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Defekter Spurstangenkopf: Gefahrabschätzung

Themenstarteram 4. Oktober 2013 um 11:04

Hi!

Ich hab mir ein neues Auto gekauft. Der Wagen hatte 2 Jahre Tüv und ist ohne Mängel durchgekommen.

Als Hinweis stand aber noch bei "Spurstangenkopf vorne links hat leicht erhöhtes Spiel".

Ich hab mir das ganze zuhause mal mit dem Wagenheber angesehen und der Spurstangenkopf hat tatsächlich ein klein wenig Spiel. Man kann das Rad auch ein paar MM bewegen usw.

 

Ich wollte die Reperatur nächsten Monat (also in etwa 3 Wochen) machen lassen, da ich dann Urlaub habe und sonst täglich rund 100 KM fahre.

Klar ist die Ferndiagnose nicht so wetvoll, wie eine echte Werkstatt. Aber ich würde dennoch gerne wissen, ob da schon das Risiko besteht, dass der Spurstangenkopf rausspringt und ich einen Unfall baue?

Wie gesagt hat er bisher nur ein paar MM Spiel und der TÜV hat das nicht als Problem angesehen.

... können Spurstangenköpfe wirklich einfach so aus der Verankerung hüpfen, oder passiert das erst im absoluten Endstadium?!

Und muss gezwungenermaßen die Spur eingestellt werden? Damals hab ich meinen mal selbst gewechselt und hab den neuen einfach so weit draufgedreht, wie der alte auch (Umdrehungen gezählt) :D ... hat bis zum Ende gehalten...

Danke!

Es handelt sich übrigens um einen 97er Honda Civic EJ9

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald

Man sollte immer Bedenken das das Spiel als die Kugel in das Gegenstück gedrückt wurde viel geringer war als das Spiel welches man beim Wackeln spürt, also kann der Kugelkopf dann auch recht schnell mal raushüpfen, kommt zwar selten vor aber passiert hin und wieder und nicht nur bei Spurstangen die millimeterweise Spiel hatten.

 

W.......

 

-----------------------------------------------------

 

Diesen Kugelkopf der rausüpft musste mir mal zeigen. Die Dinger werden von der anderen Seite mit der Kunststofflagerung eingelegt, dann mit einem Gegenlager und verpressten Deckel versehen. Nach unten, da wo der Konus und das Gewinde ist können die nicht raus, weil die Kugel grösser als die Öffnung ist. Und nach oben, durch den Deckel auch nicht, weil die verschraubte Mutter und die Auflage an der Spurstange sie daran hindert. Da muss man schon den Kopf sprengen.

Sie können  extrem schlackern, ja, aber wer das nicht merkt das da etwas nicht stimmt, merkt eh' nix mehr.

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Themenstarteram 5. Oktober 2013 um 8:57

Die mehreren MM beziehen sich auf die "Strecke", die sich das Vorderrad kippen lässt.

Der Kugelkopf selbst bewegt sich minimal. Die Bewegung im Kopf selbst ist noch zu wenig, um sie wirklich zu "messen" aber man spürt im Handgelenk, das er sich etwas auf und ab bewegt. Auf der anderen Seite ist er ganz fest!

Aber ich muss dir da trotzdem Recht geben...

Es ist eigentlich eine unverschämtheit, dass ein TÜV Prüfer darauf noch eine Plakette gibt.

Klar noch ist das Spiel bei mir scheinbar kein Problem. Aber so ein Spurstangenkopf wird ja mit der Zeit auch nicht besser und es ist doch eigentlich absehbar, dass der Kopf die 2 Jahre "gewährleistung" nicht überstehen wird, oder?

Ich dachte eigentlich auch immer, dass es beim TÜV keine Grauzone gibt. Um genau zu sein wusste ich nichtmal, dass der TÜV "Hinweise" schreibt. Ich dachte immer, dass es da um alles oder ncihts geht :P

 

Aber wie auch immer! Der Spurstangenkops ist wirklich kaum ausgeschlagen, also kannst du ruhig wieder auf die Straße mit deinem schicken Nissan :) !!!

... um den Nissan mache ich mir da die wenigsten Sorgen. Das könnte man auspolieren ;)...

Nein, eigentlich gibt es bei solchen Dingen keine "Grauzone". Seit letztem Jahr ist sogar der Begriff "geringfügiger Mangel" weggefallen, um einfach eindeutigere Aussagen zu erzwingen.

Dem Prüfer bist du einfach nur sympathisch gewesen und er hat gehofft, dass du den Mangel umgehend beseitigst und er dich vor einer Wiedervorführung verschonen kann...

Wie ich mir schon dachte ist das Spiel tatsächlich nicht so dramatisch wie es sich ursprünglich anhörte. Einige Millimeter am Rad oder am Lenkrad sind nunmal ein großer Unterschied zum Spiel am Gelenk (wo eigentlich gemessen wird).

Noch dazu muss man sehen, dass ein minimales Horizontalspiel an einem Spurstangenkopf eventuell noch tolerierbar ist. Vertikal ist dann aber Schluss mit Lustig...

Noch etwas! Ein ausgeschlagenes Fahrwerkslager macht sich lange bevor es auseinanderfällt, durch schwammiges Fahrgefühl, indirekte Lenkung und instabilem Lenkverhalten bemerkbar. Nur kann man leider nicht von allen Autofahrern erwarten, dass sie solche Zustände bemerken...

In diesem Sinne!

Ein ausgeschlagener Spurst.-Kopf poltert auch ohne Ende. Wenn man das Radio nicht auf max. hat, hört man das gut.

Hallo samthepspuser,

wechsele besser gleich beide SpurSTANGEN die sind nur 10€ teuerer als die Köpfe und nimm OEM wie TRW oder Lemförder. Hab ich gerad im September gemacht.

Bei BREMSEN und LENKUNG darf man kein Risiko eingehen { man gefährdet ANDERE bzw. die eigene Familie.

WENN du schon Spur vermessen läßt, dann soll es sich lohnen anstatt 1 Jahr später den anderen Kopf gewechselt und noch mal SPUR-Messung bezahlt.

Spur-Messung/-einstellung ist dann n och mal ne interessante Geschichte von wegen "Spreizstange oder nicht" {wenn keine Spreizstange eingesetzt dann besser im unteren Toleranzbeeich einstellen lassen und Thema mit Vermesser besprechen

 

Gruß

MikelRaccoon

Man sollte immer Bedenken das das Spiel als die Kugel in das Gegenstück gedrückt wurde viel geringer war als das Spiel welches man beim Wackeln spürt, also kann der Kugelkopf dann auch recht schnell mal raushüpfen, kommt zwar selten vor aber passiert hin und wieder und nicht nur bei Spurstangen die millimeterweise Spiel hatten.

 

Was die Einstellung der Spur angeht, wenn man Spiel spüren kann ist es nicht mehr möglich nach einem Tausch mit Abmessen Diese wieder korrekt einzustellen da man ja nicht weis ob der gemessene Wert überhaupt korrekt war. Das Spiel reicht aus um so weit danebenzuliegen das die Reifen darunter leiden. Davon abgesehen das eine Spurprüfung alle paar Jahre eh nicht schadet.

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald

Man sollte immer Bedenken das das Spiel als die Kugel in das Gegenstück gedrückt wurde viel geringer war als das Spiel welches man beim Wackeln spürt, also kann der Kugelkopf dann auch recht schnell mal raushüpfen, kommt zwar selten vor aber passiert hin und wieder und nicht nur bei Spurstangen die millimeterweise Spiel hatten.

 

W.......

 

-----------------------------------------------------

 

Diesen Kugelkopf der rausüpft musste mir mal zeigen. Die Dinger werden von der anderen Seite mit der Kunststofflagerung eingelegt, dann mit einem Gegenlager und verpressten Deckel versehen. Nach unten, da wo der Konus und das Gewinde ist können die nicht raus, weil die Kugel grösser als die Öffnung ist. Und nach oben, durch den Deckel auch nicht, weil die verschraubte Mutter und die Auflage an der Spurstange sie daran hindert. Da muss man schon den Kopf sprengen.

Sie können  extrem schlackern, ja, aber wer das nicht merkt das da etwas nicht stimmt, merkt eh' nix mehr.

Zitat:

Original geschrieben von burbaner

Nein, eigentlich gibt es bei solchen Dingen keine "Grauzone". Seit letztem Jahr ist sogar der Begriff "geringfügiger Mangel" weggefallen, um einfach eindeutigere Aussagen zu erzwingen.

Ähm, nö. Im Gegenteil, es ist sogar der Hinweis rechtsverbindlich als Hinweis auf einen sich in Zukunft abzeichnenden Mangel aufgenommen worden.

Es ist lediglich die Wahl zwischen geringer und erheblicher Mangel bei den üblichen Geschichten weggefallen und dem Prüfer wird die Einstufung vorgegeben. Aber nicht ob Hinweis oder Mangel. Mangel heißt Funktionseinschränkung, bei Spiel im Zehntelmillimeterbereich am Kopf den man gerade am Rad spüren kann ist das so ein Hinweis.

Für die Funktionseinschränkung muss man zur Relation mal gucken in welchen Bruchteilen vom Grad bei der Spureinstellung gearbeitet wird und ob das Rad nicht mit dem Spiel schon deutlich außerhalb des Sollbereiches laufen kann.

Und ich hab schon Spurstangenköpfe auseinander gesehen, ist aber selten. Häufiger passiert das mit Traggelenken wo das ganze Fahrzeuggewicht dranhängt.

Das Fahrzeuggewicht hängt, nebenbei gesagt, schon auf Federbein, Radnabe, Lager, Reifen. Traggelenk hält das Rad quasi von der Seite fest - wie auch der Spurstangenkopf.

Themenstarteram 7. Oktober 2013 um 13:37

Sooo!

Habe Freitag einen Termin zum Wechsel des Kopfes :) Hab den Termin doch noch irgendwie reingequetscht bekommen!

Zitat:

Original geschrieben von Kung Fu

Das Fahrzeuggewicht hängt, nebenbei gesagt, schon auf Federbein, Radnabe, Lager, Reifen. Traggelenk hält das Rad quasi von der Seite fest - wie auch der Spurstangenkopf.

Kommt auf die Konstruktion an. Typische Golf-Vorderachse (McPherson) hat das Gewicht auf dem Federbein, das eigentliche Traggelenk ist hier das Domlager und die Kugel am Querlenker ist die seitliche Führung. Hier ist das Federbein ein Teil der Radführung.

Nimmt man die alten E-Klassen/190er Mercedes hat man die Feder auf dem Querlenker mit separatem Dämpfer und das Rad hängt (!) ausschließlich an dem Traggelenk welches neben der seitlichen Führung das komplette Fahrzeuggewicht aufnehmen muss. Neuere Modelle haben das Gelenk umgedreht dass es nicht mehr auf Zug sondern Druck belastet wird - nennen wir es schlechte Erfahrungen.

Zitat:

Original geschrieben von samthepspuser

Aber ich muss dir da trotzdem Recht geben...

Es ist eigentlich eine unverschämtheit, dass ein TÜV Prüfer darauf noch eine Plakette gibt.

Klar noch ist das Spiel bei mir scheinbar kein Problem. Aber so ein Spurstangenkopf wird ja mit der Zeit auch nicht besser und es ist doch eigentlich absehbar, dass der Kopf die 2 Jahre "gewährleistung" nicht überstehen wird, oder?

Ich dachte eigentlich auch immer, dass es beim TÜV keine Grauzone gibt. Um genau zu sein wusste ich nichtmal, dass der TÜV "Hinweise" schreibt. Ich dachte immer, dass es da um alles oder ncihts geht :P

Die Prüfung bei der Hauptuntersuchung gibt dir keine Garantie das in 2 Jahren noch alles heile ist.

So sind z.B. Reifen auch erst zu bemängeln wenn sie unter dem Gesetzlichem Profilmaß liegen.

Also genau 1,6mm Profil drauf ist kein Mangel, auch wenn du in einer Woche schon damit vielleicht nicht mehr fahren dürftest.

Genauso ist es beim Rest, der TÜV bestätigt dir nur das zum Zeitpunkt der Untersuchung kein Mangel vorlag.

Geringe Mängel wurden auch herrausgenommen weil kaum ein Kunde sie richtig beurteilt. Denn sie bedeuten nicht: Mach das mal in 3 Monaten sondern: du hast das innerhalb von 4Wochen zu beseitigen.

Ja geringe Mängel müssen auch beseitigt werden, nur musst du nicht mehr zur Kontrolle weil man davon ausgeht das man so schlau ist die auch wirklich abzustellen.

Grade bei Spurstangenköpfen sind sich viele Prüfer nicht einig, so gibt es den Hinweis "Anfängliches Spiel" , gibt aber auch Prüfer die sagen: wenn ich Spiel feststellen kann ist es schon zu viel.

Jetzt kommt es auch extrem auf das Auto an, einige Fahrzeuge haben Serie schon spürbar Spiel, andere wirklich keins.

Themenstarteram 11. Oktober 2013 um 21:21

Zitat:

Original geschrieben von snooopy365

Zitat:

Original geschrieben von samthepspuser

Aber ich muss dir da trotzdem Recht geben...

Es ist eigentlich eine unverschämtheit, dass ein TÜV Prüfer darauf noch eine Plakette gibt.

Klar noch ist das Spiel bei mir scheinbar kein Problem. Aber so ein Spurstangenkopf wird ja mit der Zeit auch nicht besser und es ist doch eigentlich absehbar, dass der Kopf die 2 Jahre "gewährleistung" nicht überstehen wird, oder?

Ich dachte eigentlich auch immer, dass es beim TÜV keine Grauzone gibt. Um genau zu sein wusste ich nichtmal, dass der TÜV "Hinweise" schreibt. Ich dachte immer, dass es da um alles oder ncihts geht :P

Die Prüfung bei der Hauptuntersuchung gibt dir keine Garantie das in 2 Jahren noch alles heile ist.

So sind z.B. Reifen auch erst zu bemängeln wenn sie unter dem Gesetzlichem Profilmaß liegen.

Also genau 1,6mm Profil drauf ist kein Mangel, auch wenn du in einer Woche schon damit vielleicht nicht mehr fahren dürftest.

Genauso ist es beim Rest, der TÜV bestätigt dir nur das zum Zeitpunkt der Untersuchung kein Mangel vorlag.

Geringe Mängel wurden auch herrausgenommen weil kaum ein Kunde sie richtig beurteilt. Denn sie bedeuten nicht: Mach das mal in 3 Monaten sondern: du hast das innerhalb von 4Wochen zu beseitigen.

Ja geringe Mängel müssen auch beseitigt werden, nur musst du nicht mehr zur Kontrolle weil man davon ausgeht das man so schlau ist die auch wirklich abzustellen.

Grade bei Spurstangenköpfen sind sich viele Prüfer nicht einig, so gibt es den Hinweis "Anfängliches Spiel" , gibt aber auch Prüfer die sagen: wenn ich Spiel feststellen kann ist es schon zu viel.

Jetzt kommt es auch extrem auf das Auto an, einige Fahrzeuge haben Serie schon spürbar Spiel, andere wirklich keins.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass andere Fahrzeuge da irgendwie Spiel drin haben dürften?

Mein Spurstangenkopf wurde heute gewechselt. Was mich gewundert hat ist, dass der einzelne Spurstangenkopf (nur an Material) 67.50 gekostet hat ... bei Ebay gibts da diese China teile für 3 euro...

Sind origninale Hondateile so teuer?! Oder was war da los?

am 11. Oktober 2013 um 21:24

und für gängige fahrzeuge kosten zwei meyle hd in der bucht ca. 35€

das ist eben der nachteil bei gewissen autos.

Zitat:

Genauso ist es beim Rest, der TÜV bestätigt dir nur das zum Zeitpunkt der Untersuchung kein Mangel vorlag.

In diesem Falle lag der Mangel (defektes Gelenk) aber offensichtlich schon vor.

Und bei den Reifen gucken die auch nicht nur auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe. Komm da mal mit bröseligen rissigen Reifen an - ich meine selbst wenn sie noch nicht geplatzt sind. :D

Themenstarteram 11. Oktober 2013 um 21:28

Zitat:

Original geschrieben von John-Doe1111

und für gängige fahrzeuge kosten zwei meyle hd in der bucht ca. 35€

das ist eben der nachteil bei gewissen autos.

Den Preis an sich bezahle ich ja gerne dafür, dass mir dann keine Chinaware eingebaut wird, denn damit habe ich SEHR schlechte Erfahrungen (siehe "Mein Horrorkabinett).

Mir geht es nur um die Frage, ob ich damit schlichtweg über den Tresen gezogen wurde, oder ob das normale Hondapreise sind?

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