Erfahrungen mit Fahrsicherheitstraining Intensiv beim ADAC

BMW 3er E91

Hallo Gemeinde,

ich möchte hier mal meine Erfahrungen mit meinem Bimmer vom Fahrsicherheitstraining Intensiv beim ADAC kundtun.
Also, war diese Woche beim SHT. Wetter : absolut sch.... Ununterbrochen in Strömen geregnet. Zum Erfahrung sammeln sicher nicht verkehrt.

Also, losgings um 9:00. Die erste Stunde wurde nur geredet. Ziemlich überflüssig fand ich, dass sich jeder ziemlich ausführlich vorgestellt hatte (ansich nicht schlecht, ich persönlich wäre aber lieber gefahren)

Dann gings auf die Strecke. Die erste Übung war Hüttchen zu umfahren. hat relativ lange gedauert, hat mir persönlich aber nix gebracht. Die anderen Teilnehmer ware nicht so hochgerüstet wie mein Wagen.
Der einzige,der auch ziemlich neu war, war ein A6 und A3. Der Rest der PKW's mindestens über 6 Jahre. Also dachte ich mir,dass ich mal mit meinem ganzen Elektronikkram sowie der Aktiv Lenkung den andren zeigen kann, was deutsche Autobauer heutzutage leisten.
Es wird ja vom Trainer gesagt, dass dies kein Wettbewerb ist. Trotzdem fühlte ich mich gegenüber BMW verantwortlich, dem Audi mal zu zeigen, was BMW so kann.

1. Übung: Hütchen auf total nasser Fahrbahn umfahren (Wie gesagt, es schüttete in Strömen). Mit der Aktivlenkung als schnellster durchgedüst, ohne Hütchen um zufahren. Der A6 musste ganz schön am Lenkrad kurbeln.
Mit meiner AL genügten minimale Lenkungen um durch zu kommen. Ergebnis: 1:0 für BMW gegenüber A6. Der A3 war nochmals unterlegen.

2. Übung: Hinderrnis ausweichen auf nassem Asphalt. Auch hier hatte ich das Gefühl, dass der BMW ein Tick besser als der A6 reagiert. Da die Abstände der Hindernisse recht eng waren, kann es natürlich auch sein, dass der A6 aufgrund der Abmasse mehr Schwierigkeiten hatte.
Ergebnis: 1:0 für BMW gegenüber A6 (subjektiv)

3. Übung: Vollbremsung aus ca. 50km/h auf nassem Asphalt. Hier ware die Beremswege zum A6 ziemlich identisch. Der A6 war mit 225 normalen Reifen unterwegs, meiner hat vorne 225, hinten 255 RFT. Kein Unterschied zum A6.
Ergebnis: 1:1 .

4. Übung: Vollbremsung auf unterschiedlichen Oberflächen. Links nasser Asphalt, rechts simuliertes Glatteis. Der BMW zog bei losgelassenem
Lenkrad untypisch leicht auf die Glatteisseite. Alle anderen Autos zogen leicht zum Asphalt. Laut Trainer liegt die wohl an der AL. Warum, keine Ahnung.
Empfand ich auch nicht als schlimm. Bremsweg zum A6 identisch. Ergebnis: 1:1.

5. Übung: Vollbremsung auf simulierter vereister Fahrbahn bei ca. 50km/h. A6 kam innerhalb der glatten Fläche zum stehen. Mein BMW schoss munter überweg, und kam erst auf dem normalen Asphalt zum stehen. (Irgendwie beschlich mich zu diesem Zeitpunkt ein ungutes Gefühl).
Ergebnis: 1:0 für A6 gegenüber BMW.

6. Übung: Vollbremsung auf vereister Fahrbahn, ausweichen eines Hindernisses. Dies war die absolute Katastrophe für mich und meinem BMW. Der BMW war bei Vollbremsung überhaupt nicht lenkbar. Hatte ich es geschafft, runter von der Eisfläche zu kommen, war eine 180Grad Drehung sicher.
Wir haben die Übung öfter durchgeführt, weil es keiner glauben konnte. keine Chance, den Wagen richtig vom Eis auf normale Fläche zu bekommen. Der A6 hingegen bewältigte dieses, als ob er auf normaler Strasse fährt.
Ergebnis: 2:0 für A6 gegenüber BMW. Ernüchterdes Fazit: die Winterreifen kommen direkt Anfang Oktober drauf. Laut Trainer sind es wahrscheinlich die RFT, die zu hart sind, und auf glatter Fläche keinen Gripp erzeugen. Mal sehen, wie es mir mit meinen Winterreifen RFT ergehen wird.

7. Übung: Schnelle Kurvenfahrt auf glatter Fahrbahn. Zuerst alle Helfer eingeschaltet. Trotz des Disasters aus Übung 6 haben wir uns gut geschlagen. Die mögliche Kurvengeschwindigkeit war beim BMW am höchsten. Das ESP und die AL haben super funktioniert. Es war eigentlich sehr leicht,
mit hoher Geschwindigkeit den Kreis zu fahren. Zum Vergleich wurden mal alle Helfer ausgeschaltet. Es war nicht mal die Hälfte an Geschwindigkeit drin. Ausserdem wurden ein paar 180 Grad Piruetten vorgeführt. Hohe Anerkennung auch vom A6 Fahrer. Er hatte deutlich mehr Schwierigkeiten.
Ergebnis: 1:0 für BMW gegenüber A6

8. Übung: Dynamikplatte. Hier wird das Heck des PKW's beim Überfahren weggerissen. A6 hat dies locker gemeistert, allerdings mit relativ langem Bremsweg. Nachdem ich vom Trainer zusammengefaltet wurde, habe ich mal ordentlich am Lenkrad gekurbelt. beim zweiten Versuch ging es dann, wenn auch
nicht so entspannt wie beim A6. Laut Trainer liegt dies am Radstand. Je länger, desto einfacher. Die Ernüchterung kam, als ein alter Passat (ausser ABS hatte er glaube ich nichts an Bord) mit seinen neuen Ganzjahres Reifen an die Reihe kam. Zwischen den GJ Reifen und den Sommerreifen liegen tatsächlich Welten.
Kein anderer Wagen konnte so schnell und einfach abgefangen werden wie der Passat.
Ergebnis: 1:0 für Passat gegen über allen anderen.

Bevor wieder ein paar Spassvögel ihre Kommentare abgeben: Der Passat wurde von einer Fahranfängerin mit 1/2 Jahr Führerschein gefahren.

Vielleicht hab ich ne Übung vergessen, die hier genannten sind mir aber sehr eingeprägt im Gedächnis. Angerückt bin ich mit dem Gedanken, dass bei meinem aufgerüsteten BMW alles von alleine geht. Die Erkenntnis habe ich gezogen, dass dieses doch nicht so ist.

Fazit: Die Sommerreifen RFT halten locker auf trockenen, und sehr nassen Asphalt mit. Auf Glatteis haben sie nichts zu suchen. Und, der A6 ist doch gar nicht so schlecht.

Der Kurs ist wirklich zu empfehlen. Leider wird beim ADAC aus wirtschaftlkichen Gründen eine Recht große Gruppe zusammengestellt. Meist schaut man zu, wie die anderen fahren. Wer so ein Training mit macht, sollte sich vorher informieren, wieviele Fahrer teilnehmen. Bei uns waren es 12 Stück. Ich meine, mit 6 Fahrern wäre es optimal.

Gruß Schumi91

Beste Antwort im Thema

Hallo Gemeinde,

ich möchte hier mal meine Erfahrungen mit meinem Bimmer vom Fahrsicherheitstraining Intensiv beim ADAC kundtun.
Also, war diese Woche beim SHT. Wetter : absolut sch.... Ununterbrochen in Strömen geregnet. Zum Erfahrung sammeln sicher nicht verkehrt.

Also, losgings um 9:00. Die erste Stunde wurde nur geredet. Ziemlich überflüssig fand ich, dass sich jeder ziemlich ausführlich vorgestellt hatte (ansich nicht schlecht, ich persönlich wäre aber lieber gefahren)

Dann gings auf die Strecke. Die erste Übung war Hüttchen zu umfahren. hat relativ lange gedauert, hat mir persönlich aber nix gebracht. Die anderen Teilnehmer ware nicht so hochgerüstet wie mein Wagen.
Der einzige,der auch ziemlich neu war, war ein A6 und A3. Der Rest der PKW's mindestens über 6 Jahre. Also dachte ich mir,dass ich mal mit meinem ganzen Elektronikkram sowie der Aktiv Lenkung den andren zeigen kann, was deutsche Autobauer heutzutage leisten.
Es wird ja vom Trainer gesagt, dass dies kein Wettbewerb ist. Trotzdem fühlte ich mich gegenüber BMW verantwortlich, dem Audi mal zu zeigen, was BMW so kann.

1. Übung: Hütchen auf total nasser Fahrbahn umfahren (Wie gesagt, es schüttete in Strömen). Mit der Aktivlenkung als schnellster durchgedüst, ohne Hütchen um zufahren. Der A6 musste ganz schön am Lenkrad kurbeln.
Mit meiner AL genügten minimale Lenkungen um durch zu kommen. Ergebnis: 1:0 für BMW gegenüber A6. Der A3 war nochmals unterlegen.

2. Übung: Hinderrnis ausweichen auf nassem Asphalt. Auch hier hatte ich das Gefühl, dass der BMW ein Tick besser als der A6 reagiert. Da die Abstände der Hindernisse recht eng waren, kann es natürlich auch sein, dass der A6 aufgrund der Abmasse mehr Schwierigkeiten hatte.
Ergebnis: 1:0 für BMW gegenüber A6 (subjektiv)

3. Übung: Vollbremsung aus ca. 50km/h auf nassem Asphalt. Hier ware die Beremswege zum A6 ziemlich identisch. Der A6 war mit 225 normalen Reifen unterwegs, meiner hat vorne 225, hinten 255 RFT. Kein Unterschied zum A6.
Ergebnis: 1:1 .

4. Übung: Vollbremsung auf unterschiedlichen Oberflächen. Links nasser Asphalt, rechts simuliertes Glatteis. Der BMW zog bei losgelassenem
Lenkrad untypisch leicht auf die Glatteisseite. Alle anderen Autos zogen leicht zum Asphalt. Laut Trainer liegt die wohl an der AL. Warum, keine Ahnung.
Empfand ich auch nicht als schlimm. Bremsweg zum A6 identisch. Ergebnis: 1:1.

5. Übung: Vollbremsung auf simulierter vereister Fahrbahn bei ca. 50km/h. A6 kam innerhalb der glatten Fläche zum stehen. Mein BMW schoss munter überweg, und kam erst auf dem normalen Asphalt zum stehen. (Irgendwie beschlich mich zu diesem Zeitpunkt ein ungutes Gefühl).
Ergebnis: 1:0 für A6 gegenüber BMW.

6. Übung: Vollbremsung auf vereister Fahrbahn, ausweichen eines Hindernisses. Dies war die absolute Katastrophe für mich und meinem BMW. Der BMW war bei Vollbremsung überhaupt nicht lenkbar. Hatte ich es geschafft, runter von der Eisfläche zu kommen, war eine 180Grad Drehung sicher.
Wir haben die Übung öfter durchgeführt, weil es keiner glauben konnte. keine Chance, den Wagen richtig vom Eis auf normale Fläche zu bekommen. Der A6 hingegen bewältigte dieses, als ob er auf normaler Strasse fährt.
Ergebnis: 2:0 für A6 gegenüber BMW. Ernüchterdes Fazit: die Winterreifen kommen direkt Anfang Oktober drauf. Laut Trainer sind es wahrscheinlich die RFT, die zu hart sind, und auf glatter Fläche keinen Gripp erzeugen. Mal sehen, wie es mir mit meinen Winterreifen RFT ergehen wird.

7. Übung: Schnelle Kurvenfahrt auf glatter Fahrbahn. Zuerst alle Helfer eingeschaltet. Trotz des Disasters aus Übung 6 haben wir uns gut geschlagen. Die mögliche Kurvengeschwindigkeit war beim BMW am höchsten. Das ESP und die AL haben super funktioniert. Es war eigentlich sehr leicht,
mit hoher Geschwindigkeit den Kreis zu fahren. Zum Vergleich wurden mal alle Helfer ausgeschaltet. Es war nicht mal die Hälfte an Geschwindigkeit drin. Ausserdem wurden ein paar 180 Grad Piruetten vorgeführt. Hohe Anerkennung auch vom A6 Fahrer. Er hatte deutlich mehr Schwierigkeiten.
Ergebnis: 1:0 für BMW gegenüber A6

8. Übung: Dynamikplatte. Hier wird das Heck des PKW's beim Überfahren weggerissen. A6 hat dies locker gemeistert, allerdings mit relativ langem Bremsweg. Nachdem ich vom Trainer zusammengefaltet wurde, habe ich mal ordentlich am Lenkrad gekurbelt. beim zweiten Versuch ging es dann, wenn auch
nicht so entspannt wie beim A6. Laut Trainer liegt dies am Radstand. Je länger, desto einfacher. Die Ernüchterung kam, als ein alter Passat (ausser ABS hatte er glaube ich nichts an Bord) mit seinen neuen Ganzjahres Reifen an die Reihe kam. Zwischen den GJ Reifen und den Sommerreifen liegen tatsächlich Welten.
Kein anderer Wagen konnte so schnell und einfach abgefangen werden wie der Passat.
Ergebnis: 1:0 für Passat gegen über allen anderen.

Bevor wieder ein paar Spassvögel ihre Kommentare abgeben: Der Passat wurde von einer Fahranfängerin mit 1/2 Jahr Führerschein gefahren.

Vielleicht hab ich ne Übung vergessen, die hier genannten sind mir aber sehr eingeprägt im Gedächnis. Angerückt bin ich mit dem Gedanken, dass bei meinem aufgerüsteten BMW alles von alleine geht. Die Erkenntnis habe ich gezogen, dass dieses doch nicht so ist.

Fazit: Die Sommerreifen RFT halten locker auf trockenen, und sehr nassen Asphalt mit. Auf Glatteis haben sie nichts zu suchen. Und, der A6 ist doch gar nicht so schlecht.

Der Kurs ist wirklich zu empfehlen. Leider wird beim ADAC aus wirtschaftlkichen Gründen eine Recht große Gruppe zusammengestellt. Meist schaut man zu, wie die anderen fahren. Wer so ein Training mit macht, sollte sich vorher informieren, wieviele Fahrer teilnehmen. Bei uns waren es 12 Stück. Ich meine, mit 6 Fahrern wäre es optimal.

Gruß Schumi91

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Zitat:

Dann hast Du doch etwas gelernt: Ein Fiesta ist bei schlechter Witterung das bessere Auto. Hast Du Dir aber ansonsten mal die Bremswerte usw. angeschaut? Bei trockener Fahrbahn sieht das ganz anders aus. Gerade die VW-Fahrwerke haben für solche Übungen einen kleinen Vorteil: Die Lenkung sagt dem Fahrer in welche Richtung er gegenlenken muss, da die Lenkung in die eine Richtung weich wird und in die andere Richtung sich verhärtet. Das hat irgendetwas mit der Fahrwerksgeometrie (Sturz, oder was auch immer) zu tun. Und beim Thema Fiesta darf man das unterschiedliche Fahrzeuggewicht und die unterschiedliche Gewichtsverteilung ("alles vorne nichts hinten"😉 nicht unterschätzen.

Ja, dass fand ich auch sehr interessant. Auch der Opel Astra Coupe der dabei war, hat sich gut geschlagen.

Eine Truppe davor, war ein E320 Kombi dabei, also auch ein Heckler, der hat sich nicht ganz so schlimm verhalten wie meiner, vermutlich wegen den schmaleren Reifen, aber auch nicht gut.

@Didi325D: Habe das Training mit 18" (Felge M193) 225VA und 255HA auf den Werks RFT Michelin PSII gemacht. Zu dem Zeitpunkt hatte die noch 6,5mm und waren gut 3 Jahre alt.

Diesen Sommer müssen sie nochmal ran, werde dann 2015 auf Dunlop RT oder Conti 5 wechseln (je nonRFT) mal sehen. Schwierig ist immer, nicht jedes ABS/ESP kommt mit jedem Reifen gleich gut klar, hornmic sprach das schon an. Deshalb schau ich bei den Reifentests immer mit welchem Fahrzeug getestet wurde. Wenn dann mit einem BMW getestet wurde, ist dieser Test für mich ausschalggebend. Ansonsten ist es schön wenns wenigstens ein Hecktriebler ist.
Eher uninteressant find ich einen Test mit 18" 225er auf einem Golf beispielsweise.

VG

BMW Fahrertraining hab ich auch hinter mir, allerdings nicht im eigenen Auto sondern im F10.
Das war ganz lustig und sehr lehrreich.

Aber was ich eigentlich sagen wollte:
Bei uns gibts nen schönen großen Parkplatz. Um den hab ich im Winter im E36 immer Kreise gezogen und bissl Spaß gehabt, hier lernt man auch viel. ABER: Im E92 war das um WELTEN schwerer. Ich weiß nicht obs an den Bridgestone Winterreifen lag (aufm E36 hatte ich immer Dunlop), am höheren Gewicht des E92 oder an der Automatik.... Ich hab auf jede Fall ziemlich viele ungewollte 180er hingelegt und war am Lenken wie blöd...

Also der E36 war im Winter definitiv entspannter zu bewegen (E36 hatte keine Fahrhilfen, nicht mal ASC, beim E92 hab ich alles ausgeschaltet).

Fazit: Der E92 war im Winter nicht toll zu bewegen. Da war auch mein A4 Avant (BJ 2007) um einiges leichter zu fahren, allerdings hat der halt keinen Spaß gemacht 😁

Vor ein paar Jahren war ich mit unserem jetzt 23 Jahre alten Uno beim ADAC Training.
Der Chefguide hat mir das Auto öfter mal weggenommen um bei manchen Manövern die Referenz vorzufahren. Austattung 0 ,Reifen 195er Contis von 2009 .
Warn Spass.. Wundert mich heut noch, dass das Auto nicht verreckt ist an dem Tag 🙂

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Zitat:

@schumi91 schrieb am 22. August 2007 um 15:01:49 Uhr:


Hallo Gemeinde,

ich möchte hier mal meine Erfahrungen mit meinem Bimmer vom Fahrsicherheitstraining Intensiv beim ADAC kundtun.
Also, war diese Woche beim SHT. Wetter : absolut sch.... Ununterbrochen in Strömen geregnet. Zum Erfahrung sammeln sicher nicht verkehrt.

Also, losgings um 9:00. Die erste Stunde wurde nur geredet. Ziemlich überflüssig fand ich, dass sich jeder ziemlich ausführlich vorgestellt hatte (ansich nicht schlecht, ich persönlich wäre aber lieber gefahren)

Dann gings auf die Strecke. Die erste Übung war Hüttchen zu umfahren. hat relativ lange gedauert, hat mir persönlich aber nix gebracht. Die anderen Teilnehmer ware nicht so hochgerüstet wie mein Wagen.
Der einzige,der auch ziemlich neu war, war ein A6 und A3. Der Rest der PKW's mindestens über 6 Jahre. Also dachte ich mir,dass ich mal mit meinem ganzen Elektronikkram sowie der Aktiv Lenkung den andren zeigen kann, was deutsche Autobauer heutzutage leisten.
Es wird ja vom Trainer gesagt, dass dies kein Wettbewerb ist. Trotzdem fühlte ich mich gegenüber BMW verantwortlich, dem Audi mal zu zeigen, was BMW so kann.

1. Übung: Hütchen auf total nasser Fahrbahn umfahren (Wie gesagt, es schüttete in Strömen). Mit der Aktivlenkung als schnellster durchgedüst, ohne Hütchen um zufahren. Der A6 musste ganz schön am Lenkrad kurbeln.
Mit meiner AL genügten minimale Lenkungen um durch zu kommen. Ergebnis: 1:0 für BMW gegenüber A6. Der A3 war nochmals unterlegen.

2. Übung: Hinderrnis ausweichen auf nassem Asphalt. Auch hier hatte ich das Gefühl, dass der BMW ein Tick besser als der A6 reagiert. Da die Abstände der Hindernisse recht eng waren, kann es natürlich auch sein, dass der A6 aufgrund der Abmasse mehr Schwierigkeiten hatte.
Ergebnis: 1:0 für BMW gegenüber A6 (subjektiv)

3. Übung: Vollbremsung aus ca. 50km/h auf nassem Asphalt. Hier ware die Beremswege zum A6 ziemlich identisch. Der A6 war mit 225 normalen Reifen unterwegs, meiner hat vorne 225, hinten 255 RFT. Kein Unterschied zum A6.
Ergebnis: 1:1 .

4. Übung: Vollbremsung auf unterschiedlichen Oberflächen. Links nasser Asphalt, rechts simuliertes Glatteis. Der BMW zog bei losgelassenem
Lenkrad untypisch leicht auf die Glatteisseite. Alle anderen Autos zogen leicht zum Asphalt. Laut Trainer liegt die wohl an der AL. Warum, keine Ahnung.
Empfand ich auch nicht als schlimm. Bremsweg zum A6 identisch. Ergebnis: 1:1.

5. Übung: Vollbremsung auf simulierter vereister Fahrbahn bei ca. 50km/h. A6 kam innerhalb der glatten Fläche zum stehen. Mein BMW schoss munter überweg, und kam erst auf dem normalen Asphalt zum stehen. (Irgendwie beschlich mich zu diesem Zeitpunkt ein ungutes Gefühl).
Ergebnis: 1:0 für A6 gegenüber BMW.

6. Übung: Vollbremsung auf vereister Fahrbahn, ausweichen eines Hindernisses. Dies war die absolute Katastrophe für mich und meinem BMW. Der BMW war bei Vollbremsung überhaupt nicht lenkbar. Hatte ich es geschafft, runter von der Eisfläche zu kommen, war eine 180Grad Drehung sicher.
Wir haben die Übung öfter durchgeführt, weil es keiner glauben konnte. keine Chance, den Wagen richtig vom Eis auf normale Fläche zu bekommen. Der A6 hingegen bewältigte dieses, als ob er auf normaler Strasse fährt.
Ergebnis: 2:0 für A6 gegenüber BMW. Ernüchterdes Fazit: die Winterreifen kommen direkt Anfang Oktober drauf. Laut Trainer sind es wahrscheinlich die RFT, die zu hart sind, und auf glatter Fläche keinen Gripp erzeugen. Mal sehen, wie es mir mit meinen Winterreifen RFT ergehen wird.

7. Übung: Schnelle Kurvenfahrt auf glatter Fahrbahn. Zuerst alle Helfer eingeschaltet. Trotz des Disasters aus Übung 6 haben wir uns gut geschlagen. Die mögliche Kurvengeschwindigkeit war beim BMW am höchsten. Das ESP und die AL haben super funktioniert. Es war eigentlich sehr leicht,
mit hoher Geschwindigkeit den Kreis zu fahren. Zum Vergleich wurden mal alle Helfer ausgeschaltet. Es war nicht mal die Hälfte an Geschwindigkeit drin. Ausserdem wurden ein paar 180 Grad Piruetten vorgeführt. Hohe Anerkennung auch vom A6 Fahrer. Er hatte deutlich mehr Schwierigkeiten.
Ergebnis: 1:0 für BMW gegenüber A6

8. Übung: Dynamikplatte. Hier wird das Heck des PKW's beim Überfahren weggerissen. A6 hat dies locker gemeistert, allerdings mit relativ langem Bremsweg. Nachdem ich vom Trainer zusammengefaltet wurde, habe ich mal ordentlich am Lenkrad gekurbelt. beim zweiten Versuch ging es dann, wenn auch
nicht so entspannt wie beim A6. Laut Trainer liegt dies am Radstand. Je länger, desto einfacher. Die Ernüchterung kam, als ein alter Passat (ausser ABS hatte er glaube ich nichts an Bord) mit seinen neuen Ganzjahres Reifen an die Reihe kam. Zwischen den GJ Reifen und den Sommerreifen liegen tatsächlich Welten.
Kein anderer Wagen konnte so schnell und einfach abgefangen werden wie der Passat.
Ergebnis: 1:0 für Passat gegen über allen anderen.

Bevor wieder ein paar Spassvögel ihre Kommentare abgeben: Der Passat wurde von einer Fahranfängerin mit 1/2 Jahr Führerschein gefahren.

Vielleicht hab ich ne Übung vergessen, die hier genannten sind mir aber sehr eingeprägt im Gedächnis. Angerückt bin ich mit dem Gedanken, dass bei meinem aufgerüsteten BMW alles von alleine geht. Die Erkenntnis habe ich gezogen, dass dieses doch nicht so ist.

Fazit: Die Sommerreifen RFT halten locker auf trockenen, und sehr nassen Asphalt mit. Auf Glatteis haben sie nichts zu suchen. Und, der A6 ist doch gar nicht so schlecht.

Der Kurs ist wirklich zu empfehlen. Leider wird beim ADAC aus wirtschaftlkichen Gründen eine Recht große Gruppe zusammengestellt. Meist schaut man zu, wie die anderen fahren. Wer so ein Training mit macht, sollte sich vorher informieren, wieviele Fahrer teilnehmen. Bei uns waren es 12 Stück. Ich meine, mit 6 Fahrern wäre es optimal.

Gruß Schumi91

Hallo Schumi91 einsehe guter Bericht habe vergleichbares erlebt mit meinem Golf 6,die Reifen sind wichtiger als man glaubt.
Gruß Ksk-65

Interessante Diskussion, so ein Träning wär auch mal wieder was - für mich und meine Holde.

Tief in den Achzigern voriges Jhdt. war ich mal mit einem Toyota Corona 1800, 200tkm, Fahrwerk mürbe vom Caravan ziehen, an einem Antischleuderkurs. Hatte der Sänfte nochmals neue GJ Goodyear Vector gegönnt und war der einzige, der seine Kiste nicht ins drehen brachte bei der Vollbremsung (non ABS...). Auch der Instruktor brachte es nicht hin. Und ich dachte, ich hätte da 'ne tolle Kiste... 🙄

Zitat:

Vielleicht bestätigen die Berichte einfach mal, dass BMW doch nicht ganz blöd ist, wenn 225 vorne mit 255 hinten vorgeschrieben werden und man mal darüber nachdenken sollte, ob es einen Grund hat ... egal was sonst noch von diversen Gutachtern eingetragen und somit legalisiert wird.

kann ich nicht bestätigen- habe das extra noch einmal kontrolliert.
bei mir in der fahrertür am E90 sind explizit die Reifengrößen 235 / 255 18" aufgeführt. ebenso die 225 255.
man hat also die freie wahl.

allerdings werde ich beim nächsten mal nicht mehr auf continental setzen , sondern auf good year oder pirelli.

@Didi325D:

Nein, sind sie nicht. Die Reifenfreigaben stehen im Fahrzeugschein und im CoC-Papier. Auch wenn etwas anderes auf dem Reifenaufkleber steht, hat das keine rechtliche Relevanz.

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