Der Komfortzugang und das Ende eines Traumes auf 4 Rädern

BMW 5er F11

Eine Geschichte aus der Serie "...es war einmal..."

Er war schwarz, er war stark. Man nannte Ihn 530D Gattung Touring der Art BMW F11. Seine 258 Pferdchen galloppierten fröhlich und manchmal brachial. Wenn das Harman Kardon Soundsystem seine Klänge in leisen Tönen zelebrierte, macht sein Herz und seine Lunge Musik eines Konzert-Orchesters gleich . Das M-Paket verwöhnte das Auge, die Komfortsitze entspannten zu jeder Zeit, das Nappa Leder schmeichelte der Haut, das Panaoramadach brachte Cabriofeelling wann immer man es wollte. Connected Drive gab den Anschluss an die Welt. Er war einfach der perfekte Ersatz meines alten Pendelarbeitshengstes, der Art E91, der nach über 300000 km nahezu ohne Reparaturen nun als 2. Wagen noch sein Gnadenbrot verdienen durfte.

...und dann war da noch dieser schlüssellose Zugang. Geheimnisumwoben wie von Geisterhand öffnen sich Türen und Heckklappen. Früher habe ich sowas nie gebraucht, aber scheinbar ist es doch unverzichtbar, mittlerweile auch in der Golfklasse.
Apropos wie von Geisterhand, kaum zu glauben, aber letztes Wochenende habe ich ein neues Feature meines tollen 5ers mit seinem Komfortzugang entdeckt. Wie von Geisterhand war das Fahrzeug weg. Ich dachte natürlich zuerst an ein noch unentdecktes Extra – sowas wie Tarnkappenfeature oder so. Aber soviel ich auch an der Komfortzugang-Fernbedienung herumdrückte, der 5er blieb verschwunden. Erst viel später begriff ich, dass es sich um das mit enthaltene, dafür aber kostenlose Easy Komfort-Besitzerwechsel-Sonderzubehör handelte. Scheinbar hatten auch 2 weitere BMW Besitzer der unmittelbaren Nachbarschaft diese Exklusiv Feature beim Händler angekreutzt.
Die schnell zur Beratung herbeigerufene und sehr freundliche Polizeistreife klärte dann den komplizierten aber letztlich doch sehr sehr einfachen Sachverhalt auf leider sehr abrupte und nüchterne Art auf. Das Sonderzubehör entpuppt sich als sehr exklusives BMW Double Buy Feature. Besonders perfekt auf den typischen Dienstwagenbesitzer mit Restwertversicherung zugeschnitten. Hier bekommt der Dienstwagenbesitzer kostenlos und viel früher sein neues Fahrzeug (gerade im Moment sogar die neue Art G31 – so eine Freude). BMW kann wieder den nächsten schwarzen Hengst in die Welt schicken und die Zulassungsstatistik füllen.

Eigentlich eine sehr kluge und für alle Beteiligten nahezu optimale Option. Nur leider haben sie nicht an den blöden Privatkunden gedacht, der sein Auto alle 10 Jahre mühevoll zusammenspart um ihn dann 3-400000 km zu fahren, damit sich die Ivestition für Ihn lohnt.

Ein Gespräch mit dem auch sehr netten und verständnisvollen Versicherungsvertreter brachte dann die noch unschönere Erkenntnis, dass mir erst in 4 Wochen Geld geliefert wird, ohne Ersatzwagen in der Zwischenzeit. Noch unschöner scheint zu sein, dass ich nach einem halben Jahr mit dem tollen Hengst mehr als 10 k Teuros in den Wind schreiben kann und für den Restwert allenfalls ein auf dem Gebrauchtmarkt ohne Premiumselektion vielleicht heruntergerittenes Pferd bekommen kann.

Leider baut BMW doch zu gute Fahrzeuge, denn plötzlich flattern Meldungen aus allen Richtungen bei mir herein, die vermuten lassen, dass dies kein bedauerlicher Einzelfall zu sein scheint. Nein weit gefehlt, die 3er, 5er, X3, X5, X6 usw. werden zu Dutzenden jede Nach aus Deutschland entführt und ihrer unsicheren Zukunft in den dunklen und kalten Osten überstellt. Nicht selten werden dann die Liebsten in Lettland und Littauen ihrer Eingeweide beraubt und sterbend zurückgelassen. Die gestohlenen Eingeweide werden dann dem internationalen Organhandel zugestellt und landen dann nicht selten über diese berühmte Handelsbucht an ihrem Ursprungsort.

Eine bittere Erkenntnis, die v.a. deswegen so bitter ist, weil Hersteller und Versicherungen Ihre Kunden nicht darauf aufmerksam machen.

Nein es ist noch viel bitterer, weil ich davon wusste, meine Schlüssel nahezu immer in einer mit Aluminium verkleideten Blechdose aufbewahrte und dafür noch Hohn und Spott in meinem Bekanntenkreis erntete. Nicht müde werdend diese auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Und dann kam dieser schicksalhafte Tag vor einer Woche, an dem ich es tatsächlich einmal vergessen hatte den Schlüssel in die Dose zu stecken.

Was ist die Quintessenz aus dieser Geschichte:

- Sei ein Dienstwagenbesitzer oder Leasingbesitzer mir Restwertversicherung
Wenn du das nicht bist:
- Stecke deinen Schlüssel in die Dose auch im Supermarkt, beim Kaffeebesuch und erst Recht im Urlaub
oder:
- Entferne alle Kreuze auf sämtlichen Aufpreislisten
- Kaufe immer das alte mehrere Jahre alte Modell
- Kaufe Autos, die keiner haben will (Audi, Mercedes oder noch besser Opel und Lada)

Stefan

Beste Antwort im Thema

Eine Geschichte aus der Serie "...es war einmal..."

Er war schwarz, er war stark. Man nannte Ihn 530D Gattung Touring der Art BMW F11. Seine 258 Pferdchen galloppierten fröhlich und manchmal brachial. Wenn das Harman Kardon Soundsystem seine Klänge in leisen Tönen zelebrierte, macht sein Herz und seine Lunge Musik eines Konzert-Orchesters gleich . Das M-Paket verwöhnte das Auge, die Komfortsitze entspannten zu jeder Zeit, das Nappa Leder schmeichelte der Haut, das Panaoramadach brachte Cabriofeelling wann immer man es wollte. Connected Drive gab den Anschluss an die Welt. Er war einfach der perfekte Ersatz meines alten Pendelarbeitshengstes, der Art E91, der nach über 300000 km nahezu ohne Reparaturen nun als 2. Wagen noch sein Gnadenbrot verdienen durfte.

...und dann war da noch dieser schlüssellose Zugang. Geheimnisumwoben wie von Geisterhand öffnen sich Türen und Heckklappen. Früher habe ich sowas nie gebraucht, aber scheinbar ist es doch unverzichtbar, mittlerweile auch in der Golfklasse.
Apropos wie von Geisterhand, kaum zu glauben, aber letztes Wochenende habe ich ein neues Feature meines tollen 5ers mit seinem Komfortzugang entdeckt. Wie von Geisterhand war das Fahrzeug weg. Ich dachte natürlich zuerst an ein noch unentdecktes Extra – sowas wie Tarnkappenfeature oder so. Aber soviel ich auch an der Komfortzugang-Fernbedienung herumdrückte, der 5er blieb verschwunden. Erst viel später begriff ich, dass es sich um das mit enthaltene, dafür aber kostenlose Easy Komfort-Besitzerwechsel-Sonderzubehör handelte. Scheinbar hatten auch 2 weitere BMW Besitzer der unmittelbaren Nachbarschaft diese Exklusiv Feature beim Händler angekreutzt.
Die schnell zur Beratung herbeigerufene und sehr freundliche Polizeistreife klärte dann den komplizierten aber letztlich doch sehr sehr einfachen Sachverhalt auf leider sehr abrupte und nüchterne Art auf. Das Sonderzubehör entpuppt sich als sehr exklusives BMW Double Buy Feature. Besonders perfekt auf den typischen Dienstwagenbesitzer mit Restwertversicherung zugeschnitten. Hier bekommt der Dienstwagenbesitzer kostenlos und viel früher sein neues Fahrzeug (gerade im Moment sogar die neue Art G31 – so eine Freude). BMW kann wieder den nächsten schwarzen Hengst in die Welt schicken und die Zulassungsstatistik füllen.

Eigentlich eine sehr kluge und für alle Beteiligten nahezu optimale Option. Nur leider haben sie nicht an den blöden Privatkunden gedacht, der sein Auto alle 10 Jahre mühevoll zusammenspart um ihn dann 3-400000 km zu fahren, damit sich die Ivestition für Ihn lohnt.

Ein Gespräch mit dem auch sehr netten und verständnisvollen Versicherungsvertreter brachte dann die noch unschönere Erkenntnis, dass mir erst in 4 Wochen Geld geliefert wird, ohne Ersatzwagen in der Zwischenzeit. Noch unschöner scheint zu sein, dass ich nach einem halben Jahr mit dem tollen Hengst mehr als 10 k Teuros in den Wind schreiben kann und für den Restwert allenfalls ein auf dem Gebrauchtmarkt ohne Premiumselektion vielleicht heruntergerittenes Pferd bekommen kann.

Leider baut BMW doch zu gute Fahrzeuge, denn plötzlich flattern Meldungen aus allen Richtungen bei mir herein, die vermuten lassen, dass dies kein bedauerlicher Einzelfall zu sein scheint. Nein weit gefehlt, die 3er, 5er, X3, X5, X6 usw. werden zu Dutzenden jede Nach aus Deutschland entführt und ihrer unsicheren Zukunft in den dunklen und kalten Osten überstellt. Nicht selten werden dann die Liebsten in Lettland und Littauen ihrer Eingeweide beraubt und sterbend zurückgelassen. Die gestohlenen Eingeweide werden dann dem internationalen Organhandel zugestellt und landen dann nicht selten über diese berühmte Handelsbucht an ihrem Ursprungsort.

Eine bittere Erkenntnis, die v.a. deswegen so bitter ist, weil Hersteller und Versicherungen Ihre Kunden nicht darauf aufmerksam machen.

Nein es ist noch viel bitterer, weil ich davon wusste, meine Schlüssel nahezu immer in einer mit Aluminium verkleideten Blechdose aufbewahrte und dafür noch Hohn und Spott in meinem Bekanntenkreis erntete. Nicht müde werdend diese auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Und dann kam dieser schicksalhafte Tag vor einer Woche, an dem ich es tatsächlich einmal vergessen hatte den Schlüssel in die Dose zu stecken.

Was ist die Quintessenz aus dieser Geschichte:

- Sei ein Dienstwagenbesitzer oder Leasingbesitzer mir Restwertversicherung
Wenn du das nicht bist:
- Stecke deinen Schlüssel in die Dose auch im Supermarkt, beim Kaffeebesuch und erst Recht im Urlaub
oder:
- Entferne alle Kreuze auf sämtlichen Aufpreislisten
- Kaufe immer das alte mehrere Jahre alte Modell
- Kaufe Autos, die keiner haben will (Audi, Mercedes oder noch besser Opel und Lada)

Stefan

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Was könnte denn BMW deiner Meinung nach tun, um Diebstähle zu erschweren?

Z.B. bei Verlust des Signals zum Schlüssels die Warnung über das Abschalten des Motors und das der dann nach einer gewissen Zeit tatsächlich ausgeht. Die Täter verlängern ja nur die Funksignale und imitieren zum Starten und öffnen, dass der Schlüssel in der Nähe sei. Sobald man sich vom Funksignal entfernt, bekommst du einen Warnhinweise, dass sich der Schlüssel nicht in der Nähe befindet. Und mit dem Warnhinweis sollte auch das Abschalten des Systems einhergehen oder zumindest ein Alarm über einen möglichen Diebstahl in der BMW Sicherheitszentrale.

Die Schlüssel-Systeme baut jedoch nicht BMW und keyless go betrifft sämtliche Marken. Bezüglich Motor ausschalten hatte ich bereits geschrieben, was zu "überleg mal, stell dir vor" führte. Ich denke, wenn einem der Sprit ausgeht, geht ja auch der Motor aus. Egal ob bei Schritttempo oder 200 km/h auf der BAB. Alarm bei BMW kann nichts bringen und denen ist es eh egal 🙂

Die fahren aber nicht bis der Sprit ausgeht. Die Motoren werden laufen gelassen bis der PKW auf einem Sattelzug mit meistens litauischen oder polnischen Kennzeichen aufgeladen ist oder direkt am gewünschten Zielort angekommen ist. Es werden manchmal auch Tankstopps eingelegt, aber wenn die Karre andere Kennzeichen angebracht hat, schöpft keiner Verdacht.

Letzte Woche wurde hier im Bereich ein M5 gestohlen. Der eigentümer hatte ihn sogar wegfahren gehört. Seine eigene Ortung zeigte dann die Kreuzung an der Hauptstraße als letztes Funksignal an. Dann war es weg. Auch eine sofortige Fahndung nach dem PKW brachte nichts. Da kommt es sehr Nahe, dass der in irgendeinem LKW verschwunden ist...

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LifeIsTough

Die Aussage bezog sich darauf, dass ich vorgeschlagen hatte, den Motor auszuschalten, sobald der Schlüssel eine gewisse Zeit lang nicht mehr erkannt wurde...

"Fazit" ist doch, egal wie,wo,wann....wenn die es auf dein Traumfahrzeug abgesehen haben kriegen Sie es auch!
Da kannste noch so viele Sicherheits und Überwachungsaustattungen einbauen und haben.. es gibt keine 100% Sicherheit für dein Fahrzeug.
Und das bezieht sich nicht nur auf dem Komfortzugang...
Und das ist auch allen Hersteller und Zulieferer bewusst...
Deshalb wird auch nicht tiefer in die Materie investiert, und dementsprechend gehändelt, wozu auch weg ist weg wenn es dein Traumfahrzeug betrifft oder?

"Fakt" bleibt letztendlich dein dummes Gesicht und ein leerer Platz übrig...

Mfg.

Komfortzugang: Ich verstehe nicht, wieso man den Startvorgang nicht an eine einmalige Startsequenz in der Übertragung koppeln kann, die sich azyklisch ändert und vom Schlüssel zyklisch abgefragt wird, ob dieser sich noch in der Nähe befindet. Dabei die Laufzeit des Signals überwachen und so sicherstellen, dass das Signal wirklich nicht länger unterwegs ist, als vorgesehen - sind ja physikalische Gesetze, die den Schwingungen zugrunde liegen, kann man berechnen und regeln lassen.
Bei Mercedes, meine ich mal gelesen zu haben, gibt es eine ähnliche Abfrage zwischen Transponder und Schlüssel...

Teile: alle elektronischen Teile, analog Apple, rigoros an einen Account binden (bspw. dem Connected Drive-Account). Diesen Account konsequent von einer internen, zentralen BMW-Abteilung führen, die auch auf Diebstahl geschult ist.
Wem der Datenschutz zuwider geht: es könnte auch ein fahrgestellgekoppelter Account funktionieren, der nur vom Hauptserver zu verwalten ist. Wichtig dabei wäre, dass eine Sperrung nach einer (vorliegenden) Diebstahlanzeige dazu führt, dass dieser nur von der Hauptverwaltung, von einer zentralen Person oder Abteilung, und auch nur nach aufgeklärter Beweislage (durch die Polizei oder vom ursprünglichen Eigentümer) möglich ist.
Dieser Account müsste natürlich ebenfalls so stark verschlüsselt sein, wie bei Apple - aber dort funktioniert schließlich auch. Ein gesperrtes iPhone nützt einem Dieb (oder auch Finder) gar nichts.

Einen Austausch müsste so konsequent an eine Deaktivierung des alten Accounts knüpfen, dass ein Austausch erst möglich ist, wenn der alte Account deaktiviert wurde. Gebrauchtteile dürften erst wiederverwendet werden können, wenn das Altteil vom Vorbesitzer freigegeben und sodann dem neuen Zugang über den BMW Hauptserver, einschließlich der Händlernummer zugeordnet wurde.
Das ist nur legitim und könnte den Diebstahl massiv Einhalt gebieten. Die Eproms so sichern, dass nach einem Änderungsversuch nichts mehr geht und die Zwangsabfrage grundsätzlich über den Hauptserver steuern. Hierbei eine Zwangssynchronisation mit dem BMW Server einführen - dann könnte man auch Manipulationen in der Zentrale erkennen. Ein erkannter (oder selbst vermeintlicher) Manipulationsverdacht müsste dazu führen, dass man binnen einer sehr kurzen Zeit (100 km) eine Freischaltung über einen BMW Händler und dem Hauptserver benötigt oder man sonst in den Diebstahlmodus (siehe unten/20km/h) wechselt.
Einmalige Freischaltung gibt es ja bereits, beispielsweise die Inital-FSC für´s Navi - diese kennen die Werkstätten schon. Aber Entscheidungen dürften nicht in den Filialen/Werkstätten getroffen werden können - das würde wieder Tür und Tor öffnen.

Ein gewaltiger Organisationsaufwand? Sicher! Aber machen wir uns nichts vor, nachdem wir im digitalen Zeitalter leben, kann man nicht mehr so agieren, wie in der alten mechanischen Welt. Und ich sehe auch kein Problem darin, es müsste nur alles zentral verwaltet und dort protokolliert werden. Möglich ist es schon heute, das machen andere Unternehmen vor, die Produkte mit geringeren Einzelwerten vertreiben.
Es gibt so viele helle Köpfe in der IT, da muss es möglich sein, ein System einzuführen, welches funktioniert. Da will ich mir sicherlich nicht anmaßen, dass ich es besser könnte, als ein Spezialist.

Man kann sich ja auch auf Teile beschränken, die bspw. teurer als 50 EUR sind - aber zumindest HUD, NAV-CID, Bedieneinheiten, Steuergeräte sollten an ein solches System verbindlich gekoppelt werden. Das würde den Aufwand für die Banden schon einmal erheblich erhöhen und ziemlich sinnlos werden lassen, wenn die teuren Ersatzteile schlichtweg nicht weiterverwendet werden können, ohne über den BMW-Hauptserver zu gehen. Wegen eines 50-Cent-Clips wird vermutlich nicht so schnell eingebrochen.

Diebstahl: Mittels einer (zertifizierten) Meldung (Diebstahlanzeige, LKA/BKA) könnten die Steuergeräte, alle o.g. Bauteile, grundsätzlich gesperrt werden. Denkbar wäre eine sofortige Geschwindigkeitsdrosselung auf 20 km/h - das Steuergerät nimmt einfach so lange keine Befehle von der Stellung Gaspedal entgegen, dass die Geschwindigkeit unter 20 km/h liegt.
Es muss nicht das Auto, schlimmstenfalls während der Autobahnfahrt, unkontrolliert ausgeschalten werden, es würde m.E. genügen die Geschwindigkeit auf ein Maß zu drosseln, dass eine Weiterfahrt nur so derart langsam möglich ist, dass man aus einem Gefahrenbereich heraus kann, es sich dann aber nicht lohnt weiter zu fahren. Den Dieb will ich sehen, der sich von jedem berittenen Polizisten oder Sportler einholen lässt.
Gleichfalls könnte man in einem solchen Fall zentral aus München die Warnblinklichtschalter steuern und auf Dauerschaltung stellen.

Auch diese Mechanismen müssten an automatischen Abfragen gekoppelt werden, damit Manipulationen verhindert werden, aber ich persönlich sehe da die Hersteller in der Pflicht solche komplexen Systeme aufzubauen, wenn diese solche vernetzten Systeme in den Umlauf bringen.
Es gibt so viele Möglichkeiten und ich bin mir sicher, dass BMW so gute Leute hat, das entsprechend umzusetzen. Ich denke auch, dass es mittelfristig kommen wird, nur finde ich es schwach, dass man sich so lange Zeit lässt die Systeme sicherer zu machen.
Es wurde schon angesprochen - das Problem besteht schon sehr viele Jahre. Ich hätte es persönlich BMW nicht für krumm genommen, wenn sie eine Serie auf den Markt bringen, die dummerweise nicht konsequent durchdacht wurde und dazu führt, dass solche Banden quasi leichtes Spiel haben, man aber sofort reagiert und für Sicherheit sorgt.

Zitat:

@SirHitman schrieb am 10. Dezember 2017 um 11:22:17 Uhr:


"Fazit" ist doch, egal wie,wo,wann....wenn die es auf dein Traumfahrzeug abgesehen haben kriegen Sie es auch!
Da kannste noch so viele Sicherheits und Überwachungsaustattungen einbauen und haben.. es gibt keine 100% Sicherheit für dein Fahrzeug.
Und das bezieht sich nicht nur auf dem Komfortzugang...
Mfg.

Es wird immer den Versuch geben diese System zu überlisten, richtig. Aber das Kapital ist doch eher bei BMW verteilt, als bei solchen Tätergruppen.
Deswegen schon von Vornherein die Flinte ins Korn werfen, weil ein paar Kriminelle zwar vom Verhalten asozial sind, aber unglücklicherweise auch Grips haben? Das ist m.E. Einstellungssache.

Und dann, man merkt es ja in meinen Ausführungen, wäre ich ja auch für eine strafrechtliche Reorganisation.
Ich behalte meine Meinung deshalb aufrecht, weil ich denke, dass jeder Kriminelle eine eigene Abwägung trifft, ob sich die Tat rentiert oder nicht. Nachdem man damit leben muss, dass man es nicht völlig verhindern kann, sollte man m.E. diese Taten so weit wie möglich unattraktiv machen - und auch kontrollieren.

Es ist doch wie bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung: Wird nicht kontrolliert und sanktioniert, wird diese regelmäßig übertreten. Nur wenn die eigene Abwägung (aus ideellen, beruflichen, freiheitlichen oder sonstigen Gründen) dazu führt, dass das Einhalten (gesellschaftlicher) Regeln, hier der Geschwindigkeitsbegrenzung, günstiger ist, wird es auch eingehalten.
Und Diebstahl ist auch "bloß" eine gesellschaftliche Regelung, die unser Zusammenleben bestimmen sollen.

laaaaanger Beitrag 🙂 kurze Meinung: geht mir vieeel zu weit und alllles kann gehackt werden 🙂

@freebiker007 Dann kannste ja deinen chicen Fuhrpark auch gleich offen mit Schlüssel auf die Straße stellen, wenn es keinen wirklichen Sinn macht Vorkehrungen zu treffen 😉

Seid mal froh, ihr Schwizzer, dass die braven Deutschen, Österreicher, Franzosen an euch grenzen. 😉 Oder fallen wir Deutschen auch bei euch auf? 😁 Soweit ich informiert bin, bringen wir sogar unser Geld freiwillig in den schönen Alpenstaat!?!

Hinweis: Was nicht heißen soll, dass jeder östlich angrenzende Mitbürger genauso unter diese Tätergruppen zu subsumieren ist. Davon distanziere ich mich ausdrücklich! Es tut mir sogar leid, dass quasi schon vorverurteilt wird. Leider sind es nahezu immer dieselben Tätergruppen, die auffallen (und ihr Handwerk ja auch richtig verstehen).

Zitat:

@kanne66 schrieb am 10. Dezember 2017 um 03:43:59 Uhr:


Apropos "Polizeistaat"... hier in der PRC käme nie jemand auf den Gedanken seinen F1x am Straßenrand über Nacht unter Laternen zu parken. Da steht das Dickschiff in einer überwachten community.

Warum glaubt man in Deutschland man könne 50k € und mehr so mir nichts dir nichts arglos an die Straße stellen...
Gelegenheit schafft Diebe...

Nein, ich verharmlosen nichts, rege nur an zukünftig - bei wachsendem Armutsgefälle auch in Europa - ein wenig alert zu sein.

Falls du dich damit auf meinen Fall beziehst:

Mein Auto steht (stand..) bei mir im Carport, etwas zurückversetzt neben meinem Haus in einem Dorf mit weniger als 5.000 Einwohnern mitten im Wohngebiet.

Mir war / ist durchaus bewusst, dass es besseren Schutz gegen Diebstahl gibt (schon allein aufgrund der Tatsache, dass es bei mir in der Nachbarschaft und auf dem Grundstück quasi keine Zäune gibt).
Allerdings hätte ich nicht damit gerechnet, dass der Wagen bei mir zuhaus gestohlen wird.
Die Anwohner sind bunt gemischt: Schüler, Studenten, Selbstständige, Beamte, Rentner und Pensionäre. Es ist also eigentlich immer irgendwer im nahen Umkreis zuhause.
Dazu gibt es auch andere, durchaus attraktive Autos in der Nachbarschaft (Radius ca. 200m). Unter anderem Jaguar XF, Tesla Model S, 435d Coupe Q7, A6 Allroad, S3 Sportback, etc.
Warum man da ausgerechnet einen 520d klaut, ist mir schon ein Rätsel.

Aber sei's drum: Auto ist weg, damit muss ich jetzt leben.
Wer ein Auto klauen will, der schafft das auch. Egal, um welches Modell oder welchen Hersteller es sich handelt.
Ob der Wagen jetzt aufgrund des Komfortzugangs geklaut wurde, oder ob er ganz klassisch geknackt wurde, spielt für mich dabei auch keine Rolle.
Ich bin an dieser Stelle erst einmal nur froh, dass sie nicht auch ins Haus eingestiegen sind, um die Schlüssel (und evtl. andere Sachen) mitzunehmen..

Tesla 🙄 wer soll denn dieses Subjekt klauen :-P Da geht ja bei der Flucht der Strom aus

Zitat:

Warum man da ausgerechnet einen 520d klaut, ist mir schon ein Rätsel.

Weil es sicherlich einfacher ist ihn zu verwerten als die anderen in deiner Strasse 🙁 leider, für dich.

Zitat:

@Roma238 schrieb am 10. Dezember 2017 um 04:10:10 Uhr:


Ja, aber was willst du machen, wenn keine Garage zur Verfügung steht? & es keine andere Möglichkeit gibt?

es gibt immer andere Möglichkeiten!

entweder man findet sich damit ab oder wird entsprechend aktiv😉

Der Ruf nach Gevatter Staat wird kurzfristig individuelle Probleme nicht lösen, warum auch... Nur weil Bürger "X" einen angesagten BMW fahren möchte, werden keine zusätzlichen Polizei-Stellen geschaffen...

das die F1x Baureihe gerne fremd-geöffnet wird, würde in sämtlichen Medien rauf&runter kommuniziert.
das es organisierte Banden gibt dito.

es ist lange nicht nur der Osten betroffen, aus den Niederlanden - nur als Beispiel - heraus werden schon seit Jahrzehnten KFZ im Grenzgebiet als Teile-Spender genutzt.
Wenn also Heijn van de Meiklockjes aus Doetinchem einen Bums macht, hat Bodo´s BMW aus Bocholt 2 Tage später keine Stoßstange und keine Scheinwerfer mehr...

was bei Exbay abgeht, ist dann die Kirsche auf dem Kuchen, sehr einfach sich dort zu bedienen...
Schert das jemanden? Nein! Ganz im Gegenteil, viele finden das SUPER, sich günstig ein Upgrade zu verschaffen...

BMW und die Shareholder sind geradezu in entzückter Extase, was da an Teilen verkauft wird, läßt die Notierung explodieren...

Alles in allem also ein doller Kreislauf, die perfekte Marktwirtschaft 😉, kein Grund etwas zu ändern, solange das Versicherungswesen diesen Kreislauf finanziert...

Der Dumme ist der, den es mehr als 1x erwischt und die Versicherung kündigt...

Wer dann immer noch keine anderen Möglichkeiten für sich entdeckt... 🙄

Möglichkeiten?

das fängt bei einer Alarmanlage an und hört irgendwo bei der Wahl des zukünftigen KFZ auf 😉 und selbst ein Duster wird geklaut... Warum KFZ-Versicherungen oft Garagen und selten AAnlagen subventionieren spricht eine deutliche Sprache😉

selbst die Investition in einen AA-Sticker ist besser, als nichts zu tun, korrekt?

100% Sicherheit gibt es keinesfalls und nüchtern betrachtet, ist der KFZ-Diebstahl über alles rückläufig.
OK, man kann Verzicht üben und sich eben keinen BMW kaufen...😛

ich für meinen Teil halte es so: immer ein wenig besser geschützt, als der Nachbar...

OK, es muß nicht gleich ein ausgebildeter Schutzhund wie mein Hasso sein, aber ganz ohne läßt man sein Eigentum nicht, ich zumindest nicht 😉

BTW: "Eigentum verpflichtet" ...

Ck1

schön geschrieben- obs was nützt 🙂

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