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E 10 tanken ?

Mercedes SL R231
Themenstarteram 5. April 2013 um 21:24

Liebe SL-er,

seit längerem treibt mich die Frage um: E 10 oder weiter das "normale" Super tanken? Habe mich trotz Berichten in der "Auto Motor und Sport" und Statements seitens MB bisher gegen E 10 entschieden. Habe einfach ein besseres Gefühl.

Bin wirklich auf Eure Meinung und Euer Tankverhalten gespannt, zum Pro und Contra - tanken E 10.

Ein schönes Wochenende...

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48 Antworten

Treiben dich moralische oder technische Bedenken?

Themenstarteram 6. April 2013 um 0:46

Nicht so kompliziert...

Lediglich die individuelle Meinung und das Tankverhalten interessiert mich.

Aber auf den Punkt gebracht: Verträglichkeit (technisch gesehen) steht ganz oben auf meiner Entscheidungsskala.

Hallo Konni,

lt. Mercedes sollen die aktuellen SL-Motoren (zumindest 350/500) E10-geeignet sein.

Mit meinem vorherigen Mercedes-Fahrzeug hatte ich immer E10 getankt und damit über ca. 2 Jahre keine Probleme. Mercedes schreibt auch seinen Mitarbeitern mit Dienstwagen vor, E10 zu tanken.

Mit meinem nun noch fast ganz neuen R231 tanke ich bisher aber trotzdem immer E5 (normales Super). Warum, weiß ich selbst nicht so genau - wahrscheinlich, um ihm "etwas gutes zu tun", auch wenn es rational kaum erklärbar ist. OK, vielleicht ist der Energiegehalt von E5 tatsächlich minimal höher als bei E10, so dass man die paar Cent Aufpreis durch einen geringfügigen Minderverbrauch wieder einspart.

Der ADAC sagte mir übrigens mal, dass bei Fahrzeugen, die länger stehen (wie nicht wenige SL) E10 sogar den Vorteil habe, dass es mehr Wasser im Tank (ein wenig soll wohl immer vorhanden sein) binden könne und daher für längere Winterpausen sogar besser geeignet sei.

Früher habe ich mit meinem Vorgängerfahrzeug sogar auch mal eine Weile immer Shell Optimax mit 100 Oktan getankt und mir eingebildet, das Fahrzeug sei damit ein bisschen spritziger. Irgendwann habe ich dann aber wieder normales Super getankt (damals gab es noch kein E10).

Themenstarteram 6. April 2013 um 12:17

Guten Tag SL Rider,

da geht es mir ganz genau wie Dir: rational - na ja, aber auch ich meine, meinem ebenfalls in 7/12 - neu zugelassenen R 231, Km-Stand 4.800, "etwas Gutes antun" zu können...

Vielen Dank auch für die Stellungnahme des ADAC... kannte ich noch nicht!

Schönes Wochenende

Guten Tag,.. Ich tanke einfaches Normalbenzin 95 oktan. Ich wohne nicht in Deutschland. Beste Gruesse

Unser R 230 braucht etwa 1 l/100 km mehr bei E 10. Das rechnet sich von daher schon mal nicht.

So lange es das "normale" Super gibt, kommt mir das E 10 nicht in den Tank.

Was die Technik angeht, kann ich alle entwartet.

Alle aktuellen Ottomotoren vom Daimler sind sogar E85 geeignet, die Frage nach E10 erübrigt sich damit.

Ob sie die Erspanis an der Tankstelle gegenüber dem Mehrverbrauch rechnet, sollte man einfach Mal in einem Selbstversuch testen. Kaputtmachen kann man sich hier nichts.

Hallo zusammen,

Zitat:

Original geschrieben von 911westie

Unser R 230 braucht etwa 1 l/100 km mehr bei E 10. Das rechnet sich von daher schon mal nicht.

Zitat:

Original geschrieben von Chandler86

Ob sie die Erspanis an der Tankstelle gegenüber dem Mehrverbrauch rechnet, sollte man einfach Mal in einem Selbstversuch testen. Kaputtmachen kann man sich hier nichts.

So ein "Selbstversuch" bringt aber auch rein gar nichts. Die E10-Mehrverbrauch-Spekulationen halte ich für Humbug, denn wer fährt von einer zur nächsten Tankfüllung stets unter exakt denselben Bedingungen? Mal ein paar Grad kühler oder wärmer, mal ein paar mehr rote Ampeln, mal etwas mehr oder etwas weniger Gas gegeben, mal ein paar mehr Strecken mit Steigung oder Gefälle, mal das Fahrzeug mit Beifahrer oder Gepäck beladen, mal mehr geschlossen oder mehr offen gefahren, mal zu wenig Luft in den Reifen, mal hat die Zapfpistole etwas früher gestoppt als beim letzten Mal...

Es gibt so vieles, was Ausschlag auf den Verbrauch hat, und wer hatte bei einem Tankstopp schon mal exakt den gleichen Verbrauch wie davor? Wie soll man da mögliche 0,x Liter Mehrverbrauch durch E10 ermitteln? Das halte ich für etwa genauso seriös wie Aussagen à la "mit 100 Oktan ist mein Motor 10% stärker, das merke ich immer gleich".

Der ADAC als ausgewiesener E10-Gegner (die haben deshalb sicher nichts beschönigt) hat mal professionell mit entsprechender Apparatschaft nachgemessen. Zitat aus Wikipedia dazu: "Der ADAC geht von durchschnittlich 1,5% Mehrverbrauch aus." Ein ganzer Liter mehr pro 100 km kommt so nie und nimmer zusammen, und 1,5% von z.B. 1,60 Euro sind nur 2,4 Cent, d.h. bei meist 4 Cent Nachlass auf E10 (-2,5%) sollte man so unter dem Strich trotz geringem Mehrverbrauch damit sogar noch geringfügig sparen.

am 6. April 2013 um 19:51

*****

Der ADAC sagte mir übrigens mal, dass bei Fahrzeugen, die länger stehen (wie nicht wenige SL) E10 sogar den Vorteil habe, dass es mehr Wasser im Tank (ein wenig soll wohl immer vorhanden sein) binden könne und daher für längere Winterpausen sogar besser geeignet sei.

 

*****

Mir hat man genau das Gegenteil erzählt. E10 soll weniger "lagerstabil" sein.

peso

Zum Mehrverbrauch kann ich nur sagen, dass ich einmal mit dem CGI meiner Frau eine Strecke von ca. 400km Autobahn relativ konstant gefahren bin, dort tanken musste, am gleichen Tag bei ähnlichen Bedingungen zurück gefahren bin.

Auf der Hinfahrt war E5 im Tank, auf der Rückfahrt E10, erstaunlicherweise und völlig unerklärlich war der Verbrauch auf der Rückfahrt mit E10 deutlich, also mehr als 0,5 l/100km, niedriger. Da das aufgrund des Energiegehaltes nicht sein kann war es für mich Beweis genug ohne wirklich aufwändiges Testverfahren ist ein Verbrauchsvergleich nicht möglich. Nach einigen 10.000km mit E5 und E10 halte ich den Unterschied für nicht wahrnehmbar.

Unser 212er bekommt E10, der 129er bekommt (obwohl für E10 freigegeben) E5, da damals E10 noch nicht bekannt war.

Zitat:

Original geschrieben von Chandler86

Alle aktuellen Ottomotoren vom Daimler sind sogar E85 geeignet, die Frage nach E10 erübrigt sich damit.

Das ist schlichtweg falsch!

Ich tanke seitdem es das E 10 gibt ausschließlich E 5.

Obwohl es angeblich egal sein soll, habe ich dabei ein besseres Gefühl. Alles rein subjektiv.

 

Im übrigen sollte ursprünglich etwa 10% des Gesamtenergiebedarfs für den Verkehr bis zum Jahr 2020 aus Biosprit gedeckt werden, neuerdings soll Biosprit aus Nahrungsmitteln nunmehr auf 5% begrenzt werden.

Also wird auch weniger zur Verfügung stehen. Hat das Auswirkungen???

Hallo noch einmal,

hier noch die Aussage vom ADAC zum E10-Mehrverbrauch im Detail:

Zitat:

Der Kraftstoffverbrauch wird von zwei Faktoren beeinflusst: Zum einen beträgt der Energiegehalt von Ethanol nur etwa zwei Drittel des Energiegehalts von Ottokraftstoff, zum anderen hat Ethanol bessere Verbrennungseigenschaften und erhöht die Oktanzahl. Aufgrund der verschiedenen Motor- und Regelungstechniken sind einheitliche Angaben über den Kraftstoffverbrauch bei der Zumischung von Ethanol daher nicht möglich. Als Richtwert kann man von ca. 3 % ausgehen im Vergleich zu Ottokraftstoff ohne Ethanolbeimischung. Da jedoch auch der derzeitige Ottokraftstoff bereits bis zu 5 Vol.% Ethanol enthält, liegt der zusätzlich Mehrverbrauch bei ca. 1,5 %. Auch Kraftstoffverbrauchsmessungen auf dem ADAC-Abgasprüfstand bestätigen diesen „theoretischen“ Wert. So ergaben Vergleichsmessungen mit E10-/und E5-Kraftstoffen (Ethanolgehalt lt. Laboranalyse: 10 bzw. 4,9 Vo.%) einen Kraftstoffmehrverbrauch von 1,5% (4,85 l/100km zu 4,78 l/100 km) bei der Verwendung von E10. Die CO2-Emissionen wurden dagegen um 0,9 % (110,59 g/km zu 111,65 g/km) reduziert.

Hallo Peso,

Zitat:

Original geschrieben von tcsmoers

*****

Der ADAC sagte mir übrigens mal, dass bei Fahrzeugen, die länger stehen (wie nicht wenige SL) E10 sogar den Vorteil habe, dass es mehr Wasser im Tank (ein wenig soll wohl immer vorhanden sein) binden könne und daher für längere Winterpausen sogar besser geeignet sei.

 

*****

Mir hat man genau das Gegenteil erzählt. E10 soll weniger "lagerstabil" sein.

peso

das stimmt nur im Vergleich zu Superbenzin ganz ohne Ethanol, nicht aber im Vergleich zu E5 - hier auch dazu das Zitat vom ADAC:

Zitat:

Lagerstabilität von E10

Die Lagerstabilität von E10-Kraftstoffen unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der von E5-Kraftstoffen. Ethanol ist sehr alterungsstabil, sogar besser als fossiler Ottokraftstoff. Die Problematik ist, dass sich unter gewissen Umständen Ethanol und fossiler Kraftstoff entmischen können. Wird zum Beispiel ein Fahrzeug mit nur halb vollem Tank über einen längeren Zeitpunkt nicht bewegt (Einmotten im Winter), wird bei steigender Temperatur des Tanks die warme Luft über die Tankbelüftung herausgedrückt und bei sinkenden Temperaturen feuchte Luft wieder angesaugt. Da Ethanol hygroskopisch ist, bindet es das Wasser. Erreicht der Wassergehalt des Ethanols im Kraftstoff einen bestimmten (temperaturabhängigen) Wert, fällt Ethanol zusammen mit dem Wasser aus dem Kraftstoff aus und bildet am Boden eine Wasser-Alkohol-Phase, die sehr korrosiv ist. E10 ist in diesem Zusammenhang aber sogar unkritischer als E5, da E10 mehr Ethanol enthält und somit auch mehr Wasser aufnehmen kann, bevor es mit diesem zusammen ausfällt. Vermeiden lässt sich dies durch eine konstante Umgebungstemperatur (ist in der Praxis jedoch kaum realisierbar) bzw. in dem man verhindert, dass über die Tankatmung (Belüftung) große Luftmengen bewegt werden. Daher sollte man den Tank bei einer längeren Nichtnutzung des Fahrzeuges stets voll füllen.

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