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EQS Verbrauch im Winter

Mercedes EQS V297
Themenstarteram 19. November 2022 um 9:06

Nun war es also soweit: Die erste Fahrt bei Minusgraden. Mein EQS 450+ stand 2 Tage in einer gut durchlüfteten, öffentlichen Garage in Hamburg. Der Akku war also gut durchgekühlt und damit bei ca. 1 Grad Celsius. Mit einem Akkustand von 52% ging es zurück nach Berlin und es war geplant, bei IONITY in Heiligengrabe (Abzweig A24/A19) aufzuladen. Auf dem Hinweg bei etwas höheren Temperaturen und warmen Akku war die Strecke mit 40% Ladung (immer um die 130 km/h) zu schaffen.

Die Verbrauchsanzeige startet ja immer mit 100 kWh / 100km und rechnet dann langsam runter auf den echten Verbrauch. Dieses Mal ging der Verbrauch aber seeehr langsam runter - ich vermute, die Akkuheizung lief da auf Hochtouren. Die Anzeige blieb lange hoch und der Akkustand sank entsprechend. Ich hätte es wahrscheinlich schon noch mit einstelligem Akkustand bis Heiligengrabe geschafft. Ich habe mich dann aber entschieden in Ludwigslust an den Schnelllader zu gehen, um etwas Puffer zu haben und durch das Schnellladen etwas Wärme in den Akku zu bekommen.

Ich habe mal nachgerechnet: Auf der oben beschriebenen Strecke HH-Heiligengrabe hat der EQS im Mittel 30 kWh / 100 km gezogen. Das ist ein erheblicher Unterschied zu Sommerzeiten. Damit wären statt der durchaus schaffbaren 550 - 600 km Reichweite nur noch rund 350 km möglich.

Ich bin neugierig, was bei richtigem Winter mit -10 oder -20 Grad passiert...

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65 Antworten

Hallo

Mit EQC habe ich im Winter mindestens 20% weniger Kapazität und ca. 10-15% mehr Verbrauch …

Ich habe bei meinem EQC auch festgestellt, dass unter 10°C die Akkuheizung angeht und dadurch ca. 5 kWh/100 km mehr verbraucht wird.

Der EQC heizt den Akku bei kalten Temperaturen nicht (nur zum Schnellladen). Die Heizung zusammen mit der WP zieht fast 10kW um den Wagen schnell aufzuwärmen. Das geht dann nach einigen Minuten (je nach T) auf 5kW zurück. Läuft die Akkuheizung kommen da etwas über 5kW dazu. Sind die Temperaturen höher startet die Heizung nur mit etwa 4kW und geht schnell auf unter 2kW zurück.

Zitat:

@chami55 schrieb am 19. November 2022 um 09:41:37 Uhr:

Mit EQC habe ich im Winter mindestens 20% weniger Kapazität und ca. 10-15% mehr Verbrauch …

Höherer Verbrauch: Klar, absolut!

Aber "mind. 20% weniger Kapazität"!? Wie kommst du darauf?

Zitat:

@Gerry71 schrieb am 19. November 2022 um 10:51:00 Uhr:

Zitat:

@chami55 schrieb am 19. November 2022 um 09:41:37 Uhr:

Mit EQC habe ich im Winter mindestens 20% weniger Kapazität und ca. 10-15% mehr Verbrauch …

Höherer Verbrauch: Klar, absolut!

Aber "mind. 20% weniger Kapazität"!? Wie kommst du darauf?

weniger Kapazität ? Einfache Erfahrung. Obwohl das Auto (EQC) in einer geschlossenen Garage untergebracht ist, ist diese nicht beheizt. Im Sommer beträgt die Batteriekapazität (bei 100 % Ladung) +/- 420 km Reichweite. Im Winter sinkt die Reichweite bei 100% Ladung auf 320-330 km.

Das hat doch mit der Batteriekapazität nichts zu tun, sondern mit dem höheren Verbrauch!

Du willst hier doch nicht ernsthaft behaupten, dass im Winter nur noch 80% x netto 80 kWh = 64 kWh an Batteriekapazität zur Verfügung stehen!?

Jein. Die Kapazität ist die gleiche, aber der kalte Akku erreicht aufgrund des höheren Innenwiderstands bei gleicher Leistungsentnahme die Abschaltspannung schneller, d.h. Du kannst im Rahmen der vom Akkumanagement gesetzten Randbedingungen weniger kWh entnehmen. Das ist ein grundlegendes Problem von allen Akkuanwendungen.

Und ob es jetzt besser ist, die Energie in die Akkuheizung zu stecken oder sie eben nicht entnehmen zu können, ist pauschal leider schwer zu sagen.

Zitat:

@umbertones schrieb am 19. November 2022 um 16:26:26 Uhr:

Jein. Die Kapazität ist die gleiche, aber der kalte Akku erreicht aufgrund des höheren Innenwiderstands bei gleicher Leistungsentnahme die Abschaltspannung schneller, d.h. Du kannst im Rahmen der vom Akkumanagement gesetzten Randbedingungen weniger kWh entnehmen. Das ist ein grundlegendes Problem von allen Akkuanwendungen.

Und ob es jetzt besser ist, die Energie in die Akkuheizung zu stecken oder sie eben nicht entnehmen zu können, ist pauschal leider schwer zu sagen.

Danke. Habe nichts beizufügen!

@leftlaner Musste am Donnerstag auf der gleichen Strecke die selbe Erfahrung machen. Allerdings EQS 350. Auto Strand über Nacht draußen und die Strecke nach Berlin, dann der Zwischenstopp in Heiligengrabe. Solltest du auch am Donnerstag Vormittag gefahren sein, da gab es wirklich starken Wind und auch mein Verbrauch lag zwischen 26-28kw/h. Für mich auch das erste Mal, das ich mit 3% SoC angekommen bin ;-)

Zitat:

@chami55 schrieb am 19. November 2022 um 16:33:20 Uhr:

Danke. Habe nichts beizufügen!

Das ist auch gut so, denn es bleibt dabei, dass die grundsätzlich bestehende Kapazitätsproblematik zu keinem Reichweitenverlust von 20% führt, denn die Batterie wird während der Fahrt erwärmt.

Die 20% sind eine Summe aus vielen Faktoren: mehr Reibung durch kälteres Öl im Getriebe, mehr Rollwiderstand und eben auch weniger entnehmbare Energie. Dazu kommt, wie das Auto mit den Problemen umgeht (Stichwort Thermomangement, also Heizung von Akku und Innenraum).

Bei meiner - aus Elektroautosicht fast steinzeitlich anmutenden - Zoe gehen da im Winter trotz Wärmepumpe mehr als 20% flöten

...aber jetzt zum 100x: Insgesamt 20-30%, aber nie und nimmer 20% allein wegen Kapazitätsverlusts im Fahrbetrieb, da ist der Akku nämlich warm. Dass diese Erwärmung (indirekt) Energie benötigt, ist unbestritten, aber ich zitiere noch mal die geniale Aussage:

Zitat:

@chami55 schrieb am 19. November 2022 um 09:41:37 Uhr:

Mit EQC habe ich im Winter mindestens 20% weniger Kapazität und ca. 10-15% mehr Verbrauch …

bitte nicht vergessen, dass Kalte Luft auch dichter ist, und somit mehr Widerstand bietet...

In Summe kommt so schon einiges zusammen, (auch beim Verbrenner, nur dort fällt's nicht so auf)...

Als Garagenparker bin ich bei ca 10-15% mehr Verbrauch im Winter (allerding beim EQC)...

Es gibt viele Gründe, warum die Reichweite schrumpft. Über die meisten mir bekannten Fahrzeuge sind es im Winter gerne 30% weniger Reichweite. Je nach Berechnungsmethode wird dies dann auf den Verbrauch aufgeschlagen und man kommt dann nicht unter 30 kWh. Es gibt aber auch Methoden, und es gibt Hersteller die das für die Tachoanzeige nützen, die hier differenziert vorgehen und im Verbrauch nur den tatsächlichen Fahrstrom anrechnen. Dann bleibt der Verbrauch vielleicht auf 22 kWh stehen (Bsp. +10%) und die Reichweite sinkt trotzdem um 30%. Am Ende ists IMHO egal, da man nicht die gewohnte Strecke weit kommt und früher Nachladen muss. Der Effekt ist nicht durch den Fahrer beeinflussbar.

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