Ducato Bj 2020 / EURO 6, AU durchgefallen
Hallo zusammen,
wie geht das denn. Bei der ersten HU nach drei Jahren kommt der Ducato MJ 2,3 160 PS nicht durch die
AU????
Partikelausstoß im Mittelwert 356.433 cm-3, erlaubt: 250.000 cm-3
und das trotz warm Fahrens. Wie geht das???
Es soll seit 1.7.2023 eine neue Richtlinie geben, nach der im Leerlauf gemessen wird.
Messgerät (neu): Brain Bee Workshop Solution.
Hat jemand zeitnah eine Erfahrung mit der neuen AU-Abnahme gemacht, evt. mit ähnlichen Werten?
Oder kann der Motor die Anforderung erfüllen, wenn man ihn vorher warm fährt? Ich hatte es mit ca. 10 km
versucht, das scheint nicht zu reichen.
Wenn jemand ähnliche oder bessere Erfahrung gemacht hat, bitte melden.
Vielen Dank und
liebe Grüße
324 Antworten
Zitat:
@PIPD black schrieb am 27. Januar 2025 um 19:40:49 Uhr:
Bei fast 400 tkm liegt der Verdacht nahe, dass Kat und DPF lange Fritte sind. Da wundern die AU-Werte nicht. Oder sind die Sachen mal neu gekommen?Die MKL liegt mit Sicherheit am Turbo bzw. dessen Sensoren. Durch defekte Kats und/oder DPF stimmen die Umgebungsfaktoren nicht mehr und der Ladedruck unter- oder überschreitet die Grenzen.
Teile sind alle noch original, lediglich Sensor Lambdasonde wurde getauscht. Habe Donnerstag Termin in Fiatwerkstatt, dort soll eine Regeneration gemacht werden und dann nochmal messen. Wenn es nicht passt, wovon ich fast ausgehe, soll der Dpf getauscht werden.
Zitat:
@MuO schrieb am 27. Januar 2025 um 14:52:11 Uhr:
Bei uns leider nein.
Wir sind wirklich drangeblieben.
Es war nichts zu machen, keinerlei Entgegenkommen.Wir mussten 11 000 Euro Reparatur selbst bezahlen!!!!
MuO
Hallo MuO,
mich würde Interessieren, was alles für 11.000 Euro getauscht wurde.
Nach den Infos hier, werde ich noch vor dem Ende der Garantie eine Abgasprüfung machen, damit ich noch in der Garantiezeit das, hoffentlich, ersetzt bekomme.
Über eine Garantie Verlängerung denke ich gerade schon nach :-)
Gruß
Chris
Komme gerade aus der Fiat-Werkstatt. Der DPF ist Schrott, das Innenleben ist beschädigt und daher muss er getauscht werden. Kostenvoranschlag DPF 3196,34€ + Arbeitsleistung 1487,50€ =4683,84€.
Nach fast 400 tkm ist das schon ok - ob sich die Investition noch lohnt, steht auf einem anderen Blatt.
Ich würde nach was gebrauchtem vom Schrott suchen.
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Nur so am Rande: ich hatte gerade einen Rückrufbrief von Ford in der Post. Die Software der Motorsteuerung braucht ein Update. Im dem Zuge wird der DPF geprüft und ggfs. ausgetauscht, weil zerstörte Filter sehr häufig aufgefallen sind. Ford gibt eine erweiterte auf 10 Jahre verlängerte und 160.000 km begrenzte Garantie. Mein Ränger wird dieses Jahr 8 und hat aktuell 142 tkm…..
Hallo zusammen,
habe leider auch das Problem mit der AU nicht bestanden wegen zu hoher Partikelanzahl.
Da der Fiat-Service (welcher die Werkstätten betreut) nicht in Gang kommt werde ich jetzt mal einen Rechtsanwalt suchen. Das habe ich Fiat auch mitgeteilt. Vielleicht hilft es bei einer vernünftigen Kommunikation
Wer also noch das gleiche Problem hat gerne melden.
Die Verordnung zur Typgenehmigung finde ich ganz interessant und das wäre dann auch der Hebel gegenüber Fiat.
Garantie gibt es ja nur 2 Jahre. 1 TÜV aber erst nach 3 Jahren. Fiat muß aber 5 Jahre bzw 100000km "Emission" sicherstellen.
=> ...... während der gesamten normalen
Lebensdauer eines Fahrzeuges bei normalen Nutzungsbedingungen
entsprechend dieser Verordnung wirkungsvoll
begrenzt werden. Daher ist die Übereinstimmung in Betrieb
befindlicher Fahrzeuge über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren
oder 100 000 km zu kontrollieren
-------------------------------------------------------------------------
VERORDNUNG (EG) Nr. 715/2007 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
vom 20. Juni 2007
über die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen hinsichtlich der Emissionen von leichten
Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen (Euro 5 und Euro 6) und über den Zugang zu Reparatur- und
Wartungsinformationen für Fahrzeuge
PFLICHTEN DES HERSTELLERS FÜR DIE TYPGENEHMIGUNG
Artikel 4
Pflichten des Herstellers
(1) Der Hersteller weist nach, dass alle von ihm verkauften,
zugelassenen oder in der Gemeinschaft in Betrieb genommenen
Neufahrzeuge über eine Typgenehmigung gemäß dieser Verordnung
und ihren Durchführungsmaßnahmen verfügen. Der Hersteller
weist außerdem nach, dass alle von ihm in der
Gemeinschaft verkauften oder in Betrieb genommenen neuen
emissionsmindernden Einrichtungen für den Austausch, für die
eine Typgenehmigung erforderlich ist, über eine Typgenehmigung
gemäß dieser Verordnung und ihren Durchführungsmaßnahmen
verfügen.
Diese Pflichten schließen ein, dass die in Anhang I und in den in
Artikel 5 genannten Durchführungsmaßnahmen festgelegten
Grenzwerte eingehalten werden.
(2) Der Hersteller stellt sicher, dass die Typgenehmigungsverfahren
zur Überprüfung der Übereinstimmung der Produktion,
der Dauerhaltbarkeit der emissionsmindernden
Einrichtungen und der Übereinstimmung in Betrieb befindlicher
Fahrzeuge beachtet werden.
Die von dem Hersteller ergriffenen technischen Maßnahmen
müssen außerdem sicherstellen, dass die Auspuff- und
Verdunstungsemissionen während der gesamten normalen
Lebensdauer eines Fahrzeuges bei normalen Nutzungsbedingungen
entsprechend dieser Verordnung wirkungsvoll
begrenzt werden. Daher ist die Übereinstimmung in Betrieb
befindlicher Fahrzeuge über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren
oder 100 000 km zu kontrollieren; es gilt der Wert, der zuerst
erreicht wird. Die Dauerhaltbarkeit emissionsmindernder Einrichtungen
ist über eine Laufleistung von 160 000 km zu prüfen. Zu
diesem Zweck sollten die Hersteller die Möglichkeit haben,
Alterungsprüfungen auf dem Prüfstand durchzuführen, die den
in Absatz 4 genannte
Das Hauptproblem ist, das der Nachweis von allen über normale Nutzung nicht erbracht werden kann. Fiat redet sich dann damit raus, daß irgendwelche Kleinigkeiten, zB Wechselfristen, verwendete Betriebsstoffe und irgendwelche anderen ominösen Geschichten nicht nach Herstellervorgabe abgelaufen sind. Viele Hersteller erlauben z.B. einen Biosprittanteil von 5%. Der normale Diesel in Deutschland enthält aber bis zu 7%. Gleiches gilt für Öle. Auch wenn Wartungen nach Herstellervorschrift erfolgt sind, sagt Fiat, das vielleicht zum nachfüllen das falsche Öl verwendet worden sein könnte. Viele Besitzer haben ein OBD Auslesegerät und löschen auch mal schnell den Fehlerspeicher. Fiat weiß das aber auch und zieht sich dann auf die Position , du könntest ja vielleicht zurück. Recht haben und recht bekommen, waren schon immer zwei paar Schuhe. Der Rechtsanwalt der sich mit so einem Konzern anlegt, braucht schon ein dickes Fell und kann sein Geld wahrscheinlich einfacher verdienen
Ich lese da nur raus, dass der Hersteller bestimmte Überprüfungsfristen sicherstellen soll. Logisch, dass auch mal ein Fahrzeug außer der Reihe einen Defekt haben kann. Ich kann hier aber keinen Garantieanspruch ableiten. Viel Erfolg dennoch, vielleicht gibt es ja Kulanz?
Ich hatte schon hon mal geschrieben das vor dem Abgasuntersuchung HVO den Tank voll machen würde und damit das hilft, wenn der DPF im Grenzbereich arbeitet. HVO verbrennt wesentlich rückstandsarmer.
Hallo Italo 001,
Würde mir bei HVO jetzt nicht soviel erwarten.
Ich arbeite immer sehr gerne mit Fakten und Quellenangabe.
Auf die Schnelle gute Info bei ams.
"Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Partikelausstoß. Bis auf den Skoda emittieren alle Fahrzeuge mit HVO100 minimal weniger Partikel. "
https://www.auto-motor-und-sport.de/.../
@"Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Partikelausstoß. Bis auf den Skoda emittieren alle Fahrzeuge mit HVO100 minimal weniger Partikel. "
Selbst wenn es so ist,sollte man nicht selber alles tun,damits durch die Prüfung geht?
Ich werde vor jeder HU jetzt immer nur HVO tanken,die paar Euro sind gut angelegtes Geld,wenn man die Summen oben sieht.
Gruß,Rainer
Hallo Loper,
wir haben einen 2,3l MultiJet mit 140PS, 6dTemp mit Adblue , EZ11/2021, 15.700 Km.
Beim ersten TüV hatten wir auch Probleme mit der AU, und daher keinen TüV bekommen (1 Mio. Partikel). Offensichtlich hat der Partikelfilter durch zu hohe Temperaturen bei den Regenerationen Risse bekommen. Injektoren, AGR-Ventil usw. waren in Ordnung. Durch eine andere Fahrweise (aktuell überwiegend Langstrecke) hätten wir nichts ändern können.
Kulanzanfragen bei Fiat hatten keinerlei Wert. Andere Hersteller (z.B. Ford) mit gleichen Problemen sind da einsichtiger.
Wir haben die Reparatur bezahlt (Alternative war die Stilllegung unseres nahezu neuen Wohnmobils). Wir sparen für den nächsten TüV und einen wieder gerissenen Partikelfilter.
Wir haken das zähneknirschend ab und hoffen auf einen baldigen Fiat-Rückruf. Nur der Hersteller kann das Problem lösen. Um das ein wenig zu unterstützen, haben wir beim Kraftfahrzeugbundesamt (KBA) und Verbraucherschutz angefragt, ob noch weitere Fälle bekannt sind und ob wir ansonsten etwas tun können.
Bei Ford haben die Hinweise der Verbraucher offensichtlich was gebracht. Hier hat das KBA den Rückruf hinbekommen. Von daher hilft's evtl, wenn sich alle Betroffenen beim KBA melden!
Dann ist die Nummer mit HVO nur wirklich interessant bei ganz geringfügiger Überschreitung der 250.000 Partikel plus weitere Massnahmen.
Der ADAC Artikel mit entsprechenden Messungen hinterlegt, sagt alles. Leider.
Danke für die Quelle.
Wenn der DPF den Thermoshock-Tod erlitten hat, geht eh nix mehr. Dann hilft nur noch ein gefülltes
Bankkonto.
Alaaf & Helau
Wieviel Tankfüllungen sind die mit HVO100 vor der Messung gefahren? Aussagekräftig wäre es erst nach ein paar 1000km damit Restpartikel die sich noch von der reinen Diesel Verbrennung im Abgasstrang befinden, weg sind. Von einmal Tanken wird da nichts sauberer.
Klar, wenn Du ausschließlich HVO tankst, verbessert man die Chance. Ist mE aber nur ein kleiner Hebel, wenn die Abgasreinigung nicht 100 %ig funktioniert.