Erfahrungen mit dem T6
So, nun bin ich ca. 600 km gefahren (überwiegend Stadt und Stadtautobahn) und kann über meine ersten Eindrücke berichten. Wie ich schon erwähnt habe, hatte ich noch nie mehr als 4 Zylinder. Mein letzter Wagen war ein Benziner mit 211 PS (Q5).
Nach anfänglicher Begeisterung fiel mir nach wenigen Minuten alles aus dem Gesicht: „Ausfall Getriebe – Beschleunigungsvermögen reduziert!“ Später wurde mir mitgeteilt, dass der Motor aufgrund des Manövrierens vor der Übergabe noch nicht richtig angelernt war und daher diese Warnung veranlasst wurde. So jedenfalls habe ich den Werkstattmeister verstanden. Sollte die Warnung nochmals auftauchen, könne ich sie getrost ignorieren. Kam aber seitdem nicht mehr vor. Mit dem nächsten Update soll dieser Fehler behoben werden.
Es ist schon erstaunlich, dass man nie das Gefühl hat, ein zwei Tonnen schweres Auto zu fahren. Selbst im Komfort-Modus fährt er sich sehr dynamisch, eine Gedenksekunde ist aufgrund des Kompressors nicht zu spüren. Er entfaltet seine Leistung sofort und beschleunigt gleichmäßig ohne runterzuschalten. Das kannte ich vom Q5 anders. Nicht dass ich mit dem TFSI unzufrieden gewesen wäre, aber jetzt merke ich, dass der T6 souveräner ist. Der TFSI musste häufiger runterschalten, um auf Touren zu kommen, was ihn manchmal etwas nervöser wirken ließ. Beim Beschleunigen im unteren Drehzahlbereich ist der Motor sehrt leise. Im Stehen nimmt man ihn so gut wie gar nicht wahr, allerdings habe ich auch die Akustikverglasung. Für den Stadtverkehr bietet der Komfort-Modus mehr als genug Leistung.
Im Dynamikmodus hängt er natürlich noch besser am Gas, geht ab wie ein Zäpfchen. Durch das Ausfahren der Gänge ist er zwar etwas lauter (wen das stört, schaltet einfach die Klima auf Stufe 1) dafür macht er aber gerade auf Landstraßen besonders Spaß. Die angebliche Nervosität des XC90 auf Landstraßen (so sohnemann2000) kann ich überhaupt nicht bestätigen. Er fährt sich wesentlich dynamischer und kultivierter als mein TFSI. Bei dem habe ich diesen Modus nur für Überholmanöver auf Landstraßen genutzt. Denke, das wird sich jetzt ändern, denn auch der zusätzliche Verbrauch scheint moderat zu sein. Bei dem TFSI nahm der in diesem Modus extrem zu. Allerdings kann die im Dynamik-Modus abrufbare Leistung im Stadtverkehr selten genutzt werden.
Die Höchstgeschwindigkeit bin ich zwar noch nicht gefahren, bei 160 km/h ist aber noch reichlich Luft nach oben ist. Bei meinem TFSI war von da ab nicht mehr viel Leistung abrufbar. Auch bei 190 km/h ist die Lautstärke noch erträglich. Diese Souveränität habe ich von einem derart schweren Auto mit vier Zylindern nicht erwartet.
Der Verbrauch ist so, wie ich erwartet habe. Ca. 1/3 der Zeit stand ich im stockenden Verkehr oder im Stau. Habe alle Modi ausprobiert, bin aber überwiegend im Komfort-Modus und selten über 100 km/h gefahren. Der durchschnittliche Verbrauch liegt momentan bei gut 12 l. Aufgrund der hohen Temperaturen habe ich die Klima stark beansprucht und die Start/Stopp-Automatik ist ausgefallen. Sehr selten habe ich den Eco-Modus benutzt, aber dann funktionierte die Automatik wieder. Weiß nicht, ob ich die auf Dauer so gut finde, mit leiser Musik nimmt man es aber kaum wahr. Aufgrund dieser Bedingungen und der Tatsache, dass der Verbrauch vielleicht sogar noch etwas runtergeht, sind 12 l ein sehr ordentlicher Wert. Bei relativ konstanter Geschwindigkeit zwischen 80 bis 90 km/h auf der Stadtautobahn lag der Verbrauch bei gut. 8 l.
Unangenehm ist mir das Knarzen beim Bremsen, manchmal auch beim Anfahren, aufgefallen. Hatte das früher gelegentlich auch, nicht aber in der Häufigkeit und Intensität. Vielleicht legt sich das ja noch.
Gewöhnungsbedürftig ist die Lenkung. Ich finde die Unterschiede im Lenkwiderstand sehr hoch. Fährt man langsam, ist die Lenkung etwas schwammig (mein Freund findet die Leichtgängigkeit allerdings super). Beschleunigt man dann, versteift sie sich recht stark, sodass man gerade in Kurven unangenehm überrascht wird. Das konnte die Dynamiklenkung im Q5 besser, war harmonischer.
Von der Luftfederung habe ich mir etwas mehr versprochen, kann allerdings nicht mit anderen Herstellern vergleichen. Der Komfort entspricht dem Q5 mit Dämpferregelung (auch 20 Zoll). Den empfand ich aber auch nicht als unkomfortabel. Eine Sänfte ist der XC90 mit Luftfederung aber nicht.
Das Bedienkonzept ist weniger intuitiv als ich dachte. Kann verstehen, dass sich da die Geister scheiden. Allerdings kommt das bei längerer Anwendung weniger zum Tragen, da man sich dann mit den Standardfunktionen vertraut gemacht hat. Das meiste findet man auf dem Startbildschirm oder muss lediglich nach links oder rechts wischen. Klasse finde ich, dass man den Stauassistenten über das Lenkrad einstellen kann. Auch das Abrufen von Infos (Verbrauch, gefahrene km etc.) über ein Dropdown gefällt mir. Die Grafik des Navi ist allerdings ein Witz. Habe aufgrund der Kommentare hier eigentlich nicht so viel erwartet, aber diese Grafik ist wirklich unterirdisch. Kann man eigentlich die Karte so einstellen, dass man immer nach oben fährt? Von der Sprachsteuerung habe ich mir auch mehr versprochen, funktioniert nur teilweise.
Die Assistenz- Systeme dagegen sind wirklich klasse. Am besten gefällt mir der Stauassistent, wobei ich anfangs unsicher war, ob er auch wirklich bremst oder nicht vielleicht deaktiviert wurde. Hatte meinen Fuß immer halb auf der Bremse. Auch zog er aufgrund der Spurerkennung recht stark nach links, was mich anfangs etwas irritierte. Wenn ich zum Stehen kam, sprang der Motor erst wieder an, als ich Gas gab. Aber die Start/Stopp-Automatik funktionierte ja auch nicht, wahrscheinlich aus demselben Grund. Das Head-Up ist von der Höhe grenzwertig. Bei meiner präferierten Sitzhöhe und bei durchgedrücktem Rücken fehlt mir oben ein bisschen. Aber wann sitzt man schon so gerade? Die 360-Grad-Kamera ist genial. Allerdings muss ich mich noch dran gewöhnen, dass es sich manchmal nicht um ein Hindernis, sondern lediglich um einen Schatten handelt. In meiner recht engen Garage irritiert mich noch das Piepen, insbesondere dann, wenn es durchgängig ist. Da fällt es dann schwer, der Kamera voll zu vertrauen. Auch der Einpark-Assistent funktionierte auf Anhieb, sowohl längs als auch quer. Allerdings war ich beim Quereinparken anfänglich etwas irritiert, weil sich das System für einen anderen Parkplatz als ich entschieden hatte.
Die belüfteten Komfort-Sitze sind sehr gut. Hatte noch nie eine Sitzbelüftung und empfinde die als sehr angenehm. Stelle sie meistens auf Stufe 3. Auch lassen sich die Sitze sehr gut anpassen. Größere Fahrer (bin selbst 193 cm) sollten die Komfort-Sitze schon allein aufgrund der Sitzverlängerung nehmen. Sie ist länger als beim Q5 und lässt sich auch in der Höhe verstellen. Allerdings dachte ich, dass man auch die Seitenwangen der Sitze verstellen kann, so wie es bei der Rückenlehne möglich ist. Kann mit vorstellen, dass einige Probleme mit der Breite der Sitze bekommen. In meinem Fall (Bundweite 33) ist die Breite gerade so ausreichend. Die Mittelarmlehne könnte für meinen Geschmack höher sein, schade dass sie in der Höhe nicht einstellbar ist.
B&W ist wirklich klasse. War ja schon mit B&O zufrieden, aber das ist noch eine Steigerung: Sehr klar und detailreich – auch bei geringer Lautstärke. Manchmal werden ausgeprägte Bässe mit guter Qualität verwechselt. Wer das sucht, sollte vielleicht erst einmal die Standardanlage ausprobieren. Aber allein das Material und die Wölbungen der Lautsprecher in Kombination mit Walnut sind schon fast den Aufpreis wert. ;-)
Die getönten Scheiben sind stärker getönt als ich dachte. Gefällt mir aber, da man die Hundegitter (übriges sehr zu empfehlen) von außen kaum wahrnimmt. Dagegen hat man innen nicht das Gefühl getönte Scheiben zu haben. Qualitätsanmutung, Haptik und Geräuschkulisse sind wirklich sehr beeindruckend. Nur die Klima könnte leiser sein.
In Berlin erregt man übrigens mit dem Wagen kaum Aufsehen. Das war bei meinem Q5 (der damals auch neu auf dem Markt war) anders. Aber egal wer in dem Wagen saß, alle waren sehr beeindruckt und strichen ehrfürchtig über die Materialien. Die Liebe zum Detail (vom Navi mal abgesehen ;-)) ist auch das, was mich am XC90 am meisten beeindruckt. Und natürlich die Tatsache, dass man nie das Gefühl hat, 2 t unterm Hintern zu haben.
Beste Antwort im Thema
So, nun bin ich ca. 600 km gefahren (überwiegend Stadt und Stadtautobahn) und kann über meine ersten Eindrücke berichten. Wie ich schon erwähnt habe, hatte ich noch nie mehr als 4 Zylinder. Mein letzter Wagen war ein Benziner mit 211 PS (Q5).
Nach anfänglicher Begeisterung fiel mir nach wenigen Minuten alles aus dem Gesicht: „Ausfall Getriebe – Beschleunigungsvermögen reduziert!“ Später wurde mir mitgeteilt, dass der Motor aufgrund des Manövrierens vor der Übergabe noch nicht richtig angelernt war und daher diese Warnung veranlasst wurde. So jedenfalls habe ich den Werkstattmeister verstanden. Sollte die Warnung nochmals auftauchen, könne ich sie getrost ignorieren. Kam aber seitdem nicht mehr vor. Mit dem nächsten Update soll dieser Fehler behoben werden.
Es ist schon erstaunlich, dass man nie das Gefühl hat, ein zwei Tonnen schweres Auto zu fahren. Selbst im Komfort-Modus fährt er sich sehr dynamisch, eine Gedenksekunde ist aufgrund des Kompressors nicht zu spüren. Er entfaltet seine Leistung sofort und beschleunigt gleichmäßig ohne runterzuschalten. Das kannte ich vom Q5 anders. Nicht dass ich mit dem TFSI unzufrieden gewesen wäre, aber jetzt merke ich, dass der T6 souveräner ist. Der TFSI musste häufiger runterschalten, um auf Touren zu kommen, was ihn manchmal etwas nervöser wirken ließ. Beim Beschleunigen im unteren Drehzahlbereich ist der Motor sehrt leise. Im Stehen nimmt man ihn so gut wie gar nicht wahr, allerdings habe ich auch die Akustikverglasung. Für den Stadtverkehr bietet der Komfort-Modus mehr als genug Leistung.
Im Dynamikmodus hängt er natürlich noch besser am Gas, geht ab wie ein Zäpfchen. Durch das Ausfahren der Gänge ist er zwar etwas lauter (wen das stört, schaltet einfach die Klima auf Stufe 1) dafür macht er aber gerade auf Landstraßen besonders Spaß. Die angebliche Nervosität des XC90 auf Landstraßen (so sohnemann2000) kann ich überhaupt nicht bestätigen. Er fährt sich wesentlich dynamischer und kultivierter als mein TFSI. Bei dem habe ich diesen Modus nur für Überholmanöver auf Landstraßen genutzt. Denke, das wird sich jetzt ändern, denn auch der zusätzliche Verbrauch scheint moderat zu sein. Bei dem TFSI nahm der in diesem Modus extrem zu. Allerdings kann die im Dynamik-Modus abrufbare Leistung im Stadtverkehr selten genutzt werden.
Die Höchstgeschwindigkeit bin ich zwar noch nicht gefahren, bei 160 km/h ist aber noch reichlich Luft nach oben ist. Bei meinem TFSI war von da ab nicht mehr viel Leistung abrufbar. Auch bei 190 km/h ist die Lautstärke noch erträglich. Diese Souveränität habe ich von einem derart schweren Auto mit vier Zylindern nicht erwartet.
Der Verbrauch ist so, wie ich erwartet habe. Ca. 1/3 der Zeit stand ich im stockenden Verkehr oder im Stau. Habe alle Modi ausprobiert, bin aber überwiegend im Komfort-Modus und selten über 100 km/h gefahren. Der durchschnittliche Verbrauch liegt momentan bei gut 12 l. Aufgrund der hohen Temperaturen habe ich die Klima stark beansprucht und die Start/Stopp-Automatik ist ausgefallen. Sehr selten habe ich den Eco-Modus benutzt, aber dann funktionierte die Automatik wieder. Weiß nicht, ob ich die auf Dauer so gut finde, mit leiser Musik nimmt man es aber kaum wahr. Aufgrund dieser Bedingungen und der Tatsache, dass der Verbrauch vielleicht sogar noch etwas runtergeht, sind 12 l ein sehr ordentlicher Wert. Bei relativ konstanter Geschwindigkeit zwischen 80 bis 90 km/h auf der Stadtautobahn lag der Verbrauch bei gut. 8 l.
Unangenehm ist mir das Knarzen beim Bremsen, manchmal auch beim Anfahren, aufgefallen. Hatte das früher gelegentlich auch, nicht aber in der Häufigkeit und Intensität. Vielleicht legt sich das ja noch.
Gewöhnungsbedürftig ist die Lenkung. Ich finde die Unterschiede im Lenkwiderstand sehr hoch. Fährt man langsam, ist die Lenkung etwas schwammig (mein Freund findet die Leichtgängigkeit allerdings super). Beschleunigt man dann, versteift sie sich recht stark, sodass man gerade in Kurven unangenehm überrascht wird. Das konnte die Dynamiklenkung im Q5 besser, war harmonischer.
Von der Luftfederung habe ich mir etwas mehr versprochen, kann allerdings nicht mit anderen Herstellern vergleichen. Der Komfort entspricht dem Q5 mit Dämpferregelung (auch 20 Zoll). Den empfand ich aber auch nicht als unkomfortabel. Eine Sänfte ist der XC90 mit Luftfederung aber nicht.
Das Bedienkonzept ist weniger intuitiv als ich dachte. Kann verstehen, dass sich da die Geister scheiden. Allerdings kommt das bei längerer Anwendung weniger zum Tragen, da man sich dann mit den Standardfunktionen vertraut gemacht hat. Das meiste findet man auf dem Startbildschirm oder muss lediglich nach links oder rechts wischen. Klasse finde ich, dass man den Stauassistenten über das Lenkrad einstellen kann. Auch das Abrufen von Infos (Verbrauch, gefahrene km etc.) über ein Dropdown gefällt mir. Die Grafik des Navi ist allerdings ein Witz. Habe aufgrund der Kommentare hier eigentlich nicht so viel erwartet, aber diese Grafik ist wirklich unterirdisch. Kann man eigentlich die Karte so einstellen, dass man immer nach oben fährt? Von der Sprachsteuerung habe ich mir auch mehr versprochen, funktioniert nur teilweise.
Die Assistenz- Systeme dagegen sind wirklich klasse. Am besten gefällt mir der Stauassistent, wobei ich anfangs unsicher war, ob er auch wirklich bremst oder nicht vielleicht deaktiviert wurde. Hatte meinen Fuß immer halb auf der Bremse. Auch zog er aufgrund der Spurerkennung recht stark nach links, was mich anfangs etwas irritierte. Wenn ich zum Stehen kam, sprang der Motor erst wieder an, als ich Gas gab. Aber die Start/Stopp-Automatik funktionierte ja auch nicht, wahrscheinlich aus demselben Grund. Das Head-Up ist von der Höhe grenzwertig. Bei meiner präferierten Sitzhöhe und bei durchgedrücktem Rücken fehlt mir oben ein bisschen. Aber wann sitzt man schon so gerade? Die 360-Grad-Kamera ist genial. Allerdings muss ich mich noch dran gewöhnen, dass es sich manchmal nicht um ein Hindernis, sondern lediglich um einen Schatten handelt. In meiner recht engen Garage irritiert mich noch das Piepen, insbesondere dann, wenn es durchgängig ist. Da fällt es dann schwer, der Kamera voll zu vertrauen. Auch der Einpark-Assistent funktionierte auf Anhieb, sowohl längs als auch quer. Allerdings war ich beim Quereinparken anfänglich etwas irritiert, weil sich das System für einen anderen Parkplatz als ich entschieden hatte.
Die belüfteten Komfort-Sitze sind sehr gut. Hatte noch nie eine Sitzbelüftung und empfinde die als sehr angenehm. Stelle sie meistens auf Stufe 3. Auch lassen sich die Sitze sehr gut anpassen. Größere Fahrer (bin selbst 193 cm) sollten die Komfort-Sitze schon allein aufgrund der Sitzverlängerung nehmen. Sie ist länger als beim Q5 und lässt sich auch in der Höhe verstellen. Allerdings dachte ich, dass man auch die Seitenwangen der Sitze verstellen kann, so wie es bei der Rückenlehne möglich ist. Kann mit vorstellen, dass einige Probleme mit der Breite der Sitze bekommen. In meinem Fall (Bundweite 33) ist die Breite gerade so ausreichend. Die Mittelarmlehne könnte für meinen Geschmack höher sein, schade dass sie in der Höhe nicht einstellbar ist.
B&W ist wirklich klasse. War ja schon mit B&O zufrieden, aber das ist noch eine Steigerung: Sehr klar und detailreich – auch bei geringer Lautstärke. Manchmal werden ausgeprägte Bässe mit guter Qualität verwechselt. Wer das sucht, sollte vielleicht erst einmal die Standardanlage ausprobieren. Aber allein das Material und die Wölbungen der Lautsprecher in Kombination mit Walnut sind schon fast den Aufpreis wert. ;-)
Die getönten Scheiben sind stärker getönt als ich dachte. Gefällt mir aber, da man die Hundegitter (übriges sehr zu empfehlen) von außen kaum wahrnimmt. Dagegen hat man innen nicht das Gefühl getönte Scheiben zu haben. Qualitätsanmutung, Haptik und Geräuschkulisse sind wirklich sehr beeindruckend. Nur die Klima könnte leiser sein.
In Berlin erregt man übrigens mit dem Wagen kaum Aufsehen. Das war bei meinem Q5 (der damals auch neu auf dem Markt war) anders. Aber egal wer in dem Wagen saß, alle waren sehr beeindruckt und strichen ehrfürchtig über die Materialien. Die Liebe zum Detail (vom Navi mal abgesehen ;-)) ist auch das, was mich am XC90 am meisten beeindruckt. Und natürlich die Tatsache, dass man nie das Gefühl hat, 2 t unterm Hintern zu haben.
189 Antworten
Zitat:
@erzbmw schrieb am 19. August 2015 um 07:39:45 Uhr:
Also, ich hatte zwar nicht den T6 auf dem Schirm, sondern eher den T5, weil meine Überlegung war: nicht mehr so viele km im Jahr, da wird ein Benziner ja nicht unbedingt teurer werden, dafür hat man aber mehr Ruhe. Aber wenn ich die Verbräuche hier so lese ... da wird meine Rechnung dann wohl doch nicht aufgehen.
Bei 3,5l Mehrverbrauch zum Diesel (12l statt 8,5l) bist Du pro 10.000 km bei Spritkosten von rund 1000 € für den Diesel und rund 1700 € für den Benziner. Sprich bei 15.000 km im Jahr hast Du reine Spritmehrkosten von rund 1000 €. Das relativiert sich aber schon wieder durch Versicherung usw.
Jetzt dürfte der T5 aber locker mehrere k € billiger sein als der D5 - bei mehr Leistung. Also wenn Du nicht deutlich mehr wie 15k km im Jahr fährst würde ich mir da keine allzu großen Gedanken machen und eher nach dem subjektiven Fahrgefühl entscheiden.
Ja, hast Recht, es wird ein Rechenbeispiel werden, zumal bei Leasing aus den 3.700 € Preisvorteil des T5 ja nur ein Teil davon überbleibt. Ich habe ja noch bissel Zeit, vielleicht schafft es mein :-) bis dahin ja mal, einen Benziner auf den Hof zu stellen ...
Zitat:
@erzbmw schrieb am 19. August 2015 um 07:39:45 Uhr:
Also, ich hatte zwar nicht den T6 auf dem Schirm, sondern eher den T5, weil meine Überlegung war: nicht mehr so viele km im Jahr, da wird ein Benziner ja nicht unbedingt teurer werden, dafür hat man aber mehr Ruhe. Aber wenn ich die Verbräuche hier so lese ... da wird meine Rechnung dann wohl doch nicht aufgehen.
... Testverbräuche haben aber mit der realen Welt genauso wenig zu tun wie die angegebenen NEFZ-Werte. 😉
Wo liegst du mit dem XC60 D4?
Zitat:
@GCW1 schrieb am 18. August 2015 um 14:46:32 Uhr:
Die Bremsen sind schlicht genial. Beißen richtig zu und haben keinerlei Fadingneigung.
Volvo scheint ja doch noch lernfähig zu sein, obwohl...
Zitat:
@GCW1 schrieb am 18. August 2015 um 14:46:32 Uhr:
• Luftfederung ist selbst in Comfort-Stellung sehr „poltrig“ bei Kanaldeckeln, kurzen Stößen! Im Vergleich ist es „durchschlagender“, als Sporteinstellung beim BMW GT und X5. Ob das NUR an den 21 Zöllern liegt, wage ich zu bezweifeln.Abrollgeräusche (lauter als X5 und BMW GT) zu hören.
Das Poltern und die Abrollgeräusche dürften m.E. die gleiche Ursache haben. Dass sie es aber selbst mit Luftfederung nicht in den Griff bekommen, finde ich schon bescheiden. So bleiben die Fahrwerksgeräusche aber eine verlässliche Größe bei Volvo 🙄
Ähnliche Themen
Zitat:
@XC70D5 schrieb am 19. August 2015 um 10:31:14 Uhr:
.....
. So bleiben die Fahrwerksgeräusche aber eine verlässliche Größe bei Volvo 🙄
Na hör mal! Jetzt haben sie sich schon von den Kult-5-Zylinder getrennt und jetzt willst Du auch noch den letzten Rest Volvo-Identität wegbügeln?!
😉 😁
Zitat:
@gseum schrieb am 19. August 2015 um 10:01:32 Uhr:
... Testverbräuche haben aber mit der realen Welt genauso wenig zu tun wie die angegebenen NEFZ-Werte. 😉Zitat:
@erzbmw schrieb am 19. August 2015 um 07:39:45 Uhr:
Also, ich hatte zwar nicht den T6 auf dem Schirm, sondern eher den T5, weil meine Überlegung war: nicht mehr so viele km im Jahr, da wird ein Benziner ja nicht unbedingt teurer werden, dafür hat man aber mehr Ruhe. Aber wenn ich die Verbräuche hier so lese ... da wird meine Rechnung dann wohl doch nicht aufgehen.Wo liegst du mit dem XC60 D4?
Da ich im Mittelgebirge wohne und derzeit viel Kurzstrecke fahre, liege ich bei 8,78 l/100 km nach 72 tkm und überwiegend gemäßigter Fahrweise.
Zitat:
@erzbmw schrieb am 19. August 2015 um 13:59:30 Uhr:
Da ich im Mittelgebirge wohne und derzeit viel Kurzstrecke fahre, liege ich bei 8,78 l/100 km nach 72 tkm und überwiegend gemäßigter Fahrweise.Zitat:
@gseum schrieb am 19. August 2015 um 10:01:32 Uhr:
... Testverbräuche haben aber mit der realen Welt genauso wenig zu tun wie die angegebenen NEFZ-Werte. 😉Wo liegst du mit dem XC60 D4?
Mit meinem S80 T5 (2l/240 PS) liege ich nach rund 57.000 km derzeit bei 9,59l /100 km. Bei gemäßigter Fahrweise und hohem Autobahnanteil. Dafür kann ich einen ruhigen Benziner genießen.
(Würde ich zu "digitalen" Piloten zählen, deren Gaspedal nur die Stellungen "Ein" und "Aus" kennt, sähe die Zahl wahrscheinlich anders aus. 😉)
Grüße vom Ostelch
Habe mir das Rechenbeispiel vor Bestellung meines T8 gegönnt:
Bei Jahresleistung von 21.000km und im Schnitt 9,0l/100km, plus 9KW/100km sind die Sprit- plus Energiekosten (bei uns 0,15€/KWh - Ökostrom) gegenüber dem D5 um 548€/Jahr, gegenüber BMW 535d GT (2.200kg - Durchschnitt 9.6l/100km über 97.000km) 312€/Jahr TEURER und 570€/JahrXC90 T6 BILLIGER.
War/ist Milchmädchenrechnung, bin mir dessen bewußt, da ich nicht exakt herausgerechnet habe, daß ich von den 21.000km/Jahr ca. 50-60% auch nur Kurzstrecke und somit mehr elektrisch fahre - dann wird es noch billiger.
Aber bei uns in Österreich ist durch Wegfall der NoVa (Verbrauchssteuer) der T8 auch um ca. 6.000€ billiger als T6.
LG
GCW
Danke GCW für Deinen guten und ausführlichen Bericht. Unsere Erfahrungen scheinen sich in großen Teilen zu decken. Nach gut 3.000 km möchte ich auch noch ein paar Sachen ergänzen.
Auch wenn der T6 die angegebenen Beschleunigungswerte verpasst, bin ich mit dem Motor sehr zufrieden. Werde es aber noch einmal mit weniger Last testen.
Die Knarzgeräusche beim Bremsen und Anfahren sind mittlerweile fast vollständig verschwunden. Lag wohl an den neuen Bremsen. Das Fahrwerk gibt - und da stimme ich Dir zu - eine deutliche Rückmeldung. Auch mit 20 Zoll. Stört mich aber überhaupt nicht, was vielleicht an dem Vorgänger mit ähnlich effektiver Dämpferregelung liegt. Für mich ist es komfortabel genug.
Der Verbrauch hat sich mittlerweile bei 11,5 l eingependelt. Denke, dass das auch langfristig so bleiben wird. Natürlich fällt auch ein Verbrauch von 15 l in der Stadt nicht schwer, wenn man häufig anfahren muss und dabei nicht in erster Linie an den Verbrauch denkt. Komischerweise zeigt mir das Fahrerdisplay einen um 0,2 l höheren Verbrauch an als das Center Display. Den tatsächlichen Verbrauch habe ich allerdings noch nicht gemessen.
Ich gehöre zu den Glücklichen, bei denen alles so funktioniert, wie es funktionieren soll. Dass es bei gekipptem Dach reinregnet, ist mir noch nicht aufgefallen. Allerdings fliegt Zeugs rein, was sich dann auf der Jalousie ansammelt. Mal sehen, wie ich das runterbekomme.
Volvo On Call funktioniert super. Hat auch schon gute Dienste geleistet, als ich meinen Autoschlüssel verloren habe und ich so an meinen Wohnungsschlüssel kam, der im Auto lag. Die Bedienung des Navi finde ich nicht sehr intuitiv, man gewöhnt sich aber mit der Zeit dran. Leider ist die Routenführung nicht immer optimal, das Umfahren von Staus funktioniert aber ganz gut. Zwar werden die Routen schnell berechnet, doch weicht man während der Fahrt von der vorgegebenen Route ab, dauert es eine Weile, bis das erkannt wird. Das ging bei Audi schneller. Über die Grafik wurde ja schon viel geschrieben. Darstellungen in 3D gibt es nur selten. Überzeugend ist die Grafik aber auch nicht.
Die Assistenzsysteme erfüllen fast alle ihren Zweck. Schade finde ich aber auch, dass man den Speedlimiter immer neu einstellen muss. Allerdings verwende ich ihn nicht so häufig. Häufiger verwenden würde ich den Spurhalteassistenten, wenn er zuverlässiger funktionieren würde. Kurven auf der Stadtautobahn bei Tempo 60 packt er nicht und oft bin ich mir unsicher, ob er den Wagen einfach nur sehr weit links lenken will oder die Begrenzung nicht erkennt. Ich finde es ohne diesen Assistenten wesentlich stressfreier.
Das Aufleuchte der Warnung bei CTA habe ich relativ selten, abgebremst wurde nur einmal. Dafür wird sehr schnell gewarnt, wenn sich seitlich ein Fahrzeug nähert. Dabei ist noch reichlich Platz dazwischen.
Schade finde ich, dass man die Start-Stopp-Automatik nicht ausschalten kann. In der Stadt nervt die manchmal. Bei Akustikverglasung und geschlossenem Dach hört man allerdings kaum einen Unterschied.
Was mich etwas stört, ist die leise Musik, wenn ich aufs Handy zugreife. Mag an meinem Lumia liegen, aber um eine vernünftige Lautstärke zu bekommen, muss ich die Anlage voll aufdrehen. Wenn ich dann auf Radio oder USB umschalte und nicht dran denke, dass ich vorher Musik vom Handy gehört habe, fallen mir fast die Ohren ab. Ach ja, der Radioempfang in Unterführungen ist wesentlich schlechter als bei meinem Q5.
Zum letzten Absatz:
Handy Lautstärke aufdrehen sollte helfen, leider wird bei den meisten Smartphones das externe Signal gleich geregelt wie jenes am Gerät..
Zitat:
@Spartako schrieb am 21. August 2015 um 01:13:27 Uhr:
Schade finde ich, dass man die Start-Stopp-Automatik nicht ausschalten kann. In der Stadt nervt die manchmal.
Kann man das beim T6 über das Menü nicht für jede Fahrt ausschalten? In meinem Inscription (ob das bei den anderen Modellen auch so ist weiß ich nicht) geht das und über den Individualmodus geht das Ganze sogar komplett auszuprogrammieren.
Lex
Zitat:
@Lex7 schrieb am 21. August 2015 um 07:40:01 Uhr:
Kann man das beim T6 über das Menü nicht für jede Fahrt ausschalten? In meinem Inscription (ob das bei den anderen Modellen auch so ist weiß ich nicht) geht das und über den Individualmodus geht das Ganze sogar komplett auszuprogrammieren.Zitat:
@Spartako schrieb am 21. August 2015 um 01:13:27 Uhr:
Schade finde ich, dass man die Start-Stopp-Automatik nicht ausschalten kann. In der Stadt nervt die manchmal.
Lex
Sicher? Das wäre dann mit Sicherheit ein Eingriff in die ABE, ich glaube nicht, dass das wirklich geht.
Sicher, ich fahre in der Stadt ja teilweise so. Individualmodus aktivieren und dann unten den Haken für Start-Stop rausnehmen. Ich habe den Modus so angelegt das er dieselben Einstellungen wie Comfort hat nur ohne Start <-> Stop.
Lex
Danke. Aber wenn ich dann wieder neu starte, ist ja wieder der Comfort-Modus drin. Dann kann ich ja auch gleich nach dem Starten die Start-Stopp-Funktion deaktivieren. Oder kann ich bei den Einstellungen auch ändern, mit welchem Fahrmodus ich starte? Habe ich bislang nicht drauf geachtet, da ich überwiegend Comfort fahre.
Zitat:
@Spartako schrieb am 21. August 2015 um 01:13:27 Uhr:
Häufiger verwenden würde ich den Spurhalteassistenten, wenn er zuverlässiger funktionieren würde. Kurven auf der Stadtautobahn bei Tempo 60 packt er nicht und oft bin ich mir unsicher, ob er den Wagen einfach nur sehr weit links lenken will oder die Begrenzung nicht erkennt. Ich finde es ohne diesen Assistenten wesentlich stressfreier.
Also bei meinem 2012er V60 ist der Spurhalte-Assistent erst ab 65km/h aktiv. Darunter macht der nix.
Diese Geschwindigkeit kann man aber im Menu einstellen. Evtl. pendelst du da gerade so um die Geschwindigkeit rum wo er mal läuft und mal nicht. Stell mal höher oder tiefer ein.
Zitat:
Was mich etwas stört, ist die leise Musik, wenn ich aufs Handy zugreife. Mag an meinem Lumia liegen, aber um eine vernünftige Lautstärke zu bekommen, muss ich die Anlage voll aufdrehen. Wenn ich dann auf Radio oder USB umschalte und nicht dran denke, dass ich vorher Musik vom Handy gehört habe, fallen mir fast die Ohren ab.
Wie schon geschrieben wurde, werden bei diversen Telefonen die Bluetooth-Lautstärke auch am Handy geregelt. Ich muss bei meinem Eierphone auch etwas aufdrehen, wenn ich damit Musik im Auto höre.
Ich denke aber alternativ kannst du die Eingangs-Lautstärke je verwendete Quelle einstellen. Musst dich mal in die tiefen der Infotainement-Menüs wagen. Da bin ich mir aber nicht sicher.
Gruss
Hobbes