e-tron: Eindrücke, Erfahrungen und Probefahrten
Einige von euch konnten durch die „Escape-Room“ Aktion das Fahrzeug schon kennenlernen.
Wie sind eure Eindrücke?
Bilder sind ausdrücklich erwünscht!
Beste Antwort im Thema
Mit dem Etron 55 durch den Balkan nach Griechenland, 2300 km
Übernommen habe ich mein Fahrzeug am 25.März und am 28.April sollte die Reise beginnen.
In diesen ersten 4 Wochen habe ich 3 Mal kleinere Ausflüge gemacht, um das Auto und das Laden kennenzulernen.
Probleme gab es in dieser Zeit nur insofern, als sich der Stecker 2 Mal nur über die Notentriegelung lösen ließ.
Ein weiteres Mal ließ sich der Stecker erst garnicht einführen, weil sich das Plastikteil, welches den Stecker während des Ladens verriegelt, nach vornr geschoben hatte, und dadurch den Stecker blockierte.
Diese Problem ist bei Audi allerdings seit Ende Februar bekann, und man sucht nach einer Lösung.
1. Vorstellung des Fahrzeugs: etron 55, Edition One,bei Übernahme 17 km alt, praktisch ohne Einführung übernommen,
da ich mehr vom Fahrzeug wusste als mein Händler.
Änderungen, die ich am Fahrzeug vornehmen ließ: Die 21-Zoll Reifen wurden ersetzt durch 19-Zoll Winterreifen.
Da ich die Sommerreifen nur bis zum Reifenhändler fuhr, kann ich keine Aussagen machen, inwiefern sich der Ver-
brauch änderte.
2. Vorstellung des Fahrers und des Beifahrers: Ich habe das Auto blind bestellt und musste zur Edition One greifen, weil
ich vor dem 28 April keinen Etron 55 bekommen hätte.
Ich bin kein Beschleunigungsfetischist und auch der Verbrauch ist mir relativ gleichgültig, obwohl im weitern Bericht
doch sehr viel zum Verbrauch und zum Auto selbst zu sagen ist.
Die Beifahrerin: Meine Ehefrau, die sich gottergeben auf dieses Abenteuer mit mir einließ.
Es sollte sich jedoch bald herausstellen, daß sie zur wichtigsten Person wurde, da sie mit einem Smartphone um-
gehen kann, und ohne solch ein Gerät ist solch eine Reise praktisch unmöglich.
3, Vorarbeiten:
a Ladekarten
New Motion
Telekom
Plugsurfing
Audikarte
Chargemap
New Motion wurde von mir bewusst an die erste Stelle gesetzt, weil sie mir am meisten Freude bereitete.
Wenn ich sie einsetzte, hat sie funktioniert, zumindest in Deutschland und in Österreich.
Fazit zu den Ladekarten: Hätte ich nur diese eine dabeigehabt,wäre ich genausoweit gekommen, nämlich bis an die
Grenze zwischen Österreich und Ungarn, da war dann nämlich Schluß mit Lustig.
4. Apps: Von jeder Ladekarte die entsprechende App dazu und noch einige andere mehr. Hätte ich mir aber alles
schenken können, denn nur eine einzige App, nämlich Plugshare, hat uns nie im Stich gelassen und wusste immer
noch eine Ladestelle, die man anfahren konnte.
5. Der Reiseweg: Es gab 3 Möglichkeiten
a Ancona und die Fähre nach Griechenland
Diese Strecke wurde gestrichen, weil in Italien die Schnellladesäulen dünn gesät sind.
b Über Serbien und Mazedonien
Diese Strecke wurde auch gestrichen. Zwar gibt es in Serbien 3 Schnellladestellen (50), aberich konnte nicht
herausbekommen wie sie freigeschaltet werden.
c Es blieb also nur eine Strecke übrig: Ungarn, Rumänien und Bulgarien.
Bevorzugt wurde diese Strecke auch, weil es in Informationen immer wieder hieß, daß man dort bei Kaufland
und Lidl laden könnte.
6. Der Streckenverlauf also: Startpunkt war Weinsberg, dann in Richtung Nürnberg, weiter über Passau, Wien,
Budapest,Timisoara, Sofia.
Endpunkt: Thessalien/Volos/Afissos
Länge: 2300 km
7. Abrp (Abetterrouteplanner)
Vorbereitet hatte ich mich mit diesem Programm, da es mir am Genauesten die einzelnen Ladestellen bis zum Ende
angab. Sauber aufgelistet wurden weiterhin Ladezeit Verbrauch (wahrscheinlich), usw.
Garnichts anfangen konnte ich mit meiner Audinavigation. Die Strecke wurde mir zwar angezeigt, hörte dann aber
in Ungarn auf. In Deutschland wurden mir wahllos viele Stationen angezeigt, in Ungarn nichts mehr.
8. Fahrt
Abfahrt in Weinsberg am 28.April 2019, 14.00 Uhr, Wetter: sonnig, 18 Grad
1. Station: Berg in der Oberpfalz (Vorschlag abrp)
182 km, Tempomat 130, Verbrauch 24,9, Ionitysäule, Standdauer ca, 20 Min, New Motion.
2,Station. Sankt VAlentin in Österreich
Abrp hatte zwar Straubing als nächstes Ziel angegeben, weil das Auto aber so wenig verbrauchte,
wagte ich es die 305 km Nach Sankt Valentin.
305 km, Tempomat 110, Verbrauch 22,1, 4 Ionitysäulen alleine für mich, während alle 8 Teslasäulen belegt
waren.
Mein Audi macht seltsame Dinge. Bei Tempomat 110 fährt er solange ruhig,bis ein schnelleres Auto
an uns vorbeifahren will. Dann aber, wie von einer Tarantel gestochen,beschleunigt es ohne mein
Zutun auf 130. Dann beruhigt es sich wieder,
3.Station Göttelsbrunn
250 km, kein Tempomat, da Wien, Verbrauch 21,9, wieder funktioniert New Motion und das jeweils für
5.86 Euro.
4.Station Abrp schlägt Budapest vor, da man mir aber vorher gesagt hatte,daß die dortigen Taxifahrer die Säulen
blockieren, will ich ausweichen auf Szambek, etwa 20 km vor Budapest.
Dann setzt peitschender Regen ein, die Autobahn steht unter Wasser und mein Verbrauch geht hoch auf
28. Urplötzlich hört der Regen auf, mein Verbrauch sinkt und mich sticht der Hafer. Warum nicht
die 4.Station umgehen und auf Nr. 5 zusteuern, nämlich Kecskemet. Sind ja nur 310 km.
5.Staion Komme mit einer Restreichweite von 45 km an und finde vor dem Hotel Four Points Sheraton eine tolle
schnelle Säule vor. inzwischen ist es 3.30 Uhr.
Nachdem ich mich an der Rezeption angemeldet habe, bezahlt und meinen Pass abgeliefert habe, voller
Freude zurück zum Auto und zum Laden mit einer Freischaltkarte des Hotels. Als ich die Karte vorhalte,
entdecke ich ein Blatt Papier "Out of Order". 3 Stunden lang bleibt mir nur ein Stecker 2 übrig um mich
nach Station 6 zu schleppen, nämlich Szeged: Dort warten 3 Schnelllader auf mich.
6.Station. Szeged
Ankunft 7.30, Verbrauch auf der letzen Strecke 18,7, aber nur weil ich mein Auto "getragen" habe, zwischen
70 und 80km. Ich glaube nicht, daß man den etron mit weniger fahren kann, es sei denn bergab und dann
auch noch hinter einem Bus.
Die erste Säule, die wir ins Navi eingeben, erweist sich als freies Feld, das uns trotz mehrmaligem Anfahren
immer wieder als Ziel angegeben wird. Die Einheimischen wissen nichts.
Säulen Nr. 2 und 3 liegen mitten in der Stadt,teilweise muß man gegen den Verkehr anfahren, und
entpuppen sich als Metallkästen, die keinen Laut von sich geben, geschweige denn Strom. Ein Anruf bei der
Hotline bringt uns zu einem Anrufbeantworter und zum bekannten "Sprechen Sie..."
Hat hier jemand Gelder von Brüssel bekommen und leere Kästen hingesetzt?
meine Restreichweite reicht nicht bis Timisoara, wo das "Paradies" beginnt, weil es dort Kaufland und Lidl
gibt und das auch noch kostenlos. Aber wie dorthin kommen. War der etron ein Fehlkauf und ich hätte bei
meinem Q7 mit einer Reichweite von fast 1200 km bleiben sollen. Erste ernsthafte Zweifel
Aber wozu hat man eine Frau. Sie entdeckt eine Boschwerkstatt und dort schnorren wir in 3 Stunden
soviel Strom, daßß es reicht bis Timisoara. Mein allerherzlichster Dank an diese Werkstatt.
8.Station. Timisoara/Rumänien
Ankunft dort nach 24 Stunden ca. 14.00Uhr und sofort den ersten angegebenen Kaufland angefahren, es
ist zwar Ostermontag, aber die großen Kaufhäuser sind offen. Trotz mehrmaligem Umfahren des Park-
platzes ist kein Säule zu finden. Auch die Dame am Informationsschalter weiß von nichts. Plugshare
und meine Frau "mischen" sich wieder ein: ganz kurz um die Ecke sei eine Tritiumsäule und zwar eine
schnelle. Es ist wirklich nur um die Ecke und ein wahres Paradies: eine schnelle und 4!!! langsamere.
Angesteckt - und nichts rührt sich. Also an eine lagsame. Nach 3Stunden und einem Marsch durch
die Stadt -wirklich sehenswert -wieder zurück zum Auto, wo uns eine nette Rumänin anbietet, mi
ihrer Karte die Schnellladesäule freizuschalten. Diesmal reagiert die Säule und teilt uns mit,daß sie
kaputt sei. Die Rumänin sagt uns, daß es in 5 km Entfernung ein Lidlsäule gebe, natürlich schnell, aber
ich traue der Sache nicht und ziehe mich wieder zurück auf den Schnarcher. Um 18.00 habe ich zu 70%
voll, wir fahren weiter und da der angesprochene lidl an unserem Weg liegt, wollen wir schauen, ob es
ihn gibt. 5 km weiter stehen wir vor einem funktioneirenden!!! Triplecharger und laden auf auf 100%
auf.
9.Station😁robeda Turnu Severin/Eisernes Tor
Hier soll es vor einem Lokal an der Donau einen langsamen Lader geben, aber wir brauchen ihn, um bis
Sofia zu kommen. Inzwischen sind wir 26 Stunden unterwegs, keine Stunde Schlaf und es geht in die
Karpaten bei Nacht.
Ankunft um 21.00 Uhr vor dem Lokal.Verbrauch durch die Karpaten 25. Ermöglicht wird dieser Wert
auch durch eine unheimlich starke Rückgewinng an Strom wenn es aus dem Gebirge herausgeht.
Ansonsten schnurrt der Audi klaglos dahin bis auf ein paar Fehlermeldungen, die immer für Entsetzen
sorgen. Aber alles Lügen -ja der Audi lügt wie gedruckt - keine einzige Fehlermeldung hat gestimmt
und nach kurzer Zeit verschwanden alle wieder.
Und man mag es kaum glauben -fast am Ende der Welt - nicht nur eine,nein gleich 2 Säulen.
Einmal für Tesla und einmal den Rest der Welt, allerdings ohne chademo. Der Audi meint in 6 Stunden sei er
wieder voll. 21.00 Uhr plus 6 Stunden ergibt 3.00 morgens. Ich rufe im Hotel an, um uns anzumelden,
aber wir werden nicht akzeptiert, also die 2. Nacht im Auto.
Um 5.00 Uhr geht es weiter: 320 km nach Sofia ohne Zwischenladung. Auf zum nächsten Kaufland.
Inzwischen scheint das Auto gelernt zu haben, daß wir in einer Gegend sind, wo der Strom rar ist, das
Navi sucht die seltsamste Strecke, aber es sind immer die kürzesten.
Ankunft in Sofia, Kaufland sofort gefunden, Frau findet Ladesäule in entfernter Ecke, Säule funktioniert,
währenddessen unterhalten wir uns mit 2 bulgarischen Stromern. Einziges Zugeständnis vom Staat an die
Stromer: Ein Pickerl für freies Parken in Sofia. Nach eineinhalb Stunden geht es weiter an die vorletzte
Säule vor der griechischen Grenze. Und dann ab ins Niemandland, denn in Griechenland kann man die
Säulen praktisch an einer Hand abzählen.
30 km vor der Grenze landen wir bei einem Kia-Händler, dem man durch die neue Autobahn das
Wasser abgegraben hat, und was hat er im Garten an der Strasse stehen? Eine Schnelle.
Vor lauter Freude vergreife ich mich und habe chademo in der Hand bis mich meine Frau darauf hinweist,
daß es auch CCS gibt. Mein Dank diesem Mann, der uns Stromern einfach einen Lader zur Verfügung
stellt.
20 km weiter dann die Grenze und irgendwo hatte ich gelesen, daß vor einem Finix Casino nochmals
eine Säule stehen sollte. Vor der Grenze dann tatsächlch einFinix, aber keine Ladesäule. Bei mehr-
maligem Rumfahren entdeckten wir, daß wir vor dem Hotel suchten, während wir vor dem Casino
suchen sollten. Dort fanden wir dann auch 2 langsame Säulen, die wir ebenfalls nochmals nutzten, um
ganz voll zu haben.
Danach ab nach Griechenland zum Haus - 395 km -allerdings nur machbar, weil wir von einer Höhe
von ca 600 Metern nach unten rollten bis zum Meer.
Am Haus eingesteckt lud das Auto dann ca 38 Stunden bis zu 422 km.
Fazit: Vor Antritt der Reise wurden wir häufig als blauäugige Abenteurer belächelt. die Fahrt hat jedoch gezeigt
daß sogar der Balkan mit einem Etron zu bewältigen ist.
Allerdings ist eine sehr genaue Planung nötig und bei all den Überraschungen eine gehörige Portion
von Gelassenheit und Flexibilität.
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Ich wurde hier mal wieder schlecht gemacht, weil ich mir erlaubt habe zu sagen, dass der eTron stark zu einem dumpfen Federgeräusch bis hin zum Dröhnen neigt.
Tja, Audi hat dazu sogar selbst etwas veröffentlicht, speziell für den eTron. Man sieht, die haben das noch nicht unter Kontrolle:
https://www.researchgate.net/.../...-axle-forces-C-Audi_fig2_340175275
mal kleines Fazit nach über halbem Jahr e-tron fahren.
Langstrecke Top, Kurzstrecke flop. So könnte man es zusammen fassen.
Ich weiß nicht was Audi da gemacht oder ob es wirklich nur am Gewicht liegt oder wirklich der Akku immer auf Temperatur gehalten wird, aber Kurzstrecken sind was den Verbrauch angeht schlimm, gerade derzeit. Klar, dass es im Winter nach oben geht, kenn ich ja von meinem i3 davor auch, aber das ist schon brutal, heute kurz zur Wertstoffhof und weiter einkaufen sowie Tochter zur Freundin bringen, 20 km gefahren Verbrauch 35 kWh/100km. Das finde ich schon sehr hart. Auch im Sommer die ~22 kWh die er sich da für diese "Strecke" nimmt finde ich grenzwertig.
Vergleich i3, Sommer 8-10 kWh, Winter 13-15 kWh für die gleiche Strecke.
Auf Kurz und Mittelstrecke vermisse ich schon den i3 stark, für Langstrecke kehrt sich das Bild aber um.
Langstrecke mit dem e-tron ist, meiner Meinung nach, mit des beste was ein Elektroauto derzeit bieten kann neben Tesla.
Der Verbrauch auf der Autobahn und wenn man länger fährt ist akzeptabel und unter den Werten der Kurzstrecke oben. Im Sommer ca 22 kWh bei ~120. Winter jetzt hab ich noch nicht testen können dank COVID, aber Herbst geht auch mit 25 kWh, also keine wirklich große Steigerung.
Der Platz ist riesig (Auto ja auch), für 4 Personen kein Problem, im Fond auch jede Menge Platz. Innen ist er super ruhig und gut verarbeitet (obwohl mir das nicht so wichtig wäre, den ID3 finde ich auch ok innen). Mit AHK kann ich was ziehen oder Räder mitnehmen, oben aufs Dach geht ne Dachbox.
Laden geht schon fast zu schnell. Mit den richtigen karten auch derzeit noch sehr günstig möglich.
Das Auto hab ich jetzt noch 3,5 Jahre. Mal sehen ob ich es danach übernehme oder nicht. Momentan tendiere ich zu nein. Er schluckt im Alltag einfach zu viel. Das hätte ich so nicht gedacht.
Am liebsten wäre mir ein i3 mit Dachbox und AHK ab Werk.
Ich hatte mal den eSoul im Auge, klar andere Preisklasse als der Audi, aber beim eSoul schreckte mich die Inspektionsdauer ab. Alle 15.000km? Und ich hab kein Kia hier um die Ecke, da müsste ich erstmal 30 Minuten fahren...
Naja, 2024 gibt es mehr Auswahl. Der Q4 e-tron sieht ganz gut aus. Vielleicht gibt es bis dahin ja auch mehr Kombi Auswahl.
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@Graustein: ich fahre derzeit nur Kurzstrecken und komme im Schnitt auf 24 kWh/100 km. Allerdings nutze ich konsequent das Standklima vor dem Wegfahren
Klar du steckst dann halt die Energie vorher rein. Dazu sein gesagt ich hab hier auch erstmal einen kleinen Berg, aber dann Rundfahrt holt er sich ja wieder etwas auf dem Rückweg.
Ich kann Graustein nur zustimmen. Aktuell bei Außentemperaturen um die 5-9 Grad verbrauche ich etwa 33 kWh im Kurzstreckenbetrieb (oft unter 10km). Daraus resultieren natürlich deutlich niedrigere Reichweiten, sodass ich mit dem Sportback 50 und 20 Zoll Winterrädern nur noch etwa 200km weit komme. Beim 55er etron und gleichen Rädern sind dann auch nur noch ungefähr 250km drin.
Das stört mich allerdings eher wenig, da ich eigentlich nie über 20-30km am Tag fahre und die Reichweite noch immer reicht um eine Woche ohne Laden auszukommen. Dies ist für mich nämlich viel wichtiger, da ich aufgrund eines sehr günstigen Tarifs fast ausschließlich öffentlich lade.
Ich bin also nach knapp unter 6 Monaten mit 2 e-tron mehr als zufrieden und freue mich auf die noch folgenden 3,5 Jahre bis er wieder zurück zum Händler geht.
als technischer Laie denke ich halt, dass eine vorgewärmte Batterie besser geschont wird, insbesondere wenn ich mit Volllast ( bergauf) losfahre
Ich denke der Einwurf bezog sich darauf, das Du eben keine 24kWh im Schnitt hast, da ja die vorverheizten kWh noch On Top gerechnet werden müssen.
Frage wäre halt, ob die zum Vorheizen gebrauchten kWh nicht deutlich weniger sind, als der höhere Verbrauch? Vielleicht eine sinnvolle "Investition" erst vorzuheizen um unter dem Strich zu "sparen"?
für die mathematisch Begabteren für eine "On Top"-Berechnung unter uns: ich brauche derzeit zwischen 7 bis 10 "Reichweitenkilometer" für 20 bis 30 min Vorheizen.
Mir geht es aber mehr um die Schonung der Batterie als um den Verbrauch:
an meiner Geschäftsadresse und mit 10 min Fußweg kann gratis mit 22 kW laden, und ich habe zudem zu Hause eine PV-Anlage, die das Laden auch verbilligt.
Reichweite ist im täglichen Gebrauch natürlich egal. Geht mehr um die Kosten (bei normalem daheim laden wären es so mit Leistungsverlust ca 10 Euro pro 100km) bzw. sinnlose Verschwendung von Strom und des weiteren natürlich auch das saubere Fahren. Zwar hab ich jetzt nicht den e-tron primär gewählt um sauber zu fahren, aber das ist doch einer der Gründe für Elektromobilität. Und wenn man da mit 35 kWh also 14 kg CO2 pro 100km in die Luft verbläst über die Kraftwerke hätte man ja auch beim Diesel bleiben können bzw vor dem i3 fuhr ich Erdgas, das wäre dann sogar noch besser.
Volllast sind es Bergauf nun auch nicht, das sind laut leistungsanzeige nicht mal 50%.
Man könnte natürlich vorheizen, dann müsste er aber immer eingestöpselt sein und man müsste vorher wissen wann es los geht, ersteres geht derzeit eh noch nicht, da ich an CEE Rot lade daheim und due nicht da ist wo der Parkplatz ist, dann würde das Auto immer mitten im Weg auf dem Hof rumstehen :-)
Carport kommt erst nächstes Jahr.
Der Vergleich zum i3 ist natürlich etwas unfair, aber der machte es wohl besser. Allein am Gewicht kann es doch nicht liegen, dass man mehr als das doppelte verbraucht. Zwar wiegt der e-tron fast das doppelte, aber bis auf den kleinen Berg (100hm), den man ja dann auch wieder runter fährt und sich die Energie zum großen Teil wieder holt ist es ja nur gerade.
Auf Langstrecke ist es ja auch nicht das doppelte, im Sommer i3 war bei Autobahn ca bei 17 kWh, der e-tron bei 22 kWh, also 5 kWh mehr, das lasse ich mir eingehen.
Gleiches Bild beim langsamen pendeln zur Arbeit (Sommer) über die Landstraße mit Brummi vor der Nase.
i3 hier bei 9-10 kWh, e-tron bei ca 15 kWh. Auch wieder ca 5 kWh mehr.
Bei 21er Schlappen.
Das fand ich im Sommer gut. Bisher im Winter noch keine wirkliche Langstrecke gefahren.
Nur die kurzen Strecken nerven richtig! Im Sommer ging es noch, eben 21-22 kWh i3 dort normalerweise so um die 10-12 kWh. Das war schon relativ viel (mehr). Winter war der i3 dann so bei 15-16 kWh, größtenteils wegen Klima, wenn die aus war, eher so 13-14.
Klima also so bei 2-3 kWh.
Daher hätte ich jetzt im Winter (wobei wir haben ja noch keinen richtigen Winter, aber schon 6-8 Grad halt) eher so mit 25-26 kWh gerechnet halt das für die Klima on Top. Aber selbst ohne Klima komm ich da nicht hin.
Wenn ich 20km einkaufe, Wertstoffhof usw und im Navi ist nix drin, soll er mir halt die Batterie kalt lassen. Wenn es wirklich daran liegt. Hab ich im Navi was drin und fahre mehrere 100km kann er ja gerne heizen, wobei da wird die Batterie vermutlich von alleine warm.
Zitat:
@Hagenthaler schrieb am 8. November 2020 um 21:15:35 Uhr:
für die mathematisch Begabteren für eine "On Top"-Berechnung unter uns: ich brauche derzeit zwischen 7 bis 10 "Reichweitenkilometer" für 20 bis 30 min Vorheizen.
Mir geht es aber mehr um die Schonung der Batterie als um den Verbrauch:
an meiner Geschäftsadresse und mit 10 min Fußweg kann gratis mit 22 kW laden, und ich habe zudem zu Hause eine PV-Anlage, die das Laden auch verbilligt.
Wenn man sagen wir von 300 km ausgeht und 10km verbrauch und 84 kWh nutzbar macht das nach Adam Riese 2,8 kWh.
Wenn dafür der Verbrauch von 35 kWh auf 25 kWh geht bei 20 km fahren spart man 2 kWh und real verbraucht man sogar 0,8 kWh mehr :-)
Bei etwas besseren eingesetzten Werten 0 Summenspiel.
Im Endeffekt schenkt man sich also nix, war aber auch logisch.
PS:
im i3 war ich immer auf Kurzstrecke im Verbrauch besser als auf der Autobahn, Landstraße konnte mal so oder so aussehen, je nach Kurzstrecke oder Wetter aber wieso der e-tron bei Kurzstrecke in der Stadt mit max 50 und kurz Landstraße max 80 mit im Schnitt 20 km/h sich mehr nimmt als auf der Autobahn. Meiner Meinung nach ein (Konstruktions)Fehler?
Übrigens der Wert zur Halbzeit bei der Ausfahrt an dem Tag, also bevor ich wieder zurück bin und den "Berg" runter war bei 42,9 kWh. Also er hat ja schon wieder gut rekuperiert, so ist ja nicht.
PPS
Sorry wenn ich mit dem i3 nerve, ich denke der e-tron ist ein sehr gutes Elektroauto für die Mittel/Langstrecke, leider wegen Corona derzeit das falsche Auto für mich. Längere Strecken also mehr als 2-30km fahr ich derzeit rein gar nicht. 100% daheim arbeiten und Urlaub geht ja auch nicht wirklich.
Vielleicht wird die Sicht 2021 dann besser :-)
Was sind denn deine Werte?
Bei Kurzstrecke hatte ich ja auch keine 5 kWh zwischen i3 und e-Tron sondern halt bei Mittel/Langstrecke.
Kurzstrecke war ja so 10 kWh Sommer und bis zu 17 kWh "Winter" Mehrverbrauch beim e-tron.