Dieselpfützen an Tankstellen

Hallo,
mit diesem Thema möchte ich einen Umstand ansprechen der wohl jedem schon einmal aufgefallen ist.
Ich komme mit meinem Motorrad auf das Gelände einer Tankstelle gefahren, biege Richtung Zapfsäule ab und bin mit dem Vorderrad schon in der Dieselpfütze. Kann mein Motorrad gerade noch halten und zum Stehen bringen ohne quer über den Hof zu rutschen. Bei einem Motorrad von 450 kg Leergewicht bzw. mit Urlaubsgepäck und Sozia sind das mal eben 750 kg die in der Dieselpfütze gebremst werden müssen. Ich fahre eine HD Ultra Limited, wenn die ins Rutschen kommt, erschlägt das Moped zusätzlich Fußgänger die zufällig am Tanken sind.

Da mir keiner der Tankstellenbetreiber eine Antwort geben konnte, hier meine Frage an alle hier im Forum:
Wenn ich mit meinem Motorrad tanken fahre und auf einem solchen Dieselfleck ausrutsche und damit mein Motorrad zerschrotte, Knochenbrücke oder schlimmere Verletzungen entstehen, wer haften für die Schäden und Folgeschäden.

Sollte man nicht generell alle Dieselzapfsäulen gesondert an einem eigens dafür vorgesehenen Platz aufstellen.
Wer mir bei diesem Thema helfen kann, eventuell einen solchen Umfall schon hatte und wie der Schaden dann behandelt wurde, bitte Rückmeldung.

Beste Antwort im Thema

Ich bin beruflich(Tankwagenfahrer ) täglich an 2-5 Tankstellen und habe natürlich Zeit mir auch das Tank verhalten der Kunden anzuschauen. DA wird die Zapfpistole mit der Öffnung nach unten rausgezogen oder schon eingestellt wenn der Rüssel noch nicht im tank ist oder oder oder...

Wenn ich die Personen dann bitte mit ölbinder den Fleck abzustreuen bekommt man einen Vogel , Stinkefinger oder sonstiges verbale Sachen zu Hören.

Ganz besonders ärgerlich ist die Tatsache wenn man in eine Dieselpfütze getreten ist trägt man es in Auto mit rein.

Besonders gefährlich sind Kippenrauswerfer und beim tanken mit dem Handytelefonierer auch wenn ein Tankwagen mit 36.000 ltr Supper daneben steht und ich am befüllen bin. Wenn man dann, meinst Frauen sagt bitte das Smartphone wegen möglicher statischer Aufladung nicht zu benutzen schaut man meinst in sehr "dumme Gesichter oder bekommt eine dumme ausreden " Mimmi hat Husten" oder Opa is ins Krankenhaus gekommen"

Ganz besonders dumm sind die " Satellitenmamas" oder Erklärpapas" die Ihren Kindern das tanken genau zeigen wollen, wobei das Kind 80 cm genau in Höhe des Tankstutzens 10 cm mit der Nase ist und schön die Benzoldämpfe einatmet. Sagt man es dann der Waldorflehrerin im Touareg V8 das es für den kleinen ungesund und Erbgut-schädigend ist wird " Finn- Ole " schnell weggerissen.......

Ach ich könnte noch Bücher darüber schreiben.

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Zitat:

@PeterBH schrieb am 20. Dez. 2016 um 21:38:18 Uhr:


Ist es eigentlich zwingend nötig, beim Diesel tanken zu kleckern? Oder machen das nur Leute, die zu doof zum Tanken sind?

Offensichtlich gibt es da unterschiedliche Tankstellen hierzulande. An meinen Haustankstellen sind die Zapfpistolen allesamt sauber. Andere schreiben immer wieder von "Dieselhandschuhen". Sowas habe ich mir bisher nur ein einziges Mal gewuenscht und das war 700km von zu Hause entfernt, irgendwo kurz vor der Ostseekueste.

Rutschige Fahrbahnen neben den Zapfsaeulen kenne ich nicht, obwohl ich doch meist zu Fuss zum Bezahlen in den Tankshop gehe. Gibt es da Tankstellenketten, die man diesbezueglich meiden muss? Ich tanke bei Allguth, Jet und bei 2 Freien da gibt's keine Probleme.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 21. Dezember 2016 um 21:45:02 Uhr:


Nein, galt Geisslein. Ich fahre auch langsam aufs Gelände. Aber wohl selten mit Schrittgeschwindigkeit. Und das, obwohl ich meistens den Boden vor den Säulen noch nicht aus 20 m Entfernung erkennen kann.

Der Nur-Autofahrer kann vermutlich nicht erkennen, was für den Motorradfahrer bereits eine Gefahrenquelle ist. Kennst du sicher, das Gefühl im starken Regen fahren zu müssen und dann setzt sich der Autofahrer nach dem Überholen direkt davor. Gleicher "Spaß" bei Rollsplitt, Lackschäden an der Motorhaube beim Auto, die Steine im Visier des Motorradfahrers. Oder die achtlos aus dem Fenster geworfene brennende Zigarette.

So langsam aber sicher überkommt mich ein Gefühl von Mitleid !
Scheinbar ist es so, daß man noch nicht mal in der Lage ist eine Tankstelle sicher mit dem Motorrad zu befahren.
Wie schaut es da erst mit den allgemeinen Tücken im Straßenverkehr aus, wenn man auf einer kleinen Unreinheit an der Tankstelle Sorgen um das Gleichgewicht bekommt und die Maschine nicht mehr unter Kontrolle hat und 20 Meter bei geringer Geschwindigkeit für die Wahrnehmung nicht mehr ausreichen ?!
Bei solchen Aussagen muß ich, so Leid es mir tut, die Frage stellen, ob es evtl nicht besser wäre hier vom Motorrad einfach die Finger zu lassen ?!
Schon allein aus der Sicht der "allgemeinen" Sicherheit.

@Bahnfrei: Der Zustand hängt weniger von der Kette, als vielmehr vom Betreiber ab. Ich kenne hier auch Tankstellen, wo ich die Dieselpistole nur mit einem Handschuh anfasse, bei anderen tropft die Soße langsam aber sicher aus der Pistole, läuft am Kotflügel entlang und landet auf dem Boden. Dann sag ich an der Kasse Bescheid und die kümmern sich dann darum.

@Geisslein: Ich hab es bisher nicht geschafft, um die Ecke zu schauen. Oder habt ihr nur Tankstellen mit absolut freier sich aus mind. 20 m Entfernung zum Boden vor der Zapfsäule? Fahren alle anderen Tankkunden ihre Kisten rechtzeitig zur Seite, damit du freie Sicht hast? Fährst du eigentlich selbst Motorrad oder sind deine ganzen Ausführungen nur aus der Blechkiste heraus? Wofür bekomme ich denn dein Mitleid? Ich hab noch nie Probleme beim Tanken gehabt (außer einmal als Fußgänger), du scheinbar auch nicht. Heißt das deshalb, es gibt keine rutschigen Stellen, nur weil du sie noch nicht wahrgenommen hast oder meinst, dich immer und überall rechtzeitig darauf einstellen zu können?

Bei uns auf der B70 gibt es eine deutlich erkennbare Stahlbrücke. Dass es dort im Winter glatt sein kann, sollte allgemein bekannt sein. Warum nur blinkt dort eine riesige Warntafel und weist extra noch darauf hin? Für die blöden Motorradfahrer? Wohl kaum, die fahren um diese Jahreszeit sehr wenig. Und für die Autofahrer kann das doch nicht sein, die wissen um die Gefahr doch ohnehin, oder sollte ich mich da etwa irren?

Deiner Logik folgend muss jeder, der in seinem Leben schon einmal einen Unfall (mit)-verschuldet hat aus Sicht der "allgemeinen" Sicherheit die Finger vom Auto lassen. Wäre zwar schön für dich, dann hättest du die Straßen für dich alleine, wird aber nie so kommen.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 09:24:42 Uhr:



@Geisslein: Ich hab es bisher nicht geschafft, um die Ecke zu schauen. Oder habt ihr nur Tankstellen mit absolut freier sich aus mind. 20 m Entfernung zum Boden vor der Zapfsäule?

Genau darum meine Frage:

Wie schafft man es im normalen Straßenverkehr ein Motorrad zu bewegen ?

Was machst Du vor unübersichtlichen Kurven oder wenn Du mit dem Krad abbiegst ?

Da solltest Du deutlich mehr als nur 20 Meter vorausschauen können. Wenn nicht mußt Du eben die Geschwindigkeit deiner Sicht anpassen.

Gleiches gilt für die Tankstelle... dann muß eben noch langsamer gefahren werden um sich einen Überblick zu verschaffen.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 09:24:42 Uhr:


Fahren alle anderen Tankkunden ihre Kisten rechtzeitig zur Seite, damit du freie Sicht hast?

Aus welchem Grund sollten andere Tankkunden bitte Ihre Fahrzeuge zur Seite fahren, wenn ich eine Tankstelle befahre ?
Da suche ich mir eine Reihe aus, stelle mich hinten an und habe genügend Zeit, wenn das vor mir tankende Fahrzeug wegfährt, mir den Tankplatz anzuschauen.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 09:24:42 Uhr:


Fährst du eigentlich selbst Motorrad oder sind deine ganzen Ausführungen nur aus der Blechkiste heraus? Wofür bekomme ich denn dein Mitleid? Ich hab noch nie Probleme beim Tanken gehabt (außer einmal als Fußgänger), du scheinbar auch nicht. Heißt das deshalb, es gibt keine rutschigen Stellen, nur weil du sie noch nicht wahrgenommen hast oder meinst, dich immer und überall rechtzeitig darauf einstellen zu können?

Nein, ich fahre kein Motorrad !

Und wenn man es genau nimmt hat das auch nichts damit zu tun.

Hier liegt ein Defizit der persönlichen Wahrnehmung vor inkl der weitergabe jeglicher Verantwortung.

"Ich fahre so an eine Zapfsäule wie ich es will, habe es nicht nötig vorher mich umzusehen und wenn ich in einer Dieselpfütze stehe, hineintrete und dabei zu Fall komme sind andere Leute schuld"

Meinen Glückwunsch, wenn Du beim Tanken noch keine Probleme hattest. Deinen Äußerungen nach scheint das aber etwas anders zu sein.

An Tankstellen sollte man sich darauf einstellen können, daß es hier und da verstärkt rutschig sein kann. Genau so wie im Winter, daß die Straßen ab einer gewissen Temperatur glatt sein könnten.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 09:24:42 Uhr:


Bei uns auf der B70 gibt es eine deutlich erkennbare Stahlbrücke. Dass es dort im Winter glatt sein kann, sollte allgemein bekannt sein. Warum nur blinkt dort eine riesige Warntafel und weist extra noch darauf hin?

Vielleicht sollte man das an den Tankstellen auch einführen 😉

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Warum wundert es mich nicht, dass du nicht Motorrad fährst? Bist du denn schon mal ganz langsam Fahrrad gefahren und hast dabei etwas gewackelt? Und mach das mit 300 kg unter dir. Du hast einfach in instabiles Gefährt, je langsamer du fährst.

Beim Motorradfahren kannst du dich nicht auf den Bereich unmittelbar vor dem Vorderrad konzentrieren. Du kannst auch nicht erst anhalten, in aller Seelenruhe auf den Boden schauen, ob du den Fuß nicht gerade auf einer rutschigen Stelle abstellen würdest und dann lieber noch einige cm weiter fahren. Bis dahin bist du längst umgekippt.

Solange du nicht gerade auf den rutschigen Stellen bremsen oder lenken musst, gibt's da auch kein Problem. Dieselpfütze auf sonst trockenem Boden siehst du sofort, und auf sonst nassem Boden nur eine kleine rutschige Stelle?

Was machst du denn beim Autofahren bei unübersichtlichen Kurven? Steigst du aus und kontrollierst? Fährst nur Schrittgeschwindigkeit? Oder vertraust du nicht auch darauf, dass der 40-Tonner nicht gerade dort seine Ruhepause einlegt?

Nach deinen Erklärungen hältst du dich für einen perfekten Autofahrer (typisch hier), machst natürlich nie Fehler und wenn dir mal was schief geht, wirst du die Verantwortung immer nur bei dir suchen. Kannst sie aber bei dir doch nicht finden, denn du bis ja perfekt. Und nur für alle anderen gibt es diese Warnschilder.

Dummerweise gibt es aber eine Verkehrssicherungspflicht, um genau diese anderen vor Schaden zu bewahren. Der Fußgänger weiß doch, dass im Winter Glatteis sein kann. Trotzdem muss der Anlieger vor seinem Grundstück den Schnee räumen und Glatteis abstreuen. Und dass, obwohl der Fußgänger fast durchgehend auf den Boden vor seinen Füßen schauen kann.

Wir können gerne darüber streiten, wie die Verschuldensquote aufzuteilen ist, aber kannst du dem Pächter Nachlässigkeiten nachweisen, darf der im Falle eines Falles einen Teil des Schadens bezahlen.

Stellst du dich eigentlich beim Tanken immer hinten an? Auch wenn nur ein Fahrzeug vor dir steht, davor aber mehrere Zapfsäulen frei sind? Und kannst du durch das Auto vor dir den Boden vor der Säule kontrollieren?

Letztlich glaube ich aber nicht, dass wir auf einen Konsens kommen. Deine Sichtweise ist nun mal ausschließlich die eines Autofahrers, ich kenne seit rund 30 Jahren beide Seiten.

Ich fahre nie wieder mit der Dicken an der Tanke vor, man ist das gefährlich.

Darf man einen vollen 20 Liter Kanister in der Garage lagern ?

Diesel ja, Benzin nein. Brandgefahr zu hoch. So ist Deutschland nun mal.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 11:17:06 Uhr:


Warum wundert es mich nicht, dass du nicht Motorrad fährst? Bist du denn schon mal ganz langsam Fahrrad gefahren und hast dabei etwas gewackelt? Und mach das mit 300 kg unter dir. Du hast einfach in instabiles Gefährt, je langsamer du fährst.

Wie bist Du überhaupt zum Motorradführerschein gekommen ?!
Eine Slalomfahrt mit Schrittgeschwindigkeit ist Bestandteil der praktischen Prüfung. Und hier gibt der Prüfer die Schrittgeschwindigkeit vor.
Ja ich fahre Mountainbike insbesondere Downhill und Enduro, früher auch Rennen.
Ich habe mein Bike so unter Kontrolle, daß es für mich keinerlei Schwierigkeiten darstellt extrem langsam zu fahren.
Auch im Stillstand halte ich die Balance ohne großartig korrigieren zu müssen.
Beim Motorrad ist im Übrigen der Schwerpunkt unten, beim Fahrrad ist es der Fahrer und der sitzt oben.
Rein von den Gesetzen der Physik sollte es offensichtlich sein, was hier kippeliger ist.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 09:24:42 Uhr:


Beim Motorradfahren kannst du dich nicht auf den Bereich unmittelbar vor dem Vorderrad konzentrieren. Du kannst auch nicht erst anhalten, in aller Seelenruhe auf den Boden schauen, ob du den Fuß nicht gerade auf einer rutschigen Stelle abstellen würdest und dann lieber noch einige cm weiter fahren. Bis dahin bist du längst umgekippt.

Dann würde es mich gerne interessieren, warum es auf dem Motorrad nicht möglich ist, vorausschauend zu fahren ?
Dieses "Können" musstest Du doch bei der Prüfung mit der Slalomfahrt in Schrittgeschwindigkeit unter Beweis stellen.
Aber ich weiß, Dir geht es nur um die Pfützen, diese selbstständig zu erkennen liegt außerhalb deiner Aufgaben

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 09:24:42 Uhr:


Solange du nicht gerade auf den rutschigen Stellen bremsen oder lenken musst, gibt's da auch kein Problem. Dieselpfütze auf sonst trockenem Boden siehst du sofort, und auf sonst nassem Boden nur eine kleine rutschige Stelle?

Es muß absolut Niemand auf den rutschigen Stellen lenken oder gar bremsen, wenn man diese Stellen rechtzeitig erkennt.

Dazu gehört nunmal eine vorausschauende Fahrweiße und die richtige Beurteilung wo man anhält.

Das alles ist aber davon abhängig, ob man das wirklich will ?

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 09:24:42 Uhr:


Was machst du denn beim Autofahren bei unübersichtlichen Kurven? Steigst du aus und kontrollierst? Fährst nur Schrittgeschwindigkeit? Oder vertraust du nicht auch darauf, dass der 40-Tonner nicht gerade dort seine Ruhepause einlegt?

Ich passe meine Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen an, somit gehe ich Überraschungen aus dem Weg. Sowohl an den Tankstellen als auch im Straßenverkehr selbst. Aber auch das habe ich schon geschrieben.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 09:24:42 Uhr:


Nach deinen Erklärungen hältst du dich für einen perfekten Autofahrer (typisch hier), machst natürlich nie Fehler und wenn dir mal was schief geht, wirst du die Verantwortung immer nur bei dir suchen. Kannst sie aber bei dir doch nicht finden, denn du bis ja perfekt. Und nur für alle anderen gibt es diese Warnschilder.

Habe ich nirgendwo erwähnt, daß ich der perfekte Autofahrer bin. Auch bin ich sicherlich nicht ganz fehlerfrei.
Aber ich muß mir im Klaren sein, daß wenn ich irgendwo reinfahre und hinfalle, ob ich nicht selbst daran Schuld bin oder ob ich Jemand anderes dafür verantwortlich mache.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 09:24:42 Uhr:


Dummerweise gibt es aber eine Verkehrssicherungspflicht, um genau diese anderen vor Schaden zu bewahren. Der Fußgänger weiß doch, dass im Winter Glatteis sein kann. Trotzdem muss der Anlieger vor seinem Grundstück den Schnee räumen und Glatteis abstreuen. Und dass, obwohl der Fußgänger fast durchgehend auf den Boden vor seinen Füßen schauen kann.

Um was geht es Dir, um Motorradfahrer oder um Fußgänger ?
Wenn Du dich mit dem Motorrad auf einer glatt gewordenen Straße lang machst warst Du nicht der Situation angepasst unterwegs und somit bist Du Schuld daran. Gleiches gilt für mich mit dem Auto.
Ansonsten würde ich mal einen Blick in die STVO werfen insbesondere §1

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 09:24:42 Uhr:


Wir können gerne darüber streiten, wie die Verschuldensquote aufzuteilen ist, aber kannst du dem Pächter Nachlässigkeiten nachweisen, darf der im Falle eines Falles einen Teil des Schadens bezahlen.

Wem bitte möchtest Du die Nachlässigkeit anhängen, wenn es dir nicht gelingt die Gefahren, welche bei Tankstellen bekannt sind, richtig erkennen kannst, bzw. nicht in der Lage bist diese schon vom Motorrad aus zu sehen.
Scheinbar würdest Du auch den Pächter dafür verantwortlich machen, wenn Er seiner Verkehrssicherungspflicht nachgekommen ist und eine Dieselpfütze mit Ölbinder abgestreut hat und Du wegen dem Ölbinder ebenfalls dein Motorrad nicht unter Kontrolle hast

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 09:24:42 Uhr:


Stellst du dich eigentlich beim Tanken immer hinten an? Auch wenn nur ein Fahrzeug vor dir steht, davor aber mehrere Zapfsäulen frei sind? Und kannst du durch das Auto vor dir den Boden vor der Säule kontrollieren?

Nur wenn es wirklich voll ist stelle ich mich hinten an. Selbst wenn ich um ein tankendes Auto herumfahren muß hat man genug Zeit sich den Platz kurz zu begutachten.
Die Frage ist, ob man das auch will.

An dem gegenseitigen Ankacken bezüglich „Eignung zum Motorradfahren“ beteilige ich mich jetzt mal nicht. Bezüglich der Gefahr durch Telefonieren oder Rauchen an der Tankstelle sind hier Fragen aufgekommen, die ich beantworten kann. Wenn es interessiert, der kann sich das ja mal durchlesen. Alle anderen können es bleiben lassen und zum nächsten Ankackbeitrag übergehen.

Jede Tankstelle ist ein explosionsgefährdete Bereiche eingeteilt. Dies erfolgt aufgrund der Tatsache, dass man dort mit brennbaren Flüssigkeiten rechnen muss (Leckagen, Fehlbedienung, …) und weil auch beim ganz normalen Tankprozess geringe Mengen des Kraftstoffes verdampfen oder aus dem Tank verdrängt werden. Die Festlegung der Ex-Zonen obliegt dem Betreiber der Tankstelle, der sich dabei auf die einschlägigen technischen Regeln beruft. Der Betreiber hat die Pflicht, die gefährdeten Bereiche entweder als solche zu kennzeichnen, oder entsprechend durch Warn- oder Verbotsschilder für ausreichend Sicherheit im Sinne der Regelwerke zu sorgen. DARUM hängen da Verbotsschilder.

Wirksame Zündquellen können an Tankstellen typischerweise sein:
- Offenes Feuer
- Statische Aufladung (vor allem durch durch Personen und nicht ableitfähige/geerdete Kanister)
- Funken durch Trennung von Batterien und Akkus vom Verbraucher
- Heiße Oberflächen (Motor, Auspuff, …)

Jetzt sehen wir schon, daß man gewisse Zündquellen vermeiden kann, andere leider nicht. Mit statischer Aufladung muss man so gut wie IMMER rechnen, das ist einer der Merksätze des Explosionsschutzes. Heiße Oberflächen sind an der Tankstelle nutzungsbedingt auch immer vorhanden sobald sein Auto tankt. Es läuft also immer auf eine Risikominimierung hinaus. Eine Risikoausschaltung ist unmöglich.

Sonderthema Handy:
Das schlichte Telefonieren mit dem Handy (Explosionsgefahr durch die Funkleistung, die von einer geeigneten Antenne aufgefangen werden könnte und in Wärme umgesetzt würde) wird in aller Regel als nicht relevant im Bereich des Explosionsschutzes an Tankstellen eingestuft (in der Chemie dagegen sehr wohl). Das Herunterfallen des Gerätes und die damit verbundene Gefahr, dass sich der Akku vom Gerät trennt und dadurch einen Funken erzeugt, ist das Hauptrisiko, welches von Handys ausgeht.

Statische Aufladung:
Dies IST ein Thema an der Tankstelle. Dazu gibt es genügend Videomaterial von Überwachungskameras. Einige davon findet man auch auf Youtube. Dass es an Tankstellen nicht öfters rummst, liegt an der in aller Regel guten Durchlüftung der Bereiche. Die Dämpfe verdünnen sich durch die Luftbewegung sehr schnell so dass die untere Explosionsgrenze nur selten erreicht wird. Und WENN sie dann lokal mal erreicht wird, ist in der Regel glücklicherweise grad kein Zündfunke da.

https://www.youtube.com/watch?v=DGw4rm74xuM

https://www.youtube.com/watch?v=Y5VWeAYCsJI

Jetzt kann sich ja jeder nochmal überlegen, ob die Sicherheitsbeschilderung an Tankstellen nicht doch irgendwie Sinn macht.

Gruss
Jürgen

Vielleicht schreiben wir ja auch nur von unterschiedlichen Tankstellen. Dort z.B. habe ich heute getankt. Damit die Zapfpistole nicht weiter auf den Boden tropfen kann, kamen die Papiertücher zum Einsatz.

Führerschein war eine Sache von fünf Minuten praktische Prüfung auf einer 125er Yamaha (selbst mitgebracht, die Fahrschule hatte einen Heinkel Roller). Den Rest konnte man sich damals selbst in der Praxis beibringen. Fahrsicherheitstraining habe ich sowohl mit dem Auto als auch mit dem Motorrad mehrmals gemacht. Und bisher mit sieben Motorrädern sowie einem Motorradgespann (das auch im Winter bei Eis und Schnee) irgendwas über 300.000 km unfallfrei gefahren.

Kennst du nur § 1 oder auch den Rest von der StVO? Kennst du die Verkehrssicherungspflicht? Vermutlich nicht so genau. Warum hinkt denn der Vergleich Fußgänger auf Glatteis (deutlich erkennbar, dann war er bestimmt zu schnell) und Motorrad? Situation ist die gleiche. Beide müssen mit einer rutschigen Stelle rechnen. Mal zum Spaß, auf unserer Holzterrasse habe ich mich vor einem Jahr beim langsamen Gehen lang gelegt. Mit zwei angebrochenen Rückenwirbeln war die Motorradsaison gelaufen und ich freute mich, mit meinen SUV fahren zu können. Mit dem Motorrad fahre ich selbst im Schnee und bei Hagel ziemlich problemlos.

Gab übrigens mal ein schönes Urteil vom OLG Hamm (6 U 43/99) zur Verkehrssicherungspflicht. Da hat sich im Winter ein Autofahrer beim Aussteigen die Haxen gebrochen. Dieser "Trottel" hat doch glatt übersehen (komischer Mensch, nicht war, wie kann man nur), dass nur ein Fuß auf trockenem Betonboden landete, der andere hingegen auf Glatteis. Und der Pächter durfte dafür 2/3 des Schadens bezahlen. Warum wohl? Richtig geraten, wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht. Die würde nämlich deutlich stärker gewichtet als das Mitverschulden des Autofahrers. Oder wie ich oben schon mehrfach schrieb: Kannst du ihm die Verletzung nachweisen, ist der Pächter dabei.

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Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 12:21:40 Uhr:


Diesel ja, Benzin nein. Brandgefahr zu hoch. So ist Deutschland nun mal.

Das Benzin besser brennt als Diesel ist aber kein Deutsches Phänomen.
Das gilt weltweit, bei Anwesenheit von Sauerstoff sogar noch weiter.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 12:21:40 Uhr:


Diesel ja, Benzin nein. Brandgefahr zu hoch. So ist Deutschland nun mal.

Falsch. 1 Kanister mit 20 l Benzin darf ich in der Garage lagern. Klick.

Zitat:

@Pepperduster schrieb am 19. Dezember 2016 um 13:01:53 Uhr:


Wenn man dann, meinst Frauen sagt bitte dasesonders gefährlich sind Kippenrauswerfer und beim tanken mit dem Handytelefonierer auch wenn ein Tankwagen mit 36.000 ltr Supper daneben steht und ich am befüllen bin. Smartphone wegen möglicher statischer Aufladung nicht zu benutzen schaut man meinst in sehr "dumme Gesichter oder bekommt eine dumme ausreden " Mimmi hat Husten" oder Opa is ins Krankenhaus gekommen"

Schon mal "Ich bin Elektroingenieur und halte diese Begründung für stark überbewertet" gehört?

cheerio

Zitat:

@PeterBH schrieb am 22. Dezember 2016 um 09:24:42 Uhr:


....
Bei uns auf der B70 gibt es eine deutlich erkennbare Stahlbrücke. Dass es dort im Winter glatt sein kann, sollte allgemein bekannt sein. Warum nur blinkt dort eine riesige Warntafel und weist extra noch darauf hin? Für die blöden Motorradfahrer? Wohl kaum, die fahren um diese Jahreszeit sehr wenig. Und für die Autofahrer kann das doch nicht sein, die wissen um die Gefahr doch ohnehin, oder sollte ich mich da etwa irren?

....

Oh, ein Emsländer tummelt sich im Forum...

Die riesige Warntafel wurde an dieser Stelle vor einigen Jahren angebracht, nachdem es dort frühmorgens einen schweren Unfall mit mehreren Toten gegeben hat.

Soweit ich mich erinnern kann, war die B70 seinerzeit frei befahrbar, die Fahrbahn der Stahlbrücke aufgrund der an ihrer Oberfläche herrschenden kälteren Temperaturen war gefroren.

Die Brücke ist einwandfrei deutlich erkennbar. Dass es sich um eine Stahlbrücke handelt, vermutlich nur dem mit Fachkenntnis beschlagenen Straßenbau-Ingenieur...

Ich meine allerdings, dass dieses Beispiel nicht besonders passend ist, um etwaige Intelligenz- respektive Verhaltenunterschiede zwischen Motorrad- und Autofahrern herausarbeiten zu wollen.

Der Anlaß zum Aufstellen der Warntafel war schon traurig genug.

immer wieder bemerkenswert wie manche ihre Unfähigkeit zum besten geben und darauf beharren im Recht zu sein vor allem vor dem Hintergrund wie sie doch ihr Fahrzeug (Fahrzeuge aller möglichen Arten) beherrschen da sie sogar Rennen gefahren sind aber nicht in der Lage im Schritttempo eine Zapfsäule anzusteuern. Übrigens , mit dem richtigen Schuhwerk (als Mopedfahrer) rutscht man auf keiner Oellache aus.
Gruß

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