Ducato Bj 2020 / EURO 6, AU durchgefallen

Fiat Ducato 250

Hallo zusammen,
wie geht das denn. Bei der ersten HU nach drei Jahren kommt der Ducato MJ 2,3 160 PS nicht durch die
AU????
Partikelausstoß im Mittelwert 356.433 cm-3, erlaubt: 250.000 cm-3
und das trotz warm Fahrens. Wie geht das???
Es soll seit 1.7.2023 eine neue Richtlinie geben, nach der im Leerlauf gemessen wird.
Messgerät (neu): Brain Bee Workshop Solution.

Hat jemand zeitnah eine Erfahrung mit der neuen AU-Abnahme gemacht, evt. mit ähnlichen Werten?
Oder kann der Motor die Anforderung erfüllen, wenn man ihn vorher warm fährt? Ich hatte es mit ca. 10 km
versucht, das scheint nicht zu reichen.

Wenn jemand ähnliche oder bessere Erfahrung gemacht hat, bitte melden.

Vielen Dank und
liebe Grüße

324 Antworten

Hallo Lutz,
erstmals herzlichen Glückwunsch.
Bin schon auf deinen Erfahrungen gespannt.
Gruß Edgar

Hallo zusammen
Ich reihe mich mal hier mit ein bei diesem Thema.
Unser Ducato (Wohnmobil selbst umgebaut, vorher Lieferwagen) EZ 12/16 ohne AdBlue hat diesmal auch die AU nicht bestanden aufgrund zu hoher Werte. Es ist ein 2.3 Multijet2 180 mit Automatikgetriebe.
Ich muss dazu sagen, dass er einen nagelneuen Motor bekommen hat. Auch die Anbauteile (Injektoren, Turbolader, Wasserpumpe etc.) wurden erneuert. Der Neue Motor hat jetzt ca. 600Km auf der Uhr.
Beim ersten TÜV-Besuch lagen die Werte bei 750000. Natürlich nicht bestanden..... Als Folge den DPF und die Abgasanlage gereinigt. Zweiter Versuch: Nicht bestanden. Werte noch immer zu hoch. Diesmal bei nur 300000.

Ist es möglich, dass es diesmal "zu sauber" ist? Also das der DPF noch gar nicht auf optimum läuft? Übrigens ist er nicht defekt.

Danke euch 🙂

Hallo den leidgeprüften Ducato Besitzern und denen, die es vielleicht bei der nächsten AU Prüfung noch werden !

Abschlussbericht. Ohne den Anspruch, dass meine Vorgehensweise für jeden anderen kaputten Ducato die Lösung ist.

Wie oben gesagt bestanden. Ohne Fiat Hilfe. Das war es mir trotz einem gewissen RestRisiko wert. Ich hatte auch ehrlich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gut, gewissenhaft und kompetent durch Fiat bedient zu werden. Die Unterstützung durch Fiat Assisstance ist lachhaft. Die Ablehnung meines Kulanzantrages für ein 3 Jahre altes Fz. mit knapp 20.000 km auf dem Buckel nach Kostenvoranschlag des Fiat Prof. Händlers erfolgte innerhalb einer knappen halben Stunde. Die Threads hier im Forum sprechen auch Bände über die Art und Weise wie das durch einige Fiat Werkstätten angegangen wird ....
Interessanterweise gibt es offensichtlich auch keine DPF mehr im Markt, ausser für Fiat Werkstätten. Ein Schelm, wer Böses denkt. Intern sind die Probleme wahrscheinlich in den Anlaufstellen wie Fiat Assisstance gut bekannt, aber offensichtlich versucht man das als Einzelfall nach aussen unter dem Tisch zu halten. Ob dieses Geschäftsgebahren auf Dauer Früchte trägt, wage ich zu bezweifeln.

Eine Firma in Böblingen hat den defekten, gerissenen, wahrscheinlich minderwertigen DieselPartikelFilter aufgeschnitten und einen neuen Keramikblock eingesetzt. So ist zumindest meine Info. Der Aus- und Einbau des DPF für den Versand war ein kleines Desaster, Vorderachse raus plus einigem Kleinkram, der noch im Weg war, um diesen doch recht großen Brocken anschliessend für 35 Ocken als Sperrgut versenden zu können. Der Austausch des Keramikblockes ging innerhalb einer Woche mit kostenfreien Rückversand über die Bühne. Der DPF wurde verbaut und das Fz DIREKT ohne irgendwelche Vorarbeiten, i.S. von Zusatzstoffen in den Tank, Auspuffreinigen, Einfahren / Heissfahren um einen Filterkuchen aufzubauen (wirklich interessanter Beitrag von walter-me) ..einfach KALT vorgeführt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen !! erstaunliche 400 Partikel. Ich habe extra noch einmal nachgefragt, ob Fake oder 1-2 Nullen vergessen. Selbst, wenn es 40.000 waren, immer noch ein klasse Ergebnis.
Insgesamt hat das Projekt Goldenen- Zitronen-Fiat wieder fit zu machen die 3.000 € Grenze gestreift, leicht gerissen. Alleine mit den Voruntersuchungen fast 300 € TÜV / AU Gebühren. Ganz abgesehen von den 55 € für die Stadtverwaltung, wegen überzogenem TÜV. Und noch 65 € für den Kostenvoranschlag durch Fiat. Letztere hätte ich mir wahrlich sparen können. Aber der MUSSTE gemacht werden, um den Kulanzantrag bei Fiat Assisstance stellen zu können. Das reicht eigentlich schon, um um Fiat die nächsten Jahre einen gewaltigen Bogen zu machen.

Jetzt habe ich mich nochmal auf meine Betriebsanleitung gestürzt. Die Regeneration wird als solche garnicht angesprochen.
Ganz verschämt wird sie auf Seite 69 im Kapitel der Kontroll- und Warnleuchten gestreift. So ein wichtiges, teures, auch durch falsche Behandlung gefährdetes und offensichtlich relativ oft fehlerbehaftetes Teil wie der DPF wird überhaupt nicht vernünftig erklärt. Hinzu kommt, dass die Kontrollleuchte, die die Regeneration gem. Bedienungsanleitung anzeigt, in meinem 2,2 160 PS Bj. 21 nicht existiert. Es müsste ja sonst beim Anlassen bzw. in der Vorwärmphase zumindest für 3 Sekunden sichtbar sein. Fiat schreibt > für Versionen / Märkte wo vorgesehen. Das ist doch mal ein schöner Allgemeinplatz, um alle Verantwortung von sich zu weisen.. Ich möchte dieses Buch ein paar Leuten um die Ohren klatschen. Man wird also wohl absichtlich in Unkenntnis gelassen.
Bricht damit vielleicht auch völlig unbewusst, den einen oder anderen Regenerationsvorgang ab .... (siehe auch wieder die interessanten Ausführungen von walter me) Ich habe bewusst in den 20.000 km bisher keinen wirklich identifizieren können und das obwohl ich eigentlich fahr- und motortechnisch eher ein Sensibelchen bin und auch schon mal den einen oder anderen Floh habe husten hören..... Ich scheine damit aber auch nicht ganz alleine zu sein.

Die Schwaben geben auf ihren reparoerten DPF eine Garantie, wenn ordnungsgem. durch eine Werkstatt eingebaut von einem Jahr. Ich werde mich also für eine ausserordentliche AU nächsten November bei meinem WoMo Händler oder den freundlichen Arabern anmelden. Ich hoffe inständig, dass bis dahin nix mehr dazwischen kommt.

Für alle anderen viel Glück, bonne Chance, eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.
Besinnliche Vorweihnachtszeit + Guten Rutsch
Lutz

Hallo und ein frohes Neues zusammen!

Wir hatten das gleiche Problem mit unserem Knaus Boxstar auf Ducato-Basis (2,3l 140PS) von EZ 11/21. Bei der ersten HU bin ich nach 23.000km nicht durch die Abgasprüfung gekommen. Erste Messung ca. 740.000/cm3, zweiter Versuch nach mehreren Drehzahlanhebungen im Stand: ca. 350.000/cm3.

Termin bei Fiat gemacht und trotzdem vorab folgendes versucht:

1. Nach ca. 50km Vollgasfahrt auf der Autobahn noch einmal zum TÜV gefahren. Auch wieder zu viele Partikel: 340.000/cm3. Nach der Messung direkt abgebrochen.
2. Diesel abgepumpt und 80l V-Power Diesel + Anti-Ruß-Additiv getankt.
3. 600km Urlaubsfahrt im 5. Gang bei 130km/h und Drehzahl > 3.000/min gefahren.
4. Endrohr mit Hochdruckreiniger ausgewaschen.
5. Direkt erneut bei der Dekra vorgestellt und AU bestanden. Der Wert war dann bei ca. 140.000 Partikel/cm3.
6. Termin bei Fiat wieder abgesagt.

Immer noch kein guter Wert aber unter dem Grenzwert von 250.000/cm3. In zwei Jahren wird es dann wieder spannend…

Viele Grüße

Axel

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Hallo Axel,
vielen Dank für diesen Bericht. Ich hatte mir eine Vorbereitung dieser Art, vor der nächsten AU, vorgenommen.
Dein Beitrag bestärkt mich ??
Natürlich zeigt er gleichzeitig einmal mehr, was für eine armselige Technik Fiat da verbaut hat (bzw. immer noch verbaut?)
Gruß aus S-H

Hallo,

also das Problem betrifft jeden Hersteller! Nicht nur Fiat!

Wenn eine Partikelmessung derart über den Sollwert abweicht, dann hast du einen defekt am Partikelfilter!
Dieser ist dann gebrochen und lässt somit ungefilterte Abgase durch den Partikelfilter. Deshalb sind auch die Endrohre Schwarz!
Wenn man weiß wie ein Partikelfilter aufgebaut ist dann gibt es nur diese eine Möglichkeit bei den zu hohen Partikeln!

Denn warum können Hersteller teilweise keine Partikelfilter liefern? Bei VW glaub ich 3-6 Monate Warten!

Hallo Chrissss, hallo axgove
Hallo Ducato Gemeinde

Genau das habe ich beschrieben. Der DPF hat wahrscheinlich irgendwo zwischen 15.000 und 17
000 km den Geist aufgegeben. Riss, gut möglich... sehr wahrscheinlich, schreibe ich ja auch. Der Report der Schwaben steht aber noch aus. Nur so sind 5 Mio Partikel möglich, da gebe ich Dir recht. Woran liegt das aber ? Ursachenforschung ist angesagt. Das soll ja nicht zur Regel werden, dafür ist das zu teuer. An meiner Fahrweise liegt es eher nicht, ab 3.000 u/min aufwärts, wenn geht auch 140 und 150 kmh und Langstrecke. Eher daran, dass Fiat den armen überforderten Ducato Fahrer der betroffenen Baujahre absichtlich / unabsichtlich nicht mit der Info belasten wollte, dass das Fahrzeug in Regeneration ist, letztlich damit eigentlich erst den Schlamassl verursacht. Gut möglich, dass eine (von mir) verpennte Regeneration den HitzeTod = riss des DPFs bewirkt hat. Aber seitens Fiat Assistance bei einem fast neuen Fahrzeug jegliche Kulanz SOFORT ablehnen.... da bin ich äußerst nachtragend.
Ford WoMo Fahrer sind ähnlich, vielleicht sogar noch mehr gebeutelt als die Fiatgemeinde. Auch PKW Fahrer jenseits Fiat und Ford sind betroffen. Es scheint aber so, dass Ford und Fiat derzeit führend bei Problemen mit der Abgasuntersuchung sind.
Die Tipps von axgove sind sehr interessant. Wenn man nur 'wenig' und nicht Faktor 10 und mehr über den max 250.000 liegt, ist das
ein gutes Procedere um sehr viel Geld zu sparen.
Eine Alternative ist direkt einen neuen DPF einbauen zu lassen. Dazu vielleicht noch die Sensorik davor und dahinter - wenn wir dann gleich schon mal so gut unterwegs sind bieten sich noch neue Injektoren an. Im nächsten Schritt alle Filter und Kraftstoffleitungen.
Von diesen geilen Profi(t) Kostenvoranschlägen gibt es einige traurige Beispiele hier im Netz. Ich erinnere mich an 23k€ bis 55k€. Bei letzterem wurde auch noch gleich Turbolader- und Motortausch angedroht. Fiat, Profi hin oder her, macht sich das viel zu einfach, hat sicherlich auch die Erkenntnis, was da genau passiert, mauert aber. Da ist mir aber völlig wurscht, dass auch andere Hersteller ein Problem mit dem DPF haben. Ich habe ein Fiatfahrgestell gekauft. Damit ist Fiat mein Problembär.

Frage in die kompetente Runde
WELCHE Baujahre des Duc zeigen eplizit die Regeneration an, bzw. wieder an ? Mein WoMo Zulassung 2/21, Kastenwagen dürfte damit Baujahr 2020 sein.
Bei mir ist die Kontrollleuchte im Multifunktionsdisplay nicht auffindbar.

Weitere Frage in die kompetente Runde
Hat jmd. Erfahrung mit dem Einsatz eines (programmierbaren ? OBD 2) Gerätes,
um die Information über eine laufende Regeneration auf diese Weise zu bekommen. Dabei gehe ich davon aus, dass diese Info bei allen Fahrzeugen der neueren Generation digital vorliegt, so dass man sie auch abrufen kann.
Fiat konnte mir natürlich nicht helfen. Man könne sich vorstellen, dass dann die Steuergeräte anders programmiert sind, ein Abruf nicht möglich ist.
Sieht man sich die Bedienungsanleitung durch .... es gibt soviele Unterschiede über die jeweiligen Länderausführungen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das dann generell zu unterschiedlichen Kabelbäumen oder alternativ programmierten Steuergeräten führt. Vorstellen heisst aber nicht wissen > deswegen hier die Frage an alle. Vielleicht gibt es schon jmd. in unserem Kreis, der dieses Problem gelöst hat oder diesbezüglich 'unterwegs' ist.

Bis die Tage...freue mich auf weiterführende Infos.

Nachtrag

DUC korrektes Baujahr lt. Brief 11/19 nicht 2020 wie ursprünglich vermutet.
2287 ccm 160 PS
Ford und Fiat scheinen die Problemspitze bei den WoMos hinsichtlich der DPF zu bilden.
Genaue belastbare statistische Auswertungen gibt es vielleicht in 2025.

Hallo und guten Tag an die betroffene Fiat Womo Gemeinde.
Ich mische mich nun auch einmal in die Diskussion über dieses beunruhigende Thema ein, leider aber ohne zielführende Tipps geben zu können. Mein Ducato Hymer ist aus EZ 05/2020 und hat mittlerweile schon 85.000 km überwiegend Langstrecke auf der Uhr. Das Thema " Regeneration des Partikelfilters " beschäftigt mich auch schon lange, ohne dass ich auf Nachfrage beim freundlichen Fiat-Händler mehr als nebulöse Hinweise bekommen konnte.
Was mir allerdings immer wieder auffällt, ist das lange und sehr laute Nachlaufen des Kühlerlüfters nach dem Abstellen. Es tritt sehr unregelmässig auf und ich habe dann immer das ungute Gefühl, dass dann gerade eine Regeneration abgebrochen wird.
Im Februar ist der TÜV fällig, ich werde dann hier berichten wie es gelaufen ist.
Generell ist es aber traurig, dass man mit einem noch so relativ neuen Fahrzeuges Angst vor der HU haben muss.
Das kenne ich alllenfalls von meinem 30 Jahre alten Personenwagen....
Euch allen ein gutes Neues Jahr.
Andreas

Mein Ducato EZ 05/21 mit AdBlue und 9G Automatik hatte bei ca. 28.000km im Mai 2024 seine erste HU und er hat ohne Mängel bestanden, die AU zeigte keine Auffälligkeiten. Also muss es an einzelnen Fahrzeugen und vielleicht an der eigenen Fahrweise liegen.

Ich persönlich fahre Turbo Motoren grundsätzlich langsam warm und auch langsam kalt bzw. lasse sie nach hoher Belastung nachlaufen.

Hallo Badland,
die weitaus meisten schaffen ja offensichtlich die AU. Irgendwo habe ich etwas von 4 % Durchfallern über alles gelesen. Mir persönlich erscheint das für den Ducato ein wenig niedrig. Für Genaueres müsste man TÜV Reports typenspezifisch einsehen können. Egal, auch wenn es nur 4 % beträfe, für deren Eigner ist das aber finanziell schon vor Allem bei neuen Fahrzeugen recht ärgerlich. Ein schonendes Einfahren bei kalten Fahrzeugen setze ich voraus. Bin seit 50 Jahren ohne grosse TechnikSchäden unterwegs. Das Keramikteil im DPF ist funktionsbedingt ohnehin auf hohe Temperaturen ausgelegt. Was die Keramik wahrscheinlich nicht so gut verträgt ist Verstopfung vor der Regeneration und Temperaturschwankungen.
Die, die es am ehesten wissen, halten sich leider bedeckt.

> Andreas, das mit dem Lüfternachlaufen habe ich auch schon erlebt, habe das bisher als Reaktion auf etwas erhöhte Motortemperatur zurückgeführt.
uU war das aber genau das Abbrechen einer vom Fz eingeleiteten Regeneration. Heute bin ich klüger, würde sicherheitshalber anders reagieren. Ohne diese absolut unnötig von Fiat eingesparte /weggelassene Kontrolleuchte wäre alles eben wesentlich einfacher.

Zitat:

@sst54 schrieb am 4. Januar 2025 um 23:35:10 Uhr:


Hallo Badland,
die weitaus meisten schaffen ja offensichtlich die AU. Irgendwo habe ich etwas von 4 % Durchfallern über alles gelesen. [...]

4% aller gemachten AUs, das sind von Euro 0 bis Euro 6 alle gemessenen Fahrzeuge. Eine Reine Statistik die zu nichts zu gebrauchen ist.

Die Regeneration wird nicht mehr angezeigt da die Regenerationslampe sonst ständig leuchten würde. Regeneration gibt es seit Euro4 als die ersten Partikelfilter kamen, die Regenerationsmeldung wurde von den meistens Ignoriert und das Fahrzeug trotzdem abgestellt. Bei Euro 6 wird mittlerweile sobald die Bedingungen vorhanden sind eine Aktive Regeneration eingeleitet, sollte diese Nötig sein, denn eigentlich sollte sich der DPF kontinuierlich während der Fahrt rein durch die im Normalen Betrieb entstehenden Abgastemperaturen selbst reinigen. Man Merkt die Aktive Regeneration da der Kühllüfter schon läuft obwohl die Motortemperatur noch nicht mal richtig erreicht wurde, gefühlt läuft der Motor auch härter durch die Nacheinspritzung. Die Strategie von "Einmal alles Freibrennen" auf "häufig kleine Mengen" hat sich zusätzlich geändert. Beim Abstellen hört man die Hitze der Abgasanlage. Bei Iveco gab es für die 2.3L und 3L Motoren mindestens 4 Software Updates um die Regeneration und Partikelfilter Verstopfungsprobleme im Alltag in den Griff zu bekommen, die Motoren wurden auch im Ducato bis 2021 verbaut.

--
Edit: Vollzitat gekürzt
Dr.OeTzi | MT-Moderation

An Zoker
Ich hatte 4 % der AU Prüfung gem. EU 6 verstanden. Die EU 5 und älter durchlaufen mW nicht die Messung nach den strengen neuen Kriterien, die würde wahrscheinlich keiner von denen sonst bestehen. Danke für den Hinweis mit den Updates. Auch wenn es sich auf Iveco bezog. Bei FIAT muss man offensichtlich alles selber anleiern oder die Infos dazu wurden von meinem WoMo Verkäufer 'nicht weitergegeben'. Ich werde nachfragen. Bei EU 6 weiss ich nur von eingeleiteten Regenerationen.
Kontinuierlich ... dafür reicht meist die Standardabgastemperatur nicht. Für die Regeneration soll sie bei 600 Grad liegen müssen. Das erklärt auch die berühmte Halbe Stunde mit hoher Drehzahl zum 'Freifahren' des DPF. Dann hat man die Chance die 600 zu erreichen. Ansonsten hat man noch die Drucksensoren, vor und hinter dem DPF, die offensichtlich bei entsprechend starker Russbeladung des DPF selbständig die Regeneration einleiten. Das ist der Punkt wo ich beim EU 6 gerne eine Info hätte. Einen DPF habe ich ja offensichtlich schon getötet, wenn er nicht vorher schon werksseitig angeschlagen war. Bei diesem sollte es auch dann gerne bleiben.

Ich glaube, du liegst falsch mit

Zitat:

die berühmte Halbe Stunde mit hoher Drehzahl zum 'Freifahren' des DPF

Das Aufheizen des DPF und die anschließende Regenerationen benötigen keine Drehzahlen. Das erfolgt über zusätzliche Dieseleinspritzung in den Brennraum. Zum Einleiten der Regeneration benötigt es diverse Bedingungen. Bei all meinen bisherigen Fahrzeugen wurde bzw. wird die Regeneration bei gemäßigter Drehzahl (knapp über 1.000 bis max. 2.500 U/min) eingeleitet. Das entspricht Geschwindigkeiten von ca. 80 bis 100 km/h im höchsten Gang. Ich wüßte nicht, warum das bei Fiat anders sein soll. Zudem benötigt es eine gleichmäßige Fahrt ohne Beschleunigung- und Bremsorgien. Und natürlich benötigt es vorher genug Weg, um alles auf Betriebstemperatur zu bekommen.

Bin da ganz bei @PIPD black

Das 'Freifahren', wie man es von früheren Dieseln (OHNE geschlossenen, aktiven DPF!) kannte (Viel Last, hohe Drehzahl) gibt es quasi nicht mehr, denn aktive DPF (nicht die Wandstromfilter!) sind geschlossene Systeme wo der sich ansammelnde Ruß durch Nacheinspritzung von unverbranntem Kraftstoff aktiv abgebrannt werden muss.

Natürlich ist eine erhöhte Drehzahl mit hohen Abgastemperaturen nicht schlecht aber bei der Fahrsituation entsteht gleichzeitig auch mehr Ruß, was den Effekt der passiven Regeneration praktisch komplett aushebelt.

Schön sichtbar wird das, wenn man die Regeneratinsphasen ausliest. Dann sieht man, dass sich der Intervall aktiver Regenerationen auf Langstrecke mit mittlerer Last zwar vergrößert, die aktiven Regenerationen aber trotzdem notwendig sind.

Und deswegen bringt es überhaupt nichts den Scherbel vor der AU die Sporen zu geben.

Nach allem was ich bisher gelesen habe führt folgendes Vorgehen zum Erfolg:
- Fahrzeug sollte bei AU vollständig und ordentlich warmgefahren worden sein.
- KEINE KURZSTRECKEN VOR DER AU!
- Keinesfalls darf kurz vor oder gar während der AU eine Regeneration stattfinden!
- Bei vorher beanstandeter AU, sollte vor der nächsten AU eine Regeneration per Diagnose eingeleitet und vollständig durchlaufen werden. Danach einige KM gleichmäßig bei geringer bis mittlerer Last fahren.

Bei älteren, oft nachgerüstet Wandstromfiltern ist das etwas vollkommen anderes. Da handelt es sich um offene Systeme die durch Abgasdruck- und -Temperatur passiv Regenerieren. Da kann man an der Autobahnauffahrt oder am Berg die bekannte Rußwolke sehen, wenn sich diese unter Last löst.

Aber wie gesagt - das ist ein ganz anderes System und hat nichts mit den neuen Filtern in EURO6 Fahrzeugen zu tun.

PS: Bitte Vollzitate vermeiden. 🙂

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