Drei Generationen Mercedes S-Klasse im Test: W116, W126, W140

Mercedes S-Klasse W116
Friedrichsruhe – Fünf Jahre nach ihrer Vorstellung wurde die S-Klasse Teil des Deutschen Herbstes. Am 5. September 1977 wurde Hanns-Martin Schleyer von der RAF brutal aus seinem 450 SEL entführt. Seine Leibwächter wurden dabei erschossen, er selbst am 18. Oktober, vor ziemlich genau 40 Jahren. Das Foto, das nach dem Überfall entstand, zeigt den 450 SEL mit offenen Türen und herausgeschossenen Fenstern, flankiert von halb zerstörten Strich-Achtern. Es ist Teil des kollektiven Gedächtnisses der BRD.
Der tiefdunkelblaue 350 SE der Classic-Abteilung von Mercedes hätte vielleicht ein fröhlicheres Jubiläum für diese Ausfahrt verdient. Aber er war ja nicht dabei, er wurde 1979 gebaut. Blaue Karositze, blauer Kunststoff am Armaturenbrett und in den Türverkleidungen, dazwischen und in der Mittelkonsole braunes Wurzelholz. Restauriert wurde das Auto nicht, nur in Schuss gehalten. Er wirkt etwas abgenutzt. Nicht mehr wie ein glänzendes Symbol des Kapitalismus und Imperialismus.
Viele Erinnerungen sind heute mit Autos verbunden. Und viele Autos mit Erinnerungen. Die S-Klasse prägt das kollektive Gedächtnis, weil sie regelmäßig in den Nachrichten vorkam, im Fernsehen und in Zeitungen. Als Vorstands-Limousine oder als Staatskarosse. Bundespolitiker fuhren bis in die 1990er fast nur Daimler, Bank-Chefs und Industrielle auch. Das Topmodell von Daimler war deshalb zwangsläufig ein Symbol der herrschenden Klasse. Und gehörte zum linksextremistischen Feindbild.

Mercedes 350 SE W116: V8 mit Dreigang-Automatik


Der W116 wirkt fast zierlich neben seinen Erben, dabei übertraf er mit 4,96 Metern Länge schon als Kurzversion fast alles, was damals auf den Straßen rollte. Chromstoßstangen, Fensterrahmen, Zierleisten - und natürlich der senkrecht aufragende Kühlergrill. Die S-Klasse machte keinen Hehl daraus: Wer hier drin saß, hatte es geschafft.
Dabei fühlen sich die Sitze an wie die in unserem Familien-W123 aus den frühen 1980ern. Ein bisschen zu weich und nach Federkern. Die Bedienung der elektrischen Fensterheber belegt ein Drittel des Mitteltunnels. Die Klimaanlage mit ihren vier Schiebereglern und zwei Drehknöpfen nimmt die Hälfte der Mittelkonsole ein. Immerhin: Zwei-Zonen-Regelung.
Unter der Haube sitzt ein 3,5-Liter-Benziner mit mechanisch geregelter Saugrohreinspritzung. Maximal 205 PS und 285 Newtonmeter Drehmoment erreichen das Getriebe. Viel davon kommt nie wieder raus. Die Dreigang-Automatik ist zudem kein Muster an Spontaneität. Trotzdem gibt es keinen Grund, über mangelnde Leistung zu klagen. Der 350 SE schiebt klaglos vorwärts.
Der V8 war in der Blüte seiner Jahre mal gut für eine Sprintzeit von rund 10 Sekunden auf 100 km/h, bei 200 km/h war Schluss. Mit Vierganghandschalter wäre es noch etwas schneller gegangen. Nicht schlecht. Dabei bollert der Motor nur ganz verhalten. Mercedes hat bei der Abstimmung auf Komfort und Laufruhe Wert gelegt. So rauscht man dahin, das große Lenkrad mit dem dünnen Kunststoff-Kranz zwischen den Fingern. Um die Mitte passiert sehr wenig, alles danach passiert mit leichter Verzögerung.

Der W116 war das erste Serienauto mit ABS


So war das damals. Geradeaus liegt der 350 SE satt und souverän. Er federt komfortabel und stoisch, Kanten schlucken die 205er-Reifen mit 70er-Flanken auf 14 Zoll einfach weg. So schiebt man sich durch den Herbst, vor der Windschutzscheibe die Konturen der Motorhaube. Sie rahmen die Landschaft ein, geben ihr eine Basis mit Mercedesstern in der Mitte. Man sieht ihn bis zum Sockel. Und fühlt sich erhaben. Natürlich kommt einem der Witz mit dem Mercedes-Stern als Zielvorrichtung in den Sinn.
Es setzt Regen ein. Ein Dreh am Ende des Lenkstocks auf der linken Seite, die silbernen Wischer quietschen leicht asynchron die Tropfen von der Scheibe. Ein bisschen ungelenk wirkt das. Damals war es Stand der Technik.
Die S-Klasse galt Mercedes schon damals als Technikträger. Bei Sicherheit, Telematik, Elektronik. Der W116 war das erste Serienauto mit ABS, ab 1978 wurde es als Extra angeboten. Was Generaldirektoren und Amtsträger schützte, sollte später weiter unten ankommen. Allerdings gab es damals beim Daimler kein echtes „unten“.
Oben löste 1979 der W126 den W116 ab. Er kam ab 1981 gegen Aufpreis mit Fahrerairbag und Gurtstraffer, auch ein Novum. Die Chromstoßstangen wurden durch Kunststoffstoßfänger ersetzt. Bruno Sacco war für das Design verantwortlich, das im Vergleich zum Vorgänger klar und nüchtern wirkt. Weniger prunkvoll, weniger protzig. Die Plastikplanken reichten um den kompletten Wagen - praktisch bei Remplern, die den Lack ganz ließen.
Außerdem waren Leichtbau und Aerodynamik Thema. Schließlich war der W126 unter dem Eindruck der ersten Ölkrise entwickelt worden. Der 300 SE verbrauchte bei besseren Fahrleistungen rund zehn Prozent weniger als der 350 SE der Vorgänger-Baureihe. Außerdem kam der Katalysator. Mehr Vernunft, weniger Prunk. Feindbild der Linken und Vorstands-Transportmittel blieb die S-Klasse. Auch der W126 hat seine RAF-Geschichte: Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen kam 1989 bei einem Bombenanschlag auf seine gepanzerte Limousine um.
Im Inneren des W126 merkt man vom Technikzeitalter zunächst wenig. Das Cockpit wirkt kaum moderner als das im W116. Der gleiche blaue Kunststoff spannt sich auf dem Armaturenbrett, das Holz wirkt wie aus derselben Charge. Für die billigen Plastikschieber der elektrischen Sitzverstellung würde sich Dacia heute schämen. Wenn Dacia eine elektrische Sitzverstellung anbieten würde. In der S-Klasse saß sie schon 1981 da, wo man sie heute noch findet. In der Tür, nicht am Sitz.

Mercedes 300 SE W126: Fahrdynamisch in die 1990er


Den Fortschritt spürt man erst, wann man fährt. Dieser W126 wirkt schon auf den ersten paar Metern locker um die 11 Jahre moderner, die er neuer ist. Der weiße 300 SE stammt von 1990. Der 3,0-Liter-Reihensechszylinder leistet nur 188 PS (mit Kat bleiben 179 PS) und 260 Nm Drehmoment, trotzdem geht er besser als der W116.
Die Viergang-Automatik reagiert spontaner, die Lenkung vermittelt mehr Gefühl. Die Solidität des 116ers spürt man im 126er trotzdem noch. Dabei wiegt er deutlich weniger. Um fast 200 Kilo ist der 300 SE (1.570 kg) leichter als der 350 SE (1.765 kg). Den deutlich schwächeren 280 SE der Vorgängergeneration schlägt er um fast einen Zentner.
Der Sauger säuselt seinen Sechszylinder-Sound und schiebt den 300 SE nicht brachial, aber nett nach vorne. Die Bremsen packen fast bissig zu. Den W126 kann man sich gut im Alltag vorstellen. Warum auch nicht. Er bekommt ja noch nicht mal ein H-Kennzeichen.

Mit dem Kohl-Panzer schwindet der Charme


Zwölf Jahre lang baute Mercedes den W126. Länger als jede andere S-Klasse. Gut 818.000 Exemplare wurden verkauft, bis heute schaffte das kein Nachfolger. Allerdings wurde auch nie wieder eine S-Klasse so lange gebaut.
Beim Umstieg in den W140 merkt man das sofort. Kaum zu glauben, dass nur zwei Jahre zwischen den beiden liegen. Es ist das damalige Topmodell 600 SEL, Baujahr 1992. Der Kohl-Panzer. Dieser Trumm von Auto ist gebaut wie eine Trutzburg, ausladend und abweisend. So ähnlich wie Kohl. Und ähnlich kontrovers. Für Kritiker stand der W140 sinnbildlich für eine Politik, die Mitte bis Ende der 1990er den Kontakt zum Volk verloren hatte.
Über 5,21 Meter streckt sich der W140 in der Langversion, von Radlauf zu Radlauf misst er fast 1,89 Meter. Der Vorgänger (W126) war sieben Zentimeter kürzer und beinahe sieben Zentimeter schmaler. Erst mit der aktuellen Baureihe W222 hat Mercedes es geschafft, das wieder zu übertreffen.

Mercedes 600 SEL: Der erste Mercedes-V12 nach dem Krieg


Mercedes setzte im 140er erstmals nach dem Krieg einen V12 ein. Mit sechs Litern Hubraum und 408 PS. Die kann er gut vertragen. Rund 2,2 Tonnen bringt der 600 SEL auf die Waage – fast eine halbe Tonne mehr als das W126-Topmodell 560 SEL. Die Fenster waren doppelt verglast, nicht nur mit aufgeklebter Folie, sondern mit zwei vollwertigen Glasscheiben.
Sogar der Innenspiegel ließ sich elektrisch verstellen. Ein unnützes Extra, von dem selbst der langjährige Baureihenleiter Frank Knothe sagt, da habe man es eventuell zu weit getrieben. Trotzdem ist er überzeugt, dass der Sprung vom 126 zum 140 einer der größten in der S-Klasse-Geschichte ist. Zumindest, was Komfort und Elektronik betrifft.
Man muss das nicht unbedingt vom Fahrersitz aus erleben. Fahrdynamisch stellt der 600 SEL keine Offenbarung dar. Er wirkt vom Lenkrad aus genauso schwer und breit, wie er ist. Die Bremse braucht mehr Druck als die im W116 und vermittelt quasi kein Gefühl. Ein Fahrerauto war diese S-Klasse nur geradeaus. In 6,3 Sekunden war sie auf Tempo 100.

Das ESP kam vom 600 SEL in die A-Klasse


Der W140 ist ein Hintensitzer-Auto. Die Sitze im MB-Classic-Exemplar sind mit dickem beigen Velours bezogen. Damals mochte man das, es war der Bezug der Wahl für die Topausstattung. Leder galt als kühl. Allerdings brauchte man jemanden, der das empfindliche Material sauber hielt. Es altert nicht gut, auch dieser 600 SEL wirkt schmuddelig.
Dafür verstecken sich überall Elektromotoren. Es gibt eine Mehrzonen-Klimaautomatik, elektrisch verstellbare Außenspiegel und Sitze mit Memory-Funktion. Die Neigung der Rückbanklehne lässt sich elektrisch justieren. Das klingt zwar, als würde man eine Zugbrücke herunterlassen, aber den Komfort erhöht es. Auch die Kopfstützen klappen elektrisch nach hinten.
Damit war der W140 durchaus Zeichen seiner Zeit. Schließlich brachten uns die späten 80er so unnütze Features wie Tapedecks mit Autoreverse-Funktion, bei der die komplette Kassette umgedreht wurde. Zeitgeistig war der W140 allerdings nicht. Er war zu breit für eine Normgarage und passte nicht auf den Autoreisezug. Der Innenraum mit Velours und Wurzelholz wirkt spießig. Eher wie Oggersheim als wie Berlin Mitte.
Die Zeiten, als die S-Klasse die Nachrichten bestimmte, neigten sich ohnehin rapide dem Ende zu. Der 7er von BMW war zwischenzeitlich zum ernsthaften Konkurrenten aufgestiegen - auch außerhalb der bayerischen Landespolitik und 1994 kam der erste Audi A8 auf den Markt. Kurz nach dem Ende von Kohls Amtszeit drängte sogar Volkswagen in die Oberklasse. Gerhard Schröder machte den Phaeton kurzzeitig populär. Als eine Art bodenständige Oberklasse, wenn man so will. Inzwischen bestehen die Politiker-Fuhrparks aus einer bunten Mischung aller Hersteller.
Eine ziemlich wichtige technische Neuerung hatte der W140 aber noch in petto. Er war der erste Mercedes mit ESP. Ab 1995 gab es den Schleuderschutz in den V12-Modellen serienmäßig, für die V8-Versionen war er optional. Das erste Fahrzeug, dass das System in allen Varianten serienmäßig erhielt, war keine S-Klasse: die 1997 neu eingeführte A-Klasse wurde damit ausgerüstet. Jetzt gab es ein "unten" beim Daimler. Zuvor war sie beim Elchtest umgefallen. Übrigens am 21. Oktober, als vor ziemlich genau 20 Jahren. Auch kein schönes Jubiläum.
Ab sofort verschicken wir unsere besten News einmal am Tag über Whatsapp und Insta. Klingt gut? Dann lies hier, wie Du Dich anmelden kannst. Es dauert nur 2 Minuten.

Technische Daten W116, W126 und W140

Modell 350 SE (W116) 300 SE (W126) 600 SEL (W140)
Motor 3,5-Liter-V8-Benziner 3,0-Liter-Reihensechszylinder 6,0-Liter-V12-Benziner
Leistung 205 PS (151 kW) b. 5.750 U/min 188 PS (138 kW) b. 5.700 U/min 408 PS (300 kW) b. 5.200 U/min
Drehmoment 287 Nm b. 4.000 U/min 260 Nm b. 4.400 U/min 580 Nm b. 3.800 U/min
Antrieb Dreigang-Automatik, Hinterräder Viergang-Automatik, Hinterräder Viergang-Automatik, Hinterräder
Geschwindigkeit 205 km/h 200 km/h 250 km/h
0-100 km/h 10,3 s 9,1 s 6,3 s
Verbrauch 13,0 l 11,8 l 13,7 l
Länge/Breite/Höhe 4,96 m/1,87 m/1,43 m 5,02 m/1,82 m/1,44 m 5,21 m/1,89 m/1,49 m
Gewicht 1.765 kg 1.570 kg 2.190 kg
Stückzahlen 51.100 (W116 ges.: 473.035) 105.422 (W126 ges.: 818.036) 32.517 (W140 ges.: 406.717)

[videotag]https://www.youtube.com/watch?v=-oi8R0XGjnk[/videotag]

492 Antworten

Zitat:

@winnerl [url=https://

>Der Doppelnocker passt von seiner Charakteristik überhaupt nicht in dieses Auto. Das war eine Daimler-Benz-Notlösung, weil sie nichts anders hatten. Hat in Deutschland sowieso keiner gekauft.<

Der "Doppelnocker" war damals ein Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst. Ein 2,7-Liter-6-Zylinder mit vollkommen alltagstauglichen 185 PS, das hatte sonst keiner. Und standfest war er ausserdem, zumindest nachdem der Antrieb der Ölpmpe so verstärkt wurde dass Schnecke und Ritzel zusammenhielten. Beim Vergasermotor war das nicht so schlimm, da blieb im Falle des Schadens auch die Benzinpumpe stehen und somit auch der Motor, beim KA-Einspritzer lief der Motor weiter. allerdings nur noch ganz kurz...
Der 280-SE-Motor war über viele Jahre einfach ein geiles Triebwerk. Und dass es in Deutschland keiner gekauft hätte- da widerspreche ich.

Zitat:

@OnkelKarl [url=https://www.motor-talk.de/.../...ker-im-deutschen-herbst-t6171793.html
Und jetzt werf ich noch in die Runde, dass ein 280 S Vergaser MEHR verbraucht als ein 450 SE.

Das stimmt aber auch wieder nicht ;)
Egal ob 124er, 116er, 201er, 126er, die Vergasermotoren verbrauchen eigentlich alle weniger als die Einspritzer, jedenfalls solange sie vernünftig eingestellt sind.

Wenn wir über Verbrauchswerte sprechen:
Mein 450 SE von 1974 brauchte ca. 25 Liter, 22 waren auch möglich, allerdings auch 30 bei zügiger Fahrweise.
Das war mein erster V8.
Den habe ich nach 9 Monaten wieder verkauft (1984/1985).
Meinen 280 SE von 1977 habe ich 4 Jahre gefahren (1986 - 1990).
Da hatte ich gezielt einen mit Schaltgetriebe genommen.
Der hat etwa 14 Liter gebraucht.
Viel weniger war nicht möglich, über 18 Liter bin ich aber auch nicht hinausgekommen.
Mein W126 500 SEL von 1984 (1992 - 1996) hat sich etwa bei 16 Liter eingependelt, mehr als 20 Liter gingen selbst bei viel Vollgas nicht, sparsam waren auch 14 Liter möglich.
Ich bin immer unterschiedliche Strecken gefahren, meist gemischter Betrieb mit etwas Stadtverkehr und hauptsächlich Autobahn, Landstraßen haben wir hier kaum.

lg Rüdiger:)

Zitat:

@Kunipfuhl schrieb am 25. Dezember 2017 um 11:37:37 Uhr:



Zitat:

@winnerl [url=https://

>Der Doppelnocker passt von seiner Charakteristik überhaupt nicht in dieses Auto. Das war eine Daimler-Benz-Notlösung, weil sie nichts anders hatten. Hat in Deutschland sowieso keiner gekauft.<
[/quote

Der "Doppelnocker" war damals ein Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst. Ein 2,7-Liter-6-Zylinder mit vollkommen alltagstauglichen 185 PS, das hatte sonst keiner. Und standfest war er ausserdem, zumindest nachdem der Antrieb der Ölpmpe so verstärkt wurde dass Schnecke und Ritzel zusammenhielten. Beim Vergasermotor war das nicht so schlimm, da blieb im Falle des Schadens auch die Benzinpumpe stehen und somit auch der Motor, beim KA-Einspritzer lief der Motor weiter. allerdings nur noch ganz kurz...
Der 280-SE-Motor war über viele Jahre einfach ein geiles Triebwerk. Und dass es in Deutschland keiner gekauft hätte- da widerspreche ich.

Der Motor ist geil, aber nicht in der S-Klasse. Wenn Du hohe Drehzahlen brauchst um Leistung zu haben, dann ist das in der S-Klasse deplaziert. Und untenrum zieht er nicht die Wurscht vom Brot.
Wer in Deutschland eine S-Klasse fuhr hat den mit acht Zylindern bestellt. Alles andere war verpönt, weil man Spott erntete, "Will und kann nicht".
Und mit dem Einzigartig, na ja - schon mal was von den Sechszylindern aus Bayern gehört. Das ging noch ein bisschen seidiger zur Sache. Das war doch damals das große Thema, was ist das beste Auto? Ein Mercedes mit BMW-Motor.
Ähnliche Themen

Die Frage ist immer, wie man so ein Auto bewegt....Zu Lebzeiten wurden auch 116er mit Vollgas über die Bahn gefahren und das im Alltag, heute eher die Ausnahme.
Ich habe da die Erfahrung gemacht, dass im typischen Youngtimerbetrieb, also bisschen Vorort, Landstraße, mal Autobahn mit 130-150 ein W126 V8 so etwa zwischen 12 und 14 Litern liegt, ein 116er mit V8 dann ca bei 15-17. Und ein 300 SE eben auch bei 12-14 Litern...
Allerdings lag mein 420 SE auch bei flotter Autobahnfahrt mit 180-190 auf der Strecke Hamburg-Bremen (Mit hier und da mal ne Baustelle und LKW überholen bei Vordermann 120 km/h, typischer 120 km/h Schnitt) etwa bei 13-14,5 Litern, wohingegen das mit nem 450 SE deutlich über die 20 Liter gehen dürfte.
Alles ne Frage der übersetzung, die bei den 116ern ja doch sehr kurz ist.
Im heutigen Alltag aber alles eher marginale Unterschiede. Richtig geil fährt ein handgeschalteter 350 SE, der einzige Motor aus der 116/117 Generation, der ansatzweise als drehfreudig zu bezeichnen ist.

Hi!
Schade dass sich bei diesem Artikel so viele Mercedesbasher eingefunden haben.
Dann noch diese Spritverbrauchsvergleiche mit neuen Autos!
Was die Kritik am Artikel betrifft: es gibt in der MB Oldieszene ja sowas wie "Flachkühler", senkrechte oder waagrechte Scheinwerfer und dergleichen.
Möglicherweise wurde hier das eine oder andere vermischt.
Der W116 hat einfach einen deutlich flacheren Kühler als der Vorgänger (W108 glaube ich), aber der Kühler steht natürlich, wie auch beim W126, senkrecht. Beim W140 neigte man ihn dann aerodynamisch, wobei es dann auch bis heute blieb.
Heute diesem Design hinterherzutrauern bringt nichts. Der Fußgängerschutz erfordert flachere, "weichere" Fronten. Dagegen kann man wohl nichts haben, denke ich.
Ich fuhr so einige W126. Außerdem besaß ich W140, W220, W221 und nun einen W222.
Fakt ist, dass ein W126 560 SE/L bei zügiger, vernünftiger, einer großen Maschine angemessenen Fahrweise genauso mit 11-13 L bewegt werden konnte wie die späteren V8. Wer hier dauerhaft 15 oder mehr L verbraucht, fährt entweder stets >200 auf der Autobahn oder hat einen nervösen Gasfuß und somit die Technik nicht verstanden.
Der W116 mag noch etwas mehr verbraucht haben. Beim W126 war im VFL der 380er noch als Schluckspecht verschrieen. Die 280er Einsrpitzer (herrlicher Motor, der x-mal verkauft wurde und im W126 soweit ich weiß auch der meistverkaufte Motor war) und dann 300er waren schon sehr, sehr sparsam und lassen sich im Alltag mit 10 L fahren, ohne zu schleichen. Wer es schafft, bei seinen Alltagsfahrten (wenn es nciht nur winterliche Kurzstrecke ist) mit einem modernen TDI schon mehr als 7 L zu verbrauchen, wird das natürlich mti einem alten, großen Benziner gleich gar nicht hinbekommen, in einem vernünftigen Rahmen zu bleiben. Für die nervösen Heizer gab es auch bei Mercedes stets besser geeignete Modelle wie 190 16V, W124 320 oder heute die ganzen Turbospielzeuge. Die großen Modelle waren und sind Gleiter, die man fahren können muss. Sonst sind sie Geldgräber.
Retrospektiv hat mir der W140 400 SE von 1991, einer der ersten, insgesamt am besten gefallen. Grundsolide, die nötigsten Extras an Bord (neben wirklich feinem Leder auch eine sehr gute Klimaautomatik, wie BMW dies bis heute niemals hinbekommen hat), Platz ohne Ende bei extrem niedrigen Fahrgeräuschen und bestem Abrollkomfort mit den, ich glaube, 16" Original-Ballonrädern, die auch für 250 Km/h gut waren.
Übrigens passte das Auto auf den Zug nach Sylt. Andere Autoreisezüge nutzt man als S-Klassefahrer sowieso nicht. Will man das Auto auf einem Zug herumkutschieren lassen, hätte man ja auch einen Polo kaufen können...
Allerdings würde (und werde) ich, ginge es um einen alten Benz, am ehesten wieder einen W126 in vernünftiger Farbkombination, Facelift und Leder kaufen, denn er ist für mich die bislang beste S-Klasse im Sinne des Produktkerns gewesen. Am besten mit V8.
Denn dieses Auto ist nicht nur komfortabel und (ab 420) kräftig, sondern auch extrem günstig im Unterhalt, weil sehr solide und reparaturfreundlich konstruiert.
Der W220 war dann deutlich moderner, aber qualitativ kein Vergleich mehr. Das ABC-Fahrwerk war schon nach einem Jahr fällig. 13.000 Mark bezahlte glücklicherweise die Garantieversicherung. Fahrwerksprobleme sind seit dem W220 bis heute ein Thema, denn seither gibt es nur noch "Luftfahrwerke" beim S. Wer den W140 mit Stahlfahrwerk kennt weiß, dass es so etwas eigentlich nicht braucht.
Nach 3-4 Jahren rosteten die ersten W220 schon. Ausfälle beim "Comand"-System häuften sich. Heute sind Elektronikdefekte an der Tagesordnung. Für Bastler und Liebhaber schlichter Formen ist aber ein gepflegter W220 für 6.000 Eur auch heute nicht uninteressant. Im normalen Alltag, der in D <15.000 Km bedeutet, ist für den Privatmann ein solches Auto mit 320er Maschine eher günstiger bei den TCO als ein neuerer Passat TDI.
Der W221 als Diesel war dann der beruflichen Situation geschuldet. Kein schlechtes Auto, aber ordinärer Sound und ziemlich gesichtslos. Diesel haben in solchen Autos einfach nichts zu suchen.
Der W221 war der letzte S mit V8 Saugbenziner. Für Leute die einen möglichst modernen S mit problemloser Maschine kaufen wollen, wäre so ein W221 S500 mit dem 388 PS 5,5 L Motor ein guter Tip.
Als Allrad mit der 5-G Automatik zeigt er einen guten Mix aus bewährtem Fahrkomfort, ausreichend Dampf und akzeptablem Reparaturaufwand. Aber es gab einige nervige Ausfälle, die der immer noch zu niedrigen Qualität nach dem Drop beim W220 geschuldet waren. Wer rein auf eine Werkstatt angewiesen ist, sollte von 10+ Jahre alten S-Klassen einfach die FInger lassen, denke ich. Außer man spricht von W116 oder W126 in Buchhalter-Ausstattung.
Der W222 V8 Biturbo ist m.E. wieder ein gelungener S, der mit vielen der alten Qualitäten aufwartet. Schöne Maschine, relativ sparsam trotz des hohen gewichtes und Allrad, innen sehr, sehr komfortabel auch bei den Windgeräuschen, technisch wieder solider.
Und in der Anschaffung extrem günstig. Ein tip-top gepflegter 2014er S500 ist schon für unter 50.000 Eur erhältlich. Bevor ich für dieses Geld einen einfachen A6 o.ä. kaufen würde, kaufte ich den S.
Was die W116 Geschichte hier betrifft: man kann sich über die Lenkung dieser Autos trefflich streiten. Für heutige Verhältnisse ist sie weich. Wenn sie technisch i.O. ist, ist sie aber nicht indirekt. Das Spiel um die Mittellage ist, wie auch beim W123, dem Verschleiß geschuldet und lässt sich (teuer) reparieren.
Einen W116 besaß ich nie, fuhr aber mit mehreren. Damals sicher ein tolles Auto. Heute ist er mir zu barock und ich sehe keinen Grund, für den Preis eines guten 126 einen 116 zu kaufen.
Nur eine Ausnahme gibt es: den 450 SEL 6.9. Den hätte ich gerne mal für 1-2 Jahre. Aber solch ein Oldie, auch schon mit einem kapriziösen Luftfahrwerk, kann ich mir nicht auch noch hinstellen. Leider.
Was oft nicht auf dem Schirm ist, sind die Vorgänger des W116. Da gab es z.B. einen 250 S mit Handschaltung, den man mit einfacher Ausstattung und etwas Restaurierungsbedarf noch heute für 5-10.000 Eur findet. Das sind richtig schöne Oldtimer, die sogar ohne 100.000 Eur Budget in einen alltagstauglichen Zustand versetzt werden können.
Sieht man sich an was der Wettbewerb so um 1970 herum baute, sind diese Autos fast schon genial modern hinsichtlich Fahrverhalten, Wartungsfreundlichkeit udn Solidität.
Keine Ahnung, weshalb Jaguars aus dieser Zeit teurer gehandelt werden. Die sind technisch im Vergleich eine Katastrophe.
Abschließend: was sollte der RAF-Käse?
Meine Erinnerungen an Mercedes beschränken sich eher auf Autos in der Familie und meine eigenen. Was Kohl fuhr, war mir egal. Der S war einfach damals das beste Auto auf dem Markt, also fuhr man das, wenn man es bezahlen konnte und viel fuhr.
Heute kann man auch Opel Insignia, Ford Mondeo Vignale oder Peugeot 508 fahren. Faktisch sind sie alle besser als ein W126 und reichen auch für Vielfahrer mehr als aus. In Vollausstattung bezahlt man für solche Autos mit 240 PS Benzinmotor keine 50.000 Eur. Sie sind leise, sicher, praktisch und bieten alles, was man für hohen Reisekomfort benötigt.
Es gibt eigentlich keinen vernünftigen Grund mehr, über 100.000 Eur für eine S-Klasse auszugeben, außer man fährt extrem viel oder muss geschäftlich repräsentieren.
Ich werde dies auch nicht mehr tun. Auch wegen des horrenden Wertverlustes, den Mercedes nicht mehr bereit ist, ein wenig mitzutragen.
Dennoch möchte ich jedem empfehlen der die Möglichkeit hat, zumindest mal ein Jahr lang einen S zu fahren. Das ist schon eine feine Sache und einen ordentlichen W220 kann man sich schon mal trauen.
Gruß,
HC

Zitat:

@hellcat500 schrieb am 26. Dezember 2017 um 06:17:47 Uhr:


Hi!
Schade dass sich bei diesem Artikel so viele Mercedesbasher eingefunden haben.
Dann noch diese Spritverbrauchsvergleiche mit neuen Autos!
Was die Kritik am Artikel betrifft: es gibt in der MB Oldieszene ja sowas wie "Flachkühler", senkrechte oder waagrechte Scheinwerfer und dergleichen.
Möglicherweise wurde hier das eine oder andere vermischt.
Der W116 hat einfach einen deutlich flacheren Kühler als der Vorgänger (W108 glaube ich), aber der Kühler steht natürlich, wie auch beim W126, senkrecht. Beim W140 neigte man ihn dann aerodynamisch, wobei es dann auch bis heute blieb.

Ich bashe nicht, denn ich bin mit diesen Autos aufgewachsen

:D

Mein Vater bewegte den 126er 500SE Vor-Mopf bei ca. 13 Litern. Das Auto (EZ Januar 1983, Übergabeinspektion bei Mercedes Lueg in Bochum Ende Dez. 1982) hat der alte Mann heute noch, wenn es auch kaum noch gefahren wird. In Spanien ist der Wagen seit Jahren steuerfrei und kostet ca. 150 Euro pro Jahr Versicherung, da darf der einfach ausruhen und wird ab und zu mal zum Sonntags-Essengehen bewegt.

Zum "Flachkühler". Die Bezeichnung kenne ich von den 108ern. Die Vor-Mopf-Modelle hatten einen höheren Kühlergrill, bei den Mopf-Modellen sprach man nach meiner Erinnerung von den "Flachkühlern", da diese flacher waren. In der Familie/Verwandtschaft gab es beides. Vatterns erster Benz war ein 1971er 280SE "Flachkühler" mit den Halogendoppelscheinwerfern im US-Stil, mein Onkel (Geboren 1901) hatte bis zu seinem Tod (1996) einen 1967er 250SE. Der hatte noch den hohen Kühler und die Glaskuppelscheinwerfer der Heckflosse, also ein Vor-Mopf. Die Kombination hoher Kühler und US-Lampen kenne ich zwar auch, sah aber, meiner Meinung nach, genauso unglücklich aus wie ein Flachkühler mit Glaskuppelscheinwerfern.

Und ja, ich weiß auch, dass die "richtigen Flachkühler" die Coupes und Roadster 107 waren.

Zu den Spritverbräuchen:

Ja, nach heutigen Maßstäben haben diese Autos "gesoffen". Die 108er (zumindest der 250er und 280er) hatten noch keine Drehmomentwandler sondern hydraulische Kupplungen, die einen beschissenen Wirkungsgrad hatten. Statt Drehzahl in Drehmoment verwandelten die Schlupf in Abwärme. Dafür konnte man die Autos noch anschleppen (Been there, done that).

Schubabschaltung und Wandlerüberbrückungskupplung war fremd. Die Motoren liefen mit sehr fettem Gemisch damit sie gut ansprangen und unter Last nicht zu heiß wurden.

Aber 20 Liter/100km Realverbrauch eines rund 1,6 Tonnen Schiffs mit 160PS (280SE W108 Automatik) standen in Konkurrenz zu 11-12 Litern Verbrauch eines 50 PS-Käfers mit 900kg. Oder 13 Litern eines 80PS VW Typ 411/412. DAmit relativiert sich das ganze.

Und ja, 50PS Käfer und VW 411LE habe ich selbst gefahren, der Käfer war mein eigener.

Beim 350er ging es weiter: Nach heutiger Sicht zu viele Zylinder für wenig Hubraum. Aber das war damals so. Rover hatte einen 3,5 Liter V8 von Buick übernommen, der bei nicht einmal 160PS genauso viel soff wie

ein 200PS Benz 116 mit 350SE. Drehfreudig waren beide für damalige Zeiten.

Aber auch ein 240D konnte (verglichen mit heutigen Dieseln) gut schlucken, ebenso der 116er als 300SD.

Unterm Strich haben mir die alten Benzen besser gefallen als die heutigen. Der erste, der mir nicht mehr gefiel, war der 126er. Der war mit, verglichen mit dem 116er, zu rundgelutscht. Der 116er mit seinem breiten Heck und den Chromdoppelstoßstangen war "eine Ansage". Vattern hatte den mit 3,5 Litern. Ein Jagdfreund meines Vaters den 450SEL. Der kam mit Chauffeur zur Treibjagd, das Auto machte einfach was her. (Prokuristenlimousine der 70er Jahre)

Heute sind solche Autos mit diesen Verbräuchen für mich unbrauchbar. Vattern fuhr keine 10km zur Arbeit, ich jeden Tag 60km (jeweils einfache Wegstrecke). Vattern fuhr selten zu einem Hausbesuch, ich habe in meiner besten Außendienstzeit über 60000km im Jahr nur in Kundenprojekten verfahren.

#Xotzil
Schöne Zusammenfassung!
Beim Verbrauch des W108 mit Automatik übertreibst Du ein bisschen.
Ich hatte zehn Jahre ein 111er Coupe (hoher Kühler 1969, Doppelscheinwerfer) mit dem Motor und Automatik. Mit 16 Liter kam man gut zu recht, und ich bin kein Schleicher oder Spritsparer.
Ohne hier Mercedes Bashing zu betreiben, das war der schlechteste Motor den ich je in einem Auto hatte. Oder sagen wir so, ich brauchte drei Stück in zehn Jahren. Hitzeprobleme und zweimal Kolbenkipper, nie wieder, nicht mal als Oldtimer.
Ich hatte auch davor einen 220SE große Heckflosse, der hatte Null Probleme. Das Aufbohren zum 280er ist ihm aber nicht bekommen. Der 250er war auch eine Gurke.
Mercedes konnte zu der Zeit keine Motoren bauen, das war ja alles Vorkriegsgerümpel. Erst der V8 im 350er brachte Besserung, dann der Doppelnocker 280 und der 230E mit den 136PS im 123er.
Bei Mercedes hat man doch Jahre verloren, weil man aufs falsche Pferd gesetzt hat - Wankelmotor.
Aber irgendwie ist die ganze Diskussion um den Verbrauch am Thema vorbei. Die alten Benzen stehen über diesen Dingen, entweder Du hattest Geld und bist so was gefahren, oder Du hattest kein Geld.
Das Feeling so etwas zu fahren, es ist eine andere Welt.

Zitat:

hellcat500 schrieb am 26. Dezember 2017 um 06:17:47 Uhr:
Fakt ist, dass ein W126 560 SE/L bei zügiger, vernünftiger, einer großen Maschine angemessenen Fahrweise genauso mit 11-13 L bewegt werden konnte wie die späteren V8. Wer hier dauerhaft 15 oder mehr L verbraucht, fährt entweder stets >200 auf der Autobahn oder hat einen nervösen Gasfuß und somit die Technik nicht verstanden.
Der W116 mag noch etwas mehr verbraucht haben. Beim W126 war im VFL der 380er noch als Schluckspecht verschrieen. Die 280er Einsrpitzer (herrlicher Motor, der x-mal verkauft wurde und im W126 soweit ich weiß auch der meistverkaufte Motor war) und dann 300er waren schon sehr, sehr sparsam und lassen sich im Alltag mit 10 L fahren, ohne zu schleichen.


Der Verbrauch ist zwar nur ein Randthema, trotzdem erhebe ich Widerspruch.
Ja, ich habe es auch mal geschafft, mit meinem E55 AMG (W210) 10 Liter zu verbrauchen. Das war eine sehr ruhige Fahrt nach Paris.
Realistisch im täglichen Gebrauch waren aber eher 12 - 14 Liter.
Ich weiß nicht, wie Du so fährst und was Du als "schleichen" bezeichnest, aber 10 Liter mit einem 300 SE im normalen Betrieb sind völlig unrealistisch.
Ich hatte diesen M103 im W124, da lag ich bei 11 -13 Litern, beim W126 braucht man eher noch ein wenig mehr.
Meinen W220 S500 4MATIC bewege ich mit minimal 11, meist zwischen 12 - 14 Liter (gemäß Anzeige, da ich Gas fahre).
Das deckt sich mit den Angaben anderer W220-Besitzer.
Meine Fahrweise ist über die Jahre vielleicht etwas ruhiger geworden.
Trotzdem ist es doch komisch, wenn nach Deinen Erfahrungen ein W126 560 SEL deutlich sparsamer sein soll, als Fahrzeuge, die 2 oder mehr Generationen jünger sind.
Da halte ich die etwa 16 Liter, die ich mit meinem W126 500 SEL der ersten Serie erreicht habe, für deutlich realistischer.
Und ich glaube schon, daß ich die Technik verstanden habe...

Zitat:

Der W221 war der letzte S mit V8 Saugbenziner. Für Leute die einen möglichst modernen S mit problemloser Maschine kaufen wollen, wäre so ein W221 S500 mit dem 388 PS 5,5 L Motor ein guter Tip.
Als Allrad mit der 5-G Automatik zeigt er einen guten Mix aus bewährtem Fahrkomfort, ausreichend Dampf und akzeptablem Reparaturaufwand.


Der W221 hatte im Gegensatz zu meinem W220 als 4MATIC immer die 7G-Automatik.
Den M273 mit 388 PS halte ich für den bisher letzten brauchbaren V8 in der S-Klasse (Erfahrungen mit der seit Mopf im W222 verbauten Motorengeneration M176 mal abwarten).
Was die Problemlosigkeit angeht, dürfte dagegen der M113 (W220) wohl der langlebigste Motor sein, den MB je gebaut hat.

Zitat:

Der W222 V8 Biturbo ist m.E. wieder ein gelungener S, der mit vielen der alten Qualitäten aufwartet.


Für Neukunden mit vorhandener Garantie mag das so gewesen sein.
Für Gebrauchtkäufer ist das Reparaturrisiko beim M278 jedoch kaum kalkulierbar.
Deshalb halte ich speziell diese Motorengeneration für nicht empfehlenswert.
In der Zukunft wird er noch deutlich zum Imageschaden für Mercedes beitragen, da die Ausfälle und damit verbundenen Reparaturkosten sich quer durch viele Baureihen bald häufen werden.
Mehr dazu z. B. hier: Klick hier!

lg Rüdiger:)

Hi!

Zitat:

@Xotzil schrieb am 26. Dezember 2017 um 08:21:09 Uhr:



Zitat:

@hellcat500 schrieb am 26. Dezember 2017 um 06:17:47 Uhr:


Hi!
Schade dass sich bei diesem Artikel so viele Mercedesbasher eingefunden haben.
Dann noch diese Spritverbrauchsvergleiche mit neuen Autos!
Was die Kritik am Artikel betrifft: es gibt in der MB Oldieszene ja sowas wie "Flachkühler", senkrechte oder waagrechte Scheinwerfer und dergleichen.
Möglicherweise wurde hier das eine oder andere vermischt.
Der W116 hat einfach einen deutlich flacheren Kühler als der Vorgänger (W108 glaube ich), aber der Kühler steht natürlich, wie auch beim W126, senkrecht. Beim W140 neigte man ihn dann aerodynamisch, wobei es dann auch bis heute blieb.

Ich bashe nicht, denn ich bin mit diesen Autos aufgewachsen :D Mein Vater bewegte den 126er 500SE Vor-Mopf bei ca. 13 Litern. Das Auto (EZ Januar 1983, Übergabeinspektion bei Mercedes Lueg in Bochum Ende Dez. 1982) hat der alte Mann heute noch, wenn es auch kaum noch gefahren wird. In Spanien ist der Wagen seit Jahren steuerfrei und kostet ca. 150 Euro pro Jahr Versicherung, da darf der einfach ausruhen und wird ab und zu mal zum Sonntags-Essengehen bewegt.
Zum "Flachkühler". Die Bezeichnung kenne ich von den 108ern. Die Vor-Mopf-Modelle hatten einen höheren Kühlergrill, bei den Mopf-Modellen sprach man nach meiner Erinnerung von den "Flachkühlern", da diese flacher waren. In der Familie/Verwandtschaft gab es beides. Vatterns erster Benz war ein 1971er 280SE "Flachkühler" mit den Halogendoppelscheinwerfern im US-Stil, mein Onkel (Geboren 1901) hatte bis zu seinem Tod (1996) einen 1967er 250SE. Der hatte noch den hohen Kühler und die Glaskuppelscheinwerfer der Heckflosse, also ein Vor-Mopf. Die Kombination hoher Kühler und US-Lampen kenne ich zwar auch, sah aber, meiner Meinung nach, genauso unglücklich aus wie ein Flachkühler mit Glaskuppelscheinwerfern.
Und ja, ich weiß auch, dass die "richtigen Flachkühler" die Coupes und Roadster 107 waren.
Zu den Spritverbräuchen:
Ja, nach heutigen Maßstäben haben diese Autos "gesoffen". Die 108er (zumindest der 250er und 280er) hatten noch keine Drehmomentwandler sondern hydraulische Kupplungen, die einen beschissenen Wirkungsgrad hatten. Statt Drehzahl in Drehmoment verwandelten die Schlupf in Abwärme. Dafür konnte man die Autos noch anschleppen (Been there, done that).
Schubabschaltung und Wandlerüberbrückungskupplung war fremd. Die Motoren liefen mit sehr fettem Gemisch damit sie gut ansprangen und unter Last nicht zu heiß wurden.
Aber 20 Liter/100km Realverbrauch eines rund 1,6 Tonnen Schiffs mit 160PS (280SE W108 Automatik) standen in Konkurrenz zu 11-12 Litern Verbrauch eines 50 PS-Käfers mit 900kg. Oder 13 Litern eines 80PS VW Typ 411/412. DAmit relativiert sich das ganze.
Und ja, 50PS Käfer und VW 411LE habe ich selbst gefahren, der Käfer war mein eigener.
Beim 350er ging es weiter: Nach heutiger Sicht zu viele Zylinder für wenig Hubraum. Aber das war damals so. Rover hatte einen 3,5 Liter V8 von Buick übernommen, der bei nicht einmal 160PS genauso viel soff wie
ein 200PS Benz 116 mit 350SE. Drehfreudig waren beide für damalige Zeiten.
Aber auch ein 240D konnte (verglichen mit heutigen Dieseln) gut schlucken, ebenso der 116er als 300SD.
Unterm Strich haben mir die alten Benzen besser gefallen als die heutigen. Der erste, der mir nicht mehr gefiel, war der 126er. Der war mit, verglichen mit dem 116er, zu rundgelutscht. Der 116er mit seinem breiten Heck und den Chromdoppelstoßstangen war "eine Ansage". Vattern hatte den mit 3,5 Litern. Ein Jagdfreund meines Vaters den 450SEL. Der kam mit Chauffeur zur Treibjagd, das Auto machte einfach was her. (Prokuristenlimousine der 70er Jahre)
Heute sind solche Autos mit diesen Verbräuchen für mich unbrauchbar. Vattern fuhr keine 10km zur Arbeit, ich jeden Tag 60km (jeweils einfache Wegstrecke). Vattern fuhr selten zu einem Hausbesuch, ich habe in meiner besten Außendienstzeit über 60000km im Jahr nur in Kundenprojekten verfahren.

Du weißt wirklich viel über dieses ganze Lampen- und Kühlerthema.

Danke für die Erhellung!

Dein Vater besitzt einen VorMopf W126 500 SE und Du findest die W126 hässlich.

Dein Vater fährt nur noch wenig.

Das wäre doch eine wunderbare Basis für die Aufnahme von Verhandlungen bzgl. dieses Wagens, findest Du nicht?

Wie steht Dein Vater dazu?

Beste Grüße!

HC

Hi!

Zitat:

@RuedigerV8 schrieb am 26. Dezember 2017 um 12:39:50 Uhr:



Zitat:

hellcat500 schrieb am 26. Dezember 2017 um 06:17:47 Uhr:
Fakt ist, dass ein W126 560 SE/L bei zügiger, vernünftiger, einer großen Maschine angemessenen Fahrweise genauso mit 11-13 L bewegt werden konnte wie die späteren V8. Wer hier dauerhaft 15 oder mehr L verbraucht, fährt entweder stets >200 auf der Autobahn oder hat einen nervösen Gasfuß und somit die Technik nicht verstanden.
Der W116 mag noch etwas mehr verbraucht haben. Beim W126 war im VFL der 380er noch als Schluckspecht verschrieen. Die 280er Einsrpitzer (herrlicher Motor, der x-mal verkauft wurde und im W126 soweit ich weiß auch der meistverkaufte Motor war) und dann 300er waren schon sehr, sehr sparsam und lassen sich im Alltag mit 10 L fahren, ohne zu schleichen.


Der Verbrauch ist zwar nur ein Randthema, trotzdem erhebe ich Widerspruch.
Ja, ich habe es auch mal geschafft, mit meinem E55 AMG (W210) 10 Liter zu verbrauchen. Das war eine sehr ruhige Fahrt nach Paris.
Realistisch im täglichen Gebrauch waren aber eher 12 - 14 Liter.
Ich weiß nicht, wie Du so fährst und was Du als "schleichen" bezeichnest, aber 10 Liter mit einem 300 SE im normalen Betrieb sind völlig unrealistisch.
Ich hatte diesen M103 im W124, da lag ich bei 11 -13 Litern, beim W126 braucht man eher noch ein wenig mehr.
Meinen W220 S500 4MATIC bewege ich mit minimal 11, meist zwischen 12 - 14 Liter (gemäß Anzeige, da ich Gas fahre).
Das deckt sich mit den Angaben anderer W220-Besitzer.
Meine Fahrweise ist über die Jahre vielleicht etwas ruhiger geworden.
Trotzdem ist es doch komisch, wenn nach Deinen Erfahrungen ein W126 560 SEL deutlich sparsamer sein soll, als Fahrzeuge, die 2 oder mehr Generationen jünger sind.
Da halte ich die etwa 16 Liter, die ich mit meinem W126 500 SEL der ersten Serie erreicht habe, für deutlich realistischer.
Und ich glaube schon, daß ich die Technik verstanden habe...

Zitat:

@RuedigerV8 schrieb am 26. Dezember 2017 um 12:39:50 Uhr:



Zitat:

Der W221 war der letzte S mit V8 Saugbenziner. Für Leute die einen möglichst modernen S mit problemloser Maschine kaufen wollen, wäre so ein W221 S500 mit dem 388 PS 5,5 L Motor ein guter Tip.
Als Allrad mit der 5-G Automatik zeigt er einen guten Mix aus bewährtem Fahrkomfort, ausreichend Dampf und akzeptablem Reparaturaufwand.


Der W221 hatte im Gegensatz zu meinem W220 als 4MATIC immer die 7G-Automatik.
Den M273 mit 388 PS halte ich für den bisher letzten brauchbaren V8 in der S-Klasse (Erfahrungen mit der seit Mopf im W222 verbauten Motorengeneration M176 mal abwarten).
Was die Problemlosigkeit angeht, dürfte dagegen der M113 (W220) wohl der langlebigste Motor sein, den MB je gebaut hat.

Zitat:

@RuedigerV8 schrieb am 26. Dezember 2017 um 12:39:50 Uhr:



Zitat:

Der W222 V8 Biturbo ist m.E. wieder ein gelungener S, der mit vielen der alten Qualitäten aufwartet.


Für Neukunden mit vorhandener Garantie mag das so gewesen sein.
Für Gebrauchtkäufer ist das Reparaturrisiko beim M278 jedoch kaum kalkulierbar.
Deshalb halte ich speziell diese Motorengeneration für nicht empfehlenswert.
In der Zukunft wird er noch deutlich zum Imageschaden für Mercedes beitragen, da die Ausfälle und damit verbundenen Reparaturkosten sich quer durch viele Baureihen bald häufen werden.
Mehr dazu z. B. hier: Klick hier!

lg Rüdiger:)

Aaaaalso:

Die Spritverbräuche waren bei meinen Autos so wie beschrieben.

Wenn ich maximal 180 fuhr.

Das reicht mir meist aus.

Tritt man mal auf den Pinsel, geht natürlich deutlich mehr.

Man hat es selbst in der Hand und es ist klar, dass man immer mehr verbrauchen kann, als andere angeben. Ich schaffe auch 18 L mit einem neuen A 250. Aber eben auch 7L.

In die Diskussion mit den Spritverbräuchen bin ich nur eingestiegen, um die altbekannten Märchen zu widerlegen. Wer einen S fährt, sollte gar nicht erst über Gas oder Diesel nachdenken müssen. Allein Anschaffungs-/Finanzierungskosten, Wartung und Verschleiß liegen auf einem Niveau, das man bezahlen können muss. Ein S kostet immer Geld. Der Sprit ist da eher nebensächlich.

Allerdings ist gerade der W126 ein sehr wirtschaftliches Fahrzeug. Andere fahrzeuge dieser Größe wie z.B. die neueren Passat Diesel u.ä. liegen bei den TCO deutlich höher, immer ausgehend von durchschnittlicher Privatnutzung.

Ich habe mich in der Tat geirrt, der W221 hatte mit 4m immer die 7-G.

Dieses Getriebe habe ich als problemlos erlebt in mehreren Benzen.

Mein M278 hat zur Zeit knapp 90.000 Km auf der Uhr und läuft völlig problemlos.

Ich frage beim nächsten Service mal nach, was Mercedes zu den beschriebenen problemen sagt.

Es gab auch M273 (danke für die Motornummer!) mit Problemen am Stirnrad, ebenso wie bei den 280 und 350 vor 10 Jahren.

Dennoch findet man mittlerweile in D und USA stapelweise S500 die ganz locker die 250.000 Km geschafft haben.

Daher stimme ich Dir auch zu, dass der M113 wohl der beste Motor ist, den Mercedes bislang präsentierte.

Ich fuhr ihn im W220 und A209.

Der 3-Ventiler bietet stets ausreichend Leistung, einen wunderschönen Klang und ist sehr, sehr haltbar.

Ich bereue bislang auch nur den einen Autoverkauf: den A209 500. Ein herrliches Auto.

HC

Zitat:

@Kunipfuhl schrieb am 25. Dezember 2017 um 11:37:37 Uhr:



Zitat:

@winnerl [url=https://

>Der Doppelnocker passt von seiner Charakteristik überhaupt nicht in dieses Auto. Das war eine Daimler-Benz-Notlösung, weil sie nichts anders hatten. Hat in Deutschland sowieso keiner gekauft.<
[/quote

Der "Doppelnocker" war damals ein Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst. Ein 2,7-Liter-6-Zylinder mit vollkommen alltagstauglichen 185 PS, das hatte sonst keiner. Und standfest war er ausserdem, zumindest nachdem der Antrieb der Ölpmpe so verstärkt wurde dass Schnecke und Ritzel zusammenhielten. Beim Vergasermotor war das nicht so schlimm, da blieb im Falle des Schadens auch die Benzinpumpe stehen und somit auch der Motor, beim KA-Einspritzer lief der Motor weiter. allerdings nur noch ganz kurz...
Der 280-SE-Motor war über viele Jahre einfach ein geiles Triebwerk. Und dass es in Deutschland keiner gekauft hätte- da widerspreche ich.

Der 280er war einer der besten und robustesten Motoren, den Mercedes jemals gebaut hat. Sogar im W210 hat es den noch gegeben - wurde also über viele Jahre nur mit geringfügigen Änderungen angeboten. Das muss doch einen Grund geben?

Im W210 hat es diesen Motor nicht gegeben, schon im 124er nicht mehr.

Zitat:

@Kunipfuhl schrieb am 27. Dezember 2017 um 18:36:18 Uhr:


Im W210 hat es diesen Motor nicht gegeben, schon im 124er nicht mehr.

Wir sind auch vom ursprünglichen Thema dem "deutschen Herbst" in den tiefsten deutschen Winter gerutscht. Um W220, W210, etc. geht es hier gar nicht, ich kann auch keine Gemeinsamkeiten erkennen. Der Name vielleicht, aber es ist eine ganz andere Philosophie dahinter. Es ist eine ganz andere Käuferschicht, früher wurde eine S-Klasse bar bezahlt, heute gibt's keine S-Klasse die nicht geleast ist.
Deshalb kommt es auch zu diesen inflationären Stückzahlen und dem Wertverlust, wobei Wertverlust immer impliziert dass Wert verloren geht. Das sehe ich nicht.

Zitat:

@hellcat500 schrieb am 26. Dezember 2017 um 06:17:47 Uhr:


Was die Kritik am Artikel betrifft: es gibt in der MB Oldieszene ja sowas wie "Flachkühler", senkrechte oder waagrechte Scheinwerfer und dergleichen.
Möglicherweise wurde hier das eine oder andere vermischt.
Der W116 hat einfach einen deutlich flacheren Kühler als der Vorgänger (W108 glaube ich), aber der Kühler steht natürlich, wie auch beim W126, senkrecht. Beim W140 neigte man ihn dann aerodynamisch, wobei es dann auch bis heute blieb.
Heute diesem Design hinterherzutrauern bringt nichts. Der Fußgängerschutz erfordert flachere, "weichere" Fronten. Dagegen kann man wohl nichts haben, denke ich.

Wobei sich der Trend ja gerade wieder umkehrt, bei W222/213/205 steht der

Kühlergrill ja wieder deutlich steiler, u.a. auch aus Gründen des Fußgängerschutzes....

:)http://nast-sonderfahrzeuge.de/.../image113059.jpg

Zitat:

@Xotzil schrieb am 26. Dezember 2017 um 08:21:09 Uhr:


Zum "Flachkühler". Die Bezeichnung kenne ich von den 108ern. Die Vor-Mopf-Modelle hatten einen höheren Kühlergrill, bei den Mopf-Modellen sprach man nach meiner Erinnerung von den "Flachkühlern", da diese flacher waren. In der Familie/Verwandtschaft gab es beides. Vatterns erster Benz war ein 1971er 280SE "Flachkühler" mit den Halogendoppelscheinwerfern im US-Stil, mein Onkel (Geboren 1901) hatte bis zu seinem Tod (1996) einen 1967er 250SE. Der hatte noch den hohen Kühler und die Glaskuppelscheinwerfer der Heckflosse, also ein Vor-Mopf. Die Kombination hoher Kühler und US-Lampen kenne ich zwar auch, sah aber, meiner Meinung nach, genauso unglücklich aus wie ein Flachkühler mit Glaskuppelscheinwerfern.
Und ja, ich weiß auch, dass die "richtigen Flachkühler" die Coupes und Roadster 107 waren.

Na mit Flachkühler und Hochkühler geht es jetzt hier aber etwas durcheinander.

:)

Alsooo, mit dem 107er hat das alles gar nichts zu tun, die Unterscheidung mit

Flachkühler und Hochkühler gab es so richtig nur bei den 111er S-Klasse Coupés

und Cabrios! Denn da wurde zu großen Mopf von 1969 tatsächlich ein neuer

deutlich niedrigererer Kühlergrill verbaut. Weshalb die 111er Vor-Mopf-Coupés/Cabrios

dann als "Hochkühler" und die 111er Mopf-Coupés/Cabrios als "Flachkühler"

bezeichnet werden.

http://nast-sonderfahrzeuge.de/.../image113064.jpghttp://nast-sonderfahrzeuge.de/.../image113060.jpg

Weder bei der 111er S-Klasse Limo, noch bei der 108/109er S-Klasse gab es

sowas, bei diesen beiden Baureihen wurde der Kühlergrill nämlich nie geändert.

;)

Nur die ganz neue 116er S-Klasse hatte dann , im Vergleich zum Vorgänger,

der 108/109er S-Klasse auch einen deutlich flacheren Kühlergrill.

Also verglichen mit dem 108/109 hat der 116 dann schon eine Art "Flachkühler".

http://nast-sonderfahrzeuge.de/.../image113063.jpg

Da aber auch beim 116er der Kühlergrill nie geändert wurde, wird diese

Unterscheidung zwischen Hochkühler und Flachkühler nach wie vor nur

beim 111er COUPÈ und Cabrio gemacht ...

;)

Würde anders ja auch kaum

echten Sinn machen, weil selbst der tempelartige Riesen-Kühlergrill eines

W100 600 ist, verglichen mit nochmals deutlich größeren Kühlergrill des

Vorgängers W150 770, ja auch eine Art "Flachkühler" ...

;):D:cool:http://nast-sonderfahrzeuge.de/.../image113062.jpg

Mit besten Sterngrüßen

Sebastian

Ähnliche Themen