Einfahrtipps
Hallo,
hatte gestern mit meinem Händler übers Einfahren gesprochen. Am 1. Mai hole ich meinen Trendline Benziner 102PS ab.
Er meint, 1000km bis max 140 km/h. Allenfalls mal fürs Überholen schneller. Ansonsten frisst er zu viel Öl und das bliebe dann auch über sein gesamtes Leben.
Wie ist der allgemeine Tenor zum Thema Einfahren? Wird mir der Techniker in der Autostadt womöglich andere Tipps geben?
Danke
17 Antworten
Re: Einfahrtipps
Zitat:
Original geschrieben von wgollin
Er meint, 1000km bis max 140 km/h. A
Und das am Besten im 2. Gang 😁 - mit der Suche dürftest Du eine Menge finden, da wir dieses Thema schon öfters hatten
@ chrisR
Dass Du das Ironisch meinst hab ich schon verstanden aber die Frage nach dem richtigen Einfahren wird ja immer sehr kontrovers beantwortet.
Die einen sagen "Einfahren braucht man heutzutage nicht mehr da die Fertigung heute genauer ist als früher" die anderen sagen genau das Gegenteil.
Gibt´s da nicht mal was konkretes und technisch fundiertes von einem der sich wirklich technisch auskennt oder irgendwelche Studien, ob es hier einen Zusammenhang gibt, zwischen Drehzahl auf den ersten 1000km und dem Ölverbrauch der dann später eintritt?
Gruß
Steti
Also ich empfehle da mal die Einfahrhinweise von Audi:
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Die Einfahrphase ist nach ungefähr 20 Betriebsstunden abgeschlossen. Das entspricht bei normaler Fahrweise einer Wegstrecke von 1.000 bis 1.500 Kilometern. Das korrekte Einfahren während der ersten Kilometer eines neuen Motors erfordert dabei relativ wenig Aufwand, wenn Sie dabei folgendes beachten:
Fahren Sie den Motor nach dem Starten im kalten Zustand immer behutsam warm. Damit tragen Sie zu einer langen Lebensdauer des Motors entscheidend bei.
Belasten Sie den Motor nicht auf einer ersten Autobahnetappe gleichmäßig: Verändern Sie den Lastzustand und durchfahren Sie sehr niedrige sowie sehr hohe Drehzahlen nur kurzfristig. Das Gaspedal sollte nur im Notfall ganz durchgetreten werden.
Benutzen Sie nur hochwertiges Markenöl derjenigen Qualität, welche die Betriebsanleitung angibt. Wird Öl nachgefüllt, sollte es über die gleiche Viskosität verfügen, die auch die ursprüngliche Füllung aufweist.
Grundsätzlich erfüllen alle Markenöle von bekannten Mineralölfirmen die Anforderungen, die Audi an Öle stellt und können auch untereinander gemischt werden.
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Natürlich kann ja jeder für sich entscheiden, ob er dies beherzigen will oder ob er sagt: "Alles Quatsch, brauchen heutige Motoren nicht mehr!"
Ich mach's, ist ja kein großer Aufwand!
Zitat:
Original geschrieben von JuppSchmitz
Belasten Sie den Motor nicht auf einer ersten Autobahnetappe gleichmäßig: Verändern Sie den Lastzustand und durchfahren Sie sehr niedrige sowie sehr hohe Drehzahlen nur kurzfristig.
Das ist ja mal ein Beamtendeutsch. Was soll ich machen? Nicht gleichmäßig belasten aber sehr hohe und niedrige Drehzahlen vermeiden? Hä?
Zitat:
Original geschrieben von frodhno
Das ist ja mal ein Beamtendeutsch. Was soll ich machen? Nicht gleichmäßig belasten aber sehr hohe und niedrige Drehzahlen vermeiden? Hä?
Naja, wie wär's denn mit einem mittleren Drehzahlbereich? So zwischen 2.000 und 5.000, und da halt nicht immer konstant eine Drehzahl halten...
So würde ich das jetzt mal verstehen.
Zitat:
Original geschrieben von frodhno
Naja, das ist bei mir rel. gleichmäßig! Das ist ja schon naturbedingt kaum anders hinzubekommen.
Doch, fahr mal konstant 120 km/h auf der Autobahn (z.B. von der Abholung in WOB nach Hause).
Wird nicht klappen: Baustellen, Überholen, Rückstau etc.
Es ist ja sicher auch nicht so gemeint, dass ich nie über ne gewisse Stecke mal meine Drehzahl halten kann. Sonst werde ich ja angehalten, weil die denken ich hätte nen Schuss!
Zitat:
Original geschrieben von frodhno
Das ist ja mal ein Beamtendeutsch. Was soll ich machen? Nicht gleichmäßig belasten aber sehr hohe und niedrige Drehzahlen vermeiden? Hä?
Mittlerer Drehbereich und versuchen eine Geschwindigkeit konstant zu fahren. Ist doch recht eindeutig geschrieben.
Oh, ich hab's schon von mindestens zwei Leuten gehört, die es geschafft haben, von ihrer Abholung nach Hause (ca. 400 - 500 km) fast durchgängig konstant 120-130 km/h zu fahren, weil sie der Meinung waren, das wäre die optimale Einfahrmaßnahme! 😁
Es geht also (unter optimalen Bedingungen)!
Ist ja ok! Dennoch gibt es jetzt hier unterschiedliche Meinungen. Schau mal das Posting von Boah ey an - der sagt genau das Gegenteil von dir!
Zitat:
Original geschrieben von boah ey ! ;-)
Mittlerer Drehbereich und versuchen eine Geschwindigkeit konstant zu fahren. Ist doch recht eindeutig geschrieben.
1. Teil richtig
2. Teil genau falsch
😁
Ok, ich sehe es ein, scheint nicht so deutlich zu sein.
Hi,
also Einfahren war früher mal Folgendes: Fie Passung zwischen Zylinderlauffläche und Kolben (ringen) musste erst aufeinander "eingeschliffen" werden. In dieser Zeit erhöhter Verschleiß, Abrieb ( drum auch der Ölwechsel nach 1000 km) Und bei hohen Drehzahlen war die Fresser/Klemmergefahr recht hoch. Wer zu den älteren Semestern gehört kennt noch die quadratischen Paierchen, auf denen die Kompression gemessen wurde.. und die kam erst mit Einfahren optimal zu Stande. So, und heute?Passung Kolben Zylinder nahezu perfekt, das sind paar Kilometer bis die sitzen, ABER: Problemzone sind heute überwiegend Pleuellager. bis die möglichst vollflächig "tragen" brauchen die Zeit und in dieer Phase keine zu hohen Lasten. Im Klartext: bei kaltem Motor, und das heißt alles unter 60° Öltemp hohe Belastungen vermeiden ( gilt eigentlich immer), und das Entscheidende: keine hohen Lasten auf die Lager geben, also nicht untertourig das Drehmoment bewundern, sonder immer schön im Drehen bleiben.
greetz Martini(i) der seit Jahren kein Öl mehr nachgefüllt hat)