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Ecoboost wie einfahren?

Ford Focus Mk3
Themenstarteram 8. Mai 2011 um 20:13

Ich hate den 182er Ecoboost bestellt?

Wie ist dieser Motor einzufahren, so dass er maximale Leistung entwickelt? Man hört ja die verschiedensten Sachen. Möglichst langsam und dann steigern. Oder sofort und so bald es geht volle Pulle und das innerhalb der ersten paar km, sonst sei die Chance vertan. Ich kenne mich leider gar nicht aus, aber bestimmt kann jemand helfen. :)

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70 Antworten

Hier mal ein Beitrag von atzenhainer aus dem ffcd Forum von heute, :

Hier mal was zum Thema einfahren von einem bekannten Ingenieur von mir:

Als Zusammenfassung: Ein Motor wird dann optimal eingefahren, wenn dies nahe an seinem Leistungs-Maximum geschieht. Es ist also absolut richtig, ein neues Fahrzeug vom Händler weg erst warmzufahren, und sobald die Betriebstemperatur erreicht ist richtig Leistung abzuverlangen. Dadurch bekommen alle Gleitlagerungen im Motor das optimale Einlaufverhalten. Das Ergebnis: Reibwiderstand, Langzeitverschleiß, Öl- und Kraftstoffverbrauch sind ist erheblich geringer, Lebensdauer und Leistung dementsprechend höher. Bei den Verbrauchs- und Leistungswerten sind Unterschiede bis zu 15% allein durch das Einfahren möglich.

 

Die bisher propagierte Methode, einen neuen Motor erst langsam und schonend einzufahren und über mehrere hundert bis tausend km die abgerufene Leistung zu steigern, ist falsch und für den Motor schädlich. Die landläufige Meinung, im Motor müßten sich alle beweglichen Teile erst aufeinander einschleifen, ist nicht zutreffend. Wäre das Einschleifen nicht bereits in der Produktion abgeschlossen, würde ein konstruktiver Fehler vorliegen.

 

Ein Wiedergutmachen nach einem falschen Einfahren ist nicht möglich, ein falsch eingefahrener Motor ist und bleibt verdorben. Wobei sich das im normalen Autoleben meist nur durch schlechtere Leistungsentfaltung bei höherem Verbrauch bemerkbar macht.

 

Für alle, die technisch versiert und an den Hintergründen interessiert sind, hier das Warum:

 

Fast alle beweglichen Teile im Motor befinden sich im Betrieb in Gleitreibung zu den angrenzenden Bauteilen (Kolben - Zylinder; Pleuel - Kurbelwelle; Kurbelwelle - Lager etc.). Wie allgemein bekannt ist, kostet Reibung Energie, und Reibung erzeugt Wärme. Dabei beeinflußt die Reibung (und die Wärme) die Materialbeschaffenheit in der Oberflächenschicht. Und eine beeinflußte = veränderte Oberflächenschicht beeinflußt wiederum die Reibung. Beim Einfahren eines Gleitlagersystems geht es nun darum, die Oberflächenschicht zu optimieren und so die Reibung, und damit die Verlustleistung, zu reduzieren.

 

Diese Veränderung der Oberflächenschicht spielt sich im Bereich weniger Mikrometer bis Nanometer ab. Dabei handelt es sich nicht um einen Belag, der auf die Lagerstelle aufgetragen wird, sondern eine Veränderung im Lagermaterial selbst.

 

Was dabei in der Oberfläche vorgeht, bzw. was dabei entsteht, hat bislang verschiedene Bezeichnungen erhalten, die sich aber stets auf denselben Vorgang beziehen: "Tribo-Mutation", "Tribo-Reaktionsschicht" oder "Dritter Körper". Dabei wird das Materialgefüge verändert, und Material vom Gleitlager-Gegenpartner sowie Additive aus dem Öl eingebettet. Dieses Gefüge ist ein zäher, weicher Festkörper von < 1 µm Dicke.

 

Diese Tribomutation geschieht schnell und gründlich, wenn die bestimmenden Faktoren Last und Gleitgeschwindigkeit nahe am konstruktiv festgelegten Vollastpunkt sind. Dadurch wird die Oberflächenschicht sehr kompakt und verschleißresistent. Je nach verwendeten Materialien und Belastung ist die Entstehung der Oberflächenschicht, und damit der Einfahrvorgang, bereits in wenigen Minuten bis spätestens wenigen Stunden abgeschlossen. Bei geringer Last und Gleitgeschwindigkeit wird die Oberflächenschicht zwar größer, aber weit weniger verschleißresistent. Durch den höheren Verschleiß ist die erreichbare Lebensdauer geringer. Zudem besteht die Gefahr, daß im Vollastpunkt die Oberflächenschicht versagt, und das Gleitlagersystem versagt (frißt).

 

Es ist grundsätzlich möglich, durch zu hohe Last ein Gleitlagersystem zu überfordern und zu zerstören. Bei serienmäßigen Automotoren ist das jedoch nicht möglich: Die Leistungsgrenzen eines Motors sind durch konstruktive Kriterien wie Verdichtung und Kraftstoffzumessung begrenzt. So lange kein Chiptuning oder andere Leistungssteigerung vorgenommen wird, kann mit einem fabrikneuen Fahrzeug also sofort unbekümmert gefahren werden - auf Wunsch mit Anhänger und Urlaubsgepäck.

 

Näheres zur Tribologieforschung kann ggf. bei einschlägigen Instituten (wie z.B. IAVF AG in Karlsruhe, www.iavf.de, oder IMK Uni Kassel, www.uni-kassel.de/fb15/tribo/) oder Unternehmen (wie z.B. Wieland-Werke AG in Ulm, www.wieland.de) erfragt werden.

Themenstarteram 8. Mai 2011 um 21:45

Das bedeutet also, Auto abholen, warmfahren und dann auf der Bahn in den Drezahlbegrenzer jagen? Für wie lange? Dankeschön schonmal

PS: Wenn der Händler damit ein bisschen herrangiert ist und die Fahrt die durch die Überführung notwenidg war, sollte ja nun kein "Schaden" entstanden sein, richtig?

Also ich hab letztes Jahr im Januar in meinem MK2 einen neuen komplett Motor bekommen, weil die Werkstatt meinen ersten völlig verhunzt hat. Der Werkstattmeister hat mir zum Thema "einfahren" folgendes gesagt: "Mach mal 300 - 400 km langsam, dann kannste Gummi geben - tut dem Motor nix, eher isses noch gut damit er richtig zieht". Das hab ich gemacht und mein 2,0 l Duratec mit 145PS läuft und läuft und läuft .... und das sehr gut :-)

Themenstarteram 8. Mai 2011 um 21:54

Das geht ja in eine ähnliche Richtung, wobei der erste Vorschlag noch radikaler ist...

Wieso nicht einfach an die Bedienungsanleitung des Autos halten?

Diese sagt:

Übermäßig schnelle Fahrmanöver die ersten 1500km vermeiden. Öfter das Tempo wechseln und frühzeitig in den nächsten Gang wechseln. Nicht untertourig fahren.

Meiner Meinung nach ist alles andere Blödsinn, wer normal fährt kann einfach so fahren wie immer. Entweder der Motor hält oder eben nicht. Das wichtigste ist den Ölstand zu prüfen.

Themenstarteram 8. Mai 2011 um 22:07

Weil die Anweisung in der Bedienungsanleitung möglicherweise nicht ideal ist. Diese Ansicht hat sich wohl inzwischen durchgesetzt (siehe erster Post).

Dazu gibt es auch kleinen Beitrag im offizielen Handbuch. Die erste 500km das gesamte Auto - Motor, Bremsen, Reifen, nicht überfordern. Danach kann man auch mehr Gas geben, obwohl am Anfang würde ich es auch nicht bis zum Drehzahlbegrenzer jagen.

Noch steht dort, man sollte das Auto nicht im niedrigen Drehzahlbereich fahren.

Themenstarteram 8. Mai 2011 um 22:11

Danke - das widerspricht sich ja nun mit der Info oben. Wie soll man es denn nun machen? So wie Ford sagt soll es ja den neueren Theorien nach nicht ideal sein....

Tja, du musst wissen wem du mehr vertrauen schenkst. Dem Handbuch von Ford, oder irgendwelchen Internetusern die viel reden wenn der Tag lang ist. (womit ich hier niemanden direkt ansprechen will, aber gebt mal "Motor einfahren" bei google ein, da gibt es 200 Leute und 2000 Meinungen...).

Ich hab meinen gestern auch bis 210km/h hochgezogen obwohl er nur 680km gelaufen hat, na und? Wichtig ist das der Motor warm ist und der Ölstand passt.

Mach dir nicht so einen Kopf darum! Wenn du nicht der Heizer bist der immer den roten Bereich erfahren muß bis er schaltet wirst du keine Probleme bekommen. Wenn doch, was glaubst du wie lange der Motor wohl überlebt hätte? Entweder der hat ein Problem, oder nicht.

 

Ich habe zwar nicht den ECO-Boost bestellt, aber ich habe meine Fahrzeuge ( in den letzten 10 Jahren immerhin 7 Stück ) immer vom Händler weg "normal" gefahren. Das heißt im Stadtverkehr ganz normal und nicht untertourig und auf den Landstrassen und Autobahnen in dem Sinne voll beschleunigt ( nicht im Begrenzer ) aber schon hohe Touren und dann lässig dahin gerollt. Also wenn ich Leistung brauche, dann habe ich auch die Drehzahl hochgefahren. Alle Motoren hatten sehr gutes Ansprechverhalten und haben auch lange gehalten bzw. halten natürlich immer noch ( drei davon habe ich an Freunde verkauft, die heute noch davon schwärmen, wie gut die gehen ).

Mein "Chef"-Mechaniker vom Ford-Autohaus sagte mir auch, heutzutage braucht man keinen Motor mehr einfahren. Ganz normal von Hof fahren und gut ist.

das es kein Abrieb mehr gibt, sagt das mal denen die nach den ersten tausend km den Ölfilter zerschnitten und das analysiert haben und der Metallabrieb deutlich zu sehen war....und nein die Motoren waren in Ordnung, aber das Öl wurde dann nachträglich auf ein besseres umgestellt ;)

und das Gerede das er später nicht richtig zieht wenn er nicht flott von Anfang an bewegt wird, sollte mal nach ner zeit das Steuergerät kurz mal vom Strom nehmen, dann zieht die Kiste auch wieder richtig, und das obwohl es am Anfang schonend eingefahren wurde

ich hab meinen Motor jetzt 2000km Ruhe gegönnt, die ersten 500km unter 3500upm, dann über 1000km nur Landstraße gefahren immer mal kurze abwechselnde Drehzahlen bis 5000upm, auch dazwischen auch mal kurz AB bis über 240km/h aber net zu lang.

Resultat mein Verbrauch ist niedriger als andere ST Fahrer, Ölstand unverändert was auch keine Selbstverständlichkeit bei den ST ist, und nein ich fahre keine Stadt also ist da auch kein Kondenswasser drin was den Wert künstlich anhebt ;)

aber wie gesagt, es gibt tausend Meinungen, jeder sollte sich selbst entscheiden welche Methode er wählt, grundsätzlich brauch man kein Motor mehr einfahren, aber fürs Gewissen tat es mir gut und geschadet hats dem Motor auch nicht und wer weiss vielleicht werde ich später nicht über Ölverbrauch und Kompressionsverlust klagen wie manch andere ;)

Themenstarteram 8. Mai 2011 um 22:50

Ich habe von den technischen Hintergründe kaum AHnung - was sagt uns das jetzt?

Hier der Abschnitt aus der offiziellen Anleitung.

Ff3-einfahren
Themenstarteram 9. Mai 2011 um 17:11

Jaja, klar, danke. Aber dies widerspricht den oben beschriebenen Anweisungen.

Ich möchte ja nur den Motor so einfahren, dass ich möglichst optimale Leistung habe und er möglichst geringen Ölverbrauch hat. :)

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