Diesel und Kurzstrecke

BMW 1er E87 (Fünftürer)

Hallo an alle,
ich würde mir gerne nächstes Jahr ein 118d  zulegen.
Da ich Wenigfahrer bin (~10.000 km meist Kurzstrecke) wollte ich mal die Frage in die Runde werfen, ob es einem Dieselmotor schadet, wenn man Ihn überwiegend auf Kurzstrecken (Arbeit ~ 8 km)  bewegt? Bezogen auf die Warmfahrdauer, da ja meineswissens ein Diesel längere Zeit braucht bis er warm wird.
Jetzt wird wahrscheinlich der Eine oder Andere sagen "dann Kauf dir halt ein Benziner ist bei der Strecke/Jahr auch günstiger". Mag zwar sein aber der Fahrspaß mit dem Drehmoment ist ja nicht zu vernachlässigen.
Danke für Eure Hilfe
Gruß
Benjider2.
 

19 Antworten

Dass bei 10000 km im Jahr allein schon aufgrund der geringeren Anschaffungskosten ein Benziner wirtschaftlicher ist, hast Du ja schon gesagt.

Allerdings solltest Du bedenken, dass jetzt dazu noch die Problematik der Rußfilter hinzukommt.

Diese brauchen, um den rausgefilterten Ruß zu verbrennen eine gewisse Mindesttemperatur. Wenn Du regelmäßig auch mal überland fährst, merkst Du davon nix. Wenn Du aber fast nur Kurzzstrecken in der Stadt fährst, schaltet der Rußfilter irgendwann mal (nämlich dann wenn er voll ist) in den Regenerationsmodus. Dann hat man völlig unvermittelt so gut wie keine Leistung mehr, bis der Filter freigebrannt ist. Blöd, wenn das beim Überholen passiert.
Abhilfe schafft da nur "geplantes" Abbrennen, indem man immer wieder mal auf die Autobahn fährt und ein paar Minuten vollgas fährt.

Ich würde in Deinem Fall einen 120i nehmen, der kostet nur etwas mehr und bietet 27 PS Mehrleistung.

Bin mir gar nicht sicher ob man die aktuelle Fahrzeugpalette überhaupt noch ohne DPF bestellen kann! Bezweifel das mal stark. Würde eher zu einem stärkeren Benziner raten 120i oder evtl. sogar einen gebrauchten 130i kann bei den Jahrekilometern schon fast Sinn machen und der 130i macht definitiv Freude 😁

Bei einer täglichen Strecke von 2 x 8 Km kannst Du von einem Verbrauch > 7 L/100Km ausgehen.
Wie schon geschrieben: Nimm einen Benziener ;-)

In der Tat kann es bei einer solchen Kurzstrecke arge Probleme mit dem Freibrennen des DPF geben, da auch BMW das geschlossene System ohne Additiv benutzt (wie es z.B. Peugeot hat). Und die Freude am fahren soll doch nicht darunter leiden, das man ständig von seinem Fahrzeug aufgefordert wird eine längere Strecke zu fahren nur um mal eben den Filter freizubekommen.

Bleiben nur 2 stressfreie Alternativen. Entweder Diesel ohne Filter kaufen (Gebrauchtwagen) oder einen neuen sparsamen Benziner mit Start/Stopp Automatik.

Im Golfforum gibt es auch den ein oder anderen Fred bezüglich der Freibrennproblematik bei Dieselmodellen im Kurzstreckenbetrieb. Resultat ist in der Regel, das sich der Hersteller rausredet, da er in der Gebrauchsanweisung darauf hinweist, das es von Zeit zu Zeit nötig sein kann eine längere Strecke Zwecks Filterreinigung zu fahren. Aber alle 400-600km kann das schon nerven, wenn man sowas tuen muss.

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was heißt längere Strecke, sprich von wie vielen km reden wir?

MFG

Zitat:

Original geschrieben von Argoran


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MFG

Das ist es ja... da legt sich niemand genau fest! Jeder Hersteller hat da so seine eigene Argumentation. Fakt ist jedoch, das der DPF für die Reinigung einen betriebswarmen Motor benötigt, um die entspr. Verbrennungstemp. zu erreichen. Und ein Motor ist nun mal i.d.R. noch nicht nach 8km Betriebswarm. Wohl eher nach 10-12 km. Und dann erst kann die Reinigungsphase beginnen, welche je nach "Zusetzungsgrad" des Filters 5-10 min dauert. Sprich auf der Landstrasse fährt man dann mal eben zusätzliche 10-20km.

Ich pers. kenne das Problem in meinem Golf nicht, da ich ausschließlich Langstrecke fahre und noch nie aktiv die Reinigungsphase bemerkt habe.

Viele berichten aber von einem kurzfristig lauteren Verbrennungsgeräusch und/oder von einem Anstieg des Momentanverbrauchs, da bei der Reinigung Diesel in den Filter eingespritzt wird um die Temperatur für die Verbrennung zu erhöhen!

ganz Informativ dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Dieselpartikelfilter

Ist mir bei meinem 118d aber auch noch nie aufgefallen. Fahre aber auch längere Strecken.
Ich würde an deiner Stelle wirklich einen Benziner nehmen.

Hallo,
erstmal recht herzlichen Dank für Eure Beiträge.
Habe mich heute mit jemand unterhalten der ein bißchen Ahnung von Diesel-Motoren hat, weil er in der Branche arbeitet.
Der meinte auch das Kurzstrecken dem Motor schaden würde.(Warmfahren, Verbrauch, Verbrennung)
Er meinte auch das die Inspektionskosten und die Ersatzteilbeschaffung auch kostenintensiver sind als beim Benziner.
Werde mir dann wohl auch ein Benziner mit ein bißchen mehr PS zulegen.
 
Gruß
Benjider2.

Das war ja alles schöne Theorie, jetzt mal die Praxis:

Fahre selbst einen aktuellen 320d. Habe mir die Kiste auch wegen den genialen Elastizitätswerten geholt (sprich: schön kraftvoll in den Gängen beschleunigen, in denen man auch normal fährt bzw. in die man schon hochgeschaltet hat. So macht auch mal kraftvoller beschleunigen Spass ohne Gänge extrem hochzudrehen oder einen teuren x30i kaufen zu müssen).

So: Mein Arbeitsweg besteht auch nur aus 12-15km (eine Strecke). Etwas länger (ca. 15km) wenn ich ein kurzes AB Stück nehme, was ich meistens auch tue. Fahre sonst auch viel Kurzstrecke und viel Stadt. Bin jetzt über 3000km gefahren und noch nie irgendwelche Probleme der beschriebenen Art gehabt.

Ein anderes Beispiel: Ich fahre auch aus Prinzip immer Diesel und habe zur Zeit sogar einen Web von nur 3km, die ich meistens mit dem Wagen fahre. Und da war mein 1er nicht der erste, den ich so fahre. Bisher hatte ich auch nie Probleme. Zwischendurch kommen aber natürlich immer mal längere Strecken. Auch mal über 1000km am Tag, wenn man mal wieder nach Hamburg muss. 😉

Teurer als Benziner ist es auf jeden Fall, aber ich mag Diesel nunmal lieber.

Gruss
Stefan

Zitat:

Das war ja alles schöne Theorie, jetzt mal die Praxis:

Dann mal noch etwas aus der Praxis:

Fahre ca 20.000 bis 25.000 km pro Jahr, ca 50% BAB und 50% Stadt.

Durchschnittsverbrauch auf der BAB 6 bis 7 Liter/100 km.

Durchschnittsverbrauch in der Stadt (oft Extrem-Kurzstrecke): Im Winter bis zu 11 Liter/100 km !!!

Für den Stadtverkehr mit nur 10.000 km/Jahr glaube ich kaum, dass sich ein Diesel - sei es der 118d oder der 120d - rechnet.
Das Auto ist teurer in der Anschaffung, ist nicht sparsamer als nen Benziner und kostet mehr Steuern im Jahr. Aus wirtschaftlicher Sicht ist das also kaum zu empfehlen.

Zudem kommt noch die bereits erwähnte Problematik mit dem RPF, der regelmässig freigebrannt werden muss. Dies erfordert meines Wissen z.B. Fahrten von mind. 15 Minuten Dauer z.B. auf einer Landstrasse, nachdem der Motor warm gefahren wurde, im Stadtverkehr nicht erreichbar.
Für Leute, die vel im Stadtverkehr unterwegs sind, ist das ein echtes Problem, wie man in Foren anderer Hersteller meines Wissens oft lesen kann.

......nur 8km sind selbst für einen Benziner zu wenig, ich würde solch einen Kurzstreckler nicht länger als 4 Jahre fahren, habe eben nochmal geschaut: Nach 8 km bewegt sich noch nicht mal die nadel der Öltempanzeige, und die fängt bei 60°C an ....... wir haben für die Kurzstrecken einen kleinen Fiat, der erreicht mit seinem 1300er viel schneller die Betriebstemperatur, aber den größeren Wagen würde ich so nicht kaputtfahren.

Zitat:

Original geschrieben von motorkalk


......nur 8km sind selbst für einen Benziner zu wenig, ich würde solch einen Kurzstreckler nicht länger als 4 Jahre fahren, habe eben nochmal geschaut: Nach 8 km bewegt sich noch nicht mal die nadel der Öltempanzeige, und die fängt bei 60°C an ....... wir haben für die Kurzstrecken einen kleinen Fiat, der erreicht mit seinem 1300er viel schneller die Betriebstemperatur, aber den größeren Wagen würde ich so nicht kaputtfahren.

Ich selber fahre auch nur zur Arbeit 12 KM...mit dem 1er Diesel, Bei diesen 12 KM lasse ich kaum die Drehzahl hoch jagen, max 25000, mehr geht auch nicht ...Stadt / Land verkehr..

Aber i am Wochende gerne mal länger unterwegs und puste meinen bzw lasse meine 1er mal richtig auf der Autobahn aufgehen sogar sehr oft!

Ich kann es selber auch bestätigen, wenn man nur 12 oder 8 kM am STück fährt, jeden Tag und nix anders, so schwächt man den Motor ganz schön ab !!!
Extrem merkt man, es wenn man dann auf Langstrecke geht , bzw am Abend 600 KM am Stück reisst. und am nächsten Morgen im gleichen Auto sitzt, merkt man schon ab Drehzahl von 1700 plötzlich mehr Schub von unten aus !!! oder die Beschleunigung im 5 bzw 6 Gang geht locker mal 1 sekunde schneller !!!--> DAS IST KEIN WITZ PROBIERT ES AUS..
Nur Stadtverkehr dann AB mal 300 KM runter reißen mit viel VMAX...Vollgas...und am nächsten Morgen wieder fahren... !!!

Der 1er Diesel ist ein Langstrecken Motor er will gefahren werden und getreten werden !!!
😁

Zitat:

Original geschrieben von wunder1er



Ich selber fahre auch nur zur Arbeit 12 KM...mit dem 1er Diesel, Bei diesen 12 KM lasse ich kaum die Drehzahl hoch jagen, max 25000, mehr geht auch nicht ...Stadt / Land verkehr..

Wow, es ist echt ein Wunder1er...

Ich will auch einen, der 25.000 Umdrehungen/ Minute schafft. Meiner hört leider immer kurz vor 5.000 schon auf 😉

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