Antwort im Thema

Hallo zusammen,

nach nun 6 Monaten Erfahrung mit dem BMW i3 ist es an der Zeit mal einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Ich komme eigentlich nur darauf, weil ich fast täglich auf das Auto angesprochen werde - folglich das allgemeine Interesse hoch ist, insbesondere seit dem Beschluss der staatlichen Förderung.

Modell:
i3 mit Rex (range extender = 2 Zylinder Motor aus dem BMW "Scooterprogramm"😉- an Austattung habe ich alles genommen was es in der Aufpreisliste gibt, die allerdings beim i3 nicht sonderlich lang ist.
Exterieur:
Als Farbe habe ich solarorange gewählt, dazu die abgedunkelten Scheiben, das ist natürlich Geschmackssache aber mir gefällt er so sehr gut und er fällt noch ein bisschen mehr auf (im Vergleich zu schwarz). Ob das Design nun sonderlich gefällig ist, darüber kann man streiten aber ich glaube die Entscheidung für ein solch besonderes Design ist zum Start in die Elektroautoaera sehr geschickt - wer erkennt schon einen Elektrogolf auf den ersten Blick.
Tankklappen hat er durch den Rex zwei, die Eine hinten rechts wie bei jedem BMW, nur das dahinter die Steckdose ist in die der AC2 oder der Combo2 Stecker passt (letzterer für Schnellladen bis 50kW, der Energiespeicher hat ca. 20 kWh Kapazität). Rechts vorne an der Seitenwand (Kotflügel) ist die zweite Tankklappe mit dem Einfüllstutzen für Benzin (alle Sorten verträgt er). Die äußere Kunststoffklappe lässt sich nur öffnen, wenn man vorher im Innenraum auf der Fahrerseite im Fußraum den Knopf zum Belüften des Tanksystems aktiviert hat. Das hat wohl etwas mit den Emissionsvorschriften zu tun, der Tank wird dann über einen Aktivkohlefilter belüftet, es ist also kein Benzingeruch zu vernehmen. In den Tank passen ca. 9l Benzin.
Unter der Frontklappe (elektrisch zu Öffnen über Funkschlüssel oder einen Knopf im Fußraum Fahrerseite) befindet sich ein kleines Fach für das Ladekabel und den Luftkompressor mit Dichtmittel bei Reifenpanne. Ausserdem kann man hier die Scheibenwaschflüssigkeit nachfüllen. Für sehr Neugierige: Hier wäre noch die Möglichkeit Kühlwasser für die beiden Kühlkreisläufe nachzufüllen oder die Bremsflüssigkeit zu kontrollieren und einen Blick auf die winzige 12V Bleisäurebatterie zu werfen, die er zum Puffern der 12V Elektrik braucht.
Das gesamte Exterieur besteht aus Kunststoff, was man aber nur merkt wenn man mal dagegendrückt und wo sonst Blechteile eher wenig nachgeben fühlt sich das beim i3 etwas weicher an. Von der sehr stabilen CFK Fahrgastzelle kann man eigentlich nur im Einstiegsbereich bei geöffneter Tür etwas sehen, da ist der Kunststoff unlackiert so das man die Faser-Matrix-Struktur sehen kann. Apropos Tür, die hintere öffnet ja gegenläufig, was in der Praxis fast immer ok ist, lediglich in engen Parklücken ist das für die hinteren Passagiere eine Herausforderung sich da herauszuschlängeln. Funktioniert folgendermaßen: Immer zuerst die vordere Tür öffnen, dann die Hintere, dann so weit nach vorne treten das die hintere Tür wieder geschlossen werden kann um dann an ihr vorbeizukommen und dann die vordere Tür schliessen zu können. Hört sich aber komplizierter an als es in der Praxis ist. Hinter der Heckklappe befindet sich auf guter Beladungshöhe der schnuckelige Kofferraum, der sich aber prima durch die variabel verstellbaren Rücklehnen erweitern lässt. Ein Fach unter der Kofferraumabdeckung gibt es allerdings nicht, da hier der Elektromotor, die Elektronik und der Rangeextender platziert sind. Lediglich eine Serviceklappe zum Messen des Ölstands des Rex ist hier zugänglich.
Interieur:
Für ein viermeter Auto ist der Innenraum wahnsinnig luftig, man hat das Gefühl in einem viel größeren Auto zu sitzen. Die I-Tafel ist aus meiner Sicht ein echter Designer Schmuckstück, das wirkt sehr modern und edel. Lediglich das Grundmaterial der I-Tafel also direkt vor der Frontscheibe sowie Teile der Türverkleidung sind aus einem sicherlich wahnsinnig ökologisch Wertvollen Material gefertigt, sieht allerdings aus wie Recyclingmaterial- also mir ein bisschen zu viel Öko. Die Sitze sind sehr komfortabel (ich habe die Lederausstattung) und besonders praktisch: man kann durch die fehlende Mittelkonsole problemlos auf die Beifahrerseite rutschen um auf der anderen Seite auszusteigen (wenn man zum Beispiel an einer viel befahrenen Hauptstrasse parkt). Allerdings muß man vorher die Armauflage hochklappen, die würde wahrscheinlich ein Draufsetzen nicht verzeihen. Hinten sind zwei Sitze mit Getränkehaltern zwischen diesen Beiden, also insgesamt ist das Auto ein Viersitzer. Die Beleuchtung im Interieur ist mit hellen LED ausgeführt, welche normal weiß leuchten, lediglich beim Öffnen des Fahrzeugs mit der Fernbedienung leuchten sie grellblau, was ich aber ziemlich cool finde.
Das Fahren:
Selten hat mich Autofahren derart entspannt wie im i3. Nach dem Drücken des Start-Stop-Knopfs kommt aus einem Bestätigungston kein weiteres Geräusch. Dann vorsichtig das erste mal das "Gaspedal" betätigen - irres Gefühl so lautlos zu beschleunigen. Sobald die das erste Staunen vorbei ist mal testen wie er denn wirklich beschleunigt, wow unglaublich wie der abzieht, jetzt kann man ein leises unaufdringliches "Surren" hören aber wirklich beeindruckend wie er bis ca. 120 km/h sprintet. Danach bis 150 km/h (dann wird elektronisch abgeregelt) geht es etwas gemächlicher aber keineswegs langsam. Ausser Windgeräuschen ist dann kaum etwas zu hören, da die dünnen Reifen auch nicht so viele Geräusche machen. Dann die nächste Überraschung: beim Gas wegnehmen "bremst" das Auto als würde man leicht die Bremse treten, was passiert?: Der i3 rekuperiert dann, also er wandelt die Bewegungsenergie über den Elektroantrieb wieder in elektrische Energie um und speichert diese in der Batterie. Die Hochvoltbatterie sitzt übrigens unter den Passagieren im Fahrzeugboden, was für einen sehr niedrigen Schwerpunkt sorgt und somit für ordentlich Spaß beim Kurvenfahren. In Summe fährt der i3 sportlich wie jeder BMW aber ohne Geräusche und mit einem grünen Gewissen wenn man denn Ökostrom tankt. Das Aufladen funktioniert genauso einfach wie das einstöpseln des Staubsaugers oder der Kaffeemaschine, also einfach Stecker in die Steckdose (hoffentlich in der Garage vorhanden und idealerweise mit 16 A abgesichert) und das andere Ende ins Auto gesteckt - fertig. Also zumindest bei völlig leerem Tank/Batterie nach 6 bis 8 h fertig. Wer also über Nacht zu Hause lädt, den wird das nicht stören. Wer es eiliger hat kann sich eine Wallbox kaufen (die muss ein Elektriker installieren), dann geht das Aufladen deutlich schneller. Und für ganz Eilige gibt es die 50kW Schnelllader, dann sind es von 0% auf 80% in 30 Minuten. Sollte sich jemand Sorgen machen den Stecker bei strömendem Regen in das Auto zu stecken, überhaupt kein Problem weil der Ladevorgang erst startet wenn das Auto die Sicherheit überprüft hat (sekundenschnell) und dann die Spannung freigegeben wird.
Sollte einem wirklich mal der Strom ausgehen, dann springt der REX (sofern bestellt) selbständig an und lädt die Batterie nach, also er treibt nicht die Räder an, sondern einen Generator der dann die Batterie lädt. Das hört sich dann ein bisschen so an als ob ein Hubschrauber in einiger Entfernung hinter einem herfliegen würde (habe ich beim ersten Mal wirklich gedacht). Die Drezahl des Verbrenners wird automatisch geregelt und orientiert sich an der Geschwindigkeit mit der man fährt. Wenn man sich aber erstmal an das elektrische Fahren gewöhnt hat möchte man ehrlichgesagt nicht das der REX anspringt und fährt lieber rechtzeitig zu einer Ladesäule. Eine oft gestellte Frage ist die zur Reichweite. Eigentlich spielt sie im Alltag keine Rolle für mich, da mein Arbeitsweg hin und zurück nur 60 km beträgt und dafür benutze ich das Auto hauptsächlich, also mir reicht die Batterie eigentlich immer. Aber jetzt mal zu den Praxisangaben: Im Winter bei gut genutzter Heizung (ich stelle sie meistens auf 25°C da ich sehr Kälteempfindlich bin) sinkt die Reichweite schon mal auf 90 km, jetzt wo es warm draußen ist zeigt er meistens 130 km an (+ REX noch mal ca. 150 km) . Wem das nicht reicht der kann ja jetzt den i3 auch mit größerem Energiespeicher bestellen.

Fazit:
Den i3 würde ich jederzeit wieder kaufen und bin absolut begeistert vom elektrischen Fahren. Was muss noch verbessert werden? Das Auto finde ich perfekt aber die öffentlichen Ladesäulen sollten auf ein einheitliches Bezahlsystem verpflichtet werden, denn leider kann man nicht an jeder Ladesäule (und es gibt inzwischen wirklich sehr, sehr viele) einfach so aufladen, da es verschieden Karten gibt mit denen die Freischaltung erfolgt und einfach so mit Credit- oder EC-Karte funktionieren die meisten Ladesäulen nicht.

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@MartinBru
Sehr plastisch formuliert, aber doch etwas übertrieben. 🙂
Natürlich fahre ich nicht langsam, aber mit dem I3 konnte ich ohnehin nicht schnell fahren. AB hat er auch nicht gesehen, also nur Stadt und etwas Landstrasse.
Im Winter war die Reichweite schon seeehr am Schmelzen.

Gruß, Butl

Ich merke schon da kommt nix, ich Leih mir einen aus und teste die Reichweite selber.

Zitat:

@XC70D5 schrieb am 29. Juli 2018 um 13:49:03 Uhr:



Zitat:

@MartinBru schrieb am 29. Juli 2018 um 13:35:36 Uhr:


Ich bleibe bei meiner Aussage, dass der Winter maximal 20% Mehrverbrauch beim i3 verursacht. An allem anderen ist man durch den Bleifuß selbst schuld.

Diese Meinung darfst Du auch vertreten, wenn sie auf Deinen Erfahrungen beruht. Und wenn jemand anderes gegenteilige Erfahrungen gemacht hat, darf er sie hier auch posten. Den jeweils anderen als Lügner zu bezeichnen, nur weil der Beitrag nicht der eigenen Meinung entspricht oder man gar mit Verschwörungstheorien um die Ecke kommt, bringt aber niemanden weiter.

Leider ist die Beteiligung hier nicht so groß, um mehr Meinungen und Erfahrungen zu erhalten. Daran dürfte die Art, wie hier miteinander umgegangen wird, nicht ganz unschuldig sein.

Das ist keine meinung, sondern eine bewusste falsch aussage.
Wenn wir es nicht luege nennen wollen, das ist mir am ende egal.
Niemand, der jemals batterieauto gefahren ist, wuerde aus eigener erfahrung sagen koennen, der unterschied zwischen sommer und winter laege bei 20%.
Das ist voellig absurd, das verwirrt neulinge statt ihnen zu helfen, alte hasen wissen eh das es seemannsgarn ist.

w

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 29. Juli 2018 um 14:02:52 Uhr:


Niemand, der jemals batterieauto gefahren ist, wuerde aus eigener erfahrung sagen koennen, der unterschied zwischen sommer und winter laege bei 20%.

Was genau ist deine Agenda? Warum stalkst du mich auf MT und behauptest nach jedem Post wo ich Verbräuche aus meiner Liste zitiere, dass ich lügen würde? Bist du Tankstellenpächter? Arbeitest du bei Aral?

Hast du übersehen, dass meine realen, selbst in ca. 40.000km erfahrenen Verbrauchswerte genau 13% Unterschied zwischen Sommer und Winter ausweisen? Und das ohne Wärmepumpe, also als Worst-Case. Und jetzt erkläre mir bitte warum das nicht möglich sein kann, obwohl ich die Werte gerade in einem zweiten Fenster vor mir sehe. Und dann erkläre die Werte von zig anderen i3 Fahrern auf Spritmonitor und die Erfahrungswerte von mir persönlich bekannten i3 Fahrern.

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Zitat:

@XC70D5 schrieb am 29. Juli 2018 um 13:56:44 Uhr:



Zitat:

@butl77 schrieb am 29. Juli 2018 um 13:44:39 Uhr:



Da hast du nicht recht.

Statt "Da hast Du nicht recht.", könnte man auch "Da habe ich andere Erfahrungen gemacht." schreiben.

Gerade was Verbräuche angeht, sollte man sich nie so festlegen, da viel zu viele Faktoren diese beeinflussen. [...]

Da ist was drann, aber manchmal schlaegt es dem fass auch den boden aus.
Wenn einer sagt sein VW kaefer faehrt auf der autobahn 400km/h und hat einen verbrauch von 3 liter auf hundert, dann ist das keine "andere meinung", sondern bestenfalls ein witz.

Der unterschied ist nur, dass bei herkoemlichen autos, alle gewisse erfahrungen haben und so extremen mumpitz nicht glauben.

Bei den batterieautos wissen es ebend viele nicht, kommen hier ins forum und wuenschen infos. Dafuer sind wir da, da sehe ich die hauptaufgabe von MT. Daher sollten wir offensichtliche fakenews aus schaerfste kritisieren und auch massnahmen ergreifen.

Das hat nichts mit zensur zu tun, grade wenn es, wie bei dem einem user, regelmaessig vor kommt. (irren kann jeder, auch klar, aber hier hat das eine ganz andere qualitaet inzwischen)

Das sind wir uns selbst und den usern schuldig!
Von zensur, oder auch nur "andere meinung" zu sprechen ist voellig unangebracht!

w

Da die Akkus wohl aufgrund der Sommerhitze überhitzt scheinen, hänge ich ein temporäres Schloss an diesen Thread und verordne einen Schwimmbadbesuch mit einem kühlen Bier oder eine klimatisierte Autofahrt mit alkoholfreiem selbigen.

In der Hoffnung, dass sich die Gemüter ein wenig abgekühlt haben, trotz der anhaltenden Sommerhitze, öffne ich den Thread wieder und appeliere an Eure Vernunft und Einsicht, hier eine anregende und hilfreiche Diskussion zu führen.

So, der erste Monat i3 mit etwa 1.200 km ist rum. Der i3 war ein „Spontankauf“ aus der Ausstellung, meine E-Erfahrung davor: einmal den i3 und einmal den i8 eines Bekannten gefahren. Was mir an Erinnering daran hängen blieb? Ein breites Grinsen im Gesicht. Mein Anforderungprofil: Tägliche Fahrt zur Arbeit (10 km einfach), Einkäufe etc. Das Revier der Großraum um Düsseldorf mit Autobahnen, Landstraßen und viel Stadt. Am Arbeitsplatz habe ich mir einen 22 kW DC Lader installieren lassen (da bleibt noch Luft für das nächste Modell) zu Hause eine 11 kW Wallbox in der Garage und einen fest installierten Schnarchlader in der Auffahrt. Mein Verbrauch durchschnittlich 15 kWh / 100 km, abends in der Regel um die 70 % Rest Ladung. Ich habe mir angewöhnt das Fahrzeug in der Auffahrt an die ICCB zu hängen (ich habe mir eine zweite Box besorgt und diese fest installiert, damit dauert das Ein- und Abstecken nur 10 Sekunden), dann kann ich die zeitgesteuerte Vortemperierung nutzen (ganz großes Kino bei diesem Wetter)! Auch die AC Ladesäule am Betrieb habe ich benutzt. Einen DC Lader habe ich nur einmal aufgesucht um zu testen, ob die Lademimik funktioniert, dazu bin ich extra nach Jülich gefahren. Die war natürlich belegt, aber nach einem Kaffee am Kiosk konnte ich doch noch laden (ich wäre auch ohne zu laden wieder nach Hause gekommen (-; alles tat wie es soll. Nun der Fahreindruck. Mein daily driver war bisher ein Geländewagen der 2,7 to Leergewichtsklasse, der sich in der Stadt 20 Liter auf 100 km genehmigt hat. Statt V8 Sound nun „nichts“, das hat schon auch etwas. Einen Ampelspurt ohne dass irgendjemand den Kopf herumreißt: gespenstisch. Fahren ohne zu Bremsen mit nur einem Pedal: warum war das nicht schon immer so? Längsdynamik beim Beschleunigen: vom Feinsten, beim Bremsen: so la la. Querdynamik: besser als ein 2,7 Tonnen Geländewagen, die schmalen Rädchen fordern halt ihren Tribut. In der Stadt: King of the road. Auf der Stadtautobahn: Einfahren und Spurwechsel deutlich über dem Niveau eines Durchschnitts PKW, Überholen und Mitschwimmen bis Vmax ohne irgendwelche Probleme. Reichweite: mehr als 150 km am Stück habe ich nicht ausprobiert, geht aber in der Stadt, auf Landstraßen und den Stadtautobahnen locker. Zuladung: mit umgelegten Rückbänken und dann glattem Ladeboden passt der Metro Einkauf locker hinein, auch meine beiden Schäferhunde. Die genießen dann auch die Standklimatisierung bei kurzen Wartezeiten. Was könnte besser sein? Ich liebe mit Distronic zu fahren, da ist Mercedes das Maß. Das Kamera basierte BMW System kommt da nicht dran, zu viele Fehlerkennungen und unmotivierte Bremsungen. Die Navigation ist bei MB auch besser, aber an die unterschiedlichen Konzepte kann man sich gewöhnen. Warum die Strecken in weiß bei BMW auf dem Display kaum erkennbar sind, man will es wohl aus Prinzip nicht so machen wie MB, ist wohl der bayerischen Sturheit geschuldet. Da meine Frau seit 20 Jahren nur BMW Cabrios fährt habe ich mich daran aber gewöhnen müssen. Fazit: Ganz viel Licht und wenig Schatten, m. E. der perfekte Zweitwagen, der von der Jahresfahrleistung und der Zahl der Fahrten her zum Erstwagen mutiert, der „Große“ bleibt für Urlaube, Anhänger und seltene Fernstrecken sowie „for fun“, im Gelände ist der i3 dann doch wohl unterlegen. A propos, wo steht eigentlich die Wattiefe?
OpenAirFan

Toller Bericht @OpenAirfan, erhöht bei mir die Vorfreude auf meinen (den ich in 1,5 Jahren bekomme, wenn mein Leasing ausläuft).

Zitat:

@OpenAirFan schrieb am 31. Juli 2018 um 11:37:38 Uhr:


[...] Einen Ampelspurt ohne dass irgendjemand den Kopf herumreißt: gespenstisch.
[...]
OpenAirFan

Der Stealth-Modus ist auch das was mir mit am besten gefällt. 🙂
Und ebend der Wendekreis, beides super in der Stadt!

w

@Openairfan
Hast du den 94Ah Akku?

Ja!

Wie sind denn die Erfahrungen beim 1. Besuch beim TÜV?

Sehr guter Bericht, bei mir ist der i3 allerdings einziger Wagen der für alles herhalten muss. Kurz und Mittelstrecke. Ja und Navigation und Distronik ist bei DB wesentlich besser !!!

Zitat:

@OpenAirFan schrieb am 31. Juli 2018 um 11:37:38 Uhr:


Zuladung: mit umgelegten Rückbänken und dann glattem Ladeboden passt der Metro Einkauf locker hinein, auch meine beiden Schäferhunde. Die genießen dann auch die Standklimatisierung bei kurzen Wartezeiten.

Interessanter Aspekt! Auch Kinder kann man dann mal im Auto lassen 🙂. Standklimatisierungen gibt es bei Verbrennern nicht, oder?
j.

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