Effektivität Elektromotor abhängig von Betriebstemperatur ?!
Mir ist aufgefallen, das mein A250e in der Früh um 6Uhr wenn ich losfahre, sich die ersten par Kilometer gute 25 bis 30kwh/100km gönnt, ehe er sich bei 15-20 einpendelt.
Die Bedingungen sind/waren:
- Eco-Mode mit Routenführung (140km)
- 6° Außentemperatur
- 100% Akkuladung (allerdings seit Mitternacht wieder abgekühlt.
- 51km elektr. Reichweite
- Vorklimatisierung auf 5:50Uhr eingestellt
Ich dachte der Elektromotor hat genau da seine Berechtigung bzw. Vorteile, da er nicht erst betriebswarm werden muss wie beim Ottomotor (Kolbenausdehnung, Ölviskosität, Reibung ...usw.).
Hier im Anhang die entsprechenden Bilder von den Verbrauchsgraphen, wo man das auch gut sieht.
18 Antworten
Zitat:
@Halema schrieb am 20. November 2024 um 17:09:52 Uhr:
…
Wird nun rekuperiert, wird das verbrannte Benzin (Bewegungsenergie) in Strom umgewandelt und in der Batterie gespeichert. Diese Energie kannst du zwar erneut nutzen, aber nicht verbrauchen, weil der Strom nie vorab geladen worden ist, sondern mit dem Benzin generiert worden ist.
…
Ich glaube da ist ein Denkfehler drin.
Der Strom ist nicht mit Benzin generiert worden, sondern durch Bewegungsenergie.
Die frühen E-Autos mit kleinen Benzinmotoren als Range Extender haben tatsächlich mit Benzin Strom generiert. Bei den modernen Hybriden ist das anders.
Ich fahre einen Großteil meiner Fahrten ausschließlich elektrisch. Wenn ich eine Steigung hoch fahre verbrauche ich überdurchschnittlich viel Strom. Wenn ich anschließend ein Gefälle runterfahre wird ein Teil des vorher verbrauchten Stroms durch Rekuperation generiert, neu in den Akku geladen und von dort bei der weiteren Fahrt auch verbraucht. Das ist wie eine mitfahrende Ladesäule.
Damit kann ich für eine Fahrt auf einen Gesamtverbrauch von deutlich über den von Mercedes freigegeben 10,7 kWh kommen bzw. sehr viel weiter als die üblichen 60 bis 70 km elektrisch fahren.
Zitat:
@Shark58 schrieb am 20. November 2024 um 17:45:25 Uhr:
Ich glaube da ist ein Denkfehler drin.Der Strom ist nicht mit Benzin generiert worden, sondern durch Bewegungsenergie.
Kein Denkfehler. Nur eine Frage der Formulierung. 🙂
Benzin verbrennen -> Bewegungsenergie -> Rekuperation -> Strom
Also erzeugt Benzin den Strom. Nur mit einem Umweg. Beim C63se ist es sogar noch extremer. Das Auto verbrennt mehr Benzin, damit der E-Motor während der Fahrt Strom erzeugen kann. Ansonsten würde man die Batterie nicht schnell genug für den nächsten E-Boost voll genug bekommen.
@Halema
Kann man natürlich so formulieren, aber das wäre so als ob ich sagen würde der Strom für meinen Hybriden wurde durch verbrennen von Kohle erzeugt. Kohle verbrennen -> Dampf erzeugen -> Strom erzeugen -> mehrfach transformieren und verteilen -> Akku laden.
Mir ging es darum, dass mit der Rekuperation immer neuer Strom erzeugt und damit der Akku geladen wird. Sonst würde man nicht mehr Strom aus dem Akku entnehmen können, als ursprünglich nach Vollladung drin war.
Nochmal zurück zu @Audi_S6_Avant
Dir ist schon klar, dass die Angaben des Bordcomputers/der App nur grobe Anhaltspunkte sind. Wie bei allen Fahrzeugen ist der reale Verbrauch sowohl beim Benzin als auch beim Strom höher. Beim Strom kommen dann noch die Ladeverluste dazu, die es beim Benzin nicht gibt (außer man hält den Tankrüssel neben den Tankstutzen).
Zitat:
@Shark58 schrieb am 20. November 2024 um 19:34:15 Uhr:
Kann man natürlich so formulieren, aber das wäre so als ob ich sagen würde der Strom für meinen Hybriden wurde durch verbrennen von Kohle erzeugt. Kohle verbrennen -> Dampf erzeugen -> Strom erzeugen -> mehrfach transformieren und verteilen -> Akku laden.
Wenn du bei deiner nächsten Fahrt gleich noch einen Dampfkessel, einen Haufen Kohle und eine Dampfturbine mit einpackst. 😉 🙂