Einfahren Noch Notwendig?

BMW 3er E90

Servus,

nachdem mein 320d nun 1600km drauf hier die Frage der Fragen...

Ich habe ihn bisher max. auf 3000 Umdrehungen gezogen. Kann ich nun langsam anfangen zu steigern oder soll ich noch immer low machen?

Meinung?

36 Antworten

Das dürfte der Grund sein:

Bremsbeläge: einfahren
Moderne Bremsbeläge bestehen meist aus Sintermetall, das auf einer Metallträgerplatte aufgebracht ist. Sie müssen eingefahren werden, damit sie sich der Oberfläche der Scheibe genau anpassen können. Erst dann wird der Druck optimal auf ihre ganze Fläche verteilt. Viele spezielle Rennbremsbeläge funktionieren auch erst optimal, wenn sie nach dem Einfahren einmal richtig heiss gebremst wurden, weil das Belagsmaterial erst dadurch die optimale Struktur erhält.

Das heisst auch, dass Gewaltbremsungen auf den ersten 100 Strassenkilometern oder auf den ersten 10 Rennstreckenrunden absolut zu vermeiden sind, weil die Beläge sonst verglasen. Verglasen bedeutet, dass die Beläge, weil sie noch nicht über ihre gesamte Fläche an der Scheibe anliegen punktuell überhitzen, dabei verschmiert die Oberfläche, die Poren schliessen sich, der Reibwert zwischen Scheibe und Belag nimmt ab, die Bremsleistung nimmt bei gleichem Druck drastisch ab.

Zitat:

Original geschrieben von seamoon


sebstverständlich hast Du recht, aber eine Bremse (um genau zu sein die Beläge) fährst Du max 100km ein;

Nun solche Aussagen finde ich ja auch wieder etwas gewagt. Mag sein, dass man Bremsen bei 100km Stadtverkehr einfährt, aber sicher nicht auf der AB. Im Übrigen stehen in der Betriebsanleitung ja auch unterschiedliche Angaben für Bremsen, Räder und Motor/Fahrwerk oder Kuppling - sofern man eine hat.

Es gab da mal einen Beitrag im Netz (leider finde ich den nicht mehr), der genau beschrieben hat, wie man Bremsen einfährt. So bei die ersten 100 km im warmen Zustand glaube ich 3 Vollbremsungen auf 0 mit 10 minütiger Abkühlphase, wenn man das nicht richtig macht - sind die Bremsscheiben hin - da irgendwas zu heiss oder nicht mehr plan ist.
Ehrlich gesagt - wer es braucht. 🙄

Gruss Mic 🙂

Zitat:

Original geschrieben von Pütz


Optimales Einfahren auf der Straße:

Nicht zu viel Gas geben, mit mittleren Drehzahlen fahren - also auch nicht untertourig - und viel schalten. Highspeed-Etappen sind tabu. Erst nach frühestens 1000 Kilometern die Drehzahl langsam steigern. Dadurch kann man nachher die Oberflächenrauhigkeit von Teilen, die sich berühren, reduzieren. Weniger Reibung bedeutet weniger Kraftstoffverbrauch - und das bedeutet mehr Leistung, weil keine Leistung zur Überwindung von Widerständen verschwendet wird. Und am Ende des Tages bedeutet dies ein langes, langes Autoleben.

Ja ja, das ist ja schön und gut und ich will auch gar nicht anfangen wie viel Öl&Sprit meiner verbraucht, von der Leistung ganz zu schweigen, OHNE Einfahren... kann da jedenfalls nicht klagen.

Aber eins glaube ich sicher nicht, das die Reibung im Antriebstrang (1-max.3% Leistungsverlust) bei einem neuen Motor so viel Mehrverbrauch ausmachen soll. Dieser ist mir auch nie aufgefallen.

Für ein ganz fettes Gerücht halte ich aber rapiden Lesitungsverlust durch falsches Einfahren, wie gesagt der Verlust hält sich in engen Grenzen, so oder so.

Wer sich damit besser fühlt, soll es machen, schaden wird es sicher nicht. Meine Theorie zu diesen Einfahrregeln ist einfach die das der Kunde sich erstmal an den Wagen gewöhnen soll (Bedienung, Schaltpunkte, Lenk-/Bremsverhalten usw.) bevor er mit V-Max durch die Gegend bügelt.

Wenn es also Gründe zum Einfahren gibt sind die sicher nicht nur bei erhöhten Reibungswerten im Antriebsstrang zu suchen. Bremsen und Reifen werden ja auch gelegentlich mal gewechselt und in der Regel wird man auch darauf hingewiesen es auf den ersten Kilometern nicht zu übertreiben, das war es aber auch, dies kann es also auch nicht sein. Noch weitere Vorschläge? Ist ja eigentlich ein interessantes Thema.

Hallo.

Ich werde am nächten Freitag meinen 3. Neuwagen einfahren...

Bisher habe ich es immer so gehalten, dass ich bis 700-1000km mich an die Vorschrift halte. Aber danach bei warmen Motor auch mal kurzzeitig dem Wagen zeige was er noch so kann....

Wichtig sind vorallem die wechselnden Drehzahlen finde ich. Falsch wäre 1000km mit Tempomat am Stück zu fahren.

Und reichlich schalten 🙂

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Aber dass irgendetwas an neuen Motoren anders ist, kann hier keiner bestreiten (Verbrauch, Laufruhe, Leistung).

Daher muss der Motor sich auf jeden Fall zuerst einfahren und da ist ruhig Fuß am Gas sicherlich nicht schädlich, ich denke da an minimale Unebenheiten, Aufrauungen, Spannungen auf und im Material die sich erst einlaufen müssen und dass das Material ohne diese Störfaktoren besser für volle Belastung ausgelegt ist, dürfte einleuchtend sein...

Minimale Unebenheiten, Aufrauungen, Spannungen auf und im Material finden sich nicht nur im Motorenbereich. Allein deswegen lohnt es sich wohl schon, die ersten Kilometer bis zum "glatten, entspannten" Fahren auszuhalten!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Einfahren Noch Notwendig?

Zitat:

Original geschrieben von Feldtins


die lesen das steuergerät raus und erkennen dann, dass du ihn nicht eingefahren hast? meinste da werden maximale höchstgeschwindigkeit, drehzahlen, "kalttreterei2 etc gespeichert? für wieviele kilometer denn? immer? oder die letzten 5000?
never! schön wäre es ja, könnt man bei jedem vorführwagen mal kurz checken, welcher ab wenigsten getreten wurde, und kauft ihn dann.. 🙄😉
auch ein (wieder ausgebauter) chip lässt sich nicht nachweisen, da wird auch nix gespeichert.

also mitkriegen tut das keiner, wenn du nicht einfährst und etwas passiert.
bin trotz dessen natürlich PRO einfahren, man will ja lang am auto freude haben 🙂

gruß, Jan

An diversen Stellen werden wichtige Daten wie v max (echt), max drehzahl, max Ladedruck (beim Diesel), ... gespeichert. Aber nur die max Werte.

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